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Dokumentenidentifikation DE4441131A1 23.05.1996
Titel Rollendes Lineal
Anmelder Liu, Bao-Shen, Taipeh/T'ai-pei, TW
Erfinder Liu, Bao-Shen, Taipeh/T'ai-pei, TW
Vertreter Brose, D., Dipl.-Ing.Dipl.-Wirtsch.-Ing.; Beck, A., Dipl.-Ing.Univ., Pat.-Anwälte, 82319 Starnberg
DE-Anmeldedatum 21.11.1994
DE-Aktenzeichen 4441131
Offenlegungstag 23.05.1996
Veröffentlichungstag im Patentblatt 23.05.1996
IPC-Hauptklasse B43L 7/04
Zusammenfassung Das vorliegende rollende Lineal umfaßt einen Linealkörper (A) mit einem durchgehenden Loch (A1), einer Welle (B) mit zwei Enden (B1), auf die der Linealkörper (A) aufgesteckt ist, und zwei Rollen (C), die jeweils an den beiden Enden (B1) befestigt sind, um den Linealkörper (A) verschieben zu können. Ein Merkmal der vorliegenden Erfindung ist, daß verschiedene Maßstäbe auf den Kanten (A5) des Linealkörpers (A) vorgesehen sind.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Lineal, und insbesondere ein rollendes Lineal.

Einer der Nachteile konventioneller Lineale ist, daß der Benutzer häufig Schwierigkeiten hat, parallele Linien mit unterschiedlichen Maßstäben zu ziehen, da nur unzureichende Maßstabsskalen vorgesehen sind und zu vermeiden, daß die Tinte das Arbeitsblatt verschmutzt.

Dementsprechend stellt die vorliegende Erfindung ein rollendes Lineal zur Lösung früherer zeit- und arbeitsaufwendiger Probleme dar. Die vorliegende Erfindung beruht auf der Erkenntnis, daß die Tinte das Arbeitsblatt nicht mehr beschmutzen wird, wenn die aktive Anlegekante des Linealkörpers leicht angehoben werden kann. Weiter wäre es außerordentlich bequem, wenn verschiedene Maßstäbe ausgewählt und verwendet werden können, ohne den Linealkörper, der mit den verschiedenen Maßstäben versehen ist, wechseln zu müssen.

Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein rollendes Lineal mit einer Vielzahl von Maßstäben und/oder ein zweites Lineal zum Zeichnen von Gruppen von horizontalen und vertikalen parallelen Linien zu schaffen.

Erfindungsgemäß umfaßt dazu ein rollendes Lineal einen Linealkörper mit einer durchlaufenden Bohrung, eine Welle mit zwei Enden, auf die der Linealkörper aufgesteckt wird, und zwei Rollen, die jeweils auf die beiden Enden montiert sind, um den Linealkörper zu verschieben.

In Übereinstimmung mit einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung kann der Linealkörper einen im allgemeinen dreiecksförmigen Querschnitt aufweisen, der mit sechs Kanten mit verschiedenen Maßstäben versehen ist. Alternativ kann der Querschnitt des Linealkörpers auch rechteckig oder kreuzförmig mit vier spitz zulaufenden Enden sein und mit acht unterschiedlichen Maßstäben versehen sein.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung können die Oberflächen der beiden Rollen eine äußere Auflage umfassen, die einen relativ hohen Reibungskoeffizienten aufweist oder aufgerauht ist, um einen hohen Reibungswert zu besitzen, damit die Rollen in Bewegung oder bei einem Stillstand vorteilhaft gesteuert werden können.

Entsprechend einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung umfaßt das rollende Lineal weiter zwei Wellenlager, die in zwei Enden des Linealkörpers eingesetzt sind, um jeweils die beiden Enden der Welle zu lagern.

Entsprechend einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung umfaßt das rollende Lineal weiterhin ein zweites Lineal, welches gegenüber dem rollenden Lineal senkrecht und verschiebbar gelagert ist und vorzugsweise einen dreiecksförmigen Querschnitt mit sechs verschiedenen Maßstäben aufweist.

