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Dokumentenidentifikation DE4440107A1 15.05.1996
Titel Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Tray-Packungen
Anmelder Focke & Co. (GmbH & Co.), 27283 Verden, DE
Erfinder Focke, Heinz, 27283 Verden, DE;
Mutschall, Hugo, 27308 Kirchlinteln, DE;
Kracht, Wolfgang, 27283 Verden, DE
Vertreter Bolte, E., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 28209 Bremen
DE-Anmeldedatum 10.11.1994
DE-Aktenzeichen 4440107
Offenlegungstag 15.05.1996
Veröffentlichungstag im Patentblatt 15.05.1996
IPC-Hauptklasse B65B 49/00
IPC-Nebenklasse B65B 43/42   B65B 5/06   B65B 11/02   B65B 11/10   
IPC additional class // B65D 71/40  
Zusammenfassung Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Tray-Packungen (10), insbesondere mit einer diese umgebenden Banderole (15) aus streifenförmigem Material.
Tray-Packungen (10) sind besonders geeignet für Packungsgruppen (13) aus quaderförmigen Einzelpackungen (14). Diese stehen auf einer Bodenwand (11) und sind im unteren Bereich seitlich von einer Bordwand (12) umgeben.
Zur Herstellung einer solchen Tray-Packung (10) aus (Kraft-)Papier wird ein Zuschnitt (32) mit der darauf positionierten Packungsgruppe (13) in einer Faltstation (31) auf einer Unterlage fixiert. Ein von unten nach oben bewegbares Faltaggregat (43) faltet die Bordwand (12) in einem Arbeitstakt. Im Anschluß daran kann eine Banderole (15) im Bereich der Bordwand (12) angebracht werden.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen von Tray- Packungen aus mindestens einem Zuschnitt aus faltbarem Material, insbesondere aus (Kraft-)Papier, zur Aufnahme einer Gruppe von Gegenständen, insbesondere quaderförmigen Einzelpackungen, wobei die Gruppe der Gegenstände auf einer Bodenwand der Tray-Packung steht und seitlich durch eine ringsherumlaufende Bordwand umgeben ist. Weiterhin betrifft die Erfindung eine Vorrichtung zum Herstellen derartiger oder ähnlicher Packungen. Schließlich befaßt sich die Erfindung mit Verfahren und Vorrichtung zum Anbringen von Banderolen an Tray-Packungen oder anderen Verpackungen.

Tray-Packungen sind für Gruppen von formfesten Gegenständen wegen des geringen Materialaufwands vorteilhaft. Insbesondere dienen sie zur Präsentation einer Gruppe von Einzelpackungen, zum Beispiel quaderförmigen Packungen von gemahlenem Röstkaffee.

Während bisher solche Tray-Packungen üblicherweise aus verhältnismäßig steifem Karton, insbesondere Well-Karton bestehen, geht es bei der Erfindung um die Gestaltung und Fertigung von Tray-Packungen aus dünnem Verpackungsmaterial, insbesondere (Kraft-)Papier. Vorzugsweise geht es um die verbesserte Gestaltung und Fertigung von Verpackungen gemäß DE 44 36 143.2.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Maßnahmen für eine rationelle, industrielle Fertigung derartiger und ähnlicher Verpackungen vorzuschlagen.

Zur Lösung dieser Aufgabe ist das erfindungsgemäße Verfahren durch folgende Merkmale gekennzeichnet:

  • a) ein Zuschnitt für die Tray-Packung wird auf einer horizontalen Stützfläche bereitgehalten,
  • b) die Gruppe der Gegenstände wird auf dem Zuschnitt im Bereich der Bodenwand positioniert,
  • c) ein Faltaggregat wird von unten her durch Aufwärtsbewegung an der Gruppe der Gegenstände vorbeibewegt unter Mitnahme und Auffalten der Bordwand.


