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Dokumentenidentifikation DE19502930C1 07.03.1996
Titel Sattelkupplung
Anmelder Hunger, Walter, Dr.-Ing.e.h., 97074 Würzburg, DE
Erfinder Hunger, Walter, Dr.-Ing.e.h., 97074 Würzburg, DE
Vertreter Nix, F., Dipl.-Ing. Dr.jur., Pat.-Anw., 65193 Wiesbaden
DE-Anmeldedatum 31.01.1995
DE-Aktenzeichen 19502930
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 07.03.1996
Veröffentlichungstag im Patentblatt 07.03.1996
IPC-Hauptklasse B62D 53/12
IPC-Nebenklasse B62D 53/08   B60D 1/26   
Zusammenfassung Die Sattelkupplung erfaßt den Königszapfen des Sattelaufliegers zwischen zwei Schließbacken 5, die von einem hydraulischen Schwenkzylinder 13 verschwenkt werden. Die zusammengeschwenkte Verriegelungsstellung wird gesichert von der Verriegelungsklammer 62 eines Verriegelungszylinders 66, dessen Stellung von einem Arretierzylinder 80 gesichert wird. Beim Ankuppeln eines Sattelaufliegers erfaßt ein Näherungssensor S6 das Eintreten des Königszapfens zwischen die geöffneten Schließbacken 5 und steuert ein Schaltventil 47 um, das die Druckbeaufschlagung des Schwenkzylinders 13 beendet, so daß dieser sich in die Verriegelungsstellung bewegt, was ein Sicherungsventil 92 öffnet, so daß auch die Druckbeaufschlagung von Verriegelungszylinder und Arretierzylinder beendet wird und die Verriegelungsstellung der Schließbacken gesichert wird.

Beschreibung[de]

Die vorliegende, Erfindung bezieht sich auf eine Sattelkupplung zur Verbindung eines Sattelaufliegers mit einem Zugfahrzeug mit zwei in symmetrischer Anordnung schwenkbar angelenkten, den Königszapfen des Sattelaufliegers in ihrer zusammengeschwenkten Verriegelungsstellung formschlüssig ergreifenden Schließbacken und einem die Schließbacken zwischen der zusammengeschwenkten Verriegelungsstellung und einer auseinandergeschwenkten Öffnungsstellung bewegenden hydraulischen Schwenkzylinder sowie mit einer die Verriegelungsstellung sichernden Verriegelungsklammer.

Eine solche Sattelkupplung ist aus DE 37 25 414 C2 bekannt. Bei dieser Ausbildung wird der hydraulische Schwenkzylinder von einer Handpumpe beaufschlagt und auch die Verriegelungsklammer von Hand zwischen ihrer Sicherungsstellung und Entsicherungsstellung hin und her geschwenkt.

Es ist auch bekannt, bei einer solchen Sattelkupplung die Verriegelungsklammer hydraulisch zu betätigen, und zwar mittels eines hydraulischen Verriegelungszylinders, dessen Kolbenstange die Verriegelungsklammer trägt und in ihrer Sicherungsstellung von einem Arretierzylinder arretierbar ist, welcher ebenfalls hydraulisch betätigt ist, wobei die drei Zylinder in der erforderlichen Reihenfolge zusammenwirken.

Die Bedienung der bekannten Sattelkupplung setzt voraus, daß die Bedienungsperson die Pumpe von Hand betätigt und den korrekten Ablauf der Vorgänge beim Ankuppeln bzw. Abkuppeln des Sattelaufliegers an Ort und Stelle überwacht.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist die Weiterbildung einer Sattelkupplung der betrachteten Art in der Weise, daß eine bequeme Bedienung vom Fahrerhaus möglich ist und dabei alle Vorgänge bzw. Zustände zuverlässig und sicher angezeigt und somit überwacht werden können.

Die Lösung der gestellten Aufgabe läuft auf die Elektrifizierung der Sattelkupplung hinaus, wobei insbesondere die Umsteuerung des Schaltventils beim Einlaufen des Königszapfens des Sattelaufliegers in die Sattelkupplung auf diese Weise stattfinden soll.

