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Dokumentenidentifikation DE19532794A1 15.05.1996
Titel Glas- oder Plastikbehälter-Herstellungssystem
Anmelder Emhart Glass Machinery Investments Inc., Wilmington, Del., US
Erfinder Nguyen, Can, Longmeadow, Mass., US;
Liska, Timothy J., W. Simsbury, Conn., US
Vertreter H. Ruschke und Kollegen, 81679 München
DE-Anmeldedatum 05.09.1995
DE-Aktenzeichen 19532794
Offenlegungstag 15.05.1996
Veröffentlichungstag im Patentblatt 15.05.1996
IPC-Hauptklasse C03B 9/40
IPC-Nebenklasse C03B 5/24   G05B 19/04   B29D 22/00   G06F 13/38   G06F 17/30   
Zusammenfassung Ein System zum Herstellen von Glas- oder Plastikbehältern wird offenbart, bei dem wenigstens zwei Computer durch ein Netzwerk oder mehr als ein Netzwerk verbunden sind. Jeder Computer hat einen lokalen virtuellen Netzwerkprozeß, der eine Verbindung mit dem anderen Knoten aufbaut, der den anderen Knoten benachrichtigt, wenn seine Datenbank(en) geöffnet oder geschlossen sind und der eine Verbindung mit seiner eigenen Datenbank(en) etabliert, so daß ein Knoten in transparenter Weise mit jedem anderen Knoten auf seinem Netzwerk oder einem beliebigen angeschlossenen Netzwerk kommunizieren kann.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft Systeme, die Glas- oder Plastikbehälter herstellen. Derartige Systeme können Maschinen umfassen, die die Behälter formen, und Förderer, die das notwendige Material zu diesen Maschinen liefern, sowie Prüfmaschinen, die die Qualität der ausgeformten Behälter sicherstellen.

Bei der gegenwärtigen Glasbehälterherstellung werden die Einsatzstoffe geschmolzen, die das Glas definieren, und dann in einem Vorherd konditioniert, wie er etwa in der US-PS 4,680,051 beschrieben ist, um eine gleichmäßige Glasschmelzentemperatur zu definieren. Der Vorherd liefert das geschmolzene Glas an einen Förderer, wie er etwa in der US-PS 4,551,163 offenbart ist, der einen kontinuierlich geformten Strang oder Stränge aus geschmolzenem Glas ausgibt. Ein Abschermechanismus schneidet den Strang bzw. die Stränge in diskrete Klumpen und diese Klumpen werden von einem Klumpenverteiler, wie er etwa in der US-PS 4,599,101 gezeigt ist, an Bahnen geliefert, die die Klumpen zu einzelnen Abschnitten einer I.S.- Maschine geben, wie sie in der US-PS 4,685,947 gezeigt ist. Die von einem Abschnitt dieser Maschine hergestellten Behälter werden von einem Schiebermechanismus etwa nach der US-PS 4,705,552 auf einen Förderer geschoben. Diese Behälter können dann in Bezug auf ihre Qualität durch eine Prüfmaschine geprüft werden, wie sie in der US-PS 4,490,800 gezeigt ist. Jede dieser Vorrichtungen und Maschinen kann durch einen oder mehrere Computer gesteuert werden und jeder dieser Computer kann als ein Knoten bezeichnet werden. Beispielsweise kann eine konventionelle 12-Abschnitts- I.S.-Maschine zur Kontrolle eines jeden Abschnitts einen Computer und einen Maschinen-Überwachungscomputer haben, wobei der Schieber- Abschermechanismus, der Vorherd des Klumpenverteilers und der Förderer jeweils einen einzelnen Computer besitzen können.

Jeder Computer kann eine Datenbank oder mehrere Datenbanken haben, auf die über eine Eingabe in den Computer zugegriffen werden kann. Ein Netzwerk (LAN-Local Area Network, WAN-Wide Area Network) verbindet diese Computer. In derartigen Netzwerken wird eine Sammlung von Daten aufgebaut, auf die insgesamt oder teilweise durch einzelne Computer des Netzwerkes zugegriffen werden kann. Die Computer innerhalb einer Domäne (domain) können auf einer Anzahl von Netzwerken angeordnet sein, die verschiedene Plattformen haben. GATEWAYS machen es für einen Computer (Knoten) auf einer Plattform möglich, auf Daten einer solchen Datensammlung zuzugreifen, die auf einer anderen Plattform angeordnet sind. Ein derartiger Zugriff ist häufig unidirektional und die Gateway übersetzt die Daten von einer Plattform zur anderen Plattform. Das GATEWAY wirkt als ein zentraler Daten-Server für die Daten des Netzwerks für die Knoten auf einem anderen Netzwerk. Die Information betreffend den Ort der Daten muß im GATEWAY gespeichert werden. Eine derartige Gateway ist in der anhängigen US-Patentanmeldung 08/196,307 vom 15. Februar 1994 offenbart, die im Namen des Anmelders der vorliegenden Anmeldung läuft.

Es ist demzufolge eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine transparente Kommunikation von einem Knoten (Computer) in einer Umgebung oder Domäne zu jedem anderen Knoten entweder in dem gleichen Netzwerk oder in jedem anderen Netzwerk in der Domäne vorzusehen.

