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Dokumentenidentifikation DE19523472C1 08.08.1996
Titel Verschlußstopfen
Anmelder Hansa Metallwerke AG, 70567 Stuttgart, DE
Erfinder Erener, Murat, 73765 Neuhausen, DE
Vertreter U. Ostertag und Kollegen, 70597 Stuttgart
DE-Anmeldedatum 28.06.1995
DE-Aktenzeichen 19523472
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 08.08.1996
Veröffentlichungstag im Patentblatt 08.08.1996
IPC-Hauptklasse F28F 11/02
IPC-Nebenklasse F25B 41/00   B60H 1/32   B65D 39/04   
Zusammenfassung Ein Verschlußstopfen (1) ist zum automatischen dichten Verschließen der Anschlüsse (2) eines Hohlkörpers, insbesondere einer Kälteanlage, während der Dichteprüfung mit mindestens einer Halteklaue (5a) versehen, deren Innenprofilierung (11) in Eingriff mit einer komplementären Außenprofilierung (4) des Anschlusses (2) gebracht werden kann. Die Bewegung der Halteklaue(n) (5a, 5b) wird von einem Teil (12) bewirkt, welches einen mit der Durchgangsbohrung (19) des Anschlusses (2) und daher mit der zur Dichtigkeitsprüfung verwendeten Preßluft kommuniziert. An einer zweiten Seite wird dieser Innenraum (16) von einem Teil (18) begrenzt, welches eine gegen die innere Stirnfläche des Anschlusses (2) anlegbare Dichtung (23) trägt. Wird der Innenraum der Kälteanlage mit Preßluft beaufschlagt, so pflanzt sich dieser Druck bis in den Innenraum (12) des Verschlußstopfens (1) fort, treibt die diesen (teilweise) begrenzenden Teile (12, 18) gegensinnig auseinander und verriegelt so einerseits durch Eingriff der Halteklauen (5a, 5b) am Anschluß (2) den Verschlußstopfen (1) axial und dichtet andererseits durch Anlage der Dichtung (23) an dem Anschluß (2) letzteren ab.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Verschlußstopfen zum dichten Verschließen eines mit einer Durchgangsbohrung und einer Außenprofilierung versehenen Anschlusses eines Hohlkörpers, insbesondere einer Kälteanlage, während der Dichteprüfung mit einem unter Druck stehenden Medium, insbesondere mit Preßluft.

Kälteanlagen, z. B. die verschiedenen Komponenten einer Auto-Klimaanlage, müssen nach ihrer Herstellung auf Dichtigkeit geprüft werden. Hierzu wird ihr Innenraum mit Preßluft unter 40-50 bar beaufschlagt und der Abbau dieses Druckes mit der Zeit beobachtet. Die meisten auf diese Weise zu prüfenden Komponenten von Kälteanlagen besitzen Anschlüsse, über welche sie mit anderen Komponenten verbunden werden können. Diese Anschlüsse, die insbesondere als Lötstutzen mit Außengewinde oder als Tüllen mit einer bestimmten Außenprofilierung ausgebildet sind, müssen zur Dichtigkeitsprüfung verschlossen werden. Entsprechende Probleme ergeben sich bei anderen Hohlkörpern, die mit einem unter Druck stehenden Medium auf Dichtigkeit geprüft werden sollen.

Hierzu werden bisher einfache Verschlußstopfen eingesetzt, die manuell aufgeschraubt und nach dem Prüfvorgang wieder abgenommen werden müssen. Dies ist nicht nur ein zeitraubender Vorgang; es wird auch erhebliche Muskelkraft benötigt, so daß bisher an den Prüfständen vornehmlich Männer eingesetzt werden.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen Prüfstopfen der eingangs genannten Art zu schaffen, der ein einfacheres, schnelleres Anbringen an dem Anschluß der Kälteanlage bei geringer Muskelkraft möglich macht.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Verschlußstopfen umfaßt:

