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Dokumentenidentifikation DE4439944A1 15.05.1996
Titel Bandfiltereinrichtung zum Ausbringen von Fremdpartikeln aus Flüssigkeitsbädern
Anmelder SMS Schloemann-Siemag AG, 40237 Düsseldorf, DE
Erfinder Schimion, Werner, 57271 Hilchenbach, DE;
Jung, Hubert, 57271 Hilchenbach, DE
Vertreter Hemmerich, Müller & Partner, 57072 Siegen
DE-Anmeldedatum 09.11.1994
DE-Aktenzeichen 4439944
Offenlegungstag 15.05.1996
Veröffentlichungstag im Patentblatt 15.05.1996
IPC-Hauptklasse B01D 33/048
Zusammenfassung Eine Bandfiltereinrichtung zum Ausbringen von Fremdpartikeln aus Flüssigkeitsbädern. Die Einrichtung besteht aus einer, die Flüssigkeit aufnehmenden Badwanne 1, einem Filterband, das sich aus einem endlosen Umlauftraggurt 8 mit Perforationen und einem Filterbandvlies 18 zusammensetzt, das von einer Rolle abwickelbar und nach Gebrauch auf eine Rolle aufwickelbar ist. Das Filterbandvlies ist auf den Umlaufgurt 23 auflegbar. In der Badwanne befindet sich eine Unterdruckkammer, die aus einer um eine horizontale Achse 6 drehbar gelagerten Zylindertrommel 15 besteht. Der Innenraum dieser Zylindertrommel bildet die Unterdruckkammer. Der Umfangsmantel der Zylindertrommel weist Ansaugöffnungen auf, und auf diese sind der Umlauftraggurt 8 und/oder das Filterbandvlies 18 auflegbar, die über Führungsrollen in die Badwanne 1 ein- und wieder aus dieser herausgebracht werden.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Bandfiltereinrichtung zum Ausbringen von Fremdpartikeln aus Flüssigkeitsbädern, bestehend aus einer, die Flüssigkeit aufnehmenden Badwanne, einem Filterband, das als ein endloser, perforierter Umlauf-Traggurt und/oder, von einer Rolle abwickelbares ggfs. auf den Umlauftraggurt auflegbares Filterbandvlies ausgebildet ist, einer, in der Badwanne angeordneten, mit Unterdruck erzeugenden Einrichtungen verbundenen Unterdruckkammer mit Ansaugöffnungen, sowie Traggurt und/oder Filterbandvlies beaufschlagende Führungsrollen, die Traggurt und/oder Filterbandvlies von oben in die Badwanne einbringen und über die Ansaugöffnungen der Unterdruckkammer führen und dann nach oben aus der Badwanne herausbringen.

Bandfiltereinrichtungen dieser Art sind in sehr zahlreichen Ausbildungsformen bekanntgeworden. Als, bei Konstruktion und Betrieb solcher Einrichtungen auftretendes schwierigstes Problem hat sich die Führung des Traggurtes bzw. der Kombination von Traggurt und aufliegendem Filterbandvlies über die Ansaugöffnungen der Unterdruckkammer und die Abdichtung vor, hinter und seitlich der Ansaugöffnungen herausgestellt. Die Führung wird durch die Notwendigkeit erschwert, den Traggurt und ggfs. das aufliegende Filterbandvlies oberhalb der Ansaugöffnungen über eine ebene Fläche mit einem auf die gesamte Führungsfläche wirksamen Auflagedruck zu bewegen und dabei den verhältnismäßig großen Reibungswiderstand, der sich aus der verhältnismäßig großen Flächenberührung ergibt, in Grenzen zu halten, die ein Abreißen des Traggurtes und insb. des Filterbandvlieses verhindern sowie ferner, wie schon erwähnt, die Abdichtung der bewegten Teile, insb. in Bewegungsrichtung seitlich der Ansaugöffnungen sowohl im Stillstand als auch in der Bewegung zu sichern und ferner ein Aufschwimmen des aufliegenden Filterbandvlieses sowohl während der Bewegung als auch beim Stillstand und Abstellen bzw. Ausbleiben des Unterdrucks zu vermeiden.