Die Tray-Packung wird bei dem erfindungsgemäßen Verfahren im Bereich einer Faltstation in einem Arbeitsgang fertiggestellt, wobei die Verpackung selbst, nämlich die Gruppe der Gegenstände und der Zuschnitt, ruhen, während ein Faltaggregat aufwärtsbewegt wird unter Aufrichten und Falten von Längswänden und Querwänden der Bordwand.

Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist im Bereich einer Faltstation mit einer frei stehenden Tragplatte versehen, auf der Zuschnitt und die Gruppe der Gegenstände ruhen. Die Tragplatte entspricht in der Größe etwa der Fläche der Bodenwand. Teile des Zuschnitts für die Bordwand ragen ringsherum über die Tragplatte hinweg. Ein insbesondere als Faltschacht ausgebildetes Faltaggregat wird relativ zur Tragplatte und zu den Teilen der Tray-Packung aufwärtsbewegt zur Faltung der Bordwand in einem Bewegungstakt.

Ein weiteres Thema der Erfindung ist das Anbringen einer ringsherumlaufenden Banderole aus Papier oder einem anderen geeigneten Material höherer Zugfestigkeit. Die Banderole kann im Sinne der Tray-Packung gemäß DE 44 36 143.2 im Bereich der Bordwand der Tray-Packung angebracht sein oder auch an einer anderen Stelle der Verpackung.

Zum Anbringen der Banderole wird die Tray-Packung (oder eine andere Ausführung einer Verpackung bzw. Gruppe von Gegenständen) unter Mitnahme eines Abschnitts einer Materialbahn für die Banderole zwischen seitlichen Führungen, insbesondere Faltrollen, hindurchbewegt, derart, daß sich die Banderole bzw. der Abschnitt der Materialbahn U-förmig um die Verpackung herumlegt. Die Banderole bzw. der Abschnitt der Materialbahn wird dabei unter elastischer Spannung gehalten, so daß die Banderole mit entsprechender Spannung angelegt wird.

Weitere Merkmale der Erfindung beziehen sich auf Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen der Tray-Packungen einerseits sowie auf das Anbringen und Fixieren von Banderolen an derartigen oder anderen Verpackungen andererseits.

Ausführungsbeispiele der Verpackung, von Teilen derselben und der Vorrichtung werden nachfolgend anhand der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt:

Fig. 1 ein Beispiel für eine Tray-Packung in perspektivischer Ansicht,

Fig. 2 die Tray-Packung gemäß Fig. 1 im Querschnitt,

Fig. 3 einen Zuschnitt für die Tray-Packung in ausgebreiteter Stellung,

Fig. 4 eine Vorrichtung zum Herstellen von Tray-Packungen gemäß Fig. 1 und 2 in schematischer Draufsicht,

Fig. 5 die Vorrichtung gemäß Fig. 4 in schematischer Seitenansicht,

Fig. 6 bis Fig. 8 eine Faltstation der Vorrichtung mit unterschiedlichen Stellungen eines Faltaggregats, in vergrößertem Maßstab,

Fig. 9 eine weitere Einzelheit der Vorrichtung in einer Queransicht zu Fig. 4 und Fig. 5.

Die in den Zeichnungen dargestellten Einzelheiten beziehen sich auf die Herstellung von Tray-Packungen 10 gemäß DE-P 44 36 143.2. Die Vorrichtung kann aber auch zur Herstellung abgewandelter oder anderer Verpackungen eingesetzt werden.

Gemäß Fig. 1 und 2 besteht die Tray-Packung 10 aus einer Bodenwand 11 und einer ringsherumlaufenden Bordwand 12. Die Tray- Packung 10 wird aus einem Zuschnitt 32 gebildet, der als Ausführungsbeispiel in Fig. 3 gezeigt ist. Dieser Zuschnitt 32 bzw. die Tray-Packung 10 besteht aus Kraftpapier. Sie dient hier zur Aufnahme einer Packungsgruppe 13 aus quaderförmigen Einzelpackungen 14, insbesondere Kaffeepackungen. Die in zwei Reihen angeordneten und ausgerichteten Einzelpackungen 14 sind seitlich von der Bordwand 12 umgeben.

