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Dokumentenidentifikation DE19503679C1 27.06.1996
Titel Aufzugsvorrichtung zum Spannen der Einschaltfeder von Antriebseinrichtungen für elektrische Leistungsschalter, insbesondere Vakuum-Leistungsschalter
Anmelder Holec Systemen en Componenten B.V., Hengelo, NL
Erfinder Mücksch, Dietmar, 02953 Bad Muskau, DE
Vertreter Böbel und Röhnicke, 10318 Berlin
DE-Anmeldedatum 30.01.1995
DE-Aktenzeichen 19503679
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 27.06.1996
Veröffentlichungstag im Patentblatt 27.06.1996
IPC-Hauptklasse H01H 33/40
IPC-Nebenklasse H01H 33/66   
Zusammenfassung Bei bekannten Vakuum-Leistungschaltern wird die mit dem auf der Einschaltwelle angeordneten Exzenter in Verbindung stehende Einschaltfeder durch einen elektrischen Motor oder durch eine Handaufzugswelle unter Zwischenschaltung eines mehrstufigen Stirnradegetriebes gespannt. Während bei der Vorbereitung des nächsten Einschaltvorganges ein harter Anschlag der mit der Einschaltwelle verbundenen Klinke an der Einschaltklinke erfolgt, kann nach dem Einschalten ein Rückdrehen des Exzenters durch die Einschaltfeder auftreten.
Um eine Blockierung der Einschaltklinke und ein Rückdrehen des Exzenters bei gleichzeitiger Reduzierung des umbauten Raumes für das Stirnradgetriebe zu vermeiden, kommt ein einstufiges Stirnradgetriebe zur Anwendung, dessen Stirnrad mit dem größten Durchmesser mit einem auf der Handaufzugswelle befestigten Stirnrad im Eingriff steht, wobei die Handaufzugswelle über ein Freilauflager mit einer aus einer Buchse einer Rückstellfeder und aus Anschlagelementen gebildeten Rücklaufsperre in Wirkverbindung steht.
Die Erfindung ist auch bei ölarmen Leistungschaltern einsetzbar.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Aufzugsvorrichtung zum Spannen der Einschaltfeder von Antriebseinrichtungen für elektrische Leistungsschalter, insbesondere Vakuumleistungsschalter, bei der die mit dem auf der Einschaltwelle aufgebrachten Exzenter in Verbindung stehende, als Zugfeder ausgebildete Einschaltfeder sowohl durch einen elektrischen Motor als auch durch eine Handaufzugswelle unter Zwischenschaltung eines Stirnradgetriebes spannbar ist, dessen letztes Stirnrad über ein Freilauflager ebenfalls auf der Einschaltwelle angeordnet ist, die auch die Klinke zur Freigabe eines Einschaltvorganges durch die Einschaltwelle sowie die mit dem Einschalthebel in Wirkverbindung stehende Kurvenscheibe trägt.

Bei elektrischen Hochspannungsschaltgeräten, so bei Leistungsschaltern und damit auch bei Vakuum-Leistungsschaltern, besteht eine der Forderungen darin, daß zu Beginn der Schaltbewegung des beweglichen Kontaktes dieser aus einer Ruhelage heraus sehr stark beschleunigt werden muß. Andererseits ist zu berücksichtigen, daß nach der Beendigung des Einschaltvorganges der Leistungsschalter und somit auch der Vakuum- Leistungsschalter wieder für den nächsten Einschaltvorgang vorzubereiten ist, um eine Schaltfolge Aus-Ein-Aus zu gewährleisten. Das setzt voraus, daß nach der Beendigung des Einschaltvorganges, die diesen bewirkende Einschaltfeder wieder gespannt wird, so daß der nächste Einschaltvorgang vorbereitet ist.

