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Dokumentenidentifikation DE19500142A1 11.07.1996
Titel Verfahren und Anordnung zur computergesteuerten Prüfung von Rangierungen an Hauptverteilern
Anmelder Deutsche Telekom AG, 53113 Bonn, DE
Erfinder Halatscheff, Harry, 32760 Detmold, DE;
Bothe, Heinz Jürgen, Dipl.-Ing., 63329 Egelsbach, DE
DE-Anmeldedatum 04.01.1995
DE-Aktenzeichen 19500142
Offenlegungstag 11.07.1996
Veröffentlichungstag im Patentblatt 11.07.1996
IPC-Hauptklasse G01R 31/04
IPC-Nebenklasse H04Q 1/20   
Zusammenfassung Die erfindungsgemäße Lösung dient der sicheren, schnellen und überwiegend automatischen Prüfung sowie Vorbereitung von Teilnehmer-Massenumschaltungen von einer außer Betrieb zu nehmenden Vermittlungsstelle zu einer in Betrieb zu nehmenden Vermittlungsstelle bzw. von Teilnehmer-Massenumschaltungen von Hauptverteiler zu Hauptverteiler.
Erfindungsgemäß werden von einem vorzugsweise bei einem Hauptverteiler angeordneten Prüfplatz über die erfindungsgemäße Prüfanordnung Prüfverbindungen zur alten und zur neuen Vermittlungsstelle aufgebaut. Dabei sind die neuen Rangierungen bereits bis zum neuen Hauptverteiler geschaltet. Mittels eines rechnergestützten Programms werden über die Hauptverteiler wahlweise die Teilnehmeranschlußpunkte auf den Schaltmitteln des alten und des neuen Hauptverteilers angesteuert und Prüfverbindungen hergestellt und quittiert. Die Prüfergebnisse werden automatisch ausgewertet und dokumentiert.
Die erfindungsgemäße Lösung wird vorzugsweise bei Teilnehmer-Massenumschaltungen von analogen zu digitalen Vermittlungsstellen eingesetzt.

Beschreibung[de]

Die erfindungsgemäße Lösung dient der Prüfung und Vorbereitung von Teilnehmer-Massenumschaltungen von einer außer Betrieb zu nehmenden Vermittlungsstelle zu einer in Betrieb zu nehmenden Vermittlungsstelle bzw. von Teilnehmer-Massenumschaltungen von Hauptverteiler zu Hauptverteiler. Sie wird vorrangig für die Prüfung und Vorbereitung von Massenumschaltungen verwendet, bei denen Teilnehmer von analogen Vermittlungsstellen auf digitale Vermittlungsstellen zu schalten sind.

Bei der Prüfung für Massenumschaltungen wird insbesondere die Prüfung der am Hauptverteiler HVt vorgenommenen Rangierungen bisher manuell durchgeführt. Manuelle Rangierungs-Prüfungen sind sehr personal- und zeitaufwendig und führen infolge der dabei ausgeübten, vorwiegend monotonen Tätigkeiten und Verfahrensabläufen, zu Fehlern, die sich bei der Menge der Umschaltungen auf den Kreis der Fernsprechteilnehmer entsprechend auswirken.

Ziel der Erfindung ist es, eine computergesteuerte Lösung für Teilnehmer-Massenumschaltungen zu entwickeln. Dabei soll nur ein Bediener (Prüfer) die Prüfungen sicher, schnell und überwiegend automatisch ausführen. Desweiteren sollen die Prüfzeiten für die Vorbereitung der Massenumschaltung verkürzt werden. Fehlschaltungen und daraus resultierende Nachprüfungen sowie zusätzlicher Schaltungsaufwand sollen dabei weitestgehend vermieden werden.

Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Anordnung zur computergesteuerten Prüfung von Rangierungen (Verdrahtungen) an Hauptverteilern (HVt) auf

  • - richtige Verkabelung der DIV-Eingänge (Ports) am HVt
  • - richtige Zuordnung der Rufnummern zu den Ports
  • - richtige Lage und adernmäßige Zuordnung der Rangierungen
  • - richtige Lage der Rangierungen an der Linienseite des HVt


vor Massenumschaltungen, vorzugsweise im Zusammenhang von Auswechslungen analoger Teilnehmer-Vermittlungsstellen gegen digitale Vermittlungsstellen.

