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Dokumentenidentifikation DE19526992A1 01.02.1996
Titel Prüfverschluß für Rohre, insbesondere für Kunststoffrohre
Anmelder IPT Institut für Prüftechnik Gerätebau GmbH & Co KG, 86447 Todtenweis, DE
Erfinder Machaczek, Robert, 86447 Todtenweis, DE
Vertreter Kleinert, H., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 81245 München
DE-Anmeldedatum 24.07.1995
DE-Aktenzeichen 19526992
Offenlegungstag 01.02.1996
Veröffentlichungstag im Patentblatt 01.02.1996
IPC-Hauptklasse G01M 3/02
IPC-Nebenklasse F16L 55/115   
Zusammenfassung Um das Anbringen des Prüfverschlusses am Rohrende zu erleichtern, ist der dichtende O-Ring in einer annähernd zylinderförmigen und zum Rohr konzentrisch verlaufenden Aussparung am Prüfverschluß gelagert, so daß er beim Einbringen des Rohrendes durch Abrollen an der Rohrwand in den dichtenden Bereich der Aussparung verlagerbar ist. Verschiedene Lösungsvarianten abhängig von der Anbringung des O-Ringes an der Außen- oder Innenwand des Rohres.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Prüfverschluß zum druckdichten Verschließen von Rohrenden zu prüfender Rohre, insbesondere von Kunststoffrohren, gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1.

Ein derartiger Prüfverschluß ist z. B. durch das deutsche Gebrauchsmuster 72 23 931 bekannt. Der O-Ring ist bei diesem Prüfverschluß in einer Innenwandnut der Abdeckkappe gelagert, und das Rohrende muß durch den so fixierten O-Ring bis zum Anschlag an der Stirnseite der Abdeckkappe geschoben werden. Bei einem eine ausreichende Druckdichtigkeit gewährleistenden Durchmesser des O-Ringes bereitet das Einbringen des Rohrendes in die Abdeckkappe in der Regel Schwierigkeiten, da der Innendurchmesser des O-Ringes zwangsläufig kleiner als der Außendurchmesser des Rohres ist. Außerdem ist die Gefahr groß, daß der O-Ring durch die aufzubringende Kraft beim Einschieben des Rohres durch das Rohrende beschädigt wird und daher häufig auszuwechseln ist.

Analoges gilt für Anordnungen mit einem im Inneren des Rohres gelagerten O-Ring, wie sie z. B. durch die deutsche Auslegeschrift 10 40 818 bekannt sind.

Dieses Problem kann gemäß der Lösung nach der DE-OS 27 15 773 dadurch umgangen werden, daß der äußere Dichtring erst nach Einschieben des Rohres in die Abdeckkkappe in eine vom offenen Ende der Abdeckkappe aus zugängliche Nut eingeschoben und dann verkeilt wird, was aber einen zusätzlichen Aufwand mit sich bringt.

Aufgabe der Erfindung ist es daher, einen Prüfverschluß der eingangs genannten Art zu schaffen, der bei geringem Aufwand ein leichteres Anbringen des Prüfverschlusses am Rohrende bei verminderter Gefahr einer Beschädigung des O-Ringes ermöglicht.

Diese Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruches 1 gelöst.

Danach wird der O-Ring nicht in einer seiner Form angepaßten engen umlaufenden Nut mit halbkreisförmigem Durchmesser, sondern in einer konzentrisch zum Rohr verlaufenden annähernd zylinderförmigen Aussparung gelagert, deren Längen einem Mehrfachen des O- Ringdurchmessers entspricht. Außerdem ist der Abstand zwischen der Rohrwand und der dieser gegenüberliegenden Wand der zylinderförmigen Aussparung wenigstens teilweise kleiner als der Durchmesser des O-Ringes. Dadurch wird bei Aufsetzen des Prüfverschlusses auf das Rohrende die Schiebekraft in eine Rollbewegung des O-Ringes umgesetzt und das Aufbringen insgesamt erleichtert. Durch die gleichzeitige Verlagerung des O- Ringes in den geringeren Abstandsbereich zwischen den Wänden der Aussparung und des Rohres wird außerdem die Dichtwirkung verstärkt.

Ausgehend von diesem allgemeinen Lösungsprinzip ergeben sich abhängig von der Anbringung des O-Ringes an der Außen- oder Innenwand des Rohres unterschiedliche Lösungsvarianten.

