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Dokumentenidentifikation DE19502450C1 11.07.1996
Titel Gleisgebundene Baumaschine
Anmelder Hermann Wiebe Grundstücks- und Maschinenanlagen KG, 27313 Dörverden, DE
Erfinder Konecny, Dietrich, 27313 Dörverden, DE
Vertreter Eisenführ, Speiser & Partner, 28195 Bremen
DE-Anmeldedatum 26.01.1995
DE-Aktenzeichen 19502450
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 11.07.1996
Veröffentlichungstag im Patentblatt 11.07.1996
IPC-Hauptklasse E02D 37/00
IPC-Nebenklasse E02D 17/08   
Zusammenfassung Es wird eine gleisgebundene Baumaschine angegeben, die mindestens einen Wagen aus einem Rahmen auf mindestens zwei schienengängigen Laufwerken enthält. Um einen tiefgründigen Bodenaustausch unterhalb des Rahmens durchführen zu können, wird eine Schalungsanordnung mit zwei parallelen, zu den Schienen in den Gleisbaugrund eintreibbaren Schalungswänden mitgeführt. Vorgesehen sind erste Hebewerkzeuge zum Aufnehmen bzw. Absenken eines unterhalb des Rahmens abtrennbaren Gleisabschnitts. Zweite Hebewerkzeuge an der Gleisbaumaschine dienen zum Absetzen der Schalungsanordnung auf den Gleisbaugrund unterhalb des Rahmens bzw. zum Aufladen der Schalungsanordnung auf die Gleisbaumaschine. Aushubeinrichtungen sind entlang des Rahmens verfahrbar angeordnet und dienen zum Ausheben des Gleisbaugrundes nach dem die Schalungsanordnung in den Gleisbaugrund eingetrieben ist. Die Gleisbaumaschine enthält Längsförderer zum Abfördern des Erdaushubs sowie zum Zufördern von frischem Bodenmaterial.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine gleisgebundene Baumaschine, mit mindestens einem Wagen, bestehend aus einem Rahmen auf mindestens zwei schienengängigen Laufwerken, mit ersten Hebewerkzeugen zum Aufnehmen bzw. Absenken eines unterhalb des Rahmens abgetrennten Gleisabschnittes und mit Aushubeinrichtungen.

Aus der AT 370 798 ist eine Gleisbaumaschine zum Räumen und Planieren von Schotterbetten dieser Art bekannt. Bei dieser Gleisbaumaschine wird ein Gleisabschnitt angehoben und dann der unter dem angehobenen Gleisabschnitt liegende Schotter mit Hilfe eines Pfluges vom Gleisbett zur Seite hin weggeräumt. Seitliche Verlängerungen des Pfluges verhindern ein anschließendes Zurückrieseln des zur Seite geräumten Schotters. Nachteilig bei dieser bekannten Gleisbaumaschine ist es, daß sie nur für die oberflächliche Erneuerung des Gleisbettes geeignet ist; ein tiefgründiges Ausheben, wie es zumeist erforderlich ist, ist nicht möglich.

Bei der Überholung von Bahngleisen stellt sich in einigen Fällen das Problem, daß der Gleisuntergrund den Belastungen des Schienenverkehrs nicht gewachsen ist. Dies ist beispielsweise von der Beschaffenheit des natürlichen Bodens abhängig, über den das Gleisbett gelegt ist. Bei derartigen Streckenabschnitten, die in der Regel bis zu einigen hundert Metern lang sein können, muß dann das Bodenmaterial ausgetauscht werden, und zwar muß das alte z. B. zu feuchte und unverdichtbare Bodenmaterial durch neues Bodenmaterial ersetzt werden, welches ausreichend verdichtet und trocken gehalten werden kann. Wesentlich ist dabei, daß der Schienenverkehr auf den benachbarten Gleisen aufrechterhalten werden kann, daß also der Bodenaustausch während des Betriebs der übrigen Gleise stattfindet.

Zu diesem Zweck muß die Grube, aus welcher das schlechte Bodenmaterial entnommen und neues Bodenmaterial nachgefüllt wird, mit seitlichen Schalungswänden abgestützt werden, um nämlich den vom Zugverkehr der Nachbargleise ausgehenden Querdruck abzufangen, und um das Einstürzen der Bodengrube zu verhindern.

