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Dokumentenidentifikation DE19500438A1 11.07.1996
Titel Konsolbühne
Anmelder Baumann Verwertungsgesellschaft GmbH, 88471 Laupheim, DE
Erfinder Baumann, Wolfgang, 88471 Laupheim, DE
Vertreter Patentanwälte Magenbauer, Reimold, Vetter & Abel, 73728 Esslingen
DE-Anmeldedatum 10.01.1995
DE-Aktenzeichen 19500438
Offenlegungstag 11.07.1996
Veröffentlichungstag im Patentblatt 11.07.1996
IPC-Hauptklasse E04G 3/08
Zusammenfassung Eine Konsolbühne für das Bauwesen weist ein Plattformelement (2) und zwei mit Abstand zueinander an der Plattformelement-Unterseite (3) angeordnete Konsolgerüstelemente (5) mit einer Tragstrebe (8) auf. Die beiden Konsolgerüstelemente (5) sind zwischen einer vom Plattformelement (2) rechtwinkelig abstehenden Gebrauchslage und einer zum jeweils anderen Konsolgerüstelement geschwenkten Nichtgebrauchslage, in der sie übereinanderliegend gegen das Plattformelement (2) geklappt sind, verschwenkbar. Die rechteckige Tragstrebe (8) durchgreift eine Lageröffnung (16) am Plattformelement (2), die einen dem Plattformelement (2) zugewandten schmäleren Öffnungsbereich (17), dessen Breite (B) etwa der Tragstrebenbreite (C) entspricht, und einen dem Plattformelement (2) abgewandten breiteren Öffnungsbereich (18) mit einer das Verschwenken der Tragstrebe (8) zulassenden Breite bildet. Die Höhe (H) der Lageröffnung (16) ist größer als die Höhe (G) der Tragstrebe (8). Bei vom Plattformelement (2) herabhängenden Konsolgerüstelementen (5) befindet sich die Tragstrebe (8) im breiteren Öffnungsbereich (18). Liegt das Plattformelement (2) auf den Konsolgerüstelementen (5) auf, befindet sich die Tragstrebe (8) im schmäleren Öffnungsbereich (17).

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine zusammenklappbare Konsolbühne für das Bauwesen, mit einem begehbaren Plattformelement und zwei in Plattformelement-Längsrichtung mit Abstand zueinander an der Plattformelement-Unterseite angeordneten, im wesentlichen ebene Gestalt aufweisenden Konsolgerüstelementen, die jeweils eine im wesentlichen in Breitenrichtung des Plattformelements verlaufende Tragstrebe aufweisen und mit dem Plattformelement um eine im Bereich der Tragstrebe verlaufende Schwenkachse zwischen einer vom Plattformelement im wesentlichen rechtwinkelig abstehenden Gebrauchslage, in der sie an eine Gebäudewand anhängbar sind, und einer zum jeweils anderen Konsolgerüstelement geschwenkten Nichtgebrauchslage, in der sie übereinanderliegend gegen das Plattformelement geklappt sind, verschwenkbar verbunden sind.

Eine solche Konsolbühne dient zum Ausführen von Arbeiten in der Höhe an einem zu errichtenden Gebäude. Dabei wird die Konsolbühne im zusammengeklappten Zustand gelagert und transportiert und an der Baustelle an einen Kran od. dgl. gehängt, wonach man die beiden Konsolgerüstelemente in ihre Gebrauchslage schwenkt und am Gebäude einhängt. Wird die Konsolbühne nicht mehr benötigt, wird sie wieder weggenommen.

In diesem Zusammenhang liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Konsolbühne der oben genannten Art zu schaffen, die bei möglichst robustem und ohne besonderen Aufwand zu fertigendem Aufbau einfach in der Handhabung ist und in ihrer zusammengeklappten Nichtgebrauchslage möglichst wenig Platz beansprucht.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß bei jedem Konsolgerüstelement die im Querschnitt rechteckige Tragstrebe eine an dem Plattformelement angeordnete Lageröffnung durchgreift, die einen dem Plattformelement zugewandten schmäleren Öffnungsbereich mit einer etwa der rechtwinkelig zur Ebene des Konsolgerüstelements gemessenen Breite der Tragstrebe entsprechenden Breite und einen dem Plattformelement abgewandten breiteren Öffnungsbereich mit einer das Verschwenken der Tragstrebe zulassenden Breite bildet, wobei die rechtwinkelig zur Ebene des Plattformelements gemessene Höhe der Lageröffnung größer als die in der Ebene des Konsolgerüstelements gemessene Höhe der Tragstrebe ist, so daß das Konsolgerüstelement in seiner Gebrauchslage zwischen einer dem Plattformelement näheren Stellung, in der die Tragstrebe in den schmäleren Öffnungsbereich eingreift, und einer dem Plattformelement entfernteren Stellung, in der die Tragstrebe im breiteren Öffnungsbereich angeordnet ist, bewegbar ist.

