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Dokumentenidentifikation DE4440030A1 15.05.1996
Titel Lagerung für einen Schwingungsdämpfer
Anmelder Fichtel & Sachs AG, 97424 Schweinfurt, DE
Erfinder Angles, Manfred, Dipl.-Ing. (FH), 97714 Oerlenbach, DE;
Pradel, Robert, Dipl.-Ing. (FH), 97520 Röthlein, DE;
Handke, Günther, 97502 Euerbach, DE
DE-Anmeldedatum 10.11.1994
DE-Aktenzeichen 4440030
Offenlegungstag 15.05.1996
Veröffentlichungstag im Patentblatt 15.05.1996
IPC-Hauptklasse B60G 13/00
IPC-Nebenklasse F16F 9/54   
Zusammenfassung Lagerung für einen Schwingungsdämpfer zwischen einer Fahrzeugkarosserie und/oder einer Fahrzeugachse, umfassend einen Zylinder, in dem eine Kolbenstange axial beweglich geführt ist, die über eine erste Anbindung mit einer Lagerstelle gekoppelt ist, wobei der Zylinder über eine weitere Anbindung mit einer zugehörigen Lagerstelle verbunden ist, wobei der Schwingungsdämpfer mindestens eine Lagerstelle durchgreift und über einen selbstarretierenden Verschluß durch mindestens eine radial bewegliche Federzunge verfügt, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine radial bewegliche Federzunge über ihre Stirnfläche eine Stütze für den Schwingungsdämpfer an der betreffenden Lagerstelle für eine Richtung bildet, wobei die Federzunge(n) in Ausrastrichtung zugänglich ist/sind und das für die entgegengesetzte Richtung ein elastischer Klemmkörper vorgesehen ist, so daß der Schwingungsdämpfer über die Stirnfläche und den Klemmkörper verspannt ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Lagerung für einen Schwingungsdämpfer entsprechend dem Oberbegriff von Patentanspruch 1.

Eine solche Lagerung ist beispielsweise aus der DE-OS 42 39 889 bekannt. Lagerungen nach diesem Funktionsprinzip ermöglichen ein schnelles und einfaches Befestigen eines Schwingungsdämpfers, beispielsweise in einem Kraftfahrzeug. Der grundsätzliche Vorteil einer Lagerung mit einer Schnappverbindung liegt darin, daß der Schwingungsdämpfer als ganze Einheit durch eine einfache Einrastbewegung montiert werden kann. Dazu dienen in der genannten Offenlegungsschrift Federzungen, die in einen gekröpften Dom des Kraftfahrzeuges eingreifen, eine Rückhaltekante hintergreifen und dadurch in beide Axialrichtungen gesichert ist. Leider bietet die genannte Lagerung des Schwingungsdämpfers nicht die Möglichkeit, daß der ganze Schwingungsdämpfer auf dieselbe einfache Art gelöst werden kann. Zur Demontage des Schwingungsdämpfers aus dem gekröpften Dom muß das Stiftgelenk zerlegt werden. Daraus folgt, daß nur bei der Erstmontage die Schnappverbindung einen Vorteil bietet. Bei verschlissenen Dämpfern muß nach herkömmlicher Art und Weise über eine Demontage die Auswechselung des Dämpfers vorgenommen werden. Ein weiterer Nachteil dieser Lagerung liegt darin, daß ausschließlich Stiftgelenke als Basis verwendet werden können. Es gibt aber sehr viele Achskonstruktionen, die eine Lagerung über ein Gelenkauge verlangen.

Aufgabe der vorliegenden Aufgabe ist es, ein lösbare Arretierverbindung für eine Lagerung zu schaffen, wobei neben Stiftgelenken auch Gelenkaugen verwendet werden können.

Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, indem mindestens eine radial bewegliche Federzunge über ihre Stirnfläche eine Stütze für den Schwingungsdämpfer an der betreffenden Lagerstelle für eine Richtung bildet, wobei die Federzunge(n) in Ausrastrichtung zugänglich ist/sind, daß für die entgegengesetzte Richtung ein elastischer Klemmkörper vorgesehen ist, so daß der Schwingungsdämpfer über die Stirnfläche(n) und den Klemmkörper verspannt ist/sind. Im Gegensatz zum aufgezeigten Stand der Technik kann der Schwingungsdämpfer aus der Lagerung entfernt werden, ohne daß der Schwingungsdämpfer selbst demontiert werden muß. Die Zugänglichkeit der Federzungen ermöglicht ein Lösen der Lagerstelle. Besonders vorteilhaft ist, daß an die Lagerstelle, die von der Karosserie bzw. der Fahrzeugachse gebildet wird, keine besonderen geometrischen Anforderungen gestellt werden. Eine einfache Durchgangsöffnungen in einer beliebigen Lagerstelle, d. h. auch ebenen Fläche, reicht völlig.

Bei einer vorteilhaften Ausführungsform wird/werden die Federzunge(n) von einem napfförmigen Domblech gebildet, das eine zumindest abschnittsweise umlaufende Krempe aufweist, in die der Klemmkörper eingelegt ist. Das Domblech sorgt für eine Schallisolierung des Schwingungsdämpfers gegenüber der Umgebung. Die Klemmkörper gleichen Einbautoleranzen aus. In einer Weiterentwicklung trennt das Domblech zwei elastische Lagerkörper eines Stiftgelenkes voneinander. Die sonst üblichen Trennscheiben entfallen.

Alternativ deckt ein als Schließdeckel ausgeführtes Domblech die Lagerstelle ab, wobei die den Innenraum des Schließdeckels bildenden Körperflächen ein Widerlager für den Klemmkörper bilden. Es wird eine sehr kompakte Lagerstelle erzielt, die in ihrem gesamten Aufbau innerhalb des Domblechs untergebracht ist. Des weiteren ist vorgesehen, daß der Klemmkörper Bestandteil der elastischen Lagerkörper eines Stiftgelenkes ist. Der Klemmkörper übernimmt eine Doppelfunktion, so daß im Vergleich zu einem herkömmlichen Stiftgelenk die gleiche Teileanzahl vorliegt.

Bei einer vorteilhaften Variante der Erfindung bildet der elastische Klemmkörper eine Baueinheit mit einem Federführungsring für eine den Schwingungsdämpfer einhüllende Feder. Zur Unterdrückung von Geräuschen, die bei einer Relativbewegung der Feder zur Federauflage auftreten, werden Gummi- oder Kunststoff Einsätze benutzt, die zwischen der Federauflage und der Feder eingelegt werden. Diese Federauflage übernimmt innerhalb der Lagerung ebenfalls eine Doppelfunktion.

Bei einer weiteren Ausführungsform wird/werden die Federzunge(n) von einem die Kolbenstange einhüllendes Schutzrohr gebildet. In konsequenter Weiterführung trennt das Schutzrohres von den elastischen Lagerkörpern des Stiftgelenks ausgeht und diese voneinander. Das Schutzrohr übernimmt dadurch sogar drei Einzelfunktionen.

Ein besonderer Vorteil dieser Erfindung liegt darin, daß das Domblech einen Lagerbock für ein Gelenkauge aufweist. Damit kann jede gewünschte Forderung nach einer bestimmten Anbindungsform des Schwingungsdämpfers erfüllt werden. Dabei wird der Lagerbock von Blechlaschen gebildet wird, die sich im wesentlichen in Achsrichtung des Schwingungsdämpfers erstrecken.

Anhand der folgenden Figurenbeschreibung soll die Erfindung näher erläutert werden. Es zeigt:

Fig. 1 bis 4 Lagerungen mit Stiftgelenk,

Fig. 5 Lagerung mit Gelenkauge.

