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Dokumentenidentifikation DE69020882T2 21.03.1996
EP-Veröffentlichungsnummer 0441019
Titel System zum Waschen eines Gummituches mit einer Sprühvorrichtung.
Anmelder Baldwin Technology Corp., Stamford, Conn., US
Erfinder Gasparrini, Charles R,c/o Baldwin Techn.Center, Stamford, Connecticut 06904, US;
Arnolds, Carl, Stamford, Connecticut 06905, US
Vertreter Betten & Resch, 80469 München
DE-Aktenzeichen 69020882
Vertragsstaaten DE, FR, GB, IT
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 27.04.1990
EP-Aktenzeichen 903045888
EP-Offenlegungsdatum 14.08.1991
EP date of grant 12.07.1995
Veröffentlichungstag im Patentblatt 21.03.1996
IPC-Hauptklasse B41F 35/06

Beschreibung[de]
Hintergrund der Erfindung

Die Erfindung betrifft eine Reinigungsvorrichtung für Druckpressen und insbesondere Systeme zum automatischen Waschen von Drucktuchzylindern in Offsetdruckpressen.

Die Notwendigkeit, Drucktuch-Zylinder während eines Offset- Druckvorgangs zu waschen, ist wohlbekannt. Wenn Druckkopien hergestellt werden, führen Rückstände von der Farbe, dem Papier und dem Feuchtwasser dazu, daß der Drucktuch-Zylinder verschmutzt wird. Nach einer Weile müssen die Drucktuch-Zylinder entweder mit einem Lösungsmittel oder mit einer Kombination aus einem Lösungsmittel und Wasser gewaschen werden, um diese Verschmutzungen zu entfernen. Werden sie nicht gewaschen, wird die Druckqualität verschlechtert und die Wahrscheinlichkeit erhöht, daß eine Bahn reißt. Aus dem Stand der Technik sind mehrere Verfahren zum Waschen von Drucktuch-Zylindern bekannt.

Beim Handwasch-Verfahren wird vom Personal unter Verwendung einer Waschflüssigkeit von Hand gewaschen, wenn die Presse angehalten wird. Bei diesem Verfahren werden Handtücher (mit Waschflüssigkeit) getränkt und die Drucktücher durch Schrubben von Hand von Verschmutzungen befreit. Es kommt auch vor, daß das Drucktuch von Hand gewaschen wird, während die Presse in Betrieb ist. Dabei reinigt ein Mitglied des Personals einen bestimmten Bereich eines Drucktuchs, das die Ursache für eine Verschlechterung der Druckqualität ist. Obwohl diese Technik die Produktivität steigert, ist sie aufgrund der hohen Umfangsgeschwindigkeit des Drucktuch-Zylinders sehr gefährlich.

Es ist bei weitem sicherer, produktiver und auch vom Risiko her kalkulierbarer, automatische Drucktuch-Reinigungseinrichtungen zu verwenden, um den Drucktuch-Zylinder während des Druckens in regelmäßigen Zeitabständen zu reinigen. Zu diesem Zweck sind bisher mehrere automatische Verfahren angewendet worden. Bei Tücher verwendenden Systemen, die in den US-Patenten Nr. 4,344,361 und 4,757,763 beschrieben sind, wird ein Einwegtuch verwendet, das über ein aufblasbares Druckkissen läuft. Das Tuch wird mit einer Waschflüssigkeit befeuchtet, gegen das Drucktuch gedrückt und, um die Reinigung zu bewirken, schrittweise weiterbewegt.

Bei Bürsten verwendenden Systemen wird eine rotierende Bürste verwendet, die gegen das Drucktuch gedrückt wird. Die Bürste kann mit einem Lösungsmittel befeuchtet werden, bevor sie mit dem Drucktuch in Kontakt kommt. Verschmutzungen, die vom Drucktuch entfernt und von der Bürste aufgenommen werden, werden in einem Sammelsystem für gebrauchtes Lösungsmittel gesammelt. Typischerweise wird das Lösungsmittel einer Trennung und Behandlung unterzogen, um Verschmutzungen zu entfernen und das Lösungsmittel zu sammeln.

