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Dokumentenidentifikation DE19505227C1 11.07.1996
Titel Erdungsmutter
Anmelder L. Schulte GmbH & Co. KG, 58849 Herscheid, DE
Vertreter Gralfs, H., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 38102 Braunschweig
DE-Anmeldedatum 16.02.1995
DE-Aktenzeichen 19505227
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 11.07.1996
Veröffentlichungstag im Patentblatt 11.07.1996
IPC-Hauptklasse F16B 39/282
Zusammenfassung Mutter, bei der auf der Auflagefläche der Mutter axial vorstehende Schneiden ausgebildet sind, die tangential zu einem Kreis liegend angeordnet sind, der die Achse des Mutterngewindes als Mittelpunkt hat. Zweckmäßig sind die Schneiden an die Schlüssel-Angriffsflächen der Mutter angrenzend angeordnet und haben eine Länge, die kleiner ist als die halbe Länge der Schlüssel-Angriffsfläche.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Erdungsmutter nach dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.

Schaltschränke bzw. deren Einbauten werden für die Bestückung im allgemeinen lackiert angeliefert. Beim Einbau der Bauelemente, die einen Masseschluß benötigen, muß durch die Lackschicht hindurch eine elektrisch leitende Verbindung hergestellt werden.

Aus der DE-90 11 137 U1 sind Erdungsmuttern bekannt, bei denen die Vorsprünge als spitze Zähne ausgebildet sind, die an die Schüsselangriffsflächen angrenzen. Bekannt sind weiter Erdungsmuttern mit schabend oder kratzend ausgebildeten Vorsprüngen, die sich auf der Auflagefläche der Mutter radial erstrecken (DE-PS 3 19 339). Weitere Ausführungsformen von schneidend, schabend oder kratzend ausgebildeten Vorsprüngen sind in der EP 0 025 472 B1 beschrieben.

Aufgabe der Erfindung ist es, eine Erdungsmutter so auszugestalten, daß mit ihr beim Anziehen in einem Schneidvorgang definiert die Lackschicht durchtrennt und eine definierte Masseverbindung hergestellt wird, wobei gleichzeitig eine Sicherung der Schraube gegen Lösen erreicht werden soll.

Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung gelöst durch die im kennzeichnenden Teil des Patentanspruches 1 herausgestellten Merkmale.

Zweckmäßige Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.

Die Erfindung ist in der Zeichnung beispielsweise veranschaulicht und im nachstehenden im einzelnen anhand der Zeichnung beschrieben. Darin zeigen:

Fig. 1 eine Draufsicht auf die Auflagefläche einer erfindungsgemäß ausgebildeten Mutter.

Fig. 2 einen Schnitt längs der Linie II-II in Fig. 1.

Fig. 3 vergrößert einen Schnitt längs der Linie III-III in Fig. 1.

Die in der Zeichnung dargestellte Mutter kann mit einer Mutternhöhe H entsprechend der Mutternhöhe einer genormten Mutter ausgebildet sein. Sie kann aber auch als Flachmutter ausgebildet sein, wie sie vielfach für die Befestigung von Kondensatoren oder dergleichen verwendet wird.

Die dargestellte Mutter 2 ist als Sechskantmutter ausgebildet dargestellt, sie kann aber auch eine andere äußere Konfiguration haben.

Die Mutter ist vorzugsweise mit einer durchgehend ebenen Anlagefläche 4 und auf dieser Anlagefläche mit axial vorstehenden Schneiden 6 versehen, die tangential zu einem Kreis liegend angeordnet sind, der die Achse 8 des Mutterngewindes als Mittelpunkt hat.

In der in der Zeichnung dargestellten bevorzugten Ausführungsform sind die Schneiden 6 an die Schlüsselangriffsflächen 12 der Mutter angrenzend angeordnet. Die Schneiden 6 haben eine Länge l, die kleiner ist als die Länge L der Kante der Schlüsselangriffsfläche, zweckmäßig kleiner als die halbe Länge L. Vorzugsweise ist diese Länge l etwa ein Drittel der Länge der Schlüsselangriffsfläche. Sie kann aber auch kürzer sein.

Die Schneiden 6 können mittig zu den Schlüsselangriffsflächen 12 angeordnet sein. Sie können aber auch unsymmetrisch angeordnet sein, beispielsweise mit einem Ende an eine Ecke zwischen zwei Schlüsselangriffsflächen angrenzend.

Es sind wenigstens drei symmetrisch angeordnete Schneiden vorgesehen. Zweckmäßig ist an der Kante jeder Schlüsselangriffsfläche eine Schneide angeordnet, wie in der Zeichnung dargestellt.

Die Stirnflächen 14 der Schneiden liegen vorzugsweise senkrecht zur Anlagefläche 4 der Mutter. Die Schneide hat einen Spitzenwinkel = 45°, vorzugsweise =/< 30°. Vorzugsweise liegt die außen liegende Flanke 16 der Schneide 6 in der Ebene der angrenzenden Schlüsselangriffsfläche 12.

Mit der Mutter gemäß der Erfindung wird mit Sicherheit die Lackierung der Gehäusebleche durchschnitten. Darüberhinaus dringen die Schneiden beim Anziehen der Mutter über eine begrenzte Höhe in das Blech selbst ein und sichern damit die Mutter gegen Lösen. Durch die symmetrische Anordnung der Schneiden wird auch bei einer Ausführung mit nur drei Schneiden beim Anziehen der Mutter ein Verkanten der Mutter auf dem Bolzengewinde verhindert.

Die Schneiden lassen sich an der Mutter beim Stauchen des Mutternrohlings ausbilden, wobei bei der Anordnung der äußeren Flanken der Schneiden in der Ebene der Schlüsselangriffsflächen die sicherste und einfachste Art ist, eine scharfkantige Ausbildung der Spitzen 18 der Schneiden sicherzustellen.


Anspruch[de]
  1. 1. Erdungsmutter, auf deren Auflagefläche axial vorstehende in Drehrichtung der Mutter schneidend ausgebildete Vorsprünge ausgebildet sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorsprünge als gerade Schneiden (6) ausgebildet sind, die tangential zu einem Kreis liegen, der die Achse (8) des Mutterngewindes (10) als Mittelpunkt hat.
  2. 2. Erdungsmutter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schneiden (6) an die Schlüsselangriffsflächen (12) der Mutter angrenzend angeordnet sind.
  3. 3. Erdungsmutter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schneiden eine Länge haben, die kleiner ist als die halbe Länge (l/2) der Schlüsselangriffsfläche (12).
  4. 4. Erdungsmutter nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Schneiden (6) mittig zu den Kanten der Schlüsselangriffsflächen (12) angeordnet sind.
  5. 5. Erdungsmutter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß bei einer Sechskantmutter wenigstens drei symmetrisch angeordnete Schneiden (6) vorgesehen sind.
  6. 6. Erdungsmutter nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß an jeder Kante der Schlüsselangriffsflächen (12) eine Schneide (6) angeordnet ist.
  7. 7. Erdungsmutter nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die an die Kante der Schlüsselangriffsflächen (12) angrenzende Flanke (16) der Schneide (6) in der Ebene der Schlüsselangriffsfläche liegt.
  8. 8. Erdungsmutter nach einem der Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Flanken der Schneide (6) unter einen spitzen Winkel (α) <45° liegen.
  9. 9. Erdungsmutter nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der spitze Winkel kleiner als 30° ist.
  10. 10. Erdungsmutter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Stirnfläche (4) der Mutter (2), auf der die Schneiden (6) angeordnet sind, eben ausgebildet ist.






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