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Dokumentenidentifikation DE19512624C1 05.06.1996
Titel Bogenzirkel
Anmelder Cesieco Feinmechanik & Optik GmbH, 91489 Wilhelmsdorf, DE
Erfinder Siebenhaar, Bernd, 91489 Wilhelmsdorf, DE
Vertreter Matschkur Götz Lindner, 90402 Nürnberg
DE-Anmeldedatum 05.04.1995
DE-Aktenzeichen 19512624
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 05.06.1996
Veröffentlichungstag im Patentblatt 05.06.1996
IPC-Hauptklasse B43L 9/16
IPC-Nebenklasse B43L 9/22   
Zusammenfassung Bogenzirkel mit auf den mit Langlöchern versehenen Schenkeln befestigten Verkleidungen, vorzugsweise aus Kunststoff, die mit äußeren, ebenfalls Langlöcher aufweisenden Verstärkungen versehen sind, in denen Walzen mit Gewindebohrungen für den Gewindebolzen des Mitteltriebes gelagert sind, wobei die Verkleidungen die Schenkel vierseitig umfassende Verkleidungshülsen sind, die auf den Schenkeln durch die in Einmuldungen der Schenkel eingreifenden Walzen axial unverschiebbar gehaltert sind.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf einen Bogenzirkel mit auf den mit Langlöchern versehenen Schenkeln befestigten Verkleidungen, vorzugsweise aus Kunststoff, die mit äußeren, ebenfalls Langlöcher aufweisenden Verstärkungen versehen sind, in denen Walzen mit Quergewindebohrungen für den Gewindebolzen des Mitteltriebes gelagert sind.

Ein aus der europäischen Patentschrift 0 030 712 bekannter Zirkel, der mit aufgeklipsten Kunststoffverkleidungsschalen versehen ist, ist in der Praxis zu einem Bogenzirkel umgestaltet worden, wobei die Kunststoffschalen nicht mehr lösbar, sondern starr an den Schenkeln befestigt sind und mit außenseitigen Verstärkungen versehen sind, in denen die typischerweise als Nüßchen bezeichneten Walzen mit Quergewindebohrungen für den Gewindebolzen des Mitteltriebes gelagert sind. Diese bekannte Ausgestaltung eines Bogenzirkels ermöglicht gegenüber üblichen Bogenzirkeln, bei denen die Nüßchen in den Schenkeln direkt gelagert sind, Bogenzirkelausbildungen auch für Zirkel mit kleineren Schenkelabmessungen sowie die Umfunktionierung herkömmlicher "normaler" Einsatzzirkel zu Bogenzirkeln. Die Notwendigkeit der starren Verbindung der Kunststoffverkleidungen mit dem Schenkel bereitet aber in der Praxis häufig Schwierigkeiten und verkompliziert in jedem Fall die Konstruktion des Zirkels.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Bogenzirkel der eingangs genannten Art derart weiterauszubilden, daß die Herstellung konstruktiv und damit auch kostenmäßig vereinfacht und verbilligt wird.

Zur Lösung dieser Aufgabe ist erfindungsgemäß vorgesehen, daß die Verkleidungen die Schenkel vierseitig umfassende Verkleidungshülsen sind, die auf den Schenkel durch die in Einmuldungen der Schenkel eingreifenden Walzen axial unverschiebbar gehaltert sind.

Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung können geringfügig abgewandelte einfach aufklipsbare Verkleidungsschalen verwendet werden, die als C-förmige Bauteile ausgebildet, die Schenkelinnenseite teilweise umgreifende Haltestege besitzen. Zur axialen Sicherung dieser auf den Schenkeln dann nur noch längsverschieblichen Verkleidungshülsen dienen die sowieso vorgesehenen Walzen, die in Querbohrungen der Verkleidungshülsen gelagert, teilweise in kalottenförmige Einmuldungen der Schenkel eingreifen.

Anstelle der Ausbildung der Verkleidungshülsen als C-förmige Bauteile können die Verkleidungshülsen auch zumindest abschnittsweise mit die Schenkel vollständig umgreifenden Vierkantrohrabschnitten versehen sein.

Nach dem Aufschieben oder - durch federndes Aufweiten der Schenkel der C-förmigen Verkleidungshülsen - dem Aufklipsen der Verkleidungen auf die Schenkel, die im Bereich der Langlöcher für den Gewindebolzen des Mitteltriebes außenseitig kleine Einmuldungen aufweisen, werden die Verkleidungen an die entsprechende Stelle verschoben und dann durch Einstecken der Walzen unter Eingreifen in diese Einmuldungen in Längsrichtung arretiert. Nach dem Einsetzen des Mitteltriebes können dann die Walzen nicht mehr aus ihrer Einsatzstellung austreten, so daß eine endgültige Fixierung gegeben ist, ohne die bisher notwendig gesonderte Befestigung der Verkleidungshülsen an den Schenkeln durch diese Hülsen und die Schenkel quer durchsetzende Befestigungsschrauben oder dergleichen.

