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Dokumentenidentifikation DE4439718A1 15.05.1996
Titel Rolladenstab mit an den Stirnseiten eingesetzten Clips
Anmelder Karl Achenbach GmbH, 66117 Saarbrücken, DE
Erfinder Achenbach, Karl, 66117 Saarbrücken, DE
Vertreter Patentanwälte Vièl & Vièl, 66119 Saarbrücken
DE-Anmeldedatum 09.11.1994
DE-Aktenzeichen 4439718
Offenlegungstag 15.05.1996
Veröffentlichungstag im Patentblatt 15.05.1996
IPC-Hauptklasse E06B 9/165
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft einen Rolladenstab mit an den Stirnseiten eingesetzten Clips.
Der Kern der Erfindung besteht darin, daß die Clips eine die Außenseite des Rolladenstabs überragende Zunge und Mittel aufweisen, die die Innenseite des Rolladenstabs an den höchsten Erhebungen überdecken.
Als wesentlicher Vorteil sei herausgestellt, daß bei Anwendung der Erfindung der Rolladenstab selbst in den Führungsschienen nicht gleitet, sondern Teile des eingesetzten (Kunststoff-)Clips, so daß eine Beschädigung der Lackierung der Rolladenstäbe vermieden wird.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Rolladenstab mit an den Stirnseiten eingesetzten Clips.

Es ist bekannt, bei einem Rolladenpanzer an den beiden Stirnseiten jedes zweiten Rolladenstabs sogenannte Clips anzubringen, um eine Querverschiebung der einzelnen Rolladenstäbe gegeneinander zu verhindern. Diese Clips bestehen meistens aus Kunststoff. Ein solcher Clip bzw. Federklammer ist beispielsweise in der Druckschrift DE 78 32 312 U1 beschrieben. Diese bekannten Clips haben ausschließlich den Zweck, die Rolladenstäbe gegen Querverschiebung zu sichern.

Rolladenpanzer werden üblicherweise seitlich in je einer U-förmig ausgebildeten Schiene geführt. Dabei schleifen die höchsten Erhebungen der gekrümmt ausgebildeten Außenseite und die höchsten Erhebungen der Innenseite der Rolladenstäbe an den (gegebenenfalls mit Kunststoff-Führungsleisten versehenen) Flanken der Führungsschienen. Das hat zur Folge, daß an diesen Stellen der Lack der Rolladenstäbe beschädigt bzw. gänzlich abgeschliffen wird, insbesondere dann, wenn zwischen die Rolladenstäbe und die Flanken der Führungsschienen bzw. deren Führungsleisten Schmutz eindringt, was eine schmirgelartige Wirkung hat.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein solches Gleiten des Rolladenpanzers bzw. der einzelnen Rolladenstäbe in den beiden Führungsschienen zu ermöglichen, daß die Beschichtung bzw. der Lack der Rolladenstäbe an der Außen- und Innenseite unbeschädigt bleibt.

Diese Aufgabe wird bei einem Rolladenstab mit an den Stirnseiten eingesetzten Clips derart gelöst, daß die Clips eine die Außenseite des Rolladenstabs überragende Zunge und Mittel aufweisen, die die Innenseite des Rolladenstabs an den höchsten Erhebungen überdecken.

Gemäß einer weiteren Ausbildung der Erfindung ist vorgesehen, daß die Mittel als die ganze Innenseite des Rolladenstabs überdeckenden Lappen ausgebildet sind.

Erfindungsgemäß ist es auch, daß die Mittel als unmittelbar im Bereich der höchsten Erhebungen wirksame Streifen ausgebildet sind.

Gemäß der Erfindung kann vorgesehen sein, daß die Zunge und die Mittel an einem Steg angeordnet sind.

Im Rahmen der Erfindung liegt es, daß die Clips aus Kunststoff sind.

Weiterhin ist es erfindungsgemäß, daß der Rolladenstab als mit Kunststoff ausgeschäumtes Hohlprofil ausgebildet ist.

Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere darin, daß durch die erfindungsgemäße Weiterentwicklung der an sich bekannten Clips, die meistens aus Kunststoff bestehen, erreicht wird, daß die Rolladenstäbe nur noch indirekt die Führungsschienen bzw. evtl. vorhandene Führungsleisten berühren: an der Außenseite der Rolladenstäbe ist als höchste Erhebung eine an dem Clip befindliche Zunge als Führungsfläche maßgebend und an der Innenseite der Rolladenstäbe sind die höchsten, außen liegenden Erhebungen ebenfalls durch erfindungsgemäße Mittel abgedeckt. So ergibt sich, daß entweder Kunststoff (der Clips) auf der Metall-Führungsschiene gleitet oder - im Falle des Vorhandenseins von Führungsleisten in den Führungsschienen - Kunststoff (der Clips) auf Kunststoff (der Führungsleisten) gleitet. Damit ist eine Beschädigung der Beschichtung/Lackierung der Rolladenstäbe in Folge der seitlichen Führung in den Führungsschienen ausgeschlossen. Auch ergibt sich durch die erfindungsgemäße Ausbildung ein ruhiger Lauf des Rolladenpanzers in den Führungsschienen.

