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Dokumentenidentifikation DE4440271A1 15.05.1996
Titel Spitzer mit verstellbarem Fassonmesser für Stifte mit weicher Mine
Anmelder Möbius & Ruppert, 91056 Erlangen, DE
Erfinder Fischer, Ernst, 91014 Langensendelbach, DE
Vertreter LOUIS, PÖHLAU, LOHRENTZ & SEGETH, 90489 Nürnberg
DE-Anmeldedatum 11.11.1994
DE-Aktenzeichen 4440271
Offenlegungstag 15.05.1996
Veröffentlichungstag im Patentblatt 15.05.1996
IPC-Hauptklasse B43L 23/08
Zusammenfassung Es wird ein Spitzer (10) für Stifte (54) mit weicher Mine (56) mit einem Spitzergehäuse (12) beschrieben, das mindestens einen konischen Spitzerkanal (14) aufweist. Am Spitzergehäuse (12) ist mindestens ein Spitzermesser (22) befestigt, das zum zugehörigen Spitzerkanal (14) tangential angestellt ist. Ein Fassonmesser (42) ist an einem Befestigungselement vorgesehen und zwischen einer Fassonierstellung und einer Rückzugstellung verstellbar. Das Befestigungselement ist als Querschieber (32) ausgebildet, der entlang einer Linearführung (30) quer zur Längsachse (18) des mindestens einen Spitzerkanals (14) zwischen der Fassonier- und der Rückzugstellung verstellbar ist. Das Fassoniermesser ist als vom Querschieber (32) in Richtung zum mindestens einen Spitzerkanal (14) wegstehender Finger ausgebildet, der an seinem freien Vorderende mit einer Fassonschneide (44) ausgebildet ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Spitzer mit verstellbarem Fassonmesser für Stifte mit weicher Mine, mit einem Spitzergehäuse, das mindestens einen konischen Spitzerkanal aufweist, mit mindestens einem am Spitzergehäuse befestigten Spitzermesser, das zum zugehörigen Spitzerkanal tangential angestellt ist, und mit einem Fassonmesser, das an einem Befestigungselement vorgesehen ist, wobei das Befestigungselement zwischen einer das Fassonmesser im entsprechenden Spitzerkanal Positionierenden Fassonierstellung und einer das Fassonmesser außerhalb des entsprechenden Spitzerkanals Positionierenden Rückzugstellung verstellbar ist.

Ein derartiger Spitzer ist bspw. aus der DE 37 37 863 C1 der Anmelderin bekannt. Bei diesem bekannten Spitzer ist das Fassonmesser an einem Befestigungselement vorgesehen, das an der Unterseite des Spitzergehäuses angeordnet ist, wobei das Fassonmesser sich vom Befestigungselement in Richtung zum Spitzermesser erstreckt und in jeder seiner möglichen Stellungen mindestens annähernd senkrecht zur Längsachse des konischen Spitzerkanals ausgerichtet ist. Das Fassonmesser ist hierbei mit einem gebogenen Querschnittsprofil ausgebildet und in bezug zur genannten Längsachse in einem zum Spitzerkanal zugeordneten Durchgangs- bzw. Auswerfloch außermittig angeordnet. Bei diesem bekannten Spitzer ergibt sich das Problem, daß das Auswerfloch durch das Befestigungselement für das Fassonmesser reduziert und somit der Auswurf der abgespitzten Minenmasse aus dem Spitzergehäuse zumindest beeinträchtigt wird.

Aus der DE-AS 12 36 374 ist ein Spitzer für Stifte mit weicher Mine bekannt, der mit einem Spitzer- und mit einem Fassonmesser ausgebildet ist. Bei diesem bekannten Spitzer ist das Fassonmesser bspw. von einem schmalen Metallstreifen gebildet, der eine bogenförmige Schneide aufweist.

