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Dokumentenidentifikation DE69206498T2 15.05.1996
EP-Veröffentlichungsnummer 0520745
Titel Frachtbehälter für Luftfracht.
Anmelder Lite Flite Ltd., St. Helier, Channel Islands, GB
Erfinder Avramides, Andrew, London SW1X 8LB, GB;
Henstock, Philip, London SW18 3SP, GB
Vertreter Grünecker, Kinkeldey, Stockmair & Schwanhäusser, Anwaltssozietät, 80538 München
DE-Aktenzeichen 69206498
Vertragsstaaten AT, CH, DE, ES, FR, GB, IT, LI, LU, NL, SE
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 23.06.1992
EP-Aktenzeichen 923057608
EP-Offenlegungsdatum 30.12.1992
EP date of grant 06.12.1995
Veröffentlichungstag im Patentblatt 15.05.1996
IPC-Hauptklasse B65D 88/14
IPC-Nebenklasse B65D 90/02   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung ist mit Verbesserungen bei und in Bezug auf Luftfrachtbehälter(n) der Art befaßt, die für den Transport von Fracht, Gepäck und Briefpost eingesetzt werden.

Übliche Luftfrachtbehälter, wie sie gegenwärtig im Gebrauch sind, werden hergestellt mit einem Grundteil und einem inneren Rahmenwerk aus Pfeilern und Balken, der an dem Grundteil befestigt ist und die Hinter-, Vorder- und die Seitenwände, die Türöffnungen und den Deckel bestimmt. Das Rahmenwerk wird durch ein Aluminiumblechmaterial überdeckt, das an den Pfeilern und Balken angenietet ist. Um die Unterkante des Grundteils ist ein nach außen vorstehender Flansch vorhanden, der mit an dem Boden des Luftfahrzeuges befestigten Klemmen in Eingriff kommt, um den Behälter an seinem Ort zu verankern. Um den Nutzraum in dem Behälter zu vergrößern, können die Pfeiler des Rahmenwerkes seitlich von der Ebene ihrer Befestigung an dem Grundteil des Behälters nach außen gestuft werden, so daß sie sich über den Flansch hinaus erstrecken. Das hat jedoch den Nachteil, daß das Rahmenwerk in dem Bereich seiner Verbindung mit dem Grundteil geschwächt ist, und daß die Verbindung komplizierter und damit kostenträchtiger gestaltet wird. Weiter haben im Gebrauch die Wände benachbarter Behälter eine Neigung, sich aneinander zu hängen und miteinander zu verklemmen.

Derartige Luftfrachtbehälter müssen verschiedenen nationalen und internationalen Standards und Vorschriften entsprechen, wie denen der U.S. Federal Aviation Administration (FAA), International Air Transport Association (IATA), U.S. National Aerospace Standard Board (NAS), U.S. Federal Aviation Regulations (FAR) und European Joint Aviation Regulations (JAR), welche die charakteristischen Eigenschaften festlegen, welche derartige Luftfrachtbehälter besitzen müssen, wie beispielsweise die Fähigkeit verschiedene, bestimmten vertikal und quer wirkenden Belastungen, Stoßbelastungen und Scherkräften zu widerstehen, und welche Feuerfestigkeit sie besitzen müssen.

Modifizierungen der üblichen Luftfrachtbehälter, wie sie vorstehend beschrieben sind, sind vorgeschlagen worden, wie beispielsweise in CA-A-751 756, GB-A-1 065 805, GB-A-1 284 917, GB-A-1 507 042 und GB-A-2 195 613, und US-A-3 563 403, US-A-3 692 203 und US-A-3 968 895, doch soweit die Anmelder dies überblicken können, hat keiner dieser Vorschläge einen Luftfrachtbehälter ergeben, der den vorstehend angeführten verschiedenen nationalen und internationalen Standards und Vorschriften entspricht.

