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Dokumentenidentifikation DE19526823A1 14.03.1996
Titel Vierteiliger Kugelschreibermechanismus
Anmelder A.T. Cross Co., Lincoln, R.I., US
Erfinder Gervais, Guy A., Harrisville, R.I., US;
Seamans, Mitchell E., Cumberland, R.I., US
Vertreter Hoffmann, K., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 10707 Berlin
DE-Anmeldedatum 15.07.1995
DE-Aktenzeichen 19526823
Offenlegungstag 14.03.1996
Veröffentlichungstag im Patentblatt 14.03.1996
IPC-Hauptklasse B43K 21/08
Zusammenfassung Die Erfindung bezieht sich auf einen vierteiligen Schreibgerätemechanismus, der eine einstückige, synthetische Verankerungsbuchse und eine einstückige, synthetische Patronentransporteinrichtung aufweist, die in bezug aufeinander axial bewegbar sind. Ein Antriebselement aus Metall weist einen schraubenförmigen Abschnitt auf, der mit einer Nut in der Patronentransporteinrichtung für deren axiale Bewegung in Eingriff steht. Das Antriebselement ist axial ortsfest, jedoch drehbar auf der Verankerungsbuchse vorgesehen. Eine Schreibpatrone, wie z. B. die Patrone eines Kugelschreibers, ist auf der Patronentransporteinrichtung festgelegt und weist eine Schreibspitze auf, die aus einem entgegengesetzten Ende der Verankerungsbuchse ausgefahren und in dieses zurückgezogen werden kann.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft allgemein Mechanismen von Schreibgeräten und insbesondere einen neuartigen und günstig einsetzbaren Mechanismus zum Aus- und Einfahren der Schreibspitze, z. B. eines Kugelschreibers.

Ein herkömmlicher Kugelschreiber der Firma A. T. Cross Company weist einen elf- bis zwölfteiligen inneren Mechanismus auf. Es wird angestrebt, unter Verringerung der Anzahl der Teile einen Mechanismus mit gleicher Funktion zur Verfügung zu stellen, bei dem die Teile so ausgelegt sind, daß sie in einem automatischen Arbeitsgang zu einem Mechanismus zusammengebaut werden können.

Ein verhältnismäßig einfach aufgebauter, von Ellery Boss erfundener Kugelschreibermechanismus mit einer verhältnismäßig geringen Anzahl an Teilen geht aus der US-PS 2 753 844 (A. T. Cross Company), angemeldet 1954, als bekannt hervor und weist überwiegend Teile aus Metall und keinerlei neuzeitliche Kunststoffmaterialien auf. Die Teile dieses Mechanismus sind ferner so ausgelegt und geformt, daß sie von Hand zusammengesetzt werden müssen, da eine automatisierte Fertigung zur genannten Zeit noch nicht allgemein üblich war.

Eine Aufgabe der Erfindung ist es, einen vereinfachten Mechanismus zum Ein- und Ausfahren einer Schreibspitze zur Verfügung zu stellen, bei dem ein Minimum an Teilen zum Einsatz kommt und der sich automatisch zusammenbauen läßt. Hierbei sollen die Materialien für jedes Teil nach speziellen Materialeigenschaften unter Berücksichtigung des Gesichtspunktes gewählt werden, welche Teile in bezug auf andere Teile bewegbar sein müssen. Die Auswahl und Kombination der Materialien sorgen für eine Vermeidung einer üblichen Schmierung und für eine Verringerung des Verschleißes. Eine viskose Dämpfungsflüssigkeit ist jedoch für einen glatten und geräuschlosen Betrieb erforderlich, damit der Mechanismus eine extrem lange Betriebslebensdauer aufweist.

Eine weitere Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein Verfahren zum Zusammenbauen der Teile des Mechanismus in einem automatischen Ablauf zur Verfügung zu stellen, wobei die Vorteile der Gestaltung und die Auswahl der Materialien der verschiedenen Teile voll zur Geltung kommen sollen.

Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung bezieht sich auf einen vierteiligen, eine Dämpfungsflüssigkeit aufweisenden Mechanismus eines Kugelschreibers oder Schreibgerätes mit einer einstückigen, synthetischen Verankerungsbuchse, die ein ortsfestes Bezugsgehäuse und ein Trägerteil einer Gegendrehungskupplung bildet, mit einer einstückigen, synthetischen Patronentransporteinrichtung, die das andere Teil der Kupplung trägt und für eine axiale, nicht drehende Bewegung an der Verankerungsbuchse gelagert ist.

