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Dokumentenidentifikation DE69021646T2 08.02.1996
EP-Veröffentlichungsnummer 0402946
Titel Gemustertes Blatt zum Brennen und Verfahren zur Herstellung eines gebrannten Musters.
Anmelder Nitto Denko Corp., Ibaraki, Osaka, JP
Erfinder Sakuramoto, Takafumi, Ibaraki-shi, Osaka, JP;
Tominaga, Takashi, Ibaraki-shi, Osaka, JP
Vertreter Grünecker, Kinkeldey, Stockmair & Schwanhäusser, Anwaltssozietät, 80538 München
DE-Aktenzeichen 69021646
Vertragsstaaten DE, FR, GB
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 15.06.1990
EP-Aktenzeichen 901113589
EP-Offenlegungsdatum 19.12.1990
EP date of grant 16.08.1995
Veröffentlichungstag im Patentblatt 08.02.1996
IPC-Hauptklasse B41M 1/34
IPC-Nebenklasse C04B 41/85   

Beschreibung[de]

Hintergrund der Erfindung

Da sich in jüngster Zeit die Herstellungssysteme zu den sogenannten Mehrzweckserien/Herstellungen mit kleiner Serie geändert haben, weisen die Identifikationsetiketten in Form von Substraten, welche aus gesinterten Keramiken, Metallen, Emailliematerialien etc. hergestellt sind, und welche bisher zur Verwaltung der Endprodukte, Halbprodukte und Bauteile etc., bestehend aus Metallen oder gesinterten Keramiken, verwendet wurden, das Problem der schlechten Adhäsion an gekrümmten adhärenten Oberflächen aufgrund der Starrheit, der schlechten Anpassung der Identifikationsetiketten an ein Muster auf, welches die tatsächliche Arbeitsfläche bildet.

Daher haben die Patentinhaber bereits eine Patentanmeldung in bezug auf ein Musterbogen zum Brennen eingereicht, bei welchem ein Muster umfassend eine Tinte unter Verwendung eines Glaspulvers durch Siebdrucken auf ein Wachsbindemittel aufgebracht wird. Der Musterbogen haftet beim Brennen an der Haftfläche und weist Flexibilität, leichte Anpassungsfähigkeit beim Herstellen des Etiketts auf und das gebrannte Produkt aus dem Bogen weist eine ausgezeichnete Kratzfestigkeit, Wärmebeständigkeit und chemische Beständigkeit auf.

Bei den Mehrzweckserien/Herstellungen mit kleiner Serie ist jedoch die Anzahl an Sieben, die bereitgestellt werden müssen, sehr hoch und erfordern sehr viel Zeit und Arbeit bei der Herstellung. Des weiteren tritt ein Problem auf, das ein Muster des gebrannten Erzeugnisses, welches durch eine Sinter- bzw. Wärmebehandlung gebildet ist, Exudation bewirkt, vermutlich aufgrund des für den Bogen oder die Tinte verwendeten glasförmigen Pulvers, so daß kein klares und scharfes Muster erzielt werden kann. Solch eine Exudation führt zu einem nachteiligen Erscheinungsbild und macht des weiteren das Ablesen unmöglich oder ist irreführend in dem Fall von Identifikationsetiketten die Strichcodemuster aufweisen.

Detaillierte Beschreibung der Erfindung

Die vorliegende Erfindung stellt ein Verfahren zum Herstellen eines gebrannten keramischen Muster- bzw. Dekorbogens zur Verfügung, umfassend die folgende Schritte:

Bilden auf einem keramischen Grünbogen bzw. ungebrannten Bogen, welcher durch das Formen des keramischen Pulvers mit einem Harzbindemittel hergestellt ist, ein Muster bzw. Dekor, enthaltend ein Pulver eines Metalls oder einer Metallverbindung, die beim Brennen in einer oxidierenden Atmosphäre in ein Metalloxid umgewandelt werden kann, und anschließend Durchführen einer Wärmebehandlung in einer oxidierenden Atmosphäre während der Reaktion zwischen dem Pulver aus dem Metall oder Metallverbindung, welches das Muster bildet und dem keramischen Pulver des keramischen Grünbogens.