Hängt die Konsolbühne am Kran, befindet sich die jeweilige Tragstrebe auf Grund der Gewichtskraft des betreffenden Konsolgerüstelements von selbst in ihrer dem Plattformelement entfernteren Stellung. Gibt man dann die beiden Konsolgerüstelemente aus ihrer gegen das Plattformelement geklappten Nichtgebrauchslage frei, schwenken sie selbsttätig nach unten in ihre vertikale Gebrauchslage, wobei sie noch abgesenkt sind, das heißt, die Haltestreben befinden sich noch in den breiteren Öffnungsbereichen. Beim Einhängen der Konsolgerüstelemente am Gebäude setzt sich das Plattformelement dann auf den Konsolgerüstelementen ab, wobei die Haltestreben wiederum von selbst in die schmäleren Öffnungsbereiche gelangen, in denen sie drehfest gelagert sind, so daß sich eine stabile Einheit ergibt.

Somit laufen praktisch alle Vorgänge selbsttätig ab, so daß eine denkbar einfache Handhabung vorliegt.

Die Konsolbühne läßt sich ferner auf einen sehr kleinen Raum zusammenklappen, was damit zusammenhängt, daß keine feste Schwenkachse, sondern eine mit verhältnismäßig grobem Spiel behaftete Schwenklagerung vorliegt, so daß sich die bei den Konsolgerüstelemente praktisch parallel zueinander und zum Plattformelement zusammenklappen lassen.

Die Erfindung bezweckt ferner, eine einfache und für den Benutzer gefahrlose Möglichkeit zu schaffen, die Konsolgerüstelemente in der Nichtgebrauchsstellung an dem Plattformelement zu halten und vor allem die Konsolgerüstelemente aus dieser Nichtgebrauchsstellung freizugeben, damit sie in ihre Gebrauchsstellung schwenken können.

Hierzu ist eine Konsolbühne der eingangs genannten Art vorgesehen, die dadurch gekennzeichnet ist, daß am Plattformelement eine Halteeinrichtung zum Halten der beiden Konsolgerüstelemente in ihrer Nichtgebrauchslage angeordnet ist, die einen an einem Längsrandbereich des Plattformelements befindlichen Handgriff und ein an diesen angesetztes, der Unterseite des Plattformelements entlang bis zu einer Untergreifstelle der Konsolgerüstelemente verlaufendes Halteelement enthält, das einen handgriffseitigen, in der Nichtgebrauchslage der Konsolgerüstelemente zwischen dem Plattformelement und dem diesem zugewandten Konsolgerüstelement verlaufendes Betätigungsglied und am dem Handgriff entgegengesetzten Ende ein größeren Abstand zum Plattformelement als das Betätigungsglied aufweisendes Untergreifglied zum Untergreifen der beiden Konsolgerüstelemente aufweist, wobei das Betätigungsglied und das Untergreifglied über einen die Konsolgerüstelemente durchgreifenden Verbindungsbereich miteinander verbunden sind und das Halteelement mittels des Handgriffs zwischen einer Untergreifstellung und einer Freigabestellung verstellbar ist.

Auf diese Weise können die Konsolgerüstelemente mit dem Plattformelement verriegelt werden. Ferner erfolgt die Betätigung von einem Längsrand des Plattformelements aus, so daß der Benutzer beim Entriegeln, d. h. beim Freigeben der Konsolgerüstelemente, nicht unter, sondern neben der Konsolbühne steht, so daß er von den frei und mit grober Wucht herabschwenkenden Konsolgerüstelementen (die Konsolbühne hängt dabei am Kranseil) nicht getroffen werden kann. Dabei behindert das Halteelement das Zusammenklappen der Konsolbühne nicht, da sich sein Betätigungsglied nicht in Höhe des Untergreifglieds, sondern versetzt zu diesem an der Unterseite des Plattformelements erstreckt.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nun anhand der Zeichnung erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 eine erfindungsgemäße Konsolbühne in schematischer Schrägansicht,