Aus der DE 42 30 533 ist ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Austausch von Bodenmaterial, insbesondere neben Verkehrswegen und Bauwerken bekannt, bei dem eine Schalungsanordnung mit zwei beabstandeten Schalungswänden in den Boden eingebracht wird und anschließend horizontal in einer Arbeitsrichtung verschoben werden kann. Zwischen den beiden beabstandeten parallelen Schalungswänden ist ein plattenförmiges Widerlager angeordnet, das den nach vorn und nach hinten offenen kanalartigen Grubenbereich zwischen den Schalungswänden so unterteilt, daß die vor und hinter dem plattenförmigen Widerlager gelegenen Abschnitte der Grube zwischen den Schalungswänden vom Bodenmaterial befreit oder mit Bodenmaterial gefüllt werden können. Die Schalungswände werden mittels Verstellzylinder vorwärtsgetrieben, die gegen das Widerlager wirken. Mindestens eine Traverse verbindet die beiden Schalungswände im oberen Bereich, damit die Schalungswände den Querdruck vom angrenzenden Bodenmaterial aufnehmen können.

Aus der DE 40 29 632 A1 ist ebenfalls eine Anordnung zum Austausch von Bodenmaterial bekannt, die von einem geschlossenen Kasten gebildet ist, dessen vordere und rückseitige Wand doppelt ausgebildet ist. Zwischen den Wandabschnitten sind Verstellzylinder vorgesehen, und die äußeren Wandabschnitte sind entsprechend verstellbar, wodurch eine wandernde Baugrube vorangetrieben werden kann.

Die bekannten Vorrichtungen für den Bodenaustausch sind jedoch entweder nicht an die Besonderheiten des Gleisbaubetriebes angepaßt, so das der Einsatz dieser bekannten Vorrichtungen im Gleisbaubetrieb aufwendig ist und den Betrieb der Nachbargleise stört, oder sie ermöglichen keinen tiefgründigen Bodenaustausch.

Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art derart weiterzubilden, daß ein tiefgründiger Bodenaustausch im Bereich des Baugrundes von Gleisen in einfacher Weise ohne Störung des Zugverkehrs auf den Nachbargleisen möglich ist.

Diese Aufgabe wird bei der Baumaschine der eingangs genannten Art erfindungsgemäß gelöst durch eine Schalungsanordnung mit zwei parallel zu den Schienen tiefgründig in den Gleisbaugrund eintreibbaren Schalungswänden, zweite Hebewerkzeuge zum Absetzen der Schalungsanordnung auf den Gleisbaugrund unterhalb des Rahmens bzw. zum Aufladen der Schalungsanordnung auf die Gleisbaumaschine, wobei die Aushubeinrichtungen entlang des Rahmens zum Ausheben des Gleisbaugrundes zwischen den eingetriebenen Schalungswänden verfahrbar angeordnet sind.

Die Vorteile der Erfindung liegen insbesondere darin, daß von der schienengängigen Baumaschine eine vortreibbare Schalungsanordnung mitgeführt wird, daß unter dem Rahmen des Wagens der Baumaschine ein Gleisabschnitt abgetrennt und auf die Baumaschine aufgeladen werden kann, und daß anschließend die vortreibbare Schalungsanordnung an der selben Stelle, wo zuvor der Gleisabschnitt abgetrennt und entfernt wurde, auf den Gleiskörper aufgesetzt und in den Gleisbaugrund eingetrieben werden kann. Daraufhin kann durch die erfindungsgemäßen Aushubeinrichtungen mit dem Bodenaustausch begonnen werden. Zu diesem Zweck wird die Schalungsanordnung unter dem Rahmen des Wagens über den gleisfreien Streckenabschnitt vorangetrieben, und die Aushubeinrichtungen sowie bevorzugt auch Längsförderer folgen der Schalungsanordnung und bewerkstelligen den Austausch des Bodens. Nach dem Einfüllen und Verdichten von frischem Baugrund wird die Schalungsanordnung wieder aus dem Baugrund gezogen, auf die Baumaschine verbracht, anschließend wird der Gleisabschnitt abgesenkt und wieder an das Gleis angeschweißt. Im Anschluß daran läßt sich die Baumaschine verfahren, und es kann mit einem neuen Arbeitszyklus, d. h. dem Abtrennen eines Gleisabschnitts, dem Hochnehmen des Gleisabschnitts, dem Absenken, Eintreiben und Vortreiben der Schalungsanordnung bei gleichzeitigem Materialtausch und dem Herausnehmen der Schalungsanordnung, und schließlich dem Absenken und Wiedereinsetzen des Gleisabschnittes begonnen werden.

