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Dokumentenidentifikation DE19504602C1 15.05.1996
Titel Wickelmaschine
Anmelder Kampf GmbH & Co Maschinenfabrik, 51674 Wiehl, DE
Erfinder Düppengießer, Dieter, 51674 Wiehl, DE;
Krämer, Klaus, 51674 Wiehl, DE
DE-Anmeldedatum 11.02.1995
DE-Aktenzeichen 19504602
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 15.05.1996
Veröffentlichungstag im Patentblatt 15.05.1996
IPC-Hauptklasse B65H 18/02
Zusammenfassung Die Erfindung bezieht sich auf eine Wickelmaschine mit auf einer Schlittenführung einer Traverse in einem Arbeitsbereich verschiebbaren und festsetzbaren Einzelschlitten (4, 5, 16) und wenigstens einer sich an die Schlittenführung anschließenden, über die Arbeitsbreite der Maschine hinausreichenden, zur Aufnahme nicht benötigter Einzelschlitten (4, 5, 16) dienender Verlängerungsschiene (20), die zum erleichterten Verschieben der Einzelschlitten entweder selbst elastisch abgestützt ist oder aber fest angeordnet ist, in diesem Fall jedoch einer elastisch abgestützten Zwischenschiene (21) nachgeschaltet ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Wickelmaschine mit auf einer Schlittenführung einer Traverse in einem Arbeitsbereich verschiebbaren und festsetzbaren Einzelschlitten und wenigstens einer sich an die Schlittenführung anschließenden, über die Arbeitsbreite der Maschine hinausreichenden Verlängerungsschiene zur Aufnahme nicht benötigter Einzelschlitten.

Wickelmaschinen der eingangs genannten Art mit über die Arbeitsbreite der Maschine hinausreichender Verlängerungsschiene sind durch die europäische Patentschrift 0 097 730 bekanntgeworden. Auf dieser Verlängerungsschiene können im Einzelfall nicht benötigte Einzelschlitten geparkt werden. Zu diesem Zweck werden die nicht benötigten Einzelschlitten aus dem Arbeitsbereich heraus auf die Verlängerungsschiene geschoben. Umgekehrt können bei Bedarf die in Parkstellung befindlichen Einzelschlitten wieder in den Arbeitsbereich verschoben werden, wenn ihr Einsatz wieder verlangt wird. In der Praxis hat sich nun gezeigt, daß das Hin- und Herverschieben der Einzelschlitten auf der Schlittenführung und der Verlängerungsschiene problemlos vorgenommen werden kann, jedoch kommt es beim Verschieben mitunter an der Übergangsstelle zwischen der Schlittenführung und der Verlängerungsschiene zum Haken. Dies ist auf einen geringfügigen, nicht zu vermeidenden Versatz in den Führungen begründet. Die Probleme treten insbesondere dann auf, wenn die als hochpräzise lineare Kugelführungen ausgebildet sind.

Auf der Verlängerungsschiene können neben Einzelschlitten mit Pendelarmen auch mit den Einzelschlitten koppelbare Antriebsmotoren abgestellt werden, wenn diese nicht benötigt werden. Auch für solche Aggregate dient die Verlängerungsschiene als Parkschiene.

Aus der deutschen Patentschrift 35 06 867 geht eine Wickeltraverse an einer Wickelmaschine hervor, die um eine Schwenkachse schwenkbar gelagert ist und mehrere Wickelstationen verschiebbar und einstellbar aufnimmt. Auch in diesem Fall lassen sich die Wickelstationen in Parkstellungen außerhalb des Arbeitsbereiches verfahren. In diesem Fall ist es erforderlich, daß die Wickeltraverse wesentlich länger als die Arbeitsbreite der Wickelmaschine ausgebildet ist. Hieraus ergibt sich eine vergleichsweise große Länge der Wickeltraverse, was zu Durchbiegungen im Mittelbereich führen kann, so daß die Wickeltraverse beispielsweise über einen Kreissegmentbogen abgestützt werden muß. Außerdem müssen die parkenden Wickelstationen die Schwenkbewegung der Wickeltraverse mitmachen, so daß nicht nur große Antriebsaggregate notwendig sind, sondern auch ein vergleichsweise großer Freiraum erforderlich ist.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Wickelmaschine der eingangs genannten Art zu schaffen, die auf einfache Weise ein problemloses Hin- und Herverschieben von Einzel schlitten aus einer Arbeitsstation in eine Parkstation bei stabiler Ausbildung der die Einzelschlitten im Arbeitsbereich tragenden Traverse ermöglicht.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Übergangsbereich von der im Arbeitsbereich liegenden Schlittenführung der Traverse zur als Parkschiene dienenden Verlängerungsschiene nach allen Richtungen frei beweglich elastisch nachgiebig abgestützt ist. Auf diese Weise wird sichergestellt, daß am Übergangsbereich bzw. an der Fuge zwischen der Schlittenführung und der Verlängerungsschiene auftretende Verkantungen durch die elastische Abstützung aufgefangen werden, so daß beim Hin- und Herverschieben die sonst auftretenden Schwierigkeiten vermieden werden.