Bei dem Ausführungsbeispiel der Tray-Packung 10 ist zusätzlich eine Banderole 15 aus (zugfestem) Papier oder anderem geeigneten Material vorgesehen. Diese umfaßt die Tray-Packung 10 im Bereich der Bordwand 12. Die Banderole 15 bildet eine zusätzliche Klammer zum Umfassen und Zusammenhalten der Packungsgruppe 13. Die Banderole 15 ist mit nach innen umgefalteten Randstreifen 16, 17 versehen, um die Festigkeit zu erhöhen, insbesondere gegen Einreißen.

Der in Fig. 3 gezeigte Zuschnitt für die Tray-Packung 10 bildet die Bodenwand 11 sowie durch Faltlinien 18, 19 markierte Längswände 20, 21 sowie Querwände 22, 23. Zwischen diesen befinden sich in den vier Ecken (quadratische) Ecklappen 24. Diese sind gegenüber einer der benachbarten Wände der Bordwand 12, im vorliegenden Fall gegenüber der Querwand 22, 23, durch einen Trennschnitt 25 abgeteilt. Bei der fertiggefalteten Tray-Packung 10 liegen die Ecklappen 24 an der Innenseite der (aufgerichteten) Querwände 22, 23 an und sind mit diesen verbunden, insbesondere durch Klebung.

Fig. 4 bis Fig. 9 zeigen vereinfacht Einzelheiten einer Vorrichtung (Verpackungsmaschine) zum Fertigen derartiger Tray- Packungen 10. Die Einzelpackungen 14 werden auf einem Zuförderer der Verpackungsmaschine zugeführt. Die Reihe der mit Abstand geförderten Einzelpackungen 14 bildet eine Staureihe 26. Von dieser werden durch Querbewegung nacheinander Kleingruppen, nämlich zwei Einzelpackungen 14, abgefördert. Diese Zweiergruppen werden im Bereich einer Sammelstation 27 zu der Packungsgruppe 13 vereinigt. Für die Querbewegung ist ein Querschieber 28 vorgesehen mit einem winkelförmigen Anschlag 29 zur Abstützung an der nachfolgenden Staureihe 26.

Wenn im Bereich der Sammelstation 27 eine komplette Packungsgruppe 13 zusammengestellt ist, wird diese durch einen Gruppenschieber 30 unter erneutem Richtungswechsel abgeschoben in eine Faltstation 31. Im Bereich derselben wird die Tray-Packung 10 um den unteren Bereich der Packungsgruppe 13 herumgefaltet.

Zuschnitte 32 für die Tray-Packung 10 werden im Bereich der Verpackungsmaschine von einer fortlaufenden Materialbahn 33 abgetrennt. Diese wird von einer Bobine 34 abgezogen und über Umlenkwalzen einer Schneidstation 35 zugeführt. Die Materialbahn 33 wird dabei über eine Pendelwalze 36 geführt, die auf- und abbewegbar ist und den Transport der Materialbahn 33 steuert, nämlich den Antrieb der Bobine sowie die Förderbewegung von Förderrollen 37 vor der Schneidstation 35.

In der Schneidstation 35 erhält der jeweils vordere Bereich der Materialbahn 33 Anlage an einem Saugförderer 38. Dieser besteht aus zwei endlosen Förderbändern, nämlich luftdurchlässigen Saugbändern. Deren Fördertrum ist mit Saugluft beaufschlagt. Die Saugbänder des Saugförderers 38 erfassen den Zuschnitt 32 jeweils im Bereich der Seitenränder, hier also im Bereich der Querwände 22, 23 und der Ecklappen 24.