Bei Sprühsystemen wird eine Sprühstange verwendet, die nahe den Drucktüchern positioniert ist. Die Sprühstange sprüht Waschflüssigkeit auf die Drucktuch-Zylinder. Beispielsweise aus dem US-Patent Nr. 4,686,902 bereits bekannte Sprühstangen mischen Lösungsmittel und Wasser in einem Tank vor, um eine wirkungsvolle emulgierte Lösung herzustellen. Dies ist nicht wünschenswert weil, sobald die Waschlösung gemischt ist, das Verhältnis von Lösungsmittel zu Wasser in der Lösung nicht verändert werden kann, wenn das System nicht entleert und gespült und ein neues Verhältnis hergestellt wird. Darüber hinaus muß die Mischung kontinuierlich zirkuliert oder umgerührt werden, um die Emulgierung aufrechtzuerhalten. Bei der vorliegenden Erfindung besteht keine Notwendigkeit, Wasser und Lösungsmittel in einem Tank oder in einem Vormischer zu mischen, und es besteht keine Notwendigkeit nach einer nochmaligen Zirkulation oder einem Umrühren der Waschlösung, wodurch je nach Wunsch eine kontinuierliche Veränderung der emulgierten Lösung möglich ist, ohne das es nötig ist, das System zu entleeren und zu spülen.

In anderen bekannten Sprühsystem, beispielsweise dem deutschen Patent Nr. 2,826,135, wird die durch die Sprühstange versprühte Menge an Waschflüssigkeit im Hinblick auf das Volumen des inneren Hohlraums der Sprühstange gesteuert und begrenzt. Insbesondere arbeitet das System in Zyklen, wobei ein Zyklus aus dem vollständigen Füllen des inneren Hohlraums der Sprühstange mit Waschflüssigkeit und anschließender Luftzufuhr zum Versprühen besteht. Bei der vorliegenden Erfindung wird dieser zyklische Vorgang vermieden, indem eine Einrichtung vorgesehen ist, um Waschflüssigkeit kontinuierlich aus der Sprühstange auszustoßen, sobald sie in die Sprühstange eintritt. Die vorliegende Erfindung sieht auch individuell einstellbare Wasser- und Lösungsmittelmengen vor, die nicht auf das Volumen des inneren Hohlraums der Sprühstange begrenzt sind.

Weitere bei herkömmlichen Reinigungssystemen auftretende Probleme sind das Risiko einer Trocknerbeschädigung oder sogar einer Explosion, die durch die Entzündung überdosierter Lösungsmittel verursacht wird. Wenn der Betrieb der Presse aufgrund von Wartungs- oder Reparaturarbeiten eingestellt wird, wird typischerweise das Farbwalzengetriebe aufgrund von Farbrückständen und Verschmutzungen klebrig. Wenn die Presse in diesem Zustand wieder gestartet wird, besteht ein hohes Risiko, daß die Papierbahn reißt. Um solch ein Reißen zu verhindern, wird das Drucktuch durch eine Person, die die Presse bedient, vorab angefeuchtet, indem Lösungsmittel auf das Drucktuch aufgebracht oder das Walzengetriebe geölt wird, um die Klebrigkeit der Farbe zu verringern. Diese Praxis ist sowohl gefährlich als auch verschwenderisch, da unkontrollierte Mengen von Lösungsmittel, die in den Trockner eintreten, zu Explosionen führen können. Darüber hinaus wirkt sich das Einölen schädlich auf die Farbe aus, was zu Verschwendung von Papier führt, weil sich das Öl ausbreitet. Die vorliegende Erfindung vermeidet dieses Problem, indem eine Einrichtung geschaffen wird, um das Drucktuch automatisch vorab anzufeuchten, wodurch das Risiko von Explosionen aufgrund unkontrollierter Lösungsmittelanwendung reduziert wird.