Insbesondere stellt die vorliegende Erfindung ein Verfahren zur Herstellung eines gebrannten keramischen Musterbogens zur Verfügung, wobei das Metall oder die Metallverbindung wenigstens ein Element aufweist, gewählt aus der Gruppe bestehend aus Eisen, Kobald, Chrom, Molybdän, Mangan, Kupfer, Aluminium, Titan, wie auch deren Silicide, Nitride, Carbide, Boride, Carbonate, Nitrate oder Sulfate.

Die vorliegende Erfindung stellt des weiteren ein Verfahren zur Befestigung von Identifikationsetiketten an wärmebeständigen Erzeugnissen zur Verfügung, wobei das gebrannte keramische Muster, welches durch das Verfahren gemäß Anspruch 1 oder 2 hergestellt ist, auf dem wärmebeständigen Erzeugnis angeordnet wird und anschließend in einer oxidierenden Atmosphäre erwärmt wird.

Zusätzlich stellt die vorliegende Erfindung ein Verfahren zur Befestigung von Identifikationsetiketten auf wärmebeständigen Erzeugnissen zur Verfügung, wobei der keramische Grünbogen nach Anspruch 1 provisorisch an dem wärmebeständigen Erzeugnis befestigt wird, ein Muster gemäß Anspruch 1 oder 2 darüber angeordnet wird und diese anschließend in einer oxidierenden Atmosphäre erwärmt werden.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird der Musterbogen auf dem wärmebeständigen Erzeugnis in einer oxidierenden Atmosphäre angeordnet, während das Pulver eines Metalls oder einer Metallverbindung in Metalloxid umgewandelt wird.

Als das nicht-glashaltige keramische Pulver können solche verwendet werden, die an dem wärmebeständigen Adhärent durch eine Reaktion z.B. während des Brennens haften. Entsprechend können geeignete Arten keramische Pulver abhängig von dem wärmebeständigen Adhärent verwendet werden. Im allgemeinen können Aluminiumoxid, Zirkonoxid, Aluminiumoxid-Siliciumdioxid, Calciumoxid, Magnesiumsoxid, etc. verwendet werden. Eine geeignete Korngröße des Pulvers liegt zwischen 0,1 bis 100 um und insbesondere zwischen 0,5 bis 20 um.

Als Harzbindemittel können solche verwendet werden, welche sich in Wärme zersetzen, um während des Brennens entfernt zu werden und es gibt keine besondere Beschränkung bezüglich ihrer Art. Im allgemeinen werden Kohlenwasserstoffharz, Vinyloder Styrolharz, Acetalharz, Butyralharz, Acrylharz, Harz von Polyestertyp, Harz vom Urethantyp, Harz vom Cellulosetyp oder Gummiharz verwendet werden. Die Menge des Harzbindemittels kann abhängig von der spezifischen Dichte oder der Korngröße des mit diesem verwendeten keramischen Pulvers abhängig bestimmt werden. Im allgemeinen wird das Bindemittel in einer Menge von 5 bis 100 Gewichtsteilen, insbesondere 15 bis 50 Gewichtsteile bezogen auf 100 Gewichtsteile des keramischen Pulvers verwendet.

Der keramische Grünbogen kann z. B. durch Vermischen der den Bogen bildenden Bestandteile in einer Kugelmühle etc. unter Verwendung eines Lösungsmittels etc. und Ausbreiten der flüssigen Mischung auf einem tragenden Substrat wie einem Separator durch ein geeignetes Verfahren, gefolgt von einem Trocknen hergestellt werden. Als Ausbreitungsverfahren ist ein Doktorblade-verfahren im Hinblick auf die Genauigkeit zur Steuerung der Dicke der ausgebreiteten Schicht bevorzugt. Es ist bevorzugt eine ausreichende Entschäumungsbehandlung einzuwenden, z.B. unter Verwendung eines Entschäumers, so daß keine Blasen in der ausgebreiteten Schicht verbleiben. Wenn der keramische Grünbogen gebildet wird, können geeignete Zusatzstoffe wie Weichmacher, Dispergiermittel oder Sinterhilfsmittel zugegeben werden, sofern notwendig. Die Dicke des keramischen Grünbogens kann abhängig von dem Verwendungszweck geeignet bestimmt werden und liegt im allgemeinen zwischen 10 um bis 5 mm.

