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Dokumentenidentifikation DE4439715A1 15.05.1996
Titel Verfahren und Vorrichtung zum Messen der Konzentration von gelösten Gasen in einer Flüssigkeit
Anmelder GKSS-Forschungszentrum Geesthacht GmbH, 21502 Geesthacht, DE;
Fisher-Rosemount GmbH & Co., 82234 Weßling, DE
Erfinder Ohlrogge, Klaus, 21502 Geesthacht, DE;
Hasler, Carsten, 22049 Hamburg, DE;
Wind, Jan, 21481 Lauenburg, DE;
Waldemann, Rudolf, 21481 Lauenburg, DE;
Cegla, Dieter, 21220 Seevetal, DE;
Steffens, Franz Josef, 83735 Bayrischzell, DE
Vertreter Niedmers, O., Dipl.-Phys., Pat.-Anw., 22761 Hamburg
DE-Anmeldedatum 09.11.1994
DE-Aktenzeichen 4439715
Offenlegungstag 15.05.1996
Veröffentlichungstag im Patentblatt 15.05.1996
IPC-Hauptklasse G01N 7/10
IPC-Nebenklasse G01N 33/14   G01N 21/31   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Messen der Konzentration eines gelösten Gases in einer Flüssigkeit, insbesondere von CO2 in Getränken. Um eine kontinuierliche Messung der Konzentration des Gases zu ermöglichen, ist gemäß der Erfindung vorgesehen, daß die Flüssigkeit über die Retentatseite einer für das gelöste Gas zumindest teilweise durchlässigen Membran (14) geleitet wird, daß der Volumenstrom des permeierten Gases auf der Permeatseite (16) der Membran (14) ermittelt wird, daß die Temperatur der Flüssigkeit gemessen wird, und daß aus diesen Werten die Konzentration des gelösten Gases in der Flüssigkeit berechnet wird.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Messen der Konzentration von gelösten Gasen in einer Flüssigkeit. Insbesondere betrifft die Erfindung die Konzentrationsmessung von gelöstem Kohlendioxyd (CO&sub2;) in Wasser oder in einem Getränk.

Es ist allgemein bekannt, daß einige Getränke, die in Dosen oder Flaschen abgefüllt werden, beispielsweise Cola, Limonade oder Mineralwasser häufig Kohlendioxyd in gelöster Form aufweisen. Bei der Herstellung wird dabei so vorgegangen, daß vor der Abfüllung des Getränkes in Flaschen, Dosen oder dgl. das Getränk mit einer definierten Menge gasförmigen Kohlendioxyds beaufschlagt wird, so daß ein Teil des Kohlendioxyds von dem Getränk aufgenommen wird. Es ist dabei zu beachten, daß der Gehalt des Kohlendioxyds in bestimmten Grenzen eingehalten wird. Zum einen soll das Getränk beim Genuß noch eine ausreichende Menge Kohlendioxyd enthalten. Zum anderen darf das Getränk beim Öffnen des Behälters nicht überschäumen, was auf eine zu hohe Menge Kohlendioxyd zurückzuführen ist.

Die Konzentration muß beim Abfüllbetrieb überwacht und gegebenenfalls nachreguliert werden. Für die Bestimmung des Kohlendioxydgehaltes oder der Kohlendioxydkonzentration sind Meßverfahren und Meßvorrichtungen bekannt, mit denen die Kohlendioxydkonzentration nur diskontinuierlich ermittelt werden kann. Dazu werden im allgemeinen Proben aus dem laufenden Produktionsprozeß entnommen und hinsichtlich ihrer Kohlendioxydkonzentration untersucht. Aufgrund des Ergebnisses wird die Kohlendioxyd-Dosierung beeinflußt. Diese diskontinuierliche Meßmethode hat den Nachteil, daß beispielsweise kurzfristige Schwankungen nicht erfaßt werden oder zu Fehlanalysen führen können, so daß auch bei häufigeren Messungen ein Ausschuß nicht vermieden werden kann. Insbesondere bei zu hoher Kohlendioxydkonzentration in der Flüssigkeit besteht die Gefahr, daß das Behältnis für den Endverbraucher beispielsweise bei höheren Temperaturen und/oder stärkeren Bewegungen platzt, wodurch eine Verletzungsgefahr der Benutzer nicht ausgeschlossen werden kann.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung zu schaffen, mit welchem Verfahren bzw. welcher Vorrichtung eine zumindest näherungsweise kontinuierliche Messung der Konzentration eines in einer Flüssigkeit gelösten Gases möglich ist.