Allgemein formuliert wird gemäß der Erfindung ein Sprüh- Drucktuchwaschsystem geschaffen, um eine Mischung aus Lösungsmittel und Wasser auf einem Druchtuch-Zylinder einer Druckpresse-Einheit aufzubringen, wobei das System gekennzeichnet ist durch ein Mischrohr, in dem Wasser und Lösungsmittel, die durch eine Wasser-Steuereinrichtung und eine Lösungsmittel- Steuereinrichtung abgegeben wurden, auf ihrem Weg zu den Düsen der Sprühstange kontinuierlich gemischt werden, und das System ist weiterhin gekennzeichnet durch eine zentrale Steuereinrichtung, die mit der Lösungsmittel-, der Wasser- und mit einer Luft-Steuereinrichtung gekoppelt ist und dazu dient spezifische Verhältnisse von Lösungsmittel und Wasser auszuwählen, die dem Mischrohr zugeführt werden sollen, wobei das abgegebene Lösungsmittel und das abgegebene Wasser in dem Rohrsystem kontinuierlich gemischt und mittels der abgegebenen Luft zu den Düsen der Sprühstangeneinrichtung zugeführt werden und zwar über einen Zeitraum, der durch die zentrale Steuereinrichtung festgelegt wird.

Verglichen mit dem in dem deutschen Patent 2 826 135 beschriebenen System wird die Waschflüssigkeit somit in dem Mischrohr kontinuierlich gemischt und kann über einen Zeitraum, der von der zentralen Steuereinrichtung festgelegt wird, kontinuierlich zugeführt werden, und sie ist nicht durch das Volumen des inneren Hohlraums der Sprühstange begrenzt.

Weitere Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden für den Fachmann anhand der folgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen dieser Erfindung in Zusammenhang mit den beiliegenden Zeichnungen deutlich, in denen:

Figur 1 ein Schema ist, das den grundlegenden Fluid-Fluß der und das Steuerelement gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung zeigt;

Figur 2 eine Seitenansicht eines Zentralzuführungs-Sprühsystems ist;

Figur 3 eine Seitenansicht eines Endzuführungs-Sprühsystems ist.

Es wird nun auf die Zeichnungen und insbesondere auf Figur 1 Bezug genommen, in der ein Fluid-Steuersystem gezeigt ist, das aus zwei Hauptkomponenten besteht: einem Luftbehälter 2 und Fluidbehältern 4. Jede Druck-Einheit ist mit einem Luftbehälter 2 und zwei Fluidbehältern 4 ausgerüstet, die die notwendige Fluid- und Luftzufuhr zu den Sprühsystemen steuern. In Figur 2 ist ein Zentralzuführungs-Sprühsystem gezeigt, und in Figur 3 ist ein Endzuführungs-Sprühsystem gezeigt. Das Fluid-Steuersystem regul iert die Lösungsmittel-, Wasser- und Luftzufuhr zu den Sprühsystemen in spezifischen Mengen und spezifischen Drücken, wie sie von einem Steuerelement 28 vorgegeben werden.

Der Luftbehälter 2 sorgt für einen geregelten Luftdruck, wie er für die Funktion des Systems benötigt wird. Komprimierte Luft tritt über eine Leitung 6 in den Luftbehälter 2 ein und wird einer Luftventilleitung 5 zugeführt. Die Luft fließt dann durch die Luftfilter 11, die Fluid-Sprühregulatoren 10 und die Fluid- Sprühventile 12. Wenn die Fluid-Sprühventile durch das Steuerelement 28 betätigt werden, fließt die geregelte Luft aus dem Luftbehälter 2 zum entsprechenden Fluidbehälter 4. Sie fließt dann an einem Luft-Rückschlagventil 50 vorbei, tritt in eine Fluid-Leitung 14 ein und fließt in ein Mischrohr 21. Die Luft stößt anschließend die Lösungsmittel-Wasser-Mischung aus dem Mischrohr 21 in eine Sprühstange 30 aus (Figuren 2 und 3).