Bei der Lösungsvariante gemäß Anspruch 2 mit außenliegendem O-Ring ist der Innendurchmesser der Abdeckkappe vom offenen Ende ausgehend mindestens entsprechend dem Durchmesser der bisherigen Innennut gewählt, so daß der am Ende der Abdeckkkappe eingelegte O-Ring zusammen mit dem Rohrende in die Abdeckkappe eingebracht werden kann. Der danach aufgesetzte und in den Zwischenraum zwischen der Außenwand des Rohres und der Innenwand der Abdeckkappe hineinragende Stützring verhindert in diesem Falle ein Herausdrücken des O-Ringes aus der Abdeckkappe während der Druckprüfung, wobei kein weiterer Aufwand durch eine gesonderte Halterung für den Stützring erforderlich ist, weil dieser zugleich von der Spannvorrichtung gehalten wird.

Um das Einbringen des Rohrendes zu erleichtern, kann dabei gemäß Anspruch 3 des zylinderförmige Endteil der Abdeckkappe insgesamt oder gemäß Anspruch 4 nur als Teil am offenen Ende als sich zum offenen Ende hin erweiternder Innenkonus ausgebildet sein. Auch kann sich gemäß Anspruch 5 an das erweiterte offene Ende des Innenkonus noch ein zylindrischer Teil mit konstantem Innendurchmesser anschließen, dessen Tiefe in etwa dem Durchmesser des O-Ringes entspricht. Weiterhin kann gemäß Anspruch 6 das erweiterte offene Ende der Abdeckkappe in einen radialen Ansatz mit einem Innendurchmesser, der in etwa dem kleinsten Innendurchmesser des übrigen zylinderförmigen Endteiles entspricht, übergehen.

Um die Einschubtiefe des Stützringes zu begrenzen, weist dieser gemäß Anspruch 7 einen sich radial nach außen erstreckenden und die Stirnfläche am offenen Ende des zylinderförmigen Endteiles wenigstens teilweise abdeckenden Ansatz als Begrenzungsanschlag auf. Zwischen diesem Ansatz und der gegenüberliegenden Stirnfläche ist gemäß Anspruch 8 zweckmäßig ein sich radial nach außen öffnender keilförmiger Spalt vorgesehen, um die Demontage nach einer Prüfung zu erleichtern.

Je nach Ausgestaltung der Spannvorrichtung kann der Stützring gemäß Anspruch 9 auch durch die Krallensegmente eines Krallenringes der Spannvorrichtung gebildet werden. In diesem Falle ist es zweckmäßig, daß gemäß Anspruch 10 zwischen dem O-Ring und dem Ende der Krallensegmente ein geschlossener Abdeckring vorgesehen wird, damit der unter Druck stehende O-Ring nicht in die Spalten zwischen den einzelnen Krallensegmenten hineingepreßt und dadurch beschädigt wird.

An die innere Stirnseite der Abdeckkappe schließt sich gemäß Anspruch 11 zweckmkäßig ein zylindrischer Absatz an, dessen Innendurchmesser nur etwas größer als der Außendurchmesser des Rohres ist, auf den dann das erweiterte zylinderförmige Endteil folgt.

Bei der anderen Lösungsvariante mit innen liegendem O-Ring gemäß Anspruch 13 ist die annähernd zylinderförmige Aussparung als umlaufende Nut am in das Rohrende hineinragenden Teil des Prüfverschlusses ausgebildet, deren Abstand zur Innenwand des Rohres in Richtung auf die Abdeckkappe abnimmt. In diesem Fall ist kein gesonderter Stützring erforderlich, da der O-Ring bei Druckbeaufschlagung des Rohres ebenfalls in Richtung auf das Rohrende gedrückt wird.

Als O-Ring kann gemäß Anspruch 14 auch eine offene Rundschnur aus elastischem Material verwendet werden, deren Ende mit Zentrierbohrungen zur Aufnahme eines Haltestiftes versehen sind. Vorteilhaft ist gemäß Anspruch 15 eine Ausbildung der Rundschnur als Schlauch, da bei diesem der Querschnitt leichter verformbar ist. Auch weisen die Haltestifte an ihren Enden zweckmäßig Verdickungen zur Fixierung auf.

