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Dokumentenidentifikation DE4440563A1 15.05.1996
Titel Verfahren und Mittel zum Genuß von Tabak - Nikotin unter Vermeidung schädlicher Verbrennungs - Derivate
Anmelder Herzog sen., Rolf, 83471 Berchtesgaden, DE
DE-Anmeldedatum 12.11.1994
DE-Aktenzeichen 4440563
Offenlegungstag 15.05.1996
Veröffentlichungstag im Patentblatt 15.05.1996
IPC-Hauptklasse A24B 15/16
IPC-Nebenklasse A61M 15/06   A61K 31/465   
Zusammenfassung Durch die erfindungsgemäßen Verfahren und Mittel wird dem Raucher während der Entwöhnungstherapie der Übergang vom gesundheitsschädlichen Rauchen, das darin besteht, daß die durch den Verbrennungsprozeß freigesetzten Schadstoffe eingeatmet werden. Statt dessen wird in homöopathischen Dosen Nikotin, das durch Verdampfung frei von Schadstoffen ist, dem Patienten in der gewohnten Weise, durch Einatmen über die Bronchien und Lunge ermöglicht. Durch synthetische, den Geschmack des verbrannten Tabaks vortäuschende Duftstoffe, wird dem Raucher der herkömmliche Rauchergenuß vorgetäuscht. Für dieses Verfahren findet der erfindungsgemäße Pfeifenkopf Anwendung. Dieses Verfahren ist für Raucher von Zigaretten ungewohnt.
Beim anderen Verfahren wird auf das Einatmen des nikotinhaltigen Dampfgemischs verzichtet. Statt dessen wird das Nikotin in festgelegter Dosierung den Nasenschleimhäuten zugeführt. Der Weg zum Nervenzentrum im Gehirn ist hierbei wesentlich kürzer. Die Atmungsorgane werden geschont. Die erfindungsgemäßen Trägermedien für das Nikotin sind für die Schleimhäute der Nase unschädlich. Sie sind farblos und in der Konsistenz mit Salben und Tinkturen vergleichbar. Sie enthalten zusätzlich ein Duftaroma, das für den menschlichen Geruchs- und Geschmacksorganismus den durch Verbrennung gewonnenen Tabakrauch-Geschmack vortäuscht. Das Auftreten der Entzugssymptome wird vermieden. Diese Medien können manuell in die Nase eingeführt werden, oder in kleinen für die Nase ...

Beschreibung[de]
1. Zweck der Erfindung

Erfindungsgemäßes Verfahren unter Verwendung nikotinhaltiger Medien zur Infiltrierung des Nikotins in menschliche Schleimhaut unter Vermeidung des Verbrennungsprozesses mit dessen gesundheitlichen Schäden beim Tabakgenuß durch Rauchen.

2. Stand der Technik

Das beim Rauchen von Zigaretten, Zigarren, Pfeifen etc. erzeugte Rauch-Gemisch enthält nicht nur das begehrte Nikotin, sondern nachteilig auch gesundheitsschädliche und krebsfördernde Verbrennungs-Derivate. Dieses Verfahren zum Genuß des Tabak-Nikotins ist zu einer weitreichenden Gefahrenursache geworden, die dringend beseitigt werden muß.

3. Beschreibung

Das gesundheitliche und ökologische Ziel wird erfindungsgemäß mittels zweier Verfahren erzielt:

  • a) durch die chemische Bindung des aus Tabak gewonnenen Nikotins mit einem Medium, mittels dessen das Nikotin über die Nasenschleimhäute an das Nervenzentrum geleitet wird. Das Medium enthält neben gezielt dosierten Mengen von Nikotin auch Duftstoffe, die charakteristisch für den Tabakrauch sind. Das Träger- Medium ist farblos und weist alle Eigenschaften einer Salbe auf, welche Duftstoffe über einen festgelegten Zeitraum halten und an menschliche Schleimhäute abgeben kann. Die Schleimhaut-Zonen können sich im Nasen- und Mund-Bereich befinden. Dieses Verfahren ist vergleichbar mit einem Schnupfverfahren, bei welchem Tabakpulver in die Nase eingeführt wurde.