GB-A-1 065 805 offenbart einen Frachtbehälter, der als ein starrer isolierter Versandbehälter der "begehbaren" (walk-in) Art beschrieben ist mit Wänden aus einem Material, das eine starre Kernschicht aus Integralzellschaum umfaßt, bekleidet mit einer mehrschichtigen Auflage von starren Zellulosefaser- Schichten, beispielsweise mehrschichtigen Holzlaminierschichten oder Sperrholz-Schichten. Ein derartiger Behälter entspricht nicht den nationalen und internationalen Standards und Vorschriften für Luftfrachtbehälter und ist deswegen keineswegs als solcher einsetzbar.

Gemäß der vorliegenden Erfindung wird ein Luftfrachtbehälter geschaffen, welcher umfaßt einen Grundteil, vier paarweise einander gegenüberliegend angeordnete Seitenwände und ein Dach, wobei die Seitenwände und das Dach aus Tafeln von zusammengesetztem Strukturmaterial hergestellt sind, die mindestens drei Schichten umfassen, von denen die Außenschichten fähig sind, die durch den Behälter auf zunehmenden Zug-, Druck- und Scherbelastungen aus zuhalten, die Tafeln miteinander und mit dem Grundteil längs ihrer Kanten in Abwesenheit eines Strukturrahmenwerkes verbunden sind, das Dach und ein Paar einander gegenüberliegende Seitenwände integral aus einem einzigen Stück des zusammengesetzten Strukturmaterials gebildet sind, das zu der erforderlichen Form verformt wird, wobei das zusammengesetzte Strukturmaterial der Seitenwände umfaßt eine Kernschicht aus geschlossenzelligem Schaumstoff, eine erste äußere Strukturschicht an der Außenseite des Behälters und eine zweite äußere Strukturschicht an der Innenseite des Behälters, die erste Außenschicht des zusammengesetzten Materials ein Aluminiumlegierungs-Blechmaterial umfaßt, das mit einem verstärkten wärmeaushärtenden Kunststoff-Schichtmaterial verbunden ist, das zwischen dein Aluminiumlegierungs-Blechmaterial und der Kernschicht angeordnet ist, und die zweite Außenschicht des zusammengesetzten Strukturmaterials ein Schichtmaterial aus verstärktem warmaushärtenden Kunststoff umfaßt.

Die vorliegende Erfindung ermöglicht die Bereitstellung eines verbesserten Luftfrachtbehälters, der ein bedeutsam verbessertes Volumen/Gewicht-Verhältnis aufweisen kann, leichter ist, z.B. bis zur Hälfte des Gewichts vorhandener Behälter, einen glatteren Innenraum besitzt, der das Füllen erleichtert, von dauerhafterem Aufbau ist, die vorher angegebenen Standards und Vorschriften erfüllt und mit vorhandenen Luftfrachtbehältern preislich mithalten kann.

Dies wird erreicht durch Benutzung einer Auslegung, welche die Pfeiler und Balken der gegenwärtig verwendeten Behälter bes eitigt, während die einwirkenden Belastungen in das Wandmaterial des Behälters übertragen werden.

Wegen der Abwesenheit eines Innenrahmenwerkes ist es nicht mehr nötig, eine Stufe in den Seitenwänden des Behälters vorzusehen. Vorteilhafterweise sind die vertikalen Seitenwände des Behälters allgemein in ihrem vollen Ausmaß eben. Eine Seitenwand des Behälters kann, wie üblich, der Ausbildung der Halterung im Luftfahrzeug entsprechen, während alle anderen Seitenwände plan und vertikal sind.

Der Behälter kann in üblicher Weise einen den Grundteil des Behälters umgebenden Flansch umfassen, der zur Hilfe bei der Verankerung des Behälters nach außen absteht.

Die unteren Kanten der Seitenwandtafeln können Kanten der Grundtafel überdecken und daran mit Mitteln befestigt sein, die die Strukturschichten des zusammengesetzten Materials der Seitenwandtafeln an der Grundtafel befestigen. Die Befestigungsmittel können U-förmige Profilteile umfassen, in welchen die unteren Kantenabschnitte der Wandtafeln aufgenommen und an denen die Strukturschichten der Tafeln befestigt sind, während die Grundflächen solcher Profilteile an der Grundtafel befestigt sind. Der Flansch kann integral mit den U-förmigen Profilteilen ausgeführt sein. Die Tafeln sind vorzugsweise an den U-förmigen Profilteilen durch entfernbare Befestigungmittel wie Nieten befestigt.

