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Dokumentenidentifikation DE69205294T2 15.05.1996
EP-Veröffentlichungsnummer 0496686
Titel Zugsystem zum Antrieb der Schaftrahmen in negativen Schaftmaschinen.
Anmelder Société Anonyme des Etablissements Staubli (France), Faverges, FR
Erfinder Froment, Jean-Paul, F-74210 Faverges, FR;
Fumex, Andre, F-74290 Talloires, FR
Vertreter Grünecker, Kinkeldey, Stockmair & Schwanhäusser, Anwaltssozietät, 80538 München
DE-Aktenzeichen 69205294
Vertragsstaaten BE, CH, DE, ES, FR, IT, LI
Sprache des Dokument Fr
EP-Anmeldetag 23.01.1992
EP-Aktenzeichen 924200264
EP-Offenlegungsdatum 29.07.1992
EP date of grant 11.10.1995
Veröffentlichungstag im Patentblatt 15.05.1996
IPC-Hauptklasse D03C 1/14

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf die Schaftmaschinen und andere Bindungsmechanismen des negativen Typs und betrifft insbesondere die Zugsysteme zwischen jedem der Betätigungsorgane der besagten Mechanismen und dem auf der zugeordneten Webmaschine montierten entsprechenden Schaftrahmen.

Man weiß, daß eine negative Schaftmaschine den positiven Antrieb der Rahmen nur in einer Richtung ihres Wechselhubs bewirkt, so daß es nötig ist, elastische Einrichtungen vorzusehen, die während der positiven Betätigung jedes Rahmens gespannt werden für dessen Rückstellung, sobald das entsprechende Betätigungsorgan der Mechanik seine Wirkung beendet.

In der Praxis werden diese Einrichtungen gebildet durch Register, die eine Lage Federn umfassen, gehalten zwischen zwei Bügeln, von denen der eine auf geeignete Weise an der festen Struktur der Webmaschine festgemacht ist, während der andere entweder mit dem Ende des Antriebskabels jedes Schaftrahmens verbunden ist oder mit dem Umlenk-Schwinghebel, angeordnet auf dem Weg des besagten Kabels zwischen dem Rahmen und dem Register. Das Dokument EP-A- 0335811 (Staubli) stellt diese vorhergehende Technik gut dar.

Es ist angebracht hier festzustellen, daß man beim Betrieb der Hochgeschwindigkeits-Webmaschinen gegenwärtig dazu neigt, auf immer stärkere Register zurückzugreifen, was immer häufiger ebenso den Bruch der Federn dieser Register wie das Reißen der Antriebskabel zur Folge hat. Nun ist aber die Reparatur dieser Betriebsstörungen schwierig, denn sie erfordert die Demontage und anschließend wieder die Montage einer großen Anzahl Federn mit einer starken Vorspannung.

Es ist dieser Nachteil, den die vorliegende Erfindung beseitigen will, die die in den Ansprüchen 1 und 2 definierte Zugvorrichtung zum Gegenstand hat. Weitere Charakteristika der Erfindung sind in den Ansprüchen 3 und 4 definiert.

In Wirklichkeit besteht die Erfindung im wesentlichen darin, die Achse, die jedes Umlenk-Schwinghebelsystem trägt, einzusetzen in Gleitführungen und besagter Achse Betätigungseinrichtungen zuzuordnen, angebracht um ihre Querverschiebung in den genannten Gleitführungen zu bewirken und infolgedessen die vorübergehende Entspannung der Federn der Register und der Antriebskabel im Hinblick auf eine sie betreffende Intervention.

Die beigefügte, beispielhafte Zeichnung ermöglicht, die Erfindung, ihre Merkmale und die Vorteile, die sie bietet, besser zu verstehen:

Fig. 1 ist eine Seitenansicht einer der vorliegenden Erfindung entsprechenden Zugvorrichtung.

Fig. 2 ist ein Vertikalschnitt der in Fig. 1 mit II-II bezeichneten Ebene.

Fig. 3 zeigt in der Perspektive die Anordnung von einem der beiden Flansche für die verstellbare Befestigung der Achse, die die Schwinghebel trägt.