  • a) mindestens eine bewegliche Halteklaue, die eine Innenprofilierung aufweist, die in Eingriff mit der Außenprofilierung des Anschlusses gebracht werden kann, derart, daß der Verschlußstopfen auf dem Anschluß axial fixiert ist;
  • b) einen mit der Durchgangsbohrung des Anschlusses kommunizierenden Innenraum, der an zwei Seiten von zwei gegensinnig bewegbaren Teilen begrenzt ist, wobei
  • ba) eines dieser Teile mit der Halteklaue kraftschlüssig derart in Verbindung steht, daß es bei einer Auseinanderbewegung der beiden Teile die Innenprofilierung der Halteklaue in Eingriff mit der Außenprofilierung des Anschlusses bringt;
  • bb) das andere der beiden Teile eine Dichtung trägt, welche sich bei einer Auseinanderbewegung der beiden Teile gegen eine Fläche des Anschlusses anlegt und diesen verschließt.


Bei der vorliegenden Erfindung wird die Kraft, die zur Befestigung des Verschlußstopfens an dem Prüfling erforderlich ist, aus der zur Dichtigkeitsprüfung eingesetzten Preßluft gewonnen. Beide Vorgänge, die zum dichten Aufsetzen des Verschlußstopfens erforderlich sind, nämlich einerseits die axiale Verriegelung und andererseits das Anlegen einer Dichtung, werden von zwei gegensinnig zueinander bewegbaren Teilen automatisch durchgeführt, wenn der Prüfling unter Druck gesetzt wird. Dann nämlich baut sich in dem Innenraum des Verschlußstopfens, an den die beiden gegensinnig bewegbaren Teile angrenzen, ein Druck auf, der die Teile auseinandertreibt. Eines der beiden Teile bewegt die Halteklaue so, daß sie sich an der Außenprofilierung des Anschlusses verriegelt, während das andere Teil die Dichtung so gegen den Anschluß anlegt, daß ein Entweichen von Preßluft nicht mehr möglich ist und sich in dem Prüfling der volle Prüfdruck ausbilden kann. Die geschilderten beiden Vorgänge verlaufen mit großer Geschwindigkeit und erfordern keine körperliche Anstrengung.

Vorteilhaft ist, wenn zwei symmetrisch angeordnete Halteklauen vorgesehen sind. Die symmetrische Ausgestaltung des Verschlußstopfens vermeidet auf den Verschlußstopfen wirkende Kippmomente.

Bei einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist jede Halteklaue um eine zur Achse des Verschlußstopfens senkrechte Achse verschwenkbar. Diese Schwenkbewegung läßt sich aus der Bewegung des entsprechenden der beiden gegensinnig bewegbaren Teile leicht herleiten, so daß der konstruktive Aufwand gering bleibt.

Eine Möglichkeit, dies zu bewerkstelligen, besteht darin, daß das kraftschlüssig mit der Halteklaue in Verbindung stehende Teil mit einer Nockenfläche versehen ist, welche mit einer Nockenfläche an der Halteklaue so zusammenwirkt, daß die Linearbewegung des Teils in eine Schwenkbewegung der Halteklaue umgesetzt wird.

Wiederum konstruktiv besonders einfach und auch raumsparend ist diejenige Ausgestaltung der Erfindung, bei welcher der Innenraum in einem der beiden gegensinnig beweglichen Teile als Zylinderraum ausgebildet ist und bei welcher das jeweils andere der beiden Teile zumindest mit einem Bereich kolbenartig in dem Zylinderraum geführt ist. Die beiden Teile bilden auf diese Weise eine "schwimmend" angeordnete Kolben-Zylinderanordnung, deren Länge je nach dem im Innenraum herrschenden Druck veränderbar ist.

