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Dokumentenidentifikation DE19500352A1 11.07.1996
Titel Vorrichtung zur Abgabe von mittels einer Falzmaschine erzeugten ein oder mehrmals in Querrichtung gefalteten Bahnabschnitten aus Papier, Tissue, Nonwoven oder dergleichen in aus abgezählten Einzelstücken bestehenden Päckchen
Anmelder Hobema Maschinenfabrik Hermann H. Raths GmbH & Co KG, 40211 Düsseldorf, DE
Erfinder Roger, Dietmar, Dipl.-Ing. (FH), 41462 Neuss, DE;
Effer, Hermann-Josef, 41542 Dormagen, DE;
Rosenthal, Olaf, 41542 Dormagen, DE;
Raths, Hermann Josef, 40221 Düsseldorf, DE;
Vomberg, Rainer, Dipl.-Ing., 41844 Wegberg, DE
Vertreter Patentanwälte Sroka und Feder, 40545 Düsseldorf
DE-Anmeldedatum 07.01.1995
DE-Aktenzeichen 19500352
Offenlegungstag 11.07.1996
Veröffentlichungstag im Patentblatt 11.07.1996
IPC-Hauptklasse B65H 15/02
IPC-Nebenklasse B65H 29/16   B65H 33/16   
Zusammenfassung Eine Vorrichtung zur Abgabe von mittels einer Falzmaschine erzeugten ein oder mehrmals in Querrichtung gefalteten Bahnabschnitten aus Papier, Tissue, Nonwoven oder dergleichen in aus abgezählten Einzelstücken bestehenden Päckchen. Die Päckchen werden in Teilstapeln abgeführt. An jede Teilstapelstrecke (1.1, 1.2) schließt sich ein Horizontalförderer (4, 8) an, auf welchen die Päckchen abgelegt werden. An eine Teilstapelstrecke (1.2) schließt sich zunächst ein erster Horizontalförderer (8) an, dem eine Wendevorrichtung (10) nachgeordnet ist. Durch diese werden die Päckchen um 180° gedreht und einem zweiten Horizontalförderer (11) zugeführt. Die Wendevorrichtung (10) besteht aus Kassetten (10.1-10.4), die gemeinsam um eine Drehachse parallel zur Förderrichtung verdrehbar sind. Die Überführung der Päckchen aus einer Kassette (10.3) auf den zweiten Horizontalförderer (11) erfolgt mittels eines zusätzlichen Horizontalförderers (12). Dieser ist so angeordnet, daß er in den Innenraum der Kassette eingreift. Die Kassetten (10.1-10.4) besitzen eine Durchtrittsöffnung für den zusätzlichen Horizontalförderer (12), die einen ungehinderten Vorbeigang der Kassette (10.3) am zusätzlichen Horizontalförderer (12) ermöglicht.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Abgabe von mittels einer Falzmaschine erzeugten ein oder mehrmals in Querrichtung gefalteten Bahnabschnitten aus Papier, Tissue, Nonwoven oder dergleichen in aus abgezählten Einzelstücken bestehenden Päckchen, wobei jedem vertikale Drehachsen aufweisenden Falzzylinderpaar eine Bandmessereinrichtung nachgeordnet ist zur Auftrennung des von den Falzzylindern gelieferten, in horizontaler Richtung vorrückenden Stapels in zwei parallel zueinander vorrückenden Teilstapel aus unmittelbar aneinander anschließenden Päckchen, in denen die Einzelstücke in vertikalen Ebenen quer zur Bewegungsrichtung angeordnet sind, und sich an jede Teilstapelstrecke ein Horizontalförderer anschließt, auf welchem die ankommenden Päckchen mittels einer nach unten schwenkbaren Ablagegabel mit in horizontalen Ebenen liegenden Einzelstücken abgelegt werden.

Eine derartige Vorrichtung ist beispielsweise in DE 42 02 254 A1 beschrieben.