Die Aufgabe wird gemäß der Erfindung durch ein Verfahren gelöst, bei welchem die Flüssigkeit über die Retentatseite einer für das gelöste Gas zumindest teilweise durchlässige Membran geleitet wird, der Volumenstrom des durch die Membran permeierten gelösten Gases auf der Permeatseite der Membran ermittelt wird, die Temperatur der Flüssigkeit gemessen wird und aus diesen Werten die Konzentration des gelösten Gases in der Flüssigkeit berechnet wird. Diese Verfahrensführung hat den Vorteil, daß alle zu messenden Werte, nämlich Volumenstrom einerseits und Volumenstrom andererseits kontinuierlich erfaßt werden können, so daß beispielsweise durch die Verwendung einer Recheneinheit die Konzentration des CO&sub2;-Gehaltes in der Flüssigkeit nahezu kontinuierlich angegeben werden kann.

Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, daß bei vorgegebenen Membrankennwerten, nämlich der Permeabilität für das Gas und der Membranfläche, der durch die Membran fließende Gasvolumenstrom als Maß für die Konzentration des Gases in der Flüssigkeit auf der Retentatseite der Membran herangezogen werden kann. Der Volumenstrom des Permeats, d. h. der Volumenstrom des gelösten Gases, hängt von der Permeabilität, der Membranfläche und der treibenden Druckdifferenz über der Membran sowie der Konzentration des gelösten Gases in der Flüssigkeit auf der Retentatseite der Membran ab. Die Konzentration des gelösten Gases in der Flüssigkeit auf der Retentatseite, die für die Erzeugung des gemessenen Volumenstrom des gelösten Gases auf der Permeatseite erforderlich ist, hängt in einer für das jeweilige Stoffgemisch eindeutigen, von der Temperatur der Flüssigkeit abhängigen Weise, nämlich über den Henrykoeffizient, von dem Druck auf der Retentatseite ab. Im einzelnen bedeutet dies, daß der gemessene Volumenstrom bei bekannter Temperatur ein Maß für die Konzentration des gelösten Gases auf der Retentatseite der Membran ist.

Für die Funktion der Membran ist es unerheblich, ob die Flüssigkeit mit dem gelösten Gas über- oder unter- oder gesättigt ist. Auch muß der tatsächliche Druck auf der Retentatseite nicht erfaßt werden. Vielmehr wird bei dem Verfahren gemäß der Erfindung ausgenutzt, daß eine bestimmte Konzentration des gelösten Stoffes auf der Retentatseite der Membran bei gegebener Temperatur einen bestimmten Volumenstrom des gelösten Gases durch die Membran bewirkt.

In einer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß die Permeatseite der Membran mit einem Spülgas überströmt und die Konzentration des gelösten Gases im Spülgasstrom gemessen wird, wobei aus diesen Werten der Volumenstrom des gelösten Gases durch die Membran ermittelt wird. Diese Ausführungsform hat den Vorteil, daß auch geringe Volumenströme des gelösten Gases auf der Permeatseite erfaßt werden können. Ferner wird auf diese Weise die treibende Druckdifferenz für die Permeation des gelösten Gases erhöht, da der Partialdruck des gelösten Gases auf der Permeatseite erniedrigt wird, so daß auch geringe Konzentrationen des gelösten Gases im Retentat, also in der Flüssigkeit, meßbar werden.

