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Dokumentenidentifikation DE4437251A1 25.04.1996
Titel Zeichenkopf
Anmelder Marabuwerke GmbH & Co., 71732 Tamm, DE
Erfinder Neumann, Peter, 71720 Oberstenfeld, DE
Vertreter U. Ostertag und Kollegen, 70597 Stuttgart
DE-Anmeldedatum 18.10.1994
DE-Aktenzeichen 4437251
Offenlegungstag 25.04.1996
Veröffentlichungstag im Patentblatt 25.04.1996
IPC-Hauptklasse B43L 13/08
IPC-Nebenklasse G01B 5/24   G01B 3/56   
Zusammenfassung Ein Zeichenkopf kann neben der üblichen 15°-Winkelteilung auch mit feinerer 5°-Winkelteilung betrieben werden. Hierzu hat er drei unter einem Winkelabschnitt von 65° angeordnete Rasthebel (20s, 20b und 20c), die mit ihren Rastnasen (22) jeweils in eine Rastausnehmung (12) einer Rastscheibe (10) eingreifen können. Zur Erzielung der üblichen 15°-Teilung werden zwei (20b, 20c) der Rasthebel über eine Sperreinrichtung (32 bis 48) in einer Ruhestellung gehalten, in welcher ihre Rastnasen außerhalb der Bahn der Rastscheibe liegen.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Zeichenkopf gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1.

Derartige bekannte Zeichenköpfe arbeiten mit einer vorgegebenen Grund-Winkelteilung von üblicherweise 15°. Will man Winkel einstellen, die kein ganzzahliges Vielfaches von 15° sind, so wird die mit der Rastenscheibe zusammenarbeitende Rastenanordnung bleibend ausgerückt, so daß das die Lineale tragende Kopfteil frei gedreht werden kann. In der dann erhaltenen gewünschten Winkelstellung kann das bewegliche Kopfteil dann mit einer Zwischengradbremse fixiert werden.

Das Einstellen von derartigen Zwischen-Winkelstellungen erfordert ein höheres Maß an Aufmerksamkeit und ist zeitraubend. Für viele Anwendungen wäre es wünschenswert, wenn man einen Zeichenkopf neben der üblichen 15°-Teilung wahlweise auch mit einer kleineren Teilung von beispielsweise 5° betreiben könnte. Man kann dann auch feinere Winkel präzise und rasch einstellen, ohne die Winkeleinstellung visuell anhand der auf dem Zeichenkopf vorgesehenen Skala und des Winkel-Nonius kontrollieren zu müssen.

Hierzu schafft die Erfindung einen Zeichenkopf mit den im Anspruch 1 angegebenen Merkmalen.

Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in Unteransprüchen angegeben.

Die Weiterbildung der Erfindung gemäß Anspruch 3 ist im Hinblick auf eine möglichst flache Bauweise des Zeichenkopfes und zuverlässige Betätigung der Rastenanordnung von Vorteil.

Die Weiterbildung der Erfindung gemäß Anspruch 4 erlaubt auf einfache Weise ein Umschalten zwischen der Grund-Winkelteilung von in der Praxis 15° und einer feineren Winkelteilung von in der Praxis 5°, wie sie unter Verwendung von drei Rasten realisierbar sind. Verwendet man eine größere Anzahl von Rasten, z. B. vier Rasten, so lassen sich mehrere unterschiedliche Fein-Winkelteilungen realisieren, indem man in einer ersten Stellung der Sperrleiste nur eine Untermenge der Rasten bleibend ausrückt, z. B. bei einer Gesamtanzahl von vier Rasten, die Rasten mit den Nummern 2 und 4.

Die Weiterbildung der Erfindung gemäß Anspruch 5 ist im Hinblick auf präzise Führung der Rasten und zuverlässiges mechanisch belastbares Verrasten des drehbaren Kopfteiles von Vorteil.

Gemäß Anspruch 6 erhält man auf baulich einfache Weise das Ausrücken sämtlicher Rasten und damit die freie Drehbarkeit des drehbaren Kopfteiles, wie es zur Einstellung von noch verbleibenden Zwischenwinkeln notwendig ist.

Die Weiterbildung der Erfindung gemäß Anspruch 7 ist im Hinblick auf einfache Herstellung der verschiedenen Bauelemente des Zeichenkopfes von Vorteil, da man über die dem Rasthebel zugeordneten Exzenterhülsen kleinere Fertigungsungenauigkeiten in der Ausrückeinrichtung kompensieren kann.