Ausgehend von einer Sattelkupplung zur Verbindung eines Sattelaufliegers mit einem Zugfahrzeug mit zwei in symmetrischer Anordnung schwenkbar angelenkten, den Königszapfen des Sattelaufliegers in ihrer zusammengeschwenkten Verriegelungsstellung formschlüssig ergreifenden Schließbacken und einem die Schließbacken zwischen der zusammengeschwenkten Verriegelungsstellung und einer auseinandergeschwenkten Öffnungsstellung bewegenden hydraulischen Schwenkzylinder, und mit einer die Verriegelungsstellung sichernden, von einem Verriegelungszylinder betätigten Verriegelungsklammer und einem die Sicherungsstellung der Verriegelungsklammer arretierenden, von einem Arretierzylinder betätigten Arretierbolzen, wobei der Betätigungskolben des Schwenkzylinders auf seiner vorderen Bodenfläche von einer Pumpe druckbeaufschlagbar und seine hintere stangenseitige Ringfläche von einer Verriegelungsfeder beaufschlagt ist und ein Schaltventil den Abfluß aus dem Kolbenbodenraum beherrscht und im Sinne der Druckentlastung desselben angesteuert wird, wenn der Königszapfen seine Kupplungsstellung zwischen den Schließbacken einnimmt, gelingt die Lösung der gestellten Aufgabe erfindungsgemäß dadurch, daß das Schaltventil ein elektromagnetisches Ventil ist und angesteuert wird von einem vorzugsweise induktiven Näherungssensor, der nahe der Stelle eingebaut ist, die der Königszapfen in seiner Kupplungsstellung einnimmt und auf dessen Anwesenheit in dieser Stellung anspricht, und daß die Pumpe eine elektromotorisch angetriebene Pumpe ist.

Zweckmäßige Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.

Die Erfindung wird nachfolgend durch die Beschreibung eines Ausführungsbeispiels anhand der beigegebenen Zeichnungen weiter erläutert. Es zeigt:

Fig. 1 schematisch die Schließbacken der Sattelkupplung und deren Betätigung sowie Sicherung mit den Schließbacken in der zusammengeschwenkten Verriegelungsstellung;

Fig. 2 die Darstellung gemäß Fig. 1 mit den Schließbacken in der auseinandergeschwenkten Öffnungsstellung;

Fig. 3 einen Längsschnitt des Schwenkzylinders;

Fig. 4 einen Vertikalschnitt der Sattelkupplung mit dem Königszapfen in der Kupplungsstellung.

Unterhalb der Kupplungsplatte 1 sind um Gelenkbolzen 3 zwei Schließbacken 5 mit Halbkreisausnehmungen zum Erfassen des Königszapfens 7 des Sattelaufliegers 9 angelenkt. Die Schließbacken schließen sich, wenn der Königszapfen 7 durch das Fangmaul 11 eingetreten ist und seine Kupplungsstellung erreicht hat.

Der Schwenkantrieb erfolgt durch einen Schwenkzylinder 13, dessen Kolbenstange 17 am Ende eine Querstange 19 trägt, die beidseitig Gleitsteine 21 aufweist, welche in Gleitnuten 23 der Schließbacken 5 greifen, wobei diese derart schräg verlaufen, daß eine Bewegung des Betätigungskolbens 15 nach vorn (= Einziehen der Kolbenstange 17) das Zusammenschwenken der Schließbacken 5 in die aus Fig. 1 ersichtliche Verriegelungsstellung bewirkt.

Bewegungen des Betätigungskolbens 15 nach hinten (= Ausfahren der Kolbenstange), die ein Auseinanderschwenken der Schließbacken 5 in die Öffnungsstellung (Fig. 2) zur Folge haben, werden bewirkt durch Druckbeaufschlagung des Kolbenbodenraums 25 von einer Pumpe 27, die von einem Elektromotor 29 angetrieben wird und Hydraulikflüssigkeit in einen Druckkanal 31 fördert, in dem ein Rückschlagventil 33 vorgesehen ist. Ein Überdruckventil 35 begrenzt den Druck im Druckkanal 31. Bei Überschreitung eines bestimmten Drucks öffnet dieses und läßt Flüssigkeit in einen von einem Tankraum 37 kommenden Saugkanal 39 überströmen.

Der Tankraum 37 ist ausgebildet als eine Erweiterung des Stangenraums 41 des Schwenkzylinders 13, der eine nach oben gerichtete Entlüftungsöffnung aufweist, in die ein Entlüftungsstopfen 43 eingeschraubt ist.