In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß der Spülgasstrom so eingestellt wird, daß die Konzentration des gelösten Gases in dem Spülgasstrom 1,2% nicht übersteigt. Dies hat den Vorteil, daß herkömmliche Meßgeräte, beispielsweise IR-Photometer oder NDIR-Photometer, verwendet werden können. Ferner besteht ein Vorteil darin, daß der Partialdruck sehr klein gehalten wird, so daß er bei der Berechnung der Konzentration des gelösten Gases in der Flüssigkeit vernachlässigbar ist.

In einer weiteren Ausgestaltung des Verfahrens ist vorgesehen, daß die Membran von der Flüssigkeit mit einer vorgegebenen Geschwindigkeit überströmt wird. Dabei kann vorgesehen werden, daß die Membran von der Flüssigkeit mit einer an die Membraneigenschaften angepaßten Strömungsgeschwindigkeit überströmt wird. Dies hat den Vorteil, daß eine Konzentrationspolarisation, die eine Verfälschung der Meßergebnisse bewirken würde, niedrig gehalten werden kann.

Die Geschwindigkeit kann beispielsweise 2-5 m/sec. betragen.

Mit dem Verfahren gemäß der Erfindung ist es demnach möglich, eine kontinuierliche Messung der Konzentration des gelösten Gases in einer Flüssigkeit durchzuführen. Es ist daher beispielsweise bei der Versetzung von Getränken mit Kohlendioxyd möglich, daß die für die Auswertung der Meßwerte (Temperatur, Volumenstrom) verwendete Recheneinheit mit einer Steuereinheit in Verbindung steht, mit der die Dosiereinrichtung des Kohlendioxyds gesteuert werden kann. Es ist dadurch möglich, einen im wesentlichen geschlossenen Regelkreislauf für die Kohlendioxyd-Dosierung bei der Herstellung von Getränken zur Verfügung zu stellen.

Die erfindungsgemäße Vorrichtung, insbesondere für die Durchführung des o.g. Verfahrens, weist einen von der Flüssigkeit durchströmbaren Meßbehälter, in dem eine von der Flüssigkeit überströmbare Membran angeordnet ist, die für das Gas zumindest teilweise durchlässig ist, ein Temperaturmeßmittel zum Erfassung der Temperatur der Flüssigkeit, eine Meßeinrichtung zum Erfassen des Volumenstromes des permeierten Gases auf der Permeatseite der Membran und eine Recheneinheit auf, mit der aus den erfaßten Werten die Konzentration des gelösten Gases in der Flüssigkeit ermittelt werden kann. Dabei kann vorgesehen werden, daß die Permeatseite der Membran mit einem Spülgas beaufschlagbar ist und ein Meßgerät vorgesehen ist, um die Konzentration des gelösten Gases in dem Spülgas zu ermitteln, wobei in der Recheneinheit aus diesen erfaßten Werten der Volumenstrom des gelösten Gases ermittelt wird.

In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß der Meßbehälter im wesentlichen kanalförmig ausgebildet ist, um eine hohe Überströmgeschwindigkeit der Flüssigkeit über die Membran zu erhalten. Dabei kann der Meßbehälter beispielsweise rohrförmig ausgebildet sein, so daß er in vorteilhafterweise ohne weiteres in das ohnehin vorhandene Rohrleitungssystem, beispielsweise der Getränkezubereitungsvorrichtung montiert werden kann. Um besonders hohe Überströmungen zu gewährleisten, kann vorgesehen werden, daß die Membran innerhalb des Meßbehälters in einem Strömungskanal angeordnet ist, der gegenüber dem Querschnitt des Meßbehälters verengt ausgebildet ist.

In einer vorteilhaften Ausführungsform ist vorgesehen, daß die Oberfläche der Membran, im wesentlichen parallel zur Strömungsrichtung der Flüssigkeit im Meßkanal ausgerichtet ist. Dadurch können vorteilhafter Weise Verwirbelungen und/oder Totwasserzonen vermieden werden, die eine Verfälschung der Meßergebnisse bewirken könnten.

In einer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß die Membran aus einem CO&sub2;-permeablen Polymer, z. B. Silikon besteht. Diese Membran weist hinsichtlich des Kohlendioxydes die gewünschte Permeabilität auf. Weiterhin kann vorgesehen werden, daß das Polymer der Membran so ausgewählt wird, daß es gegenüber Reinigungsmitteln und bei Sterilisationstemperaturen beständig ist.

