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Dokumentenidentifikation DE19540113A1 15.05.1996
Titel Schneidvorrichtung in einer Schmiedemaschine
Anmelder Asahi Sunac Kabushiki Kaisha, Owariashi, Aichiken, JP
Vertreter Glawe, Delfs, Moll & Partner, Patentanwälte, 80538 München
DE-Anmeldedatum 27.10.1995
DE-Aktenzeichen 19540113
Offenlegungstag 15.05.1996
Veröffentlichungstag im Patentblatt 15.05.1996
IPC-Hauptklasse B23D 15/00
Zusammenfassung Eine Schneidplatte 15 ist axial in ein paar Schneidplatten 18, 19 unterteilt, zwischen denen ein teilweise durchmesser-reduzierter Halteraum 22 gebildet wird, der einen Durchmesser aufweist, der geringer ist als der des Materials a, wenn eine der Schneidplatten gegen die Vorspannwirkung einer Feder 25 gedrückt wird, wobei die Schneidspindel 4 mit einem Löseelement 34 versehen ist, das die eine Schneidplatte 19 von der Wirkung der Feder 25 lösen kann, wenn die Schneidspindel 4 zurückgezogen wird, wodurch sichergestellt wird, daß das Material a auf ein vorgegebenes Volumen mit einer glatten Schnittfläche geschnitten werden kann.

Beschreibung[de]

Betrifft eine Vorrichtung in einer Schmiedemaschine wie einen Kopf zum Schneiden von Material mit einem exakt vorgegebenen Volumen mit einer glatten Schnittfläche.

Bei einer konventionellen Schmiedemaschine wird Material durch ein Loch in der Schneidplatte gegen einen Anschlag gefördert und durch ein Schneidwerkzeug geschnitten, das verschiebbar entlang der Vorderfläche der Schneidplatte angeordnet ist. Die Lücke zwischen dem Loch der Schneidplatte und dem Material verhindert jedoch, daß das Material zuverlässig gehalten wird, so daß eine Axialkraft, die das Material in das Loch der Schneidplatte schiebt, auf das Material ausgeübt wird und es unmöglich macht, das Material auf ein exakt vorgegebenes Volumen mit einer glatten Schnittfläche zu schneiden.

Das geschmiedete Produkt ist folglich hinsichtlich seiner Qualität fehlerhaft.

Dieses Problem kann erfindungsgemäß dadurch gelöst werden, daß in einer verbesserten Anordnung die Schneidplatte axial in ein Paar von Platten unterteilt ist, zwischen denen ein Halteraum ausgebildet ist, wenn eine dieser Platten gegen die andere Platte unter Druck gezwängt wird, der durch einen Druckgenerator wie eine Feder, eine pneumatische Druckquelle oder eine hydraulische Druckquelle erzeugt wird, wobei der Halteraum teilweise im Durchmesser reduziert wird, so daß er einen Durchmesser aufweist, der geringer ist als der Durchmesser des Materials, und wobei ein Löseelement vorgesehen ist, zum Lösen der einen Platte von dem Druck, der durch den Druckgenerator erzeugt wird, wenn die Schneidspindel zurückgezogen wird, so daß, wenn die Schneidspindel in seiner eingezogenen Position ist, die beiden Schneidplatten voneinander getrennt werden können, um Material gegen den Anschlag zu fördern und anschließend die beiden Schneidplatten zwangsweise unter der Wirkung des Druckgenerators erneut zusammengebracht werden, um das Material fest zwischen sich zu halten, wenn das Schneidwerkzeug bewegt wird.

Eine derartige Anordnung vermeidet effektiv, daß Material zurück in die Schneidplatte gezwängt wird, wenn das Schneidwerkzeug Material schneidet, und ermöglicht es somit, das Material auf ein exakt vorgegebenes Volumen mit einer gewünschten glatten Schnittfläche zu schneiden, wodurch die Qualität des Schmiedeprodukts erhöht ist.

