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Dokumentenidentifikation DE4439979A1 15.05.1996
Titel Brotteig
Anmelder Lochmüller, Friedrich, 33613 Bielefeld, DE
Erfinder Lochmüller, Friedrich, 33613 Bielefeld, DE
Vertreter Stracke, A., Dipl.-Ing.; Loesenbeck, K., Dipl.-Ing., Pat.-Anwälte, 33613 Bielefeld
DE-Anmeldedatum 09.11.1994
DE-Aktenzeichen 4439979
Offenlegungstag 15.05.1996
Veröffentlichungstag im Patentblatt 15.05.1996
IPC-Hauptklasse A21D 10/02
IPC-Nebenklasse A21D 8/00   A21D 13/02   
Zusammenfassung Zur Behandlung körperlicher Beschwerden, wie beispielsweise Beschwerden im Magen-Darm-Trakt, ist es bekannt, entsprechende Tees zu sich zu nehmen. Abgesehen davon, daß deren Zubereitung mit einem gewissen Aufwand verbunden ist, kann die Einnahme, obwohl notwendig, durchaus vergessen werden.
Aufgabe der Erfindung ist es sicherzustellen, daß derartige Tees ohne individuelle Zubereitung verwendet werden können.
Diese Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch gelöst, daß einem Brotteig, dessen Sauerteig einen Anteil Flüssigkeit aufweist, die Flüssigkeit aus aufgebrühtem Tee zugegeben wird.
Die dem Tee innewohnenden Wirkstoffe bleiben auch in dem aus dem Brotteig hergestellten Brot voll erhalten, so daß der Verwender bei der täglichen Nahrungsaufnahme automatisch den für seine Gesundheit notwendigen Anteil an Tee bzw. dessen Wirkstoffe zu sich nimmt.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft einen Brotteig, bestehend aus Sauerteig, Mehl und/oder Schrot sowie ggf. Weizenkleie, Haferflocken und Salz, wobei der Sauerteig einen Anteil Flüssigkeit aufweist.

Gesundheitliche Beschwerden, beispielsweise solche im Magen-Darm-Bereich werden, soweit es sich nicht um schwerwiegende Krankheitsbilder handelt, beispielsweise durch Einnahme von entsprechenden Tees behandelt.

Hierdurch werden durchaus Erfolge erzielt, d. h. bei länger dauernder Therapierung in diesem Sinne oder bei einer Dauerbehandlung kann sich eine Beschwerdefreiheit ergeben.

Allerdings wird eine Behandlung häufig nicht im erforderlichen Umfang durchgeführt, da die Zubereitung des Tees mit einem gewissen Aufwand verbunden ist und daher mitunter aus Bequemlichkeitsgründen unterbleibt.

Aufgabe der Erfindung ist es, einen Brotteig zu schaffen, mit dem ein Brot herstellbar ist, das als Therapeutikum bei entsprechenden gesundheitlichen Beschwerden dienen kann.

Diese Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch gelöst, daß die dem Sauerteig zugesetzte Flüssigkeit aus aufgebrühtem Tee, vorzugsweise Magen- und Darmtee besteht.

Überraschend hat sich gezeigt, daß die im aufgebrühten Tee enthaltenen, die gesundheitlichen Beschwernisse lindernden Wirkstoffe auch in dem fertigen, gebackenen Brot vollständig erhalten sind.

Hierdurch ergibt sich bei Verzehr eines derartigen Brotes die gleiche Wirkung wie bei der Einnahme des entsprechenden Tees.

Da das Brot üblicherweise täglich verzehrt wird, werden auch dem Körper des Kranken die der Gesundheit förderlichen Wirkstoffe bzw. die die Beschwerden lindernden mit der daraus sich ergebenden Regelmäßigkeit zugeführt.

Mit einem im Sinne der Erfindung gebackenen Brot erfolgt somit eine Krankheitsbehandlung, ohne daß der Patient besondere Veranstaltungen unternehmen muß, um den Tee zu sich zu nehmen.

Vor allem bei abklingenden Beschwerden bzw. auch als Prophylaxe ist der Verzehr des erfindungsgemäßen Brotes besonders geeignet, da häufig bei Nachlassen der Beschwerden auch auf die Zubereitung des Tees, da, wie erwähnt, etwas umständlich, verzichtet wird.

Grundsätzlich sind alle Gesundheitstees geeignet. Denkbar ist auch eine Mischung verschiedener Gesundheitstees, so daß der Verzehr dieses Brotes eine Heilwirkung verschiedener Beschwerden, die jeweils allein oder in Kombination auftreten, gegeben ist.

Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung können dem Brotteig Salz und Hopfenblätter zugegeben sein, wobei die Hopfenblätter zum einen eine medizinische Wirkung dahingehend haben, daß sie zur Blutreinigung beitragen und zum anderen die Konsistenz des Brotteiges verbessern. Hierzu trägt auch der an sich bekannte Einsatz von Haferflocken bei.

Neben der Beseitigung von Magen- und Darmbeschwerden verbessert das mit dem neuen Brotteig hergestellte Brot auch die Verdauung.

Die Herstellung des Brotteiges bzw. eines daraus hergestellten Brotes mit einem Gewicht von ca. 1.500 g wird nachfolgend beschrieben:

Zunächst wird ein Stück Sauerteig von etwa 100 g vorzugsweise mit Roggenmehl und Roggenschrot von zusammen 500 g vermengt und 500 g Tee, aufgebrüht aus vier Eßlöffeln Magen- und Darmteeblättern sowie 4 Teelöffeln Hopfenblättern, zugesetzt. Dieser Sauerteig sollte in vier Etappen gut gären.

Danach werden weitere, zusammen 500 g Mehl und Schrot, sowie 75 g Haferflocken und 50 g Weizenkleie und etwa 10 g Jodsalz zugegeben und gut verarbeitet.

Der nun fertige Brotteig soll alsdann 15 Minuten ruhen. Anschließend wird ein Brotlaib geformt und bei einer Backtemperatur von ca. 220° und einer Backzeit von ca. 1,5 Stunden gebacken.

Das fertige Brot sollte anschließend etwa einen halben Tag lang auskühlen und vorzugsweise in Brotpapier eingewickelt werden, da ansonsten Aromaverluste entstehen könnten.


Anspruch[de]
  1. 1. Brotteig, bestehend aus Sauerteig, Mehl und/oder Schrot sowie ggf. Weizenkleie, Haferflocken und Salz, wobei der Sauerteig einen Anteil Flüssigkeit aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß die Flüssigkeit aus aufgebrühtem Tee, vorzugsweise Magen- und Darmtee besteht.
  2. 2. Brotteig nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß den Teeblättern Hopfenblätter beigemischt sind.
  3. 3. Brotteig nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Salz Jodsalz verwendet wird.






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