PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE69206246T2 15.05.1996
EP-Veröffentlichungsnummer 0548834
Titel Stabiles Hexahydrat von Etoposid-4'-Phosphat-Dinatriumsalz.
Anmelder Bristol-Myers Squibb Company, New York, N.Y., US
Erfinder Gogate, Uday Shankar, East Syracuse, New York 13057, US;
Light, William Francis, East Syracuse, New York 13057, US;
Agharkar, Shreeram Narahari, Fayetteville, New York 13066, US
Vertreter Vossius & Partner, 81675 München
DE-Aktenzeichen 69206246
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, DK, ES, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 18.12.1992
EP-Aktenzeichen 921215778
EP-Offenlegungsdatum 30.06.1993
EP date of grant 22.11.1995
Veröffentlichungstag im Patentblatt 15.05.1996
IPC-Hauptklasse C07H 17/04
IPC-Nebenklasse A61K 31/70   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Effindung betrifft ein kristallines Hydrat von Etoposid-4'- phosphat Dinatriumsalz.

Etoposid ist ein Antikrebsmittel, das zur Zeit in den Vereinigten Staaten für die Behandlung von kleinzelligem Lungenkarzinom und refraktärem Hodentumor zugelassen ist. Da Etoposid nur wenig in Wasser löslich ist, wird ein organisches Lösungsmittel oder ein Gemisch organischer Lösungsmittel zur Herstellung einer Etoposid-Lösung benötigt. Das Etoposid-Erzeugnis, das zur Zeit für die parenterale Verabreichung auf dem Markt verkauft wird, ist in einem Lösungsmittelsystem enthalten, das aus mehreren Lösungsmitteln besteht. Die Herstellung von Etoposid ist in U.S. Patent 3,408,441 offenbart.

Etoposid-4'-phosphat Dinatriumsalz (I) ist im U.S. Patent 4,904,768 als Vorstufenform (prodrug) von Etoposid offenbart. Es hat sich bei in vivo Antitumor- Untersuchungen ebenso wirkungsvoll wie Etoposid gezeigt.

Während die Löslichkeit von Etoposid in Wasser etwa 0,1 mg/ml ist, zeigt das Dinatriumsalz von Etoposid-4'-phosphat eine Wasserlöslichkeit von ≥100 mg/ml, wodurch die Herstellung pharmazeutischer Formulierungen, die wenig oder kein organisches Lösungsmittel enthalten, ermöglicht wird. Das bereits offenbarte Dinatriumsalz von Etoposid-4'-phosphat ist ein flaumartiges, amorphes Material, das schwierig zu handhaben ist, und das bei der Lagerung chemisch instabil ist. Nach einer Lagerung von 56 Tagen bei 30ºC in verschlossenen Glasampullen fällt die Wirksamkeit im allgemeinen auf 85% ab.

In GB-A-2 207 674 wird das Dinatriumsalz von Etoposid-4'-phosphat beschrieben. Die mikroskopische Untersuchung des Salzes hat ergeben, daß es ein Gemisch aus Kristallen und der amorphen Form ist.

EP-A-0 369 369 betrifft die Dihydrat-Kristalle einer Etoposid-2-dimethylamino HCL-Verbindung.

Die vorliegende Effindung stellt ein stabiles kristallines Hydrat von Etoposid-4'- phosphat Dinatriumsalz der Formel (II) zur Verfügung:

In einer Ausführungsform zeigte das Hexahydrat nach einer Lagerung von 63 Tagen bei 30ºC eine Wirksamkeit von > 99%.

Die vorliegende Erfindung stellt auch ein Verfahren zur Herstellung des kristallinen Hexahydrats von Etoposid-4'-phosphat Dinatriumsalz, das entweder die Einwirkung von hoher relativer Feuchte für etwa 14 oder mehr Tage auf das wasseifreie Salz, oder ein Verfahren umfasst, das die Extraktion und Rekristallisation des Hydrates aus einem geeigneten Wasser/Lösungsmittelgemisch betrifft, zur Verfügung.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

Figur 1 zeigt das Protonen NMR-Spektrum (D&sub2;O, 200 MHz) von Etoposid-4'- phosphat Dinatrium Hexahydrat.

Figur 2 zeigt das Muster einer Röntgenstrukturanalyse nach der Pulverdiffraktionsmethode von Etoposid-4'-phosphat Dinatrium Hexahydrat.

Figur 3 zeigt ein Infrarotspektrum des Hexahydrates der Erfindung.