Unter Druck stehendes Lösungsmittel wird von einer Lösungsmittel- Zuführeinrichtung 16 über die Leitung 8 vorbei an einem Lösungsmittel-Regler 15 einem Lösungsmittel-Einlaß 18 zugeführt. Das Lösungsmittel gelangt dann über einen Lösungsmittelfilter 23 zu einem Lösungsmittelventil 20. Wenn das Lösungsmittelventil 20 durch das Steuerelement 28 betätigt wird, tritt das Lösungsmittel in die Fluidleitung 14 ein und fließt dann in das Mischrohr 21. Eine Fluß-Steuereinrichtung, beispielsweise eine Lösungsmittel-Öffnung 40 und ein Lösungsmittel-Rückschlagventil 51, sind zwischen dem Lösungsmittelventil 20 und der Fluidleitung 14 angeordnet.

Unter Druck stehendes Wasser wird von einer Wasser- Zuführeinrichtung 22 über eine Leitung 9 an einem Wasser-Regler 42 vorbei einer Wasser-Leitung 24 zugeführt. Das Wasser passiert anschließend durch einen Wasser-Filter 44 zu einem Wasser-Ventil 26. Wenn das Wasser-Ventil durch das Steuerelement 28 betätigt wird, tritt Wasser in die Flüssigkeits-Leitung 14 ein und fließt anschließend in das Mischrohr 21. Eine Fluß-Steuereinrichtung, wie beispielsweise eine Wasser-Öffnung 48 und ein Wasser-Rückschlagventil 52, sind zwischen dem Wasser-Ventil 26 und der Fluidleitung 14 angeordnet. Die Wasser - und Lösungsmittelventile können entweder gleichzeitig oder sequentiell durch das Steuerelement 28 betätigt werden. Das Mischrohr 21 kann die Sprühstange 30 mittig versorgen, wie in Figur 2 dargestellt, oder die Zuführung kann am Ende der Sprühstange 30 erfolgen, wie in Figur 3 gezeigt.

In den Figuren 2 und 3 wird die Wasser- und Lösungsmittelmischung mittels Luftdruck durch das Mischrohr 21 in die Sprühstange 30 ausgestoßen. Die gemischte Waschflüssigkeit wird dann als Sprühfluid über die Düsen 32 in der Sprühstange 30 ausgestoßen. Durch dieses Mischen bei der Anwendung wird die Notwendigkeit vermieden, die zwei Flüssigkeiten ständig in Bewegung zu halten. Durch dieses Mischen bei der Anwendung wird auch das vorherige Füllen der Sprühstange vermieden, da die Waschflüssigkeit durch die Sprühstange fließt und gleichzeitig aus der Sprühstange ausgestoßen wird. Die Düsen 32 auf der Sprühstange 30 werden nach der Verwendung mittels Luftdruck gereinigt um Verstopfungen zu verhindern.

Die Sprühstange 30 wird normalerweise neben dem Drucktuch-Zylinder 36 auf der Zuführseite der Druck-Einheit positioniert. Die Sprühstange 30 weist eine Mehrzahl vorzugsweise acht oder mehr und optimalerweise fünfzehn oder mehr Düsen 32 auf. Durch die Positionierung der Düsen 32 in relativ kurzen Abständen von vorzugsweise ungefähr 2,44 cm bis 10,16 cm (1 bis 4 Inch) vom Drucktuch-Zylinder 36 überlappen sich die aus den Düsen 32 kommenden Sprühfächer 34 auf dem Drucktuch 36. Die Mehrzahl der Düsen 32 macht eine Positionierung der Sprühstange 30 nahe dem Drucktuch-Zylinder möglich, wobei ein Überlappen der Sprühfächer gewährleistet wird. Die Positionierung der Sprühstange 30 nahe dem Drucktuch verringert die Lösungsmittelmenge, die durch Nebelbildung in der Luft der Druck-Räumlichkeiten verloren geht und reduziert die benötigte Lösungsmittelmenge.

