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Dokumentenidentifikation DE19500465A1 11.07.1996
Titel Zerlegbares Regalsystem
Anmelder Tesar, Herbert, 72138 Kirchentellinsfurt, DE
Erfinder Tesar, Herbert, 72138 Kirchentellinsfurt, DE
DE-Anmeldedatum 10.01.1995
DE-Aktenzeichen 19500465
Offenlegungstag 11.07.1996
Veröffentlichungstag im Patentblatt 11.07.1996
IPC-Hauptklasse A47B 57/32
IPC-Nebenklasse A47B 47/04   A47B 96/00   
Zusammenfassung Handelsübliche Regalsysteme sind bedingt flexibel einsetzbar bezüglich möglicher/gewünschter Veränderungen wie, neues Einsatzgebiet, erhöhte Belastung, gestalterischen Absichten, Addition bzw. Verwendung unterschiedlicher Materialien für die Regalböden.
Regalpfosten sind frei ansetzbar, das heißt der Regalpfostenabstand ist dadurch frei wählbar. Oben und unten verfügen die Pfosten über Klemmvorrichtungen, in denen die entsprechenden Regalböden eingespannt und über Eindrehen der jeweiligen Kugeln zu einer stabilen Tragstruktur gebracht werden. Die übrigen Regalböden liegen frei in Aussparungen der Regalpfosten auf. Das Regal ist einfach im Aufbau und Zerlegen. Es kann beliebig ergänzt werden und der Einsatz von unterschiedlichen Materialien ist nachträglich, jederzeit, ohne maschinellen Aufwand möglich.
Das Regalsystem eignet sich für den universellen Einsatz im privaten Haushalt, sowie auch für den gewerblichen Gebrauch. Die einfache Veränderbarkeit sind beste Voraussetzungen für den Einsatz als Interimsmöbel z. B. im Dekorations- oder Verkaufsbereich sowie in der Messeausstattung.

Beschreibung[de]
Einleitung

Handelsübliche Regalsysteme sind bedingt flexibel einsetzbar bzw. veränderbar bezüglich der aufzunehmenden Lasten, dem Einsatzgebiet oder dem Einsatzort. Der Ausbau mit unterschiedlichen Materialien, oder Kombinationen von Materialien, ist oft nicht möglich. Verlängerungen bzw. Erweiterungen, sind ohne dabei auf ein zusätzlich komplettes Regal zurückzugreifen, nicht möglich.

Das neue Regalsystem ist flexibel einsetzbar und eignet sich als Raumteiler, Dekoration- und Ausstellungsregal, wobei es sich unter Umständen, je nach Bedarf auch für Schwerlasten (Bücher etc.) eingesetzt werden kann. Die Regalplattenabstände sind variabel veränderbar. Die einzelnen Auflagefächer bedürfen keiner besonderen Ausführung, es können für diese auch unterschiedliche Materialien zum Einsatz kommen. Kombinationen von Materialien (z. B. Holz, Glas, Metall, Stein, Kunststoffen etc.), sofern diese genügend Steifigkeit bezüglich ihrer Durchbiegung aufweisen, können ebenfalls zum Einsatz kommen. Es ist möglich das Regal für eventuelle neue Anforderungen entsprechend der Nutzung und Lasten abzuändern und anzupassen. Erweiterung durch Verlängerung d. h. Anbindung des gleichen Systems sind möglich, und theoretisch bis ins unendliche machbar. Der Auf- und Abbau des Regalsystems ist in einfachen Schritten zu bewerkstelligen.

Funktion

Das Regalsystem besteht aus Pfosten (wobei die Anzahl je nach Belastung und Einsatzgebiet variieren kann), Klemmvorrichtung am Anfang und am Ende, einer stabilisierende Deck-und Bodenplatte, beliebig vielen Regalböden, sowie einer aussteifenden Rückwand für die auch je nach Einsatz und gestalterischer Absicht auch diagonale Streben (oder Seile) eingesetzt werden können. Am Anfang und am Ende der Pfosten befinden sich spezielle Klemmvorrichtung mit festdrehbaren Stahlkugeln mittels der ein Verbund mit der Boden- und Deckplatte möglich ist. Die Pfosten bilden in Verbindung, durch die Klemmvorrichtung, mit der Boden- und Deckplatte zusammen mit der Rückwand bzw. Streben eine stabile Tragstruktur. Die Pfosten können an beliebigen Punkten an der Boden- und Deckplatte mit der Klemmvorrichtung befestigt werden.

Beschreibung

Die Pfosten (A) bestehen aus Kanthölzern, die auf einer Seite mit einer Verzahnung versehen sind. In die Verzahnung können die Regalböden (D) an beliebigen stellen eingesetzt werden. An den Seiten der Pfosten (A) befinden sich Nuten (I) die der Aufnahme der auszusteifenden Rückwand oder Seilkonstruktion sowie Vorrichtungen für Buchhalterungen dienen können. Am oberen und unteren Ende der Pfosten (A) befinden sich Klemmvorrichtung die einem Verbund zwischen Pfosten sowie Deck-und Bodenplatte (F u. E) dienen. Die Klemmvorrichtung besteht aus einem Stahl U-Profil (G) und einem Stahlwinkel (H) der mittels einer Schraube, die mit einer Stahlkugel (B) verbunden ist, angepreßt werden kann.

Boden- und Deckplatte (E u. F) besitzen an den Ober- und Unterseiten umlaufende Nuten. In die obere bzw. untere Nut wird der Winkel (H) der Klemmvorrichtung eingesetzt und durch Drehen der Kugel (B) ein Verspannen mit dem Pfosten (A) erreicht. Die Verspannkugel (B) am Boden ist in rund angeschnittenen Holzplatten (J) aufgesetzt, so daß eine bessere Drucklast Verteilung zum Untergrund besteht.

