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Dokumentenidentifikation DE19508267C1 11.07.1996
Titel Umschaltanordnung für Lastumschalter von Stufenschaltern
Anmelder Maschinenfabrik Reinhausen GmbH, 93059 Regensburg, DE
Erfinder Pillmeier, Leonhard, Dipl.-Ing. (FH), 93059 Regensburg, DE;
Neumeyer, Josef, 93164 Brunn, DE
DE-Anmeldedatum 08.03.1995
DE-Aktenzeichen 19508267
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 11.07.1996
Veröffentlichungstag im Patentblatt 11.07.1996
IPC-Hauptklasse H01F 29/04
IPC-Nebenklasse H02P 13/06   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Umschaltanordnung für Lastumschalter von Stufenschaltern gemäß Hauptpatentanmeldung P 4407945.1, wobei zwei bewegliche Schaltkontakte vorgesehen sind, die voneinander unabhängig und ohne mechanische Kopplung betätigbar sind, derart, daß unabhängig von der Schaltrichtung stets derselbe erste Schaltkontakt direkt als Hauptschaltkontakt und ebenfalls derselbe zweite Schaltkontakt als Widerstandsschaltkontakt mittels getrennt betätigbarer Vakuumschaltzellen mit der Lastableitung verbindbar ist. Erfindungsgemäß sind die beiden mechanischen Schaltkontakte als miteinander gekoppelt betätigbare Einzelunterbrechungskontakte ausgebildet, die jeweils durch einen Wechselschalter beschaltbar sind.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Umschaltanordnung für Lastumschalter gemäß Hauptpatent 44 07 945.

Das Hauptpatent beinhaltet eine Umschaltanordnung, die auf besonders vorteilhafte Weise und mit besonders geringer Schaltleistungsbeanspruchung den Einsatz von Vakuumschaltzellen SKV, HKV gestattet.

Diese Umschaltanordnung ist für Lastwähler, bei denen Stufenvorwahl und unterbrechungslose Umschaltung gemeinsam erfolgen, geeignet, wie dies in Fig. 2 des Hauptpatents dargestellt ist.

Diese Umschaltanordnung ist jedoch auch für einen separaten Lastumschalter als Bestandteil eines aus getrenntem Wähler zur Stufenvorwahl und Lastumschalter zur eigentlichen unterbrechungslosen Umschaltung bestehenden Stufenschalters geeignet, wie dies in Fig. 1 des Hauptpatents dargestellt ist.

Im letzten Fall besteht nun eine gewisse Schwierigkeit darin, daß sowohl der Hauptschaltkontakt SKM als auch der Widerstandsschaltkontakt HKM zwischen zwei festen Stufenkontakten A und B hin und her schalten, d. h. jeweils einen dieser festen Stufenkontakte mit der Lastableitung L verbinden müssen. Die mechanischen Schaltkontakte wirken also als Umschalter zwischen zwei Kontakten A, B, zwischen denen die Stufenspannung ansteht. Dies stellt erhöhte Anforderungen an die Spannungsfestigkeit; zudem sind solche Umschalter, die einen relativ großen Schaltweg besitzen, auch mechanisch kompliziert im Aufbau.

Aufgabe der Erfindung ist es, die Umschaltanordnung gemäß Hauptpatent für Lastumschalter so weiterzuentwickeln, daß die mechanischen Schaltkontakte, die in diesem Fall nur zwischen zwei festen Stufenkontakten A, B umschalten müssen, möglichst einfach aufgebaut sein können.

Dies wird erfindungsgemäß durch eine Umschaltanordnung mit den Merkmalen des Patentanspruches gelöst.

Die Erfindung soll nachstehend an Hand von Zeichnungen noch näher erläutert werden.

Fig. 1 zeigt eine erfindungsgemäße Umschaltanordnung in schematischer Darstellung.

Fig. 2 zeigt einen Umschaltvorgang der erfindungsgemäßen Umschaltanordnung vom festen Stufenkontakt A auf den festen Stufenkontakt B.

Fig. 3 zeigt die dazugehörige Schaltsequenz bei einem Umschaltvorgang von A nach B und wieder zurück nach A.

Aus Fig. 1 ist ersichtlich, daß gegenüber dem Hauptpatent, bei dem ein Hauptschaltkontakt SKM und ein Widerstandsschaltkontakt HKM zwischen den festen Kontakten A und B hin und her schalten, bei der vorliegenden Erfindung jeder dieser Schaltkontakte in zwei miteinander gekoppelt betätigbare Einzelunterbrechungskontakte SKMA und SKMB bzw. HKMA und HKMB aufgelöst ist, wobei jeweils einer der miteinander gekoppelten Einzelunterbrecherkontakte mit einem der festen Stufenkontakte A bzw. B elektrisch verbunden ist.

Die festen Stufenkontakte A, B, die über einen Stufenwähler mit Anzapfungen n-1, n, n+1, n+2, . . . der Stufenwicklung elektrisch verbunden sind, werden also nicht mehr - wie beim Hauptpatent - durch einen umschaltenden Schaltkontakt wahlweise mit der Lastableitung verbunden, direkt oder über einen nachgeschalteten Überschaltwiderstand, je nachdem, ob es sich um den Hauptschaltkontakt oder den Widerstandsschaltkontakt handelt. Vielmehr wird bei der Erfindung eine entsprechende permanente Verbindung zur Lastableitung jeweils nur geschlossen oder unterbrochen. Dies geschieht in jeder Phase durch die jeweils miteinander gekoppelt betätigbaren einpoligen Einzelunterbrechungskontakte SKMA, SKMB bzw. HKMA, HKMB, aus denen sowohl der Hauptschaltkontakt SKM als auch der Widerstandsschaltkontakt HKM bestehen.