Man hat versucht, diesen Schwierigkeiten durch Anordnung von Gleitschienen über den Ansaugöffnungen (US-PS 37 04 787), mechanische Andruckvorrichtungen für die Seitenränder von Traggurt und/oder Filterbandvlies (EP-A 407 363) Anordnung von auflegbaren Andruckeinrichtungen vor und hinter den Ansaugöffnungen (EP-A 512 288) Verwendung von zusätzlichen Auflagegurten zur Auflage auf Traggurt und/oder Filterbandvlies (US-PS 30 87 620, 40 62 780) zu begegnen.

Alle diese Vorschläge erforderten für ihre Verwirklichung einen erheblichen technischen Aufwand mit zahlreichen Störungs- und Verschleißquellen ohne das genannte Problem endgültig zu lösen.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Bandfiltereinrichtung mit den Merkmalen der gattungsgemäßen Ausbildungsform zu schaffen, die das geschilderte Problem löst und die bei den bisher entwickelten Ausbildungsformen auftretenden Schwierigkeiten vermeidet.

Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß die Unterdruckkammer aus einer, um eine horizontale Achse drehbar in der Badwanne gelagerten Zylindertrommel besteht, deren Innenraum die Unterdruckkammer bildet und auf deren, die Ansaugöffnungen aufweisenden Umfangsmantel Traggurt und/oder Filterbandvlies auflegbar sind.

Mit dieser erfindungsgemäßen Ausbildungsform der Unterdruckkammer und der Anordnung der Ansaugöffnungen auf dem Mantelumfang der Zylindertrommel entfallen die geschilderten Probleme einfach deshalb, weil der auf den Umfangsmantel der Zylindertrommel aufgelegte Traggurt bzw. die aufgelegte Kombination von Traggurt und Filterbandvlies mit der Zylindertrommel in der Badwanne umläuft, ohne daß zwischen dem Umfangsmantel und Traggurt und Filterbandvlies eine Relativbewegung stattfindet. Dabei werden Traggurt und Filterbandvlies durch entsprechende Anordnung der Führungsrollen um den Umfang der Zylindertrommel gespannt und damit verhindert, daß auch beim Stillstand und beim Ausbleiben des Unterdrucks ein Aufschwimmen von Traggurt bzw. Filterbandvlies möglich ist.

Wie die Erfindung weiter vorsieht, kann oberhalb der Zylindertrommel ein, mit geringem Abstand voneinander und vom Umfangsmantel der Zylindertrommel angeordnetes, den Traggurt und/oder das Filterbandvlies an den Umfangsmantel heran- bzw. von diesem wieder wegführendes Führungsrollenpaar vorgesehen werden. Weiter sieht die Erfindung vor, ggfs. zwischen den beiden Führungsrollen dieses Führungsrollenpaares ortsfest eine mit ihren Rändern auf den Umfangsmantel aufliegende Dichtabdeckung vorzusehen. Diese Dichtabdeckung kann spitzdachförmig ausgebildet sein, wobei die, mit ihrem Rand der, den Traggurt bzw. das Filtervliesband wegführenden Führungsrolle zugewandte Dachfläche bis zur oberen Öffnung der Badwanne verlängert eine Führungsstützfläche für den, aus der Badwanne herausgebrachten Traggurt bzw. das Filterbandvlies bilden.

Bei Bandfiltereinrichtungen, die einen endlosen Umlauftraggurt aufweisen, mit dem, quer zu seiner Bewegungsrichtung hintereinanderliegende, aus einem Magnetwerkstoff bestehende Stabkörper verbunden sind, können dem Umlaufgurt außerhalb und innerhalb der Badwanne zusätzliche Führungsrollen zugeordnet werden, die den Umlaufgurt, in die Badwanne einbringen, auf den Traggurt und/oder das Filterbandvlies auflegen und mit diesen um den Umfangsmantel herumführen. Der Umlaufgurt kann auch zusammen mit dem Traggurt und/oder dem Filterbandvlies an den Umfangsmantel der Zylindertrommel heran- und von diesem weggeführt werden. Es besteht ferner die Möglichkeit, den Umlaufgurt nach Wegführung von dem Umfangsmantel über separate Führungsrollen mit Abstand vom Umfangsmantel unter der Zylindertrommel hinweg nach oben aus der Badwanne herauszuführen. Der Umfangsgurt kann in bekannter Weise oberhalb der oberen Öffnung der Badwanne durch eine Reinigungsvorrichtung für die Stabkörper geführt werden. Weiter kann in Bewegungsrichtung des Traggurtes der diesen an den Umfangsmantel der Zylindertrommel heranführenden Führungsrolle des Führungsrollenpaares vorgeordneten Führungsrolle eine, zwischen beiden Rollen angeordnete, gegen die Oberseite des Traggurtes andrückbare Treibrolle für das auf dem Traggurt aufliegende Filterbandvlies zugeordnet werden. Auch hier besteht die Möglichkeit, den Traggurt in an sich bekannter Weise oberhalb der oberen Öffnung der Badwanne durch eine Reinigungsvorrichtung für die Perforation des Gurtes zu führen.