Einzelheiten der Erfindung seien nachfolgend anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert. Im einzelnen zeigt

Fig. 1 eine Schnittansicht eines Rohrendes mit aufgesetztem Prüfverschluß in Achsrichtung bei einem ersten Ausführungsbeispiel mit außenliegenden O-Ring,

Fig. 2 eine Draufsicht der Darstellung von Fig. 1 mit quergeschnittenem Rohr und geöffnetem Prüfverschluß mit nur einer Prüfkopfhälfte,

Fig. 3 bis Fig. 7 verschiedene Ausgestaltungen des zylinderförmigen Endteiles der Abdeckkappe,

Fig. 8 eine Schnittansicht eines Rohrendes mit aufgesetztem Prüfverschluß in Achsrichtung bei einem zweiten Ausführungsbeispiel mit innenliegenden O- Ring und

Fig. 9 die beiden Enden einer Rundschnur bzw. eines Schlauches mit Haltestift als Ersatz eines O-Ringes.

Beim Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 und Fig. 2 ist der Prüfverschluß ähnlich dem aus dem deutschen Gebrauchsmuster 72 23 931 bekannten Prüfverschluß ausgebildet. Er besteht aus einer zylindrischen Abdeckkappe 4, in die das Rohr 2 mit seinem Ende eingeschoben wird. An die innere Stirnfläche 9 der Abdeckkappe ist zunächst ein zylindrischer Absatz 10 angeformt, dessen Innendurchmesser nur etwas größer als der Außendurchmesser des Rohres 2 ist. Daran schließt sich gemäß der Erfindung ein als durchgehend annähernd zylinderförmig ausgebildetes Endteil 11 an, dessen Innendurchmesser größer gewählt ist, um den als O-Ring 8 ausgebildeten Dichtring aufnehmen zu können. Dieser Innendurchmesser ist mit Bezug auf den Außendurchmesser des Rohres 2 und den Durchmesser des O-Ringes 8 so gewählt, daß während der Druckprüfung eine ausreichende Abdichtung gegeben ist.

Der Abstand zwischen der Außenwand des Rohres 2 und der Innenwand des zylinderförmigen Endteiles 11 ist daher zwangsläufig kleiner als der Durchmesser des O-Ringes 8, so daß dieser in radialer Richtung gepreßt wird. Das führt bei einer Einlagerung des O- Ringes in eine Nut, wie beim bekannten Prüfverschluß, infolge der Nutbegrenzung zu erheblichen Reibkräften beim Einschieben des Rohrendes. Gemäß der Erfindung ist dagegen die bisherige Nut als ein zum offenen Ende der Abdeckkappe 4 hin durchgehend zylinderförmiges Endteil 11 ausgebildet. Der vor Einbringen des Rohres am offenen Ende der Abdeckkappe eingelegte O-Ring 8 bleibt daher während des Einbringens beweglich, indem er beim Einbringen des Rohres 2 in die Abdeckkappe 4 zwischen den Begrenzungswänden abrollen kann, obwohl er quer zur Rohrachse stark gepreßt wird.

Voraussetzung dabei ist, daß genügend Spielraum zum Abrollen verbleibt, bis das Rohrende die innere Stirnfläche 9 der Abdeckkappe 4 erreicht hat. Daher ist die Tiefe des zylinderförmigen Endteiles 11 entsprechend groß zu wählen. Sie sollte mindestens gleich der halben Gesamttiefe A der Abdeckkappe 4 zuzüglich dem Durchmesser des O-Ringes 8 sein.

Um das Einschieben des Rohrendes in den O-Ring 8 und mit diesem in den Spalt zwischen Rohr 2 und Endteil 11 der Abdeckkappe 4 zu erleichtern, ist es zweckmäßig, die Eintrittsöffnung des Spaltringes zu vergrößern. Fig. 3 bis Fig. 6 zeigen hierzu verschiedene Ausführungsbeispiele.

Gemäß Fig. 3 ist das Endteil 11 insgesamt als ein sich zum offenen Ende hin erweiternder Innenkonus 21 ausgebildet, während gemäß Fig. 4 das zunächst zylindrische Endteil 20 zum offenen Ende hin in einen sich dann erweiternden Innenkonus 22 übergeht. Gemäß Fig. 5 kann sich am offenen Ende noch ein zylindrisches Teil 23 mit einem konstanten Innendurchmesser anschließen, dessen Tiefe in etwa dem Durchmesser des O-Ringes entspricht.

Wie Fig. 5 und Fig. 6 weiterhin erkennen lassen, kann das erweiterte offene Ende der Abdeckkappe 4 durch einen ins Innere ragenden radialen Ansatz 24 begrenzt sein, dessen Innendurchmesser in etwa dem kleinsten Innendurchmesser des übrigen Endteiles 11 entspricht. Dieser Ansatz 24, der aus einem gesonderten Ring bestehen oder an das Endteil angeformt sein kann, verhindert somit ein Herausrutschen des O-Ringes 8 aus der Abdeckkappe 4 beim Herausziehen des Rohres 2.

