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Dokumentenidentifikation DE4439728A1 15.05.1996
Titel Vorrichtung zum Befördern und Gruppieren von Gegenständen
Anmelder AssiDomän Packmaster GmbH, 90559 Burgthann, DE
Erfinder Städele, Norbert, 92318 Neumarkt, DE
Vertreter Hafner, D., Dipl.-Phys. Dr.rer.nat.; Stippl, H., Dipl.-Ing.Univ., Pat.-Anwälte, 90482 Nürnberg
DE-Anmeldedatum 09.11.1994
DE-Aktenzeichen 4439728
Offenlegungstag 15.05.1996
Veröffentlichungstag im Patentblatt 15.05.1996
IPC-Hauptklasse B65G 47/28
IPC-Nebenklasse B65G 17/26   B65G 17/48   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Befördern und Gruppieren von über einen Zuführweg in einer Zuführrichtung mittels Fördereinheiten 11, 11' zugeführten Gegenständen 3 mit zwei Reihen gegenüberliegender, korrespondierender und in einer Seite-an-Seite-Beziehung angeordneter Förderelemente 1, 1', die während eines parallel zur Zuführrichtung 17 verlaufenden Arbeitswegs die Gegenstände 3 durch eine Zustellbewegung 20 quer zur Zuführrichtung 17 von beiden Seiten des Zuführwegs 23 erfassen, befördern und gruppieren und durch eine Wegstellbewegung 21 quer zur Zuführrichtung 17 freigeben und einen parallel zum Arbeitsweg entgegen der Zuführrichtung 17 verlaufenden Rückweg durchlaufen, wobei die Zustellbewegung 20 bzw. Wegstellbewegung 21 der Förderelemente 1, 1' durch steuerkurvengeführte und mit den Förderelementen 1, 1' verbundenen Steuernocken 2 erfolgt.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Befördern und Gruppieren von über einen Zuführweg in einer Zuführrichtung zugeführten Gegenständen mittels Fördereinheiten mit den sonstigen Merkmalen des Oberbegriffs des Patentanspruchs 1.

Aus der EP 0 126 553 ist ein Mechanismus zum Befördern und Gruppieren von Gegenständen bekannt, welcher zwei Reihen gegenüberliegender, in einer Seite-an-Seite-Beziehung zueinander angeordnete Abstandshalter und Förderelemente aufweist, welche die zu befördernden und gruppierenden Gegenstände am Anfang eines Arbeitsweges durch Zusammenwirkung jeweils zweier korrespondierender und gegenüberliegender Förderelemente in durch an den Förderelementen angebrachte Ausnehmungen erfaßt, befördert und am Ende des Arbeitsweges in gruppierter Anordnung wieder freigibt. Bei diesem Mechanismus werden die Abstandshalter und Förderelemente über zwei zueinander versetzt angeordnete sowie beidseitig vorhandene Ketten von dem Arbeitsweg in einen parallel dazu angeordneten Rückführweg und umgekehrt bewegt. Im Bereich der Zuführung aus dem Rückführweg in den Arbeitsweg und umgekehrt werden die Abstandshalter in Querrichtung zum Arbeitsweg, d. h. in Querrichtung zur Zustellbewegung bzw. Wegstellbewegung zum Erfassen bzw. Freigeben der Gegenstände bewegt. Dies hat zur Folge, daß die zu gruppierenden Gegenstände stets am Anfang des Arbeitswegs erfaßt und am Ende des Arbeitswegs freigegeben werden. Eine variable Erfassung und Freigabe der Gegenstände ist nicht realisierbar. Desweiteren besteht ein Nachteil dieses Mechanismus darin, daß die Erfassung der einzelnen Gegenstände durch die Abstandshalter und Förderelemente nicht völlig ruckfrei erfolgt, da die einzelnen Abstandshalter und Förderelemente bei der Zustellbewegung bzw. Wegstellbewegung einer Kreisbahn folgen. Durch die beschriebene Führung der einzelnen Abstandshalter und Förderelemente werden die beförderten Gegenstände und der Mechanismus selbst in hohem Maße beansprucht. Es kann sogar zu einer Beschädigung der beförderten Gegenstände kommen.

Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine gattungsgemäße Vorrichtung zum Befördern und Gruppieren von Gegenständen dahingehend weiterzubilden, daß eine ruckfreie, variable und sowohl die Vorrichtung als auch die Gegenstände schonende Erfassung sowie Freigabe der zu befördernden und gruppierenden Gegenstände erfolgt.

Die Aufgabe wird durch den kennzeichnenden Teil des Patentanspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen sind in den Unteransprüchen 2-18 realisiert.

Die erfindungsgemäße Vorrichtung sieht zwei Reihen gegenüberliegender, korrespondierender und in einer Seite-an- Seite-Beziehung angeordneter Förderelemente vor, deren Zustellbewegung bzw. Wegstellbewegung zum Erfassen bzw. Freigeben der zu befördernden und gruppierenden Gegenstände an beliebiger Stelle während des Arbeitswegs durch eine ruckfreie, steuerkurvengeführte Führung der Förderelemente geschieht.

Die einzelnen hintereinander angeordneten Förderelemente einer jeden Reihe sind jeweils mit einer Verschiebeeinheit verbunden, welche auf einer umlaufenden Kette einer Fördereinheit befestigt sind, so daß die Förderelemente in jeder Reihe innerhalb jeder Fördereinheit einen Arbeitsweg in Zuführrichtung und parallel zur Zuführrichtung sowie einen Rückweg ebenfalls parallel zur Zuführrichtung entgegen der Zuführrichtung durchlaufen. Beim Übergang von dem Arbeitsweg in den Rückweg und umgekehrt vollziehen die über die Verschiebeeinheiten auf der umlaufenden Kette befestigten Förderelemente jeweils eine Drehung von 180°.

Beim Durchlaufen des Rückwegs sowie des Übergangs vom Arbeitsweg zum Rückweg und umgekehrt sind die Steuernocken in Führungseinrichtungen geführt.

Beim Eintritt in den Arbeitsweg übernehmen die Steuerkurven die Führung der in die in den Verschiebeeinheiten eines jeden Förderelements angebrachten Steuernocken.

Die einzelnen Steuerkurven weisen nun parallele und versetzt zueinander verlaufende Längskurvenbereiche auf die durch Übergangskurvenbereiche miteinander verbunden sind. Beim Durchlaufen der Übergangskurvenbereiche durch die einzelnen Steuernocken erfolgt eine Zustellbewegung bzw. Wegstellbewegung der mit den Steuernocken im Inneren der Verschiebeeinheiten vorteilhafterweise über Stangen geführten Förderelemente. Jedes einzelne Förderelement besitzt eine in der zugeordneten Verschiebeeinheit in einer separaten Steuerkurve geführten Steuernocke, so daß jedes Förderelement über die ihm zugeordnete Steuerkurve und deren Verlauf variabel gesteuert werden kann. Durch die variable Steuerung der Zustell- bzw. Wegstellbewegung der einzelnen Förderelemente kann zum einen der Zeitpunkt der Zu- bzw. Wegstellung während des Arbeitswegs individuelle und völlig variabel bestimmt werden. Zum anderen kann auch durch den Verlauf der Steuerkurven mehrerer auf einer Reihe hintereinander angeordneter Förderelemente die Charakteristik der Zustell- bzw. Wegstellbewegung der Förderelemente variiert werden. Es kann z. B. eine gleichzeitige Zustellung aller Förderelemente einer Reihe bzw. auch der Förderelemente der gegenüberliegenden Reihe erfolgen, während die Wegstellbewegung der Förderelemente einer Reihe nicht gleichzeitig sondern stufenweise und sukzessive nacheinander erfolgen kann, wodurch die erfaßten und gruppierten Gegenstände schrittweise und besonders schonend freigegeben werden.

