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Dokumentenidentifikation DE19531343A1 14.03.1996
Titel Geruchsabsorbierendes System für einen Staubsauger
Anmelder Aktiebolaget Electrolux, Stockholm, SE
Erfinder Sjöberg, Göran, Kungsängen, SE;
Ekblad, Mats, Solna, SE
Vertreter Herrmann-Trentepohl und Kollegen, 81476 München
DE-Anmeldedatum 25.08.1995
DE-Aktenzeichen 19531343
Offenlegungstag 14.03.1996
Veröffentlichungstag im Patentblatt 14.03.1996
IPC-Hauptklasse A47L 7/04
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft ein geruchsabsorbierendes System für einen Staubsauger mit einer Motorgebläseeinheit (20) und einem Staubbeutel (15), der stromaufwärts der Motorgebläseeinheit angeordnet ist. Eine geruchsabsorbierende Substanz (14) wird in unmittelbarer Nähe des Staubbeutels (15) angeordnet.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein geruchsabsorbierendes System für einen Staubsauger mit einer Motorgebläseeinheit und einem Staubbeutel, der stromaufwärts der Motorgebläseeinheit angeordnet ist.

Es ist bekannt, verschiedene Typen von Filtern zum Reinigen der durch den Staubsauger strömenden Luft zu verwenden. Gewöhnlich wird ein sogenannter Katastrophenfilter zusätzlich zu dem luftdurchlässigen Staubbeutel verwendet, um hauptsächlich zu verhindern, daß Teilchen die Motorgebläseeinheit erreichen, wenn der Staubbeutel reißt. Dieser Filter ist zwischen dem Staubbeutel und der Motorgebläseeinheit angeordnet. Ein weiterer Filter wird gewöhnlich auf der Druckseite der Motorgebläseeinheit verwendet, um feine Partikel wie Kohlenstoffteilchen, die von der Kohlebürste als Abrieb abgegeben werden, aufzunehmen, die nicht von dem Staubbeutel aufgenommen werden.

Es wurde beispielsweise in der DE 42 04 553 bzw. DE 42 40 172 vorgeschlagen, geruchsabsorbierende Filter auf der Druckseite der Motorgebläseeinheit zu verwenden, um sich den Geruchsteilchen in dem Luftstrom anzunehmen, wenn der Staubsauger gestartet wird. Selbst wenn diese Anordnung zu einem gewissen geruchsreduzierenden Effekt führt, liegt eine große Gefahr dabei jedoch darin, daß der Hauptteil der Geruchssubstanzen gebildet wird, wenn der Staubsauger nicht in Betrieb ist und durch den Filter geht, wenn der Staubsauger gestartet wird.

Die Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein geruchsverminderndes System für einen Staubsauger zu schaffen, das auch in Zeiträumen aktiv ist, in denen der Staubsauger nicht betrieben wird, so daß keine Ansammlung von Geruchssubstanzen in dem Behälter auftritt. Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe mit einem geruchsabsorbierenden System für einen Staubsauger entsprechend dem Anspruch 1 gelöst. Durch die Verwendung eines solchen geruchsabsorbierenden Systems für einen Staubsauger wird die Geruchsemission im Vergleich mit den bekannten Vorrichtungen beträchtlich verringert.

Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird im Folgenden mit Bezug auf die beigefügte Zeichnung beschrieben. Die Zeichnung zeigt schematisch einen Längsschnitt durch einen Staubsauger, der mit einem erfindungsgemäßen geruchsabsorbierenden System ausgerüstet ist.

Der Staubsauger weist ein Gehäuse 10 mit einem Deckel 11 auf, durch den sich ein Einlaßrohr 12 erstreckt, dessen äußeres Ende mit einem Luftschlauch 13 verbunden ist, mit dem ein gewöhnliches Rohr mit einer Düse verbunden werden kann. Das Gehäuse 10 bildet eine Kammer 14, in die ein Staubbeutel 15 eingefügt wird. Der Staubbeutel 15 ist in bekannter Weise mit einem Kragen 16 versehen, der eine Öffnung besitzt, durch die sich das innere Ende des Einlaßrohres 12 erstreckt. Das Gehäuse 10 bildet ferner ein Motorgehäuse 17, das von der Kammer 14 durch ein Wandteil 18 mit einer zentralen Öffnung 19getrennt ist. In dem Motorgehäuse ist eine Motorgebläseeinheit 20 eingebaut, wobei die Einlaßöffnung 21 der Motorgebläseeinheit konzentrisch mit der Öffnung 19 ist und durch eine Dichtung 22 abgedichtet wird. Das Gehäuse 10 hat ferner eine Auslaßöffnung 23, durch die die Luft aus der Motorgebläseeinheit in die Atmosphäre austritt.