Das Dinatriumsalz von Etoposid-4'-phosphat ist ein flaumartiger Feststoff mit niedriger Dichte. Wenn es in seiner wasserfreien Form belassen wird, verliert es langsam seine Wirksamkeit, so daß nach 28 Tagen bei 37ºC nur etwa 87% seiner Wirksamkeit übriggeblieben sind. Nach einer Lagerung unter den gleichen Bedingungen sind bei dem Hexahydrat dieses Salzes noch 100% der Wirksamkeit vorhanden.

Zu den Vorteilen der Erfindung gehören die bessere Lagerstabilität und die Leichtigkeit der Auflösung der hydratisierten Form. Zusätzlich macht die relative Einfachheit, mit der das Hydrat hergestellt werden kann, seine Verwendung in Handelsprodukten sehr reizvoll. Bei der Formulierung von Produkten, die auf den hydratisierten Salzen basieren, muß man nicht das Risiko einer Wechselwirkung mit zugegebenen Stabilsatoren eingehen.

Da das Hydrat die gleiche chemische Grundstruktur wie das Salz hat, kann es gegen dieses in einer lagerstabilen Formulierung, die zur Inhibierung von Säugetiertumoren verabreicht wird, ausgetauscht werden.

Die vorliegende Erfindung stellt eine Verbindung, Zusammensetzungen und ihre Anwendung zur Inhibierung von Säugetiertumoren zur Verfügung.

Zu diesem Zweck kann das Arzneimittel auf den herkömmlichen Wegen verabreicht werden, zu denen folgende gehören, wobei die Verabreichungen aber nicht darauf begrenzt sind, intravenös, intramuskulär, intratumoral, intraarteriell, intralymphatisch, oral, bukkal, nasal, okulär und dergl..

Die vorliegende Erfindung stellt somit Arzneimittelzusammensetzungen zur Verfügung, die geeignete Mengen des Hexahydrats und einen oder mehrere pharmazeutisch verträgliche Trägersubstanzen umfassen. Die Antitumor-Zusammensetzungen können von jeder beliebigen pharmazeutischen Art sein, die für den gewünschten Verabreichungsweg geeignet ist. Beispiele solcher Zusammensetzungen schließen feste Zusammensetzungen für die orale Verabreichung, wie Tabletten, Kapseln, Pillen, Pulver und Granulate, flüssige Zusammensetzungen für die orale Verabreichung, wie Lösungen, Suspensionen, Sirups oder Elixiere, und Präparate zur parenteralen Verabreichung, wie sterile Lösungen, Suspensionen oder Emulsionen, ein. Sie können auch in Form von sterilen festen Zusammensetzungen hergestellt werden, die in sterilem Wasser, einer 0,9%igen Natriumchloridlösung oder einem anderen sterilen injizierbaren Medium vor der Anwendung aufgelöst werden können.

Die optimalen Dosierungen und Verabreichungsformen für einen Säugetierwirt können ohne weiteres von einem Fachmann ermittelt werden. Es ist natürlich einzusehen, daß die tatsächlich verwendete Dosis entsprechend der Formulierung der einzelnen Zusammensetzung, der einzelnen Verbindung, die verwendet wird, der Art und dem besonderen Ort der Anwendung, dem Wirt und der Erkrankung, die behandelt wird, unterschiedlich ist. Viele Faktoren, die die Wirkung des Arzneimittels verändern, einschließlich Alter, Gewicht, Geschlecht, Ernährung, Zeit der Verabreichung, Verabreichungsweg, Exkretionsrate, Verfassung des Patienten, Arzneimittelkombinationen, Reaktionsempfindlichkeiten und Schwere der Erkrankung, werden in Erwägung gezogen.

Figur 1 wurde unter Verwendung der nachfolgenden Parameter erhalten:

Erfassungsparameter

PULPROG zg30

KERN 1H

LÖSUNGSMITTEL DMSO

AQ 1,9988434 sec

FIDRES 0,250145 Hz

DW 6,10 usec

RG 1024

HL1 3 dB

D1 2,0000000 Sek

P1 17,0 usec

RD 0,0000000 usec

PW 0,0 usec

DE 76,3 usec

SF01 400,1378018 MHz

SWH 8196,74 Hz

TD 32768

NS 32

DS 0

Verfahrensparameter

SI 32768

SF 400,1362881 MHz

WDW EM

SSB 0

LB 0,30 Hz

GB 0

PC 1,00

Parameter der NMR-Aufnahme

CX 40,00 cm

F1P 10,000 ppm

F1 4001,36 Hz

F2P -0,500 ppm

F2 -200,07 Hz

PPMCM 0,26250 ppm/cm

HZCM 105,03577 Hz/cm

BEISPIELE

Die nachfolgenden Beispiele sind nur zur Veranschaulichung und sollten nicht als begrenzend für den Bereich der Effindung angesehen werden, der einzig durch die Patentansprüche definiert ist, die dieser Anmeldung beigefügt sind.