Fig. 2 die Konsolbühne nach Fig. 1 im bei einem der Konsolgerüstelemente durch die Tragstrebe gelegten Schnitt gemäß der Schnittlinie II-II in Fig. 1 in vergrößerter Teildarstellung,

Fig. 3 die Konsolbühne nach Fig. 1 in ihrer zusammengeklappten Nichtgebrauchslage in Vorderansicht gemäß Pfeil III in den Fig. 1 und 4,

Fig. 4 die zusammengeklappte Konsolbühne nach Fig. 3 in stark schematisierter Darstellung von unten her gemäß Pfeil IV in Fig. 3 gesehen, wobei die beiden Konsolgerüstelemente nur durch Striche und der Umriß des Plattformelements strichpunktiert angedeutet sind, und

Fig. 5 die zusammengeklappte Konsolbühne im bei der Halteeinrichtung gelegten Schnitt gemäß der Schnittlinie V-V in Fig. 4 in Teildarstellung.

Die aus der Zeichnung hervorgehende Konsolbühne 1 wird an ein nicht dargestelltes Gebäude angehängt und dient dann zum Ausführen von Arbeiten in der Höhe. Hierzu weist die Konsolbühne 1 ein begehbares Plattformelement 2 auf, das beim Ausführungsbeispiel von nebeneinander verlaufenden, fest miteinander verbundenen Holzbrettern gebildet wird, jedoch auch anders gefertigt sein könnte. Ferner sind an der Unterseite des Plattformelements 2 zwei Konsolgerüstelemente 5; 5a in Plattformelement-Längsrichtung 4 (in der an das Gebäude angehängten Gebrauchslage verläuft diese Längsrichtung parallel zur Gebäudewand) mit Abstand zueinander angeordnet, über die die Konsolbühne 1 an das Gebäude angehängt wird, so daß dann das Plattformelement 2 von ihnen in der Höhe gehalten wird.

Die beiden Konsolgerüstelemente 5; 5a sind gleich ausgebildet, wobei Konsolgerüstelemente eines üblichen Konsolgerüstes verwendet werden können, bei dem die Konsolgerüstelemente einzeln mit horizontalem Abstand an das Gebäude angehängt werden, wonach man einen Gerüstbelag auflegt. Die Konsolgerüstelemente 5; 5a sind also, für sich gesehen, üblicher Bauart und weisen eine im wesentlichen ebene Gestalt auf. Dabei sind sie etwa dreieckig im Umriß und enthalten eine sich in der Gebrauchslage (Fig. 1) der Gebäudewand entlang in vertikaler Richtung erstreckende Längsstrebe 6; 6a, die mit Einhängehaken 7; 7a versehen ist, die an gebäudewandseitigen Bügeln eingehängt werden. Am in Gebrauchslage oberen Ende der Längsstrebe 6; 6a geht von dieser eine Tragstrebe 8; 8a rechtwinkelig ab, die sich im wesentlichen in Breitenrichtung 9 des Plattformelements 2 erstreckt. Das untere Ende der Längsstrebe 6; 6a und das in Gebrauchslage dem Gebäude abgewandte äußere Ende der Tragstrebe 8; 8a sind über eine Schrägstrebe 10; 10a miteinander verbunden, so daß die genannten Streben 6, 8, 10; 6a, 8a, 10a das genannte Dreieck ergeben. Zur weiteren Aussteifung des jeweiligen Konsolgerüstelementes können innerhalb des Dreiecks verlaufende weitere Streben 11, 12; 11a, 12a dienen.

Am unteren Ende der Konsolgerüstelemente befindet sich noch eine Abstützplatte 13; 13a, die in Gebrauchslage an der betreffenden Gebäudewand anliegt.

Das Plattformelement 2 weist im Bereich seiner beiden Längsendbereiche an seiner Unterseite jeweils ein beim Ausführungsbeispiel im Querschnitt L-förmiges Längsprofilstück 14, 15 auf, an das die das Plattformelement 2 bildenden Bretter angeschraubt sind.

Bei jedem Konsolgerüstelement 5; 5a erstreckt sich die Tragstrebe 8; 8a, wie bereits erwähnt, in Breitenrichtung 9 des Plattformelementes 2 dessen Unterseite entlang, beim Ausführungsbeispiel im Bereich des jeweiligen Längsprofilstücks 14 bzw. 15.