Die Fig. 1 zeigt den oberen Teil eines Schwingungsdämpfers 1 innerhalb einer Lagerung 3 an einer nur abschnittsweise dargestellten Lagerstelle einer Fahrzeugkarosserie 5. Die Erfindung läßt sich aber auch auf weitere Anbindungsorte übertragen. Der Schwingungsdämpfer 1 umfaßt einen Zylinder 7, in dem eine axial bewegliche Kolbenstange 9 angeordnet ist. Am außerhalb des Zylinders 7befindlichen Abschnitt der Kolbenstange ist ein Stiftgelenk 11 ausgeführt, das zwei elastische Lagerkörper 13 aufweist. Die Kolbenstange 9 wird von einem Schutzrohr 15 gegen Schmutz eingehüllt. Eine Deckscheibe 16 des Schutzrohres 15 dient als Befestigungsmittel. Zwischen den beiden elastischen Lagerkörpern 13 ist ein napfförmiges Domblech 17 angeordnet, so daß eine Befestigungsscheibe 19 mittels eines Befestigungsringes 21 das gesamte Stiftgelenk mit dem Schutzrohr 15 und dem Domblech 17 verspannt.

Die Befestigung des Schwingungsdämpfers 1 übernimmt das Domblech 17. Es weist mindestens eine, in der Regel mehrere, radial bewegliche Federzungen 23 auf, deren Außen- und Innenmantelflächen 25; 27 frei zugänglich sind. Die eigentliche Abstützung des Schwingungsdämpfers übernehmen die jeweiligen Stirnflächen 29 der Federzungen 23. Die Stützflächen 29 stehen auf der Fahrzeugkarosserie 5, so daß der Schwingungsdämpfer 1 nicht nach unten herausfallen kann. Für eine Fixierung in die entgegen gesetzte Richtung weist das Domblech eine zumindest abschnittsweise umlaufende Krempe 31 auf, in die ein elastischer Klemmkörper 33 eingelegt ist. Dieser Klemmkörper greift an der den Stirnflächen 29 abgewandten Seite der Fahrzeugkarosserie an, so daß die Fahrzeugkarosserie zwischen den Federzungen 29 und dem Klemmkörper 33 verspannt ist.

Zur Montage wird der Schwingungsdämpfer 1 in die Lagerstelle der Fahrzeugkarosserie 5 eingeführt, die das Stiftgelenk 11 durchgreift. Die Federzungen 23 werden bei diesem Vorgang nach radial innen elastisch verformt und nehmen, nach dem die Federzungen die Oberseite der Fahrzeugkarosserie erreicht haben, die dargestellte Position ein. Dabei wird der elastische Klemmkörper 33 deformiert, so daß eine spielfreie Verbindung zwischen dem Domblech 17 und der Fahrzeugkarosserie 5 vorliegt.

Die Demontage, beispielsweise bei einer Reparatur, vollzieht sich nach Fig. 2 denkbar einfach. Mittels eines einfachen Rohres 35, dessen Innendurchmesser kleiner ist als der Durchmesser der Außenmantelfläche 25 der Federzungen 23 bewirkt eine nach radial innen gerichtete elastische Verformung der Federzungen, so daß die Stirnflächen 29 in den Durchmesser der Lagerstelle gelangen. Der Schwingungsdämpfer kann dann problemlos aus der Lagerstelle gezogen werden. In der Ausführung nach Fig. 3 weist das Schutzrohr die Federzungen 23 auf. Das Schutzrohr erstreckt sich von dem Stiftgelenk 11, wo es die elastischen Lagerkörper 13 trennt und somit die Befestigungsebene bildet, bis zum nicht dargestellten Zylinder. Im Bereich der Lagerstelle der Fahrzeugkarosserie 5 sind die Federzungen 23 aus dem Schutzrohr 15 ausgeklinkt und seitlich ausgestellt, so daß wiederum die Stirnflächen 29 auf der Fahrzeugkarosserie angreifen können. Als Klemmkörper dient der Lagerkörper 13 des Stiftgelenks, der sich an der Innenwandfläche des Domblechs 17 abstützt. Das Domblech ist auf beliebige Art und Weise, in diesem Fall durch eine Schweißnaht 37, mit der Fahrzeugkarosserie verbunden. Bei Bedarf weist das Domblech Schlitze in der Nähe der Federzungen 23 auf, damit die Federzungen gelöst werden können.