Die DE-AS 12 68 019 offenbart einen Spitzer mit einem Spitzer- und einem Fassonmesser, wobei das Fassonmesser zum Spitzerkanal quer orientiert vorgesehen ist. Das Fassonmesser kann hierbei zwischen dem Spitzergehäuse und dem Schneidmesser eingeklemmt sein. Dort ergibt sich das Problem, daß die Anbringung des Fassonmessers im Spitzergehäuse bzw. in einer für das Fassonmesser vorgesehenen Ausnehmung des Spitzergehäuses einen nicht zu vernachlässigenden Aufwand darstellt. Deshalb wird dort auch vorgeschlagen, das Fassonmesser mit dem Spitzermesser einstückig auszubilden. In jedem Fall ist es jedoch so, daß das Fassonmesser ortsfest in den Spitzerkanal hineinragt. Entsprechendes gilt für den weiter oben erwähnten Spitzer gemäß DE-AS 12 36 374.

Ein Spitzer für Stifte mit weicher Mine ist bspw. auch aus der DE 38 24 883 A1 bekannt. Dieser bekannte Spitzer ist ebenfalls mit einem tangential zum konischen Spitzerkanal des Spitzergehäuses angestellten Spitzermesser und einem quer in den Spitzerkanal hineinreichenden Fassonmesser mit einer bogenförmigen Schneide ausgebildet. Bei diesem bekannten Spitzer ist der Spitzerkanal im Bereich des Fassonmessers oben und unten offen, und das Fassonmesser ist mit dem Spitzergehäuse einstückig ausgebildet. Das bedeutet jedoch, daß auch bei diesem bekannten Spitzer das Fassonmesser ortsfest vorgesehen ist, so daß mit einem derartigen Spitzer nur eine bestimmte Spitzenform der weichen Mine eines Stiftes realisierbar ist.

Aus dem DE-GM 70 27 544 ist ein Spitzer für Stifte mit einem tangential zum im Spitzergehäuse vorgesehenen konischen Spitzerkanal angestellten ebenen Schneidmesser und mit einem die Minenspitze des Stiftes bogenförmig abrundenden Fassonmesser bekannt. Das Fassonmesser ist von einer im Spitzerkanal liegenden Kante des Spitzerkörpers gebildet. Bei diesem bekannten Spitzer ist der Auswurf der abgespitzten Minenmasse problematisch, und außerdem ist auch dieser bekannte Spitzer nur zur Formung einer bestimmten Abrundung der Minenspitze geeignet.

Ein Spitzer für Stifte mit weicher Mine mit einem Spitzergehäuse, das einen konischen Spitzerkanal aufweist, an welchen sich eine zylindrische Bohrung zur Aufnahme des Stiftes im Bereich seines Schaftes anschließt, ist aus der DE 27 25 104 A1 bekannt. Bei diesem bekannten Spitzer ist der konische Spitzerkanal etwa zur Hälfte offen und mit einer abgerundeten Spitze sowie mit stumpf schabenden Kanten ausgebildet. Auch dieser bekannte Spitzer eignet sich nur zur Formgebung einer bestimmten Abrundung der Minenspitze eines Stiftes mit weicher Mine.

Ein Bleistiftspitzer mit becherförmigem Spanauffangbehälter und mit einem Verschlußdeckel, in welchen ein Spitzer mit zwei Spitzvorrichtungen eingebaut ist, deren eines Messer zum Abschälen des Bleistiftholzes und deren anderes Messer zum Anspitzen der freigelegten Mine dient, und mit einem quer zur Längsachse des Spitzer verlaufenden Anschlagschieber zur Begrenzung der freien Minenlänge des angespitzten Bleistiftes ist aus der DE-AS 12 81 313 bekannt. Bei diesem bekannten Spitzer handelt es sich um einen Bleistiftspitzer und nicht um einem Spitzer für Stifte mit weicher Mine. Dort ist der Anschlagschieber ein vom Spitzer getrenntes Teil und die Führung des Anschlagschiebers im Inneren des Verschlußdeckels angeformt.

