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Dokumentenidentifikation DE19525321C1 14.03.1996
Titel Messerwelle zur Herstellung von splitterfreien Strands
Anmelder Inter-Wood-Maschinen GmbH & Co KG, 86983 Lechbruck, DE
DE-Anmeldedatum 12.07.1995
DE-Aktenzeichen 19525321
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 14.03.1996
Veröffentlichungstag im Patentblatt 14.03.1996
IPC-Hauptklasse B27L 11/00
Zusammenfassung Die normalerweise offenen Span-Nuten einer Messerwelle (7) werden durch Druckleisten (1) abgedeckt, die nur einen schmalen Spandurchtrittspalt (9) und einen breiteren Spanaustritt (10) aufweisen. Erfindungsgemäß erhält jede Druckleiste (1) einen oder mehrere Spanumlenkstollen (3), die auch auf der ihnen gegenüberliegenden Fläche im Nutgrund des Fliehkeils (7) angeordnet sind. Lage und Form dieser Spanumlenkstollen (3) werden dem jeweiligen Fertigungsziel angepaßt.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Messerwelle für die Holzzerspanung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Messerwellen nehmen den abgeschälten Span in nach außen offene Span-Nuten auf, die durch Holzabstützungen unterbrochen werden. In der DE-PS 10 33 888 wurden die Nachteile der offenen Span-Nuten bereits eingehend beschrieben. Wenn jedoch in Faserrichtung lange Strands auf Messerwellenzerspanern mit nach außen offenen Span- Nuten hergestellt werden, entstehen zwangsläufig auch Splitter. Die anschließende Aussiebung oder Aussichtung dieser Splitter ist nicht mit der notwendigen Sicherheit möglich, weil sie in ihrer Form, ihrem Gewicht und ihrem Flugverhalten den Strands ähnlich sind.

Die DE-AS 10 33 888 und der Zusatz gemäß DE-AS 11 18 439 schlagen daher vor, jede Span-Nut in der Nähe der Schnittstelle durch eine Druckleiste zu verschließen, die vor der Schneidkante des Messers einen schmalen Spandurchtritt-Spalt und einen wesentlich breiteren Spanaustritt-Spalt aufweist. Durch die hohe Schnittgeschwindigkeit bzw. den Schnittdruck werden die Späne entgegen der Fliehkraft durch den Spandurchtrittspalt gedrückt, wobei sie sich zunächst in der Span-Nut sammeln, solange die Messerwelle von Holz bedeckt wird. Das splitterfreie Nutzgut wird weit überwiegend erst zum Auswurf gebracht, nachdem die Span-Nuten das Gegenmesser passiert haben.

Zur Herstellung von splitterfreien Flachspänen für Möbelspanplatten oder Wafers ist dieser Werkzeugträger durchaus geeignet, für Strands hingegen nicht einzusetzen, weil diese aus fertigungstechnischen Gründen eine vorgegebene Spanlänge von z. B. 5 mm bei einer Spanbreite von 75 bis 125 mm nicht überschreiten sollen.

Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, eine derartige Messerwelle so auszubilden, daß Strands definierter Länge in Richtung quer zur Faser erzeugt werden, die ein vorgegebenes Maß unter- aber nicht überschreiten dürfen.

Die Erfindung löst diese Aufgabe durch die in Anspruch 1 angegebenen Merkmale. Die Spanumlenkstollen werden unter der Druckleiste und dieser gegenüberliegend im Span-Nutgrund so angeordnet, daß der nach der Abspanung sich einrollende Span vor dem ersten Umlenkstollen auf die Druckleiste auftrifft, sich hierbei faltet und längs zur Faser geknickt wird. Die folgenden Spanumlenkstollen setzen die Spanzerlegung fort, so daß aus dem Spanaustrittkanal Strands austreten, deren maximale Spanlänge den Sollwert nicht überschreitet.

Aus der DE 30 18 097 A1 ist es zwar bekannt, an der Spanablauffläche Spanbrecher anzuordnen, diese sind jedoch praktisch nicht in der Lage, die Erzeugung von Splittern zu vermeiden, da die Spannut nach außen offen ist.

Weil für die Erzeugung von Strands grundsätzlich entrindetes und gedämpftes Holz eingesetzt wird, ferner eine möglichst gleichmäßige Spandicke angestrebt wird, läßt sich unter vorgegebenen Eingangsbedingungen die Zahl der Spanumlenkstollen, ihr Platz im Spanablaufkanal und ihre Formgebung von Fall zu Fall empirisch ermitteln.

