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Dokumentenidentifikation DE3854946T2 30.05.1996
EP-Veröffentlichungsnummer 0540061
Titel Profilelement und Verfahren zu dessen Herstellung
Anmelder Hashimoto Forming Industry Co. Ltd., Yokohama, Kanagawa, JP
Erfinder Tamura, Tatsuya, c/o Hashimoto Forming Ind.Co.Ltd, Totsuka-Ku, Yokohama City, Kanagawa Pref, JP;
Igarashi, Nobuo, Obayashi-shataku No. 4-413, Toyota-city, Aichi-prefecture, 437, JP;
Konno, Sadao, c/o Hashimoto Forming Ind. Co.Ltd, Totsuka-Ku, Yokohama City, Kanagawa Pref, JP;
Nakajima, Hiroyuki, c/o Hashimoto Form. Ind.Co.Ltd, Totsuka-Ku, Yokohama City, Kanagawa Pref, JP
Vertreter LOUIS, PÖHLAU, LOHRENTZ & SEGETH, 90489 Nürnberg
DE-Aktenzeichen 3854946
Vertragsstaaten DE, FR, GB, IT
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 15.04.1988
EP-Aktenzeichen 921199162
EP-Offenlegungsdatum 05.05.1993
EP date of grant 24.01.1996
Veröffentlichungstag im Patentblatt 30.05.1996
IPC-Hauptklasse B60R 13/07
IPC-Nebenklasse B29C 47/00   B60J 10/08   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Regenrinnenelement für Kraftfahrzeuge, das wenigstens teilweise aus einem Kunstharzmaterial hergestellt ist, sowie auf ein Verfahren zur Herstellung eines Regenrinnenelements für Kraftfahrzeuge.

In einem Kraftfahrzeug werden verschiedene Arten langgestreckter Profilelemente eingesetzt, die wenigstens teilweise aus einem Kunstharzmaterial hergestellt sind, wie z. B. Regenrinnenelemente und Profilelemente für Vorder- und Rückfenster etc. Von diesen erstreckt sich das Regenrinnenelement längs der Frontsäule und der Seitenkante des Dachbieches der Fahrzeugkarosserie, während sich die Profilelemente für das Vorder- und das Rückfenster jeweils längs des Umfangs der Vorder- und Rückfensterscheiben erstrecken, d. h. entlang der Frontund Hecksäulen und der Vorder- und Hinterkanten des Dachbieches. An die Profileleinente werden verschiedene Anforderungen gestellt, hauptsächlich im Hinblick auf das Design und/oder die Funktion, was in der Kraftfahrzeugindustrie zu einem erhöhten Bedarf an Profilelementen geführt hat, deren Querschnittsform sich in Längsrichtung verändert.

Genauer richtet sich ein Vorschlag auf ein Fensterprofilelement, das Seitenabschnitte mit einer ersten vorgegebenen Querschnittsform, einen oberen Abschnitt mit einer zweiten vorgegebenen Querschnittsform sowie zwischen den seitlichen und oberen Abschnitten angeordnete Eckenabschnitte umfaßt, in welchen die erste Querschnittsform allmählich in die zweite übergeht.

Ein weiterer Vorschlag ist auf ein Regenrinnenelement gerichtet, das aus einem Kernelement in Form eines Netallstreifens, der in der gewünschten Querschnittsform ausgebildet ist, sowie oberen und unteren Lippenelementen aus Kunstharzmaterial zusammengesetzt ist, die mit dem Kernelement in Bauemheit ausgeführt und so geformt sind, daß das Kernelement teilweise freiliegt und von außen als ein in Längsrichtung verlaufender Zierabschnitt mit metallischem Glanz sichtbar ist. Das untere Lippenelenent besitzt eine Querschnittsform, die über die gesamte Länge im wesentlichen konstant ist, während das obere Lippenelement einen Säulenabschnitt mit einer relativ breiten ersten Querschnittsform, einen Dachabschnitt mit einer relativ schmalen zweiten Querschnittsform sowie zwischen den Säulen- und Dachabschnitten jeweils einen Eckenabschnitt besitzt, in dem die Querschnittsform allmählich von der ersten in die zweite übergeht.