Es kann auch vorgesehen werden, daß gemäß einer anderen Ausführungsform der Erfindung die Membran eine Composite-Membran ist, die eine PEI (Polyehterimid)-Trägerstruktur aufweist. In Abwandlung dieser Ausführungsform kann vorgesehen werden, daß die Trägerstruktur PVOF (Polyvinylidenfluorid) oder Torlon ist.

In einer zweckmäßigen Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß das Meßgerät für die Konzentration des gelösten Gases im Spülgas ein IR-Photometer oder ein NDIR-Photometer ist. Dieses Meßgeräte sind einfach zu handhaben und weisen eine hohe Meßgenauigkeit, beispielsweise für geringe Kohlendioxydkonzentrationen, auf.

Die Erfindung wird im folgenden anhand der schematischen Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 ein schematisches Blockschaltbild einer Vorrichtung gemäß der Erfindung und

Fig. 2 ein schematisches Blockschaltbild einer Vorrichtung gemäß der Erfindung in einer anderen Ausführungsform.

Die in Fig. 1 dargestellte Vorrichtung 10 zum Messen der Konzentration eines in einer Flüssigkeit gelösten Gases weist einen als Meßsensor ausgebildeten Meßbehälter 11 auf, der mit einem im wesentlichen rohrförmigen Meßkanal 12 versehen ist. Im Bereich der den Meßkanal 12 umgebenden Wandung 13 ist eine Membran 14 angeordnet, die durch eine entsprechende Membranhaltevorrichtung 15 mit dem Meßbehälter 11 verbunden ist. Die Oberfläche der Membran 14 ist dabei im wesentlichen parallel zur Strömungsrichtung der Flüssigkeit im Meßkanal 12 ausgerichtet.

Die der Flüssigkeit abgekehrte Seite (Permeatseite) 16 der Membran 14 steht mit einem Hohlraum 17 in Verbindung, dessen Ausgang 18 mit einem Durchflußmesser 19 verbunden ist. Mit dieser Anordnung ist es möglich, den Volumenstrom des durch die Membran hindurchtretenden Gases, beispielsweise Kohlendioxyd, zu messen.

Weiterhin ist in der Wandung 13 des Meßkanals 12 im Bereich der Membran 14 eine Meßeinrichtung 20 zum Erfassen der Temperatur der Flüssigkeit angeordnet.

Der Signalausgang des Durchflußmessers 19 steht mit einer Signalleitung 21 und der Signalausgang der Temperaturmeßeinrichtung 20 steht über eine Signalleitung 22 mit einer Recheneinheit 23 in Verbindung. In dieser Recheneinheit wird die Konzentration des gelösten Gases in der Flüssigkeit anhand der erfaßten Werte, nämlich Volumenstrom des permeierten Gasstromes einerseits und Temperatur der Flüssigkeit andererseits, berechnet.

Beispielsweise ergibt sich die Konzentration von gelöstem CO&sub2; in Wasser bei dieser Meßanordnung aus:



mit:

≙ = Volumenstrom im m³/h

L = Permeabilität für CO&sub2; m³N/m² hbar

A = Membranfläche m²

Pp = Permeatdruck bar

T = Temperatur °C

ρN = CO&sub2;-Dichte im Normalzustand (1,97 kg/m³)

cCO2 = Kohlendioxidkonzentration gCO2/lWasser

H = Henrykoeffizient m³CO2/m³W.bar

In dieser Beziehung ist die Funktion H (T) (Henrykoeffizient) von der Temperatur abhängig und lautet für ein CO&sub2;-Wassergemisch:

(II) H = 1.6431 - 0.059017·T + 0,0012226·T² - 1,36E - 05·T³ + 6,17E - 08·T&sup4;

Die Recheneinheit 23 ist mit einem Anzeigemittel 24 versehen, um die ermittelte CO&sub2;-Konzentration in der Flüssigkeit anzuzeigen. Es kann auch vorgesehen werden, daß der Signalausgang der Recheneinheit 23 über eine Signalleitung 25 mit einer Steuereinheit 26 in Verbindung steht. Die Steuereinheit 26 kann beispielsweise mit einer CO&sub2;-Dosiereinrichtung 27 einer nicht dargestellten Getränkezubereitungsanlage verbunden sein. Auf diese Weise ist es möglich, aus der gemessenen CO&sub2;- Konzentration unmittelbar die CO&sub2;-Dosierung bei der Zubereitung von Getränken zu regeln.