Die Sprühstange 30 weist einen inneren Hohlraum 38 auf, der mit der Mehrzahl der Düsen 32 verbunden ist. Der innere Hohlraum ist so bemessen, daß die unter Druck stehende Waschmischung aus der Mehrzahl der Düsen ungefähr gleichmäßig abgegeben wird. Der innere Hohlraum 38 kann beispielsweise einen Durchmesser von ungefähr 0,32 bis 0,47 cm (1/8 bis ungefähr 3/16 Inch) aufweisen, wenn ein Zuführdruck von 1,72 bis 3,10 bar (25 bis 45 Pfund pro Quadratinch) ausgeübt wird.

Das Steuerelement 28 kann den Waschzyklus für eine oder mehrere Druck-Einheiten steuern. Das Steuerelement kann automatisch oder manuell bedient werden. Der Automatik-Modus wird zum automatischen Waschen der Drucktücher verwendet. Die vom Steuerelement verwendeten Programme regulieren zumindest das verwendete Lösungsmittel-Wasser-Verhältnis, den Sprühdruck und die Sprühdauer. Das Steuerlement sorgt auch für die Vorab- Befeuchtung der Drucktücher während der Anlaufphase. Bei mehr als einer Druck- Einheit sorgt das Steuersystem für gleichzeitiges oder sequentielles Waschen der Drucktücher.

Aus dem Vorangegangenen ist ersichtlich, daß das Ausführungsbeispiel gemäß der vorliegenden Erfindung ein verbessertes Sprühsystem zur Reinigung von Drucktuch-Zylindern während eines Betriebs der Presse schafft, ohne den Betrieb der Presse zu unterbrechen oder während des Betriebs eine übermäßige Verschwendung zu verursachen. Dies ermöglicht schärfere Kopien gedruckter Produkte und bringt weniger Ausfallzeiten mit sich. Es ermöglicht auch die Verwendung von Papiermaterial einer Qualität, die einen höheren Staubanteil aufweist.

Darüber hinaus ist es möglich, nur eine minimale Lösungsmittelmenge zu verwenden, um die Sicherheit des Trockners zu gewährleisten.

Durch die Verwendung eines Systems der Mischung von Wasser und Lösungsmittel zum Zeitpunkt der Anwendung wird die Notwendigkeit einer wiederholten Zirkulation oder eines wiederholten Umrührens der Reinigungsflüssigkeit vermieden. Die Wasser- und Lösungsmittelmengen können individuell eingestellt werden und das System kann alle Einheiten der Presse gleichzeitig oder sequentiell waschen, je nach Auswahl durch geeignete Steuerprogramme. Das Merkmal des Vorabbefeuchtens schließt von vornherein ein Reißen der Papierbahn während der Anlaufphase aus. Durch das gleichmäßige Befeuchten der Papierbahn wird das Problem vermieden, daß wenn die rechte Seite des Zylinders vor der linken Seite des Zylinders feucht wird, die Papierbahn seitlich wandern oder einer ungleichen Spannung und Reißen ausgesetzt sein könnte.

Die Häufigkeit der automatischen Betätigung und des Betriebs des Sprühsystems ist durch eine Person, die die Presse bedient, in Abhängigkeit von verschiedenen vorgegebenen oder erfahrungsgemäßen Bedienungsparametern wie beispielsweise der Dauer des Betriebs der Presse und dem Staubgehalt des Papiermaterials, einstellbar.


Anspruch[de]

1. Sprüh-Drucktuchwaschsystem, um eine Mischung aus Lösungsmittel und Wasser auf einen Drucktuch-Zylinder einer Druckpresse-Einheit aufzubringen, wobei das System folgendes aufweist:

(a) eine Lösungsmittelzuführeinrichtung (16, 8);

(b) eine Wasserzuführeinrichtung (22, 42, 9);

(c) eine Luftzuführeinrichtung (6, 2);

(d) eine Sprühstangeneinrichtung (30, 32, 38), um von den Zuführeinrichtungen Lösungsmittel und Wasser aufzunehmen und zu verteilen, wobei die Sprühstange eine Mehrzahl von Düsen (32) aufweist, um das Lösungsmittel und das Wasser auf die Drucktuch-Zylinder zu sprühen;

