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Dokumentenidentifikation DE19527165A1 01.02.1996
Titel Faserformprodukt sowie Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung desselben
Anmelder Nakamura, Toru, Fuji, Shizuoka, JP
Erfinder Nakamura, Toru, Fuji, Shizuoka, JP
Vertreter Hansmann, Vogeser & Partner, 81369 München
DE-Anmeldedatum 25.07.1995
DE-Aktenzeichen 19527165
Offenlegungstag 01.02.1996
Veröffentlichungstag im Patentblatt 01.02.1996
IPC-Hauptklasse B29C 70/06
IPC additional class // B29L 31:26  
Zusammenfassung Die Erfindung schafft ein Verfahren sowie eine Vorrichtung zum einfachen Erhalten eines Faserformproduktes, das vorab in einer gewünschten Form geformt wird, wobei eine ringförmige Dichtung oder dergleichen, wie etwa Faserrohmaterial, ohne die Anwendung eines Stanzstempels geformt wird. Wasser wird in einen Wasserhalte- und Entwässerungstank (7) der Formeinrichtung (2) vorab in der Weise gegossen, daß dessen Wasserspiegel oberhalb eines Formnetzes (6) liegt, flüssiges Rohmaterial mit den gewünschten Pflanzenfasern, Mineralfasern, Füllstoffen, Chemikalien und Wasser, die miteinander vermischt sind, wird aus dem Rohmaterialtank (4) in den Rohmaterialaufnahmeteil (9E) gegossen, das innere zylindrische Ventil (9D) wird angehoben, um die Abwärtsbewegung des flüssigen Rohmaterials zu verursachen, die Rührflügel (9B) werden in umgekehrter Richtung im Uhrzeigersinn oder gegen den Uhrzeigersinn in Umdrehung versetzt, so daß sie das Material rühren, woraufhin das Öffnungs- oder Schließventil (7C) zum Auslassen von Wasser geöffnet wird, eine Vakuumsaugwirkung an der Saugöffnung (7F) angelegt wird und anschließend das Faserformprodukt (11), das auf dem Formnetz (6) innerhalb jedes der Formrahmen (8) zurückgelassen wird, dehydiert und geformt wird. Nach diesem Betriebsablauf werden die Formrahmen (8) angehoben, das Formnetz (6) wird zur Trocknungseinrichtung (3) hin in Umlauf versetzt und anschließend wird das Faserformprodukt (11) getrocknet. Nachfolgend werden die Formrahmen (8) ...

Beschreibung[de]

Diese Erfindung betrifft ein Faserformprodukt sowie dessen Formverfahren und dessen Formvorrichtung und insbesondere ein Formverfahren und eine Formvorrichtung, in welcher das Faserformprodukt, das so hergestellt werden kann, daß es einen offenen Mittelteil hat, sowie dessen Formung ohne Verwendung eines Stanzstempels ausgeführt werden können.

Als Verfahren nach dem Stand der Technik zur Herstellung eines Schleifscheibenträgermaterials, einer wärmebeständigen Dichtung, eines Baumwollewalzenträgermaterials und eines Kupplungsscheibenträgermaterials oder dergleichen wurde allgemein ein Verfahren verwendet, bei dem ein Rohmaterial einer Faserlage in einen Tank mit chemischer Flüssigkeit gegeben wurde und dieses mit chemischer Flüssigkeit getränkt wurde, oder ein anderes Verfahren, bei welchem eine Form des Produkts vorab aus einer Rohmateriallage ausgestanzt wird, in der chemischen Flüssigkeit getaucht wird und anschließend zu einer Endproduktform gestanzt wird.

Bei dem vorstehend genannten Verfahren nach dem Stand der Technik wurden eine ringförmige Scheibe oder Dichtung, die eine komplexe Form hat, oder Isoliermaterial und dergleichen mit einem Stempel ausgestanzt, so daß einige Probleme insofern auftraten, als eine beträchtliche Menge des Substratmaterials nutzlos wurde, was verursachte, daß der Ertrag des Produktes (einschließlich der chemischen Flüssigkeit), der erzielt wurde, sehr gering war und hohe Produktionskosten auftraten.