In einer anderen Ausbildungsform kann erfindungsgemäß die Zylindertrommel mit einer Rohrnabe auf einer mit der Unterdruckeinrichtung verbundenen zylindrischen Rohrachse lagern, deren Wandung im seitlichen und unteren Umfangsbereich Eintrittsöffnungen aufweist, wobei zwischen der Außenwand der Rohrnabe und der Innenwand des Umfangsmantels der Zylindertrommel radiale, Sektor-Kammern bildende Zwischenwände und zwischen diesen Austrittsöffnungen in der Rohrnabe angeordnet sind. Die Ausbildung kann dabei auch so getroffen sein, daß die Austrittsöffnungen der Rohrnabe auf einem ortsfesten, einseitig geschlossenen, topfförmigen Rohrstück und das andere Ende der Rohrnabe auf einem ebenfalls ortsfesten Zapfen lagern. Für diese Ausbildungsform kann, wie die Erfindung weiter vorsieht, ein endloser, von Führungsrollen in die Badwanne hinein- und aus dieser herausgeführter, auf das, auf den Umfangsmantel der Zylindertrommel aufgelegte Filterbandvlies auflegbarer Traggurt vorgesehen werden. Schließlich kann der Umfangsmantel der Zylindertrommel siebförmig perforiert sein.

Die erfindungsgemäße Ausbildungsform der Bandfiltereinrichtung kann wahlweise sowohl mit einem, als Siebband perforierten Traggurt ohne Filterbandvlies und auch mit dem Traggurt und aufgelegtem Filterbandvlies betrieben werden; ebenso ist es möglich, in besonderen Fällen, wenn nur metallische Fremdpartikel aus der Flüssigkeit entfernt werden müssen, die Zylindertrommel nur mit dem Umlaufgurt und den mit diesem verbundenen Stabkörpern aus Magnetwerkstoff umlaufen zu lassen. Die Ausbildungsform mit, in Sektor-Kammern aufgeteiltem Innenraum der Zylindertrommel erlaubt bei Anordnung eines siebförmigen Umfangsmantels und Verwendung der, nach Art eines Drehschiebers arbeitenden Kombination von Austrittsöffnungen in der Rohrnabe und für bestimmte Umfangsbereiche positionierten Eintrittsöffnungen in der Rohrachse die Saugwirkung auf einen bestimmten Umfangsbereich, hier dem unteren Umfangsbereich der Zylindertrommel zu beschränken und ermöglicht es damit, den Umfangsmantel nur mit einem Filterbandvlies zu belegen, weil in diesem Fall die erfindungsgemäße Bandfiltereinrichtung ohne eine Dichtabdeckung des oberen Bereiches zwischen den beiden Führungsrollen betrieben werden kann.

Die Erfindung wird anhand der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert. In der Zeichnung zeigen

Fig. 1 die Bandfiltereinrichtung im Schnitt in schematischer Darstellung,

Fig. 2 eine andere Ausbildungsform der gleichen Darstellungsart und

Fig. 3 eine Einzelheit in vergrößertem Maßstab im Schnitt.

