PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE4440380A1 15.05.1996
Titel Geräteschrank zur Bereitstellung von Prozeßwasser
Anmelder Baldwin-Gegenheimer GmbH, 86165 Augsburg, DE
Erfinder Strobl, Klaus, 86570 Inchenhofen, DE
Vertreter Allgeier & Vetter, 86199 Augsburg
DE-Anmeldedatum 11.11.1994
DE-Aktenzeichen 4440380
Offenlegungstag 15.05.1996
Veröffentlichungstag im Patentblatt 15.05.1996
IPC-Hauptklasse B41F 7/24
IPC-Nebenklasse B41F 13/22   B41F 33/00   B05C 11/10   F25D 11/00   B41F 7/32   B41F 31/00   
Zusammenfassung Geräteschrank zur Bereitstellung von Prozeßwasser, insbesondere für Druckmaschinen, mit einer Wasserkonditioniereinrichtung (2) in einer mittleren Schranketage (42), einer Wassertemperiereinrichtung (4) mit einem in der untersten Etage (41) angeordneten Kältemittelverdichter (12) und einem in der obersten Etage (43) angeordneten Kältemittelkondensator (16), und mit einer Kühlgebläseeinrichtung (6) in der obersten Etage (43) zur Förderung von Kühlluft (23, 28) über den Kältemittelkondensator (16) und aus dem Geräteschrank hinaus.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Geräteschrank zur Bereitstellung von Prozeßwasser, insbesondere für Druckmaschinen, gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1.

Aus dem DE-Gebrauchsmuster G 91 01 888.9 U1 ist ein Gehäuse zur Bereitstellung von Feuchtwasser für Druckmaschinen bekannt, welches in einen unteren Bereich und einen oberen Bereich räumlich aufgeteilt ist. Im unteren Bereich ist eine Feuchtwasser- Aufbereitungseinrichtung angeordnet und im oberen Bereich ist ein Kühlaggregat und eine Einrichtung zur Schaffung eines im wesentlichen nach oben gerichteten Abluftstromes von Kühlluft aus dem Gehäuse untergebracht. Die im unteren Gehäusebereich angeordnete Aufbereitungseinrichtung enthält einen Konditionierbehälter für das Feuchtwasser, eine in ihn eingetauchte Tauchpumpe, einen Alkoholkonstanthalter zur Konstanthaltung des im Feuchtwasser enthaltenen Alkoholgehaltes, Frischwasseranschlußmittel zur Zufuhr von Frischwasser in den Konditionierbehälter, und einen Dosierautomaten zur dosierten Zufuhr eines Feuchtmittelskonzentrats zu dem zugeführten Frischwasser. Das im oberen Gehäusebereich angeordnete Kühlaggregat enthält einen Kältemittelkondensator, ein Gebläse zur Erzeugung eines Kühlluftstromes entlang des Kälteaggregates einschließlich seines Kondensators, und einen Wärmetauscher zum Wärmetausch zwischen dem Kältemittel und dem aufbereiteten Feuchtwasser. Die Kühlluft wird vom Gebläse über ein Gitter in der Vorderseite des Gehäuses in den oberen Gehäusebereich gesaugt über ein oder mehrere an der Gehäuseoberseite vorgesehene Austrittsöffnungen nach oben aus dem Gehäuse geblasen. Das Gehäuse hat Standbeine oder Fahr-Rollen.

Beim Feucht-Offsetdruck wird die Oberfläche eines Plattenzylinders an den Stellen mit "Feuchtwasser" befeuchtet, welche farbabstoßend sein müssen, während daneben liegende Bereiche Druckfarbe annehmen, entsprechend dem gewünschten Druckbild. Das Feuchtwasser besteht im wesentlichen aus Frischwasser, einem bestimmten Anteil von Alkohol und einem bestimmten Anteil mindestens eines "Zusatzes", welches dem Wasser die gewünschten Eigenschaften für den Druckprozeß gibt. Das Feuchtwasser gelangt über eine Vorlaufleitung zu der betreffenden Druckmaschine, wo ein Teil auf den Plattenzylinder aufgebracht wird und ein überschüssiger Teil über eine Rücklaufleitung wieder in den Konditionierbehälter zurückgeführt wird. Das Feuchtwasser kann in der Druckmaschine auch auf andere Zylinder oder Walzen oder auf das zu bedruckende Material aufgebracht werden, um darauf bestimmte Eigenschaften zu erzielen. Die Zubereitung von Feuchtwasser und deren Verwendung in Druckmaschinen ist näher in der DE-Offenlegungsschrift 42 02 544 A1 beschrieben. In dieser Schrift wird zwar Feuchtwasser nur auf einen Plattenzylinder aufgebracht, es hat sich jedoch inzwischen gezeigt, daß Feuchtwasser, wie vorstehend erwähnt, auch zur Befeuchtung anderer Elemente in einer Druckmaschine verwendet werden kann, insbesondere auch zur Befeuchtung eines Gummituchzylinders oder eines Gegendruckzylinders.