Vorteilhafterweise werden an beiden Seiten des Zuführwegs je eine Fördereinheit mit einer umlaufenden Kette angebracht, auf welcher jeweils eine beliebige Anzahl hintereinander angeordneter Förderelemente angebracht sind. Da die beiden Fördereinheiten gegenüberliegend und links und rechts des Zuführwegs angeordnet und die Förderelemente über Verschiebeeinheiten auf den Ketten der jeweiligen Fördereinheiten in beliebiger Anzahl hintereinander befestigt sind, steht jedem Förderelement auf der einen Seite des Zuführwegs ein korrespondierendes Förderelement auf der anderen Seite des Zuführwegs gegenüber. Jeweils korrespondierende und gegenüberstehende Förderelemente führen gleichzeitige Zustell- bzw. Wegstellbewegungen aus.

Indem jedes einzelne Förderelement in einer einzelnen Verschiebeeinheit mit einem jeweils einzelnen Steuernocken separat in jeweils einer einzelnen Steuerkurve geführt wird, können die einzelnen Förderelemente bzw. damit verbundenen Verschiebeeinheiten schnell angebracht bzw. ausgetauscht werden, sei es zu Reparaturzwecken oder zur Anpassung an die zu befördernden und zu gruppierenden Gegenstände.

Die einzelnen Förderelemente bzw. deren Verschiebeeinheit sind auf einer mit einer umlaufenden Kette versehenen Fördereinheit mechanisch einfach und mit geringem Aufwand geführt.

Die im Inneren der einzelnen Verschiebeeinheiten der jeweiligen Förderelemente angebrachten Steuernocken sind über Stangen im Inneren der Verschiebeeinheiten geführt und ebenfalls über Stangen mit dem jeweiligen Förderelement verbunden. Bei einer aufgrund des Steuerkurvenverlaufs erfolgenden Bewegung des in der Steuerkurve geführten Steuernockens quer zur Zuführrichtung der Gegenstände erfolgt über eine Bewegung der mit dem Steuernocken verbundenen Stangen auch eine zustellende bzw. wegstellende Bewegung der an den Stangen befestigten Förderelemente.

Die auf den umlaufenden Ketten der Fördereinheiten angebrachten Verschiebeeinheiten mit Stangenführung, Steuernocken und Förderelementen sind modulartig austauschbar und können z. B. zur Wartung einfach abgenommen und durch neue ersetzt werden.

Wie bereits angesprochen, besitzt vorteilhafterweise jede einzelne Verschiebeeinheit mit Steuernocken eine einzelne zugeordnete Steuerkurve, wodurch die Bewegung jedes einzelnen Förderelements variabel gesteuert werden kann. Ferner ist es auch denkbar, daß alle auf einer Fördereinheit angebrachten Verschiebeeinheiten bzw. deren Steuernocken in einer einzigen Steuerkurve geführt werden.

Die einzelnen Steuerkurven der jeweiligen Fördereinheit sind in einem Plattenelement angebracht. Dieses Plattenelement ist vorteilhafterweise modular aufgebaut und teilweise oder als Ganzes austauschbar. Hierdurch wird wiederum bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung die Möglichkeit geschaffen, durch schnelles Austauschen der mit Steuerkurven versehenen Plattenelemente bzw. von Teilen dieser Plattenelemente die Charakteristik der Zustell- bzw. Wegstellbewegung der einzelnen Förderelemente genauestens an die jeweilige Transport- bzw. Gruppieraufgabe im Hinblick auf Transportgeschwindigkeit, Art der zu transportierenden bzw. zu gruppierenden Gegenstände anzupassen.