Vorzugsweise ist das Löseelement auf der Schneidspindel vorgesehen, so daß das Material zuverlässig aus der Haltung aufgrund des Druckes des Druckgenerators gelöst werden kann, wenn die Schneidspindel zurückgezogen wird.

Vorzugsweise ist der Schneidwerkzeughalter teleskopartig mit der Schneidspindel zum beweglichen Vor- und Zurückverschieben relativ zur Schneidspindel kombiniert, um normalerweise rückwärts relativ zur Schneidspindel unter Druck einer Feder als Druckgenerator zu stehen und in Kontakt mit einer Grundstruktur der Schmiedemaschine zu kommen, wenn die Schneidspindel zurückgezogen wird, so daß eine Lücke zwischen dem Schneidwerkzeughalter und der Schneidspindel erscheint, bevor das Schneidwerkzeug Material schneidet. In dieser Weise kann die Schneidspindel gegen die Grundstruktur der Schmiedemaschine unter Federdruck gehalten werden, und Material kann in ein Hülsen- oder Lochwerkzeug eingebracht werden, bevor Material von diesem Schneidwerkzeug geschnitten wird. Da desweiteren eine Lücke zwischen dem Schneidwerkzeughalter und der Schneidspindel vorhanden ist, bewegt sich die Schneidspindel und erreicht eine Geschwindigkeit, bei der die Schneidspindel gegen den Schneidwerkzeughalter läuft, und bewirkt, daß das Schneidwerkzeug das Material schneidet.

In dieser Weise kann das Material mit einer hohen Geschwindigkeit geschnitten werden, so daß eine glattere Schnittfläche erhalten wird und folglich die Qualität des Schmiedeprodukts weiter verbessert ist.

Eine Ausführungsform der Erfindung wird anhand der beigefügten Zeichnungen erläutert. Es zeigt:

Fig. 1 eine Schnittdarstellung eines Ausführungsbeispiels der Erfindung in einer Position vor dem Schneiden von Material a,

Fig. 2 eine Ansicht entsprechend der Fig. 1 nachdem das Material a geschnitten ist und

Fig. 3 eine Schnittdarstellung entlang der Linie A-A in Fig. 2.

Die Erfindung wird nun insbesondere mit Bezug auf ein Ausführungsbeispiel beschrieben, in dem eine Feder als Druckgenerator verwendet ist.

Bezugnehmend auf die Fig. 1 und 2 bezeichnet Bezugsziffer 1 die Grundstruktur einer Schmiedemaschine mit einem verschiebbaren Führungsraum 2, durch den eine Schneidspindel 4 geführt ist, die durch Zwischenfügung einer Hülse 3 verschiebbar geführt ist. Das Basisende dieser Schneidspindel 4 ist über Verbindungen 5, 6 mit einer Nockeneinrichtung (nicht dargestellt) verbunden, die ihrerseits gedreht wird, um die Schneidspindel vor- und rückverschieblich anzutreiben.

Die Schneidspindel ist an ihrem Vorderende mit einem Loch 7 versehen, und ein zylindrischer Körper 8 ist in das Vorderende des Loches 7 eingeschraubt. Ein Schneidwerkzeughalter 9 ist verschieblich in diesen zylindrischen Körper 8 eingebracht und an seinem Rückende mit einer Rückplatte 10 versehen, die daran über eine Schraube 11 gesichert ist. Der Schneidwerkzeughalter 9 ist normalerweise rückwärts unter nachgiebiger Kraft einer Wendelfeder 39 vorgespannt, die zwischen dem zylindrischen Körper 8 und der Rückplatte 11 angeordnet ist, und der Zustand, bei dem der Kopf 9a der Schneidspindels 9 gegen die Endfläche der Grundstruktur 1 anliegt, definiert die rückwärtigste Position der Schneidspindels 9, bei der eine Lücke S zwischen einer Rückplatte 12, die mittels einer Schraube 13 an dem innersten Ende des Loches 7 gesichert ist, und der Rückplatte 10 der Schneidwerkzeughalters 9 vorhanden ist.