Vorteilhaft ist, wenn das die Dichtung tragende bewegliche Teil einen angeformten Hals aufweist, der in die Durchgangsbohrung des Anschlusses hineinreicht und gegen diese abgedichtet ist. Auf diese Weise wird bereits in der Anfangsphase, in welcher sich der Druck der Preßluft im Prüfling aufbaut, gewährleistet, daß dieser Druck zuverlässig in den Innenraum des Verschlußstopfens übergeleitet wird und dort für die gegensinnige Bewegung der beiden Teile sorgen kann.

Schließlich ist noch diejenige Ausgestaltung der Erfindung zweckmäßig, bei welcher auf der Außenmantelfläche der Halteklaue(n) ein Ring axial verschiebbar ist, der in einer axialen Position eine lose Vorfixierung der Innenprofilierung der Halteklaue(n) an der Außenprofilierung des Anschlusses bewirkt. Auf diese Weise wird ein unbeabsichtigtes Lösen des Verschlußstopfens von dem Anschluß verhindert, solange durch den Prüfdruck noch nicht die endgültige Verriegelung des Verschlußstopfens stattgefunden hat.

Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand der Zeichnung näher erläutert; es zeigen

Fig. 1 einen Schnitt durch ein erstes Ausführungsbeispiel eines Verschlußstopfens;

Fig. 2 einen Schnitt durch ein zweites Ausführungsbeispiel eines Verschlußstopfens.

In Fig. 1 ist ein Verschlußstopfen, der zur Dichtigkeitsprüfung einer Kältemittel enthaltenden Anlage eingesetzt wird, insgesamt mit dem Bezugszeichen 1 gekennzeichnet. Dieser Verschlußstopfen 1 arbeitet mit einem auf Dichtigkeit zu prüfenden Prüfling 25, z. B. einem Kältemittelaggregat, zusammen, der einen Anschluß in Form eines mit einem Außengewinde 3 versehenen Lötstutzens 2 aufweist. Das Außengewinde 3 ist mit einer Hinterschneidung 4 versehen, auf deren Bedeutung weiter unten eingegangen wird. Der Lötstutzen 2 ist am Ende einer in der Zeichnung nur angedeuteten Kältemittelleitung dargestellt, die Teil des Prüflings 25 ist und zur Prüfung auf Dichtigkeit mit Preßluft von 40-50 bar beaufschlagt wird. Auf die nähere Ausgestaltung des Prüflings 25 kommt es nicht an.

Der Verschlußstopfen 1 umfaßt zwei zur Mittelachse von Fig. 1 symmetrische Halteklauen 5a, 5b, über deren zylindrische Außenfläche 6 ein axial beweglicher Ring 7 geschoben ist. In eine Nut im oberen Bereich der Mantelfläche 6 der Halteklauen 5a, 5b ist ein O-Ring 8 eingelegt, der in einer axialen Richtung eine Verliersicherung für den Ring 7 darstellt.

Am in Fig. 1 unteren Ende weisen die Klauen 5a und 5b einen radial überstehenden Bund 9 auf, der zu einer inneren Stufe 10 des Ringes 7 komplementär ist. Durch Anlage der Stufe 10 findet der Ring 7, wie in Fig. 1 angedeutet, in der zweiten axialen Richtung das Ende seines Bewegungsweges.

Am unteren Ende der Halteklauen 5a, 5b, den Bünden 9gegenüber, sind außerdem nach innen ragende, bogenförmige Haltenasen 11 angeformt, die in die Hinterschneidung 4 des Außengewindes 3 des Lötstutzens 2 eingreifen. Solange der Innenraum des Prüflinges 25 (und damit des Lötstutzens 2) noch nicht mit Preßluft beaufschlagt ist, werden die Haltenasen 11 der Halteklauen 5a, 5b in der in Fig. 1 dargestellten Axialstellung des verschiebbaren Ringes 7 in losem Eingriff in der Hinterschneidung 4 gehalten, was ausreicht, für eine erste, lose Befestigung des Verschlußstopfens 1 auf dem Prüfling 25 zu sorgen.