Nachstehend wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispieles unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert. In dieser zeigen:

Fig. 1: eine perspektivische, teilweise weggebrochene Teilansicht der wichtigsten Baugruppen eines Zeichenkopfes mit umschaltbarer Winkelteilung;

Fig. 2: eine ähnliche Ansicht wie Fig. 1, jedoch aus anderer Perspektive und unter zusätzlicher Wiedergabe eines Sperrhebels, durch welchen die Umschaltung der Winkelteilung erfolgt, wobei der Sperrhebel in derjenigen Stellung wiedergegeben ist, die für die Einstellung der Grund-Winkelteilung von 15° dient;

Fig. 3: eine ähnliche Ansicht wie Fig. 2, wobei jedoch der Sperrhebel in einer an-gehobenen Stellung wiedergegeben ist, die zur Einstellung einer 5°-Winkelteilung dient;

Fig. 4: einen axialen Schnitt durch den Zeichenkopf nach den Fig. 1 bis 3, in welchem zusätzlich ein Freischaltschieber zum völligen Aufheben der gerasteten Winkelteilung wiedergegeben ist; und

Fig. 5: eine ähnliche Ansicht wie Fig. 2, in welcher eine abgewandelte Sperreinrichtung für zwei der Rasthebel wiedergegeben ist.

In der Zeichnung ist mit 10 eine Rastscheibe wiedergegeben, die am Rande unter einer Winkelteilung von 15° mit Rastausnehmungen 12 versehen ist, zwischen denen Rastzähne 14 verbleiben. Die Rastscheibe ist über nicht im einzelnen wiedergegebene Mittel mit dem Laufwagen oder dem Parallelogrammgestänge einer Zeichenmaschine verbindbar.

Über der Rastscheibe 10 liegt eine Hauptplatte 16 eines drehbaren Kopfteiles, die über ebenfalls nicht näher gezeigte Mittel mit den Linealen der Zeichenmaschine verbindbar ist.

Auf der Hauptplatte 16 sind über Exzenterbolzen 18 Rasthebel 20 gelagert, die im wesentlichen in Umfangsrichtung verlaufen und an ihrem freien Ende eine Rastnase 22 aufweisen, die formschlüssig und spielfrei in eine Rastausnehmung 12 einführbar sind. Von der Oberseite der Rasthebel 20 stehen jeweils ein Federsitz 24 und ein Mitnehmer 26 nach oben. Am Federsitz 24 greift das eine Ende einer Schraubenfeder 28 an, deren zweites Ende an einem Stift 30 festgelegt ist, der an einer Schulter 32 angeformt ist, die beim radial innenliegenden Ende eines Schlitzes 34 vorgesehen ist, der in der Hauptplatte 16 vorgesehen ist.

In der Hauptplatte 16 ist ferner für jeden der Rasthebel 20 eine Führungsnut 36 vorgesehen, die von einem mittleren Bereich der Hauptplatte 16 parallel zur Längsmittelebene verlaufend ausgeht und auf den Mitnehmer 26 des betrachteten Rasthebels zuläuft. In diesen Führungsnuten 36 sitzen flexible Druckstäbe 38, deren Stirnflächen mit den Mitnehmern 26 zusammenarbeiten und deren bei der Plattenmitte liegende Enden mit Sperrköpfen 40 versehen sind.

In der Zeichnung sind die drei Rasthebel und die ihnen zugeordneten Bauteile, die in funktionsäquivalenter Form dreimal vorgesehen sind, sind durch die Zusätze a, b und c unterschieden. Wo es auf Unterschiede zwischen diesen Bauteilen in der vorliegenden Beschreibung nicht ankommt, werden diese Bauteile nur mit dem Grund- Bezugszeichen angesprochen.

Die Rasthebel 20 sind unter einem Winkelabstand angeordnet, der einem ganzzahligen der Grund-Winkelteilung g (hier 15°) plus einem zusätzlichen Winkelabstand von g/3 entspricht, das heißt, die Rasthebel 20 folgen unter einem Winkelabstand von einem ganzzahligen Vielfachen von 30° + 5° aufeinander. Beim hier betrachteten Ausführungsbeispiel beträgt der Winkelabstand der Rasthebel 20 65°.