Erfindungsgemäß wird unter Einbeziehung eines kommerziellen Steuer-Rechners, Personal-Computer PC oder vorzugsweise Laptop LT von einem Meßpunkt ein Zugang zu den Schaltpunkten der alten und der neuen Vermittlungsstelle VSt geschaffen.

Dabei basiert das erfindungsgemäße Prüfverfahren auf der Herstellung von Prüfverbindungen über einen Prüfanschluß der alten und/oder der neuen VSt entsprechend einem in den Rechner eingelesenen Prüfprogramm zu dem über einen speziellen Prüf-Stecker PrSt angeschalteten Meßpunkt, wobei vor und während des Verbindungsaufbaus Teilprüfungen des Funktionsablaufes durchgeführt werden und das Zustandekommen der Prüfverbindungen quittiert wird. Unter Beibehaltung des laufenden Betriebes der umzuschaltenden Teilnehmeranschlüsse werden über die alte Vermittlungsstelle von einen Prüfplatz, welcher sich vorzugsweise bei einem von der Umschaltung betroffenen Hauptverteiler HVt befindet, Prüfverbindungen mit dem Prüfanschluß des Hauptverteilers HVt der Vermittlungsstelle von der Teilnehmeranschlüsse abgeschaltet werden sollen und Prüfverbindungen mit dem Prüfanschluß des Verteilers, an den die Teilnehmeranschlüsse anzuschalten sind, hergestellt. Parallel zur alten Rangierung wird die neue Rangierung zum Hauptverteiler der neuen Vermittlungsstelle installiert. Dabei ist die Verbindung zur neuen Vermittlungsstelle noch aufgetrennt. Das geschieht vorzugsweise durch Auftrennung von Innen- und Außenseite am Hauptverteiler HVT. Zur Prüfung der neuen Rangierung wird im Steuer-Rechner ein rechnergestütztes Prüfprogramm aktiviert. Mittels dieses Prüfprogramms werden entsprechend den im Prüfprogramm vorgesehenen Prüfschritten, über die Prüfanschlüsse die entsprechenden Teilnehmeranschlußpunkte auf den Schaltmitteln des alten und des neuen Hauptverteilers angesteuert. Dabei können am neuen Hauptverteiler wahlweise sowohl die Innen- als auch die Außenseite der Teilnehmeranschlußpunkte am aufgetrennten Schaltmittel angesteuert werden. Das Zustandekommen der Prüfverbindungen wird dabei quittiert und die im Rahmen der Prüfung ermittelten Ergebnisse werden automatisch ausgewertet und dokumentiert. Nach erfolgreicher Prüfung wird die alte Rangierung aufgetrennt und die neue Rangierung am neuen Hauptverteiler zur neuen Vermittlungsstelle durchgeschaltet.

Die erfindungsgemäße Prüfanordnung wird nachstehend anhand eines Beispiels einer Massenumschaltung von Teilnehmern von einer analogen zu einer digitalen Vermittlungsstelle näher erläutert. Dabei zeigt

Fig. 1 die Gerätekonfiguration der Anordnung,

Fig. 2 das Blockschaltbild Zusatz-Gerät (ZusGt) und

Fig. 3 das Blockschaltbild Wahl-Zusatz (WahlZus).

Im folgenden wird zunächst auf Fig. 1 Bezug genommen. Dem Steuer-Rechner, vorzugsweise einem PC bzw. einem Laptop, sind als periphere Einrichtungen der erfindungsgemäße Wahlzusatz (WahlZus) sowie das erfindungsgemäße Zusatz- Gerät (ZusGt) zugeordnet.

Der WahlZus, der vom Steuer-Rechner über eine serielle Schnittstelle gesteuert wird, ist mit dem Prüfausgang I während der gesamten Prüfungen mit einem Prüfanschluß der alten Vermittlungs-Stelle (VSt) über den Hauptverteiler HVt verbunden.