Eine Verriegelungsfeder 45, und zwar eine Druckfeder, umgibt den im Inneren des Schwenkzylinders 13 gelegenen Abschnitt der Kolbenstange 17 und beaufschlagt den Betätigungskolben 15 nach vorn. Ist der Kolbenbodenraum 25 drucklos, so bewirkt die Verriegelungsfeder 45 ein Einziehen der Kolbenstange 17.

Ein Schaltventil 47 ist in einem Abflußkanal 49 vom Kolbenbodenraum 25 zum Tankraum 37 angeordnet. Es ist bei geschlossener Kupplung, d. h. bei in der Verriegelungsstellung befindlichen Schließbacken 5 gemäß Fig. 1, auf Durchgang geschaltet, so daß der Kolbenbodenraum 25 drucklos ist. In der anderen Stellung ist der Abfluß gesperrt.

Am hinteren Ende jeder Schließbacke 5 ist ein Fortsatz 60 ausgebildet. In der Verriegelungsstellung der Schließbacken werden die beiden Fortsätze 60 von einer Verriegelungsklammer 62 umfaßt, die am vorderen Ende einer Kolbenstange 64 eines Verriegelungszylinders 66sitzt und von dessen Kolben 68 zwischen einer vorderen (Kolbenstange ausgefahren) Sicherungsstellung und einer hinteren Entsicherungsstellung hin und her verschieblich ist. Die Einfahrbewegung in die Entsicherungsstellung geschieht durch Druckbeaufschlagung des vorderen Kolbenstangenraums 70 über eine Entsicherungsdruckleitung 72 und die Ausfahrbewegung in die Sicherungsstellung durch eine die hintere Stirnfläche des Kolbens 68 beaufschlagende Ausfahrfeder 74. Diese ist auf einen rückwärtigen Kolbenstangenfortsatz 76 aufgesetzt, der in einer Bohrung des Bodens des Verriegelungszylinders 66 geführt ist und in dessen hinteres Ende eine Arretiernut 78 eingedreht ist.

Seitlich ist am hinteren Ende des Verriegelungszylinders 66 ein Arretierzylinder 80 angegossen, in dem ein Arretierkolben 82 verschieblich ist, von dessen vorderem Ende ein Arretierbolzen 84 aufragt, der durch eine Wandbohrung des Verriegelungszylinders 66 greift und in die Arretiernut 78 einfallen kann. Der Ringraum 86 vor dem Arretierkolben 82 hat Verbindung mit der Entsicherungsdruckleitung 72. Die Rückenfläche des Arretierkolbens 82 ist von einer Arretierfeder 88 beaufschlagt. Diese ist auf einen Signalstift 90 aufgesetzt, der von der Rückenfläche des Arretierkolbens 82 auf ragt und durch eine Bohrung im Boden des Arretierzylinders 80 nach außen ragt.

Die den Kolbenstangenraum 70 des Verriegelungszylinders 66 und den Ringraum 86 des Arretierzylinders 80 beaufschlagende Entsicherungsdruckleitung 72 hat Verbindung mit einem Sicherungsventil 92 im Zylinderkopf 94. Dieses ist ausgebildet als ein vom Kolbenbodenraum 25 ausgehendes Rückschlagventil mit einer federbeaufschlagten Kugel 96, die einen Durchtritt nur aus dem Kolbenbodenraum 25 in die Entsicherungsdruckleitung 72 zuläßt. In Fig. 3 ist die Anschlußbohrung der Entsicherungsdruckleitung versetzt gezeichnet; tatsächlich ist diese nicht nach oben gerichtet, sondern mündet seitlich. In der Oberfläche des Kolbenbodens sind Radialnuten ausgespart, so daß auch in der vordersten Stellung des Betätigungskolbens 15 eine Verbindung zwischen Druckkanal 31 und Sicherungsventil 92 besteht.

Vom Kolbenboden ragt ein,Aufsteuerstößel 98 auf, der die Kugel 96 entgegen der Wirkung der sie beaufschlagenden Feder vom Ventilsitz abhebt, wenn der Betätigungskolben 15 sich in seine vordere Verriegelungsstellung bewegt.