Das Muster wird unter Verwendung eines Pulvers oder mehrerer Pulver aus Metall oder Metallverbindungen, die beim Brennen in ein Oxid umgewandelt werden können, gebildet. Als das Metallpulver oder das Metallverbindungspulver, welches verwendet werden kann, werden z.B. ein Metall wie Eisen, Nickel, Kobalt, Chrom, Molybdän, Mangan, Kupfer, Aluminium oder Titan, wie auch deren Silicide, Nitride, Carbide, Boriee, Carbonate, Nitrate oder Sulfate genannt werden. Die Korngröße des Pulvers liegt zwischen 0,1 bis 50 um und insbesondere zwischen 0,2 bis 20 um.

Das Muster kann ein gedrucktes Muster, Übertragungsmuster, Bildmuster, Strichcodemuster etc. sein. Geeignete Musterbildungsverfahren können angewendet werden, wie Manuskript, direktes Beschichten durch eine musterbildende Maske, wie durch Siebdrucken, Übertragen eines Musters, welches auf einem Übertragungspapier angeordnet ist, oder das Herstellen unter Verwendung eines Druckers, etc..

Eine flüssige Tinte, welche für das Manuskript oder das Beschichtungsverfahren geeignet ist, kann als eine Flüssigkeit hergestellt werden, in dem ein Metallpulver etc. in einem Lösungsmittel oder in einer pastenförmigen Flüssigkeit unter Verwendung eines schmelzbaren Bindemittels dispergiert wird. Eine thermisch haftende Tinte unter Verwendung des schmelzbaren Bindemittels kann vorzugsweise zur Bildung eines Tintenbogens verwendet werden, um ein Muster herzustellen, unter Verwendung eines geeigneten Druckers, wie einem X-Y Drucker, einem Punktdrucker oder einem thermischen Übertragungs- oder Stoßdrucker. Das Musterbildungsverfahren unter Verwendung eines Druckers weist den Vorteil auf, daß ein geeignetes Muster effizient und mit einer hohen Genauigkeit gebildet werden kann.

Als das schmelzbare Bindemittel, welches zur Herstellung einer thermischen Befestigungstinte verwendet wird, kann Wachs oder ein Polymer genannt werden. Beispiele des Wachses, welches vorzugsweise verwendet wird, sind Parafinwachse, wie Parafinwachs, microcrystallines Wachs, Polyethylenwachs; natürliche Wachse wie Bienenwachs, Carnaubawachs und Holzwachs; Wachs vom Estertyp wie Hoechstwachs; Wachse höherer Alkohole wie Stearylalkohol oder Palmitylalkohol; Wachse höherer Amide wie Stearoamid, Oleoamid, Palmityloamid, Wachs vom Estertyp wie Butylstearat, Ethylpalminat, Myristylstearat, etc.. Als das Polymer können sowohl hydrophile als auch hydrophobe Polymere verwendet werden und des weiteren auch in Kombination mit dem Wachs eingesetzt werden. Vorzugsweise verwendet Polymere weisen einen Erweichungspunkt bezogen auf das Ring-Ballverfahren von 40 bis 200ºC auf. Als Beispiele der hydrophilen Polymere können natürliche Produkte wie Gelatine oder dessen Derivate, Cellulosederivat, Proteine wie Kasein, Polysaccharide wie Stärke oder deren Derivate; wasserlösliches Polymer wie Polyvinylalkohol, Polyvinylpyrrolidon oder Acrylamidpolymer; und Polymerlatex wie Vinyllatex oder Urethanlatex genannt werden. Als Beispiel des vorzugsweise verwendeten hydrophoben Polymers können Polyvinylbuyral, Polyvinylformal, Polyethylen, Polypropylen, Polyamid, Ethylcellulose, Celluloseacetat, Polystyrol, Polyvinylacetat, Polyvinylchlorid, Polvinylidenchlorid, Vinylchlorid-Vinylacetatcopolymer, Ethylen-Vinylacetatcopolymer, Vinylchlorid-Vinylacetatmaleinsäureterpolymer und Rosinderivate wie Estergummi genannt werden. Verschiedene andere Polymere können auch verwendet werden (z.B. wie in den US-Patentbeschreibungen Nr. 3062674, 3142586, 3143388, 3220844, 3287289 und 3411911 offenbart).