Benachbarte Kantenabschnitte der Tafeln der Seitenwände und des Deckels können aneinandergelegt und miteinander durch Mittel befestigt werden, die an den strukturellen Schichten des zusammengesetzten Materials der Tafeln angebracht sind. Die Befestigungmittel können U-förmige Profilteile umfassen, in denen die Kantenabschnitte der Tafeln der Seitenwände und des Deckels aufgenommen und an denen sie befestigt sind. Die Profilteile längs aneinanderstoßender Tafelkanten sind so aneinander angestoßen, daß der Grundteil eines Profilteils gegen den Seitenteil des anderen Profilteils angelegt ist, und die Profilteile aneinander befestigt sind. Das eine Profilteil kann einen seitlichen Fortsatz besitzen, der den Grundteil des anderen Profilteils überdeckt und ebenfalls daran befestigt ist. Die Befestigungmittel für die Seitenwand- und Deckeltafeln an den U-förmigen Elementen sind vorteilhafterweise entfernbare Befestigungmittel wie Nieten.

Wenn der Behälter eine der Frachthalterung entsprechend geformte Wand besitzt, kann diese Seitenwand eine eines Paares von Seitenwänden bilden, die zusammen mit dein Deckel integral aus einem einzigen Stück des zusammengesetzten Strukturmaterials gebildet sind.

Die Schichten des zusammengesetzten Materials, welche die integralen Seitenwände und den Deckel bilden, können in einem entsprechend ausgebildeten Formteil zusammengestellt werden oder sie können eben zusammengestellt und dann geformt werden.

Wie üblich, kann der Behälter mindestens eine Öffnung in einer Seitenwand besitzen und Verschlußmittel zum Verschließen dieser Öffnung aufweisen.

Das bevorzugte zusammengesetzte Material für die Seitenwände und den Deckel besitzt ein spezifisches Gewicht, das wesentlich geringer als das von Aluminium ist. Die mittlere Kernschicht kann aus Polyvinylchlorid, Polyurethan oder Polymethacrylimid gebildet sein. Das warmhärtende Kunststoffschichtmaterial der ersten Außenschicht kann aus Phenolharz gebildet und mit Glasfasern verstärkt sein. Die zweite äußere Strukturschicht des zusammengesetzten Materials kann beispielsweise aus mit Glasfasern verstärktem Polycarbonatharz oder Phenolharz bestehen. Diese Schicht kann mit einem Feuchtigkeit abweisenden nicht tragenden Kunststoff-Schutzfilm versehen sein, der beispielsweise aus Polyvinylfluorid hergestellt sein kann.

Die tragenden (Struktur-) Schichten können z.B. durch einen entsprechenden, z.B. in Form einer dünnen Schicht vorliegenden, Kleber unter Wärme- und Druckeinwirkung mit der Kernschicht verbunden sein. Alternativ kann auch ein kalt aufgetragener Kleber benutzt werden.

Das Grundteil des Behälters kann aus einer Einzelschicht eines Nichteisen-Metallbleches, vorzugsweise aus einer Aluminiumlegierung, hergestellt sein, oder aus einem zusammengesetzten Material, das eine Kernschicht aus einem warmaushärtenden Kunststoffmaterial, z.B. einem Phenolharz umfaßt, welches mit Glasfasern verstärkt sein kann, und äußere Schichten aus Nichteisen-Metallblech, vorzugsweise aus Aluminiumlegierungs- Blechmaterial.