Wie bereits erwähnt, besitzen die Steuerkurven parallele und versetzt zueinander verlaufende Längskurvenbereiche, welche durch Übergangskurvenbereiche miteinander verbunden sind. Die Steuernocken der einzelnen Verschiebeeinheiten durchlaufen nun zunächst innerhalb der Steuerkurve einen mehr oder weniger langen Längskurvenbereich, um dann in einem Übergangskurvenbereich eine Verschiebung quer zur Zuführrichtung der Gegenstände zu erfahren, wodurch auch eine zustellende Bewegung des mit dem Steuernocken verbundenen Förderelementes geschieht. Daraufhin durchläuft der Steuernocken in der Steuerkurve wiederum einen Längsbereich, um dann am Ende der jeweiligen Steuerkurve wiederum einen Übergangskurvenbereich zu durchlaufen, bei welchem der Steuernocken eine wiederum quer zur Zuführrichtung der Gegenstände erfolgende Wegstellbewegung ausführt. Der Verlauf und die Charakteristik der einzelnen Steuerkurven, also insbesondere die Länge der Längskurvenbereiche sowie die geometrische Form der Übergangskurvenbereiche sind völlig variabel gestaltbar und genauestens an die gestellte Transport- bzw. Gruppieraufgabe anpaßbar.

Zur Erzielung einer besonders sanften und ruckfreien Zustell- bzw. Wegstellbewegung der Förderelemente hat es sich als vorteilhaft herausgestellt, daß die Steuerkurven im Bereich der Übergangskurven ein Polynom 5. Grades darstellen. Die links und rechts des für die Zuführung der zu transportierenden bzw. gruppierenden Gegenstände verwendeten Zuführwegs angeordneten Fördereinheiten mit umlaufenden Ketten und darauf befestigten Verschiebeeinheiten sowie Förderelementen und Steuernocken können separat und über eine gemeinsame Welle synchron angetrieben werden.

Vorteilhafterweise weist jede der beiden links und rechts des für die Gegenstände verwendeten Zuführwegs angeordneten Fördereinheiten Gruppen von zwei zusammengehörigen und direkt hintereinander auf der Kette angeordneten Förderelemente auf, die während des Durchlaufens des Arbeits- bzw. des Rückwegs während der Umlaufbewegung der Kette der jeweiligen Fördereinheit hintereinander angeordnete sind und durch eine gemeinsame Zustellbewegung eine Erfassung der Gegenstände vornehmen. Die Wegstellbewegung der einzelnen direkt hintereinander angeordneten Förderelemente kann gleichzeitig oder stufenweise sukzessive erfolgen. Die Anzahl der auf der umlaufenden Kette der Fördereinheit direkt hintereinander angeordneten Förderelemente ist abhängig von der Erfassungsmenge und der damit verbundenen Erfassungslänge der zu erfassenden und zu gruppierenden Gegenstände. Grundsätzlich kann eine beliebige Anzahl von direkt hintereinander angeordneten Förderelementen naht los nacheinander über die jeweiligen Verschiebeeinheiten auf der Kette der Fördereinheit angeordnet sein. Es ist einzusehen, daß z. B. bei einer gruppierten Erfassung von sechs Gegenständen eine größere Anzahl von Förderelementen hintereinander angeordnet werden muß, als bei einer gruppierten Erfassung von drei Gegenständen. Indem die einzelnen Förderelemente über die ihnen jeweils zugeordneten Verschiebeeinheiten separat auf der Kette der jeweiligen Fördereinheit befestigt und abgenommen werden, kann eine beliebige Anzahl von Förderelementen direkt hintereinander und gruppiert zur Lösung der jeweiligen Gruppieraufgabe auf der umlaufenden Kette jeder Fördereinheit angebracht werden. Bei einer Änderung der Anzahl der zu gruppierenden Gegenstände wird einfach eine entsprechende Anzahl von direkt hintereinander und gruppiert angeordneten Förderelementen auf der umlaufenden Kette der jeweiligen Fördereinheit angebracht. Zur Anpassung der erfindungsgemäßen Vorrichtung an verschiedene Gruppier- bzw. Beförderungsaufgaben bzw. die zu erfassenden Gegenstände sind die Förderelemente mit einer elastischen Beschichtung, insbesondere aus Gummimaterial versehen, wodurch die Gegenstände formgenau und schonend erfaßt werden. Darüber hinaus können hierdurch unterschiedliche große Gruppierungen von Gegenständen ohne zusätzliche Anpassungsmaßnahmen hergestellt werden.

