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Dokumentenidentifikation DE19539288A1 01.08.1996
Titel Frei programmierbare Bedienungsplatte für einen Aufzugswagen
Anmelder Kone OY, Hyvinkää, FI
Erfinder Juntunen, Asko, Hyvinkää, FI;
Kähkipuro, Matti, Hyvinkää, FI
Vertreter Zipse & Habersack, 80639 München
DE-Anmeldedatum 20.10.1995
DE-Aktenzeichen 19539288
Offenlegungstag 01.08.1996
Veröffentlichungstag im Patentblatt 01.08.1996
IPC-Hauptklasse B66B 3/00
IPC-Nebenklasse G09F 9/00   
Zusammenfassung Eine Bedienungsplatte (5) für einen Aufzugswagen, die Wagenanruftasten (7), Signalvorrichtungen und andere Anzeigen zum Aufzeigen von Informationen enthält. Das Schaltfeld im Aufzugswagen wird durch eine Sensoranzeige (1) ersetzt, auf der auch Zugangskontrollvorrichtungen aufgestellt werden. Die Sensoranzeige (1) wird auch als ein Wartungswerkzeug und zur Überprüfung der Aufzugsausrüstung verwendet.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Bedienungsplatte für einen Aufzugswagen wie sie im Oberbegriff des Anspruchs 1 definiert ist.

Es ist bekannt, daß ein Aufzug mit einer Bedienungsplatte versehen ist, mit deren Hilfe der Aufzug im Fahrschacht nach der gewünschten Etage gefahren wird. Die Bedienungsplatte ist mit einer Alarmtaste und einer Stopptaste versehen. Wenn man die Alarmtaste drückt, wird ein Alarm z. B. an den Hausmeister oder zu einer im Erdgeschoß befindlichen Alarmklingel übersendet. Durch Drücken der Stopptaste kann der Aufzug nach Bedarf vor der Ankunft an die gewünschte Etage oder in einem Notfall angehalten werden. Die Taste für das Erdgeschoß ist oft anders gefärbt oder größer als die übrigen Tasten, damit man sie leichter bemerken kann. Die Anruftasten am Fahrschacht sind allgemein Drucktasten oder Fühlertasten, die schon beim Berühren ansprechen.

In großen Systemen enthalten die Bedienungsplatten in den Aufzugswagen auch verschiedene Informationsschilder, ein Mikrofon, einen Lautsprecher, eine Ventilatorbedientaste und eine Anzeige, die die Etagennummer anzeigt. Außer den normalen Anruftasten enthält die Bedienungsplatte einen Überbelastungsindikator, Tasten zur Betätigung der Türe sowie ein Haustelefon.

Die Bedienungsplatte ist die einzige Komponente, die mit Durchlöcherungen nach Auftrag versehen werden muß. Wenn z. B. ein Kunde später die Aufstellung der Tasten auf der Bedienungsplatte ändern möchte, ist dies praktisch unmöglich anders auszuführen, als daß man eine neue Platte mit einem anderen Durchlöcherungsmuster bestellt.

Um eine Lösung zu den oben angeführten Nachteilen herbeizuführen, wird ein neues Arrangement in der Bedienungsplatte des Aufzugswagens vorgelegt. Das erfindungsgemäße Arrangement in der Bedienungsplatte des Aufzugswagens ist durch das im Kennzeichnungsteil des Anspruchs 1 Angegebene gekennzeichnet. Andere Ausführungsformen der Erfindung sind durch die in den übrigen Ansprüchen vorgeführten Merkmale gekennzeichnet.

In der erfindungsgemäßen Lösung ist die Bedienungsplatte im Aufzugswagen mit einer Sensoranzeige versehen, was es ermöglicht, immer einen Standardteil zu bestellen, der am Aufstellungsort nach den Erfordernissen des Kunden abgeändert wird und der auch nachher durch Programmieren geändert werden kann.