Bei den nachfolgenden Beispielen wurden die Protonen und Kohlenstoff kernmagnetischen Resonanz (NMR) Spektren (unter Verwendung von CDCl&sub3; oder D&sub2;O als interne Referenzen), und die Phosphor-NMR-Spektren (unter Verwendung von 85%iger H&sub3;PO&sub4; als externe Referenz) auf einem Bruker WM360 Spektrometer gemessen. Die Infrarot (IR) Spektren wurden mit einem Perkin-Elmer 1800 Fourier-Transformations Infrarot-Spektrophotometer bestimmt. "Flash Chromatographie" bezieht sich auf ein Verfahren, das von Still et al. (Still, W.C.; Kahn, M.; Mitra, A.; J. Org. Chem. 43 (1978), 2923) beschrieben, und das unter Verwendung von E. Merck Kieselgel (230-240 Mesh) durchgeführt wurde. Umkehrphasen-Chromatographie wurde bei positivem Stickstoffdruck unter Verwendung von C18 (Octadecylsilan), das an Kieselgel (40 um Durchmesser, Lieferant J.T. Baker) gebunden war, durchgeführt.

BEISPIEL 1 Etoposid-4'-phosphat Dinatriumsalz

Eine Suspension von Etoposid (2,30 g, 3,91 mMol), gerührt mit einem Magnetrührer, in trockenem Acetonitril (210 ml) wurde erwärmt, wobei eine fast vollständige Auflösung eintrat. Die Lösung wurde auf Raumtemperatur abgekühlt und N,N- Diisopropylethylamin (2,36 ml, 13,5 mMol) wurde zugegeben. Das Gemisch wurde dann auf 0ºC abgekühlt, und POCl&sub3; (666 mg, 4,34 mMol) wurde in 300 Sek. mit einer Spitze zugegeben. Das Gemisch wurde langsam über 2-3 Stunden auf Raumtemperatur abgekühlt und bei Raumtemperatur für weitere 63 Stunden gerührt. Am Ende diese Zeitraumes wurden 20 Vol.% entfernt und mit Diethylamin behandelt. Der Restbestand wurde mit einer Lösung Natriumbicarbonat (6,0 g, 71,4 mMol) in entionisierten H&sub2;O (110 ml) behandelt, das Gemisch wurde 80 Minuten bei Raumtemperatur gerührt und dann mit Ethylacetat (350 ml) ausgeschüttelt.

Die organische Phase wurde weiter mit entionisiertem H&sub2;O (1x50 ml) extrahiert, und die zusammengefassten wässrigen Phasen wurden mit Ethylacetat (250 ml) gewaschen und dann bei Raumtemperatur 1 Stunde einem Vakuum von 66,6 Pa (0,5 mmHg) unterworfen, um gelöste Lösungsmittel zu entfernen. Der wässrige Teil wurde dann auf eine Säule mit 4 cm Durchmesser gegeben, die 15 cm an Kieselgel gebundenes Octadecylsilan enthielt, das in Methanol gefüllt und mit H&sub2;O äquilibriert war. Nachdem der gesamte wässrige Teil zugegeben war, wurde die Säule mit H&sub2;O (175 ml) eluiert, um anorganische Salze zu entfernen, und dann wurde das Produkt mit einem 4:1 H&sub2;O:CH&sub3;OH- Gemisch eluiert. Die Einengung des Lösungsmittels bei 66,6 Pa (0,5 Torr) ergab 744 mg (36%) der reinen Titelverbindung als einen farblosen Feststoff. In einer anderen Ausführungsform wird die reine Titelverbindung durch Gefriertrocknung als ein sehr flaumartiger Feststoff mit niedriger Dichte zur Verfügung gestellt.

IR (KBr) 3426, 1775, 1593, 1486, 1337, 1239, 1191, 1122, 1078, 1034, 983, 927, 888, 876, 851, 840, 697, 684, 664, 547 cm&supmin;¹.