Das Bestandteilsverhältnis für das Metall oder das Metallverbindungspulver, das Wachs und das Polymer in der thermisch haftenden Tinte kann geeignet ausgewählt werden. Im allgemeinen werden 3 bis 1000 Gewichtsteile eines schmelzbaren Bindemittels, insbesondere 3 bis 500 Teile Wachs und 0 bis 500 Teile Polymer verwendet, bezogen auf 100 Teile der Gesamtmenge des Metall oder Metallverbindungspulvers. Die thermisch haftende Tinte kann hergestellt werden, indem diese Bestandteile geeignet vermischt werden, z.B. unter Verwendung eines Lösungsmittels. Ein geeignetes Zusatzmittel wie ein Weichmacher kann zu der thermisch haftenden Tinte hinzugefügt werden. Als Weichmacher können Gemüseöle wie Castoröl, Leinöl, Olivenöl; Tieröle wie Walöl oder andere Mineralöle eingesetzt werden.

Der Tintenbogen welcher einem Drucker zugeführt wird etc. kann durch das Beibehalten einer thermisch haftenden Tinte auf einem tragenden Substrat mittels Beschichtung oder Eintauchen gebildet werden. Als das tragende Substrat kann z.B. Papier wie herkömmliches Papier, Kapazitätspapier, Laminatpapiere oder Beschichtungspapier verwendet werden; ein Harzfilm z.B. hergestellt aus Polyethylen, Polypropylen, Polyester, Polystyrol, Polyimid; oder ein Papier-Filmverbundelement, Metallbogen wie eine Aluminiumfolie und Gewebe hergestellt aus Nylon oder Polyesterfasern. Für den Tintenbogen zum Einsatz in einem thermischen Übertragungsdrucker ist es wünschenswert ein tragendes Substrat mit ausgezeichneter Wärmebeständigkeit, Dimensionsstabilität und glatter Oberfläche zu verwendent.

Ein tragendes Substrat, welches bei einer Erwärmungstemperatur für eine Wärmequelle, wie einen Thermokopf, nicht erwärmt oder plastifiziert wird und eine Wärmebeständigkeit oder eine Dimensionsstabilität aufweist, die geeignet ist eine Zähigkeit als Träger aufzuweisen und welche eine Oberflächenglattheit als Träger aufweist und eine Oberflächenglätte die die Übertragung der thermisch haftenden Tinte nicht behindert, werden vorzugsweise verwendet.

Bezüglich der Oberflächenglätte werden solche mit einer Glätte von nicht weniger als 100 Sekunden, insbesondere nicht weniger als 300 Sekunden bestimmt durch einen Becktester gemäß JIS P 8119 im Hinblick auf das Übertragungsverhältnis oder die Bildreproduzierbarkeit bevorzugt. Eine geeignete Dicke des tragenden Substrats ist normalerweise nicht mehr als ungefähr 100 um und insbesondere liegt sie zwischen 2 bis 50 um.

Es gibt keine besondere Beschränkung bezüglich des Verfahrens um die thermisch haftende Tinte auf dem tragenden Substrat zu halten, sondern jedes bekannte Verfahren ist geeignet. Als ein Beispiel kann ein Verfahren zur Beschichtung einer Flüssigkeit genannt werden, welche durch das Auflösen oder Dispergieren einer thermisch haftenden Tinte in einem geeigneten Lösungsmittel auf einem tragenden Substrat hergestellt ist. In diesem Fall kann als geeignetes Lösungsmittel z.B. Toluol, Methylethylketon, Methylisobutylketon, Ethylacetat, Butylacetat, Methanol, Ethanol, Isopropanol, Lösungsmittel Naphtha, Hexan und Heptan verwendet werden. Die Beschichtung kann unter Verwendung einer geeigneten Beschichtungsvorrichtung wie einer umgekehrten Beschichtungswalze, eines Extrusionsbeschichters, Gravurbeschichters oder Drahtbarrens aufgebracht werden. In dem Falle, daß die thermisch haftenden Tinte als eine Beschichtung auf dem tragenden Substrat angeordnet wird, beträgt eine geeignete Dicke nicht mehr als 100 um, insbesondere 5 bis 50 um. Die Oberfläche des tragenden Substrats auf der Seite, auf welcher die Beschichtung aus der thermisch haftenden Tinte nicht angeordnet ist, kann wahlweise ausgebildet und geeignet verwendet werden.