Die Patronentransporteinrichtung weist einen Hauptteil mit verhältnismäßig großem Durchmesser auf, in dem eine äußere schraubenförmige Nut mit im Abstand zueinander angeordneten, gegenläufigen Enden vorgesehen ist. Ein einstückiges Antriebselement aus Metall ist an der Verankerungsbuchse drehbar gelagert und für eine Drehung um die Patronentransporteinrichtung herum angeordnet. Das Antriebselement weist einen inneren, schraubenförmigen Abschnitt auf, der mit der schraubenförmigen Nut der Patronentransporteinrichtung in Eingriff steht derart, daß eine Drehung des Antriebselementes eine nichtdrehende, axiale Bewegung der Patronentransporteinrichtung bewirkt. Die einstückige Patronentransporteinrichtung weist auch eine Eingriffseinrichtung, z. B. ein Innengewinde an ihrem Außenende zur Aufnahme und Festlegung einer Patrone eines Kugelschreibers oder eines anderen Schreibgerätes auf, die sich durch die hohle Verankerungsbuchse und durch ein Ende einer Schafthülse des Kugelschreibers bzw. des Schreibgerätes erstreckt, die die Verankerungsbuchse umgibt und an dieser festgelegt ist. Eine mechanische Druckfeder steht mit der synthetischen Verankerungsbuchse oder einer Unterlegscheibe, die auf der Verankerungsbuchse ruht, und einer ringförmigen Rippe in Eingriff, die durch Einwärtsformen des vorhandenen Materials des Antriebselementes nach irgendeinem herkömmlichen Metallbearbeitungsverfahren gebildet ist, wie z. B. Falzen, Stanzen usw., und zwar durch Formen in dem Antriebselement aus Metall während des Zusammenbauverfahrens. Eine in dem Antriebselement in unmittelbarer Nähe des Abschnitts des Antriebselementes mit verhältnismäßig großem Durchmesser auf der Seite dessen schraubenförmigen Abschnitts ausgebildete ringförmige Rippe dient als Anschlag für die Patronentransporteinrichtung.

Das Verfahren zur Herstellung des vierteiligen Mechanismus beinhaltet aufeinanderfolgende Verfahrensschritte der Ausbildung verschiedener Rippen und des schraubenförmigen Abschnitts in dem Antriebselement aus Metall zu unterschiedlichen Zeitpunkten des Herstellungsverfahrens. Infolge einer geringen Anzahl erforderlicher Teile ist die Herstellung vereinfacht.

Vorteilhafte Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Mechanismus eines Schreibgerätes zum Aus- und Einwärtsbewegen einer Schreibspitze einer Schreibpatrone des Schreibgerätes sowie des erfindungsgemäßen Verfahrens zum Zusammenbauen eines Schreibgerätes gehen aus den Patentansprüchen 2 bis 14 bzw. 16 bis 18 hervor.

Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung wird nun anhand der Zeichnungen erläutert. In diesen sind:

Fig. 1 eine Seitenansicht eines Kugelschreibers mit weggeschnittenen Teilen, bei dem der erfindungsgemäße Mechanismus verwendet ist;

Fig. 2 die Ansicht eines Längsschnitts des erfindungsgemäßen vierteiligen Mechanismus;

Fig. 3 die Ansicht eines Seitenrisses, teilweise im Schnitt, eines Antriebselementes aus Metall gemäß der Erfindung vor seiner Ausbildung nach dem erfindungsgemäßen Verfahren;

Fig. 4 die Ansicht eines Längsschnitts des Antriebselementes durch dessen inneren schraubenförmigen Abschnitt, der zum Antrieb der Schreibpatrone dient;

Fig. 5 die Ansicht eines Seitenrisses des Antriebselementes, die die äußere Gestaltung des inneren schraubenförmigen Abschnitts und den Anschlag der Patronentransporteinrichtung zeigt;

Fig. 6 die Ansicht eines Querschnitts entlang der Linie 6-6 der Fig. 5;

Fig. 7 eine vergrößerte Schnittansicht des inneren schraubenförmigen Abschnitts;

Fig. 8 die Ansicht eines Querschnitts entlang der Linie 8-8 der Fig. 5;