Die Kammer 14 weist eine geruchsabsorbierende Substanz auf, die in unmittelbarer Nähe von dem Staubbeutel angeordnet ist. Die geruchsabsorbierende Substanz ist beispielsweise als Filter 24 ausgeformt, der teilweise den Staubbeutel 15 umgibt. Folglich kann so ein Filter, wie aus der Figur ersichtlich ist, als Behälter mit Wandteilen 25 und einem Boden 26 geformt sein, wobei der Filter alle Teile des Staubbeutels bis auf den Kragen 16 umgibt und als Kassette für den Staubbeutel dient. Alternativ kann der Filter als Platte geformt sein, die entsprechend dem Boden 26 gestaltet ist und die Öffnung 19 überdeckt und mit dieser abgedichtet durch eine Dichtung 27 verbunden ist. Es ist ferner möglich, die geruchsabsorbierende Substanz in geeigneter Weise auf dem Staubbeutel anzuordnen, so daß die geruchsabsorbierende Substanz zusammen mit dem Staubbeutel ausgewechselt wird, oder die Wände der Kammer 14 oder die Kassette, in die der Staubbeutel eingesetzt wird, aus einem Material zu bilden, das geruchsabsorbierende Stoffe enthält.

Vorzugsweise enthält die geruchsabsorbierende Substanz Aktivkohle oder andere geeignete Materialien wie Stoffe aus der Zeolithgruppe.

Die in der Figur gezeigte Vorrichtung wird in einer Weise betrieben, daß dem Luftstrom folgende Staubteilchen, die mittels der Motorgebläseeinheit durch den Luftschlauch 13 eingesaugt werden, in dem Staubbeutel 15 verbleiben, wobei die Luft durch den geruchsabsorbierenden Filter 24 und durch die Öffnung 19 zu der Motorgebläseeinheit 20 strömt, bevor die Luft durch die Auslaßöffnung 23 in die Atmosphäre austritt.

Wenn die Luft den Filter 24 durchströmt, wird sie hinsichtlich der Geruchssubstanzen gereinigt. Erfindungsgemäß wird ein Reinigungseffekt auch erreicht, wenn der Staubsauger nicht in Betrieb ist. Ein wichtiges erfindungsgemäßes Merkmal ist es, daß die geruchsabsorbierende Substanz in unmittelbarer Nähe zu dem Staubbeutel 15 angeordnet oder in ihm integriert ist, um die Geruchssubstanzen zu absorbieren, die aus dem Staubbeutel emittieren, wenn der Staubsauger nicht in Betrieb ist.


Anspruch[de]
  1. 1. Geruchsabsorbierendes System für einen Staubsauger mit einer Motorgebläseeinheit (20) und einem Staubbeutel (15), der stromaufwärts der Motorgebläseeinheit angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß eine geruchsabsorbierende Substanz stromaufwärts der Motorgebläseeinheit und in unmittelbarer Nähe des Staubbeutels (15) angeordnet ist.
  2. 2. Geruchsabsorbierende System für einen Staubsauger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die geruchsabsorbierende Substanz Aktivkohle oder einen Stoff der Zeolithgruppe enthält.
  3. 3. Geruchsabsorbierende System für einen Staubsauger nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die geruchsabsorbierende Substanz in einem Filter (14) enthalten ist, durch den zumindest ein Teil der durch den Staubbeutel fließenden Luft gelenkt wird.
  4. 4. Geruchsabsorbierendes System für einen Staubsauger nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die geruchsabsorbierende Substanz teilweise oder vollständig den Staubbeutel (15) umgibt.
  5. 5. Geruchsabsorbierendes System für einen Staubsauger nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die geruchsabsorbierende Substanz stromaufwärts und in unmittelbarer Nähe der Einlaßöffnung (21) der Motorgebläseeinheit angeordnet ist.
  6. 6. Geruchsabsorbierendes System für einen Staubsauger nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Filter als Platte geformt ist und an der Auslaßöffnung (19) der Kammer (14), die den Staubbeutel (15) enthält, angeordnet ist.
  7. 7. Geruchsabsorbierendes System für einen Staubsauger nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die geruchsabsorbierende Substanz an dem Staubbeutel angeordnet ist.






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