Der Tintenbogen wird in eine geeignete Breite eines Bandes geschnitten, z.B. wie ein thermisches Übertragungsband, ein Druckübertragungsband oder Preßdruckband, welches im praktischen Einsatz in einer für verschiedene Drucker geeigneten Form eingesetzt werden kann, z.B. als eine Tintenbandpatrone, die in einem Gehäuse enthalten ist, wobei das Band auch so wie es ist in der Praxis verwendet werden kann.

Ein keramischer Grünbogen bzw. ungebrannter Bogen oder gebrannter Musterbogen welcher provisorisch an dem wärmebeständigen Adhärend befestigt werden soll, kann, sofern notwendig, mit einer adhäsiven Schicht versehen sein um die Ahäsion an dem Ahärend zu verbessern. Die adhäsive Schicht wird so ausgebildet, daß sie beim Brennen verbrennt. Demgemäß kann jedes Haftmittel mit einer Haftung, die geeignet ist provisorisch an dem Adhärend zu haften und ausgebrannt zu werden, z.B. durch Wärmezersetzung bei einer niedrigeren Temperatur als die Brenntemperatur, verwendet werden. Im allgemeinen wird ein Haftmittel vom Gummityp, ein Acrylhaftmittel oder ein Haftmittel von Vinylalkylethertyp verwendet. Unter diesen kann ein Haftmittel vom Gummityp verwendet werden, umfassend natürlichen Gummi (synthetisch-natürlichen Gummi), ein Polymer wie Butylgummi, Polyisoprengummi, Stylen-Butadiengummi, Stylen- Isopren-Stylenblockcopolymergummi, Stylen-Butadien-Styrenblockcoplymergummi allein oder solche umfassend 100 Gewichtsteile des zuvor genannten Polymers, vermischt mit 10 bis 300 Gewichtsteilen eines klebrigen Harzes wie Petroleumharz, Terpentinharz, Rosinharz, Xylolharz, oder Cumoronidenharz, wie auch ein Vermischungsmittel wie ein Weichmacher, Alterungshemmer, Färbemittel und Füllstoff eines Haftmittels vom Acryltyp hauptsächlich umfassend ein Polymer der Acrylsäure oder Methacrylsäurealkylester. Die adhäsive Schicht wird z.B. durch ein Verfahren der Übertragung der adhäsiven Schicht, welche auf einem Separator angeordnet ist, oder durch ein Verfahren der Beschichtung eines Adhäsionsmittels auf einem keramischen Grüngbogens etc. angeordnet. Die Dicke der adhäsiven Schicht kann geeigent bestimmt werden, abhängig von dem Einsatzzweck und liegt normalerweise zwischen 1 bis 200 um. Es ist wünschenswert, daß der Separator auf der freigelegten Oberfläche der adhäsiven Schicht angeordnet wird, um die Handhabbarkeit zu verbessern.

Des weiteren kann das nicht-glasartige keramische Pulver mit den Haftmitteln vermischt werden. Als das nicht-glashaltige keramische Pulver, welches vermischt wird, können solche Pulver genannt werden, die bereits oben in bezug auf den Keramikbogen beschrieben wurden. In dem Fall, daß das nichtglashaltige Keramikpulver verwendet wird, ist es bevorzugt, die gleiche Art des Pulvers zu verwenden, welches auch für den Keramikbogen bevorzugt verwendet wird. Zum Beispiel in dem Fall, daß ein Aluminiumoxidpulver als keramisches Pulver verwendet wird, kann ein Pulver vom Aluminiumtyp auch als Haftmittel verwendet werden. Das nicht-glashaltige keramische Pulver kann z.B. durch Vermischen der den Bogen bildenden Bestandteile in einer Kugelmühle unter Verwendung eines Lösungsmittels, etc. vermischt werden.