Weitere Merkmale der vorliegenden Erfindung werden aus der nachfolgenden Beschreibung einer Ausführung derselben ersichtlich, die nur beispielsweise angegeben wird, mit Bezug auf die beigefügten Zeichnungen, in welchen:

Fig. 1 eine isometrische Ansicht einer Ausführung eines erfindungsgemäßen Luftfrachtbehälters ist;

Fig. 2 eine Ansicht von hinten des in Fig. 1 gezeigten Behälters ist;

Fig. 3 ein Vertikalschnitt durch die Verbindungsstelle zwischen dem Grundteil und einer Vorder-, Rück- oder Seitenwand des Behälters aus Fig. 1 ist;

Fig. 4 ein Schnitt durch eine Wand des Behälters der Fig. 1 ist;

Fig. 5 ein Schnitt durch die Verbindungsstelle zwischen benachbarten Seitenwänden oder zwischen einer Seitenwand und dem Deckel des Behälters aus Fig. 1 ist;

Fig. 6 ein Vertikalschnitt durch die Öffnung in der Rückwand des Behälters der Fig. 1 ist; und

Fig. 7 ein Horizontalschnitt durch die Öffnung in der Rückwand des Behälters der Fig. 1 ist.

Der in den Zeichnungen dargestellte Luftfrachtbehälter ist, wie gemäß nationalen und internationalen Standards und Festlegungen erforderlich, von allgemein rechtwinkligem Grundriß und umfaßt ein allgemein rechtwinkliges Grundteil 1, eine ebene vertikale Rückwand 2, eine ebene vertikale Vorderwand 3 und eine ebene vertikale erste Seitenwand 4. Die zweite Seitenwand 5 kann ebenfalls plan und vertikal sein, jedoch ist sie hier so geformt dargestellt, daß sie allgemein einer Frachthalterung entspricht und einen hauptsächlich ebenen unteren Teil 5b besitzt, der vom oberen Teil 5a zur Kante des Grundteils 1 schräg nach unten verläuft und einen planen, vertikalen unteren Teil 5c, der mit dem Grundteil verbunden ist. Das Dach oder die obere Wand 6 ist allgemein rechtwinklig, jedoch von größerer Querausdehnung als das Grundteil 1. Die Wand 2 ist mit einer Öffnung 7 zum Zugriff in das Behälterinnere versehen, mit einem entsprechenden üblichen Verschlußteil 8. Eine gleichartige Öffnung und gleichartiges Verschlußteil können bei der gegenüberliegenden Wand 3 vorgesehen sein. Ein Flansch 17 ist vorgesehen, der den Behälter an seinem Grundteil umgibt, um die Verankerung des Behälters an der Fläche, auf der er aufsitzt, zu unterstützen, wobei der Flansch seitlich über die Vertikalebenen der Seitenwände 2, 3 und 4 hinaussteht. Im Einsatz besitzen diese Wände einen Abstand von zwei Flanschbreiten von den entsprechenden Wänden benachbarter Behälter, und das sollte ein Verklemmen benachbarter Wände benachbarter Behälter miteinander beseitigen.

Es wird anerkannt werden, daß zwar eine bestimmte Art von Luf tfrachtbehältern in Fig. 1 und 2 dargestellt ist, daß die Erfindung aber in gleicher Weise auch auf andere Arten von Luftfrachtbehältern und Behältern mit anderen Ausgestaltungen von Öffnungen 7 angewendet werden kann.

Das Grundteil 1 besteht aus einem Material mit einer Scherfestigkeit von mindestens 50 MPa (7.300 psi). Es kann aus einem Blech aus Aluminiumlegierung, vorzugsweise mit einer Dicke von etwa 2,5 mm hergestellt werden. Alternativ kann das Grundteil 1 aus einem zusammengesetzten Material gefertigt sein mit einer Kernschicht aus einem glasfaserverstärkten Phenolharz-Schichtmaterial und Außenschichten aus Aluminiumblech, welches zusammengesetzte Material etwa 2,5 mm dick ist. Diese Alternative wird bevorzugt, da sie ein Grundteil mit höheren Gewicht schafft.

Die Wände 2 bis 5 und das Dach 6 bestehen aus Tafeln aus einem zusammengesetzten Material, das drei Schichten umfaßt, die durch eine zentrale Kernschicht 9a und äußere Strukturschichten 9b und 9c gebildet sind. Die Kernschicht 9a ist hergestellt aus einem Integralzellen-Polyvinylchloridschaum mit einer Dichte von mindestens 60 kg/m³ (4 lbs/ft³), einer Druckfestigkeit von mindestens 0,69 MPa (100 psi), einer Zugfestigkeit von mindestens 1,38 MPa (200 psi) und einer Dicke von 10,00 mm.