Um langgestreckte Profilelemente herzustellen, deren Querschnittsform sich in Längsrichtung ändert, war es bisher üblich, ein Verfahren zu verwenden, das die Vorbereitung des Kernelementes durch Formen des Rohmetallstreifens in die gewünschte Querschnittsform mittels einer Rollenformmaschine, Preßmaschine etc., das Einbringen des jeweiligen Kernelements in die Gußform einer Druckgußmaschine sowie anschließendes Gießen des Kunstharzmaterials in die gewünschte Konfiguration umfaßt. Da jedoch das gesamte Kernelement des langgestreckten Profilelements vollständig in die Gußform aufgenommen werden muß, wird bei einem solchen Verfahren die Gußvorrichtung insgesamt sehr groß und beansprucht einen großen Raum in der Fabrik. Außerdem verwendet das Verfahren relativ komplizierte Schritte, mit welchen die Profilelemente nur einzeln hergestellt werden können, weshalb es schwierig ist, die Produktivität zu verbessern.

Eine weitere Möglichkeit für die Herstellung solcher Profilelemente ist, jedes Profilelement physikalisch in erste und zweite Strangabschnitte mit den entsprechenden vorgegebenen Querschnittsformen aufzuteilen, die entweder mittels eines Druckgußverfahrens oder durch Verwendung eines separaten Verbindungselements miteinander verbunden werden. Jedoch bringt die Verbindung der beiden Abschnitte mittels des Druckgußverfahrens mit sich, daß entlang der Verbindungen unerwünschte Grate gebildet werden und infolgedessen das Erscheinungsbild gestört wird, während die Verwendung eines separaten Verbindungselementes zu einer erhöhten Anzahl der erforderlichen Bauteile und Montageschritte führt.

Die GB 2126151 zeigt ein Verfahren, bei dem ein Profilelement mit einem Lippenabschnitt durch Eingriff mit einem quer zum Element beweglichen Messer in einem vorgegebenen Muster geschnitten wird.

Die EP 0 118 397 zeigt eine Vorrichtung zum Strangpressen eines Profilelements mit einem Lippenabschnitt. Diese Lippe wird unmittelbar nach dem Strangpreßschritt wahlweise und permanent aus seiner stranggepreßten Form gebogen.

Gemäß der vorliegenden Erfindung wird ein Regenrinnenelement für Kraftfahrzeuge geschaffen, mit einem Säulenabschnitt, der sich längs einer Säule einer Kraftfahrzeugkarosserie erstreckt, einen Dachabschnitt, der sich längs einer Seitenkante eines Dachbleches der Fahrzeugkarossene erstreckt, sowie einem Eckenabschnitt, der den Säulenabschnitt und den Dachabschnitt in Bauemheit kontinuierlich verbindet, wobei das Profilelement wenigstens einen Lippenabschnitt aus einem Kunstharzmaterial sowie ein Kernelement aus einem Profilmetall, das in den Lippenabschnitt integriert und wenigstens teilweise in diesem angeordnet ist, enthält, wobei das Profilelement im wesentlichen im Eckenabschnitt gebogen ist, und wobei der Lippenabschnitt entlang des Säulenabschnitts eine erste Breite, entlang des Dachabschnitts eine zweite Breite, die sich von der ersten Breite unterscheidet, sowie entlang des Eckenabschnitts eine dritte Breite besitzt, die allmählich von der ersten Breite in die zweite Breite übergeht, dadurch gekennzeichnet, daß das Profilelement hergestellt wird, indem der Lippenabschnitt und das Kernelement zusammen stranggepreßt werden, wobei eine schmalere erste Breite und die zweite Breite definiert werden, indem eine bestimmte Menge des Kunstharzmaterials von einer vorgegebenen Stelle, der dem Lippenabschnitt entspricht, entfernt wird.