In der Schneidstation 35 werden die Zuschnitte 32 nacheinander von der Materialbahn 33 abgetrennt und durch den Saugförderer 38 der Faltstation 31 zugeführt. Ein Schneidaggregat 39 ist im Bereich einer schräg ansteigenden Förderstrecke des Saugförderers 38 wirksam. Das Schneidaggregat 39 ist so ausgebildet, daß der Zuschnitt 32 gemäß Fig. 3 in einem Arbeitstakt komplett fertiggestellt wird, also einschließlich der Trennschnitte 25.

Der fertige Zuschnitt 32 wird durch den Saugförderer 38 zunächst aufwärts bewegt und dann nach einer Umlenkung in eine horizontale Ebene der Schneidstation 35; Hier befindet sich eine feststehende Auflage für den Zuschnitt 32, nämlich ein Tisch bzw. eine Tragplatte 40. Diese ist frei stehend auf einer Tragvorrichtung positioniert, im vorliegenden Falle auf zwei Tragstützen 41. Die Tragplatte 40 ist so bemessen, daß der auf dieser abgelegte Zuschnitt 32 lediglich im Bereich der Bodenwand 11 aufliegt, die Zuschnitteile für die Bordwand 12 also seitlich überstehen (Fig. 6).

In der Ebene der Tragplatte 40, also in der Förderebene des Zuschnitts 32 im Bereich der Faltstation 31, wird auch die Packungsgruppe 13 durch den Gruppenschieber 30 zugeführt und auf der Tragplatte 40 bzw. auf dem hier bereits positionierten Zuschnitt 32 abgesetzt. Der Gruppenschieber 30 ist an einem oberen, umlaufenden Endlosförderer 42 angebracht. Dieser ist so ausgebildet, daß der Gruppenschieber 30 unmittelbar nach dem Absetzen der Packungsgruppe 13 auf dem Zuschnitt 32 nach oben und danach zurück in die Ausgangsstellung bewegt wird.

Zweckmäßigerweise sind die Förderbewegungen so aufeinander abgestimmt, daß eine Packungsgruppe 13 und ein dieser zugeordneter Zuschnitt 32 gleichzeitig der Tragplatte 40 zugeführt und packungsgerecht, also in exakter Relativstellung, auf dieser abgesetzt werden. Der Zuschnitt 32 wird auf der Tragplatte 40 durch die Gurte des Saugförderers 38 gehalten.

In der Faltstation 31 wird die Tray-Packung 10 komplett fertiggestellt. Hierfür ist ein Faltaggregat 43 vorgesehen, welches hülsen- bzw. schachtartig ausgebildet ist. Das Faltaggregat 43 befindet sich in einer exakten, festen Relativstellung zur Tragplatte 40. Das Faltaggregat 43 ist auf- und abbewegbar, nämlich von einer unteren Position unterhalb der Tragplatte 40 (Fig. 6) in eine obere Faltstellung gemäß Fig. 8. Die Abmessungen des Faltaggregats 43 sind so ausgebildet, daß es bei der Aufwärtsbewegung an der Tragplatte 40 und an-der Packungsgruppe 13 vorbeibewegt wird, jedoch die überstehenden Zuschnitteile für die Bordwand 12 mitnimmt und in die packungsgerechte Position faltet.

Zu diesem Zweck ist das Faltaggregat 43 mit Faltorganen versehen, die nacheinander während der gemeinsamen Aufwärtsbewegung zur Wirkung kommen. Zuerst werden Eckfalter 44 wirksam. Diese sind so angeordnet, daß sie die Ecklappen 24 in eine aufrechte Position falten, also senkrecht zur Ebene der Bodenwand 11. Danach, nämlich bei fortgesetzter Aufwärtsbewegung des Faltaggregats 43, kommen Längsfalter 45 zum Einsatz, die die Längswände 20, 21 in die aufrechte Stellung falten. Die vorher geschaffene Faltstellung der Ecklappen 24 bleibt erhalten, so daß diese quer zu den aufgerichteten Längswänden 20, 21 weisen.

