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Dokumentenidentifikation DE4445780A1 27.06.1996
Titel Verfahren zum Dekorieren von Eiern
Anmelder Brauns-Heitmann GmbH & Co KG, 34414 Warburg, DE
Erfinder Gibbels, Uwe, Dr., 34414 Warburg, DE
Vertreter Patentanwälte Maxton & Langmaack, 50968 Köln
DE-Anmeldedatum 21.12.1994
DE-Aktenzeichen 4445780
Offenlegungstag 27.06.1996
Veröffentlichungstag im Patentblatt 27.06.1996
IPC-Hauptklasse B44C 1/16
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Dekorieren von Eiern, bei dem die zu dekorierenden Eier zunächst bis zu einem gewünschten Härtegrad gekocht werden, wobei jeweils auf ein noch heißes Ei ein Zierring aus einem Schrumpffolienband aufgezogen und das Ei zum Aufschrumpfen des Zierringes kurze Zeit in heißes Wasser getaucht wird und wobei anschließend das Ei zum Färben der verbleibenden freien Flächen der Eischale in eine Farblösung getaucht wird.

Beschreibung[de]

Zum Dekorieren von gekochten Eiern ist es bekannt, in das Kochwasser zunächst einen als Lebensmittelfarbe zugelassenen Naturfarbstoff, beispielsweise E 101 Riboflavin, E 120 Carmin, E 141 Chlorophyll, sowie E 160 b Carotinoid zuzugeben und dann in die heiße, aber noch nicht kochende Farblösung die zu kochenden rohen Eier einzulegen und dann in der gewünschten Kochdauer die Eier kochend zu färben. Zusätzlich zu der Grundfarbe kann dann auf das noch rohe kalte Ei eine Dekorbanderole aufgezogen werden, die aus einer sogenannten Schrumpffolie hergestellt ist. Das Ei wird dann, wie vorstehend beschrieben, in die heiße Farblösung eingelegt. Unter der Einwirkung der Hitze zieht sich die Banderole glatt um das Ei. Der Nachteil dieses Verfahrens besteht jedoch darin, daß man sowohl hinsichtlich der auszuwählenden Farben als auch hinsichtlich der Gestaltung der Dekorbanderolen eingeschränkt ist, da auch der Schalenbereich unter der Folie bereits durch den Farbstoff angefärbt wird.

Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, das vorbekannte Dekorverfahren zu verbessern, um sowohl hinsichtlich der einzusetzenden Farbstoffe als auch hinsichtlich der Gestaltung der Dekorbanderole größere Freiheiten zu erhalten.

Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß die zu dekorierenden Eier zunächst bis zu einem gewünschten Härtegrad gekocht werden, daß jeweils auf ein noch heißes Ei ein Zierring aus einem Schrumpffolienband aufgezogen wird und daß das Ei zum Aufschrumpfen des Zierringes kurze Zeit in das heiße Kochwasser getaucht wird und daß anschließend das Ei zum Färben der verbleibenden freien Flächen der Eischale in eine Farblösung getaucht wird. Hierbei hat sich überraschend herausgestellt, daß der auf das noch ungefärbte Ei aufgeschrumpfte Zierring aus Schrumpffolie so fest anliegt, daß bei dem anschließenden Färben nichts unter den Zierring läuft, so daß es hierdurch möglich wird, für den Zierring auch auf transparente Folien aufgebrachte Dekore zu verwenden. Durch die Möglichkeit, daß für den Zierring transparente oder nahezu transparente Folien eingesetzt werden können, ergibt sich in Verbindung mit der weißen Grundfarbe der Eierschale eine sehr viel höhere Brillanz des Dekors. Während Naturfarbstoffe im wesentlichen beständig gegen heißes Wasser sind, besteht der Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens darin, daß auch Eierfarben auf der Basis synthetischer Farbstoffe eingesetzt werden können und damit eine sehr viel breitere Farbpalette zur Verfügung steht. Damit ist auch die Möglichkeit gegeben, die Farblösungen aufzubewahren und mehrfach zu verwenden. Es besteht auch die Möglichkeit, Eier hart zu kochen und hierbei den Zierring zunächst aufzuschrumpfen und dann zu einem späteren Zeitpunkt die erkalteten Eier in eine vorhandene Farblösung einzulegen.

In Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß ein mit Ausstanzungen versehener Zierring verwendet wird, der nach dem Abschluß des Färbevorganges vom Ei entfernt wird. Da sich überraschenderweise herausgestellt hat, daß der aufgeschrumpfte Zierring sehr dicht auf der Eioberfläche aufliegt und beim anschließenden Einlegen in die Farblösung im Randbereich praktisch kein Farbstoff unter den aufgeschrumpften Zierring eindringen kann, besteht hier die Möglichkeit, über die Ausstanzungen des Zierrings Oberflächenbereiche ebenso wie die Kappenbereiche anzufärben, so daß nach dem Entfernen des Zierrings das Muster der Ausstanzungen mit Kontrast zu dem durch den Zierring abgedeckten weißen Bereich der Eischale ebenfalls gefärbt sind.

In der beigefügten Zeichnung ist ein zu färbendes Ei 1 dargestellt, auf das ein Zierring 2 aus einem Schrumpffolienband auf der dicksten Stelle des "Äquators" aufgeschrumpft ist. Wegen der beschränkten Schrumpffähigkeit des Folienmaterials ist es nicht möglich, die Kappenbereiche 3 und 4 des Eies abzudecken, so daß diese durch Einlegen des mit dem aufgeschrumpften Zierring versehenen gekochten Eies in eine Farblösung eingefärbt werden müssen, sofern man es hier nicht bei der Naturfarbe der Eischale belassen will.

Der Zierring 2 kann nun mit jedem beliebigen aufgedruckten Dekor versehen sein. Da der Zierring 2 dicht auf die Eischale aufgeschrumpft ist, besteht darüber hinaus die Möglichkeit, die Kappenbereiche 3 und 4 unterschiedlich zu färben, da man das bereits fertiggekochte Ei eben nur teilweise eingetaucht in eine Farblösung einstellen kann.

Versieht man den Zierring 2 mit Ausstanzungen 5, wie in der Zeichnung angedeutet, dann besteht auch die Möglichkeit, nach dem Aufschrumpfen des Zierringes das Ei wie bisher vollständig in die Farblösung einzulegen und die Eischale anzufärben. Nach dem Färbevorgang kann dann der Zierring entfernt werden, so daß entsprechend der Kontur der Ausstanzungen 5 relativ randscharfe farbige Muster auf dem natürlichen Farbgrund der Eischale, in der Regel einer weißen Eischale, vorhanden sind.


Anspruch[de]
  1. 1. Verfahren zum Dekorieren von Eiern, dadurch gekennzeichnet, daß die zu dekorierenden Eier zunächst bis zu einem gewünschten Härtegrad gekocht werden, daß jeweils auf ein noch heißes Ei ein Zierring aus einem Schrumpffolienband aufgezogen und und das Ei zum Aufschrumpfen des Zierringes kurze Zeit in heißes Wasser getaucht wird und daß anschließend das Ei zum Färben der verbleibenden freien Flächen der Eischale in eine Farblösung getaucht wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein mit Ausstanzungen versehener Zierring verwendet wird, der nach Abschluß des Färbevorganges vom Ei entfernt wird.






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