Die vorliegende Erfindung schafft ferner ein Verfahren zur Herstellung eines Regenrinnenelements für Kraftfahrzeuge, wobei das Profilelement einen Säulenabschnitt, der sich längs der Säule der Kraftfahrzeugkarosserie erstreckt, einen Dachabschnitt, der sich längs einer Seitenkante eines Dachbleches der Fahrzeugkarosserie erstreckt, sowie einen Eckenabschnitt umfaßt, der den Säulenabschnitt und den Dachabschnitt in Bauemheit kontinuierlich miteinander verbindet, wobei das Profilelement wenigstens einen Lippenabschnitt aus einem Kunstharzmaterial sowie ein Kernelement aus einem Profilmetall besitzt, das in den Lippenabschnitt integriert und wenigstens teilweise in diesem angeordnet ist, wobei das Verfahren die Schritte enthält:

Zuführen eines Profilmetallstreifens zu einem Strangpreßwerkzeug als Kernelement;

Strangpressen eines langgestreckten kontinuierlichen Körpers mit einem Querschnitt, der in dessen Längsrichtung im wesentlichen konstant ist, wobei der kontinuierliche Körper in Querschnitt dem Abschnitt des Profilelements entspricht, der der größeren Breite der ersten und der zweiten Breiten entspricht, und wobei der langgestreckte kontinuierliche Körper das Kernelement enthält;

Entfernen einer bestimmten Menge des stranggepreßten Kunstharzmaterials von einer vorgegebenen Stelle des kontinuierlichen Körpers, der der schmaleren Breite der beiden ersten und zweiten Breiten entspricht, indem in Abhängigkeit von einer Strangpreßlänge des kontinuierlichen Körpers ein Schneidelement auf kontrollierte Weise relativ zum kontinuierlichen Körper bewegt wird; und

Schneiden des kontinuierlichen Körpers auf eine vorgegebene Länge des Profilelements entweder vor oder nach dem Schritt des Entfernens.

Im folgenden wird die vorliegende Erfindung mit Bezug auf die folgende Beschreibung beispielhafter Ausführungsformen und auf die beigefügten Zeichnungen genauer beschrieben, in welchen:

Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines Kraftfahrzeuges mit Profilelementen gemäß der vorliegenden Erfindung ist;

Fig. 2 eine Seitenansicht eines in Fig. 1 gezeigten Regenrinnenelements gemäß der Erfindung ist;

Fig. 3 eine perspektivische Teilansicht im vergrößerten Maßstab des in Fig. 2 gezeigten Regenrinnenelements ist;

Fig. 4 ein Systemschaubild der Fertigungsstraße ist, die zur Herstellung verschiedener Profilelemente dient;

Fig. 5 eine Seitenansicht des in Fig. 4 gezeigten ersten Schneidwerkes ist;

Fig. 6 eine Schnittansicht im wesentlichen entlang der Linie A-A der Fig. 5 ist;

Fig. 7 ein Schaubild ist, das die Beziehung zwischen der Verschiebung des Schneidelements und der zugeführten Länge des Kernelementes zeigt;

Fig. 8 und 9 Abwandlungen der Schneidelemente zeigen; und

Fig. 10 ein weiteres modifiziertes Beispiel zeigt, das ferner mit einer Umformungsrolle hinter dem Schneidelement versehen ist.

In Fig. 1 ist ein Kraftfahrzeug gezeigt, das insgesamt mit dem Bezugszeichen 1 bezeichnet ist und mit verschiedenen Arten langgestreckter Profilelemente versehen ist, die wenigstens teilweise aus einem geeigneten Kunstharzmaterial bestehen. Diese Profilelemente umfassen unter anderem ein Frontfensterprofilelement 2 und ein Regenrinnenelement 3 etc.