Ein Blei- bzw. Schreibstiftspitzer mit zwei in einem Gehäuse Vereinigten kegelförmigen, je mit einem Messer versehenen Spitzvorrichtungen, von denen der nur das Holz des Stiftes abnehmenden Vorrichtung ein Anschlag zur Begrenzung der freien Minenlänge zugeordnet ist, während die andere Vorrichtung die freigelegte Mine anspitzt, ist aus der DE-AS 10 42 427 bekannt. Dieser bekannte Spitzer besteht aus einem beide Spitzvorrichtungen aufnehmenden Gehäusekörper und einem damit formschlüssig zusammengreifenden, quer zur Längsrichtung der Spitzvorrichtungen an der spitzenseitigen Stirnseite bewegbaren Schieber, der den Anschlag für die Begrenzung der freien Minenlänge aufweist. Auch hier handelt es sich um einen Spitzer zum Spitzen von Schreib- bzw. Bleistift und nicht um einen Spitzer für Stifte mit weicher Mine.

Die DE 30 04 020 C2 offenbart einen Spitzer für ummantelte Stifte mit weicher Mine, insbes. für holzgefaßte Kosmetikstifte, bestehend aus eine Spitzergehäuse mit darin angeordnetem Spitzermesser sowie einem Freiraum für die berührungslose Aufnahme des gesamten freiliegenden Minenteils. Um bei einem derartigen Spitzer den Freiraum einerseits hinreichend groß und außerdem auch leicht reinigbar zu gestalten, und der andererseits aber sowohl beim Gebrauch als auch beim Aufbewahren völlig berührungssicher und ungefährlich ist, wird dort vorgeschlagen, daß das Spitzergehäuse im Bereich des Freiraumes wenigstens eine Abschirmung für die Schneidkante des Schälmessers aufweist. Diese Abschirmung kann von wenigstens einem Vorsprung gebildet sein, der von der der Schneidkante gegenüberliegenden Wand in den Freiraum hineinragt und dessen Oberkante höher als die Oberfläche des Schneidmessers liegt.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Spitzer der eingangs genannten Art zu schaffen, der einfach aufgebaut und der einfach zusammenbaubar ist, und der sich in einfacher Weise sowohl zum Ausbilden einer relativ scharfen Spitze als auch zur Ausbildung einer abgerundeten, d. h. fassonierten Spitze eines Stiftes mit weicher Mine eignet.

Diese Aufgabe wird bei einem Spitzer der eingangs genannten Art erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Befestigungselement als Querschieber ausgebildet ist, der entlang einer im Spitzergehäuse vorgesehenen Linearführung quer zur Längsachse des mindestens einen konischen Spitzerkanals zwischen der Fassonier- und der Rückzugstellung verstellbar ist, wobei die Fassonier- und die Rückzugstellung durch Rastorgane am Spitzergehäuse und/oder am Befestigungselement bestimmt sind, und daß das Fassonmesser als vom Querschieber in Richtung zum mindestens einen Spitzerkanal wegstehender Finger ausgebildet ist, der an seinem freien Vorderende mit einer Fassonschneide ausgebildet ist.

Beim erfindungsgemäßen Spitzer ist das Befestigungselement also als einfach ausgebildeter Querschieber realisiert, der infolge seiner einfachen Gestaltung problemlos z. B. in einem Spritzgießwerkzeug aus geeignetem Kunststoffmaterial herstellbar ist. Dabei kann das Fassonmesser als vom Querschieber getrenntes Teil realisiert sein, bevorzugt ist es jedoch, wenn das Fassonmesser mit dem Querschieber einstückig ausgebildet ist. Das ist durch geeignete Materialauswahl für den Querschieber und das Fassonmesser einfach möglich.