Dabei steht bei bekannten Antriebseinrichtungen für Vakuum-Leistungsschalter, wie bei der Einrichtung rum Spannen der Einschaltfeder von Antriebseinrichtungen für elektrische Leistungsschalter, insbesondere Vakuum-Leistungsschalter, nach der DE 44 13 191 C1, die Einschaltfeder mit einem auf einer Einschaltwelle befindlichen Exzenter in Verbindung, damit bei der Freigabe einer ebenfalls auf der Einschaltwelle angeordneten Klinke, eine weitere auf der Einschaltwelle vorgesehene Kurvenscheibe bei ihrer Drehung um ca. 180°, bedingt durch die Wirkung der als Zugfeder ausgebildeten Einschaltfeder, den mit der Kurvenscheibe in Wirkverbindung stehenden Einschalthebel in eine Lage drückt, die der Einschaltstellung entspricht.

Gemäß der vorgeschlagenen Einrichtung zum Spannen der Einschaltfeder, nach der DE 44 13 191 C1, erfolgt die Vorbereitung, der als Zugfeder ausgebildeten Einschaltfeder für den nächsten Einschaltvorgang durch einen elektrischen Motor, unter Zwischenschaltung eines mehrstufigen Stirnradgetriebes, wie es auch zum Betätigen des beweglichen Schaltkontaktes in Hochspannungsschaltgeräten, nach der DD 2 96 378 A5, vorgesehen ist. Ist an dem elektrischen Motor eine Steuerspannung angelegt, so wird unmittelbar bei Beginn der damit verbundenen Betätigung des mehrstufigen Stirnradgetriebes durch das letzte Stirnrad, das über ein Freilauflager auf der Einschaltwelle angeordnet ist, über den Freilauf die Einschaltwelle und damit der Exzenter mitgenommen, bis der Exzenter eine Lage eingenommen hat, in der die Einschaltfeder gespannt, also zur Auslosung des nächsten Einschaltvorganges vorbereitet ist. Bei diesem Vorgang, bei dem die Einschaltwelle und damit die Kurvenscheibe sowie der Exzenter um ca. 180° gedreht wird, wird diese Drehung durch Anschlagen der auf der Einschaltwelle angeordneten Klinke an der Einschaltklinke begrenzt.

Der Einschaltvorgang wird durch Freigabe der auf der Einschaltwelle angeordneten Klinke ausgelöst, und durch die gespannte Einschaltfeder, nicht nur die Klinke sondern auch der Exzenter und damit die Einschaltwelle und die Kurvenscheibe ebenfalls um ca. 180° gedreht, wobei der Exzenter, bedingt durch die Bewegungsenergie, den unteren Totpunkt der Einschaltwelle durchläuft.

Dabei sind die Positionen, die die Einschaltwelle und damit der Exzenter einnehmen, nicht an die Verwendung eines elektrischen Motors gebunden, sondern diese Positionen nimmt die Einschaltwelle und damit der Exzenter und die auf der Einschaltwelle angeordnete Klinke auch dann ein, wenn die Betätigung des mehrstufigen Stirnradgetriebes und damit des letzten, über das Freilauflager auf der Einschaltwelle angeordneten Stirnrades zum Spannen der Einschaltfeder durch eine Handaufzugswelle betätigbar ist, deren zusätzliche Anordnung nicht nur zur Durchführung von Revisionen am Vakuum- Leistungsschalter erforderlich ist, sondern auch von vielen Betreibern des Vakuum-Leistungsschalters neben dem elektrischen Motor als Antrieb gefordert wird.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Aufzugsvorrichtung zum Spannen der Einschaltfeder von Antriebseinrichtungen für elektrische Leistungsschalter, insbesondere Vakuum-Leistungsschalter, bei der die mit dem auf der Einschaltwelle aufgebrachten Exzenter in Verbindung stehende, als Zugfeder ausgebildete Einschaltfeder sowohl durch einen elektrischen Motor als auch durch eine Handaufzugswelle unter Zwischenschaltung eines Stirnradgetriebes spannbar ist, dessen letztes Stirnrad über ein Freilauflager ebenfalls auf der Einschaltwelle angeordnet ist, die auch die Klinke zur Freigabe eines Einschaltvorganges durch die Einschaltwelle sowie die mit dem Einschalthebel in Wirkverbindung stehende Kurvenscheibe trägt, zu schaffen, bei der bei Reduzierung der Stufen des Stirnradgetriebes und damit seines umbauten Raumes und seiner Kosten, insbesondere nicht nur ein Rückdrehen des Exzenters durch die Einschaltfeder nach dem Einschalten verhindert beziehungsweise begrenzt, sondern auch ein Festklemmen der Einschaltklinke an der mit der Einschaltwelle verbundenen Klinke vermieden wird.

Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß mit dem letzten, über dem Freilauflager auf der Einschaltwelle angeordneten Stirnrad ein einstufiges Stirnradgetriebe in Verbindung steht, dessen Stirnrad mit dem größten Durchmesser, mit einem auf der Handaufzugswelle befestigten Stirnrad mit kleinerem Durchmesser in Eingriff steht, und daß auf der Handaufzugswelle weiterhin ein Freilauflager angeordnet ist, das eine mit einem Bund versehene Buchse aufnimmt, auf deren äußerem Umfang eine Rückstellfeder angeordnet ist, deren eines Ende an einem an der mit einem Bund versehenen Buchse angeordneten Anschlagelement und deren zweites Ende an einem Anschlagelement, von zwei an der Rückwand des Schalterantriebes angeordneten Anschlagelementen befestigt ist.

Während die Rückstellfeder, die vorteilhaft eine Drehfeder ist, auf dem Schaft der mit einem Bund versehenen Buchse angeordnet ist, sind bei der erfindungsgemäß ausgebildeten Aufzugsvorrichtung die beiden an der Rückwand des Schalterantriebes befestigten Anschlagelemente um beispielsweise 180° versetzt zueinander angeordnet. Das bedeutet, daß die durch die zueinander versetzte Anordnung dieser Anschlagelemente erzielte Wirkung auch bei jedem anderen Winkel erreicht werden kann, so beispielsweise, wenn diese um 30° zueinander versetzt angeordnet sind. In der Rückwand des Schalterantriebes und auch in seiner Vorderwand ist die Handaufzugswelle gelagert.

Um nach dem Einschalten des Vakuum-Leistungsschalters ein Rückdrehen des Exzenters durch die Einschaltfeder in Richtung des unteren Totpunktes der Einschaltwelle zu vermeiden, zumindest aber so zu begrenzen, daß bei Beginn des Spannens der Einschaltfeder der Exzenter und damit die Einschaltwelle eine Stellung einnehmen, die in Drehrichtung des Exzenters nach oben hinter dem unteren Totpunkt der Einschaltwelle liegt, aber besonders auch, um nach dem Anschlag der mit der Einschaltwelle verbundenen Klinke, bei der Vorbereitung des Vakuum-Leistungsschalters für den nächsten Einschaltvorgang ein Festklemmen der Einschaltklinke zu verhindern, ist in weiterer Ausgestaltung der Erfindung sowohl nach dem Einschalten des Vakuum-Leistungsschalters der Rückdrehwinkel des Exzenters als auch nach dem Anschlag der mit der Einschaltwelle verbundenen Klinke an der Einschaltwelle der Rückdrehwinkel der Klinke begrenzt.

Dieses erfolgt dadurch, daß nach dem Anschlag des mit der mit einem Bund versehenen Buchse in Verbindung stehenden Anschlagelementes an dem in Drehrichtung der Buchse zunächst liegenden, an der Rückwand des Schalterantriebes angeordneten Anschlagelement, beide Anschlagelemente gemeinsam mit dem Freilauflager und der mit einem Bund versehenen Buchse, für das einstufige Stirnradgetriebe und damit für die Einschaltwelle eine Rücklaufsperre bilden. Dabei ist bei dem Anschlag des mit der Buchse in Verbindung stehenden Anschlagelementes an dem in Drehrichtung der Buchse zunächst liegenden, an der Rückwand des Schalterantriebes angeordneten Anschlagelement, die Rückstellfeder gespannt.

Durch die Schaffung eines Rückdrehwinkels, der durch die Rücklaufsperre begrenzt ist, wird nicht nur nach dem Einschaltvorgang eine mögliche Bewegungsumkehr der Einschaltwelle mit ihren Bauteilen verhindert, sondern es wird vor allen Dingen gewährleistet, daß nach dem harten Anschlag der Klinke an die Einschaltklinke, die mit der Einschaltwelle in Verbindung stehende Klinke sich um einen geringen Winkel zurückdrehen kann. Durch die daraus resultierende Entspannung der Anschlagskraft wird nicht nur eine Blockierung der Einschaltklinke aufgehoben, sondern es wird auch sichergestellt, daß bei einem Aufzug der Einschaltfeder durch den elektrischen Motor bzw. beim Aufziehen per Handkurbel über die Handaufzugswelle keine Störungen eintreten.