Fig. 4 ist eine Wiederholung der Fig. 1 in der entspannten Stellung der Register.

Fig. 5 zeigt eine Ausführungsvariante der Gleitführung.

Fig. 6 zeigt die Anwendung der Erfindung im Falle von Schaftmaschinen, die als Superstruktur angebracht sind, d.h. über den Schaftrahmen.

Fig. 7 stellt eine Variante der Fig. 6 dar.

In Figur 1 bezeichnet die Referenz 1 einen der auf eine Webmaschine montierten Schaftrahmen. Jeder Rahmen 1 ist seitlich fest verbunden mit einem Antriebskabel 2, von dem ein Ende festgemacht ist an einem der Betätigungsorgane der Schaftmaschine, während das entgegengesetzte Ende umgelenkt wird auf einem von einer Reihe von Schwinghebeln 3, ehe es an einem Rgister 4 befestigt wird. Üblicherweise umfaßt jedes Register 4 eine Lage vertikaler Federn 5, eingehängt an einem oberen Bügel 6, der unterhalb des entsprechenden Hebels 3 befestigt ist am Ende des Kabels 2, und an einem unteren Bügel 7, zurückgehalten durch ein Gestell 8, das fest mit einer Vertikälstuktur 9 der Webmaschine verbunden ist.

Die Gesamtheit der Hebel 3, gleich an der Zahl wie die Schaftrahmen der betreffenden Webmaschine, ist schwingend auf eine Horizontalachse 10 mit einem kreisförmigen Querschnitt montiert, so daß die Hebel 3, fest verbunden mit den Kabeln 2 mittels eines Verbindungsstücks wie z.B. 3a, sich frei auf besagter Achse drehen können.

Erfindungsgemäß wird die Achse 10 getragen durch zwei Vertikalstrukturen 9 der Webmaschine, mittels zweier Vertikalflansche 11, befestigt oben auf diesen Strukturen, wie dargestellt in Figur 2. In jedem Flansch 11 ist ein Langloch 11a ausgespart, dessen Längsachse schräg ausgerichtet ist in bezug auf die Vertikalachse des Rahmens 2, wie dargestellt in Figur 3. Das Langloch 11a weist eine solche Breite auf, daß es eine Gleitführung bildet für das entsprechende Ende der Achse, von dem es durchquert wird.

Für die Verschiebung der Achse 10 in den Langlöchern oder Gleitführungen 11a in Richtung von deren Längsachse bedient man sich einer Schraube 12, die eine Bohrung 11b durchquert, vorgesehen in dem betreffenden Flansch in Richtung der Achse des Langlochs 11a um in ein Gewindeloch 10a geschraubt zu werden, das in jedem der Enden der Achse 10 vorgesehen ist, wie deutlich dargestellt in Figur 3.

Wenn die Webmaschine in Betrieb ist, befindet sich die Trägerachse 10 der Schwinghebel 3 innerhalb der Gleitführungen 11a in der oberen Stellung, wie in Figur 1 dargestellt. In dieser oberen Stellung befindet sich der obere Bügel 6 um eine Höhe H von dem unteren, feststehenden Bügel 7 entfernt, so daß die Federn 5 der Gesamtheit der Register 4 gespannt sind und folglich ihre Funktion erfüllen: das Absenken der Rahmen 1 unter der Wirkung des durch die Kabel 2 ausgeübten positiven Antriebs erzeugt eine Überspannung der Register 4, die die Rahmen auf elastische Weise in ihre obere Stellung zurückbringt, sobald die Betätigungsorgane der Mechanik ihre positive Bewegung beenden.

Für eine Intervention an einem der Register 4 hinsichtlich des Austauschs einer gebrochenen Feder 5 oder an einem der Kabel 2 hinsichtlich des Ersetzens eines verschlissenen oder gerissenen Kabels genügt es, wenn die Bedienungsperson die durch die beiden Flansche gehaltenen Schrauben 12 winkelmäßig so betätigt, daß die Achse 10 sich nach unten bewegt bis zu der in Figur 4 dargestellten unteren Stellung. Natürlich bewirkt die Absenkung dieser Achse 10 über eine Höhe h die entsprechende Absenkung des oberen Bügels 6 von allen Registern 4, so daß die Federn 5 entspannt werden, wobei diese Entspannung selbstverständlich die Reparatur erleichtert. Sobald diese ausgeführt ist, werden die Schrauben 12 betätigt, um die Trägerachse 10 nach oben in die Betriebsstellung zurückzubringen.