Diese Einzelunterbrechungskontakte werden durch zwei Wechselschalter S1 und S2 beschaltet.

Der erste Wechselschalter S1 schließt wahlweise den Einzelunterbrechungskontakt SKMA oder den Einzelunterbrechungskontakt SKMB.

Der zweite Wechselschalter S2 schließt wahlweise den Einzelunterbrechungskontakt HKMA oder den Einzelunterbrechungskontakt HKMB.

Bei der erfindungsgemäßen Umschaltanordnung findet also im Gegensatz zum Hauptpatent jeweils eine Doppelunterbrechung durch vier Einzelunterbrechungskontakte statt, die auf besonders einfache Weise mit nur zwei Wechselschaltern S1, S2 beschaltbar sind.

Eine Doppelunterbrechung an sich ist zwar bereits bekannt, beispielsweise aus der DE-OS 16 13 645; die beschriebene Weiterentwicklung der Umschaltanordnung gemäß Hauptpatent ist dadurch jedoch nicht nahegelegt.

Aus Fig. 2 ist ein Umschaltvorgang mit der erfindungsgemäßen Umschaltvorrichtung vom bisherigen festen Stufenkontakt A auf den neuen festen Stufenkontakt B und wieder zurück auf den Stufenkontakt A ersichtlich.

Zum Zeitpunkt 1 als stationärem Zustand ist der feste Stufenkontakt A mit der Lastableitung L verbunden. Die Zeitpunkte 2 bis 6 bezeichnen die eigentliche Schaltsequenz. Zum Zeitpunkt 7 ist der feste Stufenkontakt B mit der Lastableitung L verbunden; dies ist der neue stationäre Zustand des Lastumschalters. Entsprechend bezeichnen die Zeitpunkte 8 bis 12 die Schaltsequenz bei der Zurückschaltung auf den festen Stufenkontakt A, der zum Zeitpunkt 13 wieder erreicht ist.

Es ist zu erkennen, daß, wie nach dem Hauptpatent, der Hauptschaltkontakt den neuen, anzuschaltenden festen Stufenkontakt B erreicht, d. h. diesen mit der Lastableitung L direkt verbindet, bevor der Widerstandsschaltkontakt den bisherigen festen Stufenkontakt A verläßt, d. h. dessen bisherige Verbindung über den Überschaltwiderstand R mit der Lastableitung L unterbricht.

Fig. 3 verdeutlicht diese Abläufe.

Zusätzliche Dauerhauptkontakte, die in den stationären Zuständen die Dauerstromführung übernehmen, sind im Ausführungsbeispiel nicht erläutert und in den Figuren auch nicht dargestellt. Solche Dauerhauptkontakte sind bekannt und können ohne weiteres zusätzlich in die erfindungsgemäße Umschaltanordnung eingefügt werden.


Anspruch[de]
  1. Umschaltanordnung für Lastumschalter von Stufenschaltern mit zwei festen Stufenkontakten und mit zwei, eine Lastableitung von dem einen festen Stufenkontakt auf den anderen festen Stufenkontakt umschaltenden, Schaltkontakten,

    wobei das Umschalten der Schaltkontakte durch das sprungartige Auslösen eines Kraftspeichers einleitbar ist,

    wobei der erste Schaltkontakt als Hauptschaltkontakt direkt mit der Lastableitung verbindbar ist,

    wobei der zweite Schaltkontakt als Widerstandsschaltkontakt in Reihenschaltung mit einem Überschaltwiderstand ebenfalls mit der Lastableitung verbindbar ist,

    wobei der erste Schaltkontakt den neuen festen Stufenkontakt erreicht, bevor der zweite Schaltkontakt den bisherigen festen Stufenkontakt verläßt,

    wobei beide Schaltkontakte auf an sich bekannte Weise voneinander unabhängig und ohne mechanische Kopplung und Beeinflussung betätigbar sind, derart, daß unabhängig von der Schaltrichtung stets derselbe erste Schaltkontakt direkt als Hauptschaltkontakt und ebenfalls derselbe zweite Schaltkontakt als Widerstandsschaltkontakt mit der Lastableitung verbindbar ist,

    und wobei die Verbindung sowohl des ersten Schaltkontaktes als auch des zweiten Schaltkontaktes mit der Lastableitung mittels zweier getrennter und getrennt betätigbarer Vakuumschaltzellen erfolgt, nach Patent 44 07 945,

    dadurch gekennzeichnet,

    daß sowohl erster Schaltkontakt (SKM) als auch zweiter Schaltkontakt (HKM) jeweils aus zwei miteinander gekoppelt betätigbaren Einzelunterbrechungskontakten (SKMA, SKMB bzw. HKMA, HKMB) bestehen, wobei jeweils ein Einzelunterbrechungskontakt (SKMA, HKMA) sowohl des ersten Schaltkontaktes (SKM) als auch des zweiten Schaltkontaktes (HKM) mit dem bisherigen festen Stufenkontakt (A) elektrisch verbunden ist und der jeweils andere Einzelunterbrechungskontakt (SKMB, HKMB) sowohl des ersten Schaltkontaktes (SKM) als auch des zweiten Schaltkontaktes (HKM) mit dem neuen festen Stufenkontakt (B) elektrisch verbunden ist,

    und daß die Einzelunterbrechungskontakte (SKMA, SKMB) des ersten Schaltkontaktes (SKM) durch einen ersten Wechselschalter (S1) und die Einzelunterbrechungskontakte (HKMA, HKMB) des zweiten Schaltkontaktes (HKM) durch einen zweiten Wechselschalter (S2) beschaltbar sind.






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