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Dokumentenidentifikation DE19511887C1 11.07.1996
Titel Lampenfassung, insbesondere für Leuchtstofflampen
Anmelder Brökelmann, Jaeger & Busse GmbH & Co, 59755 Arnsberg, DE
Erfinder Henrici, Dieter, Dipl.-Ing., 59757 Arnsberg, DE;
Vogt, Karl-Wilhelm, 59469 Ense, DE
Vertreter Patentanwälte Ostriga, Sonnet & Wirths, 42275 Wuppertal
DE-Anmeldedatum 31.03.1995
DE-Aktenzeichen 19511887
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 11.07.1996
Veröffentlichungstag im Patentblatt 11.07.1996
IPC-Hauptklasse H01R 33/08
IPC-Nebenklasse G01R 31/02   F21V 23/00   
Zusammenfassung Dargestellt und beschrieben ist eine Lampenfassung, insbesondere für Leuchtstofflampen, mit einem aus Isolierstoff bestehenden Fassungskörper und darin eingeschlossenen Kontaktstücken für die Lampenkontaktstifte sowie Anschlußklemmen für Leiter, mit Öffnungen in einer Fassungskörperwand zum Einführen von stiftförmigen Prüfspitzen eines Prüfadapters in den Fassungskörper hinein, wo sie auf die Kontaktstücke auftreffen, und mit jeweils einem die Öffnungen umgebenden kanalbildenden Isolierschutzkragen zur Einhaltung der erforderlichen Kriech- und Luftstrecken. Sie ist erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet, daß an jedem Kontaktstück ein besonderer Kontaktabschnitt als Prüfstiftauflager ausgebildet ist derart, daß der Kontaktabschnitt vor der inneren Mündung des Isolierstoffkanals im wesentlichen lotrecht zu ihm ausgerichtet ist und daß der Isolierschutzkragen von der Außenseite des Fassungskörpers nach innen in den Fassungskörper eingezogen ist. Damit ist ein sicherer Prüfvorgang gewährleistet, und die Fassung benötigt weniger Einbauraum als bisherige testgeeigneten Fassungen.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Lampenfassung, insbesondere für Leuchtstofflampen, mit einem aus Isolierstoff bestehenden Fassungskörper und darin eingeschlossenen Kontaktstücken für die Lampenkontaktstifte sowie Anschlußklemmen für Leiter, mit Öffnungen in einer Fassungskörperwand zum Einführen von stiftförmigen Prüfspitzen eines Prüfadapters in den Fassungskörper hinein, wo sie auf die Kontaktstücke auftreffen, und mit jeweils einem die Öffnungen umgebenden kanalbildenden Isolierschutzkragen zur Einhaltung der erforderlichen Kriech- und Luftstrecken.

Für eine manuelle oder automatische Leuchtenendprüfung wird ein Verfahren angewandt, welches es gestattet, die fertige, also mit den elektrischen Bauelementen und der Verdrahtung versehene Leuchte auf ihre Funktionsfähigkeit hin zu prüfen, ohne daß diese Prüfung die Montage der Lampen in die zu prüfende Leuchte erfordert. Zu diesem Zweck wird an die elektrischen Anschlußklemmen und/oder die Lampenfassungen ein Prüfkopf (Adapter) angesetzt, der Prüfspitzen (auch "Testelektroden" genannt), enthält, die mit den Kontaktstücken in der Lampenfassung in Verbindung gebracht werden (BJB-Katalog 1994-1997; Firma Brökelmann, Jaeger & Busse GmbH & Co in 59 703 Arnsberg; 1994; Seiten 100-5 und 101). Der Prüfkopf ist über elektrische Leitungen an eine Auswerteeinrichtung angeschlossen.