Die Erfassung der Gegenstände erfolgt nach Abschluß der Zustellbewegung sowohl durch den seitlich, quer zur Zuführrichtung der Gegenstände wirkenden und durch die elastische Beschichtung abgefederten Druck der Förderelemente auf die Gegenstände als auch durch an mindestens zwei gegenüberliegenden, korrespondierenden Förderelementen angebrachte Haltevorsprünge, die während der Zustellbewegung der Förderelemente zwischen die im nahtlosen Fluß zugeführten Gegenstände hineingreifen und die zu erfassenden Gegenstände hintergreifen und während der Vorwärtsbewegung der Förderelemente durch den Umlauf der Kette der Fördereinheit in Zuführrichtung schonend mitnehmen.

Zur Anpassung der erfindungsgemäßen Vorrichtung an die verschiedensten Gruppieraufgaben sind die Beschichtungen und/oder Haltevorsprünge der Förderelemente austauschbar gestaltet.

Die Erfindung ist anhand von Ausführungsbeispielen in den Zeichnungsfiguren näher erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 eine Draufsicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung mit zwei gegenüberliegenden an der Seite des Zuführwegs angeordneten Fördereinheiten mit Förderelementen,

Fig. 2 eine Ansicht A nach Fig. 1,

Fig. 3 eine Draufsicht einer Verschiebeeinheit nach Fig. 1,

Fig. 4 einen Schnitt B-B nach Fig. 3,

Fig. 5 eine schematische Darstellung der erfindungsgemäßen Vorrichtung vor der Erfassung der Gegenstände durch die Förderelemente,

Fig. 6 eine schematische Darstellung am Anfang der Erfassung der Gegenstände durch die Förderelemente,

Fig. 7 eine schematische Darstellung am Ende der Erfassung der Gegenstände durch die Förderelemente sowie

Fig. 8 eine schematische Darstellung nach Freigabe der Gegenstände durch die Förderelemente.

Zunächst wird auf Zeichnungsfig. 1 Bezug genommen. Es sind zwei Fördereinheiten 11, 11&min; der erfindungsgemäßen Vorrichtung abgebildet, welche an beiden Seiten links und rechts der in Zuführrichtung 17 zugeführten Gegenstände 3 angeordnet sind und mit Förderelementen 1, 1&min;, über die jeweiligen Verschiebeeinheiten 5, 5&min; in Verbindung stehen. Jede der Fördereinheiten 11, 11&min; weist Führungseinrichtungen 24 und Steuerkurven 4, letztere mit Längskurvenbereichen 15 und Übergangskurvenbereichen 16, zur Führung der Steuernocken 2 (nicht abgebildet) auf. Die einzelnen Verschiebeeinheiten 5, 5&min; sind bei jeder Fördereinheit 11, 11&min; auf einer umlaufenden Kette 6 befestigt. Die Fördereinheiten 11, 11&min; sind in dem in Fig. 1 abgebildeten Fall durch eine gemeinsame Welle 12 angetrieben, so daß sich die Verschiebeeinheiten 5, und 5&min; in Arbeitswegrichtung 18 parallel zur Zuführrichtung 17 bewegen.