Auf die erfindungsgemäße Weise ist es möglich, auch den Materialaustausch über längere Streckenabschnitte vorzunehmen, die länger sind als der Abstand zwischen den Laufwerken der Baumaschine. Da erfindungsgemäß eine vortreibbare Schalungsanordnung vorgesehen ist, und sowohl die Aushubeinrichtungen als auch bevorzugt je ein Längsförderer zum Abräumen bzw. Zuführen von Erdhub- und Baumaterialien der Vortreibbewegung der Schalungsanordnung folgen, läßt sich erfindungsgemäß bei stehender Baumaschine der Bodenaustausch über einen Streckenabschnitt durchführen, der sich unterhalb des Rahmens von Laufwerk zu Laufwerk erstreckt und ein mehrfaches der Länge der Schalungsanordnung beträgt.

Besonders bevorzugt sind die ersten Hebewerkzeuge auf dem Rahmen des ersten Wagens angeordnet. Bevorzugt ist an den ersten Wagen ein Endwagen angekoppelt, der ebenfalls aus einem Rahmen und mindestens zwei schienengängigen Laufwerken besteht und die zweiten Hebewerkzeuge in Längsrichtung auf Führungsschienen verfahrbar trägt. Die Schalungsanordnung läßt sich ebenfalls auf dem Endwagen lagern und von dem zweiten Hebewerkzeug bis in den Bereich des Rahmens des ersten Wagens verfahren und unter diesem Rahmen auf den Gleisbaugrund absetzen.

Am Rahmen des ersten Wagens sind Führungsschienen in Längsrichtung (Gleisrichtung) angeordnet und führen die Aushubeinrichtung in Längsrichtung während des Betriebs. Die Aushubeinrichtungen enthalten bevorzugt einen schwenkbar angelenkten Ausleger, an dessen freiem Ende eine Baggerschaufel angelenkt ist.

Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung enthält die Schalungsanordnung mehrere Verstellzylinder, die an mindestens einem Widerlager einerseits, und an den Schalungswänden andererseits angreifen und die Schalungswände relativ zu den Widerlagern in Schienenrichtung vortreiben. Jede Schalungswand kann aus mehreren horizontal verlaufenden Bohlen bestehen, die einzeln von Verstellzylindern vortreibbar sind. Alternativ läßt sich die Schalungswand auch aus mehreren vertikalen Bohlen aufbauen, die mittels Verstellzylinder oder mittels einer am Rahmen des ersten Wagens angeordneten Ramme in den Gleisbaugrund eintreiben lassen.

Bevorzugt lassen sich jeweils zwei horizontal verlaufende, einander gegenüberliegende Bohlen der Schalungswände über Verstellzylinder mit einem plattenförmigen Widerlager koppeln, welches quer zwischen den Schalungswänden verläuft und sich beim Vortreiben der Bohlen gegen den angrenzenden Gleisbaugrund abstützt.

Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung läßt sich in Arbeitsrichtung vor dem ersten Wagen ein Kopfwagen ankoppeln, der ebenfalls einen Rahmen und mindestens zwei schienengängige Laufwerke aufweist und einen ortsfesten Längsförderer trägt, der das Schüttgut von einem der verfahrbaren Längsförderer übernimmt.

Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind durch die Merkmale der Unteransprüche gekennzeichnet.

Im folgenden werden Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 eine Seitenansicht der Baumaschine während einer Überfahrt;

Fig. 2 eine der Fig. 1 entsprechende Seitenansicht im Arbeitszustand;

Fig. 3 eine vergrößerte Seitenansicht der Schalungsanordnung während des Vortriebes;

Fig. 4 eine der Fig. 3 entsprechende Seitenansicht nach vollendetem Vortrieb der Schalungsanordnung; und

Fig. 5 eine weitere Ausführungsform der Anordnung einer Schalungsanordnung an der Baumaschine.

Die Fig. 1 bis 4 zeigen eine Baumaschine mit einem Wagen 2, auch der Mittelwagen genannt, an den ein Endwagen 3 und ein Kopfwagen 1 angekoppelt sind. Der Mittelwagen 2 enthält zwei schienengängige Laufwerke 11, auf denen ein Rahmen 10 lagert, der als selbsttragende Brücke ausgebildet ist. Laufwerke 11 und Rahmen 10 bilden das Fahrgestell des Mittelwagens 2. Der Endwagen 3 besitzt ebenfalls zwei schienengängige Laufwerke 16, auf denen ein Rahmen 15 lagert, und der Kopfwagen 1 besitzt zwei schienengängige Laufwerke 4, auf denen der Rahmen 5 ruht. Die Aufteilung der Baumaschine in drei einzelne Wagen 1, 2, 3 erweist sich als zweckmäßig, um die Aggregate der Baumaschine unterbringen zu können, und um dem Rahmen 10 des Mittelwagens 2, unter dem der Bodenaustausch stattfinden soll, eine möglichst große Länge geben zu können.