Fig. 9 eine vergrößerte Schnittansicht einer ringförmigen Rippe in dem Antriebselement, die mit einer Feder des Mechanismus in Eingriff bringbar ist;

Fig. 10 eine vergrößerte Schnittansicht eines Teils einer Verankerungsbuchse gemäß der Erfindung und einer ringförmigen Rippe des Antriebselementes, die das Antriebselement auf der Verankerungsbuchse axial zwecks Drehbarkeit festlegt;

Fig. 11 eine vergrößerte Schnittansicht eines Teils einer Patronentransporteinrichtung, die einen Teil des Mechanismus darstellt;

Fig. 12 eine vergrößerte Ansicht eines Längsschnitts einer äußeren schraubenförmigen Nut der Patronentransporteinrichtung;

Fig. 13 eine vergrößerte Ansicht eines Querschnitts eines Endes der äußeren schraubenförmigen Nut der Patronentransporteinrichtung;

Fig. 14 eine Seitenrißansicht einer Druckfeder, die Teil des erfindungsgemäßen Mechanismus ist;

Fig. 15 eine Grundrißansicht der mechanisch automatisierten Vorrichtung zum Zusammenbauen des Mechanismus in einer automatisierten Abfolge.

Wie aus der in den Fig. 1 bis 14 gezeigten Ausführungsform der Erfindung hervorgeht, weist der Mechanismus eine ein ortsfestes Bezugsgehäuse bildende Verankerungsbuchse 12auf, die von einer die Außenfläche des Kugelschreibers bildenden Schafthülse 14 abgedeckt ist, wie Fig. 1 zeigt.

Eine Kugelschreiberpatrone 16 ist axial bewegbar und nicht drehbar in der Verankerungsbuchse 12 angeordnet. Ein Oberteil 18 der Patrone 16 ist z. B. mittels eines Gewindes 42 an der Patronentransporteinrichtung 20 befestigt, die ein vieleckiges Vorderende 22 aufweist, das für eine axiale Bewegung nichtdrehbar in einer vieleckigen Öffnung 26 in der Verankerungsbuchse 12 gelagert ist, wie Fig. 2 zeigt. Eine äußere schraubenförmige Nut 30 ist um die Außenfläche der Patronentransporteinrichtung herum in Nähe deren Mitte auf deren Teil 32 mit verhältnismäßig großem Durchmesser ausgebildet. Eine Nut 30 erstreckt sich rund um die Patronentransporteinrichtung 20, wie Fig. 13 zeigt.

Ein Antriebselement 34 aus Metall des Kugelschreibermechanismus ist an der Verankerungsbuchse 12 drehbar, jedoch axial ortsfest gelagert und weist einen inneren schraubenförmigen Abschnitt 28 auf, der mit der schraubenförmigen Nut 30 auf der Patronentransporteinrichtung 20 in Eingriff steht. Das Antriebselement 34 weist auch eine ringförmige Furche 69 auf, um die Patronentransporteinrichtung 20 beim Rückziehen der Patrone 16 anzuhalten, wie aus den Fig. 4, 5, 7 und 8 ersichtlich ist. Eine Drehung des Antriebselementes 34 bewirkt folglich eine axiale Bewegung der Patronentransporteinrichtung 20 in der Verankerungsbuchse 12, wobei eine Kugelschreiberspitze 40 der Kugelschreiberpatrone 16 aus- und zurückgefahren wird. Der Kugelschreiber ist in Fig. 1 in seiner ausgefahrenen Stellung gezeigt.

Gegenüber dem Stand der Technik, insbesondere gegenüber der US-PS 2 753 844 (Ellery Boss) zeichnet sich der erfindungsgemäße Mechanismus durch folgende Merkmale aus:

  • - Eine einstückige, gleitfähige, synthetische (z. B. aus acetalartigem Harz der Firma DuPont) Patronentransporteinrichtung 20 mit gleitfähigen Oberflächen mit einem sechsseitigen, nichtrotierenden Eingriffselement 22 an einem Ende, mit einem Gewinde 42 oder einem anderen mit der Patrone im Eingriff stehenden Element am entgegengesetzten Ende und mit einem einen verhältnismäßig großen Durchmesser aufweisenden Mittelteil 32 mit einer schraubenförmigen Nut 30. Die einstückige Patronentransporteinrichtung 20 ist hohl zur Aufnahme der Kugelschreiberpatrone 16 ausgebildet.


