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Dokumentenidentifikation DE4440210A1 15.05.1996
Titel Schlauchschellen-Zange
Anmelder Saltus-Werk Max Forst GmbH, 42659 Solingen, DE
Vertreter H. Rieder und Kollegen, 42329 Wuppertal
DE-Anmeldedatum 10.11.1994
DE-Aktenzeichen 4440210
Offenlegungstag 15.05.1996
Veröffentlichungstag im Patentblatt 15.05.1996
IPC-Hauptklasse B25B 7/00
IPC-Nebenklasse B25B 7/22   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Schlauchschellen-Zange (1) mit in je eine Zangenbacke (5, 6) übergehenden Zangenschenkeln (2, 3), welche um einen Gewerbezapfen (4) drehbar angeordnet sind, und schlägt zur Erzielung einer handhabungsgünstigeren Bauform vor, daß die Zangenschenkel (2, 3) in einer ausgewählten Betätigungsstellung, in welcher die Zangenbacken (5, 6) einander angenähert sind, derart auslösbar blockierbar sind, daß ein Öffnen wie auch ein weiteres Schließen der Schlauchschellen-Zange (1) gehindert ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Schlauchschellen-Zange mit zwei in je eine Zangenbacke übergehenden Zangenschenkeln, welche um einen Gewerbezapfen drehbar angeordnet sind.

Solche eine erleichterte Montage selbstspannender Schlauchklemmen erlaubende Zange ist in nachstehend genanntem Katalog auf Seite 537 abgebildet: Qualitätswerkzeuge, Katalogausgabe 12, 1989, Bert Gödde + Söhne KG. Das Weiten solcher Schlauchschellen respektive Schlauchklemmen geschieht gegen die aus einer oder mehreren Federwindungen resultierende Rückstellkraft und erfordert das willensbetonte Schließhalten der Zangenschenkel von der Aufnahme bis zum Positionieren der Schlauchschelle.

Aufgabe der Erfindung ist es, eine gattungsgemäße Schlauchschellen-Zange handhabungsgünstiger auszubilden.

Gelöst ist diese Aufgabe durch die im Anspruch 1 angegebene Erfindung.

Daran anschließende Ansprüche stellen erfinderische Weiterbildungen dar.