Durch die Erfindung soll die Aufgabe gelöst werden, einen Geräteschrank zur Bereitstellung von Prozeßwasser, insbesondere von Feuchtwasser oder anderen Flüssigkeiten für Druckmaschinen, zu schaffen, welcher in der Anwendung einfacher und betriebssicherer ist.

Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung durch die Merkmale von Anspruch 1 gelöst.

Weitere Merkmale der Erfindung sind in den Unteransprüchen enthalten. Sie verbessern die Lösung der genannten Aufgabe.

Die Erfindung wird im folgenden mit Bezug auf die Zeichnungen anhand einer bevorzugten Ausführungsform als Beispiel beschrieben. In den Zeichnungen zeigen

Fig. 1 einen Geräteschrank nach der Erfindung mit geöffneter Schranktür und

Fig. 2 eine Stirnansicht des Geräteschrankes von Fig. 1 von rechts her gesehen.

Bei der folgenden Beschreibung wird angenommen, daß der in den Zeichnungen dargestellte Geräteschrank zur Bereitstellung von Prozeßwasser dazu dient, Feuchtwasser für eine Offsetdruckmaschine bereitzustellen.

Der in den Zeichnungen dargestellte Geräteschrank nach der Erfindung enthält eine Wasserkonditioniereinrichtung 2, eine Wassertemperiereinrichtung 4 und eine Kühlluftgebläseeinrichtung 6. Die Wasserkonditioniereinrichtung 2 enthält mindestens einen Konditionierbehälter 8, in welchem das Prozeßwasser bezüglich seiner Bestandteile und seiner Temperatur konditioniert wird, wobei der Wasserpegel und die prozentualen Wasserbestandteile konstant gehalten werden.

Die Wassertemperiereinrichtung 4 zur Temperierung des Prozeßwasser enthält mindestens einen Kältemittelkreislauf 10, in welchem sich in Strömungsrichtung des Kältemittels nacheinander ein Kompressor oder Verdichter 12, ein Rückschlagventil 14, ein Kältemittelkondensator 16, ein Kältemittelsammler 18, ein Kältemittel-Expansionsventil 20, ein Wärmetauscherelement 22 und dann wieder der Verdichter 12 befinden. Der Verdichter 12 verdichtet Kältemittel und bringt es dadurch von einem gasförmigen in einen flüssigen Zustand. Das Rückschlagventil 14 verhindert einen Rückfluß von Kältemittel vom Kältemittelkondensator 16 in den Verdichter 12. Im Kältemittelkondensator 16 kondensiert Kältemittel. Die dabei frei werdende Wärme wird von der Kühlluftgebläseeinrichtung 6 aus dem Geräteschrank nach oben abgeführt. Die Kühlluftgebläseeinrichtung 6 saugt Luft 23 von der Außenatmosphäre durch eine Lüftungsöffnung 24 in einer vorderen Schranktür 26 in den Geräteschrank und darin über den Kältemittelkondensator 16 oder durch. In ihm gebildete Durchlaßöffnungen hindurch, wonach die erwärmte Luft durch die Kühlluftgebläseeinrichtung 6 hindurch strömt und von ihr gemäß einem Pfeil 28 nach oben aus dem Geräteschrank ausgestoßen wird. Hierzu kann der Geräteschrank oben offen sein oder mit einer oder mehrerer Entlüftungsöffnungen versehen sein. Im Kältemittelsammler 18 kann sich kondensiertes Kältemittel ansammeln. Wenn die Leitungen des Kältemittelkreislaufes einen entsprechend großen Querschnitt haben, können sie als Sammler wirken und es kann auf den Sammler 18 verzichtet werden. In dem vor dem Wärmetauscherelement 22 angeordneten Expansionsventil 20 kann das komprimierte Kältemittel expandieren. Dabei entsteht Kälte, welche durch das strömungsmäßig unmittelbar nach dem Expansionsventil 20 angeordnete Wärmetauscherelement 22 über ein weiteres Wärmetauscherelement 32 auf das Prozeßwasser übertragen wird. Die beiden Wärmetauscherelemente 22 und 32 bilden zusammen einen Wärmetauscher. Das vom Prozeßwasser durchströmte Wärmetauscherelement 32 befindet sich in einem Prozeßwasser-Temperierkreislauf 34 stromabwärts einer Temperierkreislauf-Pumpe 36. Die Temperierkreislauf-Pumpe 36 fördert Prozeßwasser, im vorliegenden Fall Feuchtwasser, aus dem Konditionierbehälter 8 heraus, durch das weitere Wärmetauscherelement 32 hindurch, und dann wieder in den Konditionierbehälter 8 zurück. Gemäß einer nicht dargestellten anderen Ausführungsform des Geräteschrankes nach der Erfindung ist das vom Kältemittel durchströmte eine Wärmetauscherelement 22 im Konditionierbehälter 8 in das Prozeßwasser eingetaucht und damit in direktem Kontakt mit dem Prozeßwasser, so daß das weitere Wärmeaustauscherelement 32 dann nicht benötigt wird. Das Kältewasser-Expansionsventil 20 muß, um einen guten Wirkungsgrad zu haben, möglichst nahe stromaufwärts bei dem vom Kältemittel durchströmten einen Wärmetauscherelement 22 angeordnet sein und kann deshalb bei der vorstehend genannten weiteren Ausführungsform entweder im Geräteschrank unten wie in Fig. 1 oder in der Mitte des Geräteschrankes nahe bei dem Konditionierbehälter 8 angeordnet sein.