In dem von den Halteklauen 5a, 5b umgebenen Raum befindet sich ein Stößel 12, der im wesentlichen als hohles, nach einer Seite hin offenes, topfförmiges Teil ausgebildet ist. Der Stößel 12 weist an seiner oberen, also von dem Prüfling 2 abgewandten Seite, zwei schräg zur Achse der Gesamtanordnung angeordnete Nockenflächen 13, 14 auf, die mit inneren, entsprechend schräg angestellten Nockenflächen 15a, 15b der Halteklauen 5a, 5b in noch zu beschreibender Weise zusammenwirken.

Im Innenraum 16 des Stößels 17, der die Funktion eines Zylinders übernimmt, ist der Bereich größeren Durchmessers 18a eines Kolbens 18 axial verschiebbar untergebracht. An den Bereich größeren Durchmessers 18a ist ein halsförmiger Bereich 18b kleineren Durchmessers angeformt, der in die Innenbohrung 19 des Lötstutzens 2 hineinragt.

Die Mantelfläche des Bereiches 18a kleineren Durchmessers des Kolbens 18 ist durch einen O-Ring 20 gegen die Innenwandung des Stößels 12 abgedichtet, während die Mantelfläche des Bereiches 18b des Kolbens 18 durch einen O-Ring 21 gegen die Wandung der Innenbohrung 19 des Lötstutzens 2 abgedichtet ist.

Der Kolben 18 ist von einer axialen Mittelbohrung 22 durchsetzt, die von seiner unteren bis zu seiner oberen Stirnfläche reicht.

Die Funktionsweise des beschriebenen Verschlußstopfens 1 ist wie folgt:

Zum Aufsetzen des Verschlußstopfens 1 auf den Lötstutzen 2 des Prüflings 25 wird der verschiebbare Ring 7 auf der Mantelfläche 6 der Halteklauen 5a, 5b in einen in Fig. 1 oberen Bereich gebracht, so daß also insbesondere die Bünde 9 der Halteklauen 5a, 5b vom Ring 7 freigegeben sind. In dieser Relativposition zwischen Ring 7 und Halteklauen 5a, 5b sind letztere so weit beweglich, daß die Haltenasen 11 der Halteklauen 5a, 5b über das Außengewinde 3 des Lötstutzens 2 geführt werden können, bis sie dann radial der Hinterschneidung 4 des Außengewindes 3 gegenüberstehen. Nunmehr wird der Ring 7 nach unten verschoben, bis er die in Fig. 1 dargestellte Position erreicht hat, in welcher die Stufe 10 im wesentlichen an den Bünden 9 anliegt und letztere durch den unteren Abschnitt des Ringes 7 umgeben sind. In dieser Position ist die Beweglichkeit der Halteklauen 5a, 5b so eingeschränkt, daß die Haltenasen 11 nicht mehr aus der Hinterschneidung 4 des Lötstutzens 2 freikommen. Der Verschlußstopfen 1 sitzt nunmehr zwar noch lose aber axial nicht mehr entfernbar auf dem Lötstutzen 2.

Nunmehr wird der Innenraum des Prüflinges 25 zur Prüfung auf Dichtigkeit mit Preßluft beaufschlagt. Diese Preßluft tritt durch die Durchgangsbohrung 22 des Kolbens 18 in den Innenraum 16 des Stößels 12 ein. Der so aufgebaute Druck wirkt einerseits auf den Stößel 12 und drückt diesen nach oben. Diese nach oben gerichtete Bewegung des Stößels 12wird durch die Nockenflächen 13, 14 am Stößel 12 und die Nockenflächen 15a, 15b an den Halteklauen 5a, 5b in eine Schwenkbewegung der Halteklauen 5a, 5b umgesetzt, welche die Haltenasen 11 fest in die Hinterschneidung 4 an der Außenfläche des Lötstutzens 2 drückt.