Zu folge solcher Ausgestaltung ist eine gattungsgemäße Schlauchschellen-Zange erhöhten Gebrauchswerts erzielt. Die Schlauchschelle wird sicher bis zur willensbetonten Freigabe zangen-gefaßt. Der Montierende kann sich ganz auf das Positionieren konzentrieren und wird nicht durch Einhaltung bestimmter Spannkräfte der Bedienungshand abgelenkt. Hierzu ist so vorgegangen, daß die Zangenschenkel in einer ausgewählten Betätigungsstellung, in welcher die Zangenbacken einander angenähert sind, derart auslösbar blockierbar sind, daß ein Öffnen wie auch ein weiteres Schließen der Schlauchschellen-Zange gehindert ist. Die selbstspannende Schlauchklemme bzw. Schlauchschelle wird unter Mitnutzung ihrer Rückstellkraft im Zangenmaul in zuordnungsgerechter Stellung gehalten; die Zange ist auch nicht weiter schließbar, so daß es demgemäß nicht zu einer Kollision der gefaßten Enden der Schlauchschelle kommt, was Verformungen dieser Enden mit sich bringen könnte. Diese Lösung ist konkret weitergestaltet durch einen Blockierungsvorsprung, der in einem Überkreuzungsbereich der Zangenschenkel zur in Überdeckung bringbare Rastausnehmungen einführbar ist. Hierzu bieten sich die aufeinanderliegenden Gewerbepartien der Zange bestens an. Um ein selbsttätiges Einrasten zu bekommen, wird weiter vorgeschlagen, daß der Blockierungsvorsprung in Richtung seiner Blockierungsstellung feder-vorgespannt ist. Überdies ist es günstig, wenn der Blockierungsvorsprung in einer Erstreckungsrichtung der Zangenschenkel bewegbar ist. Hierzu ist die ohnehin vorhandene Länge des Werkzeuges bestens nutzbar. Soll hierzu die maximale Erstreckungslänge genutzt werden, so erweist sich die Maßnahme als vorteilhaft, daß der Blockierungsvorsprung auf der den Zangenbacken abgewandten Seite des Gewebezapfens angeordnet ist. Der Raum zwischen den in aller Regel quer beabstandeten Zangenbacken ist zu dieser Unterbringung geradezu prädestiniert. Auch liegt die entsprechende Vorrichtung so geschützt. Der Blockierungsvorsprung hat am anderen Ende einen Betätigungsgriff, der so auch gegen Selbstauslösen geschützt liegt. Eine Ausgestaltung von sogar besonderer Bedeutung liegt überdies darin, daß der Blockierungsvorsprung mit einem Betätigungslenker verbunden ist derart, daß eine Betätigung von der Griffaußenseite her ermöglicht ist. Eine baulich und bedienungsmäßig vorteilhafte Einzelheit besteht dabei darin, daß der Betätigungslenker in einem Zangenschenkel um eine im wesentlichen senkrecht zur Dreh- bzw. Schwenkebene der Zangenschenkel ausgerichtete Achse bewegbar ist. Weiter ist das Werkzeug gekennzeichnet durch einen gesondert von dem Blockierungsvorsprung ausgebildeten, einstellbaren Zangen- Öffnungsbegrenzer. Hierdurch läßt sich das Werkzeug in seiner max. Maulöffnung auf die unterschiedlichen Größen der Schlauchklemmen grundeinstellen. Unnötiger Öffnungsweg ist vermieden. Eine günstige Zuordnung des Zangen- Öffnungsbegrenzers ist erreicht, wenn dieser bezüglich des Blockierungsvorsprunges auf der dem Gewerbezapfen gegenüberliegenden Seite angeordnet ist. Zur Erzielung einer baulich einfachen Ausbildung selbst wird vorgeschlagen, daß der Zangen-Öffnungsbegrenzer aus einer beide Zangenschenkel kreuzenden Schraube besteht und der verstellbare Öffnungsanschlag durch eine auf die Schraube aufgebrachte Mutter besteht. Diese Vorrichtung erlaubt eine stufenlose Verstellung. Unter Berücksichtigung des erforderlichen Schwenkfreiraumes ist sodann so vorgegangen, daß die Befestigung der Schraube an dem Zangenschenkel jeweils beweglich ist. Bei einer gemäß Gattung gestalteten Zange, wobei weiter an der Zangenbacke um eine Achse senkrecht zur Zangenlängserstreckung drehbare Backenteile ausgebildet sind, erweist es sich gebrauchstechnisch als vorteilhaft, daß die Backenteile an der jeweiligen Zangenbacke rastjustierbar sind. Das ermöglicht die Einstellung einer betriebsgerechten Grundausrichtung der Backenteile. Die aufgenommene Schlauchschelle kann nach Einlage darin unter Überwindung dieser Grundstellung gedreht werden, um die hinsichtlich Zugang und der gegebenen beengten Platzverhältnisse optimale Ausrichtung zu bekommen. Erreicht ist die Rastjustierung durch eine ausgewählte Stellung eines Backenteils durch eine Justierkerbe an dem Backenteil.

Der Gegenstand der Erfindung ist nachstehend anhand zweier zeichnerisch veranschaulichter Ausführungsbeispiele näher erläutert. Es zeigt:

Fig. 1 die erfindungsgemäße Schlauchschellen-Zange gemäß erstem Ausführungsbeispiel, in Blockierungsstellung,

Fig. 2 eine zangenmaulseitige Stirnansicht hierzu,

Fig. 3 die Schlauchschellen-Zange in Seitenansicht,

Fig. 4 die Schlauchschellen-Zange in Darstellung wie Fig. 1, jedoch bei aufgehobener Blockierung,

Fig. 5 eine Schlauchschellen-Zange gemäß zweitem Ausführungsbeispiel, und zwar in partiell aufgebrochener Draufsicht, in Blockierungsstellung sowie mit einem Öffnungsbegrenzer versehen,

Fig. 6 eine der Fig. 4 entsprechende Darstellung dieser Zange,

Fig. 7 den Schnitt gemäß Linie VII-VII in Fig. 1,

Fig. 8 den Schnitt gemäß Linie VIII-VIII in Fig. 4 und

Fig. 9 eine Herausvergrößerung der in Fig. 5 mit A bezeichneten Partie des Zangenmauls.