Wie aus Fig. 1 zu ersehen, besteht die Badwanne 1 aus einem quaderförmigen Oberteil 1a der in einen rinnenförmigen Unterteil 1b übergeht. In dem quaderförmigen Oberteil 1a sind an, einander gegenüberliegenden Seitenwänden Einlaßstutzen 2 für den Eintritt der mit Fremdpartikeln verunreinigten Flüssigkeit angeordnet. Jeweils hinter diesen Einlaßstutzen 2 sind vertikale Grobsiebe 3 angeordnet, die gleichzeitig als Strömungsverteiler wirksam werden. Ein Überlauf 4 regelt das Niveau N der Flüssigkeit in der Badwanne 1. Die Zylindertrommel 5 ist um eine Rohrachse 6 drehbar in den Seitenwänden des rinnenförmigen Oberteils 1b der Badwanne 1 gelagert und weist, im übrigen geschlossene Seitenwände 5a sowie einen Umfangsmantel 5b mit, hier nicht dargestellten Flüssigkeitsdurchtrittsöffnungen z. B. in der Form einer regelmäßigen Perforation auf. An die Rohrachse 6 ist ein, nach außen aus der Badwanne 1 herausgeführtes Ansaugrohr 7 angeschlossen, das zu einer nicht dargestellten, Unterdruck erzeugenden Einrichtung führt und in den Innenraum der Zylindertrommel 5 mündet. Oberhalb der Badwanne 1 ist eine Anzahl von Führungsrollen 10, 11, 12 und 13 für den endlosen Traggurt 8 angeordnet. Von diesen Rollen ist die Führungsrolle 12 mit einem Motor 9 verbunden. Innerhalb der Badwanne 1, unterhalb des Flüssigkeitsniveaus N ist mit geringem, einstellbarem Abstand vom Umfangsmantel 5b ein Führungsrollenpaar 14 mit den Führungsrollen 14a und 14b angeordnet, deren, verhältnismäßig geringer Abstand voneinander ebenfalls einstellbar ist. Mit diesen Führungsrollen 10, 11, 12, 13 und 14a, 14b wird der endlose Traggurt 8 in die Badwanne 1 eingebracht, um den Umfangsmantel 5b herumgelegt und wieder aus der Badwanne 1 herausgebracht. Zwischen den beiden Führungsrollen 14a und 14b ist eine ortsfeste, hier spitzdachförmige Dichtabdeckung 15 angeordnet die, seitlich gegen den Umfangsmantel 5b abgedichtet ist bzw. eine geschlossene Dichtfläche über den jeweiligen Zylindersegment bildet, die mit ihren Rändern 15a und 15b auf dem Umfangsmantel 5b aufliegt und dabei, in der dargestellten Ausbildungsform mit der der Führungsrolle 14a zugewandten verlängerten Dachfläche 15c bis zur oberen Öffnung der Badwanne 1 über das Niveau N der Flüssigkeit hinaus verlängert, eine Stützfläche für den Traggurt 8 bildet.

Außerhalb der Badwanne 1 können, wie strichpunktiert wiedergegeben, weiter eine Vorratsrolle 16 für das, ebenfalls strichpunktiert dargestellte Filterbandvlies 18 und eine Aufnahmerolle 17 für das verbrauchte Filterbandvlies 18 angeordnet werden. Das von der Vorratsrolle 16 in Richtung des eingezeichneten Pfeils abgewickelte Filterbandvlies 18 wird, eingefädelt durch die aufgelegte Führungsrolle 13, zusammen mit dem Traggurt 8 über die Führungsrolle 14b in die Badwanne 1 eingebracht, mit dem Traggurt 8 um den Umfangsmantel 5b herumgelegt, über die Führungsrolle 14a wieder aus der Badwanne 1 heraus, umgeführt durch die Führungsrolle 10 der Aufnahmerolle 17 zugeführt.

Weiter können oberhalb der Badwanne 1 zusätzliche Führungsrollen 19 und 20 angeordnet werden, von denen die eine, hier die Führungsrolle 19, ebenfalls mit einem Motor 21 verbunden ist. Um diese Führungsrollen kann in Verbindung mit einer weiteren Führungsrolle 22, die unterhalb der auf dem Traggurt 8 bzw. auf diesen und das Filterbandvlies 18 auflegbaren Führungsrolle 13 angeordnet ist, umgeführt durch die Führungsrolle 14b, ein Umlaufgurt 23 auf den Traggurt 8 bzw. auf diesen und das Filterbandvlies 18 auflegbarer Umlaufgurt 23 mit, quer zu seiner Bewegungsrichtung hintereinanderliegenden Stabkörpern 24 aus magnetischem Werkstoff aufgelegt und um den Umfangsmantel 5b der Zylindertrommel 5 herumgeführt werden. Dieser Umlaufgurt 23 wird, nachdem er um den Umfangsmantel 5b herumgeführt worden ist, über die Führungsrolle 14a aus der Badwanne 1 herausgebracht und zwischen den Führungsrollen 19 und 20 durch eine Reinigungsvorrichtung für die Stabkörper 24 bewegt und über die Führungsrolle 20 und weitere, in der Badwanne 1 befindliche, im Abstand von der Zylindertrommel 5 angeordnete weitere Führungsrollen 26, 27, 28, 29 unter der Zylindertrommel 5 hinweg wieder der Führungsrolle 22 zugeführt.