Zweckmäßig ist es, wenn beim erfindungsgemäßen Spitzer die Linearführung für den Querschieber im Bereich des Vorderendes des Bettes für das mindestens eine Spitzermesser ausgebildet ist und vom Bett einen definierten Tiefenabstand, und wenn der Querschieber an den definierten Tiefenabstand angepaßte Höhenabmessung aufweist und zwischen der Linearführung und der Unterseite des Schneidmessers quer verschiebbar angeordnet ist. Ein solchermaßen gestaltetes Spitzergehäuse ist mit Hilfe eines relativ einfach gestalteten Formwerkzeugs herstellbar. Auch der Zusammenbau des Spitzers bestehend aus dem Spitzergehäuse, dem mindestens einen Spitzermesser und dem Querschieber ist einfach möglich. Ein weiterer Vorteil eines solchen Spitzers besteht darin, daß der mit dem Fassonmesser ausgebildete Querschieber gleichsam mit Hilfe des mindestens einen Spitzermessers zwischen diesem und dem Spitzengehäuse entlang der Linearführung quer verschiebbar und spielfrei vorgesehen ist.

Bei den am Spitzergehäuse und/oder an dem als Querschieber ausgebildeten Befestigungselement vorgesehenen Rastorganen kann es sich um Rastausnehmungen und einen daran angepaßten Rastnocken handeln. Dabei können die Ausnehmungen bspw. am Spitzergehäuse und der Rastnocken am Querschieber ausgebildet sein. Selbstverständlich ist es auch möglich, den Rastnocken am Spitzergehäuse und die Rastausnehmungen am Querschieber auszubilden.

Um den Auswurf abgespitzten bzw. abgeschälten Minenmaterials aus dem Spitzergehäuse heraus optimal zu gestalten, ist es bevorzugt, wenn die Linearführung für den Querschieber in der Nachbarschaft eines dem mindestens einen konischen Spitzerkanal unterseitig zugeordneten Durchgangslochs vorgesehen ist. Durch dieses mindestens eine Durchgangsloch ist es problemlos und zuverlässig möglich, das abgespitzte bzw. abgeschälte Minenmaterial aus dem Spitzergehäuse auszugeben.

Eine Betätigung des Querschiebers zu seiner Verstellung zwischen der Fassonier- und der Rückzugstellung ist möglich, wenn der Querschieber bspw. an seiner Oberseite mit einem Betätigungsorgan ausgebildet ist. Dabei ist es bevorzugt, wenn das Betätigungsorgan derartig ausgebildet ist, daß es über das Spitzergehäuse nicht übersteht, so daß ungewollte Verstellungen des Querschiebers zwischen der Rückzug- und der Fassonierstellung zuverlässig vermieden werden.

Bei dem erfindungsgemäßen Spitzer kann das Spitzergehäuse zwei konische Spitzerkanäle aufweisen, die voneinander beabstandet vorgesehen sind, wobei die Längsachsen der beiden Spitzerkanäle zueinander parallel orientiert sind, und kann der Querschieber zwei Fassonmesser ausweisen, die voneinander einen dem Querabstand der Längsachsen der beiden Spitzerkanäle entsprechenden Abstand besitzen. Dabei können die beiden Fassonmesser gleich gestaltet sein, so daß die beiden Spitzerkanäle des Spitzers zur Ausbildung einander entsprechender Spitzen bzw. einander entsprechender fassonierter abgerundeter Spitzen geeignet sind. Es ist jedoch auch möglich, daß bei einem solchen Spitzer der zuletzt genannten Art das eine Fassonmesser zum Fassonieren einer ersten Fassongröße und das zweite Fassonmesser zum Fassonieren einer davon verschiedenen zweiten Fassongröße einer Mine vorgesehen ist. Ein solchermaßen ausgebildeter Spitzer weist also entsprechend Verbesserte Gestaltung-, d. h. Fassoniermöglichkeiten auf.