Sich verjüngende Flächen 52 und 53 sind an der einstückigen Patronentransporteinrichtung zwischen einem nach vorne gerichteten Teil 57 letzterer mit verhältnismäßig kleinem Durchmesser, das ein Spiel für eine Feder 48 bei ausgefahrener Patrone 16 gewährleistet, und einer Kupplung 22 und dem rückwärtigen Bereich 58 mittleren Durchmessers, um das Ausbilden der Patronentransporteinrichtung 20 und das Herabfallenlassen der Feder aufletztere zu erleichtern.

  • - Eine einstückige, gleitfähige, aus synthetischem Harz gebildete Verankerungsbuchse 12 mit einem vorderen sich verjüngenden Ende, das bei 44 in die nach vorn gerichtete, äußere Schafthülse 14 des Kugelschreibers eingreift, und mit einem rückwärtigen Ende mit einem hexagonalen Element 26 oder einem anderen Aufnahmeelement für eine nichtdrehende, axiale Bewegung mit der Patronentransporteinrichtung 20.


Die Verankerungsbuchse 12 ist auch hohl und weist eine äußere, ringförmige Nut 46 (Fig. 10) für eine drehbare Aufnahme des Antriebselementes 34 auf. Das Antriebselement 34 ist in bezug auf die Verankerungsbuchse 12 drehbar, jedoch nicht axial bewegbar, da es an der Verankerungsbuchse 12 durch eine ringförmige Rippe 47 gehalten wird, die während des Zusammenbauens gebildet wird.

  • - Ein einstückiges, metallenes Antriebselement 34 des Kugelschreibermechanismus mit einem schraubenförmigen Zahnungsabschnitt, der eine innere schraubenförmige Rippe 28 bildet, und mit einer ringförmigen Zahnung, die eine innere Rippe 69 als Anschlag der Patronentransporteinrichtung 20 beim Zurückziehen der Patrone 16 bildet. Vorteilhafterweise kommuniziert der Abschnitt 28 mit der Zahnung oder der Rippe 69. Während des Zusammenbauens wird die Patronentransporteinrichtung 20 fallengelassen und kommt mit der schraubenförmigen Rippe 28 des Antriebselementes 34 an der Nut 30 in Eingriff. Eine ringförmige Rippe oder ein einwärts rückgeformter Bereich 54 wird in dem Antriebselement 34 ausgebildet. Die Feder 48 wird in das Antriebselement 34 fallengelassen und kommt gleitbar mit der ringförmigen Rippe des Antriebselementes 34 in Eingriff. Das andere Ende kommt mit dem Ende 50 der Verankerungsbuchse 12 in Eingriff. Einrichtungen werden verwendet, um die Verankerungsbuchse 12 in das Antriebselement 34 einzusetzen und in letzterem die ringförmige Rippe 47 für einen drehbaren Eingriff des Antriebselementes 34 mit der Verankerungsbuchse 12 auszubilden, während zugleich eine Relativdrehung zwischen der Verankerungsbuchse 12 und dem Antriebselement 34 gewährleistet ist.


Die ringförmige Rippe 54 steht mit dem rückwärtigen Ende der mechanischen Feder in nichtdrehender Weise in Eingriff und bewirkt, daß das vordere Ende der Feder unmittelbar oder über eine Unterlegscheibe 55 mit dem Ende 50 der synthetischen Verankerungsbuchse 12 in Eingriff ist, wodurch ein glatter Betrieb des Kugelschreibers dauernd gewährleistet ist.

Das rückwärtige Ende des Antriebselementes 34 ist mit einer Vielzahl z. B. drei erhabenen Rippen 60 versehen, die in den Fig. 4, 5 und 6 gezeigt sind und in Eingriff mit dem Innenmantel einer nicht dargestellten Kappe des Kugelschreibers beaufschlagt sind. Der Eingriff zwischen den Rippen 60 und der Kappe ist ausreichend stark, daß eine Drehung der Kappe eine Drehung des Antriebselementes 34 bewirkt.