Danach werden die Querwände 22, 23 durch Querfalter 46 aufgerichtet und dabei an die sich in etwa derselben Ebene befindenden Ecklappen 24 angedrückt. Die Ecklappen und/oder die Querwände 22, 23 sind vorher mit Leim versehen, so daß unmittelbar eine Verbindung zwischen den Querwänden 22, 23 und den zugeordneten Ecklappen 24 erfolgt. Das Faltaggregat 43 ist zwischen den Gurten des Saugförderers 38 bewegbar.

Die Faltorgane für Längswände 20, 21 und Querwände 22, 23 sind als aufrechte Wände ausgebildet, die zu einem kastenartige Gebilde zusammengefügt sind. Die zuerst wirksamen Längsfalter 45 sind am oberen Rand mit trichterförmig nach außen geformten Schenkein 47 versehen. Die Querfalter 46 können in ähnlicher Weise ausgebildet sein. Ein oberer Rand der Längsfalter 45 und Querfalter 46 bildet jeweils eine Faltkante. Diese sind der Höhe nach versetzt zueinander, um die Faltfolge zu gewährleisten.

Um die Packungsgruppe 13 während des Faltvorgangs in der Position auf der Bodenwand 11 zu fixieren, ist ein Gegenhalter 69 vorgesehen, der unter Druck an der Oberseite der Packungsgruppe 13 als stempelförmiger Niederhalter anliegt.

Die obere Stellung des Faltaggregats 43 ist in Fig. 8 gezeigt. In dieser Position wird die Tray-Packung 10 vollständig von dem Faltaggregat 43 umschlossen. Danach wird das Faltaggregat 43 wieder abgesenkt in die Ausgangsstellung gemäß Fig. 6. Die fertige Tray-Packung 10 kann nun abgefördert werden, im vorliegenden Falle durch einen Abschieber 48, der ebenfalls an einem Endlosförderer 49 angebracht ist. Die an sich fertige Tray-Packung 10 wird bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel durch den Abschieber 48 einer Banderolenstation 50 zugeführt. In dieser wird die Banderole 15 an der Tray-Packung 10 angebracht.

Die streifenförmige Banderole 15 wird von einer fortlaufenden Materialbahn 51 abgetrennt. Diese wiederum wird von einer Bobine 52 abgezogen. Die Materialbahn 51 läuft über Umlenkrollen, und zwar auch über eine bewegbar gelagerte Pendelrolle 53. Diese steuert den Materialvorschub über den Antrieb von Vorschubwalzen 54 und den Antrieb der Bobine 52. Eine zweite Ersatzbobine 55 wird bereitgehalten, um nach dem Leerfahren der Bobine 52 an die laufende Materialbahn 51 angeschlossen zu werden. Diese so ausgebildete Bobinenstation 56 ist an einer Stirnseite der Verpackungsmaschine angebracht, in einer Ebene quer-zur Förderrichtung der Einzelpackungen 14.

Die in Aufwärtsrichtung von der Bobine 52 (oder 55) abgezogene Materialbahn 51 wird in eine horizontale Richtung umgelenkt. Im vorliegenden Falle ist die Banderole 15 mit den Randstreifen 16 und 17 versehen. Diese werden im Bereich der Materialbahn 51 hergestellt durch einen im Prinzip bekannten Faltschuh 57, der ein Umfalten von Randbereichen der Materialbahn 51 während des Transports bewirkt.

Ein Abschnitt der Materialbahn 51 wird im Bereich der Banderolenstation 50 in aufrechter Ebene bei horizontaler Längserstreckung bereitgehalten. Die jeweils einer Banderole 15 entsprechenden Abschnitte der Materialbahn 51 werden taktweise von der Bobine 52 abgezogen, und zwar durch ein geeignetes Zugorgan, welches jeweils ein freies Vorderende der Materialbahn 51 erfaßt. Im vorliegenden Falle ist hierfür eine Zange 58 vorgesehen. Diese erfaßt das Bahnende im Bereich eines Trennorgans 59 zum Abtrennen der Banderole 15 von der Materialbahn 51. Dem Trennorgan 59 vorgeordnet ist ein Paar von Preßwalzen 60, die im Anschluß an den Faltschuh 57 die umgefalteten Randstreifen 16, 17 stabilisieren.