Die in Fig. 2 dargestellte Vorrichtung 30 zum Messen der Konzentration von gelösten Gasen in einer Flüssigkeit entspricht im wesentlichen der Vorrichtung 10 gemäß Fig. 1, so daß gleiche Elemente mit gleichen Bezugszeichen versehen sind. Bei der Vorrichtung 30 gemäß Fig. 2 ist der Meßbehälter 11 im wesentlichen identisch zu dem Meßbehälter der Vorrichtung 10 gemäß Fig. 1. Hier ist jedoch vorgesehen, daß der Freiraum 17 auf der Permeatseite 16 der Membran 14 von einem Spülgas überströmt werden kann. Im einzelnen ist die Anordnung so getroffen, daß die Membranhalteeinrichtung 15, die den Freiraum 17 auf der Permeatseite 16 der Membran 14 begrenzt, mit einer Zuleitung 31 für das Spülgas und mit einem Auslaß 32 für das Spülgas/Gasgemisch versehen ist. Bei der in Fig. 2 dargestellten Ausführungsform wird das Spülgas im Gleichstrom zu der Flüssigkeit in den Meßkanal 12 geführt. Es ist natürlich auch möglich, daß das Spülgas im Gegenstrom oder Kreuzstrom zur Flüssigkeit geführt wird. Als Spülgas kann vorzugsweise Stickstoff verwendet werden.

Der Ausfluß 32 für das Stickstoff-Gasgemisch ist mit einem Meßgerät 33 für die Erfassung der Konzentration des gelösten Gases in dem Spülgasstrom verbunden. Die Zuleitung 31 ist mit einer Durchflußmeßeinrichtung 34 für die Erfassung des Volumenstroms des Spülgases verbunden. Am anderen Ende der Zuleitung 31 ist eine Spülgasversorgung 35 sowie ein Filter 36 für das Spülgas angeordnet.

Die Signalausgänge der Temperaturmeßeinrichtung 20, der Durchflußmeßeinrichtung 34 und der Konzentrationsmeßeinrichtung 33 stehen über Signalleitungen 37 mit einer Recheneinheit 38 in Verbindung, die aus den erfaßten Werten die Konzentration des gelösten Gases in der Flüssigkeit berechnet.

Bei dieser Ausführungsform kann beispielsweise die Konzentration von gelöstem CO&sub2; in Wasser wie folgt ermittelt werden:



Die Funktion H (T) entspricht der o.g. Funktion. Der Permeatdruck Pp kann hierbei vernachlässigt werden, da die Spülgasmenge vorzugsweise so eingestellt ist, daß der Partialdruck des Kohlendioxydes im Spülgasstrom relativ klein ist.

Bei der in Fig. 2 dargestellten Ausführungsform ist die Durchflußmeßeinrichtung 34 in der Zuleitung 31 für das Spülgas angeordnet. Es ist natürlich auch möglich, daß die Durchflußmeßeinrichtung 34 hinter dem Auslaß 32 vor oder hinter der Konzentrationsmeßeinrichtung 33 angeordnet ist.

Die Recheneinheit 38 weist ein Anzeigemittel 24 für die gemessene Konzentration des gelösten Gases in der Flüssigkeit auf. Selbstverständlich kann auch hier vorgesehen werden, daß der Signalausgang in entsprechenderweise über eine Signalleitung 25 mit einer Steuereinheit 26 in Verbindung steht, die die Dosiereinrichtung 27, beispielsweise für die Zugabe von CO&sub2; in einer Getränkezubereitungsanlage, steuert.