Das ZusGt, das vom Steuer-Rechner über eine parallele Schnittstelle gesteuert wird, ist über den Prüfausgang II während der gesamten Prüfungen mit einem Prüfanschluß der neuen (digitalen) VSt verbunden. Die Anschaltung erfolgt am Hauptverteiler HVt der neuen digitalen Vermittlungsstelle. Der Prüfausgang III des Zusatzgerätes ZusGt führt über einen speziellen Prüfstecker (PrSt) zum HVt der neuen digitalen Vermittlungsstelle.

Der spezielle Prüfstecker PrSt wird auf die Funktionselemente des Anschaltstreifens gesteckt und kann, während die Innen- und die Außenseite durch gesteckte Trennstecker getrennt sind, gleichzeitig die Innen- und die Außenseite am neuen Hauptverteiler HVt abgreifen.

Ein externer kommerzieller Drucker zur Ausgabe verfahrensbedingter Prüf- und/oder Fehler-Protokolle wird an den Drucker-Ausgang des Zusatzgerätes ZusGt angeschlossen.

Das Zusatzgerät ZusGt besitzt ferner einen Eingang zur Aufnahme einer abgesetzten Fernbedienung 14. Mit der Fernbedienung 14 können dem Steuer-Rechner bestimmte Funktions-Codes zur Steuerung des Programmablaufs übermittelt werden.

Das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung einer Prüfverbindung zum Zwecke der Sicherstellung der richtigen Rangierung am Hauptverteiler HVt ist gekennzeichnet durch folgende Schritte:

Auf dem Steuer-Rechner wird die zum erfindungsgemäßen Verfahren gehörende Software eingerichtet und durch die menügesteuerte Bedienerführung das Laden der Prüfdatei (Prüfliste), die Prüfkonfiguration, die Steuerung der Prüfabläufe und die Auswertung der Prüfergebnisse ermöglicht.

Die Prüfdaten werden als Prüfliste auf Datenträger zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Verfügung gestellt. Die Prüfliste enthält alle zur Durchführung der Prüfungen benötigten Daten wie z. B. Rufnummern, Anschlußart und Anschaltepunkte am Hauptverteiler HVt.

Nach Installation der in Fig. 1 aufgeführten Geräte und deren Anschluß an den Steuerrechner können folgende Prüfungen ausgeführt werden:

Prüfverbindungsart "alte VSt und neue VSt zum HVt neu"

Prüfausgang I (WahlZus) ist an den Prüfanschluß der alten VSt angeschaltet.

Prüfausgang II (ZusGt) ist an den Prüfanschluß der neuen VSt angeschaltet.

Prüfausgang III (ZusGt) ist mittels spezieller Prüfstecker PrSt am HVt der neuen VSt angeschaltet.

Von den Prüfanschlüssen der neuen und der alten VSt werden Prüfverbindungen zum zugehörigen Anschlußpunkt mittels spezieller Prüfstecker PrSt am HVt der neuen VSt aufgebaut und ausgewertet.

Prüfverbindungsart "alte VSt zum HVt neu"

Diese Prüfverbindungsart soll vor Einschaltung der neuen VSt die Prüfung der neu eingelegten Rangierung als Teilprüfung ermöglichen.

Prüfausgang I (WahlZus) ist an den Prüfanschluß der alten VSt angeschaltet.

Prüfausgang III (ZusGt) ist mittels spezieller Prüfstecker PrSt am HVt der neuen VSt angeschaltet.

Vom Prüfanschluß der alten VSt werden Prüfverbindungen zum zugehörigen Anschlußpunkt mittels spezieller Prüfstecker PrSt am HVt der neuen VSt aufgebaut.

Prüfverbindungsart "alte VSt oder neue VSt zum Hauptverteiler HVtL (Linienseite)"

Diese Prüfungsart soll im Bedarfsfall die richtige Lage der Verkabelung am HVt Linienseite als Teilprüfung ermöglichen. Prüfausgang I ist an den Prüfanschluß der alten oder neuen VSt angeschaltet.