Entsprechend einer weiteren Ausführungsform der Erfindung umfaßt das rollende Lineal eine Verlängerungsvorrichtung, die eine erste Nut aufweist, in der das rollende Lineal gleiten kann und eine zweite Nut aufweist, die senkrecht zu der ersten Nut verläuft und wobei das zweite Lineal daran abnehmbar befestigt ist. Entweder die erste oder die zweite Nut weist einen im wesentlichen V-förmigen Querschnitt auf.

Entsprechend einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist die Welle des rollenden Lineals in der durchgehenden Bohrung drehbar gelagert oder die Rollen sind drehbar jeweils an den beiden Enden der Welle gelagert.

Die vorliegende Erfindung kann anhand der folgenden Beschreibung im Hinblick auf die begleitenden Zeichnungen am besten verstanden werden. Es zeigt:

Fig. 1 eine perspektivische Explosionszeichnung einer bevorzugten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen rollenden Lineals;

Fig. 2 die Ansicht eines erfindungsgemäßen rollenden Lineals von oben;

Fig. 3 eine Seitenansicht eines erfindungsgemäßen rollenden Lineals;

Fig. 4 eine Seitenansicht eines erfindungsgemäßen rollenden Lineals in Benutzung;

Fig. 5 eine teilweise Schnittdarstellung eines erfindungsgemäßen rollenden Lineals;

Fig. 6 eine perspektivische Explosionszeichnung einer anderen bevorzugten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen rollenden Lineals;

Fig. 7 eine perspektivische Darstellung eines Linealkörpers mit einem rechteckigen Querschnitt für ein erfindungsgemäßes rollendes Lineal;

Fig. 7A eine Ansicht des Linealkörpers der Fig. 7 vom Ende her gesehen;

Fig. 8 eine perspektivische Darstellung eines Linealkörpers mit einem kreuzförmigen Querschnitt mit vier spitz zulaufenden Enden;

Fig. 8A eine Darstellung des Linealkörpers der Fig. 8 vom Ende her gesehen;

Fig. 9 eine schematische Darstellung der Struktur einer Rolle für das erfindungsgemäße rollende Lineal;

Fig. 10 eine Ansicht von oben einer weiteren bevorzugten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen rollenden Lineals;

Fig. 10A eine Seitenansicht des rollenden Lineals der Fig. 10, und

Fig. 10B eine Ansicht des rollenden Lineals der Fig. 10 vom Ende her gesehen.

Wie in den Fig. 1 und 2 dargestellt, umfaßt ein rollendes Lineal gemäß der vorliegenden Erfindung einen Linealkörper A mit einem durchgehenden Loch A1, eine Welle B mit zwei Enden B1, auf die der Linealkörper A aufgesteckt ist und zwei Rollen C, die jeweils auf die beiden Enden B1 aufgesteckt sind, um den Linealkörper A zu verschieben.

Wie in Fig. 2 und 3 dargestellt, weist der Linealkörper A einen dreiecksförmigen Querschnitt und drei mit Maßstäben versehene Oberflächen A2, A3 und A4 auf. Die beiden Kanten A5 von jeder der Oberflächen A2, A3 und A4 sind jeweils mit zwei unterschiedlichen Maßstäben A21, A31 oder A41 versehen. Auf diese Weise kann der Benutzer einen der Maßstäbe auswählen, und parallele Linien L ziehen, indem er den richtig gedrehten Linealkörper A rückwärts oder vorwärts dreht.

Wie in Fig. 4 dargestellt, entsteht ein Abstand, wenn die mit dem Maßstab versehene Kante A5 des Linealkörpers A leicht über die Arbeitsfläche P angehoben wird, während man zeichnet. Dadurch wird die Tinte nicht entlang der Kante A5 verfließen und ein Befeuchten oder ein Verteilen der Tinte über das Arbeitsblatt wird vermieden. Wenn ein Zeichengerät ohne Tinte verwendet wird, beispielsweise ein Bleistift M, kann man wahlweise die Kante A5 des Linealkörpers A auch die Arbeitsfläche P berühren lassen.