Bezugszeichenliste

10 Vorrichtung

11 Meßbehälter

12 Meßkanal

13 Wandung

14 Membran

15 Membranhalteeinrichtung

16 Permeatseite

17 Freiraum

18 Ausgang

19 Durchflußmeßeinrichtung

20 Temperaturmeßeinrichtung

21 Signalleitung

22 Signalleitung

23 Recheneinheit

24 Anzeigemittel

25 Signalleitung

26 Steuereinheit

27 Dosiereinrichtung

30 Vorrichtung

31 Zuleitung

32 Auslaß

33 Konzentrationsmeßeinrichtung

34 Durchflußmeßeinrichtung

35 Spülgasversorgung

36 Filter

37 Signalleitung

38 Recheneinheit


Anspruch[de]
  1. 1. Verfahren zum Messen der Konzentration von gelösten Gasen in einer Flüssigkeit, insbesondere von CO&sub2; in Getränken, dadurch gekennzeichnet, daß die Flüssigkeit über die Retentatseite einer für das gelöste Gas zumindest teilweise durchlässige Membran (14) geleitet wird, daß der Volumenstrom des permeierten Gases auf der Permeatseite (16) der Membran (14) ermittelt wird, daß die Temperatur der Flüssigkeit gemessen wird, und daß aus diesen Werten die Konzentration des gelösten Gases in der Flüssigkeit berechnet wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Permeatseite (16) der Membran mit einem Spülgas überströmt wird und die Konzentration des permeierten Gases im Spülgasstrom gemessen wird und aus diesen Werten der Volumenstrom des permeierten Gases auf der Permeatseite ermittelt wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Spülgasstrom so eingestellt wird, daß die Konzentration des permeierten Gases im Spülgasstrom 1,2% nicht übersteigt.
  4. 4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Membran (14) von der Flüssigkeit mit einer an die Membraneigenschaften angepaßten Geschwindigkeit überströmt wird.
  5. 5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Membran (14) von der Flüssigkeit mit einer Strömungsgeschwindigkeit von 2-5 m/sec. überströmt wird.
  6. 6. Vorrichtung zum Messen der Konzentration eines in einer Flüssigkeit gelösten Gases, insbesondere für die Durchführung des Verfahrens gemäß den Ansprüchen 1 bis 5, mit einem von der Flüssigkeit durchströmbaren Meßbehälter (11), in dem eine von der Flüssigkeit überströmbare Membran (14) angeordnet ist, die für das Gas zumindest teilweise durchlässig ist, mit einem Temperaturmeßmittel (20) zum Erfassen der Temperatur der Flüssigkeit, mit einer Durchflußmeßeinrichtung (19, 34) zum Erfassen des Volumenstroms auf der Permeatseite (16) der Membran (14) und mit einer Recheneinheit (23, 38), um aus den erfaßten Werten die Konzentration des gelösten Gases in der Flüssigkeit zu ermitteln.
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Permeatseite (16) mit einem Spülgas beaufschlagbar ist und ein Meßgerät (33) vorgesehen ist, um die Konzentration des gelösten Gases in dem Spülgas zu ermitteln, wobei in der Recheneinheit (38) aus diesem Wert und des Volumenstroms des Spülgases der Volumenstrom des gelösten Gases ermittelt wird.
  8. 8. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Meßbehälter (11) im wesentlichen kanalförmig ausgebildet ist, um eine hohe Überströmgeschwindigkeit der Flüssigkeit über die Membran (14) zu erhalten.
  9. 9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberfläche der Membran (14) im wesentlichen parallel zur Strömungsrichtung der Flüssigkeit im Meßbehälter (11) angeordnet ist.
  10. 10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Membran (14) aus einem für Kohlendioxyd durchlässigen Polymer besteht.
  11. 11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Membran aus Silikon besteht.
  12. 12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß das Meßgerät für die Konzentration des gelösten Gases im Spülgas ein IR-Spektroskop ist.
  13. 13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß das Meßgerät (33) für die Konzentration des gelösten Gases im Spülgas ein NDIR- Spektroskop ist.






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