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Dokumentenidentifikation DE69204795T2 18.04.1996
EP-Veröffentlichungsnummer 0537963
Titel Nasswischgerät.
Anmelder Unilever N.V., Rotterdam, NL
Erfinder Sanchez Lopez, Maximino, E-28043 Madrid, ES
Vertreter Lederer, Keller & Riederer, 80538 München
DE-Aktenzeichen 69204795
Vertragsstaaten CH, DE, ES, FR, GB, GR, IT, LI, NL, PT, SE
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 12.10.1992
EP-Aktenzeichen 923092696
EP-Offenlegungsdatum 21.04.1993
EP date of grant 13.09.1995
Veröffentlichungstag im Patentblatt 18.04.1996
IPC-Hauptklasse A47L 13/20

Beschreibung[de]

Diese Erfindung betrifft einen Mop, und insbesondere einen Mop zur Verwendung auf Böden und anderen derartigen scheuernden Oberflächen.

Im US-Patent Nr. 4,114,224 ist vorgeschlagen worden, einen Mop bereitzustellen, der saugfähige Elemente aufweist, die aus Textilverbundstoffen ausgebildet sind. Nach dieser Lehre können die den Flor bildenden Fasern dort, wo die Fasern thermoplastisch sind, durch Erwärmen zu einem Textilerzeugnis verbunden werden. Alternativ kann das Verbinden gleichzeitig mit der Entstehung des Flors erfolgen, wie beim Verzwirnen, oder es kann ein Bindemittel durch Eintauchen, Aufsprühen, Schaumimprägnieren oder eine andere bekannte Technik aufgebracht werden, unter Verwendung bekannter Bindemittel, die vorzugsweise nicht hydrophil sind, so daß sie nicht weich werden, wenn sie in heißem Seifenwasser verwendet werden. Bei dem bevorzugten Aufbau wird das Bindemittel auf das Textilerzeugnis aufgedruckt, so daß es in der Nähe der Oberflächen in einer größeren Menge vorhanden ist, als im Inneren des Textilerzeugnisses. Man sagt, daß dieser Aufbau eine gute Beständigkeit gegen Abscheuern liefert, und während das Aufnahmevermögen an der Oberfläche der Elemente verringert wird, bieten die Seiten der Elemente für Wasser einen einfachen Zugang für einen Eintritt ins Innere jedes Elements.

Mops mit Elementen, die aus einem Textilverbundstoff ausgebildet sind, welcher durch ein Bindemittels verbunden ist, das in einem Muster wie bei der bevorzugten Ausführungsform des US-Patents 4,114,224 beschrieben auf die Oberfläche des Gewebes aufgetragen wird, sind auf dem Markt, man hat jedoch herausgefunden, daß sie gewisse Nachteile aufweisen. Das Gefühl und der Eindruck, den das Textilerzeugnis vermittelt, ist nicht weich und nachgiebig und gibt dem Benutzer nicht das notwendige Vertrauen in seine Eignung im Gebrauch. Außerdem hat man herausgefunden, daß die Fähigkeit der Elemente, aufgesaugtes Wasser festzuhalten, begrenzt ist, was im Gebrauch zu einem wiederholten Auswringen des Mop führt, wobei das wiederholte Auswringen die Lebensdauer des Mop durch Bruch der Elemente verkürzt.

Das Gefühl und der Eindruck, den das Textilerzeugnis vermittelt, können verbessert werden, und die Fähigkeit der Elemente, aufgesaugtes Wasser festzuhalten, kann gesteigert werden, falls das Bindemittel weggelassen wird. Die Wasseraufnahmefähigkeit kann ebenfalls gesteigert werden, indem man das Hohlraumvolumen des Textilerzeugnisses vergrößert, d.h. durch Vergrößerung der Dicke des Textilerzeugnisses bei einem gegebenen Fasergewicht pro Flächeneinheit. Man hat jedoch herausgefunden, daß ein derartiges Textilerzeugnis selbst dann, wenn es mechanisch verbunden wird, z.B. durch Vernadelung, eine sehr niedrige Zugfestigkeit zeigt, die sich in einem geringen Vermögen manifestiert, den physikalischen Kräften zu widerstehen, denen die Elemente im Gebrauch ausgesetzt sind, sowohl wenn der Mop über den Boden bewegt wird und wenn er ausgewrungen wird, und die Elemente brechen schnell, was zu einer übermäßig kurzen Lebensdauer des Mop führt.

Gemäß der vorliegenden Erfindung wird ein Mop bereitgestellt, umfassend eine Mehrzahl von saugfähigen Elementen und Einrichtungen, um die Elemente zusammen anzubringen und die Elemente mit einem Griff zu verbinden, wobei die Elemente eine homogene Mischung von Viskosefasern und thermoplastischen Fasern umfassen, die thermisch miteinander verbunden sind, wobei die Elemente eine Wasseraufnahmefähigkeit von mindestens 7 Gramm pro Gramm Fasern, wie hier definiert, und eine Zugfestigkeit von mindestens 4 Kilogramm pro Zentimeter Elementbreite aufweisen.