Wie nach dem Stand der Technik bekannt, werden im Fall der Herstellung beispielsweise einer Zylinderdichtung nicht nur alle äußeren kreisförmigen Umfangsabschnitte eines gewünschten Zylinders von dem rechteckigen Substratmaterial abgenommen, sondern auch die inneren Umfangsabschnitte mit Ausnahme der Stärke des Zylinders werden abgenommen und dieses Abfallmaterial besteht aus einem Teil des Materials, der mit chemischer Flüssigkeit getränkt wurde, welches eine spezielle Behandlung erfordert, wenn es als Industrieabfall deponiert wird, so daß zusätzliche Verarbeitungskosten auftreten. Ferner werden verschiedene Nachteile auch für die papierähnliche Rohmateriallage hervorgehoben. Obgleich die Anordnung der Fasern, die die Rohmateriallage bilden, welche auf einem endlosen umlaufenden Netz gebildet wird, im Bezug auf ein Verhältnis zwischen einer Strömungsgeschwindigkeit der Fasern, die aus einer Rohmaterialbehälterdüse eingespritzt werden, und der Fortbewegungsgeschwindigkeit des Netzes bestimmt ist, wird ein guter Zustand oder ein schlechter Zustand dieser Anordnung der Fasern normalerweise durch Probenahme in derselben Größe in Strömungsrichtung des Rohmaterials und der Breitenrichtung der Lage und Messen der Zugfestigkeiten in beiden Richtungen des Rohmaterials unterschieden, wobei die Faseranordnung zeigt, daß eine gewisse Verformung ohne weiteres auftreten kann oder nach dem Tränken des Rohmaterials mit der chemischen Flüssigkeit auftritt oder die Faseranordnung hinsichtlich der Faserrichtung unterschiedlich ist, was dessen Festigkeit beeinflußt, womit eine gleichförmige Qualität nicht erzielbar ist. Insbesondere in dem Fall, in dem ein Produkt, das ein Gewicht von etwa 400 bis 650 g/m² hat, durch einen Formvorgang hergestellt wird, ist die Verteilung der Fasern schlecht und ein gleichförmiges Ausgangsmaterial kann nicht erhalten werden, und die Tränkung mit chemischer Flüssigkeit ist nicht gleichförmig, was dazu führt, daß ein häufiges Auftreten einer Lage mit nicht ausreichender Festigkeit nicht vermieden werden kann.

Angesichts der vorstehend genannten Praxissituation ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Faserformprodukt sowie ein Formverfahren und eine Formvorrichtung zur Herstellung desselben aufzuzeigen, mit welchen eine gleichförmige Qualität erzielbar ist und nicht erforderliche Abschnitte nicht deponiert werden müssen.

Die Lösung der Aufgabe ergibt sich aus den Patentansprüchen.

Die Erfindung hat die folgenden technischen Mittel geschaffen, um die vorstehend genannten Fragen zu lösen und die Aufgabe zu erfüllen.

  • (A) Ein Formverfahren zur Formung eines Faserformprodukts, dadurch gekennzeichnet, daß ein Formnetz über einem Wasserhalte- und Entwässerungstank angeordnet ist, der Wasserzufuhr- und Entwässerungsfunktionen hat, Formrahmen auf dem Formnetz angeordnet sind, eine Formeinrichtung, die einen Rührtank aufweist, oberhalb der Formrahmen angeordnet ist, Wasser von außen dem Wasserhalte- und Entwässerungstank in der Weise zugeführt wird, daß ein Wasserspiegel in der Einrichtung eine höhere Position als die des Formnetzes erreicht, woraufhin flüssiges Rohmaterial, das Fasern als ein Hauptrohmaterial enthält, dem Rührtank zugeführt wird und Rührflügel in Umdrehung gesetzt werden, um das flüssige Rohmaterial zu rühren, woraufhin Wasser in dem Wasserhalte- und Entwässerungstank entfernt wird und zur gleichen Zeit nasses Rohmaterial in dem Tank entwässert wird, um das Faserformprodukt zu bilden, das die Form jedes der Formrahmen auf dem Formnetz hat.
  • (B) Vorrichtung zum Formen eines Faserformprodukts, dadurch gekennzeichnet, daß diese eine Formeinrichtung, in welcher ein endloses Formnetz in Umlauf versetzbar über einem Wasserhalte- und Entwässerungstank angeordnet ist, der eine Wasserzufuhrfunktion und eine Entwässerungsfunktion hat, Formrahmen über dem Formnetz angeordnet sind und ein Rührtank über den Formrahmen angeordnet ist; einen Rohmaterialtank zum Zuliefern von flüssigem Rohmaterial zu der Formeinrichtung, einen Wasserversorgungstank und eine Trocknungseinrichtung umfaßt, die zum Austragen des geformten Produkts durch druckbeaufschlagten Kontakt von dem endlosen Formnetz und der Formeinrichtung dient, um so das geformte Produkt zu trocknen.
  • (C) Ein Faserformprodukt, das entwässert und unter einer Bedingung geformt wird, bei welcher das flüssige Rohmaterial, das in Formrahmen zugeliefert wird, gerührt wird, um Richtungseigenschaften und Verdichtung der Fasern in dem Rohmaterial zu unterbinden, während die Dispersion vereinheitlicht wird.