Die Banderole 15 wird unter Spannung um die Packungsgruppe 13 bzw. um die Tray-Packung 10 herumgelegt. Zu diesem Zweck wird der Abschnitt der Materialbahn 51 unter elastischer Spannung vor Falt- bzw. Andrückorganen bereitgehalten. Es handelt sich im vorliegenden Fall um zwei um aufrechte Achsen drehbare Faltrollen 61, 62. Diese sind in einem solchen Abstand voneinander angeordnet, daß die Packungsgruppe 13 bzw. die Tray-Packung 10 unter Mitnahme des Abschnitts der Materialbahn 51 zwischen diesen Faltrollen 61, 62 hindurchbewegbar ist. Die Tray-Packung 10 ist dabei in der Bobinenstation 56 mittig auf die beiden Faltrollen 61,. 62 ausgerichtet. Ein Faltschieber 63 fördert die Tray-Packung 10 durch das von den Faltrollen 61, 62 gebildete Mundstück hindurch. Dabei legt sich die Materialbahn 51 unter Bildung der Banderole 15 eng an die Tray-Packung 10.

Die Materialbahn 51 bzw. die Banderole 15 wird während dieses Vorgangs unter elastischer Spannung gehalten. Die Zange 58 ist elastisch bewegbar gelagert, wird entsprechend der Bewegung der Tray-Packung 10 aus der in Fig. 4 gezeigten Endstellung (links) in Richtung auf die Faltrollen 61, 62 bewegt gegen eine elastische Spannung. In gleichem Umfange wird zusätzlich Materialbahn 51 von der Bobine 52 abgezogen.

Wenn der abgemessene Abschnitt der Materialbahn 51 U-förmig um die Tray-Packung 10 herumgelegt ist (Fig. 4 oben), wird ein der Banderole 15 entsprechender Abschnitt von der Materialbahn 51 durch das Trennorgan 59 abgetrennt. Die Relativstellung der Banderole 15 ist derart, daß zwei Endstücke über die Tray-Packung 10 hinwegragen. Diese werden nacheinander gegen die zugekehrte Seitenfläche bzw. gegen die Querwand 23 gefaltet, und zwar mit einer Überlappung 64. In diesem Bereich sind Enden der Banderole 15 miteinander verbunden, nämlich durch Klebung. Diese Endfaltung der Banderole 15 wird durch Faltschieber 65, 66 bewirkt, die in der Ebene der Seitenfläche bzw. Querwand 23 hin- und herbewegbar sind, und zwar nacheinander, jeweils unter Mitnahme eines Endabschnitts der Banderole 15.

Um eine enge Anlage der Banderole 15 an der Packungsgruppe 13 bzw. der Tray-Packung 10 zu gewährleisten, sind ortsfeste Seitenführungen 67, 68 im Bereich der Banderolenstation 50 vorgesehen. Diese plattenförmigen Seitenführungen 67, 68 stehen unter Federbelastung in Richtung auf die Tray-Packung 10. Die zugekehrten Bereiche der Banderole 15 werden während des Anlegeprozesses ständig federnd durch die Seitenführung 67, 68 an die Bordwand 12, nämlich an die Längswände 20, 21 angedrückt.

Die Faltstation 31 bzw. das Herstellungsverfahren kann auch für Tray-Packungen 10 ohne Banderole 15 eingesetzt werden. Des weiteren kann die Banderolenstation 50 auch für die Anbringung von Banderolen an anderen Packungstypen oder an Packungsgruppen eingesetzt werden.