Bei dieser bekannten Vorrichtung werden die Päckchen auf den Horizontalförderern weitergeführt und schließlich an eine gemeinsame Ablagefläche übergeben.

Ein Nachteil dieser Vorrichtungen besteht darin, daß die aus einem gemeinsamen Stapel stammenden Päckchen, die in zwei parallel laufenden Teilstapeln weitergeführt werden, bei der Ablage auf die jeweiligen Horizontalförderer in bezug auf die Seite, an der der Bandmesserschnitt liegt, unterschiedlich orientiert sind, indem diese Seite in Förderrichtung gesehen, einmal links und einmal rechts liegt. Diese unterschiedliche Orientierung ist im Hinblick auf die Zuführung der Päckchen zu einer Verpackungsmaschine unerwünscht. Es ist daher bekannt, bei derartigen Vorrichtungen zur Abgabe die aus dem einen der beiden Teilstapel stammenden Päckchen um 180° zu drehen, damit sie in der gleichen Orientierung abgeführt werden, wie die aus dem anderen Teilstapel stammenden Päckchen. Zu diesem Zweck schließt sich an eine der Teilstapelstrecken zunächst ein erster Horizontalförderer an, dem eine Wendevorrichtung nachgeordnet ist, die mindestens eine Kassette aufweist, in welche jeweils ein Päckchen einführbar ist, und die um eine parallel zur Förderrichtung liegende Schwenkachse um mindestens 180° schwenkbar ist, aus einer Aufnahmestellung, in der sie fluchtend zum ersten Horizontalförderer steht, in eine Abgabestellung, in der sie fluchtend zu einem zweiten parallel und versetzt zum ersten laufenden Horizontalförderer steht, wobei eine Einrichtung zur Überführung des jeweiligen Päckchens aus der Kassette auf den zweiten Horizontalförderer vorgesehen ist.

Bei den bekannten Vorrichtungen erfolgt die Zuführung der Päckchen zur Wendevorrichtung sowie deren Abführung aus der Wendevorrichtung im wesentlichen mittels durch Pneumatikzylinder betätigten Ausstoßern. Es hat sich gezeigt, daß die Ansteuerung und Betätigung dieser Ausstoßer einen hohen Konstruktionsaufwand und insbesondere einen hohen Zeitverlust in der Funktion mit sich bringt. Weiterhin sind diese Einrichtungen störungsanfällig, da sie eine sehr genaue Positionierung der Päckchen voraussetzen.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zur Abgabe von mittels einer Falzmaschine erzeugten ein oder mehrmals in Querrichtung gefalteten Bahnabschnitten aus Papier, Tissue, Nonwoven oder dergleichen in aus abgezählten Einzelstücken bestehenden Päckchen mit den Merkmalen aus dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 derart auszugestalten, daß auch bei hohen Produktionsgeschwindigkeiten ein störungsfreies Funktionieren der Wendevorrichtung sichergestellt ist. Weiterhin soll die Möglichkeit geschaffen werden, auch im Hinblick auf die übrigen Funktionsschritte zur Führung der Päckchen durch die Abgabevorrichtung einen störungsfreieren Verlauf bei hohen Produktionsgeschwindigkeiten zu erreichen.

Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt erfindungsgemäß mit den Merkmalen aus dem kennzeichnenden Teil des Patentanspruchs 1. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen beschrieben.