Die Anordnung ist ferner so getroffen, daß das jeweilige Konsolgerüstelement 5; 5a mit dem Plattformelement 2 um eine im Bereich der betreffenden Tragstrebe 8; 8a verlaufende Schwenkachse zwischen einer vom Plattformelement 2 im wesentlichen rechtwinkelig abstehenden Gebrauchslage (Fig. 1), in der die Konsolgerüstelemente an die Gebäudewand anhängbar sind, und einer zum jeweils anderen Konsolgerüstelement 5a; 5 geschwenkten Nichtgebrauchslage (Fig. 3, 4, 5), in der die Konsolgerüstelemente übereinanderliegend gegen das Plattformelement 2, d. h. gegen dessen Unterseite, geklappt sind, verschwenkbar verbunden ist. Da diese Schwenklagerung bei beiden Konsolgerüstelementen 5; 5a die gleiche ist, wird sie nachfolgend im einzelnen nur für das Konsolgerüstelement 5 erläutert:

Die zugehörige Tragstrebe 8 weist einen rechteckigen Querschnitt auf und durchgreift eine am Plattformelement 2 angeordnete Lageröffnung 16 (siehe Fig. 2). Diese Lageröffnung 16 bildet einen dem Plattformelement 2 zugewandten schmäleren Öffnungsbereich 17, dessen Breite B etwa der rechtwinkelig zur Ebene des Konsolgerüstelementes 5 gemessenen Breite C der Tragstrebe 8 entspricht. Die Lageröffnung 16 bildet ferner einen dem Plattformelement 2 abgewandten breiteren Öffnungsbereich 18 mit einer das Verschwenken der Tragstrebe 8 zulassenden Breite. Ferner ist die rechtwinkelig zur Ebene des Plattformelements 5 gemessene Höhe H der Lageröffnung 16 größer als die in der Ebene des Konsolgerüstelementes 5 gemessene Höhe G der Tragstrebe 8, und zwar derart, daß das Konsolgerüstelement 5in seiner Gebrauchslage zwischen einer dem Plattformelement 2 näheren Stellung 19 (in Fig. 2 strichpunktiert angedeutet), in der die Tragstrebe 8 in den schmäleren Öffnungsbereich 17 eingreift, und einer dem Plattformelement 2 entfernteren Stellung 20 (in Fig. 2 mit ausgezogenen Linien dargestellt), in der die Tragstrebe 8 im breiteren Öffnungsbereich 18 angeordnet ist, bewegbar ist.

Dies ergibt folgende Wirkungsweise:

Die Konsolbühne 1 wird im zusammengeklappten Zustand an die Baustelle geliefert. In dieser Nichtgebrauchslage liegen die beiden Konsolgerüstelemente 5; 5a im wesentlichen parallel zueinander und zum Plattformelement 2 an dessen Unterseite. Dabei befindet sich die jeweilige Tragstrebe 8; 8a im breiteren Öffnungsbereich 18 der zugehörigen Lageröffnung 16, und zwar in der in Fig. 2 strichpunktiert angedeuteten Lage 21, in der sich ihre Höhenrichtung G parallel zum Plattformelement 2 erstreckt. Die Konsolbühne 1 wird dann mit horizontalem Plattformelement 2 an ein Kranseil gehängt (die an der Konsolbühne vorhandenen Kranseilösen od. dgl. sind nicht dargestellt), wonach man die die Konsolgerüstelemente 5; 5a am Plattformelement 2 haltende Verriegelung löst, so daß die Konsolgerüstelemente unter ihrem Gewicht selbsttätig nach unten in die Gebrauchslage schwenken, wobei sich die jeweilige Tragstrebe 8; 8a im breiteren Öffnungsbereich 18 der Lageröffnung 16 etwa um 90° dreht. Die Konsolgerüstelemente 5; 5a richten sich somit von selbst vertikal aus. Dabei befinden sie sich in ihrer dem Plattformelement 2 entfernteren Stellung, die aus Fig. 2 mit ausgezogenen Linien hervorgeht, da sie unter ihrem Eigengewicht vom Plattformelement 2 nach unten hängen. Hat man anschließend die Konsolgerüstelemente mit ihren Einhängehaken 7, 8; 7a, 8a am Gebäude befestigt und löst man das Kranseil, setzt sich das Plattformelement 2 auf den beiden Konsolgerüstelementen 5; 5a ab, wobei jede Tragstrebe 8; 8a in den schmäleren Öffnungsbereich 17 der jeweiligen Lageröffnung 19 eintritt (strichpunktierte Lage 19). Das Plattformelement 2 liegt dann auf den Tragstreben 8; 8a auf, wobei die jeweilige Tragstrebe nicht mehr verdrehbar ist, da die beiden Breitenabmessungen B und C so aneinander angepaßt sind, daß eine drehfeste Lagerung vorhanden ist. Somit liegt ein schwenkfester Verbund von Plattformelement 2 und Konsolgerüstelementen 5; 5a vor, ohne daß hierzu irgendein Handgriff erforderlich wäre.