Die Grundstruktur 1 der Schmiedemaschine trägt vor dem Schneidwerkzeughalter 9 einen Schneidplattenblock 14 mit einer Schneidplatte 15 und einem Auswurfstift 16, die beide senkrecht zur Richtung stehen, in der der Schneidwerkzeughalter 9 vor- und zurückbewegt wird.

Der Schneidwerkzeughalter 9 ist an seinem vorderen Ende mit einem Schneidstempel 35 versehen, auf dem ein Hülsenschneidwerkzeug 36 mit einem Durchgangsloch 37, das mit der Mitte der Schneidplatte 15 ausgerichtet werden kann, angeordnet ist, wenn der Halter 9 in seine rückwärtigste Position bewegt wird, in der der Kopf 9a des Schneidwerkzeughalters 9 gegen die Grundstruktur 1 anliegt.

Wie in vergrößertem Maßstab in Fig. 3 dargestellt ist, umfaßt die Schneidplatte 15 eine stationäre Platte 18, die mittels einer Schraube 17 mit dem Schneidplattenblock 14 verbunden ist, und eine bewegbare Schneidplatte 19, die verschiebbar entlang einer Schneidplattenführungsnut 23 in Richtung auf die stationäre Schneidplatte 18 zu und von dieser wegbewegbar ist. Die Oberflächen dieser beiden Schneidplatten 18, 19 sind jeweils einander gegenüberliegend mit halbkreisförmigen Haltenuten 20, 21 versehen, die miteinander kooperieren, um einen kreisförmigen Halteraum 22 zu bilden, dessen Durchmesser geringfügig kleiner ist als der Durchmesser des Materials a, wenn die beiden Schneidplatten 18, 19 aneinander anliegen.

Die Schneidplattenführungsnut 23 enthält einen Schubblock 24 und eine Tellerfeder 25, so daß die Tellerfeder durch eine Deckplatte 27 komprimiert wird und ihre Federkraft die bewegbare Schneidplatte 19 mittels des Schiebeblocks 24 gegen die stationäre Schneidplatte 18 drückt.

Eine Klammer 32, die an der Grundstruktur 1 der Schmiedemaschine befestigt ist, trägt verschiebbar ein Betätigungselement 28, das einerseits an seinem Vorderende mit einer Sperre 29 versehen ist, die mit einem Kragen 26 in Eingriff kommt, der am Rückende des Schiebeblocks 24 angeordnet ist, und andererseits an seinem Rückende mit einer Scheibe 30 versehen ist, die daran mittels einer Mutter 31 gesichert ist.

Ein Arm 33 der sich nach vorn von dem vorderseitigen Ende des zylindrischen Körpers 8 erstreckt, der in die Schneidspindel 4 eingeschraubt ist, ist an seinem Vorderende mit einem hakenartigen Löseelemente 34 versehen, das mit der Scheibe 30 in Eingriff kommen kann.

Dieses Ausführungsbeispiel arbeitet wie folgt:

Wie durch die durchgehenden Linien in Fig. 1 dargestellt ist, kommt das Löseelemente 34 in Anlage mit der Scheibe 30 und zieht sie rückwärts, wenn die Schneidspindel 4 in ihre rückwärtigste Position gelangt, mit dem Ergebnis, daß das Betätigungselement 28 und der damit verbundene Schiebeblock 24 gegen die Federkraft der Tellerfeder 25 zurückgezogen werden, so daß die bewegbare Schneidplatte 19 von dieser Kraft freigegeben wird, die sie in Richtung auf die stationäre Schneidplatte 18 drückt.

Als Ergebnis wird Material a durch eine Fördereinrichtung (nicht dargestellt) gefördert und passiert den Haltehohlraum 22 und dann das Durchgangsloch 37 des Hülsenschneidwerkzeugs 36 bis es gegen den Anschlag 38 läuft.