Das Regenrinnenelement 3 ist längs der Frontsäule und der Seitenkante des Dachbleches des Kraftfahrzeuges angeordnet und umfaßt einen Säulenabschnitt 3a der Länge L&sub1;, einen Eckenabschnitt 3b der Länge L&sub2; sowie einen Dachabschnitt 3c der Länge L&sub3;. Das Regenrinnenelement 3 besteht aus einem Kernelement 4 mit einer äußeren Zierfläche 5 mit metallischem Glanz sowie oberen und unteren Lippenelementen 6, 7, die entlang der oberen bzw. unteren Kanten des Kernelements 4 angeordnet sind, derart, daß die äußere Zieroberfläche 5 des Kernelements 4 zwischen den Lippenelementen 6, 7 nach außen freiliegt.

Das Kernelement 4 wird aus einem Metallstreifen wie z. B. einem rostfreien Stahlstreifen hergestellt, der in eine gewünschte Querschnittsform gebracht wird, die über die gesamte Länge des Regenrinnenelements 3 im wesentlichen konstant ist. Die oberen und unteren Lippenelemente 6, 7 sind aus einem geeigneten Kunstharzmaterial hergestellt, das um das Kernelement 4 stranggepreßt worden ist. Das untere Lippenelement 7 besitzt einen Querschnitt, der über die gesamte Länge des Regenrinnenelenents 3 in wesentlichen konstant ist, während das obere Lippenelement 6 einen Querschnitt besitzt, der sich in Längsrichtung des Regenrinnenelements 3 verändert. Genauer besitzt das obere Lippenelement 6 längs des Säulenabschnitts 3a einen relativ breiten und im wesentlichen konstanten Querschnitt, längs des Dachabschnitts 3c einen relativ schmalen und im wesentlichen konstanten Querschnitt sowie längs des Eckenabschnitts 3b zwischen den Säulen- und Dachabschnitten 3a, 3c einen Übergangsquerschnitt, in welchem der breite Abschnitt allmählich in den schmalen Abschnitt übergeht.

Die obenerwähnten Profilelemente 2, 3 können auf die im folgenden beschriebene Weise hergestellt werden. Im folgenden wird die Herstellung des Regenrinnenelements 3 beschrieben.

In Fig. 4 ist ein Systemschaubild der Fertigungsstraße gezeigt. Die Fertigungsstraße umfaßt eine Abwickelvorrichtung 11, von der ein Metallstreifen 12 mittels zweier Klemmrollen 13 kontinuierlich zugeführt wird. Eine weitere Rolle 14 dient zum kontinuierlichen Zuführen eines Schutzbandes 15, das mittels zweier Kleberollen 16 auf den Abschnitt des Metallstreifens 12 abziehbar aufgeklebt wird, der eventuell die Zierabschnitte 5 des Profilelements 3 mit den gewünschten metallischen Glanz bildet und deshalb mit dem Band 15 geschützt werden soll. Der mit dem Schutzband 15 versehene Metallstreifen 12 bildet einen zusammengesetzten Körper 17, der anschließend in einem Reinigungswerk 18 einer Oberflächenentfettung und einer Reinigung unterworfen wird, um ein Schleifen oder eine ähnliche Behandlung durchzuführen, in einem Rollenbeschichtungswerk 19 mit einem Kleber beschichtet wird und in einem Einbrennwerk 20 einem Einbrennvorgang unterzogen wird. Der zusammengesetzte Körper 17 durchläuft ferner einen Kühlbehälter 21 und wird gekühlt und anschließend in einer Walzvorrichtung 22 in eine gewünschte, in Längsrichtung konstante Querschnittsform gebracht, um ein kontinuierliches Kernelement 4 des Profilelements 3 zu bilden.