Der Grundgedanke der Erfindung besteht darin, beim Durchlaufen der Päckchen durch die Wendevorrichtung, also bei der Zuführung und der Abführung der Päckchen auf die Ausstoßer ganz zu verzichten und die Abführung der Päckchen aus der Wendevorrichtung mittels eines zusätzlichen Horizontalförderers durchzuführen, der beispielsweise als Bandförderer ausgebildet sein kann. Da dieser zusätzliche Horizontalförderer die Päckchen im Inneren der Kassette der Wendevorrichtung erfassen muß und auch beim Verschwenken der Kassette unverändert an seinem Platz bleiben soll, ist es in diesem Falle notwendig, die Kassette so auszubilden, daß der zusätzliche Horizontalförderer den Schwenkvorgang nicht behindert und die Kassette ohne weiteres um volle 360° aus der Aufnahmestellung in die Abgabestellung und weiter wieder in die Aufnahmestellung verschwenkt werden kann. Dies eröffnet die Möglichkeit, den zusätzlichen Horizontalförderer während des Betriebs ständig laufen zu lassen, so daß beim Verschwenken der Kassette bzw. mehrerer in einer Wendevorrichtung angeordneter, um die gleiche Drehachse schwenkbarer Kassetten, daß in der Kassette befindliche Päckchen in der Abgabestellung sogleich vom zusätzlichen Horizontalförderer erfaßt und dem zweiten Horizontalförderer zugeführt wird.

Ein zusätzlicher Schritt zum Erreichen eines störungsfreien Durchlaufs durch die Wendevorrichtung besteht darin, auch bei der Zuführung der Päckchen zur Kassette keine Ausstoßer zu verwenden, sondern die Trägheit der auf dem ersten Horizontalförderer bewegten Päckchen auszunutzen, um sie mit dem Eigenschwung in die Kassette zu befördern, sie also quasi in die Kassette "einzuschießen". Hierbei erweist es sich als notwendig, im Endbereich des ersten Horizontalförderers entsprechende Führungseinrichtungen vorzusehen, die dafür sorgen, daß ein vom Förderer freigegebenes Päckchen sicher in das Innere der Kassette gelangt.

Schließlich hat es sich noch als vorteilhaft erwiesen, wenn am Ende des zweiten Horizontalförderers die ankommenden Päckchen ebenfalls durch den Eigenschwung auf eine Übergabeplatte befördert werden, von der aus sie dann einem allen Teilstapeln gemeinsam zugeordneten Sammelförderer abgegeben werden.

Schließlich hat es sich noch als vorteilhaft erwiesen, wenn die in DE 42 02 254 A1 beschriebene Einrichtung zur Steuerung der Abgabe der Päckchen von den Teilstapelstrecken auf die Horizontalförderer in der Weise weiter ausgestaltet wird, daß der den Teilstapel beim Abtrennen eines Päckchens zurückhaltende Haltefinger nicht wie bei der bekannten Einrichtung von oben, sondern von der Seite her in den Teilstapel hineinbewegt wird. Dies hat sich besonders vorteilhaft bei der Verarbeitung sehr leichten Materials mit hohen Produktionsgeschwindigkeiten erwiesen.

Im folgenden wird anhand der beigefügten Zeichnung ein Ausführungsbeispiel für eine Abgabevorrichtung nach der Erfindung näher erläutert.

In der Zeichnung zeigen:

Fig. 1 in stark schematisierter Darstellung eine Aufsicht auf eine an eine nicht dargestellte Falzmaschine angeschlossene Abgabevorrichtung;

Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie II-II in Fig. 1;

Fig. 2A eine Einzelheit im Bereich des Haltefingers in gegenüber Fig. 2 um 90° gedrehter Darstellung.

Die in den Fig. 1 und 2 dargestellte Abgabevorrichtung ist in an sich bekannter und nicht dargestellter Weise an eine Falzmaschine angeschlossen mit zwei um vertikale Drehachsen drehbaren Falzzylindern, denen eine Materialbahn zugeführt wird, die hinter den Falzzylindern zickzackförmig gefaltet als Stapel in horizontaler Richtung vorrückend abgegeben wird. Der Stapel wird durch eine ebenfalls nicht dargestellte Bandmessereinrichtung mit vertikal laufendem Bandmesser in zwei nebeneinander liegende, aus gefalteten Bahnabschnitten bestehende Teilstapel aufgetrennt. Diese Teilstapel bestehen aus Päckchen, die jeweils aus abgezählten Einzelstücken bestehen. Die Herstellung dieser Päckchen ist an sich bekannt und wird im weiteren nicht näher beschrieben.

