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Dokumentenidentifikation DE4444330A1 20.06.1996
Titel Verfahren und Vorrichtung zum Absetzen und/oder Aufnehmen von Ladungsträgern
Anmelder Schulz, Gerhard, 28844 Weyhe, DE
Erfinder Schulz, Gerhard, 28844 Weyhe, DE
Vertreter Meissner, Bolte & Partner, 80538 München
DE-Anmeldedatum 13.12.1994
DE-Aktenzeichen 4444330
Offenlegungstag 20.06.1996
Veröffentlichungstag im Patentblatt 20.06.1996
IPC-Hauptklasse B65D 90/14
IPC-Nebenklasse B60P 1/64   
Zusammenfassung Beim sogenannten Kombiverkehr werden Ladungsträger, beispielsweise Container (10), vom Transportfahrzeug, beispielsweise einem Lastkraftwagen (11), zum Entladen abgesetzt und nach dem erneuten Beladen wieder aufgenommen. Dazu müssen entweder ein Kran oder ein Gabelstapler vorhanden sein oder mit Stützen versehene Ladungsträger sowie entsprechende senkbare Lastkraftwagen (11) verwendet werden. Die dazu erforderlichen Voraussetzungen sind nicht immer gegeben. Gemäß der Erfindung sind deshalb motorisch oder durch ein Druckmittel betätigbare Hubstützen (14) vorgesehen, die gemeinsam vom Lastkraftwagen (11) oder dergleichen mit Energie versorgbar sind. Des weiteren sind mit den Hubstützen (14) die Ladungsträger soweit absetzbar, daß sie auf dem Boden aufliegen und die Hubstützen (14) entlastet werden. Die Hubstützen (14) können dann für andere Zwecke verwendet werden. Des weiteren sind die Hubstützen (14) ständig einem bestimmten Lastkraftwagen (11) zugeordnet.
Die Erfindung eignet sich besonders zum Aufnehmen und Absetzen von Containern (11), Wechselpritschen und anderen Ladungsträgern, die mit entsprechenden Fahrzeugen, insbesondere Landfahrzeugen, transportiert werden.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Absetzen und/oder Aufnehmen von Ladungsträgern gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 und eine Vorrichtung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 4.

Ladungsträger in Form von beispielsweise Wechselpritschen oder Containern finden vorwiegend im sogenannten Kombiverkehr Verwendung. Die Ladungsträger werden dabei zum Be- und Entladen vom Transportfahrzeug getrennt und (für sich) abgestellt.

Zum Absetzen und zum darauffolgenden Aufnehmen müssen die Ladungsträger sowohl angehoben als auch abgesenkt werden. Dazu ist ein geeignetes Hebezeug, beispielsweise ein Kran oder ein Gabelstapler, erforderlich. Solche Hebezeuge sind jedoch nicht überall verfügbar, so daß sich die Ladungsträger nicht überall absetzen und aufnehmen lassen. Deswegen gibt es bereits Ladungsträger, die mit ihren (vier) Ecken zugeordneten Stützen versehen sind. Zum Absetzen eines solchen Ladungsträgers muß zunächst der jeweilige Ladungsträger durch ein Hochfahren des Fahrzeugchassis angehoben werden. Danach erfolgt ein Verschwenken der Stützen in ihre senkrechte Arbeitsstellung vom Fahrzeug. Durch ein nachfolgendes Absenken des Fahrzeugchassis erfolgt eine Entlastung des Fahrzeugs, so daß dieses unter dem von den Stützen aufgebockten Ladungsträger wegfahrbar ist. Die Fahrzeuge müssen zum Anheben ihres Chassis mit entsprechenden Huborganen, üblicherweise auf- und abbewegbaren Luftfedern, versehen sein. Bei solchen Fahrzeugen handelt es sich deshalb um recht aufwendige Spezialfahrzeuge. Das Absetzen und Aufnehmen der Ladungsträger kann nur erfolgen, wenn diese Spezialfahrzeuge verfügbar sind.

Hiervon ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung zu schaffen, womit sich Ladungsträger in einfacher und zuverlässiger Weise absetzen und aufnehmen lassen.