Prüfausgang III (ZusGt) ist mittels spezieller Prüfstecker PrSt am HVt Linienseite angeschaltet. Vom Prüfanschluß der alten oder neuen VSt werden Prüfverbindungen zum zugehörigen Anschlußpunkt am speziellen Prüfstecker PrSt am HVt Linienseite aufgebaut.

Prüfverbindungsart "neue VSt zum HVt"

Diese Prüfverbindungsart soll im Bedarfsfall die richtige Verkabelung der Ports sowie Teilfunktionen (Wählton, Rufspannung) derselben ermöglichen.

Prüfausgang I (WahlZus) ist an den Prüfanschluß der neuen VSt angeschaltet.

Prüfausgang III (ZusGt) ist mittels spezieller Prüfstecker PrSt am HVt der neuen VSt angeschaltet.

Vom Prüfanschluß der neuen VSt werden Prüfverbindungen zum zugehörigen Anschlußpunkt am speziellen Prüfstecker PrSt am HVt der neuen VSt angeschaltet.

Im folgenden wird auf Fig. 2 Bezug genommen.

Die Stromversorgung erfolgt vorzugsweise aus der Amtsbatterie und wird mit einem DC-Wandler der Betriebsspannung angepaßt.

Die einzelnen Funktionen der Baugruppen in Fig. 2 werden am Beispiel der Prüfverbindungsart "alte und neue VSt zum HVt neu" näher erläutert:

Vor dem Starten der Prüfabläufe wird vom Bediener im Prüfprogramm die Prüfkonfiguration eingerichtet. Durch Steuerung der parallelen Schnittstelle des Steuer-Rechners, vorzugsweise eines Laptops, werden mittels der Steuerlogik 1 und Umschaltesteuerung die Datenströme anstatt zum Drucker auf die Koppelfeld-Relais A-H und das Steuerrelais S gelenkt.

Nach Aufbau der Prüfverbindung vom Wahlzusatz WahlZus (Prüfausgang I, Fig. 1) gelangt der Ruf von der alten VSt, über einen speziellen Prüfstecker PrSt (max. 4 Ports) Prüfausgang III, die entsprechenden Koppelfeld- Relaiskontakte e-h (2), sowie den s2-Kontakt zur Ruferkennung 3, a/b-Prüfung 5 und nachgeschalteter Anschaltung 4.

Die Ruferkennung 3 bewirkt zusammen mit der Anschaltung 4 eine schnelle Rufstromabschaltung und die nachfolgende Schleifenbildung.

Die a/b-Prüfung 5 kontrolliert die richtige Beschaltung der a- und der b-Ader und gibt bei Vertauschung derselben Signale an die Steuerlogik 1 und zusätzlich optische und/oder akustische Aufmerksamkeitszeichen. Die Steuerlogik 1 gibt die Signale zum Steuer-Rechner weiter, wo sie vom Prüfprogramm entsprechend ausgewertet werden.

Die Anschaltung 4 veranlaßt ihrerseits eine teilnehmergleiche Anschaltung über den Prüfausgang II an den Prüfanschluß der neuen VSt (Fig. 1). Nach Auswertung der Hörzeichen vom WahlZus (Prüfausgang I, Fig. 1) und entsprechender Weitergabe an das Steuer-Programm wird vom Wahlzus (Fig. 1) unter Umstellung auf Mehrfrequenzwahlverfahren der zweite Verbindungsaufbau über den Prüfausgang II am Prüfanschluß der neuen VSt hergestellt.

Der Ruf gelangt von der neuen VSt über einen speziellen Prüfstecker PrSt, über den Prüfausgang III zu den entsprechenden Koppelfeld-Relaiskontakten a-d 7 und über den s1-Kontakt zur Ruferkennung 8, a/b-Prüfung 5, Hörverstärker mit Lautsprecher 12 und nachgeschalteter Anschaltung 10. Die Ruferkennung 8 bewirkt zusammen mit der Anschaltung 10 eine schnelle Rufstromabschaltung und die nachfolgende Schleifenbildung. Der Tongenerator 11 sendet über die m-Kontakte der Anschaltung 10 den Prüfton über die Prüfverbindungen (Prüfausgang III, II und I) zum Wahlzusatz Wahlzus (Fig. 1). Nach Auswertung des Prüftons vom Wahlzus (Fig. 1) und entsprechender Weitergabe an das Steuerprogramm wird die gesamte Verbindung ausgelöst und die nächste Rangierprüfung eingeleitet.