Die Wasseraufnahmefähigkeit der Elemente wird durch Wiegen des trockenen Textilerzeugnisses, 1 Minute dauerndes Eintauchen des Textilerzeugnisses in Wasser, Entnahme des Textilerzeugnisses aus dem Wasser und 30 Sekunden dauerndes Ablaufenlassen in vertikaler Stellung vor einem erneuten Wiegen ermittelt.

Durch Bereitstellung eines Hohlraumvolumens, das ein Wasserrückhaltevermögen von mindestens 7 Gramm pro Gramm Textilerzeugnis ergibt, werden die notwendigen Wasserrückhalteeigenschaften erzielt, damit der Mop verwendet werden kann, um Wasser von einem Boden aufzunehmen, ohne daß Wasser zu häufig aus dem Mop ausgewrungen werden braucht, und mit einer Zugfestigkeit von mindestens 4 Kilogramm pro Zentimeter Elementbreite weisen die Elemente trotzdem eine ausreichende Festigkeit auf, so daß sie im Gebrauch nicht schnell brechen, und der Mop weist eine annehmbare Lebensdauer auf.

Um sicherzustellen, daß die Elemente die gewünschte Weichheit aufweisen und das gewünschte Gefühl vermitteln, liegen die Fasern vorzugsweise zwischen 1 und 10 Dezitex.

Die Elemente umfassen vorzugsweise eine Fasermischung, die zwischen 60% und 90% Viskosefasern, bevorzugter zwischen 70% und 90% Viskosefasern enthält. Die thermoplastischen Fasern sind vorzugsweise Polypropylenfasern, jedoch können die thermoplastischen Fasern alternativ Bikomponentenfilamente sein.

Es ist ersichtlich, daß die Struktur der Elemente genau festgelegt ist, um sowohl die Wasseraufnahmefähigkeit und die Zugfestigkeitseigenschaften eines Mop gemäß der Erfindung zu liefern. Zum Beispiel könnte bei einem gegebenen Fasergewicht die Dicke der Elemente vergrößert werden, was ein größeres Hohlraumvolumen und somit eine größere Wasseraufnahmefähigkeit ergibt, jedoch würde dies die Zugfestigkeit verringern. In ähnlicher Weise hätte die Verwendung eines gegebenen Fasergewichts bei einem dünneren Element von größerer Oberfläche mit demselben Hohlraumvolumen im wesentlichen dieselbe Wasseraufnahmefähigkeit zur Folge, jedoch eine bedeutend geringere Zugfestigkeit pro Elementbreiteneinheit. Während die Erfindung einen Mop bereitstellt, der einen Bereich von möglichen Elementen aufweist, wird dieser Bereich durch die Kombination der beiden erforderlichen Eigenschaften eingeschränkt.

Bei einer gegebenen Wasseraufnahmefähigkeit pro Gramm Faser kann die Dicke der Elemente vergrößert werden, wodurch die Zugfestigkeit pro Zentimeter Breite der Elemente vergrößert wird. Jedoch wird dadurch die Oberfläche der Elemente ebenso wie ihre Nachgiebigkeit verringert. Damit der Mop bei einem gegebenen Schwung eine zufriedenstellende Bodenfläche abdeckt, und damit die Elemente eine annehmbare Nachgiebigkeit und Oberfläche aufweisen, um jegliches Wasser schnell aufzusaugen, sollte die Dicke der Elemente zwischen 1,4 und 3 Millimeter, vorzugsweise zwischen 2 und 2,5 Millimeter liegen.

Bei Verwendung derartiger Elemente kann ein Mop zwischen 30 und 50 Elemente umfassen, von denen jedes eine freie Länge zwischen 20 und 30 Zentimetern und eine Breite von 5 bis 10 Millimetern aufweist.

Eine Ausführungsform der Erfindung wird nun unter Bezugnahme auf die begleitenden schematischen Zeichnungen beschrieben, in denen:

Figur 1 eine perspektivische Ansicht eines Streifens Textilverbundstoff ist; und

Figur 2 eine Schnittansicht eines Mop ist.

In Figur 1 ist ein Streifen 1 aus Textilverbundstoff dargestellt, der eine homogene Mischung von Viskosefasern und thermoplastischen Fasern umfaßt, welche thermisch miteinander verbunden sind. Der Streifen ist 21 Millimeter breit und 500 Millimeter lang und 2 Millimeter dick. Der Streifen ist in seiner Mitte mit zwei Löchern versehen, die zum Positionieren des Streifens in einer Befestigungseinrichtung dienen, wie unten beschrieben. Dieser Streifen weist vier Längsschnitte 3 auf, welche den Streifen auf jeder Seite der Löcher 2 in drei Elemente 4 unterteilen.