In Fig. 1 und 2 ist der Endbereich, der sich in Pfeilrichtung F fortbewegenden Teilstapel 1.1 und 1.2 dargestellt. Einzelne Positionen der die Abgabevorrichtung durchlaufenden Päckchen sind mit P1 bis P7 bezeichnet.

An den einen Teilstapel 1.1 schließt sich in üblicher Weise ein Horizontalförderer 4 an, auf den die einzelnen Päckchen des Teilstapels 1.1 mittels einer nach unten abschwenkbaren und im Längsschnitt hakenförmig ausgebildeten Ablagegabel 2 abgelegt werden, um dann durch Führungsvorrichtungen 3 (siehe Position P1) auf dem Horizontalförderer 4 orientiert und in Richtung auf eine Übergabeplatte 5 (siehe Päckchenposition P2) gefördert zu werden. Die Steuerung und Betätigung der Ablagegabel 2 und der Übergabeplatte 5 werden weiter unten anhand der dem anderen Teilstapel zugeordneten Einrichtungsteile näher erläutert.

An den zweiten Teilstapel 1.2 schließt sich zunächst ein erster Horizontalförderer 8 an, auf dem die im Teilstapel 1.2 vorrückenden Päckchen mittels einer nach unten abschwenkbaren Ablagegabel 6 abgelegt werden, deren hakenförmiger Längsschnitt in Fig. 2 zu erkennen ist. Die Ausrichtung der Päckchen auf dem ersten Horizontalförderer 8 erfolgt durch seitliche Führungsbleche 7 (siehe Päckchenposition P3). Dem ersten Horizontalförderer 8 ist eine insgesamt mit 10bezeichnete Wendevorrichtung nachgeordnet. Diese Wendevorrichtung besitzt insgesamt vier Kassetten 10.1, 10.2, 10.3 und 10.4, die kreuzförmig angeordnet und gemeinsam um eine horizontal und parallel zur Förderrichtung verlaufende Drehachse schwenkbar sind. Ein vom ersten Horizontalförderer 8 herkommendes Päckchen P3 wird beispielsweise der sich in einer Aufnahmestellung befindenden Kassette 10.1 zugeführt. Das Kreuz aus dem Kassetten 10.1 bis 10.4 wird sodann in Förderrichtung gesehen, entgegen dem Uhrzeigersinn verdreht, so daß nach einer Drehung um 180° (siehe P4) die Kassette 10.1 in eine Abgabestellung gerät, in der sich in der Darstellung nach Fig. 1 und 2 die Kassette 10.3 befindet, aus der ein Päckchen P5 auf einen zweiten Horizontalförderer 11 abgeführt wird. In Folge der Verdrehung ist das Päckchen P5 gegenüber dem Päckchen P3 um eine horizontal und in Förderrichtung liegende Achse um 180° verdreht und weist somit die gleiche Orientierung auf wie beispielsweise das Päckchen P1 oder das Päckchen P2.