Weiterhin ist zu verhindern, daß der O-Ring 8 durch den Prüfdruck, der während Prüfung zwischen dem Rohrende und der inneren Stirnfläche 9 hindurch auf den O-Ring 8 einwirkt, nicht aus der Abdeckkappe herausgedrückt wird. Dies wird gemäß der Erfindung durch einen gesonderten Stützring 12 verhindert, der - wie Fig. 1 zeigt - vom offenen Ende des zylinderförmigen Endteiles 11 aus in den Zwischenraum zwischen der Außenwand des Rohres 2 und der Innenwand des Endteiles 11 hineinragt, so daß der O-Ring 8 beim montierten Prüfverschluß ebenfalls wie in der bekannten Innennut gelagert ist.

Zur Begrenzung der Einschubtiefe ist der Stützring 12 mit einem sich radial nach außen erstreckenden Ansatz 27 versehen, der die Stirnfläche des offenen Endes des Endteiles 11 ganz oder wenigstens teilweise überdeckt und somit als Begrenzungsanschlag wirkt.

Da bei länger andauernden Prüfungen leicht die Gefahr besteht, daß die einander berührenden Teile zusammenbacken, ist es außerdem zweckmäßig, wenn zwischen dem Ansatz 27 und der gegenüberliegenden Stirnfläche ein sich radial nach außen öffnender keilförmiger Spalt 28 vorgesehen wird. Ein in den Spalt eingebrachtes Hebelwerkzeug erleichtert dann die Demontage.

Für den Stützring 12 ist auch keine gesonderte Halterung erforderlich, wenn hierfür gemäß der Erfindung die Spannvorrichtung ausgenutzt wird. Diese besteht beispielsweise wie beim bekannten Prüfverschluß aus zwei U-förmig gestalteten zylindrischen Prüfkopfhälften 3 mit zwei Innennuten 6 und 7, von denen die eine Nut 6 zur Aufnahme der Abdeckkappe 4 mit Stützring 12 und die andere darüberliegende Nut 7 zur Aufnahme zweier Krallenringhälften 5 dient. Sobald also die beiden Prüfkopfhälften 3, von denen in Fig. 2 nur eine dargestellt ist, zusammengefügt und in bekannter Weise durch in den Nuten 13 liegende Bolzen miteinander verschraubt sind, sind sowohl die Abdeckkappe 4 als auch die Krallenringhälften von den beiden Prüfkopfhälften 3 umkapselt. Die Krallenringhälften 5 sind in bekannter Weise mit sägezahnförmigen Krallen versehen, die beim Zusammensetzen des Prüfverschlusses 1 in die Außenwand des Rohres 2 eingreifen und den Prüfverschluß auch unter Druckbelastung des Rohres 2 fest verankern, so daß das Rohr nicht herausrutschen kann. Entsprechend ist die Dimensionierung der einzelnen Teile des Prüfverschlusses aufeinander abzustimmen.

Anstelle eines gesonderten Stützringes, wie beim Ausführungsbeispiel von Fig. 1, können auch die ringförmig angeordneten Krallensegmente eines Krallenringes der Spannvorrichtung den Stützring bilden, wenn der Prüfverschluß beispielsweise entsprechend dem Prüfverschluß des Gebrauchsmusters G 94 12 012.9 gestaltet ist.

Fig. 7 zeigt eine entsprechende Darstellung, wobei zwischen dem O-Ring 8 und den unteren Enden der Krallensegmente 25 zweckmäßig ein geschlossener Abdeckring 26 vorgesehen ist. Ohne diesen gesonderten Abdeckring 26 könnte der O-Ring 8 bei Druckbelastung des Rohres 2 partiell in die Spalten zwischen den einzelnen Krallensegmenten 25 gepreßt und dadurch beschädigt werden.