Bezugszeichenliste

10 Tray-Packung

11 Bodenwand

12 Bordwand

13 Packungsgruppe

14 Einzelpackung

15 Banderole

16 Randstreifen

17 Randstreifen

18 Faltlinie

19 Faltlinie

20 Längswand

21 Längswand

22 Querwand

23 Querwand

24 Ecklappen

25 Trennschnitt

26 Staureihe

27 Sammelstation

28 Querschieber

29 Anschlag

30 Gruppenschieber

31 Faltstation

32 Zuschnitt

33 Materialbahn

34 Bobine

35 Schneidstation

36 Pendelwalze

37 Förderrolle

38 Saugförderer

39 Schneidaggregat

40 Tragplatte

41 Tragstütze

42 Endlosförderer

43 Faltaggregat

44 Eckfalter

45 Längsfalter

46 Querfalter

47 Schenkel

48 Abschieber

49 Endlosförderer

50 Banderolenstation

51 Materialbahn

52 Bobine

53 Pendelrolle

54 Vorschubwalze

55 Ersatzbobine

56 Bobinenstation

57 Faltschuh

58 Zange

59 Trennorgan

60 Preßwalze

61 Faltrolle

62 Faltrolle

63 Faltschieber

64 Überlappung

65 Faltschieber

66 Faltschieber

67 Seitenführung

68 Seitenführung

69 Gegenhalter


Anspruch[de]
  1. 1. Verfahren zum Herstellen von Tray-Packungen (10) aus mindestens einem Zuschnitt (32) aus faltbarem Material, insbesondere aus (Kraft-)Papier, zur Aufnahme einer Gruppe von Gegenständen, insbesondere quaderförmigen Einzelpackungen (14), wobei die Gruppe der Gegenstände auf einer Bodenwand (12) der Tray-Packung (10) steht und seitlich durch eine ringsherumlaufende Bordwand (12) umgeben ist, gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
    1. a) ein Zuschnitt (32) für die Tray-Packung (10) wird auf einer horizontalen Stützfläche bereitgehalten,
    2. b) die Gruppe der Gegenstände wird auf dem Zuschnitt (32) im Bereich der Bodenwand (11) positioniert,
    3. c) ein Faltaggregat (43) wird von unten her durch Aufwärtsbewegung an der Gruppe der Gegenstände vorbeibewegt unter Mitnahme und Auffalten der Bordwand (12).
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei einem Zuschnitt (32) mit definierten Längswänden (20, 21) und Querwänden (22, 23) zur Bildung der Bordwand (12) sowie Ecklappen (24) diese durch Trennschnitte (25) von den Längswänden (20, 21) oder Querwänden (22, 23) abgetrennt und beim Aufrichten der Bordwand (12) zuerst in eine aufrechte Stellung quer zur Zuschnittebene aufgerichtet und daß danach die mit den Ecklappen (24) verbundenen Längswände (20, 21) oder Seitenwände (22, 23) aufgerichtet werden.
  3. 3. Verfahren zum Anbringen von streifenförmigen Umhüllungen - Banderolen (15) - an Verpackungen oder Gruppen von einzuhüllenden Gegenständen, insbesondere an einer aufgerichteten Bordwand (12) einer Tray-Verpackung (10), gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
    1. a) eine streifenförmige Materialbahn (51) zur Bildung der Banderole (15) wird in aufrechter Ebene bei horizontaler Längserstreckung bereitgehalten,
    2. b) die Gruppe der Gegenstände oder die (Tray-)Verpackung (10) wird zwischen ortsfesten Faltorganen, insbesondere aufrechten Faltrollen (61, 62), unter Mitnahme der Materialbahn (51) hindurchgeschoben, wobei sich diese seitlich an die Gruppe der Gegenstände oder an die Verpackung (10) anlegt,
    3. c) die Materialbahn (51) wird während des Umhüllungsvorgangs unter elastischer Spannung gehalten,
    4. d) nach dem Anlegen an mindestens drei Seiten der Gruppe bzw. Verpackung (U-förmige Position) wird die Materialbahn (51) durchtrennt,
    5. e) Endstücke der Materialbahn (51) werden unter Bildung der Banderole (15) an eine freie Seite der Gruppe der Gegenstände bzw. Verpackung angelegt und fixiert.