Die Abführung der Päckchen aus der Wendevorrichtung 10 erfolgt mittels eines zusätzlichen Horizontalförderers 12, der im dargestellten Ausführungsbeispiel als Schmalbandförderer mit 3 Bändern ausgebildet und im Bereich der Abgabestellung der Kassetten derart angeordnet ist, daß die Transportbänder auf der Höhe der Abstützflächen der Kassetten liegen, so daß ein beispielsweise in der Kassette 10.3 enthaltenes Päckchen nach dem Herumschwenken in die Abgabestellung vom zusätzlichen Horizontalförderer 12 erfaßt und dem zweiten Horizontalförderer 11 zugeführt wird. Damit trotz dieses fest angeordneten zusätzlichen Horizontalförderers 12 ein Drehen der Wendevorrichtung 10 mit ihren vier Kassetten jeweils um 360° möglich ist, besitzen die Kassetten 10.1 bis 10.4, wie aus den Zeichnungen zu entnehmen, im wesentlichen die Gestalt eines in Abgaberichtung offenen U, wobei die Abstützflächen im Bereich der Schenkel und des Querbalkens des U liegen und sich dazwischen ein Durchtrittsraum befindet, der es ermöglicht, daß beim Drehen der Wendevorrichtung 10 jede Kassette störungsfrei die Abgabestellung durchlaufen kann, wobei der zusätzliche Horizontalförderer 12 durch den Durchtrittsraum hindurchtritt. Um ein sauberes Ergreifen der in den Kassetten enthaltenen Päckchen in der Abgabestellung und eine sichere Zuführung der Päckchen zum zweiten Horizontalförderer 11 zu erreichen, ist der zusätzliche Horizontalförderer 12 mittels Justiereinrichtungen in seiner Höhe und in seinem Winkel zu den Stützflächen der Kassette 10.3 einstellbar. Durch ein Auflaufblech 12.1 werden die Päckchen bei der Übergabe von dem zusätzlichen Horizontalförderer 12 zum zweiten Horizontalförderer 11 geführt und unterstützt.

Die Zuführung der Päckchen zur Wendevorrichtung 10 in Aufnahmestellung der Kassette 10.1 erfolgt dadurch, daß der erste Horizontalförderer 8 bis unmittelbar vor die Kassette 10.1 geführt ist, wobei sich im Endbereich dieses ersten Horizontalförderers 8 Einlaufkufen 9 befinden. Das Führungsblech 7 ist zur genauen Orientierung des Päckchens P3 in Pfeilrichtung S justierbar, und der erste Horizontalförderer 8 ist in seiner Höhe und seiner Winkellage in Bezug auf die Einlaufkufen 9 so justierbar, daß die von ihm geförderten Päckchen auf die Einlaufkufen 9 auflaufen und infolge ihrer Trägheit und ihrer Eigengeschwindigkeit von selbst in die Kassette 10.1 hineinbefördert werden. Sie werden gleichsam vom ersten Horizontalförderer 8 in die Kassette 10.1 "eingeschossen". Ein Abfangblech 10.5, das in der Aufnahmestellung der Kassetten im Bereich des offenen Endes des "U" angeordnet ist, verhindert, daß die Päckchen durch die Kassette hindurchbefördert werden. Es hat sich gezeigt, daß die oben beschriebene Wendevorrichtung 10 auch bei hohen Produktionsgeschwindigkeiten außerordentlich störungsfrei arbeitet, in dem die der Wendevorrichtung zugeführten Päckchen bereits beim "Einschießen" zentriert werden. Ihre Abführung durch den zusätzlichen Horizontalförderer 12 ist sichergestellt und wenig störungsanfällig und es hat sich gezeigt, daß hier eine wesentlich weniger exakte Positionierung notwendig ist, als beim Einsatz von pneumatisch betätigten Ausstoßern.

Das Päckchen P5 wird auf dem zweiten Horizontalförderer 11 weitergefördert und schließlich auf eine Übergabeplatte 13 befördert, wobei wiederum kein Ausstoßer eingesetzt ist, sondern das Päckchen aufgrund seiner Trägheit mit seiner Eigengeschwindigkeit auf die Übergabeplatte 13 aufgeschoben wird. Die Übergabeplatte 13 wird mit dem darauf befindlichem Päckchen P6 in Pfeilrichtung H2 in die strichpunktiert dargestellte Stellung angehoben, in der das Päckchen P6&min; mittels eines üblichen Ausstoßers 14 auf einen Sammelförderer 15 befördert wird, auf dem das Päckchen P7 in horizontaler Querrichtung einer nicht dargestellten Verpackungseinheit zugeführt wird.