Dieses Verfahren scheiterte an der damit unvermeidbaren Verschmutzung der Nase, weiterer Gesichtspartien und der Taschentücher.

Durch das erfindungsgemäße Schnupf-Verfahren werden alle diese Nachteile vermieden. Die erfindungsgemäßen Nikotin-Transport-Medien, wie z. B. Salben, Tinkturen, Tampons u./w. werden allen Forderungen der Hygiene gerecht.

  • b) Durch das Verdampfen des in einem erfindungsgemäßen Pfeifenkopf gelagerten nikotinhaltigen Tabaks wird der schädliche Verbrennungsprozeß vermieden. Der Aufbau des Pfeifenkopfes ist in der Weise gestaltet, daß dieser zwei vorfabrizierte Ampullen aufnimmt. In der Ampulle 6 in Fig. 2 mit der Trennwand zwischen den beiden hitzeerzeugenden Komponenten wird nach der Zerstörung der Trenn-Wand, die für die Verdampfung des in der Ampulle 5, Fig. 2 gelagerten Wassers erforderlichen Wärme- Energie erzeugt. Diese Ampulle besitzt ein durch die Hitze schmelzbares Ventil, das das Wasser freigibt. In dem darüber gelagerten Verdampfungsraum 4, Fig. 1 befinden sich in Richtung zum Tabak-Lagerraum Öffnungen für den Zutritt des Dampfes zum Tabak. In dem labyrinthförmigen Raum 3, Fig. 1 wird der mit Nikotin- und Tabakgeschmack aufbereitete Dampf auf Körpertemperatur reduziert. In Fig. 3 ist ein an das Lichtnetz angeschlossener Pfeifenkopf dargestellt. Die Ziffer 10 kennzeichnet die fest montierte Heizspule, die gegen den darüber gelagerten wasserdichten Behälter für Wasser gelagert ist. Dieser Wasserbehälter besitzt oben kleine Wasserdampf-Austrittslöcher, 8a Fig. 2, die bei Hitze nach dem Schmelzprozeß den Dampf passieren lassen. Dieser Pfeifentyp wird bevorzugt im eigenen Heim Anwendung finden, weil er die geringsten Kosten verursacht und die stationäre Verwendung möglich ist.


Bezugszeichenliste

1. Deckel

2. Tabak-Stauraum

3. Kühl-Labyrinth

4. Dampf-Zone

5. Wasser Ampulle

6. Zweikomponenten-Hitze-Ampullenraum

7. Mundstück

8. Wasserampulle mit Schmelzventil

9. Zweikomponenten-Hitzeampulle mit Trennwand

10. Elektrische Heizspule

11. Elektrischer Leitungsstecker


Anspruch[de]
  1. 1. Erfindungsgemäßes Verfahren unter Verwendung nikotinhaltiger Medien und Duftsalben zwecks Vermeidung der bei der Verbrennung von Tabak auftretenden gesundheitsschädlichen Derivatstoffe durch Infiltrierung des Nikotins in die Schleimhaut.
  2. 2. Verfahren und Mittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Trägermedium farblos ist, über eine festgelegte Zeitspanne den Duft von Tabakrauch halten und an menschliche Schleimhäute, z. B. der Nase abgeben kann.
  3. 3. Anspruch nach 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das nikotinhaltige und Tabakrauch simulierende Medium in Gestalt von Salben, Ampullen, Tampons etc. auf die Mund- und Rachenschleimhäute gezielt einwirkend gestaltet ist.
  4. 4. Anspruch nach 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß durch eine Vorrichtung das chemisch ausgefilterte und derivatfreie Nikotin mittels Verdampfung eingeatmet wird.
  5. 5. Anspruch nach 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß mittels der erfindungsgemäßen Pfeifenkonstruktion Tabaknikotin durch Verdampfung des Tabaks, das Nikotin gefahrlos eingeatmet wird.






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