Bei der erfindungsgemäß ausgebildeten Aufzugsvorrichtung gibt das Freilauflager beim Vorbereiten des Vakuum-Leistungsschalters für den nächsten Einschaltvorgang, durch Betätigung des einstufigen Stirnradgetriebes über den elektrischen Motor als Aufzugsmotor bzw. der Handaufzugswelle die mit einem Bund versehene Buchse frei, so daß durch Entspannung der Rückfeder die Buchse in entgegengesetzter Richtung drehbar ist, bis das mit der Buchse in Verbindung stehende Anschlagelement am zweiten, an der Rückwand des Schalterantriebes angeordneten Anschlagelement anschlägt.

Damit das Spannen der Einschaltfeder unter Berücksichtigung eines geringen Motordrehmomentes vorgenommen werden kann, aber auch um eine niedrige Drehzahl des letzten Stirnrades und damit der Einschaltwelle zu erreichen, besitzt das einstufige Getriebe eine große Untersetzung.

Dabei ist es zweckmäßig, daß als ein einstufiges Stirnradgetriebe großer Untersetzung ein Getriebe verwendet wird, das aus einer elliptischen, auf die Welle des elektrischen Motors aufbringbaren Buchse besteht, die an ihrem äußeren Umfang über ein Kugellager einen außenverzahnten elastischen Ring aufnimmt, der in seiner großen Ellipsenachse in die konzentrisch zur Welle des elektrischen Motors angeordnete Innenverzahnung von zwei übereinander angeordneten Ringen eingreift, von dem der eine Ring am Gehäuse des elektrischen Motors befestigt ist und der zweite Ring ein Doppelstirnrad trägt, von dem das Stirnrad mit dem kleinsten Durchmesser mit dem letzten auf der Einschaltwelle angeordneten Stirnrad im Eingriff steht, wobei der außenverzahnte elastische Ring weniger Zähne besitzt, als eine der beiden mit einer Innenverzahnung versehenen, übereinander angeordneten Ringe, wobei der andere mit einer Innenverzahnung versehene Ring die gleiche Anzahl Zähne besitzt wie der außenverzahnte elastische Ring.

Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden.

In der zugehörigen Zeichnung zeigen

Fig. 1 die Einschaltwelle und damit die Einschaltfeder in der Ausschaltstellung in Verbindung mit dem einstufigen Stirnradgetriebe über das auf der Einschaltwelle angeordnete Stirnrad sowie mit der Handaufzugswelle,

Fig. 2 die Einschaltwelle mit der Einschaltfeder in der Einschaltstellung in Verbindung mit dem einstufigen Stirnradgetriebe sowie mit der Handaufzugswelle,

Fig. 3 eine Draufsicht auf die Darstellung nach Fig. 2.

Wie Fig. 1 und Fig. 2 zeigen, ist neben dem letzten Stirnrad 1 eines einstufigen Stirnradgetriebes 2 auf der Einschaltwelle 3 eines Schalterantriebes für einen Vakuum-Leistungsschalter auch ein Exzenter 4, eine Kurvenscheibe 5 sowie eine Klinke 6, über die der Einschaltvorgang nach Freigabe durch eine Einschaltklinke 7 ausgelöst wird, angeordnet. Dabei sind der Exzenter 4, die Kurvenscheibe 5 und die Klinke 6 fest auf der Einschaltwelle 3 angeordnet, während das letzte Stirnrad 1 des einstufigen Stirnradgetriebes 2 über ein Freilauflager 8 auf der Einschaltwelle 3 angeordnet ist.