Nach einer ersten Ausführungsvariante gemäß der Erfindung kann die Verlängerungsschiene selbst elastisch abgestützt sein. In einer abgewandelten, bevorzugten Ausführungsvariante ist jedoch zwischen der Schlittenführung der Traverse und der Verlängerungsschiene eine frei beweglich elastisch nachgiebig abgestützte Zwischenschiene angeordnet, deren Länge wenigstens der Breite eines Einzelschlittens entspricht. Durch eine solche abgestützte Zwischenschiene wird sowohl das Herausfahren aus dem Arbeitsbereich als auch das Einfahren in den Arbeitsbereich wesentlich erleichtert. Zur elastischen Abstützung der Verlängerungs- oder Zwischenschiene eignen sich Federn, vorzugsweise Gummifedern. Die erfindungsgemäß ausgebildete elastische Abstützung ist insbesondere dann von Vorteil, wenn die im Arbeitsbereich liegende Traverse schwenkbar ausgebildet ist und in ihrer Stellung, in der das seitliche Verschieben von Einzelschlitten aus dem Arbeitsbereich auf die Verlängerungsschiene durchgeführt wird, nicht durch einen Anschlag begrenzt werden kann.

Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im folgenden näher erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 eine perspektivische Ansicht einer Wickelmaschine,

Fig. 2 einen Ausschnitt im Bereich der Schlittenführung und der Verlängerungsschiene in vergrößertem Maßstab und

Fig. 3 eine Seitenansicht einer Kugelführung zur Lagerung der Einzelschlitten auf der Schlittenführung der Traverse.

Fig. 1 zeigt ein Maschinengestell 1 mit einer Schlittenführung 2. Parallel zur Schlittenführung ist eine Anlagewalze 3 angeordnet, der eine nicht dargestellte Materialbahn von einer gleichfalls nicht dargestellten Schneidstation zugeführt wird. Auf der Schlittenführung 2 sind jeweils Paare von Einzelschlitten 4, 5 verschiebbar und feststellbar, die jeweils einen Wickelarm 6 tragen. Am Ende der Wickelarme 6 befinden sich Aufnahmen 7 für eine Wickelhülse mit einer Wickelrolle 8. Die Wickelarme 6 sind durch eine Traverse 9 miteinander gekoppelt, damit sie synchron miteinander verschwenkt werden können. Die Verschwenkung und Einstellung des Andruckmomentes erfolgt mittels einer Druckeinheit 10. Jeder Wickelarm 6 ist in hier nicht interessierender Weise am jeweiligen Einzelschlitten schwenkbar gelagert und über eine Antriebswelle 12 verschwenkbar.

Auf gesonderten Schlitten 16 ist jeweils ein Antriebsmotor 17 aufgenommen, der eine mit der Antriebswelle koppelbare Antriebswelle 18 trägt.