Andere Aufgaben und Vorteile der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus dem folgenden Teil der Beschreibung und den beigefügten Zeichnungen, die in Übereinstimmung mit den Vorschriften der Patentgesetzgebung eine gegenwärtig bevorzugte Ausführungsform nach den Prinzipien der vorliegenden Erfindung illustrieren.

Fig. 1 ist die schematische Darstellung der vorliegenden Erfindung;

Fig. 2 ist eine schematische Zeichnung, die die Betriebsweise des Local Virtual Network-Processes verdeutlicht;

Fig. 3 ist eine schematische Zeichnung, die zeigt, wie die Erfindung in einer Multinetzwerkdomäne verwendet werden kann.

Fig. 1 zeigt zwei Knoten (A und N). Ein Knoten A ist ein Computer, der eine oder mehrere Datenbanken hat. Die zwei Knotenpunkte befinden sich entweder im gleichen Netzwerk oder in verschieden Netzwerken. Wie gezeigt, hat der Knoten A zwei Datenbanken, die als Datenbasis 11 und Datenbasis 22 bezeichnet werden, und er kann zwei beliebige Vorrichtungen innerhalb der Systemumgebung (Domäne) darstellen, etwa eine I.S.- Maschine oder einen Schermechanismus für diese Maschine. Knoten N, der auf jedem anderen Knoten im gleichen Netzwerk oder in jedem anderen Netzwerk in der Domäne sein kann, hat eine einzelne Datenbank - Datenbank 33, die andere Vorrichtungen innerhalb des Systems darstellen kann, etwa den Vorherd oder eine Prüfmaschine. Um auf eine Datenbank zuzugreifen, muß ein Prozeß über einen Datenbank-Eintrag ablaufen. Ein lokaler Datenbank-Eintrag für jede Datenbank wird in konventioneller Weise in dem Knoten erzeugt, auf dem die Datenbank sich befindet, und wird mit dieser Datenbark erzeugt und zerstört. Gleichzeitig wird ein virtueller Datenbank-Eintrag erzeugt für jede lokale Datenbank auf den anderen Knoten in der Domäne durch den LVNP (wird im folgenden Absatz beschrieben). Die Funktionalität (des LVNP) bei allen Anwendungsprozessen ist identisch zu seinem Abkömmling, dem lokalen Datenbank-Eintrag.

Um eine direkte transparente Kommunikation von einem beliebigen Knoten (Computer) zur Datenbank an jedem anderen Knoten zu ermöglichen ist ein "Local Virtual Network Process" (LVNP) in jedem Knoten angeordnet. Der LVNP hat vier Hauptfunktionen:

  • 1. Eine Verbindung mit all den anderen LVNP&min;s herzustellen, die auf Knoten in seiner Domäne angeordnet sind;
  • 2. die anderen LVNP&min;s in der Domäne zu benachrichtigen, um die virtuellen Datenbank-Einträge zu erzeugen und zu zerstören, wenn eine Datenbank in dem Knoten, auf dem sie angeordnet ist, sich öffnet oder schließt;
  • 3. bei Benachrichtigung durch andere LVNP&min;s in der Domäne virtuelle Datenbank-Einträge auf deren Knoten zu erzeugen oder zu zerstören;
  • 4. eine Kommunikation aufrechtzuerhalten zwischen der oder den Datenbanken, die auf dem gleichen Knoten residieren, und all ihren virtuellen Datenbank-Einträgen, die auf all den Knoten in der Domäne erscheinen.


Der LVNP und die anderen LVNP&min;s in der Domäne erzeugen automatisch und dynamisch Verbindungen zwischen den LVNP&min;s in der Domäne. Dieser Prozeß ist unabhängig von den Prozessen, die auf die Datenbanken zugreifen. Um automatisch Verbindungen zwischen sich zu erzeugen, müssen die LVNP&min;s ein Adressier-Schema verwenden. Die Adresse könnte die Kombination aller Adressen von allen dazwischenliegenden Knoten sein, ist aber nicht darauf beschränkt. Der LVNP überträgt ein Verbindungspaket an alle Knoten die zu der Domäne gehören. Der LVNP in dem/den Empfängerknoten erzeugt einen Daten-Eintrag in seinem Knoten, was den Verbindungsprozeß vervollständigt. Der Verbindungsprozeß umfaßt die Erzeugung einer Adresse, die von dem Datenbank-Eintrag verwendet wird, um die Daten an ihre zugeordnete Datenbank zu richten. Falls der empfangende LVNP mehr als eine physische Netzwerkverbindung in seinem Knoten entdeckt, wird er das Paket mit seiner anhängenden Knotenadresse verteilen. Um eine transparente Verbindung von einem Knoten in einem Netzwerk zu einem Knoten in jedem anderen Netzwerk zu ermöglichen, ist eine Datenwiederholfunktion innerhalb des Knotens erforderlich. Wenigstens einer der Knoten in dem ersten Netzwerk muß körperlich (physically) mit dem zweiten Netzwerk verbunden sein und muß auch die Wiederholfunktion durchführen. Bei dieser Handhabung kann auf die neue On-line-Datenbank in transparenter Weise von allen Knoten zugegriffen werden, die zu seiner Domäne gehören und diese kann aus multiplen physischen Netzwerken zusammengesetzt sein.