Ein Verfahren zur Lösung dieser Aufgabe weist die Maßnahmen des Anspruchs 1 auf. Dadurch, daß die Ladungsträger derart abgesetzt werden, daß alle Hubstützen entlastet sind, sind die Hubstützen nach dem Absetzen der Ladungsträger nicht mehr notwendig. Die Hubstützen können dann entfernt werden. Dadurch ist es möglich, dem entsprechenden Fahrzeug einen Satz Hubstützen zuzuordnen, der beim Fahrzeug verbleibt. Die Hubstützen können deshalb wie das Fahrzeug für andere Aufgaben eingesetzt werden. Des weiteren können Stützen an den Ladungsträgern entfallen. Es ist auch nicht erforderlich, einen Kran, einen Gabelstapler oder ein anderes Hebezeug zum Absetzen und Aufnehmen von Ladungsträgern verfügbar zu haben.

Weiterhin wird vorgesehen, die vom Fahrzeug losnehmbaren Hubstützen durch das Fahrzeug mit Energie zum Anheben und gegebenenfalls absenken der Ladungsträger zu versorgen. Die Hubstützen sind dann lediglich durch Energieversorgungsleitungen mit dem Fahrzeug verbunden. Die Stützen als solches werden jedoch mit den aufzunehmenden und abzusetzenden Ladungsträgern mechanisch verbunden. Dadurch dient das Fahrzeug zur Versorgung des motorischen bzw. druckmittelbetätigten Antriebs der Lastaufnahmemittel der Hubstützen und als Transportfahrzeug für die nicht benutzten Hubstützen. Alternativ ist es denkbar, die Hubstützen mit vom Fahrzeug unabhängigen Energiequellen zu verbinden. Dieses kommt insbesondere in Betracht, wenn der Antrieb der Lastaufnahme mittels der Hubstützen elektromotorisch erfolgt. Es sind dann lediglich Stromleitungen zu einer nahezu überall vorhandenen elektrischen Stromquelle, beispielsweise eine Steckdose, zu verlegen.

Eine Vorrichtung zur Lösung der der Erfindung zugrundeliegenden Aufgabe weisen die Merkmale des Anspruchs 4 auf. Demnach sind die Stützen als motorisch und/oder druckmittelbetriebene Hubstützen ausgebildet, die zu einer gemeinsamen Energiequelle mit Antriebsenergie versorgbar sind. Aufgrund dieser Hubstützen lassen sich die Ladungsträger ohne manuellen Einsatz rasch anheben und absenken. Die Hubstützen übernehmen dabei die Aufgabe eines Krans oder eines Gabelstaplers, der infolge der Erfindung nicht mehr erforderlich ist. Durch die gemeinsame Energieversorgung aller Hubstützen ist es möglich, die entsprechenden Energieversorgungsleitungen und -anschlüsse kurzfristig zu verlegen und wieder abzubauen. Außerdem kann infolge des motorischen oder druckmittelbetätigten Antriebs der Hubstützen der jeweilige Ladungsträger von nur einer Person abgesetzt und aufgenommen werden, weil durch den Antrieb die Ladungsträger der Hubstützen zur gleichen Zeit auf- und abgefahren werden können.

Zur automatischen Betätigung weist jede Hubstütze vorzugsweise ein mechanisches Huborgan, beispielsweise einen Spindel- oder Zahnstangentrieb auf. Betätigt wird das mechanische Huborgan durch einen Motor, bei dem es sich um einen Elektromotor oder ein Druckmittelmotor (Hydraulikmotor, Pneumatikmotor) handeln kann.

Es ist auch denkbar, die Hubstützen mit Druckmittelzylinder zu versehen, wodurch jeder Druckmittelzylinder als Huborgan für das Lastaufnahmemittel der jeweiligen Hubstütze dient. Es ist dann ein Ende der Stange des jeweiligen Druckmittelzylinders mit dem Lastaufnahmemittel verbunden. Das gegenüberliegende Ende des Zylinders ist mit der Oberseite eines Tragrohrs der Hubstütze verbunden. Bei derart ausgebildeten Hubstützen erübrigen sich mechanische Huborgane wie zum Beispiel Spindeltriebe und Motoren zum Antreiben der Spindel.