Wie am besten aus Fig. 2 hervorgeht, ist die Nut 30 im wesentlichen an die Innenfläche der inneren schraubenförmigen Rippe 28 (Fig. 4, 5 und 7) angepaßt. Dieses Verhältnis zwischen der Innenfläche des Antriebselementes 34 und der Außenfläche der synthetischen Patronentransporteinrichtung 20 sorgt dafür, daß das Aus- und Zurückfahren des Schreibmechanismus glatt und effektiv erfolgt, ohne daß ein übermäßiger Kraftaufwand zwecks Drehung des Antriebselementes 34 erforderlich ist. Die Flanken oder Seiten der Rippe 28 sind jeweils in einem Winkel A von ungefähr 30° zur Längsachse des Mechanismus geneigt, wie Fig. 7 zeigt.

Wie aus Fig. 11 hervorgeht, weist die Patronentransporteinrichtung 20 ferner eine innere geneigte Stufe 21 derart auf, daß der Innendurchmesser der Patronentransporteinrichtung 20 in der Nähe ihrer Stirnseite kleiner als in Nähe ihrer Rückseite ist. Die Stufe 21 ist unter einem Winkel B von ungefähr 20° geneigt, wodurch für einen glatten Übergang in der Wandung der Patronentransporteinrichtung 20 gesorgt wird, wenn sich der Außendurchmesser ändert, was für eine fehlerfreie Patronentransporteinrichtung während ihrer Formung erforderlich ist. Eine Hülsenspitze 41, die am vorwärtsgerichteten Ende der Schafthülse 14 befestigt ist, ist ebenfalls an der Verankerungsbuchse 12 z. B. mittels eines Gewindes und/oder durch Kleber befestigt, mit dieser vernietet oder ultraschallmäßig verschweißt.

Wie Fig. 14 zeigt, ist die mittlere Windung 64 der Feder 48 absichtlich flach ausgelegt und die Windungen 66 und 68 an den Enden annähernd quadratisch und bodenmäßig plan. Da die zentrische Windung 64 zusammengeklappt flach ist, wird die Gefahr eines Verhedderns der Feder 68 verringert. Ebenso wird ein Verheddern der Feder auch durch die annähernd planen Endwindungen 66 und 68 vermieden, die sich parallel zu ihren Angriffsflächen erstrecken, und zwar speziell parallel zu der inneren ringförmigen Rippe 54 und zu dem Ende 50 der Verankerungsbuchse 12.

Aus den Fig. 4 und 5 geht ferner hervor, daß ein Mittelteil mit verhältnismäßig großem Durchmesser des Antriebselementes 34 eine innere und eine äußere Oberfläche aufweist, die bei 35 geneigt verläuft derart, daß ein Raum für einen glatten Eintritt der Patronentransporteinrichtung 20 gegeben ist. Letztere wird nicht in dem Antriebselement befestigt, sondern gleitet statt dessen von dem Antriebselement 34 ab, wenn die Patronentransporteinrichtung 20 in das Antriebselement 34 hinabfällt.

Wie Fig. 15 zeigt, wird der Zusammenbau des Mechanismus unter Verwendung einer mechanischen Montagevorrichtung 100 durchgeführt, die Arbeitsstationen um einen Drehtisch 102 herum aufweist. Die erste Arbeitsstation 110 weist eine Magazinzuführung für die Antriebselemente auf. An der Arbeitsstation 112 ist ein topfförmiger Vibrationsförderer für die Patronentransporteinrichtungen, die in die Antriebselemente 34 eingesetzt oder in letzterer fallengelassen werden, während sie in dem in den Fig. 4 und 5 gezeigten Zustand sind, bevor die erste und die zweite Rippe ausgebildet worden sind.

Die Antriebselemente 34 werden, wie aus den Fig. 4 und 5 ersichtlich ist, aus einem in Fig. 3 gezeigten Rohling mit Rippen 60, einer inneren schraubenförmigen Rippe oder Abschnitt 28 und der inneren ringförmigen Rippe 69 mittels eines Gerätes vorgeformt, das nicht Teil der Montagevorrichtung 100 ist.