Wenn die Schneidspindel 4 beginnt, sich zu bewegen, wird ebenfalls das Löseelement 34 verschoben und außer Eingriff mit der Scheibe 30 gebracht, wie durch die durchbrochenen Linien in Fig. 1 dargestellt ist. Als Folge wird die bewegliche Schneidplatte 17 unter der Vorspannkraft der Tellerfeder 25 gegen die stationäre Schneidplatte 18 geschoben, und das Material a wird fest von diesen beiden Schneidplatten 18, 19 gehalten.

Wenn sich die Schneidspindel 4 weiterbewegt, verschwindet die Lücke S zwischen die Schneidspindel 4 und dem Schneidwerkzeughalter 9, d. h. die Rückplatten 10, 12 laufen gegeneinander, wie in Fig. 2 dargestellt ist. Gleichzeitig wird der Schneidwerkzeughalter 9 verschoben und bewirkt, daß das Hülsenschneidwerkzeug 36 einen Teil des Materials a, der aus der Schneidplatte vorsteht, schneidet. Der so von dem Hülsenschneidwerkzeug 36 abgeschnittene Teil des Materials a wird vor den Auswurfstift 16 bewegt und somit aus dem Hülsenschneidwerkzeug 36 ausgeworfen und durch Fördermittel (nicht dargestellt) zu einer Schmiedestation bewegt, um dort geschmiedet zu werden.

Gemäß dem vorgestellten Ausführungsbeispiel wird das Material a durch die Schneidplatte 15 festgehalten, und die Schneidspindel 4 wird beschleunigt, bevor sie gegen den Schneidwerkzeughalter 9 läuft und ihn antreibt, um das Material a zu schneiden. Eine derartige Anordnung ermöglicht es, daß das Material a auf ein exakt vorgegebenes Volumen mit einer glatten Schnittfläche geschnitten wird und erhöht die Präzision des Schmiedeproduktes.

Obwohl vorstehend der Fall beschrieben wurde, in dem das Löseelement 34 auf die Schneidspindel 4 vorgesehen ist, ist es erfindungsgemäß ebenfalls möglich, das Löseelement 34 auf jedem anderen Element vorzusehen, solange dieses Element synchron mit die Schneidspindel 4 betrieben werden kann.


Anspruch[de]
  1. 1. Vorrichtung zum Schneiden von Material, insbesondere in einer Schmiedemaschine, mit einer Schneidspindel mit einem Schneidwerkzeughalter, wobei ein aus einer Schneidplatte vorstehendes Material durch ein Schneidwerkzeug geschnitten werden kann, das an dem Schneidwerkzeughalter befestigt ist, und ferner zu folgenden Verarbeitungsschritten transportiert werden kann, wobei die Vorrichtung dadurch gekennzeichnet ist, daß die Schneidplatte axial in ein paar Schneidplatten unterteilt ist, zwischen denen ein Halteraum gebildet ist, wenn eine der Platten gegen die andere unter Druck gepreßt wird, der durch einen Druckgenerator wie eine Feder, eine pneumatischen Druckquelle oder eine hydraulischen Druckquelle erzeugt wird, wobei der Halteraum teilweise im Durchmesser derart reduziert wird, daß er einen Durchmesser aufweist, der geringer ist als der Materialdurchmesser, und wobei ein Löseelement vorgesehen ist, daß diese eine Schneidplatte von dem Druck des Druckgenerators löst, wenn die Schneidspindel zurückgezogen wird.
  2. 2. Vorrichtung zum Materialschneiden gemäß Anspruch 1, wobei das Löseelement auf der Schneidspindel befestigt ist.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, wobei der Schneidwerkzeughalter teleskopartig mit der Schneidspindel für eine verschiebliche Vor- und Rückbewegung relativ zur Schneidspindel kombiniert ist und normalerweise nach hinten relativ zu der Schneidspindel unter Druck einer Feder vorgespannt ist, und wobei der Schneidwerkzeughalter in Anlage an eine Grundstruktur der Schmiedemaschine kommt, wenn die Schneidspindel zurückgezogen wird, so daß eine Lücke zwischen dem Schneidwerkzeughalter und der Schneidspindel gebildet wird, bevor das Schneidwerkzeug das Material schneidet.






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