Aufgrund der Bewegung der in den Verschiebeeinheiten 5 und 5&min; angebrachten Steuernocken 2 (nicht abgebildet) in den Steuerkurven 4 führen die mit den Steuernocken 2 verbundenen Förderelemente 1 und 1&min; eine Zustell- bzw. Wegstellbewegung aus. Im abgebildeten Fall befinden sich die jeweiligen korrespondierenden und in einer Seite-an-Seite-Beziehung gegenüberliegend angeordneten Förderelemente 1, 1&min; der Fördereinheiten 11 bzw. 11&min; im zugestellten Zustand und es erfolgt eine Erfassung der Gegenstände 3. Diese Erfassung der Gegenstände 3 erfolgt durch die Haltevorsprünge 14 sowie auch durch den seitlichen Druck quer zur Zuführrichtung 17, in welchen die Förderelemente 1, 1&min; übertragen durch eine Beschichtung 13, auf die Gegenstände 3, ausüben. Beim Durchlaufen des Übergangskurvenbereichs 16 der Steuerkurven 4 führen die Förderelemente 1, 1&min; eine weiche und ruckfreie Zustell- bzw. Wegstellbewegung aus. Die Zustell- bzw. Wegstellbewegung der gegenüberliegenden Förderelemente 1 und 1&min; der Fördereinheiten 11 bzw. 11&min; kann abhängig von dem Verlauf der Steuerkurven 4 gleichzeitig oder sukzessive erfolgen.

Fig. 2 zeigt eine Ansicht A nach Fig. 1 und läßt die Verschiebeeinheiten 5 erkennen, welche auf der umlaufenden Kette 6 der Fördereinheit 11 in Arbeitswegrichtung 18 bzw. Rückwegrichtung 19 um 180° verdreht umlaufen. Die mit den Verschiebeeinheiten 5 verbundenen Förderelemente 1 sind aus Fig. 2 nicht ersichtlich.

Aus Fig. 2 geht desweiteren hervor, daß die einzelnen Verschiebeeinheiten 5 in Zweiergruppen 25 - also paarweise - gruppiert auf der Kette 6 angeordnet sind. Abhängig von der Art der Gruppierungsaufgabe und insbesondere von der Anzahl der zu erfassenden Gegenstände 6 können auch mehrere Verschiebeeinheiten 5 mit damit verbundenen Förderelementen 1 gruppiert, also im nahen Abstand voneinander auf der Kette 6 angebracht werden. Die Verschiebeeinheiten 5 können auch zu Reparaturzwecken bzw. zu Austauschzwecken von der Kette entfernt werden und schnell durch neue Verschiebeeinheiten 5, 5&min; ersetzt werden. Alles was in Fig. 2 zur Fördereinheit 11 mit Verschiebeeinheiten 5 und Förderelementen 1 angeführt wurde, gilt auch in analoger Weise für eine korrespondierende Fördereinheit 11&min; mit korrespondierenden Verschiebeeinheiten 5&min; und korrespondierenden Förderelementen 1&min; (vgl. Fig. 1).

Die Fig. 3 und 4 zeigen Ansichten einer Verschiebeeinheit 5 nach einer Draufsicht nach Fig. 1. In Fig. 3 sind Stangen 8 erkennbar, über welche das Förderelement 1 mit dem Steuernocken 2 (vgl. Fig. 4) verbunden ist. Jede Verschiebeeinheit 5 ist an Kettengliedern 7 der nicht abgebildeten Kette 6 befestigt und läuft auf der jeweiligen Fördereinheit 11 bzw. 11&min; um. Bei der Bewegung der Verschiebeeinheit 5 in Arbeitswegrichtung 18 durchläuft der jeweilige Steuernocken 2 jeder einzelnen Verschiebeeinheit 5 die Steuerkurve 4 eines Plattenelements 10. Dieses Plattenelement 10 ist entweder in Teilen oder als Ganzes austauschbar gestaltet und vorteilhafterweise modular aufgebaut. Damit können unterschiedlichste Steuerkurvenverläufe für die Steuerkurven 4 durch einfachen Austausch der Plattenelemente 10 realisiert werden, wodurch eine genaue Anpassung der erfindungsgemäßen Vorrichtung an die gestellte Gruppieraufgabe erfolgen kann.

In den Fig. 5-8 wird mittels vereinfachter, schematischer Darstellung die Funktionsweise der erfindungsgemäßen Vorrichtung dargestellt.