Die dargestellte Schlauchschellen-Zange 1 besitzt zwei Zangenschenkel 2, 3.

Die Zangenschenkel 2, 3 treten im Bereich eines Gewerbezapfens 4 seitenwechselnd über. Der Zangenschenkel 2 bildet so einen in Erstreckungsrichtung des Zangenschenkels 3 liegende Zangenbacke 5 und der Zangenschenkel 3 eine in Erstreckungsrichtung des Zangenschenkels 2 liegende Zangenbacke 6. Der entsprechende Überkreuzungsbereich trägt das Bezugszeichen 7. Es handelt sich dabei um abgeplattete Lageraugen 8 und 9, und zwar 8 von 2 ausgehend und 9 von 3 ausgehend. Die gegeneinander gerichteten Flächen der beiden Lageraugen 8, 9 bilden eine konzentrisch zum Gewerbezapfen 4 liegende Drehfuge 10.

Die längeren Abschnitte der Zangenschenkel 2, 3 formen schwach nach außen gewölbte Griffe 11, 12 der Schlauchschellen-Zange 1. Sie weisen die Griffigkeit erhöhende Mittel auf wie beispielsweise einen Kunststoffmantel. Es kann sich auch um einen Isolationsmantel gegen Spannungsübertritt handeln.

Die freien Enden der ein Zangenmaul 13 bildenden Zangenbacken 5 und 6 tragen um 360° drehbare Backenteile 14, 15. Es handelt sich um im Grunde zylindrische Körper. Deren Drehachsen sind nach auswärts gerichtet und erstrecken sich in der von der Drehfuge 10 bestimmten Ebene E-E des Werkzeuges, in welcher Dreh- und Schwenkebene das Öffnen und Schließen des Zangenmaules 13 geschieht.

Die gegeneinander gerichteten, greifaktiven Partien der Backenteile 14 und 15 sind konstruiert im Sinne eines Fassens zweier freier Enden 16&min;, 16&min;&min; einer selbstspannenden Schlauchklemme bzw. Schlauchschelle 16. Sie besteht in aller Regel aus einem etwa kreisförmig gewickelten Stahldraht. Ihre nach auswärts weisenden, freien, in Grundstellung beabstandeten Enden 16&min;, 16&min;&min; befinden sich in kreuzendem Durchgriff, so daß ein in Umfangsrichtung gehendes Nähern der besagten freien, in Grundstellung beabstandeten Enden 16&min;, 16&min;&min; den lichten Durchmesser einer solchen Schlauchschelle 16 vergrößert. Die Schlauchschelle 16 kann dadurch bequem auf einen nicht dargestellten Schlauch aufgesteckt werden. Nach Öffnen des Maules 13 entfernen sich die besagten freien Enden 16&min;, 16&min;&min; aufgrund der Rückstellwirkung voneinander, was zu einem Verringern des lichten Durchmessers der Schlauchschelle 16 führt. Die besagte Durchmesserdifferenz ergibt sich leicht aus einem Vergleich der Fig. 1 und 4 bzw. 5 und 6.

Um der Rückstellkraft der gefaßten Schlauchschelle 16 werkzeugseitig nicht permanent durch Griffdruck entgegenwirken zu müssen, sind die Zangenschenkel 2, 3 in einer ausgewählten Betätigungsstellung, in welcher die Zangenbacken 5, 6 einander angenähert sind, blockierbar. Die Blockierungsstellung ist willensbetont aufhebbar. In Blockierungsstellung (Fig. 1 und 5) ist ein Öffnen des Zangenmauls 13 wie auch ein weiteres restlichen Schließen der Schlauchschellen-Zange 1 unterbunden, letzteres, damit die zwischengefaßten freien Enden 16&min;, 16&min;&min; der Schlauchschelle 16 keiner verformenden Beeinflussung durch Zerdrücken ausgesetzt sind.