In den Zeichnungen ist eine Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt und wird im folgenden näher beschrieben.

Es zeigt

Fig. 1 einen Rolladenstab mit an den Stirnseiten eingesetzten Clips,

Fig. 2 einen Rolladenstab, vor dem Einsetzen der Clips,

Fig. 3 einen Schnitt durch eine Führungsschiene mit darin befindlichen Rolladenpanzer bzw. Rolladenstäben,

Fig. 4 den Schnitt A-A zu Fig. 3,

Fig. 5 einen erfindungsgemäßen Clip und

Fig. 6 den Schnitt B-B zu Fig. 5.

In Fig. 1 ist ein Rolladenstab 1 dargestellt, an dessen Stirnseiten 12 je ein Clip 2 eingesetzt ist. Wie aus dieser Darstellung ersichtlich, ist die höchste Erhebung der Außenseite 3 des Rolladenstabs 1 je eine Zunge 9 der Clips 2.

Fig. 2 zeigt einen Rolladenstab 1, der beispielsweise als ausgeschäumtes Hohlprofil ausgebildet ist. In diesem Fall sind die Clips 2 noch nicht eingesetzt, was durch Einschieben der Clips 2 in Ausfräsungen 10 letzten Endes erfolgt. - In diesem Zusammenhang sei erwähnt, daß durch die Gestaltung des neuen Clips 2 eine sehr einfache Ausfräsung 10 gewählt werden kann, während bei bekannten Clips die Ausfräsungen umständlicher und damit nur aufwendiger einzubringen sind.

Wie aus Fig. 2 ersichtlich, sind die Zungen 9 an einem Steg 8 angebracht, der auch Lappen 5 aufweist, die nach Anbringung an den Rolladenstab 1 die höchsten Erhebungen 6 und 7 der Innenseite 4 des Rolladenstabs 1 überdecken. So ergibt sich, was noch näher erläutert wird, eine 3-Punkt-Auflage des Rolladenstabs in der Führungsschiene 11 (Fig. 3 und 4).

Fig. 3 zeigt einen Schnitt durch eine Führungsschiene 11 mit darin befindlichem Rolladenpanzer bzw. Rolladenstäben 1. Fig. 4 zeigt den dazugehörigen Schnitt A-A.

Aus den Fig. 3 und 4 ist ersichtlich, daß jeder zweite Rolladenstab 1 einen Clip 2 aufweist, der den benachbarten Rolladenstab überdeckt, so daß keine Querverschiebung von Rolladenstäben erfolgen kann. Aus Fig. 4 ist ersichtlich, daß in der Führungsschiene 11, die in diesem Fall mit Führungsleisten 13 versehen ist, ausschließlich die Clips 2 an jeweils drei Punkten mit den Führungsleisten 13 in Berührung sind. Im dargestellten Beispiel gleiten dann Kunststoff auf Kunststoff: die vorzugsweise aus Kunststoff bestehenden Clips 2 gleiten auf den Führungsleisten 13 an drei Stellen, nämlich mit der Zunge 9 und an den höchsten Erhebungen 6 und 7 der Innenseite 4 des Rolladenstabs 1.

Fig. 5 zeigt einen erfindungsgemäßen Clip 2 und Fig. 6 den dazugehörigen Schnitt B-B. Hieraus ist deutlich zu erkennen, daß an einem Steg 8 die Zunge 9 und ein Lappen 5 angebracht sind, letzterer vorzugsweise die ganze Innenseite 4 des Rolladenstabs 1 überdeckend ausgebildet.


Anspruch[de]
  1. 1. Rolladenstab mit an den Stirnseiten eingesetzten Clips, dadurch gekennzeichnet, daß die Clips (2) eine die Außenseite (3) des Rolladenstabs (1) überragende Zunge (9) und Mittel (5) aufweisen, die die Innenseite (4) des Rolladenstabs (1) an den höchsten Erhebungen (6, 7) überdecken.
  2. 2. Rolladenstab nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel als die ganze Innenseite (4) des Rolladenstabs (1) überdeckende Lappen (5) ausgebildet sind.
  3. 3. Rolladenstab nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel (5) als unmittelbar im Bereich der höchsten Erhebungen (6, 7) wirksame Streifen ausgebildet sind.
  4. 4. Rolladenstab nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Zunge (9) und die Mittel (5) an einem Steg (8) angeordnet sind.
  5. 5. Rolladenstab nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Clips (2) aus Kunststoff angefertigt sind.
  6. 6. Rolladenstab nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß er als mit Kunststoff ausgeschäumtes Hohlprofil ausgebildet ist.






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