Erfindungsgemäß ist es jedoch auch möglich, daß das Spitzergehäuse zwei konische Spitzerkanäle aufweist, die voneinander beabstandet vorgesehen sind, wobei die Längsachsen der beiden Spitzerkanäle zueinander parallel orientiert sind, und daß der Querschieber zwei Paare von Fassonmessern aufweist, wobei die Fassonmesser jedes Fassonmesser-Paares eng nebeneinander vorgesehen sind und die Fassonmesser-Paare voneinander einen dem Querabstand der Längsachsen der beiden Spitzerkanäle entsprechenden Abstand aufweisen, wobei das jeweilige eine Fassonmesser eines Fassonmesser-Paares zum Fassonieren einer ersten Fassongröße und das jeweilige zweite Fassonmesser eines Fassonmesser-Paares zum Fassonieren einer davon verschiedenen zweiten Fassongröße einer Mine vorgesehen ist. Mit einem derartig ausgebildeten Spitzer ist es also möglich, am einen Spitzerkanal die Mine eines entsprechenden Stiftes mit zwei voneinander verschieden fassonierten Spitzen und im zweiten Spitzerkanal Stifte an ihren Minenspitzen mit zwei Verschiedenen Fassonierungen zu gestalten. Dabei können die beiden Spitzerkanäle gleich groß oder verschieden grob dimensioniert sein, um für gleiche oder unterschiedlich große Stifte geeignet zu sein. Die Fassonmesser der beiden Fassonmesser-Paare können bei einem Spitzer der zuletzt genannten Art gleich ausgebildet sein, es ist jedoch auch möglich, daß die Fassonmesser des einen Fassonmesser-Paares und die Fassonmesser des zweiten Fassonmesser-Paares voneinander verschieden ausgebildet sind. Das ist sowohl bei einer Ausbildung des Spitzergehäuses mit zwei gleichen Spitzerkanälen als auch mit zwei voneinander verschieden großen Spitzerkanälen möglich. Derartige Spitzer weisen also eine Vielzahl Gestaltungsmöglichkeiten bezüglich der Fassonierung von Minenspitzen bei Stiften mit weicher Mine auf.

Vorteilhaft ist es, wenn das/jedes Fassonmesser mit einer die Fassonschneide festlegenden Hohlkehle ausgebildet ist. Die Hohlkehle kann hierbei einen Abschnitt des Fassonmessers bilden oder zumindest die Schneidkante des Fassonmessers festlegen.

Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung zweier in der Zeichnung vergrößert dargestellter Ausführungsbeispiele des erfindungsgemäßen Spitzers für Stifte mit weicher Mine. Es zeigen:

Fig. 1 eine Draufsicht auf eine erste Ausbildung des Spitzers mit zwei Spitzerkanälen,

Fig. 2 einen Schnitt entlang der Schnittlinie II-II in Fig. 1,

Fig. 3 eine Ansicht des Querschiebers des Spitzers gemäß den Fig. 1 und 2 in Blickrichtung von oben in einem weiter vergrößerten Maßstab,

Fig. 4 eine Ansicht des Querschiebers gemäß Fig. 3 in Blickrichtung des Pfeiles IV,

Fig. 5 einen Schnitt entlang der Schnittlinie V-V in Fig. 3,

Fig. 6 eine der Fig. 1 ähnliche teilweise aufgeschnittene Draufsicht auf eine zweite Ausbildung des Spitzers,

Fig. 7 einen Schnitt entlang der Schnittlinie VII-VII in Fig. 6,

Fig. 8 eine weiter vergrößerte Darstellung des Querschiebers des Spitzers gemäß den Fig. 6 und 7 in einer Ansicht von oben und teilweise aufgeschnitten,

Fig. 9 eine Ansicht des Querschiebers gemäß Fig. 8 in Blickrichtung des Pfeiles IX, und

Fig. 10 einen Schnitt entlang der Schnittlinie X-X in Fig. 8.

Die Fig. 1 und 2 zeigen eine erste Ausführungsform des Spitzers 10 für einen Stift mit weicher Mine, insbes. für einen Kosmetikstift. Der Spitzer 10 weist ein Spitzergehäuse 12 auf, das aus einem geeigneten Kunststoffmaterial besteht. Es kann selbstverständlich auch aus Metall sein. Das Spitzergehäuse 12 ist mit zwei konischen Spitzerkanälen 14 ausgebildet, die voneinander beabstandet nebeneinander parallel orientiert vorgesehen sind. An die konischen Spitzerkanäle 14 schließt sich rückseitig jeweils ein zylindrischer Anlageabschnitt 16 für einen zu spitzenden bzw. zu fassonierenden Stift an. Die Längsachsen der Spitzerkanäle 14 sind mit der Bezugsziffer 18 bezeichnet und durch dünne strichpunktierte Linien angedeutet.