Zu einer nicht näher gezeigten elektrischen Steuer- und Anzeigeschaltung 100 gehört ein induktiver Näherungssensor S6, der in einer Bodenplatte 110 eingebaut ist, welche die Schwenkkinematik der Schließbacken 5 nach unten abdeckt. Die Einbaustelle befindet sich unterhalb des Königszapfens 7, wenn dieser sich in seiner in das Fangmaul 11 eingefahrenen Endposition befindet, in der er von den Schließbacken 5 umschlossen ist bzw. umschlossen werden kann. Wenn der Königszapfen diese Stellung erreicht, spricht der Näherungssensor S6 an und erzeugt ein Signal, welches eine Ansteuerung des Schaltventils 47 im Sinne von dessen Umschalten in die aus Fig. 1 ersichtliche Durchgangsstellung bewirkt.

Ein weiterer Näherungssensor S5 ist seitlich von einer Schließbacke 5 derart angebracht, daß in der auseinandergeschwenkten Öffnungsstellung derselben ein Signal erzeugt wird, welches eine entsprechende Anzeigelampe "Kupplung offen" in einem Bedienungs- und Überwachungstableau ansteuert. Auf einen weiteren Näherungssenor S7 wirkt eine Ankerplatte 112 am Signalstift 90 und führt zu dessen Ansprechen, wenn der Arretierbolzen 84 in die Arretiernut 78 eingefallen ist. Der Sensor S7 steuert eine Anzeigelampe "Kupplung geschlossen, verriegelt und gesichert" an.

Der Betrieb der beschriebenen Sattelkupplung verläuft wie folgt:

Bei gemäß Fig. 1 geschlossener Sattelkupplung, in der die zusammengeschwenkten Schließbacken 5 den Königszapfen 7 verriegeln, ist der Druckkanal 31 drucklos. Der Motor 29 steht und das Schaltventil 47 ist auf Durchgang aus dem Druckkanal 31 in den Abflußkanal 49 geschaltet.

Wenn die Sattelkupplung geöffnet werden soll, wird ein Schalter betätigt, der bewirkt, daß der Motor 29 gespeist wird und das Schaltventil 47 unter Deaktivierung des Näherungssensors S6 in die aus Fig. 2 ersichtliche Stellung umschaltet, in der der Abfluß in den Tankraum 37 gesperrt ist. Im Druckkanal 31 baut sich ein Druck auf, der sich über das Sicherungsventil 92 in die Entsicherungsdruckleitung 72 fortsetzt.

Der Druck kann zunächst nur im Arretierzylinder 80 wirksam werden und bewegt dessen Kolben 82 entgegen der Wirkung der Arretierfeder 88 auswärts, so daß der rückwärtige Kolbenstangenfortsatz 76 freigegeben wird. Jetzt kann der Druck im Kolbenstangenraum 70 wirksam werden und bewirkt das Zurückziehen der Verriegelungsklammer 62 nach hinten, so daß die Schließbacken 5 freigegeben werden. Danach verschiebt sich auch der Betätigungskolben 15 nach hinten und schwenkt die Schließbacken 5 in die Öffnungsstellung auseinander, die in Fig. 2 gezeigt ist. Dem Fahrer wird durch das Ansprechen des Sensors S5 signalisiert, daß die Kupplung offen ist.

Der Motor 29 wird nach Ablauf dieser Vorgänge abgeschaltet, beispielsweise dadurch, daß er über ein Zeitrelais angesteuert wurde und nur für eine Zeitdauer eingeschaltet blieb, der zur sicheren Durchführung der beschriebenen Operationen und zum Wegfahren des Zugfahrzeugs vom Sattelauflieger erforderlich war. Selbstverständlich kann die Abschaltung auch auf andere geeignete Weise veranlaßt sein.

Alle drei Federn, die Verriegelungsfeder 45, die Ausfahrfeder 74 und die Arretierfeder 88 sind gespannt und der Druck in der Entsicherungsdruckleitung 72 sowie dem Druckkanal 31 bleibt stehen, weil das Schaltventil 47 sowie das Rückschlagventil 33 sperrt. Dieser Zustand bleibt auch bestehen, wenn der das Öffnen der Sattelkupplung bewirkende Schalter wieder auf "Schließen" geschaltet wird und der Näherungssensor S6 dadurch wieder aktiviert wird. Bei fehlendem Königszapfen erzeugt der aktivierte Näherungssensor S6 kein Signal.

Wenn wieder ein Sattelauflieger angekuppelt werden soll, fährt das Zugfahrzeug an diesen heran, bis der Königszapfen durch das Fangmaul 11 zwischen die auseinandergeschwenkten Schließbacken 5 geglitten ist und der Näherungssensor S6 anspricht. Dessen Signal bewirkt eine Umschaltung des Schaltventils 47 in die Durchgangsstellung gemäß Fig. 1, so daß der Druck im Druckkanal 31 zusammenbricht. In der Entsicherungsdruckleitung 72 bleibt der Druck noch erhalten, weil das Sicherungsventil 92 geschlossen und seine Kugel 96 von der Feder sowie dem herrschenden Druck auf ihren Sitz gedrückt ist.