Die äußeren Strukturschichten 9b, 9c zu beiden Seiten der Kernschicht sind dazu fähig, die Zug-, Druck- und Scherkräfte auszuhalten, die auf den Behälter ausgeübt werden. Die erste Strukturschicht 9b, die die äußerste Schicht des Behälters ist und die Außenfläche des Behälters bildet, umfaßt ein Aluminiumlegierungs-Blech 9b&sub1; mit einer Dicke von 0,30 mm, gestützt durch eine Versteifungsschicht 9b2 aus glasfaserverstärktem Phenolharz mit einer Dicke von 0,2 mm. Das Aluminiumlegierungs- Blech 9b&sub1; besitzt eine Dichte von mindestens 2 690 kg/m³ (168 lbs/ft³), eine Druckfestigkeit von mindestens 150 MPa (21 500 psi) und eine Zugfestigkeit von mindestens 140 MPA (20.000 psi). Die Versteifungsschicht 9b&sub2; besitzt eine Dichte von mindestens 1 710 kg/m³ (107 lbs/ft³), eine Druckfestigkeit von mindestens 320 MPA (46 000 psi) und eine Zugfestigkeit von mindestens 320 MPa (46 000 psi).

Die zweite Strukturaußenschicht 9c, welche die Innenfläche der Wände und des Daches des Behälters bildet, umfaßt ein glasfaserverstärktes Phenolharz-Schichtmaterial und besitzt eine Dicke von 0,22 mm, eine Dichte von mindestens 1 920 kg/m³ (120 lbs/ft³), eine Druckfestigkeit von mindestens 340 MPa (49 000 psi) und eine Zugfestigkeit von mindestens 340 MPA (49 000 psi). Diese Schicht 9c kann mit einem nichttragenden Dicht- oder Feuchtigkeits-Abweisefilm 9d aus Polyvinylfluorid versehen werden, der eine Dicke von 0,02 mm hat.

Die verschiedenen Schichten des zusammengesetzten Materials sind miteinander verbunden unter Benutzung z.B. eines Epoxidklebers unter Wärme und Druck, entsprechend den Materialien, aus den das zusammengesetzte Material hergestellt ist. Die Schichten des zusammengesetzten Materials können beispielsweise in einer Presse oder Preßform unter Wärme verbunden werden, wobei die Wärme entweder lokal oder durch einen Autoklaven aufgebracht wird und ausreicht, die warmaushärtenden Kunststoffmaterialien zum Aushärten zu bringen. Für die Materialien, wie sie vorstehend beschrieben wurden, beträgt die bevorzugte Temperatur 80ºC und der Druck 1,5-2 bar (22-30 psi).

Das vorstehend beschriebene zusammengesetzte Material und seine Bildungsmaterialien genügen den Feuersicherheits-Anforderungen der relevanten Standards und Vorschriften, wie sie vorstehend erwähnt wurden.

Die unteren Kantenabschnitte der Tafeln der Seitenwände 2 bis 5 überdecken die entsprechenden Kantenabschnitte der Tafel des Grundteils 1 mittels U-förmigen Profilelementen 10 (Fig. 3), die sich jeweils über die volle Länge der unteren Kante der jeweiligen Wandtafel erstrecken. Jede Tafel ist an ihrem Profilelement 10 durch Mieten befestigt, die die Wände des Elements 10 und die strukturellen Schichten des zusammengesetzten Tafelmaterials hindurchdringen. Wie gezeigt, ist das Element 10 mit Positionierlaschen 10a innerhalb des Profils ausgebildet, an denen die untere Kante der Tafel aufsitzt. Die Grundteile der Elemente 10 werden dann z.B. mit Mieten an dem jeweiligen Kantenabschnitt der Bodentafel befestigt. Die Verbindung des unteren Kantenabschnitts jeder Seitenwandtafel mit der Bodentafel kann gefestigt werden durch Einsetzen eines U-förmigen Teiles 10b in die Kante der Tafel zwischen den Strukturschichten 9b, 9c, nachdem z.B. mit einem Mutenmesser oder -fräser ein entsprechender Streifen des Schaumkerns 9a entfernt wurde. Dann werden Mieten durch die Wände des Elements 10, die Strukturschichten 9b, 9c und die Wände des Teils 10b eingesetzt.