Die wie vorstehend beschrieben aufgebaute Erfindung hat die folgenden Auswirkungen.

Das heißt, daß bei dem vorstehend genannten Punkt (B) der Wasserhalte- und Entwässerungstank eine Funktion der Zwangsentwässerung unter einem Vakuumarbeitsschritt und eine weitere Funktion aufweist, durch die er in der Lage ist, eine Entwässerungsöffnung zu schließen, die Wasserzufuhröffnung zu öffnen, um Wasser zu halten und seinen Wasserspiegel bis zur Höhe des Rührtanks zu erhöhen. Wenn das flüssige Rohmaterial, das Pflanzenfasern, Mineralfasern aus Kohlenstoff, Glas, eine geeignete Menge von Füllstoff, Chemikalien und Wasser enthält, die untereinander gemischt sind, dem Rührtank zugeliefert wird, wird die Feuchtigkeit von dem endlosen Formnetz in den unteren Wasserhalte- und Entwässerungstank abgeleitet. Wenn in diesem Fall der Wasserspiegel bis zu einer höheren Position als derjenigen des Formnetzes gemäß dem vorstehend unter Punkt (A) beschriebenen Verfahren erhöht wird, schwimmt das flüssige Rohmaterial auf dem Wasser, so daß die Drehung der Rührflügel das Durchmischen nur des flüssigen Rohmaterials verursacht. Auf diese Weise wird dann, wenn Wasser in dem Wasserhalte- und Entwässerungstank abgelassen wird, so daß eine Vakuumsaugwirkung entsteht, das flüssige Rohmaterial oberhalb des Formnetzes entwässert, und der Formrahmen ist auf dem Formnetz vorhanden, was zur Folge hat, daß das feuchte geformte Produkt aus Fasermaterial, das genau der Form des Formrahmens entspricht, geformt werden kann. Anschließend wird der Wasserhalte- und Entwässerungstank von dem Formrahmen getrennt, was zur Folge hat, daß das endlose Formnetz frei umlaufen kann, und so das geformte Produkt auf dem endlosen Formnetz aufliegt und nach außen bewegt wird. Am entfernten Punkt der Bewegung trocknet die Trocknungseinrichtung das Faserformprodukt (siehe Fig. 2). Mit den vorstehend beschriebenen Betriebsabläufen kann beispielsweise eine ringförmige Dichtung geformt werden, indem nicht wie nach dem Stand der Technik ein Stanzvorgang durch einen Stanzstempel erfolgt, sondern das Faserformprodukt, das ursprünglich eine Ringform hat, geformt werden kann. Bei diesem Faserformprodukt weist die Rohmaterialfaserlage eine in einer bestimmten Richtung ausgerichtete Faserrichtung auf, bedingt durch die Tatsache, daß das flüssige Rohmaterial direkt von dem Flüssigrohmaterialtank eingespritzt wird, wohingegen in der vorliegenden Erfindung die Ausrichtung der Fasern unregelmäßig ist und eine Gleichförmigkeit aufweist, die ferner erzielt werden kann, da das Formprodukt keinen Unterschied in vertikaler oder seitlicher Richtung hinsichtlich seiner Festigkeit hat, was durch die Tatsache bedingt ist, daß das Rohmaterial innerhalb des Rührtanks gerührt wird.

Wie vorstehend beschrieben, hat die vorliegende Erfindung die folgenden hervorragenden Auswirkungen.