Der Hörverstärker mit Lautsprecher 12 dient neben einer Mithörfunktion bei der Rangierungsprüfung zur Kontrolle des Wähltones bei betätigter Belegtprüfung 13 über die W-Ton- Prüf-Taste. Mit der Belegtprüfung 13 kann, je nach Stellung des s1-Kontaktes (alte oder neue VSt), der elektrische Zustand des Anschlußpunktes am speziellen Prüfstecker PrSt getestet werden. Ferner verhindert die Belegtprüfung 13 bei Verbindungswegeprüfungen zum Hauptverteiler HVtL (Linienseite) ein Auftrennen der teilnehmerseitigen Anschlußleitung bei gestecktem Prüfstecker PRSt und einer eventl. bestehenden Teilnehmerverbindung.

Mit der Fernbedienungs-Einheit 14 werden dem Steuer-Rechner über die Steuerlogik 1, wie bereits erwähnt, bestimmte Funktionen in Form von Steuerzeichen übermittelt, wie z. B. Starten des Programms oder Prüfkriterien hinterlegen.

Im folgenden wird auf Fig. 3 Bezug genommen.

Der erfindungsgemäße Wahlzusatz WahlZus dient dem Aufbau und der Auswertung der Prüfverbindungen.

Der WahlZus wird an eine serielle Schnittstelle des Steuer- Rechners angeschlossen und vom Prüfprogramm gesteuert. Die Stromversorgung des WahlZus erfolgt bei Verwendung stromsparender C-MOS-Bauteile ausschließlich aus der seriellen Schnittstelle des Steuer-Rechners.

Über eine Modular-Buchse wird der Prüfausgang I dem Anschalte-Modul 15 zugeführt. Das Anschalte-Modul 15 veranlaßt durch Schleifenbildung eine teilnehmergleiche Anschaltung und gibt die Hörtöne an die Wähl-/Bes.-/Frei-/ Ruf-Ton Auswertung 16 weiter. Bei entsprechender Auswertung werden die Daten der zu wählenden Rufnummer durch den seriell/parallel Wandler 17 über entsprechende Einstellung des IWV/MFV-Moduls 18 (IWV = Impuls-Wahl-Verfahren, MFV = Mehr-Frequenzwahl-Verfahren) an das Anschalte-Modul 15 weitergeleitet, welches die Wahl ausführt. Über optische und akustische Anzeige können die Funktionsabläufe des Anschalte-Moduls 15 verfolgt werden. Eine manuelle Prüftaste in Verbindung mit optischer und akustischer Anzeige, Beleg. LED, erlaubt einen Funktions-Test des Prüfanschlusses am Prüfausgang I.

Nach erfolgtem Prüfverbindungsaufbau wird der vom Zusatzgerät ZusGt (Fig. 1) angelegte Prüfton von der Prüf- Ton Auswertung 19 verarbeitet und das Ergebnis über die serielle Schnittstelle dem Steuer-Rechner übermittelt. Vom Prüfprogramm werden dann die weiteren Prüfschritte veranlaßt.

Nach Beendigung der Prüfung wird vom Anschalte-Modul 15 die Prüfverbindung ausgelöst.