Der in Figur 2 dargestellte Mop umfaßt eine Anzahl von Streifen 1, die zusammen eine Mehrzahl von saugfähigen Elementen 4 liefern. Die Elemente werden von einer Befestigungseinrichtung 5 zusammengehalten, welche ein Griffelement 6 und ein Stopfenelement 7 umfaßt. Das Griffelement weist eine allgemein halbkugelförmige Form auf, in deren Innerem sich zwei hohle Bolzen 8 befinden. Das Stopfenelement 7 weist zwei Bolzen 9 auf, die innerhalb der hohlen Bolzen 8 in Eingriff gebracht und in diesen eingerastet werden können, indem mit Schultern versehene Enden 10 auf den Bolzen 9 mit einer Stufe 11 in den hohlen Bolzen 8 in Eingriff treten. Eine Ausnehmung 12 auf dem Griffelement ist so angepaßt, daß sie an einem Ende eines Griffs (nicht dargestellt) angebracht werden kann.

Die Streifen 1 sind zwischen dem Griffelement und dem Stopfenelement festgeklemmt, wobei die Bolzen 8 oder 9 durch die Löcher 2 in den Streifen 1 hindurchtreten. Es ist erkennbar, daß die Löcher 2 in abwechselnden Streifen in anderen Winkeln zur Längsachse des Streifens angeordnet sein können, als denen die in Figur 1 dargestellt sind, damit sich die Streifen 1 nicht sämtlich in dieselbe Richtung erstrecken.

Ein Mop, wie dargestellt, war aus 12 Streifen Textilerzeugnis umfassend 85% Viskosefasern von 1,7 Dezitex und 15% Polypropylenfasern von 2,0 bis 2,5 Dezitex aufgebaut. Das Textilerzeugnis war 2 Millimeter dick, und jeder Streifen des Textilerzeugnisses war so geschnitten, daß 6 saugfähige Elemente gebildet wurden. Das Fasergesamtgewicht des Mop betrug 80 Gramm, und die Wasseraufnahmefähigkeit betrug 8,9 Gramm pro Gramm Faser, wobei die Zugfestigkeit 5,2 Kilogramm pro Zentimeter Breite des Textilerzeugnisses betrug.

Der Mop vermittelte ein weiches Gefühl und einen weichen Eindruck, der Benutzern zusagte, und der Mop wies eine Größe auf, die im Gebrauch eine gute Bodenüberdeckung ergab. Wasser auf der Bodenoberfläche wurde infolge der Oberfläche des Mop schnell aufgesaugt, und das Wasser gut genug festgehalten, um das Minimum an Auswringen erforderlich zu machen. Die Elemente waren beständig gegen Abscheuern und brachen nicht schnell.

Der Mop wurde mit einem Mop verglichen, der gemäß der bevorzugten Ausführungsform des US-Patents 4,114,224 aufgebaut war, bei welcher das Textilerzeugnis eine Mischung von 34% Viskose- und Modalfasern von 1,0 bis 6,5 Dezitex, 30% Polyesterfasern von 1,5 Dezitex und 36% Baumwollfasern umfaßte. Die Fasern wurden durch Aufdrucken eines Bindemittel- Schachbrettmusters auf beide Seiten des Gewebes oberflächlich verbunden. Das Textilerzeugnis war 1,7 Millimeter dick, in 19 Millimeter breiten Streifen mit 2 Einschnitten darin zur Bildung von vier Elementen. Die Wasseraufnahmefähigkeit betrug 5,8 Gramm pro Gramm Faser, und die Zugfestigkeit betrug 6,5 Kilogramm pro Zentimeter Breite des Textilerzeugnisses. Der Mop umfaßte 20 Steifen Textilerzeugnis, von denen jeder 515 Millimeter lang war, und das Fasergesamtgewicht im Mop betrug 103 Gramm.

Im Vergleich zu einem Mop gemäß der vorliegenden Erfindung waren die Elemente steif und hart. Im Gebrauch bedeutete die geringere Wasseraufnahmefähigkeit, daß der Mop in häufigeren Abständen ein Auswringen erforderlich machte, wenn der Mop verwendet wurde, um einen Boden zu trocknen, und der Mop der vorliegenden Erfindung hielt 2 bis 3 Mal so lang, ohne ein Brechen der Elemente.


Anspruch[de]

1. Mop, umfassend saugfähige Elemente und Einrichtungen, um die Elemente zusammen anzubringen und die Elemente mit einem Griff zu verbinden, wobei die Elemente eine homogene Mischung von Viskosefasern und thermoplastischen Fasern umfassen, die thermisch miteinander verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Elemente eine Wasseraufnahmefähigkeit von mindestens 7 Gramm pro Gramm Fasern, wie hier definiert, und eine Zugfestigkeit von mindestens 4 Kilogramm pro Zentimeter Elementbreite aufweisen.

2. Mop nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Fasern zwischen 1 und 10 Dezitex liegen.

3. Mop nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Elemente eine Fasermischung umfassen, die zwischen 60% und 90% Viskosefasern enthält.

4. Mop nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die thermoplastischen Fasern Polypropylenfasern sind.

5. Mop nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die thermoplastischen Fasern Bikomponentenfilamente sind.

6. Mop nach einem beliebigen der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Elemente eine Dicke zwischen 1,4 und 3 Millimetern aufweisen.

7. Mop nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen 30 und 50 Elemente vorhanden sind, wobei jedes Element eine freie Länge zwischen 20 und 30 Zentimetern und eine Breite zwischen 5 und 10 Millimetern aufweist.







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