An den Winkeln zwischen benachbarten Seitenwandtafeln und zwischen den Seitenwandtafeln und dem Dach liegen die Kantenabschnitte der Tafeln aneinander an und sind durch Teile 12 und 13 (Fig. 5) miteinander verbunden, welche sich längs den jeweiligen Kanten der Tafeln erstrecken und miteinander und mit den Strukturschichten 9b, 9c des zusammengesetzten Materials dieser Tafeln fest verbunden sind. Jedes Teil 12, 13 besitzt einen U-förmigen Teil, der ein Profil zur Aufnahme des Kantenabschnitts der jeweiligen Dach- oder Wandtafel bildet, und die Teile 12, 13 sind so aneinander gelegt, daß der Grundteil des Profils des Teils 12 gegen die eine Seitenwand des Profils des Teils 13 anliegt. Jedes Teil 12 ist mit einem vorstehenden Flansch 12a versehen, der so gelegt wird, daß er sich über den Grundteil des Profils des Teils 13 erstreckt. Die Wand- und Dachtafeln sind an den Teilen 12 und 13 durch Ankleben oder vorzugsweise durch Mieten befestigt, und die Teile 12, 13 sind aneinander durch senkrecht verlaufende Nieten befestigt.

Die Tafeln der Wände 4, 5 und des Dachs 6 sind integral aus einem Stück zusammengesetztem Strukturmaterial ausgebildet. Abgerundete Winkel sind An den Verbindungsstellen der Wand 4 mit dem Dach 6, des Daches 6 mit der Wand 5, des Teils 5a der Wand 5 mit dem Teil 5b der Wand 5 und des Teils 5b mit dem Teil 5c der Wand 5 vorgesehen. Die Tafeln der Wände 4, 5 und des Daches 6 können so hergestellt werden, daß die getrennten Schichten des zusammengesetzten Materials in ein entsprechend ausgeformtes Formteil eingelegt werden, in welchem sie danach einer Erwärmung und Pressung unterzogen werden. Alternativ können die Schichten flach ausgelegt und Wärme und Druck unterworfen werden, um die Kunststoffschichten teilweise zu polymerisieren. Das ebene Stück wird dann um erwärmte Walzen aufgefaltet, um die Winkel zwischen dem Dach 6 und den Wänden 4 und 5 und die Teile der Wand 5 auszubilden.

Die Öffnung 7 in der Wand 2 und ggf. in der Wand 3 ist an der Oberseite bestimmt durch die entsprechende Kante der Tafel des Daches 6, das mit einem Teil 12 versehen ist, und an dieser Kante wird die Öffnung durch einen Kastenabschnitt verfestigt, der aus umgekehrten ineinander gesetzten U-förmigen Elementen 14a, 14b besteht, die miteinander und mit dem Teil 12 verklebt oder vernietet sind. An einer Seite ist die Öffnung 7 durch die Kante der Wand 4 bestimmt, die auch mit einem Teil 12 und eingesetzten umgekehrten U-förmigen Teilen 15a, 15b versehen ist, wobei die Teile 15a, 15b miteinander und mit dem Teil 12 verklebt oder vernietet sind. Die andere Seite der Öffnung 7 ist durch eine Kante der Tafel der Wand 12 bestimmt. Diese Kante ist mit einem Teil 16a versehen, das entgegengesetztliegende Profile ergibt, eines zur Aufnahme des Kantenabschnitts der Tafel der Wand 2 und das andere zum Aufnehmen eines umgekehrten U-förmigen Elements 16b, um diese Kante der Öffnung mit einem Kastenquerschnitt zu versehen.