Bezugszeichenliste

1 Steuerlogik

2 Koppelfeld-Relaiskontakte e-h

3 Ruferkennung

4 Anschaltung

5 a/b-Prüfung

6 Steuerlogik

7 Koppelfeld-Relaiskontakte a-d

8 Ruferkennung

9 Timer

10 Anschaltung

11 Tongenerator

12 Hörverstärker mit Lautsprecher

13 Belegtprüfung

14 Fernbedienung

15 Anschaltemodul

16 Wähl-/Besetzt-/Frei-/ Ruf-Ton Auswertung

17 seriell/parallel Wandler

18 IWV/MFV-Modul

19 Prüf-Ton Auswertung

s1 Kontakte des S-Relais

s2

I

II Prüfausgänge

III


Anspruch[de]
  1. 1. Verfahren zur computergesteuerten Prüfung von Rangierungen (Verdrahtungen) an Hauptverteilern, dadurch gekennzeichnet, daß unter Beibehaltung des laufenden Betriebes der umzuschaltenden Teilnehmeranschlüsse über die alte Vermittlungsstelle von einem Prüfplatz, welcher sich vorzugsweise bei einem von der Umschaltung betroffenen Hauptverteiler befindet, Prüfverbindungen mit dem Prüfanschluß des Hauptverteilers der Vermittlungsstelle von der Teilnehmeranschlüsse abgeschaltet werden sollen und Prüfverbindungen mit dem Prüfanschluß des Verteilers, an den die Teilnehmeranschlüsse anzuschalten sind, hergestellt werden, daß parallel zur alten Rangierung die neue Rangierung zum Hauptverteiler der neuen Vermittlungsstelle erfolgt, wobei die Verbindung zur neuen Vermittlungsstelle, vorzugsweise am Hauptverteiler, aufgetrennt ist, daß zur Prüfung der neuen Rangierung ein rechnergestütztes Prüfprogramm aktiviert wird, daß dabei gemäß dem Prüfprogramm wahlweise über die Prüfanschlüsse die entsprechenden Teilnehmeranschlußpunkte auf den Schaltmitteln des alten und des neuen Hauptverteilers angesteuert werden, wobei am neuen Hauptverteiler wahlweise sowohl die Innen- als auch die Außenseite der Teilnehmeranschlußpunkte am aufgetrennten Schaltmittel angesteuert wird, daß das Zustandekommen der Prüfverbindungen quittiert und die im Rahmen der Prüfung ermittelten Ergebnisse automatisch ausgewertet und dokumentiert werden, und daß nach erfolgreicher Prüfung die alte Rangierung aufgetrennt und die neue Rangierung am neuen Hauptverteiler zur neuen Vermittlungsstelle durchgeschaltet wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jeder in die Umschaltung einbezogene Teilnehmeranschluß einem Prüfprogramm unterzogen wird, welches die Prüfungen auf
    1. - richtige Verkabelung der Eingänge der digitalen Vermittlungsstelle (Ports) am Hauptverteiler (HVt),
    2. - richtige Zuordnung der Rufnummern zu den Ports,
    3. - richtige Lage und adernmäßige Zuordnung der Rangierungen und
    4. - richtige Lage der Rangierungen an der Linienseite des Hauptverteilers (HVt), beinhaltet.
  3. 3. Anordnung zur computergesteuerten Prüfung von Rangierungen an Hauptverteilern, dadurch gekennzeichnet, daß ein Zusatzgerät (ZusGt), welches als Anschalte- und Verbindungsglied zum neuen Hauptverteiler (HVt) ausgebildet ist, über einen ersten Aus/Eingang mit der parallelen Schnittstelle eines Steuerrechners, über einen zweiten Ausgang (Prüfausgang II) mit dem Prüfanschluß des Hauptverteilers (HVt) der neuen Vermittlungsstelle (VSt), und über einen dritten Ausgang (Prüfausgang III) über einen Prüfstecker (PrSt) mit den neu zu belegenden Teilnehmeranschlußpunkten am Hauptverteiler (HVt) der neuen Vermittlungsstelle (VSt) verbunden ist, wobei der Prüfstecker (PrSt) Abgriffe sowohl für die Innen- als auch für die Außenseite der Teilnehmeranschlüsse am aufgetrennten Schaltmittel des Hauptverteilers (HVt) der neuen Vermittlungsstelle (VSt) besitzt, daß das Zusatzgerät (ZusGt) über einen