An der Arbeitsstation 114 wird ein Schmierfett, ein schwerflüssiges Öl oder ein anderes Dämpfungsmaterial in die Nut 30 der Patronentransporteinrichtung 20 zugeführt. In der Arbeitsstation 116 wird die Patronentransporteinrichtung 20 so in die Antriebseinrichtung 34 gedreht, daß der Abschnitt 28 mit der schraubenförmigen Nut 30 in Eingriff kommt. An der Arbeitsstation 117 wird die ringförmige Rippe 54 in dem Antriebselement 34 ausgebildet, um für einen Sitz für die Feder 48 zu sorgen. An der Arbeitsstation 118 wird die Feder 48 in das Antriebselement 34 und um die Patronentransporteinrichtung 20 herum fallengelassen. In der Arbeitsstation 122 wird die Verankerungsbuchse 12 in das Antriebselement 34 so eingesetzt, daß die Antirotationskupplungen 26 und 22 miteinander in Eingriff kommen. In der Arbeitsstation 124 wird die ringförmige Rippe 47 in dem Antriebselement 34 ausgebildet, um die Verankerungsbuchse 12 in bezug auf das Antriebselement 34 axial festzulegen, während gleichzeitig eine Relativdrehung zwischen diesen beiden Teilen ermöglicht wird (d. h. ein Gleiten von Metall auf Acetal). In der Arbeitsstation 120 wird wahlweise eine Unterlegscheibe 35 vor der Verankerungsbuchse 12 eingesetzt, falls eine Unterlegscheibe verwendet wird.

Ein Drehmomententest wird in der Arbeitsstation 126 ausgeführt, und in der Arbeitsstation 128 wird der Kugelschreiber mit einem Datumsstempel versehen. In der Arbeitsstation 130 werden Ausschußteile erfaßt und ausgeworfen. Geprüfte Kugelschreibermechanismen werden dann in der Arbeitsstation 132 vom Drehtisch 102 zugeführt.

Die einzelnen Elemente der Montagevorrichtung 100 sind an sich bekannt. Von Wichtigkeit ist jedoch die Ablauffolge der Herstellungsschritte, die durch den vereinfachten erfindungsgemäßen Mechanismus möglich ist.

Die Erfindung ist nicht auf die dargestellte, bevorzugte Ausführungsform beschränkt, sondern Abwandlungen im Rahmen der beanspruchten Erfindung möglich.