Das so erhaltene Kernelement 4 wird einem Meßwerk 23 zugeführt, das einen Drehwinkelgeber oder einen ähnlichen Detektor zum Messen der zugeführten Länge des Kernelementes 4 umfaßt, und wird anschließend einem Strangpreßwerkzeug 24 zugeführt, dem ferner ein geeignetes Kunstharzmaterial im erwärmten geschmolzenen Zustand zugeführt wird. Das geschmolzene Kunstharzmaterial wird aus dem Strangpreßwerkzeug 24 als kontinuierlich stranggepreßter Körper stranggepreßt, wobei die oberen und unteren Lippenelemente in Bauemheit mit den Kernelenent 24 ausgebildet werden, so daß der stranggepreßte Körper 25 einen im wesentlichen konstanten Querschnitt besitzt, der dem des Säulenabschnitts 3a des Profilelements 3 entspricht.

Um Profilelemente mit einem in Längsrichtung veränderlichen Querschnitt herzustellen, wird gemäß der dargestellten bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung der stranggepreßte Körper 25 beim Strangpressen aus dem Strangpreßwerkzeug 24 ferner einem Entfernen einer bestimmten Menge des Kunstharzmaterials von der vorgegebenen Stelle des oberen Lippenelements 6 unterworfen. Zu diesem Zweck ist eine Steuervorrichtung 26 vorgesehen, die vom Meßwerk 23 ein Signal empfängt, das die zugeführte Länge des Kernelements 4 darstellt, wobei an der Ausgangsseite des Preßwerkzeuges 24 ein erstes Schneidwerk 27 angeordnet ist, das von der Steuervorrichtung 26 in Abhängigkeit von der zugeführten Länge des Kernelements 4 gesteuert wird. Der stranggepreßte Körper 25 läuft anschließend durch einen Kühlbehälter 28, wo er gekühlt wird, und wird dann von einer Aufnehmervorrichtung 29 weiterbefördert und in einem zweiten Schneidwerk 30, das ebenfalls von der Steuervorrichtung 26 in Abhängigkeit von der zugeführten Länge des Kernelements 4 gesteuert wird, auf die vorgegebene Länge des Produktes geschnitten.

Wie insbesondere in den Fig. 5 und 6 gezeigt ist, umfaßt das erste Schneidwerk 27 einen Tragetisch 31, der in der Nähe des Strangpreßwerkzeugs 24 an dessen Ausgangsseite angeordnet ist, um den stranggepreßten Körper 25 zu unterstützen, wenn dieser aus dem Strangpreßwerkzeug 24 austritt, eine rotierende Schneidklinge 32, die mittels einer Druckschraubenfeder 33 in Richtung des Tragetisches 31 vorgespannt ist, sowie ein Gleitelement 34 zur Montage der Schneidklinge 32, das in einer Richtung beweglich ist, die parallel zur Drehachse der Schneidklinge 32 verläuft. Das Gleitelement 34 wird seinerseits von einer Gewindeantriebswelle 35 und einer ortsfesten Führungsstange 36 unterstützt, die mit zwei Trägern 37, 38 befestigt ist. Die Antriebswelle 35 ist in den Trägern 37, 38 drehbar gleitgelagert, mit dem Gleitelement 34 in Eingriff und mit einem umkehrbaren Servomotor 39 verbunden, der von der Steuervorrichtung 26 gesteuert wird. Somit wird durch Betätigen des Servomotors 39 in Vorwärts- oder Rückwärtsrichtung die Schneidklinge 32 dazu veranlaßt, sich in Abhängigkeit von der Länge des dem Strangpreßwerkzeug 24 zugeführten Kernelementes 4 in die gewünschte Axialrichtung M oder N, die beide in Fig. 6 durch den Doppelpfeil gezeigt sind, zu bewegen.

Fig. 7 zeigt die Beziehung zwischen der Länge des Kernelements 4, das dem Strangpreßwerkzeug 24 zugeführt worden ist, und der Verschiebung des Schneidelements 32 während der Herstellung des Regenrinnenelements 3, wie oben mit Bezug auf die Fig. 2 und 3 erklärt worden ist.