Montage

Die Pfosten werden an den vorgesehenen Stellen an der Bodenplatte positioniert. Der Stahlwinkel der Klemmvorrichtung wird in die Nut der Bodenplatte eingesetzt. Die Pfosten werden in die vorgesehenen Positionen, angegeben durch die Lage der Stahlwinkel, gebracht. Die Stahlkugeln werden in die Klemmvorrichtung eingedreht, so daß der Gewindestift in den vorgesehenen Köcher des Stahlwinkels eintrifft und somit durch weiteres drehen die Bodenplatte an den Pfosten preßt. Unter die Kugeln werden Platten zur Aufnahme und Verteilung der Lasten plaziert. Nachdem die erforderliche Anzahl von Pfosten zur Stabilisierung des Regals angepreßt wurde, wird die Deckplatte aufgesetzt. Hier wird ähnlich wie bei der Bodenplatte verfahren. An den vorgesehenen Stellen wird in die Nut der Deckplatte der Stahlwinkel der Klemmvorrichtung eingesetzt. Nachdem dies an allen Punkten geschehen ist, wird die Deckplatte in die Klemmvorrichtung der Pfosten eingesetzt. Durch Hineindrehen der Stahlkugel wird die Deckplatte an die Pfosten angepreßt. Zur Stabilisierung des Regals wird auf der Rückseite in die Nuten der Pfosten sowie Grund- und Deckplatten eine entsprechend der Nute dicke Platte eingesetzt. Anstelle der Platte kann auch eine diagonale Seil- oder Stabkonstruktion eingesetzt werden, die über die Verzahnung und Nut der Pfosten befestigt wird.

Herstellung

In die bereits abgelängten Kanthölzer werden in die Seiten die beiden Nuten eingefräst. Nun wird die Verzahnung auf eine Seite eingefräst, wobei hier mehrere Pfosten, abhängig von dem Maschinentisch, bearbeitet werden können. Abschließend wird auf der gegenüberliegenden Seite die Aussparung für die Klemmvorrichtung heraus gefräst. Für die Klemmvorrichtung wird ein Stahl U-Profil entsprechend abgelängt. Im oberen Teil wird ein Loch mit Gewinde für den Gewindestift mit Stahlkugel hergestellt. Auf der gegenüberliegenden Seite werden die Bohrungen für die Verschraubung an den Pfosten vorgesehen. Das Stahl U-Profil wird nun am Anfang und Ende der Pfosten festgeschraubt. Der Stahlwinkel wird entsprechend der erforderlichen Länge von Stangenmaterial abgelängt. Auf der Außenseite wird eine Hülse zur Aufnahme des Gewindestiftes aufgeschweißt. In die Stahlkugel wird ein Loch gebohrt, in das ein Gewinde für den Gewindebolzen geschnitten wird. Der Gewindebolzen wird mit Kleber in die Stahlkugel eingeschraubt. Die Boden- und Deckplatte wird auf das gewünscht Maß zugeschnitten. Auf der Ober- und Unterseite werden die Nuten eingefräst. Die Regalplatten werden auf die gewünschte Größe zugeschnitten.

Bezugszeichenliste

A Regalpfosten

C Auflager

E unterste Regalboden

G U-Profil

I Nut

B Kugel

D Regalboden

F oberste Regalboden

H L-Profil

J Rückwand


Anspruch[de]
  1. 1. Zerlegbares Regalsystem, dadurch gekennzeichnet, daß es aus mindestens drei tragenden Regalpfosten (A), mindestens zwei Regalböden (E u. F) und mindestens einer Rückwand (J) als aussteifendes Element besteht.
  2. 2. Regalsystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Regalpfosten (A) in horizontaler Richtung an jeder Stelle der Regalböden (E u. F), entsprechend dem Einsatzgebiet, angesetzt werden können.
  3. 3. Regalsystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Regalpfosten (A) Aussparungen zur Aufnahme der Regalböden (D) und zur Aufnahme der Rückwand (J) aufweisen.
  4. 4. Regalsystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Regalpfosten (A) anstelle von Aussparungen Bohrungen zum Einsetzen von Stiften oder Tragwinkel zur Aufnahme der Regalböden (D) aufweisen.
  5. 5. Regalsystem, dadurch gekennzeichnet, daß die Regalpfosten (A) über jeweils eine Klemmvorrichtung, oben und unten, zum stabilisierenden Einspannen der Regalböden (E u. F), zum Verspannen mittels der Kugel (B), aufweisen.
  6. 6. Regalsystem, dadurch gekennzeichnet, daß die Klemmvorrichtungen der Regalpfosten (A), ein U-Profil aufweist, in die der untere und obere Regalboden (E u. F) eingelegt wird und mittels eines Gewindestiftes mit Profilwinkels (H), als Druckplatte, durch Festdrehen der Kugel (B) ein Anpressen der Profilwinkels (H) auf die Regalböden (E u. F) erfolgt.
  7. 7. Regalsystem nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß es aus Kunststoff und/oder Holz und /oder Glas und/oder Metall und/oder Stein besteht.
  8. 8. Regalsystem nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erhöhung der Stabilität des Regalsystems die aufgelegten Regalbretter (D) und die eingesetzte Rückwand (J) eine kraftschlüssige Verbindung vorgesehen werden kann.
  9. 9. Regalsystem nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die kraftschlüssige Verbindung durch Schrauben, Nieten, Nägel oder Steckbolzen erfolgt.
  10. 10. Regalsystem nach Anspruch 1, als aussteifendes Element, anstelle der Rückwand, diagonale Verstrebungen.






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