Der Flansch 17 des Behältes wird geschaffen durch integral mit den Elementen 10 ausgebildete und von den Elementen 10 zur Seite abstehende Elemente 18 (Fig. 3). Die Elemente 18 schaffen eine horizontale Oberfläche 18a zum Eingriff durch die Klemmen zum Festklemmen des Behälters an dem Boden der Frachthalterung. Die Elemente 18 sind erweitert an den Enden durch angemessen und entsprechend geformte Eckstücke 18b (Fig. 7), wobei Rohrverbinder (nicht dargestellt) in die hohlen Innenräumen der Elemente 18 und der Stücke 18b eingreifen, um die Elemente 18 mit den Stücken 18b zu verbinden, und diese können miteinander verschschweißt, verklebt oder vernietet sein. An der unteren Kante der Öffnung 7 sind die zusammengesetzten Elemente 10, 18, wie bei 18c in Fig. 6 gezeigt, abgewandelt, wobei der Grundteil und die innere Seitenwand des Profilteils des Elements 10 weggelassen sind.

Das Verschlußteil 8, das einen wasserdichten Abschluß der Öffnung 7 ergibt, ist konventionell und wird nicht weiter beschrieben.

Die Elemente 10, 18 und Teile 12, 13, 14a, 14b, 15a, 15b, 16a und 16b können aus Aluminiumlegierung oder irgendeinem geeigneten Kunststoffmaterial extrudiert werden. Zum Befestigen der Tafeln an den Elementen 10 und den Teilen 12, 13, 14, 15, 16 werden Nieten bevorzugt, weil die Nieten zur Reparatur oder dem Ersatz einer Tafel entfernt werden können. Jedoch können auch entsprechend äquivalente entfernbare Befestigungsmittel eingesetzt werden, z.B. HOUK Schraubenbolzen oder selbstschneidende Schrauben.

Ein in der vorstehend beschriebenen Weise hergestellter Luftfrachtbehälter ist wesentlich leichter als vorhandene konventionelle mit Aluminiumrahmen versehene Luftfrachtbehälter. Beispielsweise kann ein Behälter, wie er vorstehend beschrieben wurde, mindestens 22% geringeres Gewicht aufweisen als ein entsprechender konventioneller Luftfrachtbehälter, wie er gegenwärtig in Gebrauch ist. Der Luftfrachtbehälter wie vorstehend beschrieben ist fester als die vorhandenen konventionellen Luftfrachtbehälter. Da er kein inneres Rahmenwerk besitzt, bestehen keine inneren Hindernisse, die das wirksame Befüllen des Innenraumes des Behälters begrenzen. Er hat eine glatte Außenfläche der Behälterwände, die auch gegenüber der Kante des den Grundteil des Behälters umgebenden Flansches zurückgesetzt ist, so daß das Verklemmen eines Behälters an dem anderen beim Beladen und Entladen der Behälter wesentlich reduziert wird und überhaupt verhindert werden kann. Das kann erreicht werden, obwohl gleichzeitig ein Behälter mit dem gleichen nutzbaren Innenraum wie dem vorhandener Behälter zur Verfügung gestellt wird. Der vorstehend beschriebene Behälter besitzt einen verbesserten Aufprallwiderstand und ist besser zum Ertragen hoher Verschleiß- und Reißbelastung im täglichen Einsatz geeignet als konventionelle Behälter, und kann deswegen länger als konventionelle Behälter im Einsatz bleiben.


Anspruch[de]

1. Luftfrachtbehälter, welcher umfaßt einen Grundteil (1), vier paarweise einander gegenüberliegend angeordnete Seitenwände (2, 3, 4, 5) und ein Dach (6), wobei die Seitenwände und das Dach aus Tafeln von zusammengesetztem Strukturmaterial hergestellt sind, die mindestens drei Schichten (9a, 9b, 9c) umfassen, von denen die Außenschichten (9b, 9c) fähig sind, die durch den Behälter auf zunehmenden Zug-, Druck- und Scherbelastungen aus zuhalten, die Tafeln miteinander und mit dem Grundteil längs ihrer Kanten in Abwesenheit eines Strukturrahmenwerkes verbunden sind, das Dach (6) und ein Paar einander gegenüberliegende Seitenwände (4, 5) integral aus einem einzigen Stück des zusammengesetzten Strukturmaterials gebildet sind, das zu der erforderlichen Form verformt wird, wobei das zusammengesetzte Strukturmaterial der Seitenwände umfaßt eine Kernschicht (9a) aus geschlossenzelligem Schaumstoff, eine erste äußere Strukturschicht (9b) an der Außenseite des Behälters und eine zweite äußere Strukturschicht (9c) an der Innenseite des Behälters, die erste Außenschicht des zusammengesetzten Materials ein Aluminiumlegierungs-Blechmaterial (9b&sub1;) umfaßt, das mit einem verstärkten wärmeaushärtenden Kunststoff-Schichtmaterial (9b&sub2;) verbunden ist, das zwischen dem Aluminiumlegierungs-Blechmaterial und der Kernschicht (9a) angeordnet ist, und die zweite Außenschicht (9c) des zusammengesetzten Strukturmaterials ein Schichtmaterial aus verstärktem warmaushärtenden Kunststoff umfaßt.