Der breitere Öffnungsbereich 18 der Lageröffnung 16 geht trichterähnlich in den schmäleren Öffnungsbereich 17 über, das heißt, es erfolgt ein allmählicher Übergang, was das selbsttätige Einlaufen der Tragstrebe 8 aus dem breiteren Öffnungsbereich 18 in den schmäleren Öffnungsbereich 17 begünstigt.

Zweckmäßigerweise ist der breitere Öffnungsbereich 18 beidseitig abgerundet ausgebaucht, so daß zwei seitliche Ausbauchungen 22, 23 vorhanden sind.

Aus Fig. 2 ist ferner ersichtlich, daß die Höhe des breiteren Öffnungsbereichs 18 größer als die Breite C der Tragstrebe 8 ist. Dabei kann die Höhe des breiteren Öffnungsbereichs 18 mindestens der doppelten Breite C der Tragstrebe 8 entsprechen. Auf diese Weise sind die beiden Tragstreben 8; 8a so viel im breiteren Öffnungsbereich 18 gelagert, daß sich die beiden Konsolgerüstelemente 5; 5a in ihrer Nichtgebrauchslage parallel zueinander legen lassen. Die Tragstreben 8; 8a der beiden Konsolgerüstelemente liegen dann in der jeweils zugehörigen Lageröffnung 16 unterschiedlich weit vom Plattformelement 2 entfernt.

Beim Ausführungsbeispiel handelt es sich bei der Lageröffnung 16 nicht um eine über die Länge der Tragstrebe durchgehende Lagerung. Vielmehr trägt das Plattformelement 2 für jede Tragstrebe 8; 8a mindestens zwei mit Abstand zueinander angeordnete Lagereinrichtungen 24, 25, die jeweils einen kurzen Lageröffnungsabschnitt bilden. Dabei weist jede Lagereinrichtung 24 bzw. 25 zwei vom Plattformelement 2 abstehende, den im Querschnitt der Lageröffnung 16 entsprechenden Lageröffnungsabschnitt seitlich begrenzende Lagerlaschen 26, 27 auf, die beim Ausführungsbeispiel an das betreffende Längsprofilstück 14 bzw. 15 des Plattformelements 2 angeschweißt sind. Die dem Plattformelement-Längsende zugewandte Lagerlasche 27 kann dabei an den L-Schenkel des Längsprofilstücks 14 bzw. 15 angeschweißt sein, während die andere Lagerlasche 26 gegen den zum Plattformelement 2 verlaufenden L-Steg des Längsprofilstücks 14 gestoßen und mit ihm verschweißt sein kann, wobei diese Lagerlasche 16 noch durch eine ebenfalls angeschweißte Stützlasche 28 verstärkt sein kann.

Die beiden Lagereinrichtungen 24, 25 befinden sich im Bereich der beiden Längsränder des Plattformelements 2, so daß ihr Abstand voneinander nur etwas geringer als die in Richtung 9 gemessene Plattformelement-Breite ist. Zwischen den beiden Lagereinrichtung 24, 25 verläuft die jeweilige Haltestrebe 8; 8a unabgedeckt.

An ihrem dem Plattformelement 2 entgegengesetzten Ende wird die Lageröffnung 16 durch ein entfernbares Sicherungsteil begrenzt. Beim Ausführungsbeispiel ist hierzu bei jeder Lagereinrichtung 24, 25 ein Sicherungsbolzen 29 vorhanden, der durch die beiden Lagerlaschen 26, 27 gesteckt und in üblicher Weise gegen ein unbeabsichtigtes Herausziehen gesichert ist, beispielsweise indem er, wie dargestellt, am einen Ende abgewinkelt ist, während am entgegengesetzten Ende ein Splint od. dgl. hindurchgesteckt werden kann. Der Sicherungsbolzen könnte auch ein Schraubbolzen mit endseitig aufgeschraubter Mutter sein.

Da die Sicherungsteile 29 lösbar angebracht sind, lassen sich die Konsolgerüstelemente 5; 5a leicht mit dem Plattformelement 2 verbinden bzw. von diesem wegnehmen, da die Haltestrebe 8; 8a bei weggenommenem Sicherungsteil 29 durch den dann gebildeten Durchtritt paßt, d. h. beim Ausführungsbeispiel ist der Abstand zwischen den freien Enden der beiden Lagerlaschen 26, 27 größer als die Breite C der Tragstrebe.