Damit die Antriebsmotoren 17 mit ihren Schlitten oder nicht benötigte Wickelarme an den Einzelschlitten 4, 5 wiedereinsetzbar abgestellt werden können, ist eine Verlängerungsschiene 20 für die Schlittenführung vorgesehen, die außerhalb der Arbeitsbreite der Maschine angeordnet ist. Auf dieser Verlängerungsschiene 20 können dann Einzelschlitten 4, 5 mit Wickel armen oder Schlitten 16 für die Antriebsmotoren 17 abgestellt werden, wenn diese nicht benötigt werden. Diese Verlängerungsschiene 20 ist somit als Parkschiene benutzbar. Die abgestellten Schlitten sind jederzeit einsatzbereit und können auf der Schlittenführung in den Arbeitsbereich der Maschine hineingeschoben und entsprechend eingestellt werden.

Im konkreten Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 ist zwischen der Schlittenführung 2 und der Verlängerungsschiene 20 eine Zwischenschiene 21 angeordnet, die über vorzugsweise als Gummifedern ausgebildete Federn 22 auf einem festen Gestell 23 nach allen Richtungen freibeweglich nachgiebig elastisch abgestützt ist. Durch diese elastische Abstützung der Zwischenschiene 21 wird sichergestellt, daß es beim manuellen Verschieben der Einzelschlitten 4, 5 bzw. der speziellen Schlitten 16 für die Antriebsmotoren an der Schlittenführung 2 und der Schienenführung der Zwischenschiene 21 liegenden Übergangsstelle bzw. Fuge 24 nicht zu Verhakungen bzw. Verkantungen kommen kann. Dies ist deshalb der Fall, weil die Zwischenschiene 21 soweit in der Höhe als auch seitlich nachgeben kann, daß ein problemloses Verschieben aus dem Arbeitsbereich bzw. umgekehrt möglich ist. Um das Verschieben durch Muskel kraft zu erleichtern, ist die Führung an der Schlittenführung 2 und der Zwischenschiene 21 als hochpräzise Kugelführung 25 ausgebildet. Solche Kugelführungen sind an sich bekannt. Kugeln 26 sind zwischen einem Lagergehäuse 27 und der Schlittenführung 2 angeordnet, wobei auf dem Lagergehäuse 27 eine Basisplatte 28 zur Aufnahme der Wickel arme der Wickelstation vorgesehen ist. Eine schematische Darstellung dieser Kugelführung ist in Fig. 3 gezeigt. Die erfindungsgemäße Ausgestaltung der elastischen Abstützung eignet sich insbesondere für solche Maschinen, bei denen die im Arbeitsbereich liegende Traverse, die die Schlittenführung 2 aufnimmt, schwenkbar gelagert ist.


Anspruch[de]
  1. 1. Wickelmaschine mit auf einer Schlittenführung einer Traverse in einem Arbeitsbereich verschiebbaren und festsetzbaren Einzelschlitten und wenigstens einer sich an die Schlittenführung anschließenden, über die Arbeitsbreite der Maschine hinausreichenden Verlängerungsschiene zur Aufnahme nicht benötigter Einzelschlitten, dadurch gekennzeichnet, daß der Übergangsbereich (24) zwischen der im Arbeitsbereich liegenden Schlittenführung (2) der Traverse zur als Parkschiene dienenden Verlängerungsschiene (20) nach allen Richtungen frei beweglich elastisch nachgiebig abgestützt ist.
  2. 2. Wickelmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verlängerungsschiene (20) selbst elastisch nachgiebig abgestützt ist.
  3. 3. Wickelmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Schlittenführung (2) der Traverse und der Verlängerungsschiene (20) eine frei beweglich elastisch nachgiebige abgestützte Zwischenschiene (21) angeordnet ist, deren Länge wenigstens der Breite eines Einzelschlittens entspricht.
  4. 4. Wickelmaschine nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zur elastischen Abstützung der Verlängerungs- oder Zwischenschiene Federn (22), vorzugsweise Gummifedern vorgesehen sind.
  5. 5. Wickelmaschine nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die im Arbeitsbereich liegende Traverse mit der darauf befindlichen Schlittenführung (2) schwenkbar ausgebildet ist.
  6. 6. Wickelmaschine nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Verlängerungsschiene (20) und die Zwischenschiene (21) auf einem stationär angeordneten Traversenträger bzw. einem Gestell angeordnet sind.
  7. 7. Wickelmaschine nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungen der Schlittenführung (2) und der Verlängerungsschiene (20) bzw. der Zwischenschiene (21) als Kugelführungen (25) ausgebildet sind.






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