Die Sperrköpfe 40 arbeiten mit einer Sperrleiste 42 zusammen, die in ihrem in den Fig. 2 und 3 links gelegenen Abschnitt einen Biegeabschnitt 44 aufweist und somit um eine zur Längsmittelebene des Zeichenkopfes parallele horizontale Achse verschwenkbar ist. Dieses Verschwenken erfolgt unter Verwendung eines Nockentriebes, der eine auf der Unterseite eines Antriebskopfes 46 liegende Oberfläche und eine auf der Oberseite eines Betätigungsschiebers 48 liegende Nockenfläche aufweist. Der Betätigungsschieber 48 ist auf der Hauptplatte 16 in Umfangsrichtung verschiebbar gelagert.

In der Unterseite der Sperrleiste 42 ist eine Ausnehmung 50 vorgesehen, durch welche der Sperrkopf 40a auch bei an der Hauptplatte 16 anliegender Sperrleiste 42 hindurchlaufen kann. Die Sperrköpfe 40b und 40c schlagen dagegen an der vorderen Stirnfläche der Sperrleiste 42 an, wie dies in Fig. 2 wiedergegeben ist. Wird das drehbare Kopfteil gedreht, so kann unter diesen Bedingungen nur die Rastnase 22a des Rasthebels 20a in eine Rastausnehmung 12 eingreifen. Die Rastnasen der Rasthebel 20b und 20c werden dagegen bleibend außerhalb der Bahn der Rastzähne 14 gehalten. Damit arbeitet der Zeichenkopf bei der in Fig. 2 gezeigten Stellung der Sperrleiste 42 mit der üblichen 15°-Teilung.

Wird die Sperrleiste 42 dagegen durch Bewegen des Betätigungsschiebers 48 angehoben, wie in Fig. 3 wiedergegeben, so können alle drei Sperrköpfe unter der Sperrleiste 42 hindurchlaufen. Bei dieser Stellung der Sperrleiste kann nun jeweils eine der Rastnasen 22a, 22b und 22c in eine der Rastausnehmungen 12 eingreifen, wenn der drehbare Kopfteil des Zeichenkopfes um 5° weitergedreht wird. Die anderen beiden Rastnasen sind dann jeweils durch den Rücken eines Rastzahnes 14 abgestützt.

Zum Ausrücken der Rasthebel 20 ist ein Löseschieber 52 auf der Hauptplatte 16 verschiebbar gelagert, wozu er beim hier betrachteten Ausführungsbeispiel mit Endabschnitten 54 seitlicher Wände 56 eine angeformte transversale Führungsleiste 58 der Hauptplatte 16 untergreift. Mit einem Betätigungsabschnitt 60 greift der Löseschieber 52 in eine Ausnehmung 62 der Hauptplatte 16 ein, von der her die Stirnflächen der Sperrköpfe 40 zugänglich sind. Durch Verschieben des Löseschiebers 52 in Fig. 4 nach links wird somit ein beliebiger der Sperrköpfe 40, der durch Einrasten des zugeordneten Rasthebels in eine der Rastausnehmungen 12 aus der in den Fig. 1 bis 4 wiedergegebenen Stellung über die Sperrleiste 42 hinausbewegt wurde, wieder in die in der Zeichnung wiedergegebene außerhalb der Bahn der Rastzähne liegende Stellung gedrückt. Der drehbare Kopfteil kann dann um einen beliebigen Winkel gedreht werden, und nach Freigeben des Löseschiebers 52 rastet dann die Rastnase 22 eines der Rasthebel 20 in die beim Weiterdrehen um maximal 5° erreichte Rastausnehmung 12 ein, wenn die Sperrleiste 42 in der in Fig. 3 gezeigten 5°-Stellung steht. Steht die Sperrleiste 42 dagegen in der in Fig. 2 wiedergegebenen Stellung, so erfolgt ein Verrasten des drehbaren Kopfteiles bei Erreichen der nächsten 15°-Teilung, wobei dann die Rastnase 22a des Rasthebels 20a in eine Rastausnehmung 12 fällt.