Zur Steuerung der Päckchenabgabe am Ende des Teilstapels 1.2 und zur Bewegung der Ablagegabel 6 dient eine Einrichtung, die im Prinzip in DE 42 02 254 A1 beschrieben ist. Am Ende der Teilstapelstrecke 1.2 ist ein Haltefinger 16 angeordnet, der quer zur Förderrichtung von der Seite her in Pfeilrichtung T in den Teilstapel hineinbewegbar ist zur Abtrennung eines Päckchens. Weiterhin ist im Bereich der Ablagegabel jeweils ein an die Vorderseite des Teilstapels 1.2 andrückbarer, mit dem vorrückenden Teilstapel verschiebbarer und dann in eine Ausgangsstellung rückführbarer Halteanschlag 17 angeordnet. Die Teilstapelstrecke 1.1 besitzt einen analog angeordneten Halteanschlag 17. 1.

Die Funktionsweise dieser Einrichtungsteile ist folgende:

Auf den Teilstapelstrecken 1.1 und 1.2 bewegen sich die Teilstapel in einzelnen Päckchen aus abgezählten gefalteten Erzeugnissen vorwärts, also in Pfeilrichtung F. Innerhalb jedes Päckchens sind die Erzeugnisse in einer in Fig. 2 angedeuteten Weise so angeordnet, daß jeweils das erste Stück eines Päckchens am stärksten angehoben ist und die Höhe bis zum letzten Stück abnimmt. Die obere Oberfläche des Teilstapels weist somit ein sägezahnartiges Profil auf. An der angehobenen Vorderkante des vorderstem Päckchens im Teilstapel liegt die hakenförmige Tastkante des Halteanschlags 17 an, der mit dem Teilstapel vorrückt. Beim Vorrücken gelangen die Päckchen der Teilstapel schließlich auf die hochgeschwenkte Ablagegabel 6 bzw. 2. Sobald der Teilstapel eine vorgegebene Wegstrecke auf die Ablagegabel 6 vorgerückt ist, wird ein Steuervorgang ausgelöst, aufgrund dessen sich der Haltefinger 16 in den Teilstapel hineinbewegt und das vor ihm liegende Päckchen vom Teilstapel abtrennt. Gleichzeitig wird die Abwärtsbewegung der Ablagegabel 6 bzw. 2 und eine Rückführung des Halteanschlags 17 ausgelöst.