(e) eine Lösungsmittel-Steuereinrichtung, die mit der Lösungsmittelzuführeinrichtung verbunden ist und eine Ventileinrichtung (20) zum gesteuerten Abgeben des von der Zuführeinrichtung (16, 8) kommenden und von der Sprühstangeneinrichtung zu versprühenden Lösungsmittels aufweist;

(f) eine Wasser-Steuereinrichtung, die mit der Wasserzuführeinrichtung verbunden ist und eine Ventileinrichtung (26) zum gesteuerten Abgeben des von der Wasserzuführeinrichtung (22, 42, 9) kommenden und von der Sprühstangeneinrichtung zu versprühenden Wassers; und

(g) eine Luft-Steuereinrichtung, die mit der Luftzuführeinrichtung verbunden ist und eine Ventileinrichung (12) zum gesteuerten Abgeben der Luft aufweist, die durch die Sprühstangeneinrichtung hindurchtreten soll;

(h) ein Mischrohr (21), in dem das Wasser und das Lösungsmittel, die von der Wasser-Steuereinrichtung (26) und der Lösungsmittel-Steuereinrichtung (20) abgegeben wurden, auf ihrem Weg zu den Düsen (32) der Sprühstangeneinrichtung ständig vermischt werden; und

(i) eine Zentralsteuereinrichtung (28), die mit den Lösungsmittel-, Wasser- und Luft-Steuereinrichtungen (20, 26, 12) verbunden ist und die die Ventileinrichtung öffnet, um bestimmte Lösungsmittel-Wasser-Mischungsverhältnisse auszuwählen, die dem Mischrohr zugeführt werden sollen, wobei das abgegebene Lösungsmittel und das abgegebene Wasser in dem Rohr ständig vermischt und durch die abgegebene Luft zu den Düsen der Sprühstangeneinrichtung transportiert werden, und zwar für einen Zeitraum, der durch das Öffnen der Ventileinrichtung durch die Zentralsteuereinrichtung bestimmt wird.

2. System nach Anspruch 1, bei dem das Mischrohr (21) mittig in die Sprühstange (30, 38) hineinführt.

3. System nach Anspruch 1, bei dem das Ende des Mischrohrs (21) in die Sprühstange (30, 38) hineinführt.

4. System nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem die Mehrzahl von Düsen (32) aus acht oder mehr Düsen auf der Sprühstange (30) besteht.

5. System nach einem der vorhergehenden Ansprüche, das in einer Druckpresse installiert ist, wobei der Abstand der Sprühstange zum Zylinderdrucktuch 2,54 cm bis 10,16 cm (1 bis 4 Inch) beträgt.

6. System nach einem der vorhergehenden Ansprüche, das in einer Presse installiert ist, wobei die Zentralsteuereinrichtung (28) die Wasser-, Lösungsmittel- und Luft-Steuereinrichtungen während der Anlaufphase des Drucktuch-Zylinders aktiviert, um den Drucktuch-Zylinder vorab anzufeuchten.

7. System nach einem der vorhergehenden Ansprüche, das in einer Presse mit einer Mehrzahl von Drucktuch-Zylindern installiert ist, wobei die Zentralsteuereinrichtung (28) die Wasser-, Lösungsmittel- und Luft-Steuereinrichtungen (20, 26, 12) aktiviert, um die Drucktuchzylinder gleichzeitig oder nacheinander zu waschen.

8. System nach einem der vorhergehenden Ansprüche, das in einer Presse installiert ist, wobei die Zentralsteuereinrichtung (28) die Luft- Steuereinrichtung aktiviert, um für einen Zeitraum unmittelbar nach dem Waschen des oder jedes Drucktuchzylinders Luft durch die Düsen (32) abzugeben.

9. System nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem die Sprühstangeneinrichtung (30) einen inneren Hohlraum (48) aufweist, der so bemessen ist, daß das unter Druck stehende Waschgemisch aus Lösungsmittel und Wasser von der Mehrzahl der Düsen ungefähr gleich abgegeben wird.







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