Das Spitzergehäuse 12 ist mit zwei zu den beiden Spitzerkanälen 14 und den sich daran rückseitig anschließenden Anlageabschnitten 16 zugeordneten Spitzermesser-Betten 20 ausgebildet. In den Betten 20 sind Spitzermesser 22 mittels Befestigungsschrauben 24 derartig befestigt, daß die Spitzermesser 22 zum jeweils zugehörigen Spitzerkanal 14 tangential angestellt sind. Mit der Bezugsziffer 26 ist die Messerschneide des jeweiligen Spitzermessers 22 bezeichnet.

Jedem der beiden konischen Spitzerkanäle 14 ist vorder- und unterseitig ein Durchgangsloch 28 (sh. Fig. 2) zugeordnet, durch das von einem in den Spitzer 10 eingesteckten Stift abgeschältes Material aus dem Spitzergehäuse 12 ausgegeben wird.

Auf der von den beiden konischen Spitzerkanälen 14 abgewandten Seite der beiden Durchgangslöcher 28 ist das Spitzergehäuse 12 mit einer Linearführung 30 für einen Querschieber 32 ausgebildet. Die Linearführung 30 kann von einer Querrille gebildet sein, in welche eine Längsrippe 34 des Querschiebers 32 spielfrei hineinsteht, wie aus Fig. 2 ersichtlich ist. Der Querschieber 32 kann mit einer zweiten Längsrippe 36 (sh. Fig. 2) ausgebildet sein, die mit ihrer Grundfläche 38 auf einem Podest 40 des Spitzergehäuses 12 des Spitzers 10 aufliegt. Eine derartige Ausbildung des Spitzergehäuses 12 ist einfach realisierbar. Selbstverständlich ist es auch möglich, den Querschieber 32 und das Spitzergehäuse 12 anders auszubilden, von Wichtigkeit ist nur, daß der Querschieber 32 in bezug auf das Gehäuse 12 des Spitzers 10 zwischen einer Fassonierstellung und einer Rückzugstellung in Gehäuse-Querrichtung linear verstellbar ist.

Vom Querschieber 32 stehen zwei Fassonmesser 42 einstückig in Richtung zum jeweils zugehörigen konischen Spitzerkanal 14, d. h. in Richtung zur zugehörigen Längsachse 18 weg. In Fig. 1 ist der Querschieber 32 in der Fassonierstellung gezeichnet, in welcher die beiden Fassonmesser 42 mit ihrer Fassonschneide 44 in dem zugehörigen konischen Spitzerkanal 14 derartig zugeordnet sind, daß mit Hilfe der Fassonschneiden 44 die weiche Mine eines entsprechenden Stiftes fassonierbar ist.

Der Querschieber 32 mit den von ihm einstückig wegstehenden Fassonmessern 42 ist zwischen den beiden Spitzermessern 22 und dem Spitzergehäuse 12 an der Linearführung 30 derartig vorgesehen, daß der Querschieber 32 in Querrichtung des Spitzers 10 spielfrei zwischen der Fassonier- und der Rückzugstellung verschiebbar ist. Zu diesem Zweck ist der Querschieber 32. mit einem nach oben ragenden Betätigungsorgan 46 ausgebildet, das in Fig. 1 in der Fassonierstellung des Querschiebers 32 geschnitten und mit dünnen strichlierten Linien in der Rückzugstellung angedeutet ist.

Zur definierten Positionierung des Querschiebers 32 in der Fassonier- bzw. in der Rückzugstellung dienen Rastorgane 48 (sh. Fig. 1). Dabei ist bspw. das Spitzergehäuse 12 mit zwei Rastausnehmungen 50 und der Querschieber 32 mit einem Rastnocken 52 ausgebildet, der in der einen oder anderen Rastausnehmung 50 einrastet. Die Rastausnehmungen 50 und der Rastnocken 52 bilden die genannten Rastorgane 48.