Festzustellen ist, daß infolge der Schrägheit der Längsachse der Langlöcher oder Gleitführungen 11a das Absenken der Achse 10 begleitet wird von einer Horizontalbewegung der Größe d, was die Wirkung hat, den Abschnitt der Kabel 2, der enthalten ist zwischen ihrer Befestigung an der Seite der Schaftrahmen 1 und den Schwinghebeln 3, in Richtung der Strukturen 9 zu bewegen. Die Kabel 2 entfernen sich infolgedessen von den Rahmen 1, die sich dadurch sehr viel leichter herausnehmen und einsetzen lassen.

Falls die Horizontalverschiebung der Kabel 2 aufgrund der Schrägheit der Gleitführungen 11a sich als störend erweist, kann man zurückgreifen auf die in Figur 5 dargestellte Ausführungsvariante. In dem in Betracht gezogenen Fall umfaßt jeder Flansch 111 eine Gleitführung 111a mit im wesentlichen dreieckförmigem Querschnitt, deren Basis zwei Vertiefungen 111b und 111c aufweist, so geformt, daß sie wahlweise das entsprechende, in das Innere der vorerwähnten Gleitführung eingesetzte Ende der Achse 10 aufnehmen können.

Die Betätigung der Schraube 12, gleichzeitig jedem Flansch 111 und der Achse 10 zugeordnet, ermöglicht, diese letztere bis in die Vertiefung 111b abzusenken; die Vertikalverschiebung dieser Achse 10 bewirkt dann die Entspannung der Register 4 und der Kabel 2, ohne daß die Ausrichtung dieser Kabel beeinflußt wird. Hingegen stellt die Bedienungsperson für die Demontage der Schaftrahmen 1 jedes der Enden der Achse 10 aus den beiden Vertiefungen 111b um in die beiden Vertiefungen 111c, was die Wirkung hat, die Kabel 2 von den Rahmen 1 zu entfernen.

Es versteht sich von selbst, daß in einem solchen Fall die Bohrung, die in jedem Flansch 111 angebracht ist, so geformt sein muß, daß sie die Veränderung der Ausrichtung der Schraube 12 zuläßt.

Fig. 6 zeigt die Anwendung der Erfindung bei den Webmaschinen, bei denen die Schaftmaschine 13 getragen wird durch eine feststehende Superstruktur 14. Die jedem Betätigungsorgan 13a der Mechanik 13 zum Antrieb des Schaftrahmens 1 zugeordneten beiden Kabel 2 werden umgelenkt, um sich auf zwei Hebel 103 aufzurollen, die mit dem Rahmen 1 durch Schwingarme 15 verbunden sind und mit der Superstruktur 14 durch Federregister 4.

Wie bei der Ausführungsform nach Figur 1 wird jede seitliche Hebelanordnung 103 getragen durch dieselbe Achse 10. Deren Enden sind eingesetzt in Langlöcher oder Gleitführungen 109a, von denen man annimmt, daß sie direkt in der Vertikalstruktur 109 ausgebildet sind; jedem Ende ist eine Schraube 12 zugeordnet, deren Kopf sich abstützt auf dem Rand einer Bohrung, vorgesehen in der Struktur 109.

Bei dem in Figur 6 betrachteten Fall ist der Abschnitt des Kabels 2, der enthalten ist zwischen dem entsprechenden Hebel 103 und der oberen Umlenkrolle 16 vertikal ausgerichtet, wie die Achse des Registers 4. Jede Gleitführung 109a ist im wesentlichen vertikal ausgerichtet, so daß das Absenken der Achse 10 und der Hebel 103 bei Betätigung der Schrauben 12 gleichzeitig die Entspannung der Federn der Register 4 und der Kabel 2 bewirkt.