Die Baumaschine gemäß Fig. 1 ist in ihrer Transportlage für die sogenannte Überführungsfahrt dargestellt. Auf dem Endwagen 3 lagert eine Schalungsanordnung 20, und auf dem Endwagen sind Hebewerkzeuge 18 auf Führungsschienen (nicht dargestellt) in Längsrichtung oder Schienenrichtung verfahrbar angeordnet, um die gesamte Schalungsanordnung 20 in den Bereich des Mittelwagens 2 verfahren und dort auf öden Gleisbaugrund absetzen zu können.

Am Rahmen 10 des Mittelwagens 2 sind erste Hebewerkzeuge 40 angeordnet, welche zum Aufnehmen bzw. zum Absenken eines unterhalb des Rahmens 5 abgetrennten Gleisabschnittes 1a, 1b dienen. Vorgesehen ist ferner ein Rost 42, zum Lagern der abgetrennten Gleisabschnitte 1a, 1b auf dem Rahmen 10. Der Rahmen 10 des Mittelwagens 2 ist als freitragende Brücke ausgebildet, seine Endabschnitte laufen von den Laufwerken 11 schräg nach oben und gehen in einen horizontalen Mittelabschnitt über. Unter dem Rahmen 10 ist dadurch ein Freiraum zur Durchführung von Gleisbauarbeiten, insbesondere zu der Führung eines tiefgründigen Bodenaustausches verwirklicht. Auf der Unterseite des Rahmens 10 sind - in Längsrichtung - Führungsschienen 52 angeordnet, an denen Aushubeinrichtungen 50 hängen und in Längsrichtung verfahrbar sind. Die Aushubeinrichtungen 50, zum Beispiel ein Bagger, besitzen einen schwenkbaren Ausleger 52, an dessen freien Ende eine Baggerschaufel 53 angeordnet ist. Die Aushubeinrichtungen 50 lassen sich entlang des Rahmens 10 verfahren und dienen zum tiefgründigen Ausheben des Gleisbaugrundes. Am Rahmen 10 des Mittelwagens 2 ist ein Längsförderer 8 in Längsrichtung verfahrbar gelagert und dient zum Abtransportieren des Erdaushubes, der von den Aushubeinrichtungen 50 aus dem Gleisbaugrund abgetragen wird. Der Längsförderer 8 folgt in geringem Abstand der Bewegung der Aushubeinrichtungen 50, wenn diese in Längsrichtung verfahren werden. Das Abgabeende 9 des Längsförderers 8 überragt einen stationären Längsförderer 7, der am Kopfwagen befestigt ist und den Erdaushub auf einen weiteren Längsförderer 6 abgibt.

Auf dem Endwagen 3 ist ebenfalls ein Längsförderer 13 in Längsrichtung verfahrbar angeordnet. Das Abgabeende des Längsförderers 13 befindet sich über einem Querförderer 14, der das herangeförderte Schüttgut über einen Trichter 14a in die darunter befindliche Baugrube abgibt. Der verfahrbare Längsförderer 13 erhält sein Material über einen stationären Längsförderer 17, der auf dem Endwagen fest angeordnet ist und von einem Behälterwagen (nicht dargestellt) über einen weiteren Längsförderer Baumaterial zugeführt erhält.

In den Fig. 2, insbesondere jedoch 3 und 4 ist die Schalungsanordnung 20 in Arbeitsstellung dargestellt. Die Schalungsanordnung 20wird über die zweiten Hebewerkzeuge 18 unter den Rahmen 10 des Mittelwagens 2 transportiert und dann auf den Baugrund unter den Rahmen 10 abgesenkt. Die Schalungsanordnung 20 besitzt zwei in vorgegebenem Abstand angeordnete, parallele Schalungswände 22, die parallel zu den Schienen in den Gleisbaugrund eintreibbar sind. Die Schalungswände 22 bestehen in der dargestellten Ausführungsform aus mehreren benachbarten und in Arbeitsrichtung verschiebbaren Bohlen 23, die einzeln in Arbeitsrichtung (Schienenrichtung bzw. Längsrichtung) vortreibbar sind.