Derselbe, im Innenraum 16 des Stößels 12 wirkende Druck beaufschlagt auch die obere Stirnfläche des Bereiches 18a des Kolbens 18 und drückt diesen innerhalb des Innenraumes 16 des Stößels 12 nach unten. Der Bereich 18b des Kolbens 18 folgt dieser Bewegung innerhalb des Lötstutzens 2, wobei der O-Ring 21 ein Entweichen von Druckluft über den Spalt zwischen dem Bereich 18b des Kolbens 18 und dem Lötstutzen 2 verhindert.

Die in Fig. 1 nach unten, also auf die obere ringförmige Stirnfläche des Lötstutzens 2 gerichtete Bewegung des Kolbens 18 wird von der Flachdichtung 23 mitvollzogen, welche an der Stufe zwischen den Bereichen 18a, 18b des Kolbens 18 anliegt. Hierdurch wird die Flachdichtung 23 fest gegen die obere Stirnfläche des Lötstutzens 2 angedrückt.

Der Verschlußstopfen 1 ist nunmehr (durch die Wirkung der Haltenasen 11 der Halteklauen 5a, 5b) an dem Lötstutzen 2 axial festgelegt und außerdem durch die Wirkung der Flachdichtung 23 sowie der beiden O-Ringe 20 und 21 dicht mit dem Lötstutzen 2 verbunden. Nunmehr kann die Dichtigkeitsprüfung durch Beobachtung des Prüfdruckes der Preßluft in gewohnter Weise durchgeführt werden.

Ist die Dichtigkeitsprüfung abgeschlossen, so wird die Preßluftzufuhr zum Innenraum des Prüflinges 2 abgestellt und der Innendruck abgelassen. Der Ring 7 des Verschlußstopfens 1 wird wieder nach oben in die Nähe des O-Ringes 8bewegt, wodurch die Haltenasen 11 der Halteklauen 5a, 5b so weit freigegeben werden, daß sie aus der Hinterschneidung 4 des Außengewindes 3 des Lötstutzens 2 herausgenommen werden können. Der Verschlußstopfen 1 kann jetzt axial nach oben über das Außengewinde 3 des Verschlußstopfens 2 abgezogen werden.

In Fig. 2 ist ein zweites Ausführungsbeispiel eines Verschlußstopfens dargestellt, welches dem von Fig. 1 sehr ähnlich ist. Entsprechende Teile sind daher mit demselben Bezugszeichen zuzüglich 100 gekennzeichnet.

Der Verschlußstopfen 101 von Fig. 2 kommt dort zum Einsatz, wo die Anschlüsse des Prüflinges 125 durch sog. HD- bzw. ND-Tüllen 102 gebildet werden. Diese Tüllen 102 weisen anders als der Lötstutzen 2 von Fig. 1 kein Außengewinde sondern eine Profilierung auf, welche verschiedene Ringnuten 130 umfaßt. Eine dieser Ringnuten 130, in Fig. 2 die oberste Ringnut 130a, übernimmt bei dem in Fig. 2 dargestellten Ausführungsbeispiel die Funktion der Hinterschneidung 4 von Fig. 1, wie dies nachfolgend noch deutlich wird.

Der Verschlußstopfen 101 von Fig. 2 umfaßt wieder zwei zur Mittelebene von Fig. 2 symmetrische Halteklauen 105a, 105b, die an ihrem unteren Ende mit radial nach außen ragenden Bünden 109 und, etwa gegenüberliegend, radial nach innen ragenden Haltenasen 111 versehen sind.

Auf der leicht konisch gehaltenen Außenmantelfläche 106 der Halteklauen 105a, 105b ist wieder ein Ring 107 axial verschiebbar, der an seinem in Fig. 2 unteren Ende eine Stufe 110 aufweist, welche die Bünde 109 der Halteklauen 105a, 105b komplementär umgibt.

Die Haltenasen 111 greifen, wie der Fig. 2 zu entnehmen ist, in die bereits oben erwähnte Ringnut 130a der Tülle 102 ein, welche als Anschluß eines irgendwie gearteten Prüflinges 125 zu verstehen ist.