  • (A) Einer der Effekte ist, daß es möglich ist, zu verhindern, daß das in dem Rührtank angeordnete flüssige Rohmaterial anfänglich entwässert wird, indem Wasser bis über das Formnetz gefüllt wird.
  • (B) Sie hat den Effekt, daß die Verdichtung von Fasern des Rohmaterials verhindert werden kann, während das flüssige Rohmaterial nicht entwässert wird, und die Richtungseigenschaften der Fasern können unregelmäßig und vereint eingestellt werden, was zur Folge hat, daß die Qualität des Produkts verbessert werden kann, da das flüssige Rohmaterial auf dem Wasser gerührt wird.
  • (C) Da der Formrahmen auf dem Formnetz angeordnet ist und das Material auf diesem gerührt wird, ist es möglich, das Material zu rühren und gleichmäßiges Rohmaterial unmittelbar dem Formrahmen zuzuführen.


Entsprechend hat die vorliegende Erfindung den Effekt, daß eine gleichförmige Qualität erzielt werden kann, das Formen von ringförmigen Produkten mit dem Formrahmen erreicht werden kann, so daß ein nutzloser Teil des Substratmaterials im Stanzbetriebsablauf eingespart werden kann und das Auftreten von ausgestanzten Abfallmaterialien, die eine Belastung der Umwelt verursachen, eliminiert werden kann.

  • (D) Da der Entwässerungstank unmittelbar unterhalb des Formrahmens angeordnet ist, hat er den Effekt, daß das innerhalb des Formrahmens geformte Faserformprodukt an dieser Stelle vakuumentwässert werden kann und die Form für das geformte Produkt sicher geformt werden kann.


Wie vorstehend beschrieben können, da die vorliegende Erfindung diese verschiedenen Auswirkungen in vollem Umfang verwirklichen kann, bedeutende Effekte auf jedem der Gebiete, wie etwa dem der Schleifscheiben, der wärmeisolierenden Dichtungen, der Steuereinrichtungen, der Kupplungsscheiben und der Formprodukte und dergleichen erreicht werden, so daß ein breiter Anwendungsbereich in der Industrie zu erwarten ist.

Fig. 1 ist eine Seitenansicht einer Fasermaterial-Formvorrichtung.

Fig. 2 ist eine Ansicht eines Längsschnittes im Mittelbereich der Formvorrichtung.

Fig. 3 ist eine Draufsicht auf die Formvorrichtung.

Fig. 4 ist eine Draufsicht, die eine zweite bevorzugte Ausführungsform des Formrahmens zeigt.

Fig. 5 ist eine Schnittansicht entlang einer Linie A-A von Fig. 4.