Die beschriebene Bandfiltereinrichtung kann einmal nur mit einem perforierten Traggurt 8 betrieben werden, wobei die Zylindertrommel 5mit aufgelegtem Traggurt 8 ständig umläuft, die Fremdpartikel auf seiner Außenfläche festhält und geführt durch die Führungsrolle 14a nach seinem Austritt aus der Badwanne 1 über die Führungsrollen 10, 11 und 12, zwischen den Führungsrollen 11 und 12, durch eine Reinigungseinrichtung 26 bewegt, von den Fremdpartikeln befreit, über die Führungsrollen 13 und 14b wieder auf den Umfangsmantel 5b aufgelegt und erneut umgeführt wird.

Weiter kann die beschriebene Bandfiltereinrichtung auch so betrieben werden, daß auf dem Traggurt 8 mit Hilfe der Umführungsrolle 22 und der auflegbaren Umführungsrolle 13 der Anfang des, von der Vorratsrolle 16 abgewickelten Filterbandvlieses 18 aufgelegt und mit diesem über die Umführungsrolle 14b um den Umfangsmantel 5b herumgeführt, über die Führungsrolle 14a und die Führungsrolle 10 aus der Badwanne 1 herausgebracht, der Aufnahmerolle 17 zugeführt wird. In diesem Fall führt die Zylindertrommel 5 mit dem Traggurt 8 und dem auf diesen aufgelegten Abschnitt des Filterbandvlieses 18 jeweils nur eine volle Umdrehung aus und wird erst dann weitergedreht, wenn sich auf dem, auf dem Umfangsmantel 5b befindlichen Abschnitt des Filterbandvlieses 18 genügend Fremdpartikel angesammelt haben, d. h. zweckmäßig dann, wenn sich zwischen der in der Badwanne 1 befindlichen Flüssigkeit und dem Inneren der Zylindertrommel 5 ein vorbestimmbarer Differenzdruck aufgebaut hat, der es notwendig macht, auf den Umfangsmantel 5b einen frischen Abschnitt des Filterbandvlieses 18 aufzubringen. Der mit Fremdpartikeln beladene Abschnitt wird dann, wie bereits dargestellt, über die Führungsrollen 14a und 10 der Aufnahmerolle 17 zugeführt. Für diese Betriebsart kann dann die Bewegung des Traggurtes 8 durch die Reinigungsvorrichtung 26 wegfallen. Wird die Einrichtung nur für diese Betriebsweise verwendet, dann kann auf die Reinigungsvorrichtung 26 verzichtet werden.

Wo in der Flüssigkeit Fremdpartikel enthalten sind, die magnetisch erfaß- und ausbringbar sind, kann auf den Traggurt 8 bzw. auf das auf diesen aufgelegte Filterbandvlies 18 in der bereits geschilderten Weise der Umlaufgurt 23 mit den Stabkörpern 24 aus magnetischem Werkstoff aufgelegt und mit diesen auf den Umfangsmantel 5b der Zylindertrommel 5 durch die Badwanne 1 geführt und durch die Reinigungseinrichtung 25 bewegt werden. Es ist ebenfalls möglich, nur diesen Umlaufgurt 23 in der beschriebenen Weise durch die Badwanne 1 zu führen, in diesem Falle in kontinuierlichem oder diskontinuierlichem Umlauf.

Bei allen geschilderten Betriebsweisen wird der Spalt zwischen den Führungsrollen 14a und 14b, durch den die in der Badwanne 1 befindliche, Fremdpartikel enthaltende Flüssigkeit ungefiltert in das Innere der Filtertrommel 5 eintreten könnte, durch die Dichtabdeckung 15 dichtend verschlossen.

Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 weist die Zylindertrommel 30 innenseitig radiale Zwischenwände 31 auf, die an die Innenwand des Umfangsmantels 32 angesetzt, auf dem Umfang einer Rohrnabe 33 enden und dabei eine Anzahl gleicher Sektorkammern 34 bilden. Die Rohrnabe 33 lagert auf einer ortsfesten Rohrachse 35 und weist zwischen den jeweiligen, einander benachbarten Zwischenwänden 31 Flüssigkeits-Austrittsöffnungen 36 auf, während die Rohrachse 35 in ihrem unteren Umfangsbereich mit einer Flüssigkeits-Eintrittsöffnung 37 versehen ist. Die Rohrachse 35 steht entsprechend der Ausbildung nach Fig. 1 über ein, hier strichpunktiert angedeutetes Ansaugrohr 7 mit einer, nicht dargestellten Unterdruckeinrichtung in Verbindung. Auf den, mit Perforationsausnehmungen 32a versehenen Umfangsmantel 32 der Zylindertrommel 30 ist, wie bei der Ausbildung nach Fig. 1 ein, in unterbrochenen Linien dargestelltes Filterbandvlies 18, abgewickelt von der Vorratsrolle 16, geführt durch die Führungsrollen 38, 39 und 40, 41 auflegt und, mit Fremdpartikeln beladen, der Aufnahmerolle 17 zuführbar. Auf das, auf den Umfangsmantel 32 aufgelegte Filterbandvlies 18 wird, ähnlich wie bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1, eine endlose Umlaufkette 42aufgelegt, die, ebenfalls von den Führungsrollen 38, 39 bzw. 40, 41 und weitere Führungsrollen 43, 44 aus der Badwanne 1 heraus- bzw. in diese hineingeführt wird. Der Rücklauf der Umlaufkette 42 erfolgt dabei innerhalb der Badwanne 1 durch eine oder zwei, mit Abstand konzentrisch zur Zylindertrommel 30 unter dieser angeordneten Führungsschienen 43. Die Umlaufkette 42 kann mit stabförmigen, quer zur Laufrichtung angeordneten und die Zylinderbreite überdeckenden Stabkörpern ausgestattet sein. Diese Stabkörper können aus einem Magnetwerkstoff bestehen.

Bei der Ausbildung nach Fig. 3 ist die Rohrachse als ein, fest mit der Badwanne verbundenes, nach außen offenes und nach innen geschlossenes topfförmiges Rohrstück 35&min; ausgebildet, auf dem die Rohrnabe 33 der Zylindertrommel 30 auf einer Seite in Lagern 44 gelagert ist. Auf der anderen Seite lagert die Zylindertrommel 30 mit einer Buchse 45 auf einem, mit der Badwanne fest verbundenen Lagerzapfen 46. Das topfförmige Rohrstück 35&min; weist, ebenso wie dies bei der Ausbildung nach Fig. 2 der Fall ist, in seinem unteren Bereich eine Flüssigkeitseintrittsöffnung 37&min; auf und in der Rohrnabe 33 sind, diesen Flüssigkeitseintrittsöffnungen 37&min; zugeordnete Flüssigkeitsaustrittsöffnungen 36&min; zugeordnet.

Anders, als bei der Ausbildung nach Fig. 1 bedarf es hier keiner Abdichtung des Zwischenraums zwischen den Führungsrollen 39 und 41, die den Führungsrollen 14b, 14a der Ausbildung nach Fig. 1 entsprechen, um den Eintritt ungereinigter, noch mit Fremdpartikeln beladener Flüssigkeit in die Trommel zu verhindern, falls durch die Unterteilung der Zylindertrommel 30 in Sektorenkammern 34 die Verbindung mit dem drehschieberartigen Zusammenwirken der Flüssigkeitsaustrittsöffnungen 36 bzw. 36&min; der Rohrnabe 33 mit den Flüssigkeitseintrittsöffnungen 37 bzw. 37&min; der Rohrachse 35 bzw. des topfförmigen Rohrstücks 35&min; die von der Unterdruckeinrichtung ausgehende Saugwirkung nur in den Sektorkammern 34 wirksam wird, deren zugeordneter Abschnitt des Umfangsmantels 32 bereits mit dem von der Führungsrolle 39 auf diesen aufgelegten Filterbandvlies 18 abgedeckt ist. Die auf das Filterbandvlies 18 endlose Umlaufkette 42 verhindert dabei ein Aufschwimmen des Filterbandvlieses 18 in den Bereichen des Umfangsmantels, in denen die zugeordnete Sektorenkammer 34 über ihre Flüssigkeitsaustrittsöffnungen 36 noch nicht mit der Unterdruckeinrichtung verbunden ist.