Es versteht sich, daß die verschiedenen oben beschriebenen Teile des in seiner Winkelteilung umschaltbaren Zeichenkopfes in der Praxis von einem nur in Fig. 4 schematisch angedeuteten Gehäuse 64 umgeben ist, welches im wesentlichen becherförmige Gestalt hat und dessen Umfangswand mit Öffnungen für den Betätigungsschieber 48 und den Löseschieber 52 versehen ist.

Der oben beschriebene Zeichenkopf hat trotz der gegenüber herkömmlichen Zeichenköpfen zusätzlich gegebenen 5°-Feinteilung einen mechanisch einfachen Aufbau und sorgt für eine zuverlässige und auch im Langzeitbetrieb präzise Positionierung der Lineale.

Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 5 ist der Betätigungsschieber (48) Teil eines Ringsegmentes (oder Ringes) 66, welches drehbar auf der Hauptplatte 16 vorgesehen ist und in der Nachbarschaft der Mitnehmer 26 der Rasthebel 20b und 20c mit Nockenflächen 68b und 68c versehen ist, die direkt mit den Mitnehmern 26b und 26c zusammenarbeiten können, um die zugeordneten Rasthebel bleibend in die Ruhestellung zu bewegen.


Anspruch[de]
  1. 1. Zeichenkopf für eine Zeichenmaschine, mit einem mit der Zeichenmaschine verbindbaren, in Winkelrichtung feststehenden Kopfteil und einem mit Linealen verbindbaren drehbaren Kopfteil, wobei eines der Kopfteile eine Rastscheibe (10) trägt, welche in regelmäßiger Winkel- Grundteilung mit Rastmitteln (12) versehen ist, während das zweite Kopfteil mit einer Rastenanordnung (22) versehen ist, welche in und außer Eingriff mit den Rastmitteln (12) bewegbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Rastenanordnung n (n>1) Rasten (22) aufweist, die um ein ganzzahliges Vielfaches der Grundteilung g plus einem Zusatzwinkel g/n voneinander entfernt sind, und daß mindestens eine der Rasten (22) oder mindestens eine Untergruppe von Rasten (22) durch eine Ausrückeinrichtung (32 bis 48) in eine Ruhestellung bewegbar ist, in welcher sie nicht mit den Rastmitteln (12) zusammenarbeiten kann.
  2. 2. Zeichenkopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Rasten (22) von Rasthebeln (20) getragen sind, welche jeweils durch eine Feder (28) in die mit den Rastmitteln (12) zusammenarbeitende Arbeitsstellung vorgespannt sind, und daß die Ausrückeinrichtung (32 bis 48) gegen die Rasthebel (20) arbeitende Ausrückelemente (38) aufweist.
  3. 3. Zeichenkopf nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausrückelemente (38) flexible Druckstäbe sind, welche in Nuten (36) einer Hauptplatte (16) des zweiten Kopfteiles geführt sind.
  4. 4. Zeichenkopf nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckstäbe (38) transversal überstehende Sperrköpfe (40) tragen, die mit einer mindestens eine Ausnehmung (50) aufweisende Sperrleiste (42) zusammenarbeiten, welche zwischen einer ersten Arbeitsstellung, in welcher mindestens ein Sperrkopf (40a) an ihr vorbeilaufen kann, nicht aber die anderen Sperrköpfe (40b, 40c), und einer zweiten Arbeitsstellung verlagerbar ist, in welcher mindestens ein weiterer Sperrkopf (40b, 40c) an ihr vorbeilaufen kann.
  5. 5. Zeichenkopf nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Sperrleiste (42) um eine zur Ebene der Hauptplatte (16) parallele Achse verschwenkbar ist und über einen Nockentrieb durch einen in Umfangsrichtung eines Abdeckgehäuses (64) des zweiten Kopfteiles bewegbaren Betätigungsschieber (48) zwischen der ersten und zweiten Arbeitsstellung bewegbar ist.
  6. 6. Zeichenkopf nach einem der Ansprüche 3 bis 5, gekennzeichnet durch eine Löseeinrichtung (52), durch welche sämtliche Rasten (22) gleichzeitig aus der Bahn der Rastmittel (12) bewegbar sind, die einen auf der Hauptplatte (16) verschiebbaren und mit den Druckstäben (38) zusammenarbeitenden Löseschieber (52) aufweist.
  7. 7. Zeichenkopf nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Rasthebel (20) über Exzenterhülsen (18) auf dem zweiten Kopfteil gelagert sind.






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