Als Energie zum Antrieb der Motore bzw. Druckmittelzylinder der Hubstützen kommen elektrische Energie, Druckluft oder Flüssigkeitsdruck (Öldruck) in Betracht. Vorzugsweise finden am Fahrzeug vorhandene Energiequellen, beispielsweise elektrische Energie und Druckluft, Verwendung. Durch eine entsprechende Leitungsverbindung, die sich zu den einzelnen Huborganen verzweigt, erfolgt die Energieversorgung der Huborgane vom Fahrzeug aus. Die Verzweigung der Energieleitungen geschieht dabei vorzugsweise derart, daß die Antriebe der einzelnen Huborgane parallel geschaltet sind.

Weitere Unteransprüche beziehen sich auf bevorzugte Weiterbildungen der Erfindung.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung näher erläutert. In dieser zeigen:

Fig. 1 eine schematische Darstellung einer Zwischenstellung beim Absetzen eines Containers,

Fig. 2 eine schematische Darstellung analog zu Fig. 1 in einer zweiten Zwischenstellung,

Fig. 3 eine schematische Darstellung analog zu den Fig. 1 und 2 bei vollständig abgesetztem Container, und

Fig. 4. eine schematische Darstellung einer teilweise vertikal geschnittenen Hubstütze.

Die Erfindung wird nachfolgend beschrieben im Zusammenhang mit dem Absetzen eines 20&min;-Containers 10 von einem Lastkraftwagen 11. Zum Straßentransport ist der Container 10 auf einem Aufliegerrahmen 12 des Lastkraftwagens 11 befestigt. Dazu sind die an den vier unteren Ecken des Containers 10 angeordneten (genormten) Eckbeschläge 13 des Containers 10 über nicht gezeigte Twistlocks am Aufliegerrahmen 12 mit dem Lastkraftwagen 11 formschlüssig verbunden.

Mit dem Lastkraftwagen 11 werden vier Hubstützen 14 mitgeführt. Die vorzugsweise gleich ausgebildeten Hubstützen 14 verfügen über motorisch auf- und abbewegbare Lastaufnahmemittel 15. Die vier Hubstützen 14 sind während der Fahrt beispielsweise unterhalb des Containers 10 im Bereich des Aufliegerrahmens 12 verstaut.

Zum Absetzen des Containers 10 vom Aufliegerrahmen 12 des Lastkraftwagens 11 werden die vier Hubstützen 14 aus der Staustellung am Lastkraftwagen 11 herausgenommen. Die Hubstützen 14 werden dann den vier unteren Ecken des Containers 10 zugeordnet, indem das Lastaufnahmemittel 15 jeder Hubstütze 14 seitlich in ein ovales Langloch des entsprechenden unteren Eckbeschlags 13 des Containers 10 eingesteckt und hierin gegebenenfalls verriegelt wird. Es wird dann die Verriegelung des Containers 10 mit dem Aufliegerrahmen 12 des Lastkraftwagens 11 aufgehoben durch Lösen der Twistlocks. Des weiteren wird jede Hubstütze 14 mit einer Versorgungsleitung 16 an die entsprechende Energiequelle des Lastkraftwagens 11 angeschlossen. Im gezeigten Ausführungsbeispiel handelt es sich hierbei um die Luftdruckversorgung. Dazu wird ein freies Ende der losen Versorgungsleitung 16 an die Druckluftversorgung des Lastkraftwagens 11 angekuppelt. Zu diesem Zweck dient eine Schnellkupplung 17, dessen eine Kupplungshälfte am Ende der Versorgungsleitung 16 mit einer fest am Lastkraftwagen 11 befestigten Kupplungshälfte verbunden wird.

Durch Betätigung eines entsprechenden Steuerventils am Lastkraftwagen 11 werden alle vier Hubstützen 14 gleichzeitig derart betätigt, daß sie den Container 10 geringfügig gegenüber dem Aufliegerrahmen 12 des Lastkraftwagens 11 anheben in die in der Fig. 1 gezeigten Stellung. In dieser Stellung befindet sich der Container 10 nicht mehr im Kontakt mit dem Aufliegerrahmen 12, so daß der Lastkraftwagen 11 unter dem Container 10 wegfahrbar ist in die in der Fig. 2 gezeigte Position vor dem durch die vier Hubstützen 14 aufgebockten Container 10. Durch eine entsprechende Länge der Versorgungsleitung 16 ist sichergestellt, daß die Verbindung derselben zum Lastkraftwagen 11 aufrecht erhalten bleibt.