Aus Fig. 4 geht hervor, daß die Tragstreben 8; 8a der beiden Konsolgerüstelemente 5; 5a einen um einen kleinen spitzen Winkel von ihrer Parallelität abweichenden Verlauf nehmen. Auf diese Weise wird erreicht, daß an den Konsolgerüstelementen 5; 5a aus ihrer Ebene vorstehende Teile (z. B. die Einhängehaken 7, 8; 7a, 8a und die Abstützplatte 13; 13a) beim Zusammenklappen aneinander vorbeigelangen können.

In Fig. 1 ist strichpunktiert ein von der in der Gebrauchslage dem Gebäude abgewandten Rückseite des Plattformelements 2 hochstehendes Schutzgeländer 30 angedeutet. Dieses Schutzgeländer 30 kann weggenommen oder nach unten auf die Oberseite des Plattformelements 2 geschwenkt werden, was im vorliegenden Zusammenhang insoweit nicht interessiert, als diese Maßnahme an sich bekannt ist.

An der Unterseite des Plattformelements 2 sind nach unten hin so weit abstehende Stellfüße 31 angebracht, daß die Konsolbühne 1 in ihrer Nichtgebrauchslage mit ihrem Stellfügen 31 auf dem Boden liegt. In Fig. 1 ist der Übersichtlichkeit wegen nur einer dieser Stellfüße 31 eingezeichnet.

Oben wurden das Anhängen der Konsolbühne 1 an ein Gebäude und die dabei ablaufenden Bewegungen und Verlagerungen der Konsolgerüstelemente beschrieben. Es versteht sich, daß beim Wegnehmen der Konsolbühne vom Gebäude die gleichen Vorgänge in umgekehrter Richtung ablaufen.

Am Plattformelement 2 ist ferner eine Halteeinrichtung 32 zum Halten der beiden Konsolgerüstelemente 5; 5a in ihrer Nichtgebrauchslage angeordnet. Diese Halteeinrichtung 32 enthält einen an einem Längsrandbereich, zweckmäßigerweise am gebäudeseitigen Längsrandbereich 33 des Plattformelements 2, befindlichen Handgriff 34 sowie ein an diesen angesetztes, der Unterseite des Plattformelements 2 entlang bis zu einer Untergreifstelle 35 der Konsolgerüstelemente 5; 5a verlaufendes Halteelement 36. Beim Ausführungsbeispiel wird die Untergreifstelle 35 von der Stelle gebildet, an der sich die Schrägstreben 10; 10a der beiden Konsolgerüstelemente kreuzen. Das Halteelement 36 weist ein handgriffseitiges, in der Nichtgebrauchslage der Konsolgerüstelemente zwischen dem Plattformelement 2 und dem diesem zugewandten Konsolgerüstelement 5 verlaufendes Betätigungsglied 37 und am dem Handgriff 34 entgegengesetzten Ende ein größeren Abstand zum Plattformelement 2 als das Betätigungsglied 37 aufweisendes Untergreifglied 38 zum Untergreifen der beiden Konsolgerüstelemente 5; 5a auf. Dabei sind das Betätigungsglied 37 und das Untergreifglied 38 über einen die Konsolgerüstelemente 5; 5a durchgreifenden Verbindungsbereich 39 miteinander verbunden. Somit ist das Halteelement 36 und dabei dessen Untergreifglied 38 mittels des Handgriffs 34 zwischen einer die Konsolgerüstelemente 5; 5a am Plattformelement 2 haltenden Untergreifstellung und einer die Konsolgerüstelemente freigebenden Freigabestellung verstellbar.

Beim zweckmäßigen Ausführungsbeispiel wird das Betätigungsglied 37 von einem Stabmaterial gebildet. Das Untergreifglied 38 und/oder der Verbindungsbereich 39 können ebenfalls stabförmig sein. Für das Halteelement 36 ergibt sich wegen des unterschiedlich groben Abstandes des Betätigungsgliedes 37 und des Untergreifgliedes 38 zum Plattformelement 2 ein stufenförmiges Aussehen, wobei sich der Verbindungsbereich 39 nahe der Untergreifstelle 35befindet.