In der besagten ausgewählten Betätigungsstellung (Fig. 1, 5) des Werkzeuges sitzt die Schlauchschelle 16 unverlierbar fest, selbst wenn der Bedienende lediglich einen der Griffe 11, 12 fassen würden.

Erreicht ist die lösbare Festlegung der Zangenbewegung durch einen Blockierungsvorsprung 17. Letzterer sitzt auf der den Zangenbacken 5, 6 abgewandten Seite des Gewerbezapfens 4. Die Gegenrastmittel für den Blockierungsvorsprung 17 bestehen aus Rastausnehmungen 18, 19. Die Rastausnehmungen 18, 19 öffnen in Richtung des Zwischenraumes 20 zwischen den Zangenschenkeln 2, 3 bzw. den Griffen 11, 12. Die eine Rastausnehmung 18 befindet sich im Lagerauge 8; die andere Rastausnehmung 19 liegt im Lagerauge 9. Sie (18, 19) weisen in Bezug auf die geometrische Achse des Gewerbezapfens 4 radial nach auswärts gerichtet. In Überdeckung gebracht, kann sich der Blockierungsvorsprung 17 einführen. Liegt diese kongruente Lage noch nicht vor, wird der Blockierungsvorsprung 17 durch den rotationssymmetrisch zum Gewerbezapfen 4 ausgerichteten Stirnrand 21 des Lagerauges 9 zurückgehalten (vergleiche Fig. 4 und 8).

Beim zweiten Ausführungsbeispiel wird der entsprechende Stirnrand 22 als Sperrzone genutzt.

Um die Drehblockierung des Zangengewerbes praktisch automatisch zu gewährleisten, ist der Blockierungsvorsprung 17 in Richtung seiner Blockierungsstellung federvorgespannt. Die ihn im rückwärtigen Bereich innerhalb eines Gehäuses 23 belastende Druckfeder ist mit 24 bezeichnet. Es handelt sich um eine Schraubengang-Druckfeder. Sie hintergreift gewerbeseitig einen Bund des Blockierungsvorsprunges 17, der sich in Richtung des Zwischenraumes 20 der Schlauchschellen-Zange 1 in einen Führungsschaft 25 fortsetzt. Der ist in Richtung der längeren Erstreckung des Werkzeuges, also in Einheit mit dem Blockierungsvorsprung 17 in Erstreckungsrichtung der langen Schenkel 2, 3 bewegbar. Zur entsprechenden Verlagerung geht der Führungsschaft 25 endseitig in einen Betätigungsgriff 26 über, beim zweiten Ausführungsbeispiel als Kugel realisiert. Dort sitzt das erwähnte Gehäuse 23 am mit 3 bezeichneten Zangengeschenkel, und zwar innenseitig. Der Betätigungsgriff 26 befindet sich zangengriffumgeben im Zwischenraum 20.

Beim ersten Ausführungsbeispiel ist das insofern anders, als dort das Gehäuse 23 an der Innenseite des anderen, mit 2 bezeichneten Zangenschenkels sitzt. Das Gehäuse 23 kann integral geformt sein.

Das erste Ausführungsbeispiel enthält eine die Betätigung betreffende Weiterbildung derart, daß der Blockierungsvorsprung 17 dort von der Griffaußenseite her betätigbar ist. Dort liegt der ebenfalls mit 26 bezeichnete, jedoch als Kipptaste realisierte Betätigungsgriff 26 zwischen dem greifoptimierten Abschnitt des Griffes 11 und dem griffseitig weisenden Ende des Gehäuses 23. Der Betätigungsgriff 26 überragt die Griffaußenseite des Griffes 1 in einer günstigen, ergonometrisch vorteilhaften Zuordnung. Die entsprechende Verlegungsbrücke bildet ein doppelarmiger Betätigungslenker 27. Der greift mit seinem einen, in den Zwischenraum 20 ragenden Arm a über eine Gelenkstelle 28 am freien Ende des Führungsschaftes 25 an. 28 hat Spiel.