Während in der aus Fig. 1 ersichtlichen Ausschaltstellung, die mit dem Exzenter 4 in Verbindung stehende, als Zugfeder ausgebildete Einschaltfeder 9 gespannt ist, so daß die Antriebseinrichtung zur Auslösung eines Einschaltvorganges am Vakuum-Leistungsschalter vorbereitet ist, geht aus Fig. 2 hervor, daß die Einschaltfeder 9 entspannt ist, wobei die Einschaltfeder 9, der Exzenter 4 und damit die Einschaltwelle 3 sich in einer Stellung befinden, die in Drehrichtung des Exzenters 4 nach oben hinter dem unteren Totpunkt 10 der Einschaltwelle 3 liegt.

Soll ausgehend von der aus Fig. 2 hervorgehenden Position der Einschaltfeder 9, diese zur Auslösung eines weiteren Einschaltvorganges gespannt werden, soll also die Einschaltwelle 3, der Exzenter 4 mit der Einschaltfeder 9, die Kurvenscheibe 5 und die Klinke 6 von der aus Fig. 2 ersichtlichen Lage in die Lage gemäß Fig. 1 gebracht werden, so wird durch das letzte Stirnrad 1 des einstufigen Stirnradgetriebes 2 unmittelbar nach seiner Betätigung durch einen elektrischen Motor 11 als Aufzugsmotor, nachdem dieser eine Steuerspannung erhalten hat oder aber durch die Handaufzugswelle 12 (Fig. 3) die Einschaltwelle 3 und damit der Exzenter 4 mitgenommen, bis der Exzenter 4, die in Fig. 1 ersichtliche Lage eingenommen hat, in der die Einschaltfeder 9 gespannt, also zur Auslösung des nächsten Einschaltvorganges vorbereitet ist.

Um zu gewährleisten, daß nach dem harten Anschlag der Klinke 6 an die Einschaltklinke 7, sich die mit der Einschaltwelle 3 in Verbindung stehende Klinke 6 um einen geringen Winkel zurückdrehen kann, ist zusätzlich eine Rücklaufsperre 13, wie in Fig. 3 gezeigt, vorgesehen, durch die für das Zurückdrehen der Klinke 6 ein begrenzter Rückdrehwinkel zur Verfügung gestellt wird. Das aber bedeutet, daß sich die Anschlagkraft entspannen kann und somit eine Blockierung der Einschaltklinke 7 aufgehoben wird. Durch die Rücklaufsperre 13 wird gleichzeitig aber auch erreicht, daß nach dem Einschaltvorgang eine mögliche Bewegungsumkehr der Einschaltwelle 3 mit ihren Bauteilen, also auch der Einschaltfeder 9, verhindert zumindest aber begrenzt wird.

Wie in Fig. 3 gezeigt, steht das Stirnrad 14 mit dem größten Durchmesser des einstufigen Stirnradgetriebes 2 mit einem auf der Handaufzugswelle 12 befestigten Stirnrad 15 mit einem kleinem Durchmesser in Eingriff. Weiterhin ist auf der Handaufzugswelle 12 ein Freilauflager 16 angeordnet, das eine mit einem Bund 17 versehene Buchse 18 aufnimmt, auf deren äußeren Umfang eine Rückstellfeder 19 angeordnet ist. Während das eine Ende 20 der Rückstellfeder 19 an einem an der Buchse 18 angeordneten Anschlagelement 21 befestigt ist, ist das zweite Ende 22 der auf dem Schaft 23 der Buchse 18 angeordneten Rückstellfeder 19, mit einem Anschlagelement 24, von zwei um 180° versetzt zueinander an der Rückwand 25 des Schalterantriebes befestigten Anschlagelementen 24; 26, verbunden. Bei dieser Ausbildung ist die Handaufzugswelle 12 nicht nur in der Rückwand 25 sondern auch in der Vorderwand 27 des Schalterantriebes gelagert.