360 MHz ¹H NMR (D&sub2;O) δ 6,93 (S, 1H), 6,27 (S, 2H), 5,93 (D, 2H), 5,09 (D, 1H, J=2,8 Hz), 4,83 (Q, 1H, J=5,0 Hz), 4,68 (D, 1H, J=7,9 Hz), 4,62 (D, 1H, J=5,7 Hz), 4,47-4,35 (M, 2H), 4,24 (DD, 1H, J=4,4 und 10,4 Hz), 3,64 (S, 6H (S, 6H), 3,68-3,52 (M, 3H), 3,44-3,30 (M, 3H), 3,17-3,07 (M, 1H), 1,31 (D, 3H, J=5,0 Hz).

90 MHz ¹³C NMR (D&sub2;O) δ 178,5, 151,8, 148,1, 146,1, 135,0, 132,6, 130,9, 127,4, 109,9, 109,5, 107,4, 101,3, 100,4, 99,6, 79,2, 73,7, 72,7, 72,2, 69,1, 67,1, 65,4, 55,6, 42,8, 40,3, 37,5, 18,8.

146 MHz ³¹P NMR (D&sub2;O) δ 3,79.

Massenspektrum (FAB), m/e, 713 (M&spplus;+H). C&sub2;&sub9;H&sub3;&sub1;Na&sub2;O&sub1;&sub6;P erfordert M&spplus;, 712.

Analyse ber. für C&sub2;&sub9;H&sub3;&sub1;Na&sub2;O&sub1;&sub6;P: C, 48,89; H, 4,39; Na, 6,45; Gefunden*: C, 48,72; H, 4,56; Na, 6,56.

* Angeglichen für 8,16% H&sub2;O, bestimmt durch Karl-Fischer-Analyse.

BEISPIEL 2 Stabilität des wasserfreien Etoposid-4'-phosphat Dinatriumsalzes

Eine 0,01 g Probe des wasserfreien Salzes, das entsprechend Beispiel 1 hergestellt worden war, wurde in eine Typ I Weißglas-Ampulle gegeben, zugestöpselt, dicht verschlossen und 56 Tage bei 30ºC gelagert. Es verblieb nur eine Wirksamkeit von 85%.

Die mikroskopische Untersuchung des wasserfreien Salzes zeigte, daß es ein Gemisch nadelförmiger Kristalle und amorpher Strukturen war.

BEISPIEL 3 Hexahydrat von Etoposid-4'-phosphat Dinatriumsalz Verfahren A: Einwirkung hoher (≥ 80%) relativer Feuchte

Eine Probe (0,01 g) des Salzes, das entsprechend Beispiel 1 hergestellt worden war, wurde 28 Tage bei 37ºC einer 80%igen relativen Feuchte ausgesetzt. Die wasserfreie Probe, die der befeuchteten Luft ausgesetzt war, zeigte einen bedeuten Anstieg der chemischem Stabilität im Vergleich zur Kontrollprobe (siehe Tabelle 1).

Der Feuchtegehalt der ausgesetzten Probe erhöhte sich von 8,9% auf 13,7%, was die Bildung einer stabilen Hexahydrat-Kristallstruktur nahelegt (theoretischer KF-Wert = 13,2%).

TABELLE 1 Chemische Stabilität des Etoposid-4'-phosphat Dinatriumsalzes
% verbliebene Wirksamkeit Lagerbedingungen Tage bei Wasserfrei (Kontrolle) Hexahydrat (in situ gebildet) relative Feuchte Ein stabiles Hexahydrat wurde auch durch Einwirkung einer 87%igen relativen Feuchte (25ºC) über 28 Tage erhalten. Die ausgesetzte Probe zeigte bei Untersuchung unter dem Mikroskop Doppelbrechung, was auf die kristalline Form der Probe hinweist.

Verfahren B

Chemisch reines Hexahydrat wurde durch die Umsetzung von Etoposid-4'- phosphat mit Natriumethylhexanoat, mit nachfolgender Extraktion mit Methylenchlorid und Umkristallisation aus einem Wasser-Aceton-Gemisch, erhalten. Das Phosphat (4,1 g) wurde in 82 ml Aceton gelöst. Hierzu wurde Natriumethylhexanoat (2,3 g), gelöst in 41 ml Aceton, gegeben. Die so gebildete Suspension wurde 2,5 Stunden gerührt und dann durch Fisher P8 Filterpapier filtriert. Der Rückstand auf dem Filterpapier wurde mit zwei 10 ml Aceton-Aliquoten gewaschen. Das gewaschene Material wurde in 16 ml Wasser aufgelöst und durch eine Rainin Nylon-66 Membran (0,45 um) filtriert.