Die Erfindung soll nachstehend anhand eines Ausführungsbeispiels sowie anhand der Zeichnung näher erläutert werden. Dabei zeigen:

Fig. 1 eine Ansicht eines erfindungsgemäßen Bogenzirkels,

Fig. 2 eine schematische Explosionsdarstellung eines Verkleidungsteils sowie eines Abschnitts des darin einzuschiebenden Zirkelschenkels,

Fig. 3 einen vergrößerten Längsschnitt durch einen Zirkelschenkel im Bereich des Mitteltriebes und

Fig. 4 einen Schnitt längs der Linie IV-IV in Fig. 3.

Auf die beiden Schenkel 1 und 2 des in Fig. 1 dargestellten Zirkels, die mittels als Schwenklagerachsen dienenden Schrauben 3 in einem aus Kunststoff oder auch Metall bestehenden Kopfstück 4 schwenkbar angelenkt sind, sind Kunststoffverkleidungen 5 und 6 aufgebracht, die im dargestellten Ausführungsbeispiel im wesentlichen als Vierkanthülsen ausgebildet sind, die einerseits mit mittigen die Innenseiten 7 und 8 der Zirkelschenkel freilassenden Aussparungen 9 und 10 und andererseits auf der Außenseite mit einem ebenfalls bis zu den Außenflächen der Zirkelschenkel 1 und 2 reichenden Schlitzen 11 versehen sind. In diesem Bereich sind die mit außenseitigen Verdickungen 12 und 13 versehenen Kunststoffverkleidungen 5 und 6 mit Querausnehmungen (Einsatzbohrungen) 14 bzw. 15 versehen, in welche Walzen 18 eingesetzt sind. Die Walzen 18 weisen Gewindequerbohrungen 17 auf, die zum Einschrauben des Gewindebolzens 19 des Mitteltriebes 20 dienen. Im dargestellten Ausführungsbeispiel sind die Einsatzbohrungen 14, 15nicht durchgehend ausgebildet, sondern als Sackbohrungen, so daß beim Einsetzen die Walze nicht durchgedrückt werden kann, sondern nach dem vollständigen Eindrücken genau in der Stellung steht, die für das Einschrauben des Gewindebolzens 19 notwendig ist. Die Zirkelschenkel 1 und 2 sind auf ihrer Außenseite im Bereich des Langlochs 20 für den sich gegenüber den Schenkeln 1, 2 verschwenkenden Gewindebolzen 19 mit Einmuldungen 21 versehen, die sich mit den Einsatzausnehmungen 14, 15 derart überdecken, daß beim Einsetzen der Walzen 18 diese in die Einmuldungen 21 eingreifen. Auf diese Art und Weise werden die auf die Zirkelschenkel 2 aufgeschobenen - oder aber bei im Querschnitt C-förmiger Ausbildung der Verkleidungen 5, 6 aufgeschnappten - Verkleidungen 5 und 6 nach der Verschiebung in die richtige Position mit dem Einsetzen der Walzen auf den Zirkelschenkeln verriegelt und es bedarf keiner gesonderten Befestigung der Verkleidungen 5, 6 an den Zirkelschenkeln.

Die Erfindung ist nicht auf das dargestellte Ausführungsbeispiel beschränkt. So könnten die Verkleidungen 5, 6 auch aus Metall, oder anderen, nichtmetallischen Materialien, beispielsweise aus Holz, bestehen. Darüber hinaus könnte - bei entsprechender Elastizität der Verkleidungen 5, 6 bzw. durch Vorsehen von Federschlitzen o. ä. - auch vorgesehen sein, daß deren Einsatz-Bohrungen 14, 15 zur Aufnahme der Walze nach außen geschlossen und die vor dem Aufschieben der Verkleidungen 5, 6 eingelegten Walzen unter Deformation der Verkleidungen 5, 6 mit diesen aufgeschoben werden, um dann in die Einmuldungen 21 einzurasten und dabei dann die Verkleidungen 5, 6 axial arretieren.


Anspruch[de]
  1. 1. Bogenzirkel mit auf den mit Langlöchern versehenen Schenkeln befestigten Verkleidungen, welche vorzugsweise aus Kunststoff bestehen und die mit äußeren, ebenfalls Langlöcher aufweisenden Verstärkungen versehen sind, in denen Walzen mit Gewindebohrungen für den Gewindebolzen des Mitteltriebes gelagert sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Verkleidungen die Schenkel (1, 2) vierseitig umfassende Verkleidungshülsen (5, 6) sind, die auf den Schenkeln (1, 2) durch die in Einmuldungen (21) der Schenkel (1, 2) eingreifenden Walzen (18) axial unverschiebbar gehaltert sind.
  2. 2. Bogenzirkel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verkleidungshülsen C-förmige Bauteile mit die Schenkelinnenseiten teilweise umgreifenden Haltestegen sind.
  3. 3. Bogenzirkel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verkleidungshülsen (5, 6) zumindest abschnittsweise mit die Schenkel vollständig umgreifenden Vierkantrohrabschnitten versehen sind.






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