Bei der in Figur 7 in Betracht gezogenen Variante definiert die Achse des Endabschnitts jedes Kabels 2 einen stumpfen Winkel mit der Vertikalachse des entsprechenden Registers 4. In diesem Fall erfordert die gleichzeitige Entspannung der Register 4 und der Kabel 2 eine Ausrichtung der Längslöcher oder Gleitführungen 109a entsprechend der Winkelhalbierenden des vorerwähnten Winkels.

Selbstverständlich könnte man sich in allen Fällen andere Einrichtungen als die Schrauben 12 vorstellen, um die Verschiebung und Arretierung der Trägerachse 10 in bezug auf die Register 4 der Zugvorrichtung sicherzustellen. Man kann vor allem kleine hydraulische Zylinder verwenden.

Man wird außerdem feststellen, daß die Erfindung sich selbstverständlich eignet für eine vorteilhafte Anwendung bei Schaftmaschinen oder anderen Bindungsmechanismen des negativen Typs, bei denen die jedem Schaftrahmen zugeordnete Zugvorrichtung nur ein einziges Kabel umfassen, so angeordnet, daß es allein die Betätigung der beiden Schwinghebel bewirkt, die vorgesehen sind zum Antrieb des betreffenden Rahmens, der Art, wie beschrieben in dem Dokument FR-A-2.680.182 (Staubli).


Anspruch[de]

1. Zugsystem zum Antrieb der Schaftrahmen in negativen Schaftmaschinen der Art, die für jeden Schaftrahmen (1) wenigstens ein Antriebskabel (2) umfassen, das seitlich an besagtem Rahmen befestigtigt ist und von dem ein Ende an einem der Betätigungsorgane (13a) der Mechanik (13) festgemacht ist, während das entgegengesetzte Ende mit einem Federnregister (4) verbunden ist, nach Umlenkung durch einen Hebel (3), der schwenkbar auf eine Trägerachse (10) montiert ist, die durch die festen Strukturen (9) der Webmaschine getragen wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Trägerachse (10) gelagert ist in Gleitführungen (11a, 111a), denen Betätigungseinrichtungen (12) zugeordnet sind, angebracht um die Querverschiebung der Achse (10) in besagten Gleitführungen zu bewirken und infolgedessen die vorübergehende Entspannung der Gesamtheit der Register (4) und der Kabel (2) hinsichtlich einer sie betreffenden Intervention.

2. Zugsystem zum Antrieb der Schaftrahmen in negativen Schaftmaschinen der Art, die für jeden Schaftrahmen (1) wenigstens ein Antriebskabel (2) umfassen, von dem ein Ende an einem der Betätigungsorgane (13a) der Mechanik (13) festgemacht ist, während das entgegengesetzte Ende aufgerollt ist auf einen Hebel (103), einerseits durch einen Schwingarm (15) mit dem in Betracht gezogenen Rahmen (1) verbunden, andererseits mit einem Federnregister (4), wobei dieser Hebel (103) schwenkbar auf eine Trägerachse (10) montiert ist, die durch die feste Strukturen (109) der Webmaschine getragen wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Trägerachse (10) gelagert ist in Gleitführungen (109a), denen Betätigungseinrichtungen (12) zugeordnet sind, angebracht um die Querverschiebung der Achse (10) in besagten Gleitführungen zu bewirken und infolgedessen die vorübergehende Entspannung der Gesamtheit der Register 4 und der Kabel (2) hinsichtlich einer sie betreffenden Intervention.

3. System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Betätigungseinrichtungen (11-12) so angeordnet sind, daß die Verschiebung der Trägerachse (10) in der der Entspannung der Register (4) entsprechenden Richtung überlagert wird von einer zur genannten Richtung quergerichteten Verschiebung, bestrebt, die Kabel (2) von ihrem Befestigungspunkt an den Schaftrahmen (1) zu entfernen.

4. System nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Betätigungseinrichtungen gebildet werden durch zwei Schrauben (12), ausgerichtet entsprechend der Längsachse der Gleitführungen und gleichzeitig eingesetzt in Bohrungen (11b), vorgesehen in den feststehenden Flanschen (11), und in Gewindelöchern (10a), diametral vorgesehen in den Enden der in diese Gleitführungen eingesetzten Trägerachse (10).







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