Eine als Rückstellfeder dienende Druckfeder 131 ist zwischen einer Ringschulter 132 an der Außenkontur des Stößels 112 und einer radialen Fläche der Halteklauen 105a, 105b verspannt.

In den Innenraum 116 des Stößels 112 ragt ein Bereich 118a eines Kolbens 118, der durch einen O-Ring 120 gegen den Innenraum 16 des Stößels 112 abgedichtet ist. Axial unterhalb dieses Bereiches 118a umfaßt der Kolben 118 einen Ringbund 118c, dessen Mantelfläche bis nahe an die benachbarte Innenfläche der Halteklauen 105a, 105b herangeführt ist.

Der in Fig. 2 unterste Abschnitt des Kolbens 118 ist wieder als halsartiges Teil 118b ausgeführt, welches kleineren Durchmesser aufweist, in die Innenbohrung 119 der Tülle 102 hineinragt und gegen deren Wandung durch einen O-Ring 121 abgedichtet ist.

An der Unterseite des Ringbundes 118c des Kolbens 118 ist wieder eine Flachdichtung 123 angeordnet, welche mit der oberen ringförmigen Stirnfläche der Tülle 102 zusammenwirkt.

Schließlich findet sich auch bei dem in Fig. 2 dargestellten Kolben 118 eine Durchgangsbohrung 122, welche sich von seiner unteren zu seiner oberen Stirnfläche erstreckt.

Die Funktionsweise des in Fig. 2 dargestellten Verschlußstopfens 101 entspricht vollständig derjenigen von Fig. 1.

Der Verschlußstopfen 101 wird auf die Tülle 102 zunächst lose aufgesetzt, indem die Haltenasen 111 der Halteklauen 105a, 105b in die Ringnut 130a der Tülle 102 lose eingeführt werden und durch entsprechende Positionierung des Ringes 107 dort so fixiert werden, daß sie nicht mehr unbeabsichtigt aus der Ringnut 130a freikommen.

Nunmehr wird der Innenraum des Prüflinges 125 mit Preßluft beaufschlagt. Der Prüfdruck setzt sich durch die Bohrung 119 der Tülle 102 und die Durchgangsbohrung 122 des Kolbens 118 in den Innenraum 116 des Stößels 112 fort. Wie beim Ausführungsbeispiel von Fig. 1 sucht dieser Druck den Abstand zwischen dem Stößel 112 und dem Kolben 118 zu vergrößern. Dies bedeutet, daß einerseits der Stößel 112 nach oben gedrückt wird, eine Bewegung, die unter Kompression der Druckfeder 132 durch die Nockenflächen 113, 115a, 115b auf die Halteklauen 105a, 105b übertragen wird. Die Halteklauen 105a, 105b, die sich nicht axial nach oben bewegen können, verschwenken unter dem Einfluß dieser Kraft um horizontale, senkrecht zur Zeichenebene von Fig. 2 gerichtete Achsen, derart, daß die Haltenasen 111 fest in die Ringnut 130a der Tülle 102 eingedrückt werden.

Gleichzeitig bewegt sich der Kolben 118 nach unten, wodurch die Flachdichtung 123 fest an die obere ringförmige Stirnfläche der Tülle 102 angelegt wird.

Der Innenraum des Prüflinges 125 ist nunmehr dicht verschlossen. Die Dichtigkeitsprüfung unter Beobachtung des Prüfdruckes kann in gewohnter Weise durchgeführt werden.

Nach Abschluß der Dichtigkeitsprüfung wird der Druck im Innenraum des Prüflinges 125 abgelassen. Unter dem Einfluß der Druckfeder 131 wird der Stößel 112 in der Zeichnung nach unten verschoben, so daß der Kolbenbereich 118a tiefer in den Hohlraum 116 des Stößels 112 eindringt und so die Ursprungslage dieser beiden Teile wieder herbeigeführt wird. Der Ring 107 wird etwas nach oben verschoben, wodurch die Haltenasen 111 der Halteklauen 105a, 105b aus der Ringnut 130a herausgenommen werden können; der gesamte Verschlußstopfen 101 läßt sich jetzt wieder nach oben abziehen.