Zum Vortreiben der Bohlen 23 sind mehrere Verstellzylinder 30 vorgesehen, die einerseits in einem Widerlager 24, andererseits an den Bohlen 23 angreifen. Die Widerlager 24 verlaufen quer zu den Schalungswänden 22 und stützen sich am Erdreich ab. Im Bereich der Verstellzylinder 30 wurde durch die Aushubeinrichtungen 50 der Baugrund entfernt, so daß sich im Bereich der Verstellzylinder 30 zwischen den beiden Schalungswänden 22 - von denen nur eine dargestellt ist - die Baugrube ausgehoben wurde. Anschließend treiben die Verstellzylinder 30 - sich über die Widerlager 24 am angrenzenden Gleisbaugrund abstützend - die Bohlen 23 in Arbeitsrichtung in das Erdreich hinein, und daran anschließend holen die Verstellzylinder 30 die Widerlager 24 in Arbeitsrichtung zu den Bohlen 23 heran. Auf diese Weise bildet sich dann hinter den Widerlagern ein Freiraum, der von frischem Bodenmaterial, welches von Förderbändern 13, 17 angefördert wird, gefüllt und mit geeigneten Verdichtungseinrichtungen (nicht dargestellt) verdichtet wird. Gleichzeitig oder danach heben die Aushubeinrichtungen 15 den Boden zwischen den Bohlen 23 aus und heben den alten Boden auf den Längsförderer 8, der diesen über die Längsförderer 7 und 6 einem Behälterwagen (nicht dargestellt) zuführt. Anschließend erfolgt ein erneutes Vortreiben der Bohlen mittels der Verstellzylinder, ein erneutes Heranziehen der Widerlager 24 zu den Bohlen 23 und ein Befüllen der hinter den Widerlagern 24 entstandenen Grube.

Nachdem die Schalungsanordnung 20 den Streckabschnitt unterhalb des Rahmens 10 vorgetrieben wurde und der Gleisbaugrund auf die geschilderte Weise ausgetauscht wurde, läßt sich anschließend mittels der ersten Hebewerkzeuge 40 der abgetrennte und auf dem Rahmen 10 gelagerte Gleisabschnitt 1a wieder absenken und wieder in das Gleis einbauen. Anschließend läßt sich die Gleisbaumaschine in Arbeitsrichtung eine Länge, die etwa dem Gleisbauabschnitt 1a entspricht, verfahren, und der Bodenaustausch läßt sich dann fortsetzen.

Fig. 5 zeigt eine alternative Ausführungsform der Schalungsanordnung 20, die mittels zweier Schwenkarme 26, 28 an dem Rahmen 10 schwenkbar angelenkt ist und mittels Verstellzylinder 32 absenkbar bzw. aufnehmbar und in den Baugrund eintreibbar ist. Die einzelnen Bohlen 23 der Schalungswände 22 sind über Verstellzylinder 30 an einem Widerlager 24 angeordnet, welches einen Teil der Schalungswand bildet und über die Schwenkarme 26, 28 und die Verstellzylinder 32 am Rahmen 10 des mittleren Wagens 2 angeordnet ist. Bei dieser Ausführungsform der Schalungsanordnung lassen sich die horizontalen Bohlen 23 einzeln mittels der Verstellzylinder 30 vortreiben, anschließend läßt sich das Widerlager 24 von den Verstellzylindern - unter Mitwirkung der Verstellzylinder 32 - an die Bohlen 23 heranführen.


Anspruch[de]
  1. 1. Gleisgebundene Baumaschine,

    mit mindestens einem Wagen, bestehend aus einem Rahmen auf mindestens zwei schienengängigen Laufwerken,

    mit ersten Hebewerkzeugen zum Aufnehmen bzw. Absenken eines unterhalb des Rahmens abgetrennten Gleisabschnittes,

    mit Aushubeinrichtungen,

    gekennzeichnet durch eine Schalungsanordnung (20) mit zwei parallel zu den Schienen tiefgründig in den Gleisbaugrund eintreibbaren Schalungswänden (22), zweite Hebewerkzeuge (18) zum Absetzen der Schalungsanordnung (20) auf den Gleisbaugrund unterhalb des Rahmens (10) bzw. zum Aufladen der Schalungsanordnung (20) auf die Gleisbaumaschine,