Beim Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 8 handelt es sich um einen Prüfverschluß mit innen liegendem O-Ring 8. Dargestellt ist wiederum eine Schnittstellenansicht des Endes eines Rohres 2 und eines Teiles der Abdeckkappe 4, die ein in das Rohrende hineinragendes zylindrisches Teil 31 hält, in Achsrichtung. Die Aussparung für die Aufnahme des O-Ringes 8 besteht in diesem Falle aus einer umlaufenden Nut 32 am Teil 31, die zweckmäßig leicht konisch ist und am dem Rohrende zugekehrten Ende den größten Durchmesser aufweist. Vor dem Aufschieben des Rohres 2 auf das Teil 31 liegt der O-Ring 8 am anderen Ende der Nut an. Aus dieser Ausgangsstellung wird er dann beim Aufschieben des Rohres 2 durch die Abrollbewegung in Richtung auf das andere Nutende hin verlagert, wobei er sich infolge der konusförmigen Ausbildung der Nut ovalförmig verformt. Wird das Rohr 2 danach mit Innendruck beaufschlagt, dann wird der O-Ring gegen den das Ende der Nut bildenden Anschlag gedrückt, was die Dichtwirkung erhöht, ohne daß ein gesonderter Stützring wie beim Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 erforderlich ist.

Anstelle eines O-Ringes, der normalerweise als fertiger Ring geliefert wird, kann gemäß Fig. 9 auch eine Rundschnur 41 aus elastischem Material verwendet werden. In diesem Falle sind die nicht verklebten Enden durch einen Haltestift 44 zueinander zu zentrieren, damit beim Abrollen kein gegenseitiges Versetzen der Enden möglich ist. Das erfordert bei der Rundschnur 41 die Anbringung von Zentrierbohrungen 42 für die Aufnahme der Haltestifte 44, die beim Schlauch 43 zwangsläufig entfallen.

Der Haltestift kann entweder entsprechend 45 glatt ausgebildet oder an beiden Enden entsprechend 44 oder 46 mit einer Verdickung in Form eines Kopfes oder eines Widerhakens versehen sein. Die Verdickung hat den Vorteil, daß sich der Haltestift bei mehrfachem Abrollen des Ringes nicht axial verschieben kann. Um zu gewährleisten, daß die Stirnflächen der beiden Enden mit ausreichender Kraft aneinander gepreßt werden, wird die Länge der Rundschnur oder des Schlauches etwas größer gewählt als die sich rechnerisch ergebende nötige Länge. Die damit überlange Rundschnur stützt sich dann jeweils an der äußeren Anliegefläche ab und preßt die elastischen Enden gegeneinander. Die Ausbildung der Rundschnur als Schlauch 43 hat außerdem den Vorteil der leichteren Verformbarkeit.


Anspruch[de]
  1. 1. Prüfverschluß (1) zum druckdichten Verschließen von Rohrenden zu prüfender Rohre (2), insbesondere von Kunststoffrohren, mit einem das Rohr (2) gegenüber dem Prüfverschluß abdichtenden O-Ring (8), dadurch gekennzeichnet, daß der O-Ring (8) in einer annähernd zylinderförmigen und zum Rohr konzentrisch verlaufenden Aussparung (21, 22, 32) am Prüfverschluß (1) gelagert ist, wobei die Länge der Aussparung einem Mehrfachen des Durchmessers des O-Ringes (8) entspricht und der Abstand zwischen der Rohrwand und der dieser gegenüberliegenden Wand der zylinderförmigen Aussparung (21, 22, 32) wenigstens teilweise kleiner ist als der Durchmesser des O-Ringes (8), so daß der O-Ring (8) beim Einbringen des Rohrendes in den Prüfverschluß (1) durch Abrollen an der Rohrwand innerhalb der Aussparung (21, 22, 32) in den Bereich mit kleinerem Abstand zur Rohrwand verlagerbar ist.
  2. 2. Prüfverschluß nach Anspruch 1 mit einem zwischen der Außenwand des Rohres (2) und der Innenwand einer Abdeckkappe (4) gelagerten O-Ring (8), wobei die Abdeckkappe (4) durch eine auf die Außenwand des Rohres (2) einwirkende, krallenbehaftete Spannvorrichtung (3/5) gehalten wird, dadurch gekennzeichnet,

    daß die der Außenwand des Rohres (2) gegenüberliegende Innenfläche der Abdeckkappe (4) zum offenen Ende hin als durchgehend annähernd zylinderförmiges Endteil (11) ausgebildet ist,