Die Menge des nicht-glashaltigen keramischen Pulvers, welches vermischt wird, kann geeignet bestimmt werden, abhängig von der spezifischen Dichte oder der Korngröße des keramischen Pulvers. Im allegemeinen liegt die Menge zwischen 10 bis 900 Gewichtsteilen, vorzugsweise zwischen 60 bis 400 Gewichtsteilen bezogen auf 100 Gewichtsteile des Haftmittels. Zur vorläufigen Adhäsion des keramischen Grünbogens oder des gebrannten Musterbogens an dem wärmebeständigen Adhärend kann eine automatische Verbindungsvorrichtung unter Verwendung eines Roboters ect. eingesetzt werden.

Der gebrannte Musterbogen, welcher vorläufig an dem wärmebeständigen Adhärent befestigt werden soll, wird in einer oxidierenden Atmosphäre gebrannt. Dies ermöglicht es, daß ein Pulver eines Metalls oder einer Metallverbindung, welche das Muster bildet, an dem gebrannten Produkt des keramischen Bogens befestigt wird, während es beim Brennen in ein Metalloxid umgewandelt wird und der keramische Grünbogen an dem wärmebeständigen Adhärent befestigt wird. Das Brennen kann bei einer geeigneten Heiztemperatur durchgeführt werden, abhängig von der Temperatur, bei welcher das Oxid aus dem Metallpulver gebildet wird, welches das Muster bildet.

Das Verfahren zur Herstellung des gebrannten Musters, welches oben beschrieben ist, ist vorzugsweise für die Befestigung von Identifikationsetiketten, umfassend Strichcodes, etc., an wärmebeständigen Erzeugnissen, wie gebrannten Keramiken oder anderen pyrolytischen Steinen, Brenntischen, wärmebeständigen Metallen, etc., geeignet. In einem Fall, in dem das wärmebeständige Erzeugnis nichtgebrannte, geformte, keramische Produkte umfaßt, kann das Brennen des gebrannten Musterbogens und das Brennen und die Wärmebehandlung des Erzeugnisses gleichzeitig ausgeführt werden.

BEISPIEL Beispiel 1

Eine flüssige Mischung, hergestellt durch das gleichmäßige Vermischen von 80 Teilen (im folgenden bedeutet Teile Gewichtsteile) eines Aluminiumoxidpulvers mit einer mittleren Korngröße von 2 um, 20 Teile eines Kalkpulvers mit einer mittleren Korngröße von 3 um, 20 Teile Polyisobutylenmethacrylat, 2 Teile Dibutylphthalat und ein Teil Stearinsäure in einer Kugelmühle unter Verwendung von 45 Teilen Toluol, wurde auf einem Separator unter Verwendung des Doktor-Blade-Verfahrens ausgebreitet und getrocknet, um einen keramischen, unungebrannten Bogen mit einer Dicke von 60 um zu bilden, und eine Haftschicht mit 50 um Dicke, umfassend ein Acrylhaftmittel, wurde auf die Oberfläche aufgebracht, und die Schicht wurde zum Schutz mit einem Separator abgedeckt.

Anschließend wurde eine schlammartige, flüssige Tinte, hergestellt durch das gleichmäßige Vermischen von 20 Gewichtsteilen eines Nickelpulvers mit einer mittleren Korngröße von 5 um und 10 Teilen polyisobutylmethacrylat in einer Kugelmühle unter Verwendung von 20 Teilen Toluol, auf die freigelegte Oberfläche des keramischen, ungebrannten Bogens aufgebracht und gedruckt mittels einer Mustermaske gedruckt und getrocknet, um einen Strichcode zu bilden, wodurch ein Musterbogen zum Brennen hergestellt wurde.

Beispiel 2

Eine Beschichtungslösung einer aus thermisch haftenden Tinte, hergestellt durch gleichmäßiges Vermischen von 20 Teilen eines Nickelpulvers mit einer mittleren Korngröße von 1 um, 5 Teilen Paraffin und 5 Teilen Polyisobutylmethacrylat unter Verwendung von 20 Teilen Toluol in einer Walzenmühle wurde auf einen 5 um dicken Polyesterfilm unter Verwendung einer Beschichtungsvorrichtung aufgebracht, so daß die Dicke nach dem Trocknen 20 um betrug, und anschließend getrocknet, um einen Tintenbogen herzustellen.

