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Dokumentenidentifikation DE4440004A1 15.05.1996
Titel Gießanlage für Kleinteile
Anmelder Maschinen- und Stahlbau Julius Lippert GmbH & Co, 92690 Pressath, DE
Erfinder Theobald, Wolfgang, 92676 Eschenbach, DE
Vertreter LOUIS, PÖHLAU, LOHRENTZ & SEGETH, 90489 Nürnberg
DE-Anmeldedatum 09.11.1994
DE-Aktenzeichen 4440004
Offenlegungstag 15.05.1996
Veröffentlichungstag im Patentblatt 15.05.1996
IPC-Hauptklasse B29C 39/22
IPC-Nebenklasse B22D 47/00   
Zusammenfassung Es wird eine Gießanlage (10) für Kleinteile beschrieben, welche zwischen einem Eingießbereich (12) und einem Entnahmebereich (28) eine endlose Fördereinrichtung (30) aufweist, an der voneinander beabstandet hintereinander jeweils ein Paar Formenträger (18) quer zur Förderrichtung (36) angeordnet sind. Um zu beiden Formenträgern (18) jedes Formenträger-Paares gleichsam einen gleich guten Zugang für eine Bedienperson zu schaffen, sind die beiden Formenträger (18) jedes Formenträger-Paares an einer Lagereinrichtung (36) vorgesehen, die von der Fördereinrichtung (30) einseitig wegsteht.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Gießanlage für Kleinteile mit einer zwischen einem Eingießbereich und einem Entnahmebereich verlaufenden endlosen Fördereinrichtung, an der voneinander beabstandet hintereinander jeweils ein Paar Formenträger quer zur Förderrichtung angeordnet sind.

Bei einer solchen Gießanlage für Kleinteile ist die endlose Fördereinrichtung zwischen den beiden Formenträger jedes Formenträger-Paares vorgesehen. Die Formenträger jedes Formenträger-Paares hängen dort also auf der rechten und auf der linken Seite der Fördereinrichtung, die üblicherweise als endlose Kette ausgebildet ist. Durch diese mittige Anordnung der Fördereinrichtung zwischen den beiden Formenträger jedes Formenträger-Paares ergibt sich jedoch der Mangel, daß zwischen einer die Gießanlage bedienenden Person und den von der Bedienperson durch die Fördereinrichtung beabstandeten Formenträgern Platz verloren geht.

Des weiteren sind Gießanlagen für Kleinteile bekannt, bei welchen bspw. jeweils sechs Formenträger bzw. Formen an einer zweiseitig gelagerten Schaukel vorgesehen sind. Bei solchen Gießanlagen der zuletzt genannten Art wird die Anlage nur stirnseitig im Bereich der Umlenkung der Fördereinrichtung bedient, eine Notwendigkeit für einen guten seitlichen Zugriff zu den Formenträgern besteht hier also nicht.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Gießanlage der eingangs genannten Art zu schaffen, bei welcher das jeweilige Paar Formenträger für eine Bedienperson gut zugänglich ist, weil zwischen der Bedienperson und den beiden Formenträger jedes Formenträger-Paares durch die endlose Fördereinrichtung kein Platz verloren geht.

Diese Aufgabe wird bei einer Gießanlage der eingangs genannten Art erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die beiden Formenträger jedes Formenträger-Paares an einer einseitig von der Fördereinrichtung wegstehenden Lagereinrichtung vorgesehen sind. Die Lagereinrichtungen sind erfindungsgemäß also nicht an den beiden Seiten der endlosen Fördereinrichtung vorgesehen, sondern sie stehen von der endlosen Fördereinrichtung einseitig weg. Das bedeutet, daß sich die endlose Fördereinrichtung bezüglich der seitlichen Zugänglichkeit einer Bedienperson zu den beiden Formenträgern eines Formenträger-Paares nicht störend bemerkbar macht. Eine die erfindungsgemäße Gießanlage für Kleinteile bedienende Person kommt also an die beiden Formenträger bzw. Formen jedes Formenträger-Paares gleichsam gleich gut heran.

Als zweckmäßig hat es sich erwiesen, wenn bei der erfindungsgemäßen Gießanlage jedes Formenträger-Paar an einer die jeweilige Lagereinrichtung bildenden Schaukeleinrichtung angeordnet ist. Jede Schaukeleinrichtung ist hierbei vorzugsweise abgekröpft mit einer Schaukelachse und einem gegen die Schaukelachse versetzten und zu dieser parallelen Formenauflager ausgebildet.

Um das Ausgießen überschüssigen Materials aus den jeweiligen Formenträgern, sowie das Pendeln und Rückdrehen derselben einfach und problemlos zu ermöglichen, ist es vorteilhaft, wenn bei der erfindungsgemäßen Gießanlage der Abstand zwischen der Schaukelachse und dem jeweiligen Formenauflager mindestens annähernd der halben Höhe der Formenträger entspricht, bzw. geringfügig unter dieser halben Höhe liegt, wenn berücksichtigt wird, daß der Schwerpunkt der entsprechend gefüllten Formenträger normalerweise unter der halben Formenträgerhöhe liegt.

Ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Gießanlage für Kleinteile ist in der Zeichnung dargestellt und wird nachfolgend beschrieben. Es zeigen:

Fig. 1 abschnittweise in einem stark verkleinerten Maßstab eine Ausbildung der Gießanlage in einer Seitenansicht,

Fig. 2 einen Schnitt entlang der Schnittlinie II-II in Fig. 1, d. h. einen Schnitt im Entnahmebereich der Gießanlage, und

Fig. 3 einen Schnitt entlang der Schnittlinie III-III in Fig. 1, d. h. einen Schnitt im Eingießbereich der Gießanlage.

Fig. 1 zeigt schematisch eine Ausführungsform der Gießanlage 10 für Kleinteile mit einem Eingießbereich 12, an welchen sich ein Anzugsbereich 14 anschließt. An den Anzugsbereich 14 schließt sich ein Auskippbereich 16 an, in welchem überschüssiges Gießmaterial aus den entsprechenden Formenträgern bzw. Formen 18 in eine Ausgießwanne 20 ausgegossen wird. An den Auskippbereich 16 schließt sich ein Pendelbereich 22 und an den Pendelbereich 22 schließt sich ein Rückdrehbereich 24 an. An den Rückdrehbereich 24 der Formenträger bzw. Formen 18 schließt sich ein Lederharttrockenbereich an. An den Lederharttrockenbereich 26 schließt sich ein Ausschneide- bzw. Entnahmebereich 28 an.

Zwischen dem Eingießbereich 12 und dem Entnahmebereich 28 erstreckt sich eine endlose Fördereinrichtung 30, die um Umlenkeinrichtungen 32 und 34 umgelenkt ist.

Wie aus den Fig. 2 und 3 ersichtlich ist, sind an der endlosen Fördereinrichtung 30 jeweils ein Paar Formenträger bzw. Formen 18 vorgesehen, die in Förderrichtung der endlosen Fördereinrichtung 30 voneinander beabstandet hintereinander angeordnet sind, wie aus Fig. 1 ersichtlich ist. Die Förderrichtung der endlosen Fördereinrichtung 30 ist in Fig. 1 durch den Pfeil 36 verdeutlicht, der im Anzugsbereich 14 gezeichnet ist.

Die Fig. 2 und 3 verdeutlichen desweiteren, daß die beiden Formenträger 18 jedes Formenträger-Paares an einer Lagereinrichtung 36 vorgesehen sind, die von der Fördereinrichtung 30 einseitig, d. h. in den Fig. 2 und 3 auf die rechte Seite, wegstehen. Jede Lagereinrichtung 36 ist von einer Schaukeleinrichtung 38 gebildet, die jeweils ein Formenauflager 40 und eine Schaukelachse 42 aufweist, wobei die Schaukelachse 42 und das zugehörigen Formenauflager 40 miteinander mittels eines Verbindungselementes 44 derartig verbunden sind, daß die Schaukelachse 42 gegen das zugehörige Formenauflager 40 versetzt und zu dieser parallel ausgerichtet angeordnet ist.

Die Fig. 3 verdeutlicht desweiteren zwei Eingießgeräte 46 für jeweils zwei Formenträger bzw. Formen 18 sowie einen Friktionsantrieb 48 zum rotierenden Antrieb der jeweiligen Formenträger bzw. Formen 18 eines entsprechenden Formenträger- Paares im Eingießbereich 12 (sh. Fig. 1) der Gießanlage 10.


Anspruch[de]
  1. 1. Gießanlage für Kleinteile mit einer zwischen einem Eingießbereich (12) und einem Entnahmebereich (28) verlaufenden endlosen Fördereinrichtung (30), an der voneinander beabstandet hintereinander jeweils ein Paar Formenträger (18) quer zur Förderrichtung (Pfeil 36) angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Formenträger (18) jedes Formenträger- Paares an einer einseitig von der Fördereinrichtung (30) wegstehenden Lagereinrichtung (36) vorgesehen sind.
  2. 2. Gießanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Formenträger-Paar (18) an einer die jeweilige Lagereinrichtung (36) bildenden Schaukeleinrichtung (38) angeordnet ist.
  3. 3. Gießanlage nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaukeleinrichtung (38) abgekröpft mit einer Schaukelachse (42) und einem gegen die Schaukelachse (42) versetzten und zu dieser parallelen Formenauflager (40) ausgebildet ist.
  4. 4. Gießanlage nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand zwischen der Schaukelachse (42) und dem zugehörigen Formenauflager (40) mindestens annähernd der halben Höhe der Formenträger (18) entspricht.






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