Bezugszeichenliste

1 Badwanne

1a quaderförmiger Oberteil (der Badwanne)

1b rinnenförmiger Unterteil (der Badwanne)

2 Einlaßstutzen

3 Grobsieb

4 Überlauf

5 Zylindertrommel

5a Seitenwände (der Zylindertrommel)

5b Umfangsmantel (der Zylindertrommel)

6 Rohrachse

7 Ansaugrohr

8 Traggurt

9 Motor

10 Führungsrolle

11 Führungsrolle

12 Führungsrolle

13 Führungsrolle

14 Führungsrollenpaar

14a Führungsrolle

14b Führungsrolle

15 Dichtabdeckung

15a Ränder (der Dichtabdeckung)

15b Ränder (der Dichtabdeckung)

15c Dachfläche (der Dichtabdeckung)

16 Vorratsrolle

17 Aufnahmerolle

18 Filterbandvlies

19 (zusätzliche) Führungsrolle

20 (zusätzliche) Führungsrolle

21 Motor

22 Führungsrolle

23 Umlaufgurt

24 Stabkörper

25 Reinigungsvorrichtung

26 Reinigungsvorrichtung

30 Zylindertrommel

31 (radiale) Zwischenwände

32 Umfangsmantel (der Zylindertrommel)

32a Perforierungsausnehmungen (des Umfangsmantels)