Für die Zeitspanne, in der das Strangpreßwerkzeug 24 den Abschnitt des stranggepreßten Körpers 25 strangpreßt, der dem Säulenabschnitt 3a des Profilelements 3 mit der Länge L&sub1; entspricht, wird das Zusammenstrangpressen des Kunstharzmaterials mit dem Kernelement 4 mit dem in einer in Axialrichtung M äußersten Position gehaltenen Schneidelenent 32 ausgeführt, nachdem der Servonotor in Vorwärtsrichtung betätigt worden ist. In dieser äußersten Position ist das Schneidelement 32 vom unteren Lippenelement 6 des Profilelements 3 beabstandet.

Wenn der Detektor des Meßwerkes 23 die Beendigung der Zuführung der doppelten Länge L&sub1; des Kernelementes 4 oder den Anfangspunkt des Eckenabschnitts 3b der Länge L&sub2; erfaßt, gibt die Steuervorrichtung 26 ein Anweisungssignal an den Servomotor 39 aus. Dadurch wird der Servomotor 39 in Rückwärtsrichtung betätigt, so daß das Schneidelement 32 in Axialrichtung N bewegt wird. Während dieser Bewegung kommt das Schneidelement 32 mit dem oberen Lippenabschnitt 6 in Kontakt. Da das Schneidelement 32 bis zu einer weiteren äußersten Position in Axialrichtung N weiterbewegt wird, bis die Zuführung der Länge L&sub2; des Kernelements 4 beendet ist, entfernt das Schneidelement 32 in allmählich zunehmender Breite einen gewünschten Abschnitt 6a des Kunstharzmaterials vom oberen Lippenelement 6.

Wenn der Detektor im Meßwerk 23 den Anfangspunkt des Dachabschnitts 3c des Regenrinnenelements 3 mit der Länge L&sub3; erfaßt, wird der Servonotor 39 angehalten, so daß das Schneidelement 32 in seiner äußersten Position gehalten wird, in der eine maximale Breite des Kunstharzmaterials entfernt wird.

Das Schneidelement 32 wird in dieser äußersten Position gehalten, bis der Detektor des Meßwerkes 23 die Beendigung der Zuführung der doppelten Länge L&sub3; des Kernelements 4 erfaßt. Bei diesem Ereignis gibt die Steuervorrichtung 26 ein Anweisungssignal an den Servomotor 39 aus, um diesen in Vorwärtsrichtung zu betätigen. Dadurch wird das Schneidelement 32 in Axialrichtung M bewegt, wobei das Kunstharzmaterial in allmählich abnehmender Breite vom oberen Lippenelement 6 entfernt wird, bis der Detektor des Meßwerkes 23 die Beendigung der Zuführung der Länge L&sub2; des Kernelements 4 erfaßt.

Anschließend wird das Schneidelement 32 vom Lippenelement 6 entfernt und in seine ursprüngliche äußerste Position in Axialrichtung M zurückgeführt. Das Schneidelement 32 wird bis zum nächsten Arbeitszyklus in dieser Stellung gehalten.

Das Entfernen des Kunstharzmaterials wird vorzugsweise durchgeführt, während der stranggepreßte Körper 25 noch warm und weich ist.

Der stranggepreßte Körper 25 wird im ersten Schneidwerk 27 der Entfernung des Kunstharzmaterials unterworfen und anschließend dem zweiten Schneidwerk 30 zugeführt, wo er an vorgegebenen Stellen des stranggepreßten Körpers 25, die den Mitten der Längen 2L&sub1; bzw. 2L&sub3; entsprechen, auf die vorgegebene Länge des gewünschten Profilelements 3 geschnitten wird.

Ferner können durch Wiederholen der obenerwähnten Vorgänge die Profilelemente auf eine effiziente und zuverlässige Weise kontinuierlich einzeln hergestellt werden.

Die Fig. 8 bis 10 zeigen verschiedene modifizierte Versionen des ersten Schneidwerkes 27, deren Einzelheiten im folgenden kurz erläutert werden.