Um einen solchen Test möglichst sicher und einfach ausführen sowie auch automatisieren zu können, wird die Lampenfassung von der äußeren oberen Stirnseite her kontaktiert. Um dies zu ermöglichen, sind solche Fassungen in besonderer Weise ausgestaltet und weisen auf der Fassungsoberseite, an die der Prüfkopf angesetzt wird, zwei Öffnungen auf, durch die die Prüfspitzen von außen an die Kontaktstücke im Fassungsinnern gebracht werden können. Zur Einhaltung der notwendigen Kriech- und Luftstrecken sind diese Öffnungen jeweils von einem kanalbildenden Isolierschutzkragen umgeben. Allein hierdurch unterscheidet sich die bisher für das Prüfverfahren ("Top Test" genannt) geeignete Lampenfassung von ansonsten identisch bauenden Lampenfassungen.

Da der Top Test nicht grundsätzlich angewandt wird, gibt es neben jeder Top Test-geeigneten Fassung eine zweite Ausführung, die die kanalbildenden Isolierschutzkragen und entsprechend die Öffnungen in der Fassungskörperwand nicht aufweist. Ein Grund für diesen herstellungstechnischen und logistischen Mehraufwand besteht darin, daß die mit den Isolierschutzkragen versehenen Lampenfassungen nicht in jeder Leuchte Platz finden, weil eventuell der Einbauraum zu gering ist. Hierfür steht dann die Alternativfassung zur Verfügung.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Lampenfassung der im Oberbegriff des Anspruches 1 näher umrissenen Art anzugeben, die in geschickter Weise so gestaltet ist, daß sie einerseits eine Bauartenvereinheitlichung erlaubt und andererseits eine besonders sichere und verschleißarme Kontaktierung durch die Prüfspitzen des Prüfadapters gewährleistet.

Die Erfindung löst diese Aufgabe in erster Linie und im wesentlichen dadurch, daß an jedem Kontaktstück ein besonderer Kontaktabschnitt als Prüfstiftauflager ausgebildet ist derart, daß der Kontaktabschnitt vor der inneren Mündung des Isolierstoffkanals im wesentlichen lotrecht zu ihm ausgerichtet ist und daß der Isolierschutzkragen von der Außenseite des Fassungskörpers nach innen in den Fassungskörper eingezogen ist.

Die Lampenfassung entsprechend der Erfindung zeichnet sich einerseits dadurch aus, daß im Unterschied zum Stand der Technik, bei dem die Prüfspitzen auf Kontaktabschnitte auftrafen, die unter einem spitzen Winkel zur Achse der Prüfspitzen schräg verliefen, und deshalb an den Kontakten abgleiten, abbiegen oder auch den Kontakt verformen konnten, nunmehr ein echtes Prüfstiftauflager geschaffen ist, das zu den Prüfstiften definiert angeordnet ist. Dadurch können die Prüfspitzen nicht mehr auf Biegung beansprucht werden, sondern nur auf Druck, wobei jedoch die üblicherweise auftretenden Druckkräfte bezüglich des Knickverhaltens der Prüfstifte völlig unkritisch sind.

Gegenüber dem Stand der Technik besteht der weitere erhebliche Vorteil, daß die Fassung keine nach außen vorragenden Isolierschutzkragen mehr aufweist, die nunmehr gewissermaßen "nach innen eingestülpt" angeordnet sind. Daraus ergibt sich, daß auch die für einen Top Test geeignete Lampenfassung entsprechend der Erfindung überall dort eingesetzt werden kann, wo der Einbauraum beschränkt ist. Hieraus resultiert, daß nur noch ein einheitlicher Fassungskörper erforderlich ist. Es muß nicht mehr von vornherein ein Fassungskörper für einen Top Test ausgewählt werden oder einer der anderen Bauform. Dadurch wird der Fertigungsaufwand ebenso verringert wie die Lagerhaltung und Logistik.