Wie in Fig. 5 dargestellt, kann die Reibung der Welle B, die in dem Durchgangsloch A1 des Linealkörpers A gelagert ist, verringert werden, indem Wellenlager S jeweils in beiden Enden des Linealkörpers A eingesetzt sind, um auf diese Weise sicherzustellen, daß die Welle B gleichmäßig und axial gelagert ist und leichter rollen kann. Wie in Fig. 6 dargestellt, umfaßt der hohle Mittelteil A11 des Linealkörpers A zwei Wellenlagerungen T, die jeweils in seinen beiden Enden montiert sind und zwei koaxiale Löcher T1 für die Welle aufweisen, durch die die Welle B durchgesteckt werden kann. Ebenso weist jede der Rollen C ein konzentrisches Loch C2 auf, um darin eines der beiden Enden der Welle B aufzunehmen, um die Rollreibung zwischen dem Wellenkörper B und der inneren Oberfläche des Linealkörpers A zu verringern. Weiter kann der Querschnitt der Wellenlagerungen T entsprechend dem Querschnitt des hohlen Mittelstücks A11 des Linealkörpers A geformt sein.

Wie in Fig. 7 und 7A dargestellt, kann der Querschnitt des Linealkörpers A entsprechend der vorliegenden Erfindung auch rechteckig AT sein, um die Anzahl der verschiedenen Maßstäbe auf seiner Oberfläche zu vergrößern. Auch kann der Querschnitt des Linealkörpers entsprechend der vorliegenden Erfindung, wie in den Fig. 8 und 8A dargestellt, ein Kreuz AS mit vier Spitzen sein. Diese zwei Ausführungsformen dienen nicht nur dazu, vorteilhafterweise die Anzahl der verschiedenen Maßstäbe zu erhöhen, sondern auch zu einem leichten Ablesen des Maßstabs und des Zeichnens von Linien zu dienen.

Wie in Fig. 9 dargestellt, ist es bevorzugt, eine aufgerauhte Rollenoberfläche C1 zu haben, um die Reibung der Oberfläche der Rolle C zu erhöhen. Weiterhin ist es wünschenswert, um beispielsweise über eine glatte Glasplatte zu rollen, einen äußeren Überzug CR mit relativ hohem Reibungskoeffizienten auf der Oberfläche C1 der Rolle auf zubringen, um eine bessere Kontrolle der Rollen in Bewegung oder beim Anhalten zu erreichen.

Wie in Fig. 10 dargestellt, kann das rollende Lineal A weiterhin ein zweites Lineal D umfassen, welches senkrecht verschiebbar zu dem Körper A des rollenden Lineals gelagert ist und vorzugsweise einen dreieckigen Querschnitt aufweist, der mit sechs verschiedenen Maßstäben versehen sein kann. Eine der ersten oder zweiten Nuten weist im allgemeinen einen V-förmigen Querschnitt auf. Entsprechend der Fig. 10A sind der Linealkörper A und das zweite Lineal D mittels einer Verlängerungsvorrichtung E verbunden, die eine erste Nut E1 umfaßt, in der das rollende Lineal A gleitend gelagert ist, so daß eine horizontale Verschiebung M, ausgeführt werden kann. Wie in Fig. 10B dargestellt, verläuft eine zweite Nut E2 der Verlängerungsvorrichtung E senkrecht zu der ersten Nut E1 und das zweite Lineal D kann daran abnehmbar befestigt werden, so daß parallele Linien N senkrecht zu dem Linealkörper A gezogen werden können. Dementsprechend kann eine horizontale Verschiebung zwischen den parallelen Linien N abgelesen werden, indem man eine Kante D1 des zweiten Lineals D entlang einer entsprechenden Kante A5 des Linealkörpers A verschiebt.