Durch die Erfindung werden u. a. folgende Vorteile erzielt:

  • - Tasten von beliebiger Form und Größe können durch Programmieren auf der Anzeige ausgebildet werden, ebenso ein Anrufquittungslicht beliebiger Art.
  • - Die Anruftasten können in beliebiger Ordnung aufgestellt werden.
  • - Das Quittungslicht kann beliebig geformt sein und seine Helligkeit kann variiert werden.
  • - Durch dieselbe Anzeige können die Position und Fahrrichtung des Aufzugs angedeutet werden.
  • - Durch dieselbe Anzeige können auch andere Anweisungen zur Führung des Passagiers übermittelt werden, z. B. Bewohnerverzeichnisse u. dgl.
  • - Abgeblockte Etagen können völlig verborgen werden, indem man die einschlägigen Tasten von der Anzeige entfernt.
  • - Dieselbe Anzeige kann auch Zugangskontrolltasten z. B. in einem gesonderten Feld enthalten, wodurch eine separate Zugangskontrollvorrichtung unnötig wird.
  • - Schlüsselschalterfunktionen können im Feld mit einbezogen werden.
  • - Der Servicemann kann die Anzeige als ein Wartungswerkzeug benutzen und braucht nicht in den Maschinenraum zu gehen, weil Störungsinformation auf derselben Anzeige aufgewiesen werden kann.
  • - Die Fahrtkurven können auf der Anzeige ausgedruckt und die Parameter der Kurvenform geändert werden, ebenso kann man die mit der Türbetätigung verbundenen Parameter vom Aufzugswagen aus verändern.
  • - Die Ausrüstung einer Etage kann überprüft werden, indem man die Tests bezüglich der jeweiligen Etage durch die Sensoranzeige aktiviert, wenn der Aufzugswagen sich in der betreffenden Etage befindet.
  • - Zu Serviceeinrichtungen, die unter Anwendung von Kennzahlen und Kennworten betätigt werden, können Felder auf der Sensoranzeige ausgewiesen werden.
  • - Die Lautstärke der Etagenklingel kann auf das gewünschte Niveau eingestellt und sofort gehört werden, da sich der Aufzug in der betreffenden Etage befindet.
  • - Das Design der Bedienungsplatte kann sauberer und eleganter gemacht werden, weil die Bedienungsplatte nicht mit einer solchen Menge Vorrichtungen verschiedenartigen Designs versehen werden muß.


Die Erfindung wird im Folgenden anhand einiger Ausführungsbeispiele unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt

Fig. 1 eine erfindungsgemäße Sensoranzeige,

Fig. 2 einen Wartungsmodus,

Fig. 3 eine Matrix von Lichtemitter/empfängerdioden.

Fig. 1 stellt eine Bedienungsplatte 5 für einen Aufzugswagen dar, die mit einer Sensoranzeige 1 versehen ist. Die Sensoranzeige 1 kann verschiedene Funktionen enthalten, wie z. B. ein Positionsanzeigefeld 4 und ein Meldungsfeld 2, das für verschiedene Meldungen gemeint ist und zum Anzeigen unterschiedlicher Informationen bezüglich der Operation des Aufzugs verwendet werden kann. Die Sensoranzeige 1 enthält auch normale Etagenanruftasten 7. Im Meldungsfeld 2 können Sachverzeichnisse gezeigt werden und es kann auch eine Zugangskontrollanzeige in einem gesonderten Feld enthalten, wodurch eine gesonderte Zugangskontrollvorrichtung unnötig wird. Die Bedienungsplatte 5 ist aus Metall, z. B. aus Stahl gemacht und sie ist auch oft mit einer zusätzlichen Anzeige 6 zum Andeuten der Etage und Fahrrichtung versehen. In dieser Bedienungsplatte 5 ist die Sensoranzeige 1 eingerichtet, die für Betrieb mit normalen Wagenanruftasten programmiert ist, und sie kann auch mit spezifischen Informationen betreffend das Gebäude und den Aufzug programmiert werden, um Informationen die z. B. Adressenangaben, Etage, Fahrrichtung und andere Meldungen mitzuteilen.