Unter Bezug auf die Zeichnungen werden die bevorzugten Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung beschrieben. Fig. 1 ist eine Seitenansicht der gesamten Vorrichtung. Fig. 2 ist eine Ansicht eines Längsschnittes im Mittelbereich der Formvorrichtung. Eine Fasermaterial-Formvorrichtung 1 besteht aus Formeinrichtungen 2, einer Trocknungseinrichtung 3, einem Rohmaterialtank 4, einem Wasserversorgungstank 5 und einem endlosen Formnetz 6 und dergleichen. Wie im Detail in Fig. 2 gezeigt, hat die vorstehend genannte Formeinrichtung 2 einen Wasserhalte- und Entwässerungstank 7 in ihrem unteren Teil, und ein Formrahmen 8 und ein Rührtank 9 sind über diesem angeordnet. Der vorstehend genannte Wasserhalte- und Entwässerungstank 7 ist an seinem unteren Ende mit einer Ablaufrinne 7A versehen, mit der eine Wasserablaufleitung 7B verbunden ist. Die vorstehend genannte Wasserablauföffnung 7A ist mit einem Ventil 7C zum Öffnen und Schließen (sowohl zur automatischen als auch zur manuellen Betätigung) versehen. Eine Wasseraufnahmepfanne 7D ist unter dem Ablaufrohr 7B angeordnet. Die Seitenwand des Wasserhalte- und Entwässerungstanks 7 ist mit einer Wasserzulauföffnung 7E und einer Saugöffnung 7F versehen, wobei eine Wasserzulaufleitung 5A, die mit der Wasserzulauföffnung 7E verbunden ist, mit dem Wasserversorgungstank 5 verbunden ist. Bezugszeichen 5B und 5C bezeichnen Wasserzulaufventile. Eine Saugleitung 10A, die mit der vorstehend genannten Saugöffnung 7F verbunden ist (siehe Fig. 1), ist mit einer Vakuumpumpe 10 verbunden. Am oberen Teil des Wasserhalte- und Entwässerungstanks 7 ist ein elastisches Kontaktglied 7G angeordnet. Das Kontaktglied 7G fällt mit der Form des darüber angebrachten Formrahmens 8 zusammen und seine obere Fläche hat Dichtmaterialeigenschaften. Das endlose Formnetz 6 ist über dem Wasserhalte- und Entwässerungstank 7 angeordnet. Das endlose Formnetz ist so aufgebaut, daß seine beiden Enden in Längsrichtung ringförmig um einen unteren Teil des Wassertanks 7 ausgebildet sind, wobei das Formnetz um eine Vielzahl von Stützwalzen 6B . . ., eine Antriebswalze 6A und eine Anpresswalze 6C, wie in Fig. 1 gezeigt, gelegt ist und endlos und in Umdrehung versetzbar aufgebaut sein kann. An der unteren Oberfläche des endlosen Formnetzes 6 ist ein Entwässerungskasten (Wasserabsaugung) angebracht, der zum Entfernen des an dem Formnetz 6 anhaftenden Wassers verwendet wird. Die vorstehend genannten Formrahmen 8 sind abnehmbar an den unteren Enden der Rührtanks 9 angebracht und ihre Form ist eine Ringform, wie in der Figur dargestellt. Das heißt, daß der Formrahmen aus einer ringförmigen äußeren Form 8A und einer ringförmigen inneren Form 8B besteht. In dem Fall, in dem ein plattenartiges Formprodukt erhalten werden soll, wird die innere Form 8B nicht verwendet. Der Rührtank 9 ist ein Zylinder ohne Bodenteil und eine Antriebswelle 9A ist drehbar an einem flachen Mittelteil eines oberen Lagers 9H gehaltert und wird abwechselnd im Uhrzeigersinn oder gegen den Uhrzeigersinn durch einen in der Figur nicht dargestellten Antriebsmechanismus in Umdrehung versetzt. Rührflügel 9B, 9B . . ., sind radial an der vorstehend genannten Antriebswelle 9A angeordnet. Eine Tragsäule 9C ist vertikal an dem unteren Teil der Antriebswelle 9A angeordnet und die vorstehend genannte innere Form 8B ist an dem unteren Ende je nach Erfordernis angeordnet. Ein inneres zylindrisches Ventil 9D ist an einem inneren oberen Teil des Rührtanks 9 und oberhalb der Rührflügel 9B in der Weise angeordnet, daß es auf oder ab bewegt werden kann, und ein Rohmaterialaufnahmeteil 9E ist zwischen dem inneren zylindrischen Ventil 9D und der Wand des Rührtanks ausgebildet. Der obere Teil des Rohmaterialaufnahmeteils 9E ist mit einer Zulauföffnung 9F versehen und ein Ende einer Zulaufleitung 4A des Rohmaterialtanks 4ist nahe dieser angeordnet. Bei der vorstehend beschriebenen Anordnung wird der innere Zylinder 9D nach unten bewegt und wirkt als ein Ventil zum Schließen des Bodenteils des Rohmaterialaufnahmeteils 9E. In dem Fall, in dem das flüssige Rohmaterial von dem Rohmaterialtank 4 zugeliefert wird, wird das Material nur an einer Stelle eingegeben, so daß das Material einmal in dem Rohmaterialaufnahmeteil 9E gelagert wird und das innere zylindrische Ventil 9D nach oben bewegt wird, um zu veranlassen, daß das flüssige Rohmaterial nach unten in ringförmiger Form bewegt wird. Wie Fig. 1 zeigt, ist die Trocknungseinrichtung 3 so aufgebaut, daß der untere Teil des Basisendes des endlosen umlaufenden Tuches 3A mit einem oberen Ende des endlosen Formnetzes 6 an dem umlaufenden äußeren Ende des endlosen Formnetzes 6 in Druckkontakt gebracht wird. Das endlose umlaufende Tuch 3A wird um eine Vielzahl von Stützwalzen 3B . . ., Anpreßwalzen 3C, 3D gelegt und in Umlauf versetzt. Bezugszeichen 3E bezeichnet ein Aufnahmerohr, Bezugszeichen 3F eine Luftzufuhrdüse und Bezugszeichen 3G eine Entwässerungseinrichtung. Das Aufnahmerohr 3E bewirkt eine Saugkraft und das Faserformprodukt 11 auf dem Formnetz 6 wird an das Tuch 3A angesaugt und auf das Tuch übertragen. Zusätzlich überträgt die Luftzufuhrdüse 3G das Faserformprodukt 11, das an dem Tuch 3A anhaftet, durch eingeblasene Luft auf ein Förderband 3A.

