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Dokumentenidentifikation DE19540776A1 30.05.1996
Titel Zeichen- und Schneidgerät
Anmelder Pillwachs, Sabine, 70193 Stuttgart, DE;
Beck, Johannes, 70180 Stuttgart, DE
Erfinder Pillwachs, Sabine, 70193 Stuttgart, DE;
Beck, Johannes, 70180 Stuttgart, DE
Vertreter Schuster, G., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 70174 Stuttgart
DE-Anmeldedatum 02.11.1995
DE-Aktenzeichen 19540776
Offenlegungstag 30.05.1996
Veröffentlichungstag im Patentblatt 30.05.1996
IPC-Hauptklasse B43L 7/027
IPC-Nebenklasse B43L 13/00   G01B 3/02   
Zusammenfassung Es wird ein Zeichendreieck (1) aus durchsichtigem Material vorgeschlagen, bei dem Winkel- und Längenmeßskalen (5) vorgesehen sind, und bei dem mindestens entlang einer Kante eine schmale aus einem schneidfesten Material bestehende Leiste (4) angebracht ist, auf der die Meßskalen fortgesetzt sind.

Beschreibung[de]
Stand der Technik

Die Erfindung geht aus von einem Zeichendreieck nach der Gattung des Hauptanspruchs.

Bekannte Zeichendreiecke sind üblicherweise aus durchsichtigem Kunststoff gefertigt. Die Herstellung dieser Zeichengeräte ist einfach und kostengünstig, das Dreieck selbst zeichnet sich durch sein geringes Gewicht aus. Als nachteilig erweist sich jedoch, daß das verhältnismäßig weiche Material beim Schneiden entlang der Kanten beschädigt wird. Durch das Führen der Schneidklinge entlang der Kante des Zeichendreiecks dringt die Schneidklinge in das Kantenmaterial ein. Dabei können Stücke aus der Kante heraus getrennt werden mit der Folge, daß die Kante anschließend keinen geradlinigen Verlauf mehr aufweist. Soll die Beschädigung des Zeichengeräts umgangen werden, so muß die zu schneidende Stelle zunächst mit Hilfe des Zeichengeräts gemessen und markiert werden und anschließend mit Hilfe einer speziellen zum Schneiden geeigneten Schiene geschnitten werden. Bei diesen relativ umständlichen Vorgehen sind zwei Arbeitsschritte notwendig.

Die Erfindung und ihre Vorteile

Demgegenüber hat das erfindungsgemäße Zeichendreieck den Vorteil, daß es zum einen durchsichtig und mit Meßskalen versehen ist und daß zum anderen entlang mindestens einer Kante des Geräts eine schmale aus einem schneidfesten Material bestehende Leiste angebracht ist, auf der die Skalen des Zeichendreiecks fortgesetzt sind. Diese Leiste bietet den Vorteil, daß die Schneidklinge beim Entlangführen an der Kante nicht in diese eindringen kann. Die Schneidklinge gleitet an der Leiste entlang, ohne diese zu beschädigen. Da es sich um eine schmale Leiste handelt, wird selbst bei einem undurchsichtigen Leistenmaterial nur ein geringer Bereich der Unterlage abgedeckt. Die Meßskalen des Zeichendreiecks sind auf der Leiste fortgesetzt, und reichen damit bis an die zu schneidende Stelle heran. Dadurch wird nicht nur das Ausmessen erleichtert sondern auch ein sehr genaues Ausmessen ermöglicht. Die zu schneidende Stelle kann gleichzeitig gemessen und geschnitten werden. Damit ist im Gegensatz zu bekannten Zeichengeräten nur ein Arbeitsschritt notwendig. Als schneidfeste Materialien für die Leiste bieten sich Metall, harte Kunststoffe oder Keramik an.

Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist die Leiste über eine Nut- und Federverbindung an dem Zeichendreieck befestigt. So kann z. B. in die die Leiste aufnehmende Kante des Zeichendreiecks eine Nut eingearbeitet sein, in die eine an der Leiste angeordnete Feder eingreift. Eine derartige Verbindung ist sowohl stabil als auch einfach herzustellen.

Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist die Leiste über eine lösbare Steck- und Klemmverbindung oder eine Schiebeverbindung an dem Zeichendreieck befestigt. Dank dieser lösbaren Verbindung können die Leisten ausgetauscht und Leisten unterschiedlicher Breite, Dicke und unterschiedlichen Profils eingesetzt werden. Das Zeichengerät wird dadurch in seiner Handhabung flexibler.

Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist die Leiste auf der dem Zeichendreieck abgewandten Seite nach außen abgeschrägt, so daß diese mit der Leiste ausgestattete Kante auch zum Zeichnen mit Tusche verwendet werden kann. Beim Zeichnen mit Tusche ist ein Abstand zwischen Unterlage und Zeichendreieck von Vorteil, da auf diese Weise verhindert wird, daß sich Tusche zwischen Zeichenunterlage und Zeichengerät ausbreiten kann.

Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist das Zeichendreieck auf allen drei Seiten mit einer Leiste versehen, so daß entlang jeder der drei Seiten geschnitten werden kann. Das kann beispielsweise bei einer im rechten Winkel abknickenden Schnittlinie von Vorteil sein, da das Dreieck hier nur einmal angelegt werden muß.

Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung besteht die Leiste aus Metall. Leisten aus Metall weisen eine für die Anwendung des Zeichengeräts zum Schneiden ausreichende Härte auf. Sie können in der für das Zeichen gerät optimalen Breite und Höhe hergestellt werden, ohne dabei ihre Stabilität einzubüßen.

Weitere Vorteile und vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind der nachfolgenden Beschreibung, der Zeichnung und den Ansprüchen entnehmbar.

Zeichnung

Ein Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und im folgenden näher beschrieben. Es zeigen:

Fig. 1 ein erfindungsgemäßes Zeichendreieck in Draufsicht,

Fig. 2 einen Teil eines Längsschnitts durch das Zeichendreieck in Fig. 1 in gegenüber Fig. 1 geändertem Maßstab.

Beschreibung des Ausführungsbeispiels

Fig. 1 zeigt ein erfindungsgemäßes rechtwinklig gleichschenkliges Zeichendreieck. Die längste Seite 3 der drei Seiten weist eine Leiste 4 auf. Bei durchsichtigen Zeichendreiecken ist es vorteilhaft, wenn die aus Metall gefertigte Leiste eine möglichst geringe Breite besitzt, so daß nur ein kleiner Bereich der Zeichnung abgedeckt wird. Die Meßskala 5 ist sowohl auf dem Dreieck 2 als auch auf der Leiste 4 angeordnet.

Fig. 2 zeigt einen Teil eines Schnitts durch das Zeichendreieck 1 in Fig. 1 an der in Fig. 1 mit A-A markierten Stelle. Die Leiste 4 weist eine Feder 6 auf, die in eine Nut 7 des Dreiecks 2 eingreift. Über diese Nut- und Federverbindung ist die Leiste 4 am Dreieck 2 befestigt. Die Leiste 4 ist gegen die auf der Unterlage aufliegende Seite 8 des Dreiecks abgesetzt und hat damit einen Abstand zur Unterlage, was für Zeichnungen mit Tusche von Vorteil ist. Das Zeichendreieck 1 kann damit gleichermaßen zum Zeichnen als auch zum Schneiden verwendet werden.

Alle in der Beschreibung, den nachfolgenden Ansprüchen und der Zeichnung dargestellten Merkmale können sowohl einzeln als auch in beliebiger Kombination miteinander erfindungswesentlich sein.

Bezugszeichenliste

1 Zeichendreieck

2 Dreieck

3 Seite

4 Leiste

5 Meßskala

6 Feder

7 Nut

8 auf der Unterlage aufliegende Seite des Dreiecks


Anspruch[de]
  1. 1. Zeichendreieck zum Zeichnen auf und Schneiden von Papier, Karton oder Folie gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
    1. - daß das Zeichendreieck aus einem durchsichtigen Material besteht,
    2. - daß das Zeichendreieck (1) mit mindestens einer Winkel- und mindestens einer Längenmeßskala (5) ausgestattet ist,
    3. - daß entlang mindestens einer Kante des Zeichendreiecks eine schmale aus einem schneidfesten Material bestehende Leiste (4) angebracht ist und
    4. - daß die Meßskalen (5) auf der Leiste (4) fortgesetzt sind.
  2. 2. Zeichendreieck nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Leiste (4) über eine Nut- und Federverbindung (6, 7) an dem Zeichen- und Schneidgerät 1 befestigt ist.
  3. 3. Zeichendreieck nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Leiste (4) über eine lösbare Steck- und Klemmverbindung an dem Zeichendreieck (1) befestigt ist.
  4. 4. Zeichendreieck nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Leiste (4) von der auf der Unterlage aufliegenden Seite (8) des Zeichendreiecks (1) abgesetzt ist.
  5. 5. Zeichendreieck nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an allen drei Seiten eine Leiste (4) angeordnet ist.
  6. 6. Zeichendreieck nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Leiste (4) aus Metall besteht.






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