Anspruch[de]
  1. 1. Verschlußstopfen zum dichten Verschließen eines mit einer Durchgangsbohrung und einer Außenprofilierung versehenen Anschlusses eines Hohlkörpers, insbesondere einer Kälteanlage, während der Dichteprüfung mit einem unter Druck stehenden Medium, insbesondere mit Preßluft, dadurch gekennzeichnet, daß er umfaßt
    1. a) mindestens eine bewegliche Halteklaue (5a, 5b; 105a 105b), die eine Innenprofilierung (11; 111) aufweist, die in Eingriff mit der Außenprofilierung (4; 130a) des Anschlusses (2; 102) gebracht werden kann, derart, daß der Verschlußstopfen (1; 101) auf dem Anschluß (2; 102) axial fixiert ist;
    2. b) einen mit der Durchgangsbohrung (19; 119) des Anschlusses (2; 102) kommunizierenden Innenraum (16; 116), der an zwei Seiten von zwei gegensinnig bewegbaren Teilen (12, 18; 112, 118) begrenzt ist, wobei
    3. ba) eines dieser Teile (12; 112) mit der Halteklaue (5a, 5b; 105a, 105b) kraftschlüssig derart in Verbindung steht, daß es bei einer Auseinanderbewegung der beiden Teile (12, 18; 112, 118) die Innenprofilierung (11; 111) der Halteklaue (5a, 5b; 105a, 105b) in Eingriff mit der Außenprofilierung (4; 130a) des Anschlusses (2; 102) bringt;
    4. bb) das andere der beiden Teile (18; 118) eine Dichtung (23; 123) trägt, welche sich bei einer Auseinanderbewegung der beiden Teile (12, 18; 112, 118) gegen eine Fläche des Anschlusses (2; 102) anlegt und diesen verschließt.
  2. 2. Verschlußstopfen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwei symmetrisch angeordnete Halteklauen (5a, 5b; 105a, 05b) vorgesehen sind.
  3. 3. Verschlußstopfen nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß jede Halteklaue (5a, 5b; 105a, 105b) um eine zur Achse des Verschlußstopfens (1; 101) senkrechte Achse verschwenkbar ist.
  4. 4. Verschlußstopfen nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das kraftschlüssig mit der Halteklaue (5a, 5b) in Verbindung stehende Teil (12) mit einer Nockenfläche (13, 14) versehen ist, welche mit einer Nockenfläche (15a, 15b) an der Halteklaue (5a, 5b) so zusammenwirkt, daß die Linearbewegung des Teiles (12) in eine Schwenkbewegung der Halteklaue (5a, 5b) umgesetzt wird.
  5. 5. Verschlußstopfen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Innenraum (16; 116) in einem (12; 112) der beiden gegensinnig bewegbaren Teile (12, 18; 112, 118) als Zylinderraum ausgebildet ist und daß das jeweils andere (18; 118) der beiden Teile (12, 18; 112, 118) zumindest mit einem Bereich (18a; 118a) kolbenartig in dem Zylinderraum (16; 116) geführt ist.
  6. 6. Verschlußstopfen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das die Dichtung (23; 123) tragende bewegliche Teil (18; 118) einen angeformten Hals (18b; 118b) aufweist, der in die Durchgangsbohrung (19; 119) des Anschlusses (2; 102) hineinreicht und gegen diese abgedichtet ist.
  7. 7. Verschlußstopfen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Außenmantelfläche der Halteklaue(n) (5a, 5b; 105a, 105b) ein Ring (7; 107) axial verschiebbar ist, der in einer axialen Position eine lose Vorfixierung der Innenprofilierung (11; 111) der Halteklaue(n) (5a, 5b; 105a, 105b) an der Außenprofilierung (4; 130a) des Anschlusses (2; 102) bewirkt.






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