Ein Beispiel eines Aufbaus einer Verbindung zwischen Netzwerken als Resultat eines neuen Datenbank-Prozesses "11", der im Knoten A (Fig. 2) gestartet wurde:

  • - Bei B hat ein virtueller Datenbank-Eintrag "11" die Verbindungsadresse wie etwa: ≤B ≤A
  • - Bei C hat eine virtueller Datenbank-Eintrag "11" die Verbindungsadresse wie etwa: ≤C ≤A
  • - Bei BB hat ein virtueller Datenbank-Eintrag "11" die Verbindungsadresse wie etwa: ≤BB ≤B ≤A
  • - Bei AA hat ein virtueller Datenbank-Eintrag "11" die Verbindungsadresse wie etwa: ≤AA ≤B ≤A
  • - Bei AAA hat ein virtueller Datenbank-Eintrag "11" die Verbindungsadresse wie etwa: ≤AAA ≤AA ≤B ≤A
  • - Bei BBB hat eine virtueller Datenbank-Eintrag "11" die Verbindungsadresse wie etwa: ≤BBB ≤AA ≤B ≤A


In der bevorzugten Ausführungsform gibt es drei verschiedene Netzwerke in einer Umgebung oder Domäne; NET1, NET2, NET3. Knoten A, B und C befinden sich auf dem Netzwerk NET1; AA und BB sind auf dem zweiten Netzwerk NET2; und die Knoten AAA und BBB sind auf dem dritten Netzwerk NET3. Während der Knoten B sich auf dem ersten Netzwerk NET1 befindet, könnte er außerdem auch auf dem zweiten Netzwerk NET2 sein, und während der Knoten AA sich auf dem zweiten Netzwerk NET2 befindet, könnte er auch auf dem dritten Netzwerk NET3 sein.

Aus der Fig. 2 ergibt sich, daß ein Repeater/Wiederholer 10 den Knoten B, der sich auf dem ersten Netzwerk 1 befindet, mit dem zweiten Netzwerk NET2 überbrückt oder verbindet und ein zweiter Repeater/Wiederholer 10 den Knoten AA, der sich auf dem zweiten Netzwerk NET2 befindet, mit dem dritten Netzwerk NET3. Die Wiederholer/Repeater sind bidirektional. Obwohl die Repeater außerhalb der zugehörigen Knoten (AA, B) dargestellt sind, können sie Teil des zugehörigen Knotens sein.

Jeder Knoten innerhalb der Domäne kann demzufolge multiple Datenbank- Prozesse haben, denn wenn ein Datenbank-Prozeß abläuft, verbindet er sich mit dem LVNP. Der virtuelle Netzwerkprozeß in jedem Knoten erzeugt einen virtuellen Datenbank-Eintrag, um die neue Datenbank verfügbar zu machen.


Anspruch[de]
  1. 1. Ein System zum Herstellen von Glas- oder Plastikbehältern mit:
    1. - einer Mehrzahl von Knoten,
    2. - Netzwerkmitteln zum Verbinden einer Mehrzahl von Knoten,
    3. - wobei jeder dieser Knoten einen lokalen virtuellen Netzwerkprozeß umfaßt um
    4. a. alle anderen lokalen virtuellen Netzwerkprozesse zu benachrichtigen, wenn eine Datenbank auf dem Knoten geöffnet oder geschlossen wird,
    5. b. einen lokalen virtuellen Datenbank-Eintrag zu erzeugen oder zu zerstören, wenn die Nachricht kommt, daß eine Datenbank in einem der anderen Knoten geöffnet oder geschlossen worden ist,
    6. c. eine Verbindung mit jedem der anderen Knoten aufzubauen, und
    7. d. eine Verbindung zwischen beliebigen Datenbanken auf dem Knoten und jedem der lokalen virtuellen Datenbank-Einträgen aufrechtzuerhalten.
  2. 2. Ein System zum Herstellen von Glas- oder Plastikbehältern nach Anspruch 1, wobei
    1. - die Netzwerkmittel ein erstes Netzwerk und ein zweites Netzwerk umfassen,
    2. - vorgenannte Mehrzahl von Knoten wenigstens einen Knoten in dem ersten Netzwerk und wenigstens einen Knoten in dem zweiten Netzwerk umfaßt, und
    3. - der eine Knoten auf dem ersten Netzwerk eine Wiederholer/Repeater-Einrichtung einschließt.
  3. 3. Ein System zum Herstellen von Glas- oder Plastikbehältern nach Anspruch 2, wobei
    1. - dieses Netzwerkmittel ein drittes Netzwerk umfaßt,
    2. - die Mehrzahl von Knoten wenigstens einen Knoten auf dem dritten Netzwerk einschließt und
    3. - der eine Knoten auf dem zweiten Netzwerk eine Wiederholer/Repeater-Einrichtung einschließt.






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