Anspruch[de]
  1. 1. Vorrichtung zur Abgabe von mittels einer Falzmaschine erzeugten ein oder mehrmals in Querrichtung gefalteten Bahnabschnitten aus Papier, Tissue, Nonwoven oder dergleichen, in aus abgezählten Einzelstücken bestehenden Päckchen, wobei jedem vertikale Drehachsen aufweisenden Falzzylinderpaar eine Bandmessereinrichtung nachgeordnet ist zur Auftrennung des von den Falzzylindern gelieferten in horizontaler Richtung vorrückenden Stapels in zwei parallel zueinander vorrückende Teilstapel aus unmittelbar aneinander anschließenden Päckchen, in denen die Einzelstücke in vertikalen Ebenen quer zur Bewegungsrichtung angeordnet sind, und sich an jede Teilstapelstrecke ein Horizontalförderer anschließt, auf welchen die ankommenden Päckchen mittels einer nach unten schwenkbaren Ablagegabel mit in horizontalen Ebenen liegenden Einzelstücken abgelegt werden, wobei sich an eine der Teilstapelstrecken zunächst ein erster Horizontalförderer anschließt, dem eine Wendevorrichtung nachgeordnet ist, die mindestens eine Kassette aufweist, in welche jeweils ein Päckchen einführbar ist und die um eine parallel zur Förderrichtung liegende Schwenkachse um mindestens 180° schwenkbar ist, aus einer Aufnahmestellung, in der sie fluchtend zum ersten Horizontalförderer steht, in eine Abgabestellung, in der sie fluchtend zu einem parallel und versetzt zum ersten laufenden zweiten Horizontalförderer steht und eine Einrichtung zur Überführung des jeweiligen Päckchens aus der Kassette auf den zweiten Horizontalförderer vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung zur Überführung der Päckchen aus der Kassette (10.3) auf den zweiten Horizontalförderer (11) einen dem zweiten Horizontalförderer vorgeordneten zusätzlichen Horizontalförderer (12) aufweist, der so angeordnet ist, daß er bei in Abgabestellung stehender Kassette (10.3) in den Innenraum der Kassette eingreift und dort unmittelbar an der in dieser Stellung der Kassette nach unten weisenden Seite eines Päckchens zwischen Stützflächen der Kassette (10.3) anliegt und die Kassette so ausgebildet ist, daß zwischen den Stützflächen für die Päckchen Durchtrittsöffnungen für den zusätzlichen Horizontalförderer (12) angeordnet sind, die einen ungehinderten Vorbeigang der Kassette (10.3) am zusätzlichen Horizontalförderer (12) bei der Schwenkbewegung ermöglichen.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kassette (10.3) in Aufsicht gesehen, im wesentlichen die Gestalt eines in Abgaberichtung offenen U aufweist und der zusätzliche Horizontalförderer (12) derart angeordnet ist, daß er in Aufsicht gesehen, in Abgaberichtung aus den U herausgeführt ist, wobei die Anordnung so ist, daß eine Schwenkung um insgesamt 360° möglich ist.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der zusätzliche Horizontalförderer ein Bandförderer (12) mit einem oder mehreren Transportbändern ist.
  4. 4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der zusätzliche Horizontalförderer (12) in seiner Höhe und/oder dem Winkel zu den Stützflächen der Kassette (10.3) einstellbar ist.
  5. 5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß im Endbereich des zusätzlichen Horizontalförderers (12) eine unterstützende Führungsvorrichtung (12.1) angeordnet ist.
  6. 6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Horizontalförderer (8) bis unmittelbar vor die Kassette (10.1) in Aufnahmestellung geführt ist und im Bereich vor der Kassette Führungseinrichtungen (7, 9) angeordnet sind derart, daß die Päckchen nach Freigabe durch den ersten Horizontalförderer (8) aufgrund ihrer Trägheit im wesentlichen mit der Geschwindigkeit des ersten Horizontalförderers in die Kassette (10.1) befördert werden.
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Horizontalförderer (8) mindestens in dem Bereich kurz vor der Kassette (10.1) in Aufnahmestellung in seiner Höhe und/oder Winkellage in bezug auf die Führungs- und Stützflächen der Führungseinrichtung (9) einstellbar ist.
  8. 8. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungseinrichtung Einlaufkufen (9) sowie Seitenführungsbleche (7) besitzt.
  9. 9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß am Ende des zweiten Horizontalförderers (11) eine anhebbare Übergabeplatte (13) angeordnet ist mit Führungseinrichtungen derart, daß die ankommenden Päckchen nach Freigabe durch den zweiten Horizontalförderer (11) aufgrund ihrer Trägheit im wesentlichen mit der Geschwindigkeit des zweiten Horizontalförderers auf die Übergabeplatte (13) befördert werden und nach dem Anheben der Übergabeplatte mittels eines pneumatischen Ausstoßers (14) einem Sammelförderer (15) zuführbar sind.
  10. 10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß am Ende jeder Teilstapelstrecke (1.1, 1.2) ein von der Seite in den Teilstapel quer zur Bewegungsrichtung hineinbewegbarer Haltefinger (16) und ein von oben an die Vorderseite eines Teilstapels andrückbarer, mit dem vorrückenden Teilstapel verschiebbarer und in eine Ausgangsstellung zurückführbarer Halteanschlag (17, 17.1) vorgesehen sind, die so ausgebildet und gesteuert sind, daß der Halteanschlag (17, 17.1) mit dem auf die Ablagegabel (6, 2) vorrückenden Teilstapel mitbewegt wird und nach einer vorgegebenen Bewegungsstrecke die Hineinbewegung des Haltefingers in den Teilstapel und das Abschwenken der Ablagegabel ausgelöst werden, wonach der Halteanschlag (17, 17.1) in die Ausgangsstellung zurückgeführt wird.






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