Fig. 5 zeigt die auf einem Zuführweg 23 in Zuführrichtung 17 zugeführten Gegenstände 3, wobei sich die Förderelemente 1 bzw. 1&min; noch nicht im zugestellten Zustand befinden. Desweiteren sind aus Fig. 5 in vereinfachter Darstellung die mit den Förderelementen 1 bzw. 1&min; verbundenen Verschiebeeinheiten 5 bzw. 5&min; ersichtlich. Die Verschiebeeinheiten 5 bzw. 5&min; sind umlaufend (abgebildet in Arbeitswegrichtung 18) auf den Fördereinheiten 11 bzw. 11&min; in der beschriebenen Weise auf Ketten 6 befestigt.

Fig. 6 zeigt nun eine nach Pfeilrichtung erfolgende Zustellbewegung 20, in welche die steuerkurvengeführten Förderelemente 1 bzw. 1&min; an die Gegenstände 3 heranfahren und diese seitlich sowie durch die Haltevorsprünge 14 erfassen.

Fig. 7 zeigt eine von den Förderelementen 1 bzw. 1&min; aufgrund der schnelleren Bewegung der umlaufenden Verschiebeeinheiten 5 bzw. 5&min; in Arbeitswegrichtung 18 ausgeführte Gruppierbewegung 22 der Gegenstände 3&min; gegenüber den Gegenständen 3. Damit sind die Gegenstände 3&min; gegenüber den verlangsamt nachgeschobenen Gegenständen 3 in eine gruppierte und beabstandete Anordnung verbracht.

Daraufhin können nach Fig. 8 die Förderelemente 1 durch die steuerkurvengeführte Wegstellbewegung 21 wieder zurückfahren und die gruppierten Gegenstände 3&min;, die sich nunmehr in einer beabstandeten und gruppierten Form befinden, einer weiteren, nachfolgenden Beförderung und Bearbeitung überlassen. Nun wiederholt sich der wiederum in Fig. 5 beginnende Ablauf durch ein neues an je einem Paar von Verschiebeeinheiten 5 bzw. 5&min; befestigtes Paar von Förderelementen 1, 1&min;.