Das Filtrat wurde heftig mit einer gleichen Volumenmenge Methylenchlorid geschüttelt, und das Gemisch wurde 15 Minuten stehen gelassen. Die wässrige Phase wurde abgetrennt und 16 ml Aceton wurden dazugegeben. Das Gemisch wurde für eine Stunde stehen gelassen, woraufhin sich ein weißes, kristallines Material abschied. Dies Gemisch wurde weitere 16 Stunden gerührt und dann filtriert. Der Feststoff auf dem Filterpapier wurde 6 Stunden in einem 4,123 kPa-Vakuum (31 mmHg) bei 23ºC getrocknet.

Es wurde beobachtet. daß dieses Material thermisch stabiler als das Ausgangssalz war, das im vorstehenden Beispiel 1 (siehe Tabelle 2) hergestellt worden war, was die Anwesenheit einer stabilen kristallinen Struktur nahelegt. Der Karl-Fischer-Feuchte (d.h. 13,8%) für dieses Material legt nahe, daß es als Hexahydratkristalle vorliegen kann (theoretischer KF-Wert = 13,2%). Die Untersuchung der Probe mit Mikroskop und Differentialscanningkalorimetrie (Tabelle 3) zeigte, daß das synthetisierte Material eine physikalische Erscheinungsform hatte, die ähnlich der Probe war, die der künstlich befeuchtete Luft ausgesetzt gewesen war.

Die Elementaranalyse der synthetisierten Probe stimmt gut mit der Molekularformel (C&sub2;&sub9;H&sub4;&sub3;O&sub2;&sub2;Na&sub2;P) für Etoposid-4'-phosphat Dinatriumsalz Hexahydrat überein.

Theoretisch: C, 42,45; H, 5,28; P, 3,77.

Gefunden: C, 42,38; H, 5,10; P, 3,63.

Tabelle 2: Lagerstabilität von wasserfreien und hydratisierten Proben von Etoposid-4'- phosphat Dinatriumsalz
Probe Lagerzeit bei 50ºC, in dicht verschlossenen Glasampullen (Wochen) % Verbliebene Wirksamkeit Wasserfreies Etoposid-4'- phosphat Dinatriumsalz Kristallines Dinatriumetoposid-4'-phosphat * Hergestellt durch Umsetzung von Etoposid-4'-phosphat mit Natriumethylhexanoat, mit anschließender Extraktion und Umkristallisation.

Tabelle 3 zeigt einen Vergleich der kalorimetrischen Eigenschaften der Hydrate, die nach den Verfahren A und B hergestellt wurden. Die Ergebnisse legen nahe, daß die Verfahren A und B die gleiche Form des Hexahydrats erzeugen.

Tabelle 3: Differentialscanningkalorimetrische Untersuchung der Hydratpoben
Probe Endothermer Peak Beginn der Wärmeaufnahme Hexahydrat Verfahren

Die in Tabelle 3 aufgeführten Werte wurden durch Thermoanalyse von Proben unter Verwendung eines Perkin Elmer Series 7 Systems erreicht. 1 mg Proben wurden mit einer Geschwindigkeit von 10ºC pro Minute erwärmt, und der Wärmefluß wurde gemessen.


Anspruch[de]

1. Stabiles kristallines Hexahydrat von Etoposid-4'-phosphat Dinatriumsalz mit der Formel

2. Verfahren zur Herstellung des kristallinen Hexahydrats von Etoposid-4'-phosphat Dinatriumsalz, das die Umsetzung von Etoposid-4'-phosphat mit einer Natriumionen- Quelle, Extraktion mit einem geeigneten Lösungsmittel und Umkristallisation aus einem wässrigen Gemisch, das ein zweites Verdünnungsmittel enthält, umfasst.

3 Verfahren nach Anspruch 2, wobei das bei dem Extraktionsschritt verwendete Lösungsmittel Methylenchlorid ist.

4. Verfahren nach Anspruch 3, wobei das wässrige Gemisch Wasser und Aceton umfasst.

5. Arzneimittel, das eine pharmazeutisch verträgliche Trägersubstanz und das kristalline Hexahydrat von Etoposid-4'-phosphat Dinatriumsalz, wie in Anspruch 1 definiert, enthält.

6. Verfahren zur Herstellung des kristallinen Hexahydrates von Etoposid-4'-phosphat Dinatriumsalz, das die Einwirkung von ≥80%iger relativer Feuchte für wenigstens 14 Tage auf das wasserfreie Salz umfasst.







IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com