Ein Herstellungsschritt zur Formung des Produktes in der Vorrichtung 1 mit vorstehend beschriebenem Aufbau wird nachfolgend beschrieben. In Fig. 2 sind sowohl das Öffnungs- oder Schließventil 7C an der Wasserablauföffnung 7A und die Saugöffnung 8F geschlossen, Wasserzulaufventile 5B und 5C in dem Wasserzuliefertank 5 sind geöffnet und Wasser wird auf die oberen Enden der Rührflügel 9B zugeführt. Dann wird der innere Zylinder 9D nach unten bewegt, das Öffnungs- oder Schließventil 4B des Rohmaterialtanks 4 wird geöffnet, das flüssige Rohmaterial (Pulpe, Chemikalien, Füllstoffe und Wasser sind zu einem gewünschten Substratmaterial unter vorgegebenen Anteilen gemischt) wird in den Rohmaterialaufnahmeteil 9E gegeben. Nach diesem Vorgang wird der innere Zylinder 9D nach oben bewegt und das flüssige Rohmaterial wird von dem Rohmaterialaufnahmeteil 9E abwärts bewegt. Anschließend werden die Rührflügel 9B abwechselnd in normaler oder umgekehrter Richtung innerhalb eines Bereiches von 100 bis 900 (10 Åã bis 90 Åã) gedreht. Mit dieser vorstehend beschriebenen Anordnung werden die Richtungen der Fasern in dem flüssigen Rohmaterial unregelmäßig gemacht, ihre Verdichtung wird verhindert und ihre Verteilung vereinheitlicht. Insbesondere fällt, da Wasser unterhalb des Formnetzes 6 vorhanden ist, die Feuchtigkeit in dem flüssigen Rohmaterial nicht plötzlich ab und weiterhin wird die Rühreffizienz verbessert. Anschließend wird das Öffnungs- oder Schließventil 7C geöffnet, um Wasser auszulassen, was dazu führt, daß die Feuchte in dem flüssigen Rohmaterial ebenfalls fällt, das Fasermaterial eine Schicht auf dem Formnetz 6 zwischen der äußeren Form 8A und der inneren Form 8B bildet und das Faserformprodukt 11 geformt wird. Anschließend wird die Feuchtigkeit durch die Vakuumpumpe 10 an der Saugöffnung 7F abgesaugt, was dazu führt, daß das Faserformprodukt 11 auf dem Formnetz 6 dehydriert wird. Wenn dann der Tragrahmen 9G durch eine nicht dargestellte Hubeinrichtung angehoben wird, wird der Formrahmen 8 von dem Formnetz 6 wegbewegt und angehoben und das Faserformprodukt 11 wird auf dem Formnetz 6 zurückgelassen. Wenn dann die Antriebswalze 6A bewegt wird, um die Vorwärtsbewegung des Formnetzes 6 zu der Trocknungseinrichtung hin zu verursachen, wird das auf dem Formnetz 6 belassene Faserformprodukt 11 durch das Tuch 3A gepreßt und in dem Produkt enthaltene Feuchtigkeit wird herausgedrückt. Zusätzlich wird das Faserformprodukt an dem Abschnitt des Aufnahmerohres 3E angesaugt, von dem Formnetz 6 wegbewegt und an das Tuch 3A angesaugt. Nachfolgend wird das durch die Anpresswalzen 3D gepreßte Faserformprodukt von dem Tuch 3A an der Luftzufuhrdüse 3F mit der aus der Düse 3F eingestrahlten Luft wegbewegt und auf ein Förderband 3H übertragen. Das von dem Förderband 3H transportierte Faserformprodukt 11 wird durch eine Heiz- und Preßeinrichtung 3J erwärmt und durch diese getrocknet. Eine der Aufgabe entsprechende Nachbehandlung wird an dem getrockneten Faserformprodukt 11 gemäß dem herkömmlichen Verfahren ausgeführt. Diese Schritte können durch eine automatische Steuerung automatisiert werden. Wie die Draufsicht von Fig. 3 zeigt, können eine Vielzahl von Formvorrichtungen 2 nebeneinander in vertikaler und seitlicher Ausrichtung angeordnet werden. Wie jedoch Fig. 4 und 5 zeigen, können eine Vielzahl von Formprodukten auf einmal durch Teilen des Formrahmens 8 in eine Vielzahl von Segmenten in einer Formeinrichtung 2 geformt werden. Das heißt, daß, wie in Fig. 4 gezeigt, eine Vielzahl von ringförmigen Formen 8C . . . an der äußeren Form 8A ausgebildet sind und ihre Umfangsabschnitte als schräge Oberflächen 8D . . ., die nach unten gerichtet sind, ausgelegt werden. Innere Formen 8B . . . am Mittelteil jeder der ringförmigen Formen 8C haben jedoch eine konische Form, wobei ihre oberen Abschnitte Kegeloberflächen 8E haben und jeder der oberen Abschnitte der Innenwände 8B . . . mit der äußeren Form 8A durch dünne Verbindungsglieder 8F verbunden ist. Dementsprechend gleitet dann, wenn Wasser bis zu dem oberen Ende des Formrahmens 8 eingegossen wird, das flüssige Rohmaterial anschließend gerührt wird und das Wasser abgelassen wird, das flüssige Rohmaterial auf den Kegeloberflächen 8D und 8E und tritt in die Form 8C ein, wobei eine Vielzahl von Faserformprodukten auf einmal gebildet werden. Darüber hinaus kann zusätzlich zum Rohmaterialtank 4 ein Rohmaterialnebentank vorgesehen sein. Dieser Rohmaterialnebentank enthält Chemikalien oder Rohmaterialien, die andere Aufgaben haben, und diese Materialien können zu dem flüssigen Rohmaterial während des Rührvorganges oder nach dem Rührvorgang hinzugefügt werden. Es ist offensichtlich, daß diese Erfindung nicht auf die vorstehend dargestellten bevorzugten Ausführungsformen beschränkt ist, sondern ihre Konstruktion in geeigneter Weise abgeändert werden kann. Beispielsweise ist es möglich, einen mit dem Formnetz an der unteren Oberfläche des Formrahmens einstückig ausgebildeten Formrahmen zu verwenden.