Fig. 2 zeigt einen Wartungsmodus, der in der Bedienungsplatte 5 alternativ verwendet werden kann. Der Wartungsmodus umfaßt ein Positionsanzeigefeld 4, eine Störungsanzeige 8 zum Anzeigen der häufigsten Fehler im Aufzug, wie z. B. Türkontaktfehler usw., und sie kann auch zur Überprüfung anderer Vorrichtungen verwendet werden. Die Fahrtkurven 9 des Aufzugs können ebenso auf der Sensoranzeige 1 ausgedruckt werden. An diesen kann man erblicken, wie der Aufzug von einer Etage zur anderen fährt. Der Wartungsmodus 3 enthält auch die üblichen Etagenanruftasten 7, deren Ordnung mühelos verändert werden kann. Tasten von gewünschter Form, Farbe und Größe werden auf der Sensoranzeige 1 programmiert. Abgeblockte Etagen werden verborgen, indem man sie von der Sensoranzeige 1 entfernt. Signalvorrichtungen können auch auf der Sensoranzeige 1 aufgewiesen werden, wobei jetzt auch die Lautstärke der Etagenklingel zum gewünschten Niveau eingestellt werden kann. Die Lautstärke der Klingel wird sofort gehört, weil sich der Aufzug an der betreffenden Etage befindet. Ein Anrufquittungslicht beliebiger Art kann auch programmiert werden.

Fig. 3 zeigt eine Matrix, die aus Lichtemitter/empfängerdioden besteht. Die Matrix hat Emitterdioden 11 und Empfängerdioden 12 sowie einen Anschluß 13 für die Kontrollelektronik, der die Information aus der Bedienungsplatte 5 übersendet wird. Das Matrixfeld wird mittels Lichtstrahlen abgetastet, um Stellen zu finden, wo der Lichtstrahl abgebrochen wird. Wenn eine solche Stelle gefunden wird, dann wird die entsprechende Funktion eingeschaltet. Danach wird diese Funktion durch einen Prozeß gelesen, worauf die Nachricht über Serienkommunikation der Steuereinheit übersendet wird.

Es ist dem Fachmann offenbar, daß verschiedene Ausführungen der Erfindung nicht an die vorgeführten Beispiele begrenzt ist, sondern daß sie im Rahmen folgender Patentansprüche variiert werden kann. Der Abtaster kann z. B. ein kapazitives, ohmsches oder induktives Abtastelement sein.


Anspruch[de]
  1. 1. Bedienungsplatte (5) für einen Aufzugswagen, welche Bedienungsplatte Wagenanruftasten (7), Signalvorrichtungen und andere Anzeigen zum Aufzeigen von Information enthält, dadurch gekennzeichnet, daß die Bedienungsplatte (5) als eine Sensoranzeige (1) ausgeführt ist, die so programmiert werden kann, daß sie wenigstens als eine normale Wagenanruftastatur und als eine Wagenanrufanzeige funktioniert.
  2. 2. Bedienungsplatte (5) für einen Aufzugswagen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Sensoranzeige (1) gemäß den charakteristischen Daten des Gebäudes programmiert werden kann.
  3. 3. Bedienungsplatte (5) für einen Aufzugswagen nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Sensoranzeige (1) in einen Wartungsmodus (3) geschaltet werden kann, wobei die Anzeige fähig ist, bei Wartung benötigte Funktionen (8, 9), Tasten (7) und Meldungen anzuzeigen.
  4. 4. Bedienungsplatte (5) für einen Aufzugswagen nach einer der Ansprüche 1-3, dadurch gekennzeichnet, daß die Wagenanruftasten für abgeblockte Etagen von der Sensoranzeige (1) entfernt werden können.
  5. 5. Bedienungsplatte (5) für einen Aufzugswagen nach einem der Ansprüche 1-4, dadurch gekennzeichnet, daß Sicherheitsvorrichtungen, die unter Anwendung von Kennzahlen und Kennworten betätigt werden, auf der Sensoranzeige (1) aufgestellt werden.
  6. 6. Bedienungsplatte (5) für einen Aufzugswagen nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß im Wartungsmodus ein Positionsanzeigefeld (4), ein Fehleranzeigefeld (8) und Fahrtkurvenanzeigefelder angezeigt werden können.
  7. 7. Bedienungsplatte (5) für einen Aufzugswagen nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß in der Bedienungsplatte (5) ein zusätzliches Positionsanzeigefeld (6) aufgestellt ist.






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