Beide beanspruchten Merkmale wirken auch im Sinne einer Kombination. Denn es wäre bei der bekannten Lampenfassung mit nach außen weisenden Isolierschutzkragen praktisch unmöglich gewesen, unter der unteren Kanalmündung ein echtes Prüfspitzenauflager am Kontaktstück ausbildet, denn in dem möglichen Bereich befand sich ein aus Platzmangel praktisch nicht mehr in der gewünschten Richtung formlich zu beeinflussender Kontaktendabschnitt. Im wesentlichen hat erst der weitere Gedanke, die Auftreffstelle der Prüfspitzen weiter ins Fassungsinnere hinein zu verlegen, die Grundlage für das Prüfspitzenauflager geschaffen. Und hierdurch wiederum erst konnte der Isolierschutzkragen nach innen gezogen werden, woraus sich die zusätzlichen weiteren Vorteile ergeben haben.

Nach einer Weiterbildung des Erfindungsgegenstandes kann der als Prüfstiftauflager dienende Kontaktabschnitt aus einer stufenartigen Verkröpfung des streifenförmigen Kontaktabschnittes gebildet sein. Ein damit einhergehender besonderer Vorteil besteht in der mit der Verkröpfung geschaffenen zusätzlichen Versteifung des Kontaktabschnitts im Prüfspitzen-Belastungsbereich.

Eine alternative Gestaltung, die vorteilhaft erscheint, weil sie besonders einfach herzustellen ist, besteht darin, daß der als Prüfstiftauflager dienende Kontaktabschnitt als aus einem streifenförmigen Kontaktabschnitt ausgeschnittene und unter den Isolierschutzkragen umgebogene Zunge ausgebildet ist. In diesem Zusammenhang ist es ferner vorteilhaft, wenn das Kontaktstück ein sich über den Bereich des Prüfstiftauflagers hinaus erstreckendes freies Ende aufweist und daß dieses freie Ende des Kontaktstücks im Fassungskörper festgelegt ist. Hieraus resultiert in besonderem Maße ein sehr stabiles und vor allem statisch definiertes Prüfstiftauflager, da das festgelegte freie Ende des Kontaktstückes eine unzulässige Verlagerung des Prüfstiftauflagers wirksam verhindert.

Im übrigen versteht sich die Erfindung am besten aus ihrer nachfolgenden Beschreibung anhand eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiels. Es zeigen:

Fig. 1 eine Lampenfassung in Ansicht,

Fig. 2 eine teilweise geschnittene Stirnansicht der Fassung nach Fig. 1,

Fig. 3 die im Fassungskörper der Lampenfassung eingesetzten Kontaktstücke als einstückig kombinierte Leiteranschlußklemmen/Lampenkontakte, und

Fig. 4 eine Seitenansicht eines der untereinander identischen Kontaktstücke.

Fig. 1 zeigt in perspektivischer Ansicht eine Lampenfassung für endseitig gesockelte, röhrenförmige Leuchtstofflampen mit zwei Kontaktstiften an jedem Sockel. Die insgesamt mit 10 bezeichnete Lampenfassung weist einen Fassungskörper 11, ein Fußstück 12 und einen sogenannten Rotor 13 auf, die sämtlich aus isolierendem Kunststoffmaterial bestehen.

Der Fassungskörper 11 nimmt im Innern zwei identisch geformte Kontaktstücke 14 auf, die jeweils eine schraubenlose Anschlußklemme 15 für von der Unterseite des Fußstücks 12 her in den Fassungskörper 11 eingeführte elektrische Leiter aufweisen und, in einstückiger Bauform, zwei konkav zueinander gekrümmte Kontaktabschnitte 16 ausbilden, die im Innern des Fassungskörpers 11 den Rotor 13 auf einander gegenüberliegenden Seiten umgreifen und zur Kontaktierung mit den Kontaktstiften einer Leuchtstofflampe dienen.

Die in Fig. 1 dargestellte Fassung unterscheidet sich von einer normalen Leuchtstofflampenfassung lediglich durch die beiden in Fig. 1 ersichtlichen Wandöffnungen 17. Von einer Lampenfassung nach dem eingangs geschilderten Stand der Technik mit Möglichkeit zur Leuchtenfunktionsprüfung unterscheidet sich der in Fig. 1 gezeigte Fassungskörper 11 noch dadurch, daß auch im Bereich der Öffnung 17 die Außenfläche 18 des Fassungskörpers 11 vollkommen vorsprungsfrei gestaltet ist.