    daß das zylinderförmige Endteil (11) der Abdeckkappe (4) eine derartige Tiefe (T) und einen derartigen Innendurchmesser aufweist, daß der am offenen Ende des Endteiles (11) eingelegte O-Ring (8) beim Einschieben des Rohrendes in die Abdeckkappe (4) zwischen der Außenwand des Rohres (2) und der Innenwand der Abdeckkappe (4) abrollbar ist, und daß der O-Ring (8) nach Einschieben des Rohrendes in die Abdeckkappe (4) durch einen in den Zwischenraum zwischen Außenwand des Rohres (2) und der Innenwand der Abdeckkappe (4) hineinragenden und von der Spannvorrichtung gehaltenen Stützring (12) gegen ein Herausdrücken aus der Abdeckkappe (4) während der Druckprüfung gesichert ist.
  3. 3. Prüfverschluß nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das durchgehend zylinderförmige Endteil (11) der Abdeckkappe (4) als ein zum offenen Ende hin sich erweiternder Innenkonus (21) ausgebildet ist.
  4. 4. Prüfverschluß nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß nur ein Teil am offenen Ende des zylinderförmigen Endteiles (11) als sich erweiternder Innenkonus (22) ausgebildet ist.
  5. 5. Prüfverschluß nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß sich an das erweiterte offene Ende des Innenkonus (21, 22) der Abdeckkappe (4) noch ein zylindrisches Teil (23) mit konstantem Innendurchmesser anschließt, dessen Tiefe in etwa dem Durchmesser des O-Ringes (8) entspricht.
  6. 6. Prüfverschluß nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das erweiterte offene Ende der Abdeckkappe (4) in einen sich radial erstreckenden Ansatz (24) mit einem Innendurchmesser übergeht, der in etwa dem kleinsten Innendurchmesser des übrigen zylinderförmigen Endteiles (11) entspricht.
  7. 7. Prüfverschluß nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Stützring (12) einen sich radial nach außen erstreckenden und die Stirnflächen am offenen Ende des zylinderförmigen Endteiles (11) wenigstens teilweise abdeckenden Ansatz (27) als Begrenzungsanschlag aufweist.
  8. 8. Prüfverschluß nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Ansatz (27) am Stützring (12) und der gegenüberliegenden Stirnfläche des Endteiles (11) ein sich radial nach außen öffnender keilförmiger Spalt (28) vorgesehen ist.
  9. 9. Prüfverschluß nach einem der Ansprüche 2 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Stützring (12) durch die Krallensegmente (25) eines Krallenringes der Spannvorrichtung gebildet wird.
  10. 10. Prüfverschluß nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem O-Ring (8) und den unteren Enden der Krallensegmente (25) des Krallenringes ein geschlossener Abdeckring (26) vorgesehen ist.
  11. 11. Prüfverschluß nach einem der Ansprüche 2 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß sich an die innere Stirnfläche (9) der Abdeckkappe (4) zunächst ein zylindrischer Absatz (10) mit einem gegenüber dem Außendurchmesser des Rohres (2) etwas größerem Innendurchmesser anschließt, bevor die Abdeckkappe (4) in das erweiterte zylinderförmige Endteil (11) übergeht.
  12. 12. Prüfverschluß nach einem der Ansprüche 2 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Tiefe (T) des zylinderförmigen Endteiles (11) der Abdeckkappe (4) mindestens gleich der halben Gesamttiefe (A) der Abdeckkappe (4) zuzüglich des Durchmessers des O- Ringes (8) ist.
  13. 13. Prüfverschluß nach Anspruch 1 mit einem zwischen der Innenwand des Rohres (2) und der Außenwand eines in das Rohrende hineinragenden und von einer Abdeckkappe (4) gehaltenen Teil (31) des Prüfverschlusses gelagerten O-Ring (8), dadurch gekennzeichnet, daß die annähernd zylinderförmige Aussparung (32) am in das Rohrende hineinragenden Teil (31) des Prüfverschlusses als umlaufende Nut ausgebildet ist, deren Abstand zur Innenwand des Rohres (2) in Richtung auf die Abdeckkappe (4) abnimmt.
  14. 14. Prüfverschluß nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß der O-Ring (8) aus einer Rundschnur (41) aus elastischem Material besteht, deren Enden mit Zentrierbohrungen (42) zur Aufnahme eines Haltestiftes (44 bis 46) versehen sind und deren Länge so gewählt ist, daß sie beim Aufsetzen des Prüfverschlusses auf das Rohrende einen geschlossenen Ring mit fest aneinander gepreßten Enden bildet.
  15. 15. Prüfverschluß nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Rundschnur als Schlauch (43) ausgebildet ist.
  16. 16. Prüfverschluß nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, daß der Haltestift (44, 46) an beiden Enden Verdickungen (47) aufweist.






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