Anspruch[de]
  1. 1. Formverfahren zur Formung eines Faserformprodukts, dadurch gekennzeichnet, daß ein Formnetz über einem Wasserhalte- und Entwässerungstank angeordnet ist, der Wasserzufuhr- und Entwässerungsfunktionen hat, Formrahmen auf dem Formnetz angeordnet sind, eine Formeinrichtung, die einen Rührtank aufweist, oberhalb der Formrahmen angeordnet ist, Wasser von außen dem Wasserhalte- und Entwässerungstank in der Weise zugeführt wird, daß ein Wasserspiegel in der Einrichtung eine höhere Position als die des Formnetzes erreicht, woraufhin flüssiges Rohmaterial, das Fasern als ein Hauptrohmaterial enthält, dem Rührtank zugeführt wird und Rührflügel in Umdrehung gesetzt werden, um das flüssige Rohmaterial zu rühren, woraufhin Wasser in dem Wasserhalte- und Entwässerungstank entfernt wird und zur gleichen Zeit nasses Rohmaterial in dem Tank entwässert wird, um das Faserformprodukt zu bilden, das die Form jedes der Formrahmen auf dem Formnetz hat.
  2. 2. Vorrichtung zum Formen eines Faserformprodukts, dadurch gekennzeichnet, daß diese eine Formeinrichtung (2), in welcher ein endloses Formnetz (6) in Umlauf versetzbar über einem Wasserhalte- und Entwässerungstank (7) angeordnet ist, der eine Wasserzufuhrfunktion und eine Entwässerungsfunktion hat, Formrahmen (8) über dem Formnetz (6) angeordnet sind und ein Rührtank (9) über dem Formrahmen (8) angeordnet ist; einen Rohmaterialtank (4) zum Zuliefern von flüssigem Rohmaterial zu der Formeinrichtung (2), einen Wasserversorgungstank (5) und eine Trocknungseinrichtung (3) umfaßt, die zum Austragen des geformten Produkts (11) durch druckbeaufschlagten Kontakt von dem endlosen Formnetz (6) und der Formeinrichtung (2) dient, um so das geformte Produkt (11) zu trocknen.
  3. 3. Faserformprodukt, das entwässert und unter einer Bedingung geformt wird, bei welcher das flüssige Rohmaterial, das in Formrahmen (8) zugeliefert wird, gerührt wird, um Richtungseigenschaften und Verdichtung der Fasern in dem Rohmaterial zu unterbinden, während die Dispersion vereint wird.






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