Der Geräteschrank besteht aus zwei Gehäusen und ist auf drei übereinander liegende Etagen 41, 42 und 43 aufgeteilt. Die unterste Etage 41 ist von der mittleren Etage 42 durch den Konditionierbehälter 8 getrennt, welcher sich in der mittleren Etage 42 befindet und in einen Gehäuserahmen 46 eines unteren Gehäuses 48 herausnehmbar eingehängt ist. Die untere Etage 41 und die mittlere Etage 42 sind in dem unteren Gehäuse 48 gebildet. Die oberste Etage 43 ist in einem oberen Gehäuse 50 und dessen Gehäuserahmen 52 gebildet, welches auf dem unteren Gehäuse 48 abnehmbar oder lösbar sitzt. Die Außenwände der beiden Gehäuse 48 und 50fluchten miteinander. Die Vorderseite der beiden Gehäuse 48 und 50 ist durch die ihnen gemeinsame Gehäusetür 26 verschließbar, welche sich über die Höhe von beiden Gehäusen erstreckt. Die Seitenwände der beiden Gehäuse 48 und 50 sind durch Bleche 51 auf den Gehäuserahmen 46 und 52 gebildet. Der Etagenboden 54 zwischen der mittleren Etage 42 und der obersten Etage 43 kann offen oder geschlossen sein, wobei im geschlossenen Zustand Durchgangsöffnungen zur Hindurchführung von Fluidleitungen des Kältemittelkreislaufes 10 und für elektrische Leitungen vorhanden sein sollten. Der Geräteschrank ist insgesamt jedoch derart ausgebildet, daß die von der Kühlluftgebläseeinrichtung 6 aus der Außenatmosphäre angesaugte Luft 23 in der obersten Etage 43 durch die in der obersten Etage 43 in der Schranktür 26 gebildete Lüftungsöffnung 24 im wesentlichen horizontal in die obersten Etage 43 eingesaugt und dort über oder durch den Kondensator 16 strömt, bevor sie dann von der Kühlluftgebläseeinrichtung 6 im wesentlichen vertikal nach oben entsprechend dem Pfeil 28 in Fig. 1 aus der obersten Etage 43 durch eine Deckenöffnung 56 wieder in die Außenatmosphäre ausgestoßen wird. Gemäß Fig. 1 befindet sich in der obersten Etage 43 die Kühlluftgebläseeinrichtung 6 und der Kältemittelkondensator 16 der Wassertemperiereinrichtung 4. Von der Wassertemperiereinrichtung 4 befinden sich mindestens der Kältemittelverdichter 12 und der Kältemittelsammler 18 in der untersten Etage 41. Bei der in Fig. 1 dargestellten bevorzugten Ausführungsform befinden sich in der untersten Etage auch das Kältemittel-Expansionsventil 20 und die beiden Wärmetauscherelemente 22 und 32 sowie das stromabwärts des Verdichters 12 angeordnete Rückschlagventil 14.