Erfindungsgemäße Besonderheiten sind einerseits am Fassungskörper 11 und andererseits am Kontaktstück 14 ausgebildet. Beide Merkmale in ihrer Ausgestaltung und Zuordnung zueinander zeigt Fig. 2:

Jeder außen am Fassungskörper 11 sichtbaren Öffnung 17 schließt sich ein Isolierschutzkragen 19 an, der von der Außenseite 18 des Fassungskörpers nach innen in den Fassungskörper 11 hineingezogen ist. Es entsteht somit ein Kanal 20, in den eine nicht dargestellte Prüfspitze eines Prüfadapters von oben her eingeführt werden kann.

Zur Kontaktierung der Prüfspitze mit dem Kontaktstück 14 ist an diesem, und zwar nahe seinem oberen Endabschnitt 21 eine Zunge 22 ausgeschnitten und so nach auswärts umgebogen, daß sie mit geringem Abstand unterhalb der Mündung 23 des Isolierschutzkragens 19 zu liegen kommt, und zwar möglichst lotrecht zur Längsachse 24 des Kanals 20. Diese Zunge 22 bildet (siehe auch Fig. 2 und 4) mit ihrer nach außen bzw. oben weisenden Seite ein stabiles Prüfstiftauflager 25 aus.

Das freie Ende 21 des Kontaktstücks 14 ist, wie ebenfalls Fig. 2 veranschaulicht, in einer Tasche 26 aufgenommen und an einem Anschlag 27 angelehnt fixiert. Dieser Anschlag 27 liegt auf derselben Seite, zu der hin die Prüfstiftauflager-Zunge 22 ausgebogen ist. Somit ist erkennbar, daß eine auf die Oberseite 25 der Zunge 22 auftreffende Prüfspitze den Kontaktabschnitt, an dem die Zunge 22 ausgebildet ist, selbst praktisch kaum verformen kann, insbesondere nicht auf Biegung. Das Prüfstiftauflager ist folglich lagegerecht stabilisiert.


Anspruch[de]
  1. 1. Lampenfassung, insbesondere für Leuchtstofflampen, mit einem aus Isolierstoff bestehenden Fassungskörper und darin eingeschlossenen Kontaktstücken für die Lampenkontaktstifte sowie Anschlußklemmen für Leiter, mit Öffnungen in einer Fassungskörperwand zum Einführen von stiftförmigen Prüfspitzen eines Prüfadapters in den Fassungskörper hinein, wo sie auf die Kontaktstücke auftreffen, und mit jeweils einem die Öffnungen umgebenden kanalbildenden Isolierschutzkragen zur Einhaltung der erforderlichen Kriech- und Luftstrecken, dadurch gekennzeichnet, daß an jedem Kontaktstück (14) ein besonderer Kontaktabschnitt als Prüfstiftauflager (25) ausgebildet ist derart, daß der Kontaktabschnitt vor der inneren Mündung (23) des Isolierstoffkanals (20) im wesentlichen lotrecht zu ihm ausgerichtet ist und daß der Isolierschutzkragen (19) von der Außenseite (18) des Fassungskörpers (11) nach innen in den Fassungskörper (11) eingezogen ist.
  2. 2. Lampenfassung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der als Prüfstiftauflager (25) dienende Kontaktabschnitt aus einer etwa stufenartigen Verkröpfung des streifenförmigen Kontaktabschnitts gebildet ist.
  3. 3. Lampenfassung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der als Prüfstiftauflager (25) dienende Kontaktabschnitt als aus einem streifenförmigen Kontaktabschnitt ausgeschnittene und unter den Isolierschutzkragen (19) umgebogene Zunge (22) ausgebildet ist.
  4. 4. Lampenfassung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Kontaktstück (14) ein sich über den Bereich des Prüfstiftauflagers (25) hinaus erstreckendes freies Ende (21) aufweist und daß dieses freie Ende (21) des Kontaktstücks (14) im Fassungskörper (11) an einem Anschlag (27) festgelegt ist.






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