Anschließend wurde der Tintenbogen in eine vorherbestimmte Breite eines Bandes geschnitten, welches von einem Gehäuse als eine Tintenpatrone aufgenommen wurde, und anschließend wurde ein Strichcodemuster auf eine freigelegte Oberfläche eines keramischen, ungebrannten Bogens gedruckt, welcher in Beispiel 1 hergestellt wurde, mittels eines herkömmlichen Thermodruckers unter Verwendung der Patrone, um einen Musterbogen zum Brennen herzustellen.

Anschließend wurde der Musterbogen zum Drucken provisorisch an einer feuerfesten Aluminiumoxidplatte (80 % Aluminiumoxid, 20 % Siliciumoxid) angebracht und einem Brennen unterworfen.

Wie oben beschrieben, wurde ein gebranntes Muster, welches fest an der feuerfesten Aluminiumoxidplatte haftete, erhalten. Das Strichcodemuster war grün und deutlich und wies keine Exudation auf.

Beispiel 3

Ein Strichcodemuster umfassend eine thermisch haftende Tinte wurde auf ein Übertragungspapier gemäß Anspruch 2 gedruckt, um einen Musterbogen zu erhalten.

Anschließend wurde der gleiche keramische, ungebrannte Bogen aus Beispiel 1 provisorisch auf einer feuerfesten Aluminiumoxidplatte mittels einer adhäsiven Schicht befestigt, das Strichcodemuster in dem Musterbogen wurde auf den keramischen, ungebrannten Bogen mittels einer heißen Walze übertragen, so daß ein Musterbogen zum Brennen erhalten wurde, welches bei 1150 ºC eine Stunde (in Luft) gebrannt wurde.

Wie oben beschrieben, wurde ein gebranntes Muster, welches fest an der feuerfesten Aluminiumoxidplatte haftete, erhalten. Das Strichcodemuster war grün und deutlich und wies keine Exudation auf.

Beispiel 4

Eine flüssige Mischung, hergestellt durch das gleichmäßige Vermischen von 96 Teilen eines Aluminiumoxidpulvers mit einer mittleren Korngröße von 2 um, 2 Teilen Talg mit einer mittleren Korngröße von 2 um, 2 Teilen Kaolinpulver mit einer mittleren Korngröße von 0,4 um, 7 Teilen Polyvinylbutyral und 3 Teilen Dibutylphtalat in einer Kugelmühle unter Verwendung von 50 Teilen Toluol, wurde auf einen Separator mittels des Doktor-Blade-Verfahrens ausgebreitet und anschließend getrocknet, um einen keramischen Grünbogen bzw. ungebrannten Bogen mit 700 um Dicke zu bilden. Anschließend wurde eine schlammartige, flüssige Tinte, hergestellt durch das gleichmäßige Vermischen von 20 Gewichtsteilen eines Nickelpulvers mit einer mittleren Korngröße von 3 um und 10 Teile Polyisobutylmethacrylat in einer Walzenmühle unter Verwendung von 20 Gewichtsteilen Toluol, aufgebracht und mittels einer Mustermaske auf einer Seite des so gebildeten keramischen Grünbogens gedruckt, welcher getrocknet wurde, um ein Musterbogen mit einem Strichcodemuster zu bilden.

Anschließend wurde der Musterbogen mit einer Geschwindigkeit von 2 ºC/min getrocknet und bei 1550 ºC 2 Stunden (in Luft) gebrannt. Die organischen Bestandteile, wie Polyvinylbutyral, wurden des Brennens ausgebrannt.

Wie oben beschrieben, wurde ein gebranntes Muster mit einem deutlichen grünblauen Strichcode ohne Exudation, welcher fest auf einem gesinterten Aluminiumoxidbogen haftete, erzielt.