Nachdem der Lastkraftwagen 11 unter dem Container 10 weggefahren ist, erfolgt ein Absenken des Containers 10 durch ein Herunterfahren der Lastaufnahmemittel 15 aller vier Hubstützen 14. Durch entsprechende Drosseln in dem jeweiligen Abschnitt der zu jeder Hubstütze 14 führenden Versorgungsleitung 16 oder in bzw. an jeder Hubstütze 14 wird sichergestellt, daß auch bei ungleichmäßiger Beladung des Containers 10 sich die Lastaufnahmemittel 15 aller vier Hubstützen 14 synchron absenken, wodurch der Container 10 gleichmäßig herabgelassen werden kann. Alternativ ist es denkbar, die Pneumatikmotoren zum Antrieb der Hubstützen 14 mit einer Gleichlaufregelung zu versehen, die ebenfalls dazu führt, daß die Lastaufnahmemittel 15 aller Hubstützen 14 unabhängig von der Beladung der Container 10 sich gleichmäßig abwärts bewegen.

Erfindungsgemäß wird der Container 10 so weit abgesenkt, daß er mit seiner Unterseite 18 sich auf einem vorzugsweise ebenen, festen Untergrund 19 abstützt und dabei alle Hubstützen 14 entlastet werden. Die Lastaufnahmemittel 15 der Hubstützen 14 können dann von den unteren Eckbeschlägen 13 des Containers 10 gelöst und die somit wieder freien Hubstützen 14 am bzw. auf dem Lastkraftwagen 11 verstaut werden. Vorzugsweise ist zuvor die Versorgungsleitung 16 vom Lastkraftwagen 11 und/oder von den Hubstützen 14 gelöst worden. Es ist aber auch denkbar, die Verbindung der Versorgungsleitung 16 mit dem Lastkraftwagen 11 und/oder den Hubstützen 14 bestehen zu lassen.

In umgekehrter Reihenfolge zum vorstehend beschriebenen Absetzen wird vorgegangen beim Aufnehmen des Containers 10. Dazu kann ein anderer Lastkraftwagen 11 dienen, der ebenfalls mit vier Hubstützen 14 ausgerüstet ist. Auch kann in analoger Weise das Absetzten und Aufnehmen eines Containers 10 von einem Anhänger eines Lastkraftwagens 11 erfolgen.

Die Fig. 4 zeigt schematisch eine der untereinander gleich ausgebildeten Hubstützen 14. Die Hubstütze 14 verfügt über eine ebene Fußplatte 20 und einer damit verbundenen, aufrechten Stützsäule 21. Die Stützsäule 21 ist aus einem Profilrohr, beispielsweise einem Vierkantrohr gebildet. Die Stützsäule 21 ist in einer zum Container 10 weisenden Seitenwand 22 mit einem durchgehenden, schmalen Schlitz 23 versehen. Im Inneren der Stützsäule 21 ist eine aufrechte Spindel 24 angeordnet. Mit einem unteren Ende ist die Spindel 24 in einem auf der Fußplatte 20 angeordneten Drucklager 25 gelagert. Im Bereich eines oberen Endes ist der Spindel 24 ein Radiallager 26 zugeordnet, daß mit der Unterseite einer die obere Stirnseite der Stützsäule 21 verschließenden Stirnplatte 27 befestigt ist. Auf der außenliegenden Oberseite der Stirnplatte 27 ist ein Motor, und zwar im gezeigten Ausführungsbeispiel ein Pneumatikmotor 28, befestigt. Der Pneumatikmotor 28 steht mit dem oberen Ende der Spindel 24 derart in Verbindung, daß durch den Pneumatikmotor 28 die Spindel 24 drehend antreibbar ist. Verbunden ist der Pneumatikmotor 28 jeder Hubstütze 14 mit einem Strang der Versorgungsleitung 16, die dazu entsprechend verzweigt ist, nämlich derart, daß die Pneumatikmotoren 28 der einzelnen Hubstützen 14 parallel geschaltet sind.