Das Halteelement 36 ist zweckmäßigerweise entgegen der Kraft einer Feder 40 aus der Untergreifstellung in die Freigabestellung bewegbar, so daß sich das Halteelement 36 unter der Federkraft von selbst in die Untergreifstellung verstellt und in dieser gesichert ist.

Das beim Ausführungsbeispiel stabförmige Untergreifglied 38 kann an einem von dem Plattformelement 2 abstehenden Lagerelement 41 geführt sein, das beim Ausführungsbeispiel von einem flachen, hochkant vom Plattformelement 2 abstehenden Rechteckgehäuse gebildet wird, das entsprechende Lagerbohrungen für den Durchtritt des Untergreifelements 38 aufweisen kann. Die Feder 40 ist in diesem Gehäuse untergebracht und stützt sich einerseits am Untergreifelement 38 und andererseits am Gehäuse ab.

Das Verstellen des Halteelements 36 erfolgt in linearer Richtung, wobei das Halteelement 36 zweckmäßigerweise durch Ziehen in Richtung vom Plattformelement-Längsrand 33 weg in seine Freigabestellung überführbar ist. Beim Ausführungsbeispiel erstreckt sich das Halteelement 36 etwa in halber Länge des Plattformelementes 2 rechtwinkelig zum Plattformelement-Längsrand 33 nach innen bis zur Untergreifstelle 35.

Es versteht sich, daß man beim Überführen der Konsolbühne 1 aus ihrer Gebrauchslage in ihre Nichtgebrauchslage das Halteelement 36 zunächst in die Freigabestellung bewegt, so daß sich die Konsolgerüstelemente 5; 5a nacheinander einschwenken lassen, wonach man das Halteelement 36 wieder in seine Untergreifstellung bringt.