Durch die, im wesentlichen durch die Buchse 18, die Rückstellfeder 19, die Anschlagelemente 21; 24; 26 und durch das Freilauflager 16 gebildete Rücklaufsperre 13 wird sowohl nach dem Einschalten des Vakuum-Leistungsschalters der Rückdrehwinkel des Exzenters 4 als auch nach dem Anschlag der mit der Einschaltwelle 3 verbundenen Klinke 6 an der Einschaltklinke 7 der Rückdrehwinkel begrenzt. Dieses erfolgt, indem nach dem Anschlag des mit der Buchse 18 in Verbindung stehenden Anschlagelementes 21 an dem in Drehrichtung der Buchse 18 nächstliegende Anschlagelement 24, beide Anschlagelemente 21; 24 gemeinsam mit dem Freilauflager 16 und der Buchse 18 für das einstufige Stirnradgetriebe 2 und damit für die Einschaltwelle 3 eine Rücklaufsperre 13 bilden. Stehen beide Anschlagelemente 21; 24 miteinander in Berührung, so ist die Rückstellfeder 19 gespannt.

Dagegen gibt in der Phase der Vorbereitung des Vakuum- Leistungsschalters für den nächsten Einschaltvorgang und zwar durch Betätigung des einstufigen Stirnradgetriebes 2 über den elektrischen Motor 11 als Aufzugsmotor bzw. der Handaufzugswelle 12 das Freilauflager 16 die mit einem Bund 17 versehene Buchse 18 frei, so daß durch Entspannung der Rückstellfeder 19 die Buchse 18 in entgegengesetzter Richtung gedreht wird. Diese Drehung erfolgt so lange, bis das mit der Buchse 18 in Verbindung stehende Anschlagelement 21 an das zweite, an der Rückwand 25 des Schalterantriebes angeordneten Anschlagelement 26 anschlägt.

Als einstufiges Stirnradgetriebe 2 ist ein solches mit großer Untersetzung vorgesehen, wie es auch als Harmonic-drive- Getriebe bekannt ist. Dabei ist der eine Ring 28 von zwei übereinander angeordneten Ringen 28; 29 dieses Getriebes am Gehäuse 30 des elektrischen Motors 11 befestigt und der zweite Ring 29 trägt ein Doppelstirnrad 31, dessen Stirnrad 32 mit dem kleinsten Durchmesser mit dem letzten auf der Einschaltwelle angeordneten Stirnrad 1 in Eingriff steht. Durch die Verwendung dieses einstufigen Stirnradgetriebes und seiner Anpassung an die Verhältnisse des Schalterantriebes für einen Vakuum-Leistungsschalter unter Berücksichtigung der Handaufzugswelle 12, aber auch der Rücklaufsperre 13 wird durch die erfindungsgemäße Aufzugsvorrichtung gleichzeitig Einfluß genommen auf eine Reduzierung des umbauten Raumes in bezug auf das Stirnradgetriebe und damit auf die Kosten.


