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Dokumentenidentifikation DE19533012A1 14.03.1996
Titel Verfahren und Vorrichtung zur automatischen Aktivierung der Warnblinkanlage an Kraftfahrzeugen
Anmelder Wihowski, Klaus, 46535 Dinslaken, DE;
Uhlenbruck, Claus, 46562 Voerde, DE
Erfinder Wihowski, Klaus, 46535 Dinslaken, DE;
Uhlenbruck, Claus, 46562 Voerde, DE
DE-Anmeldedatum 07.09.1995
DE-Aktenzeichen 19533012
Offenlegungstag 14.03.1996
Veröffentlichungstag im Patentblatt 14.03.1996
IPC-Hauptklasse B60Q 1/52

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Aktivierung der Warnblinkanlage an Kraftfahrzeugen (Kfz).

Die Nutzung der Kfz-Warnblinkanlage zur Sicherung von Gefahrenstellen bei Pannen und Unfällen, sowie zur Warnung des nachfolgenden Verkehrs bei Stauungen auf der Autobahn ist bekannt. Die Warnblinkanlage wird dabei manuell über elektrische Schalter vom Kfz-Führer bedient.

In oben genannten Situationen ist der Kfz-Führer sehr stark physisch und physisch beansprucht und kann infolge dessen die Warnblinkanlage oft erst relativ spät einschalten. So kann z. B. eine "Vollbremsung" mit Schleuderbewegungen des Kfz den Führer so mit Lenk- und Bremskorrekturen beanspruchen, daß ihm die Betätigung der Warnblinkanlage zunächst nicht möglich ist. Erst wenn er die volle Fahrzeugbeherrschung wiedererlangt hat, betätigt er die Warnblinkanlage. Wertvolle Sekunden gehen verloren in denen dem nachfolgende Verkehr schon hätte gewarnt werden können.

Gegenstand dieser Patentanmeldung soll ein Verfahren und eine Vorrichtung sein, welche die Kfz-Warnblinkeinrichtung automatisch, durch einen oder mehrere Auslösemechanismen aktiviert. Die Aktivierung soll dabei sowohl bei Vollbremsungen wie bei Unfällen funktionieren.

Erreicht wird die automatische Aktivierung dabei auf mehrere sehr einfache und wirkungsvolle Arten:

Bei Fahrzeugen ohne ABS (Antiblockiersystem der Bremsanlage) erfolgt die Montage eines Druckschalters am Bremssystem, welcher bei einem definierten Druck der Bremsflüssigkeit auslöst und über eine elektrische Schalteinheit (z. B. Relais) die Warnblinkanlage aktiviert. Der Druck der Bremsflüssigkeit ist dabei proportional zur ausgeübten Bremskraft des Fahrers. Somit wird die Anlage ab einer gewissen Stärke der Bremsung aktiviert.

Dieses System ist auch sehr gut zur Nachrüstung in schon gebaute Kfz geeignet.

Bei Fahrzeugen mit ABS, kann eine Kopplung der Warnblinkanlage mit der Auslösung dessen erfolgen.

Während einer Koallision wie z. B. einem Auffahrunfall, kann das Warnblinksystem automatisch durch einen "Erschütterungsmelder" bzw. Aufprallmelder, welcher sich z. B. hinter der vorderen Stoßstange befindet, ausgelöst werden. Bei Kfz, mit Air-Bag-System ist eine Kopplung mit dessen Auslösemechanismus denkbar.

Desweiteren kann die Auslösung der Kfz-Warnblinkanlage mit einem automatischen Empfänger- und Sendesystem gekoppelt werden, welches beim Empfangen eines bestimmten Funksignals die Warnblinkanlage auslöst und ein Sender, welcher bei ausgelöster Warnblinkanlage ein genau definiertes Funksignal sendet.

So können bei Gefahrensituationen in Kurven, bei schlechter Sicht (Nebel, Schnee, Regen usw.) frühzeitig Warnungen an den Nachfolgenden Verkehr gegeben werden und so möglicherweise z. B. Massenkarambolagen auf Autobahnen, verhindert werden.

Bezugszeichenliste

1 Kfz-Bremszylinder (schematisch)

2 Kolben im Bremszylinder

3 mechanische Übertragung der Bremskraft des Fahrzeugführers

4 Bremsleitung

5 Druckschalter

6 Relais

7 zur Warnblinkanlage (elektrisches Signal)


Anspruch[de]
  1. 1. Verwendung eines mit dem hydraulischen Kfz-Bremssystem gekoppelten Druckschalters, welcher über eine elektrische Schalteinheit (z. B. Relais) bei einem definierten Bremsdruck die Kfz Warnblinkanlage aktiviert. (Bild 1.1)
  2. 2. Die mechanische oder elektrische Kopplung des ABS (Antiblockierbremssystems) eines Kfz mit dessen Warnblinkanlage. (Bild 1.2)
  3. 3. Die mechanische oder elektrische Kopplung eines Aufprallmelders mit der Kfz-Warnblinkanlage (Erschütterungsmelder). (Bild 1.2)
  4. 4. Die mechanische oder elektrische Kopplung der Kfz-Warnblinkanlage mit dem Auslösemechanismus des Kfz-Airbagsystems. (Bild 1.2)
  5. 5. Die Kopplung der Kfz-Warnblinkanlage mit einer automatischen Empfänger- und Sendeanlage, welche bei Empfang eines bestimmten Funksignales diese aktiviert und/oder ein Sender, welcher bei ausgelöster Warnblinkanlage ein genau definiertes Funksignal sendet. (Bild 1.2)
  6. 6. Vorrichtung gemäß Anspruch 1-5, jedoch zusätzlich oder separat gekoppelt mit einer oder mehrere zusätzlicher Warnlampen wie z. B. Zusatzbremsleuchten.






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