Der andere, zangenauswärts gerichtete Arm b fungiert als Betätigungsgriffschaft. Der Betätigungslenker 27 schwenkt um eine Achse 29. Letztere kreuzt den Zangenschenkel 2. Besagte Achse 29 sitzt im wesentlichen senkrecht zur Dreh- bzw. Schwenkebene E-E der Zangenschenkel. Zum querenden Durchtritt des Betätigungslenkers 27 ist im Bereich des Griffes 11 eine fensterartige Durchbrechung 30 berücksichtigt. Die Fensterkanten können Anschlagfunktion im Hinblick auf den Tiefeneingriff des Blockierungsvorsprunges 17 übernehmen, wenn nicht, wie dargestellt, der federabstützende Bund zwischen Blockierungsvorsprung 17 und Führungsschaft 25 hierzu herangezogen ist.

Eine Weiterbildung des zweiten Ausführungsbeispieles besteht sodann durch einen gesondert von dem Blockierungszapfen 17 ausgebildeten, einstellbaren Zangen-Öffnungsbegrenzer 31. Über den läßt sich der Öffnungswinkel des Zangenmaules 13 grundeinstellen. Das ist von Vorteil, wenn unterschiedliche große Schlauchschellen 16 gefaßt respektive geweitet werden sollen. Man erspart sich dabei ein unnötig weites Öffnen des Maules 13. Der Zangen-Öffnungsbegrenzer 31 befindet sich bezüglich des Blockierungsvorsprunges 17 auf der dem Gewerbezapfen 4 gegenüberliegenden Seite, und zwar in Nähe des Zangenmaulgrundes 32.

Bestandteil des besagten Zangen-Öffnungsbegrenzers 31 ist eine drehgesichert festgelegte Schraube 33 abseits des Zangengewerbes. Sie kreuzt beide Zangenschenkel 2, 3, genauer beide Zangenbacken 5, 6. Ihr Schraubenkopf 34 sitzt drehbeweglich gelagert auf einer dortigen Ausbuchtung der Zangenbacke. Er schwenkt um eine raumparallel zur Achse 29 oder Achse des Gewerbezapfens 4 ausgerichtete Achse 35 als eines zweier Lager.

Eine zweite, ebenfalls über einer Ausbuchtung errichtete Befestigungsstelle befindet sich an der mit 6 bezeichneten Zangenbacke. Es handelt sich um ein zweites Lager 35, hier für eine Kalotte 36, welche vom Schaft der Schraube 33 gewindeeingriffsfrei durchsetzt ist. Die Verjüngung der Kalotte 36 in Anpassung an eine Höhlung dieses Lagers 35 geht nach außen. Hinter der Kalotte sitzt eine Mutter 37. Es handelt sich um eine Rändelmutter. Hierüber erfolgt die Verstellung des Zangenmaul-Öffnungswinkels.

Die beschriebene bewegliche Lagerung beider Schraubenenden kompensiert den zur Schwenkbewegung erforderlichen Freigang des Zangen-Öffnungsbegrenzers 31. Am Schraubenkopf 34 stützt sich eine Druckfeder 38 ab. Es handelt sich um eine Schraubengangsdruckfeder. Diese findet ihr anderes Widerlager an der der Druckfeder zugewandten Ringfläche der Kalotte 36. Die Federkraft wirkt im Sinne eines Öffnens des Zangenmaules 13, so daß nach Aufhebung des Blockierungseingriffes des Blockierungsvorsprunges 17 das Werkzeug automatisch in seine begrenzte Öffnungsstellung tritt. Es bedarf danach lediglich des Fassens der Schlauchschelle 16 und eines Näherns der Griffe 11, 12, bis der Blockierungsvorsprung 17 einrastet.

Die entsprechende Weiterbildung könnte auch an der Schlauchschellenzange 1 gemäß aus erstem Ausführungsbeispiel vorgesehen sein.

Zurückkommend auf die Backenteile 14, 15 bleibt noch auszuführen, daß diese in je einer maulseitig sowie zum freien Ende hin offenen, stufenförmige Ausklinkung untergebracht sind, letztere bezeichnet mit 5&min; und 6&min;. Da die im Grunde zylinderförmigen Backenteile 14, 15 einen größeren Durchmesser aufweisen als die Dicke der sie drehbar lagernden Zangenbacken 5, 6 beträgt, lassen sich die Backenteile 14, 15 erfassen und drehpositionieren. Zur Vermeidung einer Ziffernüberhäufung ist die entsprechende Achse nicht mit einem Symbol versehen. Die Achse erstreckt sich senkrecht zur Zangenlängserstreckung und findet ihr Lager in dem abgesetzten, dickenreduzierten Abschnitt der Enden der Backen 5, 6.