Die in Fig. 8 gezeigte Version weist eine Anordnung auf, in der das Schneidelement 32 aus einer Schneidplatte mit einer scharfen Kante gebildet wird, die an der Ausgangsstimwand des Strangpreßwerkzeugs 24 angeordnet ist und in die Richtungen P und Q bewegt werden kann, die beide durch einen Doppelpfeil gezeigt sind, so daß eine in Längsrichtung veränderliche Breite desjenigen Abschnitts 6a des Kunstharzmaterials des oberen Lippenelements 6 geschaffen wird, der in Abhängigkeit von der Länge des dem Strangpreßwerkzeug 24 zugeführten Kernelements 4 entfernt werden soll.

Die in Fig. 9 gezeigte Version weist eine Anordnung auf, in der das Schneidelement 32 von einer Platte gebildet wird, die in die Richtungen R und S bewegt werden kann, welche beide durch den Doppelpfeil gezeigt sind. Die Schneidklinge 32 ist so geformt, daß sie einen gebogenen Klingenabschnitt bildet, so daß der Schnittbereich des oberen Lippenelements 6 teilweise gekrümmt ausgebildet wird, wenn in Abhängigkeit von der Länge des dem Strangpreßwerkzeug 24 zugeführten Kernelements 4 eine in Längsrichtung veränderliche Menge des Kunstharzmaterials entfernt wird.

Die in Fig. 10 gezeigte Version umfaßt eine Umformungsrolle 40, die nach dem Schneidelement 32 angeordnet ist und mit einer in Umfangsrichtung verlaufenden Umformungsrille 41 versehen ist. Die Umformungsrolle 40 kann mit jedem der obenerwähnten Schneidelemente 32 kombiniert werden und dient zur wirksamen Umformung der Oberfläche der Profilelemente 2, 3 mit unerwünschten scharfen Kanten oder unebenen Schnittbereichen, die infolge des Schneidvorganges oder der Entfernung des Kunstharzmaterials mittels des Schneidelementes 32 ausgebildet worden sind. Zu diesem Zweck kann sich die Umformungsrolle 40 in die Richtungen T und U, die beide durch den Doppelpfeil gezeigt sind, synchron zur Bewegung des Schneidelements 32 in die Axialrichtungen M und N, P und Q oder R und S bewegen.

Die bisher beschriebenen Ausführungsformen waren auf eine Anordnung gerichtet, in der das Entfernen des Kunstharzmaterials vom oberen Lippenelement 6 des Regenrinnenelements 3 nur in bezug auf die Ecken- und Dachabschnitte 3b, 3c ausgeführt wird. Es ist jedoch möglich, das Material ebenso entlang des Säulenabschnitts 3a des Profilelements 3 in einer relativ schmalen Breite vom Lippenelement 6 zu entfernen. Ferner können das Schneidelement 32 und/oder das zweite Schneidwerk den entsprechenden Schneidvorgang in Abhängigkeit von der Länge des stranggepreßten Körpers 25 ausführen, anstatt in Abhängigkeit von der zugeführten Länge des Kernelements 4. Dies ist insbesondere für ein Profilelement ohne Kernelement günstig.


Anspruch[de]