Die schweren Teile wie Verdichter 12 und Sammler 18 befinden sich in der untersten Etage. Dadurch hat der Geräteschrank einen tiefen Schwerpunkt und damit eine gute Standfestigkeit. Der Geräteschrank kann somit gewichtsmäßig verhältnismäßig leicht ausgebildet werden, weil er nicht die zum Tragen dieser schweren Teile erforderliche Stabilität benötigt. Der Geräteschrank hat vorzugsweise keine Füße, so daß der Schrankboden 58 der untersten Etage 41 unmittelbar auf dem Fußboden liegt. Der Konditionierbehälter 8 ist, wenn er Prozeßwasser enthält, zwar ebenfalls schwer, jedoch immer noch auf einer so geringen Höhe, daß der Gehäuserahmen 46 des unteren Gehäuses 48 nur bis zu dieser niedrigen Höhe entsprechend stabil und schwer ausgebildet sein muß. Ein großer Vorteil ist auch, daß der Konditionierbehälter 8 auf einer Höhe liegt, die es einer Bedienungsperson bequem ermöglicht, den Behälterinhalt zu inspizieren, den Konditionierbehälter 8 bei Bedarf herauszunehmen und wieder einzusetzen, und die für die Konditionierung des Prozeßwassers erforderlichen elektrischen, hydraulischen oder pneumatischen Geräte sowie Meßgeräte zu überprüfen und zu warten, sowie zu montieren oder auszutauschen. Zu diesem Zwecke ist der Konditionierbehälter 8 vorzugsweise zwischen Kniehöhe und Brusthöhe einer Bedienungsperson von durchschnittlicher Größe angeordnet. In der mittleren Etage 42 befindet sich im Geräteschrank, an der Schrankwand befestigt, eine Dosiereinrichtung 60 zur Zufuhr von beispielsweise Frischwasser über eine Frischwasserleitung 62, Zusatzmittel über eine Zusatzmittelleitung 64 und Alkohol über eine Alkoholleitung 66 in den Konditionierbehälter 8 in Abhängigkeit von einer elektronischen Steuereinrichtung 68, welche in der mittleren Etage 42 auf der Innenseite der Schranktür 26 befestigt ist. Die Zufuhr oder Dosierung von Frischwasser, Zusatzmittel und Alkohol erfolgt in Abhängigkeit von Sensoren, welche im Konditionierbehälter 8 die Wasserstandshöhe, den Gehalt an Zusatzmitteln und den Gehalt an Alkohol konstant messen und an die elektronische Steuereinrichtung 68 und/oder an die Dosiereinrichtung 60 melden. In Fig. 1 sind hierfür schematisch ein Flüssigkeitspegelsensor 70, ein Alkoholsensor 72 und ein Sensor 74 für Zusatzmittel dargestellt. Die Dosiereinrichtung 60 enthält Dosiergeräte und Ventile.