2. Behälter nach Anspruch 1, bei dem die zentrale Kernschicht (9a) des zusammengesetzten Strukturmaterials eine Dichte von mindestens 60 kg/m³ besitzt.

3. Behälter nach Anspruch 1 oder 2, bei dem die erste Außenschicht (9b) des zusammengesetzten Strukturmaterials eine Dichte von mindestens 1 710 kg/m³ besitzt.

4. Behälter nach einem der vorangehenden Ansprüche, bei dem die zweite Außenschicht (9c) des zusammengesetzten Strukturmaterials eine Dichte von mindestens 1 920 kg/m³ besitzt.

5. Behälter nach einem der vorangehenden Ansprüche, bei dem der Grundteil (1) aus einer Tafel zusammengesetzten Materials hergestellt ist, die umfaßt eine Kernschicht von verstärktem Kunststoff-Schichtmaterial und äußere Schichten, die nicht-eisenmetallisches Blechmaterial umfassen.

6. Behälter nach einem der vorangehenden Ansprüche, der vier in einander gegenüberliegenden Paaren angeordnete Seitenwände (2, 3, 4, 5) umfaßt, wobei mindestens zwei Seitenwände (2, 3) über ihre Gesamterstreckung eben sind.

7. Behälter nach einem der vorangehenden Ansprüche, bei dem die unteren Kanten der Tafeln der Seitenwände (2, 3, 4, 5) Kanten der Grundtafel (1) überdecken und daran durch Mittel (10) befestigt sind, welche die Strukturschichten des zusammengesetzten Materials der Seitenwandtafeln an der Bodentafel (1) befestigen.

8. Behälter nach Anspruch 7, bei dem die unteren Kantenabschnitte der Seitenwandtafeln in U-förmigen Profilelementen (10) aufgenommen und daran befestigt sind, wobei die Grundabschnitte der Elemente an der Bodentafel (1) befestigt sind.

9. Behälter nach einem der vorangehenden Ansprüche, bei dem die unteren Kanten der Seitenwandtafeln (2, 3, 4, 5) durch einen daran und an der Grundtafel (1) befestigten Flansch (17) umgeben sind, der nach außen von dem Behalter von den Ebenen der planaren Seitenwände absteht zur Verwendung beim Verankern der Behälter.

10. Behälter nach Anspruch 9 in Abhängigkeit von Anspruch 8, wobei entsprechende Teile des Flansches (17) integral mit den U-förmigen Profilelementen (10) ausgebildet sind.

11. Behälter nach einem der vorangehenden Ansprüche, bei dem benachbarte Kanten der Tafeln der Seitenwände (2, 3, 4, 5) und des Daches (6) aneinander angelegt und durch an den Strukturschichten (9b&sub1; 9c) des zusammengesetzten Materials der Tafeln befestigten Mitteln (12, 13) aneinander befestigt sind.

12. Behälter nach einem der vorangehenden Ansprüche, bei dem eine Seitenwand (5) des Paares einander gegenüberliegender Seitenwände von dem Grundteil nach oben absteht und dann nach außen und oben geneigt ist, während die andere Seitenwand (4) vertikal und eben ist.

13. Behälter nach einem der vorangehenden Ansprüche, bei dem eine Öffnung (7) in einer Seitenwand (2) vorgesehen ist und Verschlußmittel (8) zum Verschließen der Öffnung vorgesehen sind.







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