Auf der Spindel 24 ist eine Spindelmutter 29 gelagert. Durch ein Verdrehen der Spindel 24 ist die Spindelmutter 29 auf der Spindel 24 zwischen dem Drucklager 25 und dem Radiallager 26 auf- und abbewegbar. Mit der Spindelmutter 29 verbunden ist das Lastaufnahmemittel 15. Dieses verfügt über ein Zwischenstück 31 und einen Kupplungszapfen 32. Das plattenförmige Verbindungsstück 31 befindet sich zwischen der Spindelmutter 29 und dem Kupplungszapfen 32 und ist so bemessen, daß es durch den Schlitz 23 der Stützsäule 21 hindurchragt. Es dient dabei gleichzeitig zur Verdrehsicherung der Spindelmutter 29 gegenüber der Spindel 24. Der Kupplungszapfen 32 verfügt über einen ovalen Querschnitt, der etwa dem Querschnitt der ovalen Durchgangsöffnung im Eckbeschlag 13 des Containers 10 angepaßt ist.

Der ovale Querschnitt des Kupplungszapfens 32 stellt sicher, daß dieser sich relativ zum Eckbeschlag 13 des Containers 10 nicht nennenswert verdrehen kann, wodurch eine Verkippsicherung der Hubstütze 14 gegenüber dem Container 10 herbeigeführt wird.

Vorzugsweise sind mindestens einige Hubstützen 14 mit zusätzlichen Kippsicherungen versehen. Hierbei kann es sich beispielsweise um quer zur Längsrichtung des Kupplungszapfens 32 verlaufende Stützplatten oder Stützwinkel handeln, die bei einer geringfügigen Auslenkung der Hubstütze 14 gegenüber dem Container 10 auf gegenüberliegenden Seiten des Kupplungszapfens 32 zur Anlage an die Unterseite des Containers 10 gelangen und dadurch ein weiteres Verkippen der Hubstützen 14 gegenüber dem Container verhindern. Darüber hinaus ist es denkbar, die Hubstützen 14 mit Verstrebungen zu versehen, die dazu dienen, benachbarte Hubstützen 14 miteinander zu verbinden oder sich auf dem Untergrund 19 abstützen. Schließlich kann in einfacher Weise ein Verkippen der jeweiligen Hubstütze 14 durch eine entsprechende Bemessung der Fläche der Fußplatte 20 vermieden werden.

Die in der Fig. 4 gezeigte Hubstütze 14 verfügt an der Rückseite der Fußplatte 20 über ein Fahrwerk 33. Im einfachsten Falle besteht das Fahrwerk 33 aus einer Walze oder eine oder mehrere Rollen 34, die mit entsprechenden Auslegerarmen 35 mit der Fußplatte 20 verbunden sind. Das Fahrwerk 33 ist so ausgebildet, daß die Rolle oder die Rollen 34 bei sich in einer Arbeitsposition der aufrechten Hubstützen 14 oberhalb der Unterseite 36 der Fußplatte 20 befinden und dadurch nicht auf dem Untergrund 19 anliegen. Erst beim Verkippen der vom Container 10 gelösten (unbelasteten) Hubstütze 14 gelangen die Rollen 34 in Kontakt mit dem Untergrund 19 und ermöglichen so ein Verfahren der Hubstütze 14.

An der Stelle des Pneumatikmotors 28 kann die Hubstütze 14 auch mit einem Elektromotor oder einem Hydraulikmotor ausgerüstet sein. Bei der Versorgungsleitung 16 handelt es sich dann nicht um eine Druckluftleitung sondern um eine elektrische Leitung oder eine Hydraulikleitung.

Des weiteren ist es denkbar, daß das Lastaufnahmemittel 15 durch einen Druckmittelzylinder, der sowohl hydraulisch als auch pneumatisch betätigt sein kann, auf- und abzubewegen. In diesem Falle sind die Spindel 24, die Spindelmotoren 29 und der Pneumatikmotor 28 oder andere Motoren ersetzt durch einen Druckmittelzylinder. Dieser wird mit nach unten weisender Kolbenstange in der Stützsäule 21 angeordnet, wobei das Ende der Kolbenstange mit dem Lastaufnahmemittel 30 verbunden ist und das gegenüberliegende freie Ende des Kolbens mit dem oberen Ende der Stützsäule 21, insbesondere der Unterseite der Stirnplatte 27, verbunden ist. An der Stelle des Druckmittelzylinders kann auch ein kolbenstangenloser Zylinder (Shuttelzylinder) zum Einsatz kommen.