Fig. 1 zeigt einen Querschnitt durch eine Messerwelle,

Fig. 2 zeigt eine Draufsicht auf eine Druckleiste, die auf den zuvor erwähnten Holzabstützungen befestigt ist,

Fig. 3a zeigt einen Schnitt durch einen Spanumlenkstollen mit Mittenbefestigung und flacher Spanumlenkschräge,

Fig. 3b zeigt einen Schnitt durch einen Spanumlenkstollen mit exzentrischer Befestigung und steilerer Spanumlenkschräge.

Jede Span-Nut der Messerwelle wird mit einer Druckleiste 1 abgedeckt, die im Bereich der Schneidkante des Messers 4 einen schmalen Spandurchtrittspalt 9 aufweist, der zum Spanaustritt 10 hin kontinuierlich verbreitert wird. Jede Druckleiste 1 liegt beidseitig Stegen auf, als welche auch die der gewünschten Spanbreite entsprechenden Holzabstützungen 11 dienen, vor denen entsprechend verbreiterte, zeichnerisch nicht dargestellte, im Messer 4 integrierte Ritzer gemäß DE-PS 31 00 310 Verwendung finden können. Die Verbreiterung dieser Ritzer gegenüber den Holzabstützungen 11 verbessert den reibungslosen Abtransport der Strands. Die Druckleiste 1 wird in bekannter Weise mit einem austauschbaren Stockmesser 2 versehen. Das Messer 4 ist in Arbeitsposition mit einem Messerträger 5 fest verschraubt. Seine Spanablaufschräge 6 bildet mit der Messerbrustfläche einen veränderbaren Spanablaufwinkel.

Der vom Messer 4 abgeschälte lange Span 8 läuft durch den von der Schneidkante das Messers 4 und dem Stockmesser 2 gebildeten Spandurchtrittspalt 9 zunächst an der Messerbrustfläche entlang, wobei er sich bereits einzurollen beginnt, noch bevor er auf die Spanablaufschräge 6 auftrifft. Der Grad der Spaneinrollung wird durch die Holzart, Holzfeuchte, Spandicke, Schnittgeschwindigkeit und den Spanablaufwinkel bewirkt. Daher kann die Position bestimmt werden, in der der Span 8 kurz vor dem ersten Spanumlenkstollen 3 unterhalb der Druckleiste 1 auf Letztgenannte auftrifft. Sobald der zunächst doch relativ lange Span 8 auf die Druckleiste 1 auftrifft, knickt er unter Einwirkung der gegenläufig wirkenden Fliehkraft ein. Weitere Spanumlenkstollen 3 unterhalb der Druckleiste 1 bzw. auf dem Nutgrund des Fliehkeils 7 angeordnet bewirken die weitere Spanzerlegung in Faserlängsrichtung, bevor schließlich Strands von der geforderten maximalen Soll-Länge den Spanaustritt 10 verlassen können.

Die benötigte Zahl der Spanumlenkstollen 3, ihre Plazierung und ihre Form lassen sich für jeden Anwendungsfall ermitteln. Die benötigte Breite und Tiefe der Span-Nut im Fliehkeil 7 hängen insbesondere von der Zerspanungsbreite des Holzzuführschachtes bzw. bei Langholzzerspanern von der Füllhöhe der Holzzuführrinne ab.


Anspruch[de]
  1. 1. Messerwelle für die Holzzerspanung mit einer Druckleiste und einem schmalen Spalt für den Spandurchtritt sowie einem breiten Spalt für den Spanaustritt, dadurch gekennzeichnet, daß an der Unterseite der Druckleiste (1) mindestens ein Spanumlenkstollen (3) befestigt ist.
  2. 2. Messerwelle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Spanablauffläche des Fliehkeils (7) mindestens ein Umlenkstollen (3) befestigt ist.
  3. 3. Messerwelle nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Umlenkstollen (3) auswechselbar sind.
  4. 4. Messerwelle nach mindestens einem der Ansprüche 1-3, dadurch gekennzeichnet, daß die Umlenkstollen (3) untereinander verschiedene Breiten, Höhen und Spanumlenkwinkel aufweisen.
  5. 5. Messerwelle nach mindestens einem der Ansprüche 1-4, dadurch gekennzeichnet, daß an der Unterseite der Druckleiste (1) und/oder auf der Spanablauffläche des Fliehkeils (7) mehrere Umlenkstollen (3) angeordnet sind.
  6. 6. Messerwelle nach mindestens einem der Ansprüche 1-5, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckleiste (1) auf Holzabstützungen (11) aufliegt, vor denen Ritzer angeordnet sind, die breiter sind als die Holzabstützungen (11).






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