1. Regenrinnenelement (3) für Kraftfahrzeuge, mit einem Siulenabschnitt (3a), der sich entlang einer Säule einer Fahrzeugkarosserie erstreckt, einem Dachabschnitt (3c), der sich entlang einer Seitenkante eines Dachbleches der Kraftfahrzeugkarosserie erstreckt, sowie einem Eckenabschnitt (3b), der den Säulenabschnitt (3a) und den Dachabschnitt (3c) in Bauemheit kontinuierlich miteinander verbindet, wobei das Profilelement (3) wenigstens einen Lippenabschnitt (6, 7) aus einem Kunstharzmaterial sowie ein Kernelement (4) aus einem Profilmetall, das in den Lippenabschnitt (6, 7) integriert und wenigstens teilweise darin angeordnet ist, umfaßt, wobei das Profilelement (3) im wesentlichen im Eckenabschnitt (3b) gebogen ist, und wobei der Lippenabschnitt (6, 7) längs des Säulenabschnitts (3a) eine erste Breite, längs des Dachabschnitts (3c) eine zweite Breite, die sich von der ersten Breite unterscheidet, sowie längs des Eckenabschnitts (3b) eine dritte Breite aufweist, die von der ersten Breite allmählich in die zweite Breite übergeht, dadurch gekennzeichnet, daß das Profilelement (3) durch Zusammenstrangpressen des Lippenabschnitts (6, 7) und des Kernelements (4) gebildet wird, wobei die schmalere Breite der ersten und zweiten Breiten durch das Entfernen einer bestimmten Menge des Kunstharzmaterials von einer vorgegebenen Stelle, der dem Lippenabschnitt (6) entspricht, definiert ist.

2. Regenrinnenelement nach Anspruch 1, bei dem das Kernelement (4) teilweise vom Lippenabschnitt (6, 7) freigelegt ist.

3. Verfahren zur Herstellung eines Regenrinnenelements für Kraftfahrzeuge, wobei das Profilelement (3) einen Säulenabschnitt (3a), der sich entlang der Säule der Kraftfahrzeugkarosserie erstreckt, einen Dachabschnitt (3c), der sich entlang einer Seitenkante eines Dachbleches der Kraftfahrzeugkarosserie erstreckt, sowie einen Eckenabschnitt (3b), der den Säulenabschnitt (3a) und den Dachabschnitt (3b) in Baueinheit kontinuierlich miteinander verbindet, umfaßt, wobei das Profilelement (3) wenigstens einen Lippenabschnitt (6, 7) aus einem Kunstharzmaterial sowie ein Kernelement (4) aus einem Profilmetall, das in den Lippenabschnitt (6, 7) integriert und wenigstens teilweise darin angeordnet ist, besitzt, und wobei das Verfahren die Schritte umfaßt:

Zuführen eines Profilmetallstreifens zu einem Strangpreßwerkzeug als Kernelement (4);

Strangpressen eines langgestreckten kontinuierlichen Körpers (25) mit einem Querschnitt, der in dessen Längsrichtung im wesentlichen konstant ist, wobei der kontinuierliche Körper (25) im Querschnitt dem Abschnitt des Profilelements (3) entspricht, der der größeren Breite der beiden ersten und zweiten Breiten entspricht, und wobei der langgestreckte kontinuierliche Körper (25) das Kernelement (4) enthält;

Entfernen einer bestimmten Menge des stranggepreßten Kunstharzmaterials von einer vorgegebenen Stelle des kontinuierlichen Körpers (25), der der schmaleren Breite der ersten und der zweiten Breiten entspricht, indem in Abhängigkeit von einer Strangpreßlänge des kontinuierlichen Körpers (25) ein Schneidelement auf kontrollierte Weise relativ zum kontinuierlichen Körper (25) bewegt wird; und

Schneiden des kontinuierlichen Körpers (25) auf eine vorgegebene Länge des Profilelements (3) entweder vor oder nach dem Schritt des Entfernens.

4. Verfahren nach Anspruch 3, bei dem das Profilelement (3) im wesentlichen im Eckenabschnitt (3b) gebogen wird, wobei das Verfahren ferner den Schritt des Biegens des kontinuierlichen Körpers (25) an einer Stelle umfaßt, die in wesentlichen dem Eckenabschnitt (3b) des Profilelements (3) entspricht.

5. Verfahren nach einem der Ansprüche 3 oder 4, bei dem die bestimmte Menge des Kunstharzes unmittelbar nach dem Strangpressen des kontinuierlichen Körpers (25) vom kontinuierlichen Körper (25) entfernt wird.







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