Die Fig. 4 entspricht weitgehend der Fig. 1. Abweichend ist der Klemmkörper mit einem Federführungsring 39 zu einer Baueinheit zusammengefaßt worden, um eine Federauflage für eine Feder 41 zu realisieren, wobei die Federauflage von der umlaufenden Krempe 31 des Domblechs 17 gebildet wird. Über die Feder 41 wird der Schwingungsdämpfer an die Fahrzeugkarosserie vorgespannt, wobei dafür die Elastizität des Klemmkörpers 33 genutzt wird. Zur akustischen Isolierung kommt ein zusätzlicher einknöpfbarer Deckel 43 zur Anwendung, der bei Bedarf von der Fahrzeugkarosserie abgehoben werden kann.

In der Fig. 6 wird gezeigt, daß das Prinzip der lösbaren Schnappverbindung auch bei Gelenkaugen 45 anwendbar ist. Das napfförmige Domblech 17 weist einen im wesentlichen in Achsrichtung des Schwingungsdämpfers ausgerichteten Lagerbock 47 auf, der von Blechlaschen 49 gebildet wird. Das Befestigungsprinzip ist identisch mit den bisher beschriebenen Versionen. So läßt sich ebenfalls eine Feder 41 innerhalb einer Federauflage vorsehen, wobei die Federauflage aus der Krempe des Domblechs geformt ist. Es läßt sich ebenfalls ein Deckel 43verwenden, der der akustischen Isolierung dient.


Anspruch[de]
  1. 1. Lagerung für einen Schwingungsdämpfer zwischen einer Fahrzeugkarosserie und/oder einer Fahrzeugachse, umfassend einen Zylinder, in dem eine Kolbenstange axial beweglich geführt ist, die über eine erste Anbindung mit einer Lagerstelle gekoppelt ist, wobei der Zylinder über eine weitere Anbindung mit einer zugehörigen Lagerstelle verbunden ist, wobei der Schwingungsdämpfer mindestes eine Lagerstelle durchgreift und über einen selbstarretierenden Verschluß durch mindestes eine radial bewegliche Federzunge verfügt, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine radial bewegliche Federjunge (23) über ihre Stirnfläche (29) eine Stütze für den Schwingungsdämpfer an der betreffenden Lagerstelle für eine Richtung bildet, wobei die Federzunge(n) in Ausrastrichtung zugänglich ist/sind und das für die entgegengesetzte Richtung ein elastischer Klemmkörper (33) vorgesehen ist, so daß der Schwingungsdämpfer über die Stirnfläche und den Klemmkörper verspannt ist.
  2. 2. Lagerung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Federzunge(n) (23) von einem napfförmigen Domblech (17) gebildet wird/werden, das eine zumindest abschnittsweise umlaufende Krempe (31) aufweist, in die der Klemmkörper eingelegt ist.
  3. 3. Lagerung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Domblech zwei elastische Lagerkörper (13) eines Stiftgelenkes (11) voneinander trennt.
  4. 4. Lagerung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein als Schließdeckel ausgeführtes Domblech die Lagerstelle abdeckt, wobei die den Innenraum des Schließdeckels bildenden Körperflächen ein Widerlager für den Klemmkörper bilden.
  5. 5. Lagerung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Klemmkörper (33) Bestandteil der elastischen Lagerkörper (13) eines Stiftgelenkes ist.
  6. 6. Lagerung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der elastische Klemmkörper (33) eine Baueinheit mit einem Federführungsring (39) für eine den Schwingungsdämpfer einhüllende Feder (41) bildet.
  7. 7. Lagerung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Federzunge(n) von einem die Kolbenstange einhüllendes Schutzrohr (15) gebildet wird/werden.
  8. 8. Lagerung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Schutzrohr von den elastischen Lagerkörpern des Stiftgelenks ausgeht und diese voneinander trennt.
  9. 9. Lagerung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Domblech einen Lagerbock (47) für ein Gelenkauge (45) aufweist.
  10. 10. Lagerung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Lagerbock von Blechlaschen (49) gebildet wird, die sich im wesentlichen in Achsrichtung des Schwingungsdämpfers erstrecken.






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