Anspruch[de]
  1. 1. Mechanismus eines Schreibgerätes zum Aus- und Einwärtsbewegen einer Schreibspitze einer Schreibpatrone des Schreibgerätes, gekennzeichnet durch
    1. - eine einstückige, gleitfähige, synthetische und hohle Verankerungsbuchse (12), die innen zur Aufnahme einer Patrone (16) ausgestaltet ist und ein erstes Ende (22) aufweist, durch das die Patrone (16) zum Aus- und Rückwärtsbewegen der Schreibspitze (40) bewegbar ist,
    2. - eine einstückige, gleitfähige, synthetische und hohle Patronentransporteinrichtung (20), die innen zur Aufnahme der Patrone (16) ausgestaltet ist und einen Teil (33) mit verhältnismäßig großem Durchmesser mit einer wendelförmigen Nut (30) mit gegenläufigem Ende aufweist, die sich um den Teil (32) mit verhältnismäßig großem Durchmesser herum erstreckt,
    3. - eine Einrichtung (69) zum Fixieren der Patrone (16) an der Patronentransporteinrichtung (20) für eine axiale Bewegung der Patrone (16) in der Verankerungsbuchse (12),
    4. - eine Kupplungseinrichtung (22) zwischen der Verankerungsbuchse (12) und der Patronentransporteinrichtung (20) für einen axialen, nicht drehenden Eingriff zwischen der Verankerungsbuchse (12) und der Patronentransporteinrichtung (20),
    5. - ein hohles Antriebselement (34), das um die Verankerungsbuchse (12) herum in Eingriff steht, axial in bezug auf die Verankerungsbuchse (12) so festgelegt ist, daß gleichzeitig eine relative Drehung zwischen dem Antriebselement (34) und der Verankerungsbuchse (12) möglich ist, und das einen inneren schraubenförmigen Abschnitt (28) aufweist, der mit der wendelförmigen Nut (30) des Teils (32) mit verhältnismäßig großem Durchmesser der Patronentransporteinrichtung (20) in Eingriff steht und durch den eine axiale Bewegung der Patronentransporteinrichtung (20) in der Verankerungsbuchse (12) gegeben ist, wenn das Antriebselement (34) auf der Verankerungsbuchse (12) in Drehung versetzt ist,
    6. - einen inneren ringförmigen Steg (54) in dem Antriebselement (34) zum Anhalten der Patronentransporteinrichtung (20) beim Rückziehen der Patrone (16), und
    7. - eine Beaufschlagungseinrichtung (48, 55), die mit der Verankerungsbuchse (12) und dem Antriebselement (34) in Eingriff steht und von der die Verankerungsbuchse (12) von dem Antriebselement (34) in axialer Richtung weg beaufschlagbar ist.
  2. 2. Mechanismus nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Patronentransporteinrichtung (20) einen Teil (21) mit verhältnismäßig kleinem Durchmesser, der einen Teil der Kupplungseinrichtung (41) trägt, und einen Teil mittleren Durchmessers aufweist, der zum Teil (32) mit verhältnismäßig großem Durchmesser benachbart ist und der auf derselben Seite der Patronentransporteinrichtung (20) wie der Teil mit verhältnismäßig kleinem Durchmesser angeordnet ist, und daß die Beaufschlagungseinrichtung (48, 55) eine Feder (48) aufweist, die ein Spiel um den Teil mit verhältnismäßig kleinem Durchmesser herum besitzt.
  3. 3. Mechanismus nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kupplungseinrichtung (22) einen nicht kreisförmigen, nach vorn gerichteten Teil (57) der einstückigen Patronentransporteinrichtung (20) und eine sich verjüngende Schulter (52, 53) auf dem Teil mittleren Durchmessers aufweist, wodurch eine fehlerfreie Patronentransporteinrichtung (20) gegeben und das Herabfallen der Feder (48) beim Einsetzen um den Teil mit verhältnismäßig kleinem Durchmesser herum und in das Antriebselement (34) erleichtert sind.
  4. 4. Mechanismus nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Antriebselement (34) aus Metall hergestellt ist und einen Teil verhältnismäßig großen Durchmessers aufweist, in dessen unmittelbarer Nähe sich eine ringförmige Rippe (47) befindet.
  5. 5. Mechanismus nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Antriebselement (34) benachbart zu dem Teil mit verhältnismäßig kleinem Durchmesser der Patronentransporteinrichtung (20) eine nach innen geformte Fläche (54) aufweist, mit der ein Ende der Feder (48) in Eingriff steht.
  6. 6. Mechanismus nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die nach innen geformte Fläche (54) von einer ringförmigen Rippe gebildet ist, daß die Verankerungsbuchse (12) eine ringförmige Nut (46) aufweist, und daß das Antriebselement (34) zusätzlich eine ringförmige Rippe aufweist, die mit der ringförmigen Nut (46) derart in Eingriff steht, daß das Antriebselement (34) drehbar an der Verankerungsbuchse (12) gelagert und zugleich in bezug auf letztere axial festgelegt ist.
  7. 7. Mechanismus nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß ein Abdichtungsring (55) mit einem gegenläufigen Ende der Feder (48) und der Verankerungsbuchse (12) in Eingriff steht.
  8. 8. Mechanismus nach Anspruch 1 und 6, gekennzeichnet durch eine dritte abgestufte Schulter zwischen dem Teil (33) mit verhältnismäßig großem Durchmesser und dem Teil mittleren Durchmessers, um die Patronentransporteinrichtung (20) fehlerfrei zu gestalten.