Es ist ein bekannter physikalischer Effekt, daß erwärmte Luft nach oben steigt. Durch die Positionierung des Kältemittel-Kondensators 16 in der obersten Etage 43 ist innerhalb des Geräteschrankes nur ein kurzer Kühlluftweg für die Kühlluft 54, 16 erforderlich. Durch die Positionierung des Kältemittel- Kondensators 16 in der obersten Etage 43 und die Positionierung des Konditionierbehälters 8 in der mittleren Etage 42, erhält man in der untersten Etage 41 einen freien Raum 76, in welchem schwere Behälter unmittelbar auf den Schrankboden 58 gestellt werden können, ohne daß der Geräteschrank verstärkt zu werden braucht und ohne daß diese schweren Behälter in eine obere Schranketage hoch gehoben werden müssen. Solche relativ schwere und relativ große Behälter können beispielsweise ein Behälter 78 für den genannten Alkohol und ein Behälter 80 für das genannte Zusatzmittel für die Zubereitung und Konditionierung des Prozeßwassers im Konditionierbehälter 8 sein. Diese Behälter 78 und 80 können Vorratsbehälter oder Behälter sein, aus welchen der Alkohol oder das Zusatzmittel von der Dosiereinrichtung 60 in den Konditionierbehälter 8 gefördert werden. Ferner können in diesem freien Raum 76 in der untersten Etage 41 Frischwasseranschlußmittel 82, Vorlauf-Anschlußmittel 84 und Rücklauf- Anschlußmittel 86 für das Prozeßwasser des Konditionierbehälters 8 angeordnet werden. Die Frischwasserleitung 62 ist über die Dosiereinrichtung 60 an die Frischwasseranschlußmittel 82 angeschlossen. An letztere ist eine externe Frischwasser-Zuleitung anschließbar. Eine Prozeßwasser-Vorlaufleitung 88 ist an die Vorlauf-Anschlußmittel 84 angeschlossen und enthält eine Pumpe 90 zur Förderung von Prozeßwasser aus dem Konditionierbehälter 8 über die Vorlauf- Anschlußmittel 84 zu einem Verbraucher, beispielsweise einer nicht dargestellten Druckmaschine, und von diesem Verbraucher oder Druckmaschine zurück zu den Rücklauf- Anschlußmitteln 86, an welche eine Rücklaufleitung 92 angeschlossen ist, durch welche das Prozeßwasser in den Konditionierbehälter 8 zurückläuft, soweit das Prozeßwasser bei dem Verbraucher bzw. bei der Druckmaschine nicht verbraucht wurde. Der Verbraucher oder die Druckmaschine ist über zwei Fluidleitungen an die Vorlauf-Anschlußmittel 84 und die Rücklauf- Anschlußmittel 86 lösbar anschließbar. Bei dem bevorzugten Anwendungsgebiet, bei welchem das Prozeßwasser das Feuchtwasser für eine Druckmaschine ist, wird das Feuchtwasser mittels der Pumpe 90 vom Geräteschrank zu einem Feuchtwasserbehälter der Druckmaschine gefördert, aus welcher ein Teil auf einen Druckplattenzylinder und/oder einen Gummizylinder oder auf andere Teile der Druckmaschine gefördert wird und ein überschüssiger Anteil des Feuchtwassers über einen Überlauf des Feuchtwasserbehälters wieder in den Geräteschrank zurückfließt. Wenn der Feuchtwasserbehälter der Druckmaschine höher angeordnet ist als der Konditionierbehälter 8, dann kann der Rückfluß des überschüssigen Feuchtwassers von dem Feuchtwasserbehälter über die Rücklauf-Anschlußmittel 86 und die Rücklaufleitung 92 in den Konditionierbehälter 8 durch Schwerkraft erfolgen. Wenn die Schwerkraft nicht ausreicht, kann eine zusätzliche Pumpe in diesen Leitungszweig eingesetzt werden. Ein solcher Prozeßwasserkreislauf oder Feuchtwasserkreislauf mit einem Überlauf- Feuchtwasserbehälter an der Druckmaschine ist ein "offener Kreislauf". Wenn der Kreislauf ein "geschlossener Kreislauf" ist, kann die Pumpe 90 in der Vorlaufleitung 88 so dimensioniert sein, daß ihr Druck auch zur Rückförderung über die Rücklaufleitung 92 ausreicht. Der Verbraucher, welcher an die Vorlauf- Anschlußmittel 84 und die Rücklauf-Anschlußmittel 86 angeschlossen ist, bildet einen externen Prozeßwasserkreislauf. Im oder am Konditionierbehälter 8 können sich Filter für die verschiedenen Flüssigkeiten befinden, welche dem Konditionierbehälter 8 zugeführt werden. Das Prozeßwasser kann Feuchtwasser oder Kühlwasser für eine Druckmaschine oder eine andere Maschine sein. Beispiele für Feuchtwasser und Kühlwasser für eine Druckmaschine sind aus der DE- Offenlegungsschrift 42 02 544 A1 und aus der EP 0 602 312 A1 bekannt. Diese beiden Schriften zeigen die bevorzugten Anwendungsgebiete für einen Geräteschrank nach der Erfindung.