Die Erfindung eignet sich auch zum Aufnehmen und Absetzen von anderen Ladungsträgern, insbesondere Wechselpritschen. Es ist auch denkbar, mit der gleichen Vorrichtung, insbesondere den gleichen Hubstützen 14 sowohl Container 10 als auch Wechselpritschen sowie andere Ladungsträger aufzunehmen und abzusetzen. Die Erfindung ist auch nicht beschränkt auf das Aufnehmen oder Absetzen von Ladungsträgern von Lastkraftwagen 11. Vielmehr kann die Erfindung nur zur Anwendung kommen bei Fahrzeuganhängigen Sattelaufliegern und gegebenenfalls Eisenbahnwaggons.

Bezugszeichenliste

10 Container

11 Lastkraftwagen

12 Aufliegerrahmen

13 Eckbeschlag

14 Hubstütze

15 Lastaufnahmemittel

16 Versorgungsleitung

17 Schnellkupplung

18 Unterseite

19 Untergrund

20 Fußplatte

21 Stützsäule

22 Seitenwand

23 Schlitz

24 Spindel

25 Drucklager

26 Radiallager

27 Stirnplatte

28 Pneumatikmotor

29 Spindelmutter

31 Zwischenstück

32 Kupplungszapfen

33 Fahrwerk

34 Rolle

35 Auslegerarm

36 Unterseite


Anspruch[de]
  1. 1. Verfahren zum Absetzen und Aufnehmen von Ladungsträgern, insbesondere Wechselpritschen und/oder Containern, dadurch gekennzeichnet, daß mit motorisch und/oder durch ein Druckmittel angetriebenen Hubstützen (14) die Ladungsträger bis zur Entlastung der Hubstützen (14) abgesenkt bzw. die unabgestützten Ladungsträger von den Hubstützen (14) angehoben werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß dem jeweiligen Fahrzeug vier separate und vom Fahrzeug losnehmbare Hubstützen (14) zugeordnet werden.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens zum Anheben der Ladungsträger die nur mit dem jeweiligen Ladungsträger in Verbindung stehenden Hubstützen (14) vom Fahrzeug oder von einer separaten Energieversorgungseinheit mit Energie versorgt werden.
  4. 4. Vorrichtung zum Absetzen und/oder Aufnehmen von Ladungsträgern, insbesondere Wechselpritschen bzw. Containern, mit vorzugsweise vier an den Ecken des jeweiligen Ladungsträgers anzuordnende Stützen, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützen als motorisch und/oder durch ein Druckmittel antreibbare Hubstützen (14) ausgebildet sind und die Antriebe aller Hubstützen (14) aus einer gemeinsamen Energiequelle speisbar sind.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß alle Hubstützen (14) einen durch ein Druckmittel antreibbaren Motor (Pneumatikmotor bzw. Hydraulikmotor) aufweisen.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß alle Hubstützen (14) einen elektromotorischen Antrieb aufweisen.
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Motoren die jeder Hubstütze (14) zugeordnetes mechanisches Huborgan, beispielsweise eine Spindel (24), Zahnstange oder dergleichen antreiben.
  8. 8. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Huborgane der Hubstützen (14) durch Druckmittelzylinder gebildet sind.
  9. 9. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 4 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß als Energiequelle zum Antrieb der Hubstützen (14) ein Druckmittelerzeuger bzw. eine elektrische Spannungsquelle des Fahrzeugs dient.
  10. 10. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 4 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Motor eine lastunabhängige Drehzahlsteuerung aufweist.
  11. 11. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 4 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Hubstütze (14) ein Stromregelventil bzw. eine Drossel zugeordnet ist.
  12. 12. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 4 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß jede Hubstütze (14) ein auf- und abbewegbares Lastaufnahmemittel (30) aufweist, daß derart ausgebildet ist, daß es unverdrehbar bzw. unverkippbar an den jeweiligen Ladungsträger ankuppelbar ist.






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