Anspruch[de]
  1. 1. Aufzugsvorrichtung zum Spannen der Einschaltfeder von Antriebseinrichtungen für elektrische Leistungsschalter, insbesondere Vakuum-Leistungsschalter, bei der die mit dem auf der Einschaltwelle aufgebrachten Exzenter in Verbindung stehende, als Zugfeder ausgebildete Einschaltfeder sowohl durch einen elektrischen Motor als auch durch eine Handaufzugswelle unter Zwischenschaltung eines Stirnradgetriebes spannbar ist, dessen letztes Stirnrad über ein Freilauflager ebenfalls auf der Einschaltwelle angeordnet ist, die auch die Klinke zur Freigabe eines Einschaltvorganges durch die Einschaltwelle sowie die mit dem Einschalthebel in Wirkverbindung stehende Kurvenscheibe trägt, dadurch gekennzeichnet, daß mit dem letzten, über ein Freilauflager (8) auf der Einschaltwelle (3) angeordneten Stirnrad (1) ein einstufiges Stirnradgetriebe (2) in Verbindung steht, dessen Stirnrad (14) mit dem größten Durchmesser mit einem auf der Handaufzugswelle (12) befestigten Stirnrad (15) mit kleinem Durchmesser in Eingriff steht, und daß auf der Handaufzugswelle (12) weiterhin ein Freilauflager (16) angeordnet ist, das eine mit einem Bund (17) versehene Buchse (18) aufnimmt, auf deren äußeren Umfang eine Rückstellfeder (19) angeordnet ist, deren eines Ende (20) an einem an der mit einem Bund (17) versehene Buchse (18) angeordneten Anschlagelement (21) und deren zweites Ende (22) an einem Anschlagelement (24) von zwei an der Rückwand (25) des Schalterantriebes angeordneten Anschlagelementen (24; 26) befestigt ist.
  2. 2. Aufzugsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Rückstellfeder (19) auf dem Schaft (23) der mit einem Bund (17) versehenen Buchse (18) angeordnet ist.
  3. 3. Aufzugsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Rückstellfeder (19) eine Drehfeder ist.
  4. 4. Aufzugsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden an der Rückwand (25) des Schaltantriebes befestigten Anschlagelemente (24; 26) um 180° versetzt zueinander angeordnet sind.
  5. 5. Aufzugsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Handaufzugswelle (12) einerseits in der Rückwand (25) und andererseits in der Vorderwand (27) des Schaltantriebes gelagert ist.
  6. 6. Aufzugsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl nach dem Einschalten des Vakuum- Leistungsschalters der Rückdrehwinkel des Exzenters (4) als auch nach dem Anschlag der mit der Einschaltwelle (3) verbundenen Klinke (6) an der Einschaltklinke (7) der Rückdrehwinkel der Klinke (6) begrenzt ist, indem nach dem Anschlag des mit der mit einem Bund (17) versehenen Buchse (18) in Verbindung stehenden Anschlagelementes (21) an dem in Drehrichtung der Buchse (18) zunächst liegenden, an der Rückwand (25) des Schalterantriebes angeordneten Anschlagelement (24) beide Anschlagelemente (21; 24) gemeinsam mit dem Freilauflager (16) und der Buchse (18) für das einstufige Stirnradgetriebe (2) und damit für die Einschaltwelle (3) eine Rücklaufsperre (13) bilden.
  7. 7. Aufzugsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß bei Anschlag des mit der Buchse (18) in Verbindung stehenden Anschlagelementes (21) an dem in Drehrichtung der Buchse (18) zunächst liegende, an der Rückwand (25) des Schalterantriebes angeordneten Anschlagelement (24) die Rückstellfeder (19) gespannt ist.
  8. 8. Aufzugsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß beim Vorbereiten des Vakuum-Leistungsschalters für den nächsten Einschaltvorgang durch Betätigung des einstufigen Stirnradgetriebes (2) über den elektrischen Motor (11) als Aufzugsmotor beziehungsweise der Handaufzugswelle (12) das Freilauflager (16) die mit einem Bund (17) versehene Buchse (18) freigibt, so daß durch Entspannung der Rückstellfeder (19) die Buchse (18) in entgegengesetzter Richtung drehbar ist, bis das mit der Buchse (18) in Verbindung stehende Anschlagelement (21) am zweiten an der Rückwand (25) des Schalterantriebes angeordneten Anschlagelement (26) anschlägt.
  9. 9. Aufzugsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das einstufige Stirnradgetriebe (2) eine große Untersetzung aufweist.
  10. 10. Aufzugsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß das einstufige Stirnradgetriebe (2) großer Untersetzung aus einer elliptischen, auf die Welle des elektrischen Motors (11) aufbringbare Buchse besteht, die an ihrem äußeren Umfang über ein Kugellager einen außenverzahnten elastischen Ring aufnimmt, der in seiner großen Ellipsenachse in die konzentrisch zur Welle des elektrischen Motors (11) angeordnete Innenverzahnung von zwei übereinander angeordneten Ringen (28; 29) eingreift, von denen der eine Ring (28) am Gehäuse (30) des elektrischen Motors (11) befestigt ist und der zweite Ring (29) ein Doppelstirnrad (31) trägt, von dem das Stirnrad (32) mit dem kleinsten Durchmesser mit dem letzten auf der Einschaltwelle (3) angeordneten Stirnrad (1) in Eingriff steht, wobei der außenverzahnte elastische Ring weniger Zähne besitzt als einer der beiden mit einer Innenverzahnung versehenen, übereinander angeordneten Ringe (28; 29), wobei der andere mit einer Innenverzahnung versehene Ring die gleiche Anzahl Zähne besitzt wie der außenverzahnte elastische Ring.






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