    wobei die Aushubeinrichtungen (50) entlang des Rahmens (10) zum Ausheben des Gleisbaugrundes, zwischen den eingetriebenen Schalungswänden verfahrbar angeordnet sind.
  2. 2. Baumaschine nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch in Schienenrichtung ausgerichtete Längsförderer (7, 8, 13, 17) zum Zu- und Abfördern von Erdaushub sowie Baumaterialien zu und von der Baugrube zwischen den Schalungswänden (22).
  3. 3. Baumaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß einzelne Längsförderer (8, 13) in Schienenrichtung relativ zum Rahmen (10) verfahrbar angeordnet sind.
  4. 4. Baumaschine nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die verfahrbaren Längsförderer (8, 13) mit geringem Abstand den Aushubeinrichtungen (50) in Längsrichtung nachgeführt werden.
  5. 5. Baumaschine nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß auf dem Rahmen (10) ein Rost (42) zum Absetzen der Gleisabschnitte (1a, 1b) vorgesehen ist.
  6. 6. Baumaschine nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die ersten Hebewerkzeuge (18) auf dem Rahmen (10) angeordnet sind.
  7. 7. Baumaschine nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an dem ersten Wagen (2) ein Endwagen (3), bestehend aus einem Rahmen (15) und mindestens zwei schienengängigen Laufwerken (16), angekoppelt, daß die zweiten Hebewerkzeuge (45) in Längsrichtung auf Führungsschienen verfahrbar ist, und daß die Schalungsanordnung (20) auf dem Endwagen (3) lagert, von dem zweiten Hebewerkzeug (45) bis in den Bereich des Rahmens (10) des ersten Wagens (2) verfahrbar, und unter den Rahmen (10) des ersten Wagens (2) auf den Gleisbaugrund absetzbar ist.
  8. 8. Baumaschine nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß am Rahmen (10) des ersten Wagens (2) Führungsschienen (52) in Längsrichtung angeordnet sind und die Aushubeinrichtungen (50) führen.
  9. 9. Baumaschine nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Aushubeinrichtungen einen schwenkbar angelenkten Ausleger (52) enthalten, an dessen freiem Ende eine Baggerschaufel (59) angelenkt ist.
  10. 10. Baumaschine nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Schalungsanordnung (20) relativ zum Rahmen (10) in Schienenrichtung vortreibbar ist.
  11. 11. Baumaschine nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Schalungsanordnung (20) mehrere Verstellzylinder (30) enthält, die an mindestens einem Widerlager (24) einerseits, und an den Schalungswänden (22) andererseits angreifen und die Schalungswände (22) relativ zu den Widerlagern (24) in Schienenrichtung vortreiben.
  12. 12. Baumaschine nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß jede Schalungswand (22) aus mehreren horizontal verlaufenden Bohlen (23) besteht, die einzeln von Verstellzylindern (30) vortreibbar sind.
  13. 13. Baumaschine nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß jede Schalungswand (22) aus mehreren vertikalen Bohlen besteht, die einzeln mittels Verstellzylinder oder einer am Rahmen angeordneten Ramme in den Gleisbaugrund eintreibbar sind.
  14. 14. Baumaschine nach einem der vorstehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch Verstellzylinder (32) zum Absenken und Anheben der Schalungsanordnung (20) relativ zum Rahmen (10).
  15. 15. Baumaschine nach einem vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstellzylinder (30) nach dem Vortreiben der Schalungswände (22) die Widerlager (24) wieder an die Schalungswände (22) heranholen.
  16. 16. Baumaschine nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß für jeden Verstellzylinder (30) ein plattenförmiges Widerlager (24) vorgesehen ist, welches quer zwischen den Schalungswänden (22) angeordnet ist.
  17. 17. Baumaschine nach, einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das/die Widerlager (24) gegen den Rahmen (10) wirken.
  18. 18. Baumaschine nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Widerlager (24) gegen den Gleisbaugrund wirken.
  19. 19. Baumaschine nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein Kopfwagen (1) mit einem Rahmen (5) und mindestens zwei schienengängigen Laufwerken (4) an den ersten Wagen (2) angekoppelt ist und einen ortsfesten Längsförderer (7) enthält, der das Schüttgut vom verfahrbaren Längsförderer (8) übernimmt.
  20. 20. Baumaschine nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der verfahrbare Längsförderer (8) sich beim Verfahren auf dem Kopfwagen (1) abstützt.
  21. 21. Baumaschine nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite verfahrbare Längsförderer (13) sich auf dem Endwagen (3) abstützt.






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