Die Fig. 3, 4 und 5 Verdeutlichen in einem weiter Vergrößerten Maßstab den Querschieber 32 des Spitzers 10 gemäß den Fig. 1 und 2, wobei gleiche Einzelheiten in den Fig. 3 bis 5 mit denselben Bezugsziffern bezeichnet sind wie in den Fig. 1 und 2, so daß es sich erübrigt, in Verbindung mit den Fig. 3 bis 5 alle diese Einzelheiten noch einmal detailliert zu beschreiben.

Die Fig. 3 und 4 zeigen, daß die beiden vom Querschieber 32 wegstehenden Fassonmesser 42 unterschiedlich groß bzw. mit unterschiedlichen Hohlkehlen 44 ausgebildet sind, so daß das eine Fassonmesser 42 zum Fassonieren einer ersten Fassongröße und das zweite Fassonmesser 42 zum Fassonieren einer davon verschiedenen zweiten Fassongröße einer weichen Mine eines Stiftes, insbes. eines Kosmetikstiftes, vorgesehen und geeignet ist.

Die Fig. 6 und 7 zeigen eine zweite Ausführungsform eines Spitzers 10, die sich von der in den Fig. 1 und 2 gezeichneten Ausbildung des Spitzers 10 insbes. dadurch unterscheidet, daß der Querschieber 32 jedem der beiden konischen Spitzerkanäle 14 zugeordnet nicht nur ein Fassonmesser sondern jeweils ein Paar Fassonmesser 42 aufweist, wie auch aus den Fig. 8, 9 und 10 deutlich ersichtlich ist. Die beiden Fassonmesser-Paare weisen hierbei voneinander einen Abstand auf, der dem Abstand der zueinander parallelen Längsachsen 18 der beiden konischen Spitzerkanäle 14 des Spitzergehäuses 12 entspricht. Wie auch aus den Fig. 8 bis 10 deutlich zu erkennen ist, sind die Fassonmesser 42 der beiden Fassonmesser-Paare unterschiedlich groß ausgebildet. Außerdem sind die Fassonmesser 42 jedes der beiden Fassonmesser-Paare voneinander verschieden ausgebildet. Selbstverständlich wäre es auch möglich, die Fassonmesser 42 jedes der beiden Fassonmessere-Paare jeweils gleich zu gestalten.

Bei einem solchermaßen ausgebildeten Querschieber 32 mit zwei Paaren von Fassonmessern 42 ist es selbstverständlich zweckmäßig, den Querschieber 32 mit drei Rastausnehmungen 50 auszubilden, wobei eine der Rastausnehmungen 50 zur Festlegung der Rückzugstellung des Querschiebers 32 und die beiden restlichen Rastausnehmungen 50 zur Festlegung des Querschiebers 32 in der Fassonierstellung des jeweils einen Fassonmessers 42 bzw. des jeweils anderen Fassonmessers 42 in seiner Fassonierstellung Vorgesehen ist.

Gleiche Einzelheiten sind in den Fig. 6 bis 10 mit denselben Bezugsziffern bezeichnet wie in den Fig. 1 bis 5, so daß es sich erübrigt, in Verbindung mit den Fig. 6 bis 10 alle diese Einzelheiten noch einmal detailliert zu beschreiben. Die Fig. 7 verdeutlicht abschnittweise außerdem einen Stift 54 mit einer Mine 56, die aus einem weichen Material, insbes. aus einem Kosmetikmaterial, besteht.