Weiter sind die Backenteile 14, 15 an der jeweiligen Zangenbacke 5, 6 rastjustierbar. Es liegt eine Kugelrast 39 zugrunde. Letztere geht deutlich aus Fig. 9 hervor.

Das backenteilseitige Gegenrastmittel besteht aus einer Justierkerbe 40 in der Mantelfläche der Backenteile 14, 15. Die Justierkerben sind so ausgerichtet, daß sie unter Eingriff der Kugelrast 39 greiffflächenmäßig eine Schlauchklemme 16 in der Dreh- Schwenkebene E-E vor dem Zangenmaul 13 halten (vergleiche Fig. 1). Aus dieser Stellung läßt sich die Klemmschelle 16 stufenlos nach rechts oder links um die koaxiale Gesamtachse der Backenteile 14, 15 schwenken, so daß die jeweils zuordnungsgünstigste Winkelstellung erreicht werden kann.

Die Justierkerbe hat V-förmigen Querschnitt. Die Kugelrast 39 befindet sich wirkungsmäßig in radialer Ausrichtung zur Achse der Backenteile 14, 15. Die Kugel der Kugelrast 39 sitzt in einer Sackbohrung in der durch die Ausklinkungen 5&min;, 6&min; erhaltenden Stufenzone. Die Kugel ist durch eine Druckfeder in Wirkrichtung belastet.

Zum erleichterten Verdrehen der Backenteile 14, 15 setzt sich deren Drehachse nach auswärts gerichtet in Rändelköpfe 41 fort.

Der Justierkerbe 40 des Backenteils 15 ist diametral gegenüberliegend eine längsverlaufende, den zylindrischen Verlauf der Mantelwand unterbrechende Abflachung 42 gegeben, welche gleichfalls als rastdefinierte Zone gesehen werden kann. Die Abflachung 42 ergibt sich besonders deutlich aus Fig. 2.

In Fig. 6 ist das Schließen des Zangenmauls 13 schon eingeleitet, so daß die Kalotte 36 von der Mutter 37 schon leicht abgehoben hat.

In ergonometrischer Hinsicht ist noch bemerkenswert, daß der Betätigungsgriff 26 einschließlich seines vom Arm b gebildeten Schaftes in Lösebereitschaftsstellung eine Art Hinterschnittverlauf zum Griff 11 besitzt, was den Vorteil hat, daß der diesen Betätigungsgriff 26 in Richtung des Pfeiles x schwenkende Bedienungsfinger (beispielsweise Daumen) nicht abrutschen kann. Der entsprechende Winkel Alpha schließt ca. 60°.

Die Funktion ist, kurz zusammengefaßt, wie folgt: Die Schlauchschellen-Zange 1 gelangt nach Ausheben des Blockierungsvorsprunges 17 in eine Bestückungs-Bereitschaftsstellung (Fig. 4 und 6). Das kann bezüglich des zweiten Ausführungsbeispieles federunterstützt (Druckfeder 38) abgelaufen. Die freien Enden 16&min;, 16&min;&min; der selbstspannenden Schlauchklemme bzw. Schlauchschelle 16 werden gefaßt. Es folgt das Schließen des Werkzeuges unter Annäherung der Griffe 11 und 12 aneinander. Der bis dahin am Stirnrand 21 bzw. 22 zurückgehaltene Blockierungsvorsprung 17 schnellt nun in die fugenübergreifend deckungsgleich ausgerichtete Rastausnehmung 18/19. Das geschieht unter Federbelastung. Die Schlauchklemme 16 ist dadurch durchmessermäßig geweitet und kann nun, gegebenenfalls unter noch winkelgünstigerer Ausrichtung als dargestellt, an den Zielort verbracht werden.

Eine solche Zuordnungshilfe kann auch zur Zuordnung vergleichbare Elemente herangezogen werden.