Anspruch[de]
  1. 1. Zusammenklappbare Konsolbühne für das Bauwesen, mit einem begehbaren Plattformelement und zwei in Plattformelement-Längsrichtung mit Abstand zueinander an der Plattformelement-Unterseite angeordneten, im wesentlichen ebene Gestalt aufweisenden Konsolgerüstelementen, die jeweils eine im wesentlichen in Breitenrichtung des Plattformelements verlaufende Tragstrebe aufweisen und mit dem Plattformelement um eine im Bereich der Tragstrebe verlaufende Schwenkachse zwischen einer vom Plattformelement im wesentlichen rechtwinkelig abstehenden Gebrauchslage, in der sie an eine Gebäudewand anhängbar sind, und einer zum jeweils anderen Konsolgerüstelement geschwenkten Nichtgebrauchslage, in der sie übereinanderliegend gegen das Plattformelement geklappt sind, verschwenkbar verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, daß bei jedem Konsolgerüstelement (5; 5a) die im Querschnitt rechteckige Tragstrebe (8; 8a) eine an dem Plattformelement (2) angeordnete Lageröffnung (16) durchgreift, die einen dem Plattformelement (2) zugewandten schmäleren Öffnungsbereich (17) mit einer etwa der rechtwinkelig zur Ebene des Konsolgerüstelements (5; 5a) gemessenen Breite (C) der Tragstrebe (8; 8a) entsprechenden Breite (B) und einen dem Plattformelement (2) abgewandten breiteren Öffnungsbereich (18) mit einer das Verschwenken der Tragstrebe (8; 8a) zulassenden Breite bildet, wobei die rechtwinkelig zur Ebene des Plattformelements (2) gemessene Höhe (H) der Lageröffnung (16) größer als die in der Ebene des Konsolgerüstelements (5; 5a) gemessene Höhe (G) der Tragstrebe (8; 8a) ist, so daß das Konsolgerüstelement (5; 5a) in seiner Gebrauchslage zwischen einer dem Plattformelement (2) näheren Stellung, in der die Tragstrebe (8; 8a) in den schmäleren Öffnungsbereich (17) eingreift, und einer dem Plattformelement (2) entfernteren Stellung, in der die Tragstrebe (8; 8a) im breiteren Öffnungsbereich (18) angeordnet ist, bewegbar ist.
  2. 2. Konsolbühne nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Öffnungsbereiche (17, 18) trichterähnlich ineinander übergehen.
  3. 3. Konsolbühne nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der breitere Öffnungsbereich (18) beidseitig abgerundet ausgebaucht ist.
  4. 4. Konsolbühne nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Höhe des breiteren Öffnungsbereichs (18) größer als die Breite (C) der Tragstrebe (8; 8a) ist.
  5. 5. Konsolbühne nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Höhe des breiteren Öffnungsbereichs mindestens der doppelten Breite (C) der Tragstrebe (8; 8a) entspricht.
  6. 6. Konsolbühne nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Plattformelement (2) für jede Tragstrebe (8; 8a) mindestens zwei mit Abstand zueinander angeordnete Lagereinrichtungen (24, 25) trägt, die jeweils einen Lageröffnungsabschnitt bilden.
  7. 7. Konsolbühne nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß jede Lagereinrichtung (24, 25) zwei vom Plattformelement (2) abstehende, den Lageröffnungsabschnitt seitlich begrenzende Lagerlaschen (26, 27) aufweist.
  8. 8. Konsolbühne nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Lageröffnung (16) an ihrem dem Plattformelement (2) entgegengesetzten Ende durch ein entfernbares Sicherungsteil (29) begrenzt wird.
  9. 9. Konsolbühne nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Tragstreben (8; 8a) der beiden Konsolgerüstelemente (5; 5a) einen um einen kleinen spitzen Winkel von ihrer Parallelität abweichenden Verlauf einnehmen, so daß an den Konsolgerüstelementen (5; 5a) aus ihrer Ebene vorstehende Teile beim Zusammenklappen aneinander vorbeigelangen.
  10. 10. Zusammenklappbare Konsolbühne für das Bauwesen, mit einem begehbaren Plattformelement und zwei in Plattformelement-Längsrichtung mit Abstand zueinander an der Plattformelement-Unterseite angeordneten, im wesentlichen ebene Gestalt aufweisenden Konsolgerüstelementen, die jeweils eine im wesentlichen in Breitenrichtung des Plattformelements verlaufende Tragstrebe aufweisen und mit dem Plattformelement um eine im Bereich der Tragstrebe verlaufende Schwenkachse zwischen einer vom Plattformelement im wesentlichen rechtwinkelig abstehenden Gebrauchslage, in der sie an eine Gebäudewand anhängbar sind, und einer zum jeweils anderen Konsolgerüstelement geschwenkten Nichtgebrauchslage, in der sie übereinanderliegend gegen das Plattformelement geklappt sind, verschwenkbar verbunden sind, insbesondere nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß am Plattformelement (2) eine Halteeinrichtung (3) zum Halten der beiden Konsolgerüstelemente (5; 5a) in ihrer Nichtgebrauchslage angeordnet ist, die einen an einem Längsrandbereich (33) des Plattformelements (2) befindlichen Handgriff (34) und ein an diesen angesetztes, der Unterseite (3) des Plattformelements (2) entlang bis zu einer Untergreifstelle (35) der Konsolgerüstelemente (5; 5a) verlaufendes Halteelement (36) enthält, das einen handgriffseitigen, in der Nichtgebrauchslage der Konsolgerüstelemente (5; 5a) zwischen dem Plattformelement (2) und dem diesem zugewandten Konsolgerüstelement (5; 5a) verlaufendes Betätigungsglied (37) und am dem Handgriff (34) entgegengesetzten Ende ein größeren Abstand zum Plattformelement (2) als das Betätigungsglied (37) aufweisendes Untergreifglied (38) zum Untergreifen der beiden Konsolgerüstelemente (5; 5a) aufweist, wobei das Betätigungsglied (37) und das Untergreifglied (37) über einen die Konsolgerüstelemente (5; 5a) durchgreifenden Verbindungsbereich (39) miteinander verbunden sind und das Halteelement (36) mittels des Handgriffs (34) zwischen einer Untergreifstellung und einer Freigabestellung verstellbar ist.
  11. 11. Konsolbühne nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Halteelement (36) entgegen einer Federkraft aus der Untergreifstellung in die Freigabestellung bewegbar ist.
  12. 12. Konsolbühne nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens das Betätigungsglied (37) des Halteelements (36) von einem Stabmaterial gebildet wird.
  13. 13. Konsolbühne nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß das Untergreifglied (38) an einem von dem Plattformelement (2) abstehenden Lagerelement (41) geführt ist.
  14. 14. Konsolbühne nach einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß das Halteelement (36) in linearer Richtung verstellbar ist.
  15. 15. Konsolbühne nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß das Halteelement (36) durch Ziehen in Richtung vom Plattformelement-Längsrand (33) weg in seine Freigabestellung überführbar ist.
  16. 16. Konsolbühne nach einem der Ansprüche 10 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß der Handgriff (34) am in Gebrauchslage der Gebäudewand zugewandten Längsrandbereich (33) des Plattformelements (2) angeordnet ist.






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