Bezugszeichenliste

1 Förderelement

1&min; Förderelement

2 Steuernocken

3 Gegenstand

3&min; Gegenstand

4 Steuerkurve

5 Verschiebeeinheit

5&min; Verschiebeeinheit

6 Kette

7 Kettenglied

8 Stange

10 Plattenelement

11 Fördereinheit

11&min; Fördereinheit

12 Welle

13 Beschichtung

14 Haltevorsprung

15 Längskurvenbereich

16 Übergangskurvenbereich

17 Zuführrichtung

18 Arbeitsrichtung

19 Rückwegrichtung

20 Zustellbewegung

21 Wegstellbewegung

22 Gruppierbewegung

23 Zuführweg

24 Führungseinrichtung

25 Zweiergruppe


Anspruch[de]
  1. 1. Vorrichtung zum Befördern und Gruppieren von über einen Zuführweg in einer Zuführrichtung mittels Fördereinheiten zugeführten Gegenständen mit zwei Reihen gegenüberliegender, korrespondierender und in einer Seite-an-Seite-Beziehung angeordneter Förderelemente, die während eines parallel zur Zuführrichtung verlaufenden Arbeitsweges die Gegenstände durch eine Zustellbewegung quer zur Zuführrichtung von beiden Seiten des Zuführweges erfassen, befördern und gruppieren und durch eine Wegstellbewegung quer zur Zuführrichtung freigeben und einen parallel zum Arbeitsweg entgegen der Zuführrichtung verlaufenden Rückweg durchlaufen, dadurch gekennzeichnet, daß die Zustellbewegung (20) bzw. Wegstellbewegung (21) der Förderelemente (1, 1&min;) durch steuerkurvengeführte und mit den Förderelementen (1, 1&min;) verbundenen Steuernocken (2) erfolgt.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zum Befördern und Gruppieren der Gegenstände (3) mehrere, mindestens zwei, korrespondierende Förderelemente (1, 1&min;) vorgesehen sind, wobei jedem Förderelement (1, 1&min;) eine eigene Steuerkurve (4) und ein eigener Steuernocken (2) zugeordnet sind.
  3. 3. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Förderelement (1, 1&min;) mit einer Verschiebeeinheit (5, 5&min;) verbunden ist und entlang des Umfangs einer Fördereinheit (11, 11&min;) umläuft.
  4. 4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Verschiebeeinheiten (5, 5&min;) mit mindestens eine und vorzugsweise mehrere umlaufende Ketten (6) aufweisenden Fördereinheiten (11, 11&min;) verbunden sind und die Förderelemente (1, 1&min;) durch die Bewegung der Verschiebeeinheiten (5, 5&min;) auf den umlaufenden Ketten (6) beim Übergang von dem Arbeitsweg in den Rückweg und umgekehrt eine Drehung von 180° vollziehen.
  5. 5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Förderelemente (1, 1&min;) über Stangen (8) mit den Verschiebeeinheiten (5, 5&min;) verbunden sind und in diesen geführt werden, wobei durch eine Bewegung des über die Stangen (8) mit jeweils einem Förderelement (1, 1&min;) verbundenen Steuernockens (2) die Zustellbewegung (20) bzw. Wegstellbewegung (21) der Förderelemente (1, 1&min;) erfolgt.
  6. 6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Förderelemente (1, 1&min;) eine gleichzeitig erfolgende Zustellbewegung (20) und/oder Wegstellbewegung (21) ausführen.
  7. 7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuernocken (2) in mit Steuerkurven versehenen Plattenelementen (10) geführt werden.
  8. 8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Plattenelemente (10) modular aufgebaut sind.
  9. 9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 und 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Plattenelemente (10) teilweise oder als Ganzes austauschbar sind.
  10. 10. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß jede Steuerkurve (4) parallele und versetzt zueinander verlaufende Längskurvenbereiche (15) aufweist, welche durch Übergangskurvenbereiche (16) miteinander verbunden sind.
  11. 11. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuernocken (2) während des Umlaufs der zugehörigen Verschiebeeinheiten (5, 5&min;) entlang des Umfangs einer Fördereinheit (11, 11&min;) in Steuerkurven (4) sowie Führungseinrichtungen (24) geführt sind.
  12. 12. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine Reihe der gegenüberliegenden, korrespondierenden und in einer Seite-an-Seite-Beziehung angeordneten Förderelemente (1) mit einer separaten Fördereinheit (11) sowie die zweite Reihe gegenüberliegender, korrespondierender in einer Seite-an-Seite-Beziehung angeordneter Förderelemente (1&min;) mit einer zweiten, separaten Fördereinheit (11&min;) verbunden sind.
  13. 13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die separaten Fördereinheiten (11, 11&min;) über eine gemeinsame Welle (12) synchron angetrieben werden.
  14. 14. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß jede Fördereinheit (11 bzw. 11&min;) mehrere, vorzugsweise zwei in separaten Steuerkurven (4) geführte Förderelemente (1 bzw. 1&min;) aufweist.
  15. 15. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Förderelemente (1, 1&min;) gruppenweise und lösbar auf der Kette (6) der Fördereinheiten (11, 11&min;) angebracht sind.
  16. 16. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Förderelemente (1, 1&min;) mit einer elastischen Beschichtung (13), insbesondere Gummimaterial, versehen sind.
  17. 17. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens zwei gegenüberliegende, korrespondierende Förderelemente (1, 1&min;) einen Haltevorsprung (14) besitzen.
  18. 18. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Beschichtungen (13) und/oder Haltevorsprünge (14) der Förderelemente (1, 1&min;) austauschbar sind.






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