Beispiel 5

Ein gebranntes Muster wurde gemäß Beispiel 4 hergestellt, mit der Ausnahme, daß eine adhäsive Schicht von 10 um Dicke, umfassend ein Acryl-Haftmittel auf einer Seite oder Polybutylmethacrylatfilm mit 40 um Dicke gebildet wurde, Drucken und Trocknen eines Strichcodemusters mittels einer Mustermaske auf der anderen Oberfläche des Films, um einen Musterfilm zu bilden, welcher an einem keramischen, ungebrannten Bogen mittels einer adhäsiven Schicht haftete, um einen Musterbogen zu bilden. Organische Bestandteile, wie Polybutylmethacrylatfilm, wurde beim Brennen ausgebrannt.

Mit dem oben beschriebenen Verfahren wurde ein gebranntes Muster mit einem deutlichen grünblauen Strichcodemuster ohne Exudation, welche fest an dem gebrannten Aluminiumoxidbogen haftete, erhalten.

Beispiel 6

Ein gebranntes Muster wurde auf die gleiche Weise wie in Beispiel 1 hergestellt, mit der Ausnahme, daß eine adhäsive Schicht mit 20 um Dicke, umfassend 100 Gewichtsteile Acryl- Haftmittel in einer Mischung mit 100 Gewichtsteilen des in Beispiel 1 verwendeten keramischen Pulvers auf eine Oberfläche des keramischen, ungebrannten Bogens aufgebracht wurde und zum Schutz mit einem Seperator bedeckt wurde.

Mit dem oben beschriebenen Verfahren wurde ein gebranntes Muster erhalten, welches fest an der feuerfesten Aluminiumoxidplatte haftete. Das Strichcodemuster war grün und deutlich und wies keine Exudation auf.


Anspruch[de]

1. Verfahren zur Herstellung eines gebrannten keramischen Muster-bzw. Dekorbogens bzw. -blatts (burned pattern ceramic sheet) umfassend die folgenden Schritte:

Bilden auf einem keramischen Grünbogen bzw. -blatt, welcher(s) durch das Formen des keramischen Pulvers mit einem Harzbindemittel hergestellt ist, ein Muster bzw. Dekor, enthaltend ein Pulver eines Metalls oder einer Metallverbindung, die beim Brennen in einer oxidierenden Atmosphäre in ein Metalloxid umgewandelt werden kann, und

anschließend Durchführen einer Wärmebehandlung in einer oxidierenden Atmosphäre während der Reaktion zwischen dem Pulver aus dem Metall oder der Metallverbindung, welches das Muster bildet und dem keramischem Pulver des keramischen Grünbogens bzw. - blattes.

2. Verfahren zur Herstellung eines gebrannten keramischen Muster-bzw. Dekorbogens nach Anspruch 1, wobei das Metall oder die Metallverbindung wenigstens ein Element, gewählt aus der Gruppe bestehend aus Eisen, Kobalt, Chrom, Molybdän, Mangan, Kupfer, Aluminium, Titan, wie auch deren Silizide, Nitrite, Karbide, Boride, Carbonate, Nitrate und Sulfate ist.

3. Verfahren zur Befestigung von Identifikationsetiketten (identification label) auf wärmebeständigen Erzeugnissen, wobei das gebrannte keramische Muster bzw. das Dekor, welches durch das Verfahren gemäß Anspruch 1 oder 2 hergestellt ist, auf dem wärmebeständigen Erzeugnis angeordnet wird und anschließend in einer oxidierenden Atmosphäre erwärmt wird.

4. Verfahren zur Befestigung von Identifikationsetiketten auf wärmebeständigen Erzeugnissen, wobei der keramische Grünbogen bzw. das -blatt nach Anspruch 1 provisorisch an dem wärmebeständigen Erzeugnis befestigt wird, ein Muster bzw. Dekorbogen gemäß Anspruch 1 oder 2 darüber angeordnet wird und diese anschließend in einer oxidierenden Atmosphäre erwärmt wird.

5. Verfahren nach Anspruch 3, wobei das Muster bzw. der Dekorbogen auf dem wärmebeständigen Erzeugnis in einer oxidierenden Atmosphäre angeordnet wird, während das Pulver eines Metalls oder einer Metallverbindung in ein Metalloxid umgewandelt wird.







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