33 Rohrnabe

34 Sektorkammern

35 Rohrachse

35&min; topfförmiges Rohrstück

36 Flüssigkeitsaustrittsöffnungen

37 Flüssigkeitseintrittsöffnungen

37&min; Flüssigkeitseintrittsöffnung

38 Führungsrolle

39 Führungsrolle

40 Führungsrolle

41 Führungsrolle

42 (endlose) Umlaufkette

43 Führungsschiene

44 Lager

45 Büchse

46 Lagerzapfen


Anspruch[de]
  1. 1. Bandfiltereinrichtung zum Ausbringen von Fremdpartikeln aus Flüssigkeitsbädern, bestehend aus einer die Flüssigkeit aufnehmenden Badwanne, einem Filterband, das als ein endloser, perforierter Umlauftraggurt und/oder von einer Rolle abwickelbares, ggfs. auf den Traggurt auflegbares Filterbandvlies ausgebildet ist, einer, in der Badwanne angeordneten, mit Unterdruck erzeugenden Einrichtungen verbundenen Unterdruckkammer mit Ansaugöffnungen, sowie den Traggurt und/oder das Filterbandvlies beaufschlagende Führungsrollen, die den Traggurt und/oder das Filterbandvlies von oben in die Badwanne einbringen und über die Ansaugöffnungen der Unterdruckkammer führen und dann nach oben aus der Badwanne herausbringen, dadurch gekennzeichnet, daß die Unterdruckkammer aus einer, um eine horizontale Achse (6; 35) drehbar in der Badwanne (1) gelagerten Zylindertrommel (5; 30) besteht, deren Innenraum die Unterdruckkammer bildet, und auf deren, die Ansaugöffnungen aufweisenden Umfangsmantel (5b; 32) der Traggurt (8); und/oder das Filterbandvlies (18) auflegbar sind.
  2. 2. Bandfiltereinrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch ein oberhalb der Zylindertrommel (5; 30) mit geringem Abstand voneinander und vom Umfangsmantel (5b; 32) der Zylindertrommel (5; 30) einstellbar angeordnetes, den Traggurt (8) und/oder das Filterbandvlies (18) an den Umfangsmantel (5b; 32) heran- bzw. von diesem wieder wegführendes Führungsrollenpaar (14a, 14b; 39, 41).
  3. 3. Bandfiltereinrichtung nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch eine ortsfest zwischen den beiden Führungsrollen (14a, 14b) des Führungsrollenpaares (14) angeordnete, mit ihren Rändern auf dem Umfangsmantel (5b) aufliegende Dichtabdeckung (15).
  4. 4. Bandfiltereinrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtabdeckung (15) spitzdachförmig ausgebildet ist, wobei die, mit ihrem Rand der, den Traggurt (8) wegführenden Führungsrolle (15a) zugewandte Dachfläche (15c) bis zur oberen Öffnung der Badwanne (1) verlängert, eine Führungsstützfläche für den, aus der Badwanne (1) herausgebrachten Traggurt (8) und/oder das Filterband (18) bildet.
  5. 5. Bandfiltereinrichtung nach Anspruch 1, mit einem endlosen Umlaufgurt, mit dem, quer zu seiner Bewegungsrichtung hintereinanderliegende, aus einem Magnetwerkstoff bestehende Stabkörper verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, daß der Umlaufgurt (23) über, außerhalb und innerhalb der Badwanne (1) angeordnete zusätzliche Führungsrollen (22, 19, 20, 26, 27, 28, 29) in diese eingebracht, auf den Traggurt (8) und/oder das Filterbandvlies (18) aufgelegt und mit diesen um den Umfangsmantel (5b) herumgeführt wird.
  6. 6. Bandfiltereinrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Umlaufgurt (23) zusammen mit dem Traggurt (8) und/oder dem Filterbandvlies (18) an den Umfangsmantel (5b) der Zylindertrommel (5) heran- und von diesem weggeführt wird.
  7. 7. Bandfiltereinrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Umlaufgurt (23) nach Wegführung von dem Umfangsmantel (5b) der Zylindertrommel (5) über separate Führungsrollen (26, 27, 28, 29, 22) von dem Umfangsmantel (5b) unter der Zylindertrommel (5) hinweg, nach oben aus der Badwanne (1) herausgeführt wird.
  8. 8. Bandfiltereinrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Umlaufgurt (23) in, in an sich bekannter Weise, oberhalb der oberen Öffnung der Badwanne (1) durch eine Reinigungsvorrichtung (25) für die Stabkörper (24) geführt wird.
  9. 9. Bandfiltereinrichtung nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch eine in Bewegungsrichtung des Traggurtes (8) der, diesen an den Umfangsmantel (5b) der Zylindertrommel (5) heranführenden Führungsrolle (14b) des Führungsrollenpaares (14) vorgeordnete Führungsrolle (22) und eine, zwischen diesen beiden Rollen (14b, 22) angeordnete, gegen die Oberseite des Traggurtes (8) andrückbare Treibrolle (13) für das, auf dem Traggurt (8) aufliegende Filterbandvlies (18).
  10. 10. Bandfiltereinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Traggurt (8) in an sich bekannter Weise oberhalb der oberen Öffnung der Badwanne (1) durch eine Reinigungsvorrichtung (26) für die Perforationen des Gurtes geführt wird.
  11. 11. Bandfiltereinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Zylindertrommel (30) mit einer Rohrnabe (33) auf einer zylindrischen Rohrachse (35) lagert, deren Wandung im unteren Umfangsbereich Flüssigkeitseintrittsöffnungen (37) aufweist und daß zwischen der Außenwand der Rohrnabe (33) und der Innenwand des Umfangsmantels (32) der Zylindertrommel (30) radiale Sektorkammern (34) bildende Zwischenwände (31) und zwischen diesen Flüssigkeitsaustrittsöffnungen (36) in der Rohrnabe (33) angeordnet sind.
  12. 12. Bandfiltereinrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Rohrnabe (33) einerseits auf einem, ortsfest mit der Badwanne (1) verbundenen, einseitig geschlossenen, topfförmigen, die Flüssigkeitseintrittsöffnung (37&min;) aufweisenden Rohrstück und andererseits mit einer Büchse (45) auf einem mit der Badwanne (1) fest verbundenen Lagerzapfen (46) lagert.
  13. 13. Bandfiltereinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Umfangsmantel (5b; 32) der Zylindertrommel (5; 30) siebförmig perforiert ist.
  14. 14. Bandfiltereinrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 13, gekennzeichnet durch einen endlosen von Führungsrollen (38, 39, 44, 43, 40, 41) in die Badwanne (1) und aus dieser herausgeführten, auf das auf den Umfangsmantel (32) der Zylindertrommel (30) aufgelegte Filterbandvlies (18) auflegbaren Umlaufkette (42) mit, quer zur Laufrichtung angeordneten und die Zylinderbreite überdeckenden Stabkörpern.
  15. 15. Bandfiltereinrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Stabkörper aus einem Magnetwerkstoff bestehen.






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