Der Betätigungskolben 15 wird jedoch von der Verriegelungsfeder 45 nach vorn geschoben, die Kolbenstange 17 fährt ein und schwenkt die Schließbacken 5 zusammen in die den Königszapfen verriegelnde Stellung.

Wenn der Betätigungskolben 6 seine vordere Endstellung erreicht, stößt der Aufsteuerstößel 98 die Kugel 96 von ihrem Sitz zurück, so daß jetzt auch der Druck in der Entsicherungsdruckleitung 72 zusammenbricht. Dadurch kann zunächst die Feder 74 wirksam werden und die Verriegelungsklammer 62 vorschieben. Die Arretierfeder 88 wird wirksam, sobald die Sicherungsstellung erreicht ist, in der sich die Arretiernut 78 vor dem Arretierbolzen 84 befindet und dieser in die Arretiernut einfallen kann.

Damit ist wieder die Ausgangssituation erreicht, in der der Sattelauflieger am Zugfahrzeug angekuppelt ist. Der Sensor S7 erzeugt ein Signal, welches eine entsprechende Anzeigelampe "Kupplung geschlossen und gesichert" aufleuchten läßt.

Alle beschriebenen Operationen können vom Fahrerhaus des Zugfahrzeugs aus zuverlässig gesteuert und überwacht werden.

Bezugszeichenliste

1 Kupplungsplatte

3 Gelenkbolzen

5 Schießbacken

7 Königszapfen

9 Sattelauflieger

11 Fangmaul

13 Schwenkzylinder

15 Kolbenstange

17 Querstange

21 Gleitstein

23 Gleitnut

25 Kolbenbodenraum

27 Pumpe

29 Elektromotor

31 Druckkanal

33 Rückschlagventil

35 Überdruckventil

37 Tankraum

39 Saugkanal

41 Stangenraum

43 Entlüftungsstopfen

45 Verriegelungsfeder

47 Schaltventil

49 Abflußkanal

60 Fortsatz

62 Verriegelungsklammer

64 Kolbenstange

66 Verriegelungszylinder

68 Kolben

70 Vorderer Kolbenstangenraum

72 Entsicherungsdruckleitung

74 Ausfahrfeder

76 Rückwärtiger Kolbenstangenfortsatz

78 Arretiernut

80 Arretierzylinder

82 Arretierkolben

84 Arretierbolzen

86 Ringraum

88 Arretierfeder

90 Signalstift

92 Sicherungsventil

94 Zylinderkopf

96 Kugel

98 Aufsteuerstößel

100 Steuer- und Anzeigeschaltung

110 Bodenplatte

112 Ankerplatte


Anspruch[de]
  1. 1. Sattelkupplung zur Verbindung eines Sattelaufliegers mit einem Zugfahrzeug

    mit zwei in symmetrischer Anordnung schwenkbar angelenkten, den Königszapfen (7) ,des Sattelaufliegers (9) in ihrer zusammengeschwenkten Verriegelungsstellung formschlüssig ergreifenden Schließbacken (5)

    und einem die Schließbacken (5) zwischen der zusammengeschwenkten Verriegelungsstellung und einer auseinandergeschwenkten Öffnungsstellung bewegenden hydraulischen Schwenkzylinder (13),

    und mit einer die Verriegelungsstellung sichernden, von einem Verriegelungszylinder (66) betätigten Verriegelungsklammer (62)

    und einem die Sicherungsstellung der Verriegelungsklammer (62) arretierenden, von einem Arretierzylinder (80) betätigten Arretierbolzen (84),

    wobei der Betätigungskolben (15) des Schwenkzylinders (13) auf seiner vorderen Bodenfläche von einer Pumpe (27) druckbeaufschlagbar und seine hintere stangenseitige Ringfläche von einer Verriegelungsfeder (45) beaufschlagt ist und ein Schaltventil (47) den Abfluß aus dem Kolbenbodenraum (25) beherrscht und im Sinne der Druckentlastung desselben angesteuert wird, wenn der Königszapfen (7) seine Kupplungsstellung zwischen den Schließbacken (5) einnimmt, dadurch gekennzeichnet, daß das Schaltventil (47) ein elektromagnetisches Ventil ist und angesteuert ist von einem Näherungssensor (S6), der nahe der Stelle eingebaut ist, die der Königszapfen (7) in seiner Kupplungsstellung einnimmt und auf dessen Anwesenheit in dieser Stellung anspricht