Druckerausgang an einen Drucker angeschaltet ist, daß der Steuer-Rechner über eine serielle Schnittstelle mit einer Wahlzusatz-Anordnung (WahlZus) verbunden ist, welche über einen ersten Prüfausgang (Prüfausgang I) mit dem Prüfanschluß des Hauptverteilers der alten Vermittlungsstelle (VSt) verbunden ist, und daß am Hauptverteiler (HVt) Linienseite parallel zur alten Rangierung die neue Rangierung aufgeschaltet ist, die mit den am neuen Hauptverteiler (HVt) für die Teilnehmeranschlüsse vorgesehenen Anschlußpunkten verbunden ist.
  4. 4. Anordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Zusatzgerät (ZusGt) aus einer Steuerlogik (1) mit den Koppelfeld-Relais A-S besteht, die einen Daten- Ein/Ausgang zum Steuer-Rechner sowie einen Datenausgang zu einem Drucker besitzt, daß die Steuerlogik (1) mit einer Baugruppe a/b-Prüfung (5) verbunden ist, daß die Baugruppe a/b-Prüfung (5) mit der Baugruppe Ruferkennung (3) und über einen Kontakt (s1) und die Koppelfeld-Relaiskontakte a-d (7) mit dem Prüfausgang III mit Zugriff zur neuen digitalen Vermittlungsstelle verbunden ist, daß die Baugruppe Ruferkennung (3) über die Baugruppe Anschaltung (4) mit dem Prüfausgang II zum Prüfanschluß und über einen Kontakt (s2) und die Koppelfeld-Relaiskontakte e-h (2) mit dem Prüfausgang III mit Zugriff zur alten analogen Vermittlungsstelle verbunden ist, daß die Baugruppe a/b-Prüfung (5) mit der Baugruppe Belegtprüfung (13), Ruferkennung (8), Anschaltung (10) und Hörverstärker mit Lautsprecher (12) verbunden ist, wobei die Baugruppe Ruferkennung (8) über einen Timer (9) mit der Baugruppe Anschaltung (10) verbunden ist, daß an die Baugruppe Anschaltung (10) ein Tongenerator (11) angeschaltet ist, daß an die Baugruppen a/b-Prüfung (5) und Belegtprüfung (13) jeweils eine optischen Zustandsanzeige angeschaltet ist, wobei an der Baugruppe Belegtprüfung (13) eine Prüf-Taste für den Wählton anliegt.
  5. 5. Anordnung nach Anspruch 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß an die Steuerlogik (1) des Zusatzgerätes (ZusGt) eine Baugruppe Fernbedienung (14) angeordnet ist.
  6. 6. Anordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Wahlzusatz-Anordnung (WahlZus) an eine serielle Schnittstelle des Steuer-Rechners angeschaltet ist, daß der RTS-Ausgang der seriellen Schnittstelle des Steuer- Rechners über die Leitung Reset mit der Baugruppe IWV/MFV Modul (18) verbunden ist, daß die Baugruppe IWF/MFV Modul (18) über einen ersten Ausgang mit einem Anschaltemodul (15) und über einen zweiten Ausgang, Leitung Freigabe, mit dem CTS-Eingang der seriellen Schnittstelle verbunden ist, daß der Ausgang TXD der seriellen Schnittstelle über die Leitung Wahlimpuls und über einen seriell/parallel- Wandler (17) mit dem IWF/MFV Modul (18) verbunden ist, daß das IWV/MFV Modul (18) über ein Anschaltemodul (15), eine Baugruppe Wähl- /Besetzt-/Frei- und Ruf-Ton Auswertung (16) und über eine Leitung mit dem DCD-Eingang der seriellen Schnittstelle verbunden ist, daß das Anschaltemodul (15) über eine Baugruppe Prüf-Ton Auswertung (19) und über eine Leitung mit dem DSR-Eingang der seriellen Schnittstelle verbunden ist, daß der DTR-Ausgang der seriellen Schnittstelle über eine Leitung Abheben mit dem Anschaltemodul (15) verbunden ist, daß an das Anschaltemodul (15) der Prüfausgang I angeschaltet ist, daß am Anschaltemodul (15) eine Prüf-Taste, eine Belegtanzeige und ein Hörverstärker mit Lautsprecher angeordnet sind.






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