  4. 4. Vorrichtung zum Herstellen von Tray-Packungen (10) aus mindestens einem Zuschnitt (32) aus faltbarem Material, insbesondere aus (Kraft-)Papier, zur Aufnahme einer Gruppe von Gegenständen, insbesondere von quaderförmigen Einzelpackungen - Packungsgruppe (13) -, wobei die Packungsgruppe (13) auf einer Bodenwand (11) der Tray-Packung (10) steht und seitlich durch eine aufrechte, ringsherumlaufende Bordwand (12) umgeben ist, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich einer Faltstation (31) ein Zuschnitt (32) und eine Packungsgruppe (13) auf einem Tisch bzw. einer Tragplatte (40) absetzbar sind und daß ein schachtartiges Faltaggregat (43) durch Aufwärtsbewegung an der Tragplatte (40) sowie der Packungsgruppe (13) vorbeibewegbar ist unter Mitnahme von über die Tragplatte (40) hinwegstehenden Teilen des Zuschnitts zur Bildung der Bordwand (12).
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Faltaggregat (43) Faltorgane zum aufeinanderfolgenden Falten von Ecklappen (24), Längswänden (20, 21) und Querwänden (22, 23) aufweist, nämlich Eckfalter (44), Längsfalter (45) und Querfalter (46), wobei die Faltorgane derart relativ zueinander angeordnet sind, daß Faltbewegungen in abgestimmter Reihenfolge erfolgen.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß der von einer Materialbahn (33) abgetrennte Zuschnitt (32) durch einen Zuschnittförderer, insbesondere einen Saugförderer (38) aus einer geneigten, unteren Position in eine horizontale Ebene der Tragplatte (40) transportierbar und auf dieser ablegbar ist, vorzugsweise gleichzeitig mit der in derselben horizontalen Ebene zugeförderten Packungsgruppe (13).
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Packungsgruppe (13) bei der Aufwärtsbewegung des Faltaggregats (43) durch einen oberen Gegenhalter (69) fixiert ist.
  8. 8. Vorrichtung zum Anbringen von streifenförmigen Umhüllungen - Banderolen (15) - an Verpackungen oder Gruppen von einzuhüllenden Gegenständen - Packungsgruppen (13) -, insbesondere an einer aufgerichteten Bordwand (12) einer Tray-Packung (10), dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich einer Bobinenstation (56) ein Materialstreifen bzw. ein Abschnitt einer Materialbahn (51) in aufrechter Ebene bei horizontaler Längserstreckung vor einem Faltmundstück, insbesondere vor aufrechten Faltrollen (61, 62) bereitgehalten ist und daß der einzuhüllende Gegenstand durch das Faltmundstück bzw. zwischen den Faltrollen (61, 62) hindurchschiebbar ist unter U-förmiger Mitnahme des Materialstreifens bzw. des Abschnitts der Materialbahn (51), derart, daß sich diese an den Gegenstand anlegt.
  9. 9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Abschnitt der Materialbahn (51) unter elastischer Spannung bereitgehalten bzw. durch den Gegenstand (Tray-Packung 10) mitnehmbar ist, wobei vorzugsweise ein freies Ende der Materialbahn (51) durch einen elastisch bewegbaren Halter (Zange 58) erfaßt ist.
  10. 10. Vorrichtung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß zu beiden Seiten des Gegenstands bzw. der Tray-Packung (10) elastisch gelagerte Seitenführungen (67, 68) angeordnet sind zum elastischen Andrücken des Materialstreifens bzw. der Banderole (15) an Seitenflächen bzw. an Längswänden (20, 21) der Tray-Packung (10).
  11. 11. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß Endabschnitte der Banderole (15) durch querbewegbare Faltorgane, insbesondere Faltschieber (65, 66) gegen eine Querseite, insbesondere an eine Querwand (23) der Tray-Packung (10) faltbar sind.






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