Anspruch[de]
  1. 1. Spitzer mit verstellbarem Fassonmesser für Stifte mit weicher Mine, mit einem Spitzergehäuse (12), das mindestens einen konischen Spitzerkanal (14) aufweist, mit mindestens einem am Spitzergehäuse (12) befestigten Spitzermesser (22), das zum zugehörigen Spitzerkanal (14) tangential angestellt ist, und mit einem Fassonmesser (42), das an einem Befestigungselement vorgesehen ist, wobei das Befestigungselement zwischen einer das Fassonmesser (42) im entsprechenden Spitzerkanal (14) positionierenden Fassonierstellung und einer das Fassonmesser (42) außerhalb des entsprechenden Spitzerkanals (14) positionierenden Rückzugstellung verstellbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Befestigungselement als Querschieber (32) ausgebildet ist, der entlang einer im Spitzergehäuse (12) vorgesehenen Linearführung (30) quer zur Längsachse (18) des mindestens einen konischen Spitzerkanals (14) zwischen der Fassonier- und der Rückzugstellung verstellbar ist, wobei die Fassonier- und die Rückzugstellung durch Rastorgane (48) am Spitzergehäuse (12) und/oder am Befestigungselement bestimmt sind, und daß das Fassonmesser (42) als vom Querschieber (32) in Richtung zum mindestens einen Spitzerkanal (14) wegstehender Finger ausgebildet ist, der an seinem freien Vorderende mit einer Fassonschneide (44) ausgebildet ist.
  2. 2. Spitzer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Linearführung (30) für den Querschieber (32) im Bereich des Vorderendes des Bettes (20) für das mindestens eine Spitzenmesser (22) ausgebildet ist und vom Bett (20) einen definierten Tiefenabstand und daß der Querschieber (32) an den definierten Tiefenabstand angepaßte Höhenabmessungen aufweist und zwischen der Linearführung (30) und der Unterseite des/jedes Spitzermessers (22) quer verschiebbar angeordnet ist.
  3. 3. Spitzer nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Linearführung (30) für den Querschieber (32) in der Nachbarschaft eines dem mindestens einen konischen Spitzerkanal (14) unterseitig zugeordneten Durchgangsloches (28) vorgesehen ist.
  4. 4. Spitzer nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Querschieber (32) an seiner Oberseite mit einem Betätigungsorgan (46) ausgebildet ist.
  5. 5. Spitzer nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Spitzergehäuse (12) zwei konische Spitzerkanäle (14) aufweist, die voneinander beabstandet vorgesehen sind, wobei die Längsachsen (18) der beiden Spitzerkanäle (14) zueinander parallel orientiert sind, und daß der Querschieber (32) zwei Fassonmesser (42) aufweist, die voneinander einen dem Querabstand der Längsachsen (18) der beiden Spitzerkanäle (14) entsprechenden Abstand besitzen.
  6. 6. Spitzer nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das eine Fassonmesser (42) zum Fassonieren einer ersten Fassongröße und das zweite Fassonmesser (42) zum Fassonieren einer davon verschiedenen zweiten Fassongröße einer Mine (56) vorgesehen ist.
  7. 7. Spitzer nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Spitzergehäuse (12) zwei konische Spitzerkanäle (14) aufweist, die voneinander beabstandet vorgesehen sind, wobei die Längsachsen (18) der beiden Spitzerkanäle (14) zueinander parallel orientiert sind, und daß der Querschieber (32) zwei Paare von Fassonmessern (42) aufweist, wobei die Fassonmesser (42) jedes Fassonmesser- Paares eng nebeneinander vorgesehen sind und die Fassonmesser-Paare voneinander einen dem Querabstand der Längsachsen (18) der beiden Spitzerkanäle (14) entsprechenden Abstand aufweisen, und das jeweilige eine Fassonmesser (42) eines Fassonmesser-Paares zum Fassonieren einer ersten Fassongröße und das jeweilige zweite Fassonmesser (42) eines Fassonmesser-Paares zum Fassonieren einer davon verschiedenen zweiten Fassongröße einer Mine (56) vorgesehen ist.
  8. 8. Spitzer nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Fassonmesser (42) des einen Fassonmesser-Paares und die Fassonmesser (42) des zweiten Fassonmesser-Paares voneinander verschieden ausgebildet sind.
  9. 9. Spitzer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das/jedes Fassonmesser (42) mit einer die Fassonschneide (44) festlegenden Hohlkehle (45) ausgebildet ist.






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