Alle offenbarten Merkmale sind erfindungswesentlich. In die Offenbarung der Anmeldung wird hiermit auch der Offenbarungsinhalt der zugehörigen/beigefügten Prioritätsunterlagen (Abschrift der Voranmeldung) vollinhaltlich mit einbezogen, auch zu dem Zweck, Merkmale dieser Unterlagen in Ansprüche vorliegender Anmeldung mit aufzunehmen.


Anspruch[de]
  1. 1. Schlauchschellen-Zange (1) mit in je eine Zangenbacke (5, 6) übergehenden Zangenschenkeln (2, 3), welche um einen Gewerbezapfen (4) drehbar angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Zangenschenkel (2, 3) in einer ausgewählten Betätigungsstellung (Fig. 1, 5), in welcher die Zangenbacken (5, 6) einander angenähert sind, derart auslösbar blockierbar sind, daß ein Öffnen wie auch ein weiteres Schließen der Schlauchschellen-Zange (1) gehindert ist.
  2. 2. Schlauchschellen-Zange nach Anspruch 1 oder insbesondere danach, gekennzeichnet durch einen Blockierungsvorsprung (17) der in einem Überkreuzungsbereich (7) der Zangenschenkel (2, 3) in zur Überdeckung bringbare Rastausnehmungen (18, 19) einführbar ist.
  3. 3. Schlauchschellen-Zange nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, daß der Blockierungsvorsprung (17) in Richtung seiner Blockierungsstellung feder-vorgespannt ist.
  4. 4. Schlauchschellen-Zange nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, daß der Blockierungsvorsprung (17) in einer Erstreckungsrichtung der Zangenschenkel (2, 3) bewegbar ist.
  5. 5. Schlauchschellen-Zange nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, daß der Blockierungsvorsprung (17) auf der den Zangenbacken (5, 6) abgewandten Seite des Gewerbezapfens (4) angeordnet ist.
  6. 6. Schlauchschellen-Zange nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, daß der Blockierungsvorsprung (17) mit einem Betätigungsgriff (26) versehen ist.
  7. 7. Schlauchschellen-Zange nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, daß der Blockierungsvorsprung (17) mit einem Betätigungslenker (27) verbunden ist derart, daß eine Betätigung von der Griffaußenseite her ermöglicht ist.
  8. 8. Schlauchschellen-Zange nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, daß der Betätigungslenker (27) in einem Zangenschenkel (2) um eine im wesentlichen senkrecht zur Dreh- bzw. Schwenkebene (E-E) der Zangenschenkel (2, 3) ausgerichtete Achse (29) bewegbar ist.
  9. 9. Schlauchschellen-Zange nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere danach, gekennzeichnet durch einen gesondert von dem Blockierungszapfen (17) ausgebildeten, einstellbaren Zangen-Öffnungsbegrenzer (31).
  10. 10. Schlauchschellen-Zange nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, daß der Zangen-Öffnungsbegrenzer (31) bezüglich des Blockierungsvorsprunges (17) auf der dem Gewerbezapfen (4) gegenüberliegenden Seite angeordnet ist.
  11. 11. Schlauchschellen-Zange nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, daß der Zangen-Öffnungsbegrenzer (31) aus einer beide Zangenschenkel (2, 3) kreuzenden Schraube (33) besteht und der verstellbare Öffnungsanschlag von einer auf die Schraube (33) aufgebrachten Mutter (37) gebildet ist.
  12. 12. Schlauchschellen-Zange nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigung der Schraube (33) an dem Zangenschenkel jeweils beweglich ist.
  13. 13. Schlauchschellen-Zange nach Anspruch 1, wobei an den Zangenbacken (5, 6) um eine Achse senkrecht zur Zangenlängserstreckung drehbare Backenteile (14, 15) ausgebildet sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Backenteile (14, 15) an der jeweiligen Zangenbacke (5 bzw. 6) rastjustierbar sind.
  14. 14. Schlauchschellen-Zange nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, daß eine ausgewählte Stellung eines Backenteiles (14 bzw. 15) durch eine Justierkerbe (40) an dem Backenteil vorgesehen ist.






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