  9. 9. Mechanismus nach Anspruch 1 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung zum Festlegen der Patrone (16) ein Innengewinde in einem rückwärtigen, einen verhältnismäßig kleinen Durchmesser aufweisenden Teil der Patronentransporteinrichtung (20) aufweist, das mit einem Gewinde am rückwärtigen Ende der Patrone (16) in Eingriff bringbar ist, wobei letztere an der Patronentransporteinrichtung (20) festlegbar ist.
  10. 10. Mechanismus nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Verankerungsbuchse (12) an einem Ende ein Innengewinde aufweist und daß eine hohle Schreibgerätespitze an dem Gewinde an einem Ende der Verankerungsbuchse (12) festgelegt ist, durch die die Schreibspitze der Patrone (16) heraus- und zurückbewegbar ist.
  11. 11. Mechanismus nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß eine Schafthülse (14) um die Verankerungsbuchse (12) herum in Eingriff steht und an letzterer durch die Hülsenspitze (41) gehalten ist.
  12. 12. Mechanismus nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der schraubenförmige Abschnitt (28) sich um das Antriebselement (34) herum erstreckt, und daß die wendelförmige Nut (30) geneigte Flanken aufweist und sich um den Teil (32) mit verhältnismäßig großem Durchmesser der Patronentransporteinrichtung (20) herum erstreckt.
  13. 13. Mechanismus nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Beaufschlagungseinrichtung (48, 55) eine Feder (48) aufweist, die mit dem Antriebselement (34) und der Verankerungsbuchse (12) in Eingriff steht und mindestens eine mittlere Windung aufweist, die zusammengesackt ist, wodurch eine Verwirrung der Windungen verhindert und eine automatische Zuführung möglich ist.
  14. 14. Mechanismus nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß das Antriebselement (34) eine ringförmige Rippe (54) aufweist, die mit einem Ende der Feder (48) in Eingriff bringbar ist, deren entgegengesetztes Ende mit der Verankerungsbuchse (12) in Eingriff steht, wobei die entgegengesetzten Enden der Feder (48) zusammengesackte Windungen aufweisen.
  15. 15. Verfahren zum Zusammenbauen eines Schreibgerätes, bei dem eine Schreibspitze einer Patrone aus- und eingefahren wird, gekennzeichnet durch die Verfahrensschritte:
    1. - Vorsehen eines hohlen Antriebselementes mit einem inneren schraubenförmigen Abschnitt in unmittelbarer Nähe zu einem Teil mit einem verhältnismäßig großen Durchmesser des Antriebselementes,
    2. - Herablassen einer einstückigen, gleitfähigen, synthetischen, hohlen Patronentransporteinrichtung unter Ineingriffbringen mit dem Inneren des hohlen Antriebselementes, wobei ein Dämpfungsfluidum in die schraubenförmige Nut der Patronentransporteinrichtung eingebracht wird, in deren rückwärtiges Ende mit verhältnismäßig kleinem Durchmesser das Antriebselement zuerst eingeführt wird, wobei ein Teil mit verhältnismäßig großem Durchmesser, der von dem rückwärtigen Ende durch eine Schulter getrennt ist, die Patronentransporteinrichtung beim Zurückziehen der Patrone zum Halten bringt und die schraubenförmige Nut, die den Teil mit verhältnismäßig großem Durchmesser umgibt, mit dem inneren schraubenförmigen Abschnitt in Eingriff kommt,
    3. - Ausbilden einer ringförmigen Rippe um das Antriebselement herum zum Festhalten einer Feder,
    4. - Einfügen der Feder durch Sinkenlassen in das Antriebselement und um die Patronentransporteinrichtung herum,
    5. - Einfügen einer einstückigen, gleitfähigen, synthetischen, hohlen, eine ringförmige Nut aufweisenden Verankerungsbuchse durch Herabsenken in das Antriebselement und Ineingriffbringen mit der Patronentransporteinrichtung, und
    6. - Ausbilden einer weiteren Rippe in dem Antriebselement und Einbringen dieser in die ringförmige Nut der Verankerungsbuchse, wobei letztere drehbar gehaltert und in bezug auf das Antriebselement axial festgelegt wird.
  16. 16. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Patronentransporteinrichtung mit einem Teil mit verhältnismäßig kleinem Durchmesser mit Spiel zum ID der Feder, mit einem nach vorn gerichteten, polygonalen Teil, das mit einem rückwärtigen, inneren polygonalen Teil der Verankerungsbuchse in Eingriff bringbar ist, derart, daß zwischen der Verankerungsbuchse und der Patronentransporteinrichtung ein axial gerichteter, jeder nicht drehender Eingriff gewährleistet ist, und mit einer zweiten, sich verjüngenden Schulter zwischen dem Teil mittleren Durchmessers und dem nach vorn gerichteten polygonalen Teil zwecks Herstellung einer fehlerfreien Patronentransporteinrichtung und zur Erleichterung der Absenkung der Feder.
  17. 17. Verfahren nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß eine Unterlegscheibe bzw. ein Dichtungsring in das Antriebselement vor Einfügung der Verankerungsbuchse in letzteres zwecks seiner Anordnung zwischen der Feder und der Verankerungsbuchse durch Absenken eingefügt wird.
  18. 18. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Patronentransporteinrichtung umgekehrt wird, nachdem sie in das Antriebselement abgesenkt worden ist, um die schraubenförmige Nut mit dem schraubenförmigen Abschnitt in Eingriff zu bringen.






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