    und daß die Pumpe (27) eine elektromotorisch angetriebene Pumpe ist.
  2. 2. Sattelkupplung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Näherungssensor (S6) ein induktiver Näherungssensor ist und in der Bodenplatte (110) der Sattelkupplung unterhalb der Stelle eingebaut ist, die der Königszapfen (7) in seiner Kupplungsstellung einnimmt.
  3. 3. Sattelkupplung nach Anspruch 1 und/oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Pumpe (27) in einen Druckkanal (31) fördert, der verbunden ist mit dem Kolbenbodenraum (25) des Schwenkzylinders (13) sowie dem Schaltventil (47), das in seiner der Schließstellung der Schließbacken (5) entsprechenden Durchlaßstellung (Fig. 1) den Druckkanal (31) mit einem Abflußkanal (49) verbindet.
  4. 4. Sattelkupplung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Abflußkanal (49) in einen Tankraum (37) mündet, der gebildet ist von einer Erweiterung des Stangenraumes (41) des Schwenkzylinders (13) und der eine Entlüftung (43) aufweist.
  5. 5. Sattelkupplung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch einen hydraulischen Verriegelungszylinder (66), dessen hintere Kolbenfläche von einer Ausfahrfeder (74) im Sinne des Vorschiebens seiner die Verriegelungsklammer (62) tragenden Kolbenstange (64) in die Sicherungsstellung beaufschlagt ist und dessen Kolbenstangenraum (70) mit einer Entsicherungsdruckleitung (72) verbunden ist, wobei ein Sicherungsventil (92) vorgesehen ist, das den Rückfluß aus der Entsicherungsdruckleitung (72) freigibt, wenn der Betätigungskolben (15) des Schwenkzylinders (13) seine vordere Verriegelungsstellung einnimmt.
  6. 6. Sattelkupplung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Sicherungsventil (92) im Zylinderkopf (94) des Schwenkzylinders (13) eingebaut ist und als auf steuerbares Kugelrückschlagventil zwischen der Entsicherungsdruckleitung (72) und dem Kolbenbodenraum (25) des Schwenkzylinders (13) ausgebildet ist, wobei vom Kolbenboden des Betätigungskolbens (15) ein Aufsteuerstößel (98) aufragt, der bei Erreichen der Verriegelungsstellung, des Betätigungskolbens (15) den Rückfluß aus der Entsicherungsdruckleitung (72) über den Kolbenbodenraum (25) und das in Durchlaßstellung befindliche Schaltventil (47) freigibt.
  7. 7. Sattelkupplung nach Anspruch 5 und/oder 6, dadurch gekennzeichnet, da,ß der Arretierzylinder (80) rechtwinklig am Verriegelungszylinder (66) angeordnet ist und sein Kolben (82) einen Arretierbolzen (84) aufweist, der in der Arretierstellung in eine Arretiernut (78) der Kolbenstange des Verriegelungszylinders greift.
  8. 8. Sattelkupplung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Arretierbolzen (84) vom Kolbenboden des Arretierkolbens (82) aufragt und die verbleibende Kolbenbodenfläche von der Entsicherungsdruckleitung (72) beaufschlagt ist, während die rückwärtige Fläche des Arretierkolbens von einer Arretierfeder (88) beaufschlagt ist.
  9. 9. Sattelkupplung nach Anspruch 7 und/oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Arretiernut (78) in einem rückwärtigen Kolbenstangenfortsatz (76) des Verriegelungszylinders (66) vorgesehen ist, und der Arretierzylinder (80) am hinteren Ende des Verriegelungszylinders (66) eingebaut ist.
  10. 10. Sattelkupplung nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Arretierkolben (82) einen nach außen ragenden Signalstift (90) aufweist.
  11. 11. Sattelkupplung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch einen Sensor (S5) zur Erfassung und Anzeige der auseinandergeschwenkten Öffnungsstellung der Schließbacken (5) und einen Sensor (57) zur Erfassung und Anzeige der Arretierstellung des Arretierkolbens (82).






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