Anspruch[de]
  1. 1. Geräteschrank zur Bereitstellung von Prozeßwasser, insbesondere für Druckmaschinen, enthaltend eine Wasserkonditioniereinrichtung (2), welche mindestens einen Konditionierbehälter (8) enthält, in welchem das Prozeßwasser bezüglich seiner Bestandteile und seiner Temperatur konditioniert wird; eine Wassertemperiereinrichtung (4) zur Temperierung des Prozeßwassers, welche mindestens einen Kältemittelkreislauf (19) aufweist, in welchem sich in Strömungsrichtung des Kältemittels nacheinander mindestens ein Kältemittelverdichter (12) zum Komprimieren des Kältemittels, ein luftgekühlter Kältemittel-Kondensator (16), ein gegebenenfalls im Kältemittelkreislauf vorhandener Kältemittel-Sammler (18), ein Kältemittel- Expansionsventil (20) und ein vom Kältemittel durchströmtes Wärmetauscherelement (22) befinden; eine Kühlluftgebläseeinrichtung (6) mit mindestens einem Gebläse zur Förderung von Kühlluft (23, 28) in den Geräteschrank hinein, über oder durch den Kältemittel-Kondensator (16) und anschließend wieder aus dem Geräteschrank hinaus; dadurch gekennzeichnet, daß der Geräteschrank auf mindestens drei Etagen (41, 42, 43) aufgeteilt ist, daß in der untersten Etage (41) der Kältemittelverdichter (12) und der gegebenenfalls vorhandene Kältemittel-Sammler (18) angeordnet sind, daß in der obersten Etage (43) der Kältemittelkondensator (16) und die Kühlluftgebläseeinrichtung (6) angeordnet sind, daß in der zwischen der untersten Etage (41) und der obersten Etage (43) angeordneten Zwischenetage (42) der Konditionierbehälter (8) auf einer für eine Bedienungsperson durchschnittlicher Größe günstigen Bedienungshöhe, zwischen Kniehöhe und Brusthöhe, angeordnet ist.
  2. 2. Geräteschrank nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die oberste Etage (43) mindestens eine Deckenöffnung (56) zur Abfuhr der vom Kältemittelkondensator (16) erwärmten Luft (28) mittels der Kühlluftgebläseeinrichtung (6) nach oben aus dem Gehäuseschrank aufweist.
  3. 3. Geräteschrank nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Expansionsventil (20) in der untersten Etage (41) untergebracht ist.
  4. 4. Geräteschrank nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Kältemittelwärmetauscherelement (22) in der untersten Etage (41) untergebracht ist.
  5. 5. Gerätschrank nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß in der untersten Etage (41) Stellplatz (76) für mindestens zwei Behälter (78, 80) vorgesehen ist, die Bestandteile enthalten, welche dem Prozeßwasser des Konditionierbehälters (8) bei Bedarf hinzugefügt werden.
  6. 6. Geräteschrank nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß in der untersten Etage (41) Anschlußmittel (84, 86) zum Anschluß eines externen Prozeßwasserkreislaufes vorgesehen sind, durch welches das Prozeßwasser vom Konditionierbehälter (8) strömt und aus welchem mindestens ein Teil des Prozeßwassers wieder in den Konditionierbehälter (8) zurückfließen kann.
  7. 7. Geräteschrank nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß in der untersten Etage (41) ein Frischwasseranschlußmittel (82) vorgesehen ist, mittels welchem der Konditionierbehälter (8) an eine Frischwasserzuleitung anschließbar ist.
  8. 8. Geräteschrank nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß in der Zwischenetage (42) eine Dosiereinrichtung (60) zur dosierten Zugabe von Bestandteilen des Prozeßwassers in den Konditionierbehälter (8) untergebracht ist.
  9. 9. Geräteschrank nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an einer Schranktür (26) eine elektronische Steuereinrichtung (68) auf der Höhe der Zwischenetage (42) angeordnet ist zur Steuerung von Vorgängen zur Konditionierung des Prozeßwassers im Behälter (8) mittels der Dosiereinrichtung (60).
  10. 10. Geräteschrank nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die unterste Etage (41) und die mittlere Etage (42) durch den zur mittleren Etage gehörenden Konditionierbehälter (8) voneinander getrennt sind.
  11. 11. Geräteschrank nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die unterste Etage (41) und die mittlere Etage (42) durch ein erstes Gehäuse (48) gebildet sind, und daß die oberste Etage (43) durch ein zweites Gehäuse (50) gebildet ist, welches auf das untere Gehäuse (48) aufgesetzt ist.
  12. 12. Geräteschrank nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß sich eine Schranktür (26) über die Höhe von beiden Gehäusen (48, 50) erstreckt und beide Gehäuse gleichzeitig verschließt oder öffnet.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com