Zusammenfassend kann mit dem Linealkörper A das Problem gelöst werden, daß Tinte über dem Arbeitsblatt durch die Linealkante verteilt wird. Außerdem kann durch die rollende Funktion der Rollen C durch das zweite abnehmbare Lineal D, welches senkrecht an einer Verlängerungsvorrichtung E befestigt ist und durch unterschiedliche Maßstäbe, die auf dem Linealkörper A vorgesehen sind, ein Benutzer genau und effektiv parallele Linien 10, die Abstände aufweisen, die nach einem aus verschiedenen Maßstäben ausgewählten Maßstab berechnet sind, zeichnen.

Sämtliche aus der Beschreibung, den Ansprüchen und Zeichnungen hervorgehenden Merkmale und Vorteile der Erfindung, einschließlich konstruktiver Einzelheiten und räumlicher Anordnungen, können sowohl für sich als auch in beliebiger Kombination erfindungswesentlich sein.


Anspruch[de]
  1. 1. Rollendes Lineal, gekennzeichnet durch:
  2. einen Linealkörper (A) mit einem durchlaufenden Loch (A1);

    einer Welle (B) mit zwei Enden (B1), auf die der Linealkörper (A) aufgesteckt ist; und

    zwei Rollen (C), die jeweils auf den beiden Enden (B1) montiert sind, um den Linealkörper (A) verschieben zu können.
  3. 2. Rollendes Lineal nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Linealkörper (A) einen im wesentlichen dreieckigen Querschnitt aufweist.
  4. 3. Rollendes Lineal nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß Kanten (A5) des Linealkörpers (A) mit sechs verschiedenen Maßstäben versehen sind.
  5. 4. Rollendes Lineal nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der-Querschnitt des Linealkörpers (A) im wesentlichen rechteckig ist.
  6. 5. Rollendes Lineal nach Anspruch 1 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Kanten (A5) des Linealkörpers (A) mit acht verschiedenen Maßstäben versehen sind.
  7. 6. Rollendes Lineal nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Querschnitt des Linealkörpers (A) die Form eines Kreuzes mit vier spitz zulaufenden Enden aufweist.
  8. 7. Rollendes Lineal nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Kanten (A5) des Lineals (A) mit acht verschiedenen Maßstäben versehen sind.
  9. 8. Rollendes Lineal nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberflächen der beiden Rollen (C) aufgerauht sind, um eine höhere Reibung aufzuweisen.
  10. 9. Rollendes Lineal nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Rollen (C) einen äußeren Überzug aufweisen, der einen relativ hohen Reibungswert besitzt und jede Rolle (C) umgibt, damit jede Rolle (C) in Bewegung oder beim Anhalten positiv gesteuert ist.
  11. 10. Rollendes Lineal nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß es weiter zwei Wellenlagerungen (T) aufweist, die in die beiden Enden (A11) des Linealkörpers (A) eingesetzt sind, um jeweils die beiden Enden (B1) der Welle zu lagern.
  12. 11. Rollendes Lineal nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß es weiterhin ein zweites Lineal (D) umfaßt, welches senkrecht zu dem Linealkörper (A) und verschiebbar gelagert ist.
  13. 12. Rollendes Lineal nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß das zweite Lineal (D) einen dreiecksförmigen Querschnitt aufweist.
  14. 13. Rollendes Lineal nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberflächen des zweiten Lineals (D) mit sechs verschiedenen Maßstäben versehen sind.
  15. 14. Rollendes Lineal nach einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß es weiterhin eine Verlängerungsvorrichtung (E1) umfaßt, die eine erste Nut aufweist, in der das rollende Lineal gleitet und eine zweite Nut aufweist, die senkrecht zu der ersten Nut verläuft, und an der das zweite Lineal (D) abnehmbar befestigt ist.
  16. 15. Rollendes Lineal nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest eine der beiden ersten und zweiten Nuten einen im wesentlichen V-förmigen Querschnitt aufweist.
  17. 16. Rollendes Lineal nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Welle (B) in dem Durchgangsloch (A1) drehbar gelagert ist.
  18. 17. Rollendes Lineal nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Rollen (C) an den beiden Enden (B1) der Welle jeweils drehbar gelagert sind.






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