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Dokumentenidentifikation DE69119113T2 22.08.1996
EP-Veröffentlichungsnummer 0443882
Titel Sammelvorrichtung
Anmelder Coathupe, John Edward, Broughton, Chester, GB
Erfinder Coathupe, John Edward, Broughton, Chester, GB
Vertreter Patentanwälte Mitscherlich & Partner, 80331 München
DE-Aktenzeichen 69119113
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, DK, ES, FR, GB, GR, IT, LI, LU, NL, SE
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 25.02.1991
EP-Aktenzeichen 913014726
EP-Offenlegungsdatum 28.08.1991
EP date of grant 01.05.1996
Veröffentlichungstag im Patentblatt 22.08.1996
IPC-Hauptklasse E01H 1/08
IPC-Nebenklasse A01G 1/12   A47L 9/08   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Sammelvorrichtung zum Entfernen losen Materials von einer Oberfläche.

Die vorliegende Erfindung bezieht sich, genauer gesagt, auf eine Sammelvorrichtung zum Aufsammeln losen Materials, wie z.B. von herumliegendem Abfall, gemähtem Gras und/oder Laub. Die Sammelvorrichtung ist vorwiegend für den Einsatz im Freien gecacht, kann gegebenenfalls aber genau so gut drinnen verwendet werden.

Vorhandene Sammelvorrichtungen, wie Staubsauger im Haushalt, sind in erster Linie für die Säuberung von Polstermöbeln und Teppichen ausgelegt und eignen sich eigentlich nicht für den Einsatz im Freien. Diesen Staubsaugern sind mit Hinsicht auf Gewicht, Düsenfläche und Querschnitt des Saugschlauchs zwischen Saugdüse und dem die Saugkraft erzeugenden Motorgebläse und Staubbehälter gewöhnlich Grenzen gesetzt. Außerdem wird angesichts der erforderlichen, verschiedenen Filter ein großer Motor benötigt, um eine ausreichend hohe Saugkraft zum Hochreißen/Anheben von Schmutz, Abfall usw. aufrechtzuerhalten, um dieses Material einem Sammelbeutel zuzuführen.

Bekannte Industrie-/Gartenbau-Saugmaschinen bestehen gewöhnlich aus einem Verbrennungsmotor, einem Gebläse und einem Sammelbeutel. Diese Geräte sind jedoch nicht für den Haushalt bestimmt, und sie sind generell groß und teuer, aber nicht vielseitig, selbst wenn sie fahrbar sind.

Das lose Material wird aber bei den beiden vorstehend erwähnten, bekannten Sammelvorrichtungen durch Saugkraft gesammelt, woraufhin es durch die Gebläsevorrichtung laufen muß, was bei größeren Gegenständen, wie leere Getränkedosen, Schwierigkeiten verursachen kann und in der Tat verursacht. Weiterhin wird ein großer Teil der Saugkraft zum Hochheben des losen Materials benötigt, was einen großen, leistungsstarken Motor voraussetzt, wodurch das Gewicht und die Kosten der Sammelvorrichtung offensichtlich erhöht werden.

Bei anderen bekannten Sammelvorrichtungen zur Entfernung losen Materials von festen Oberflächen anhand eines Luftstroms wird dieser Luftstrom zum Aufscheuchen und Mitreißen des besagten Materials eingesetzt, indem der Luftstrom effektiv auf die feste Oberfläche gerichtet wird und von dieser abprallt. Eine bekannte Konstruktion dieser Art wird in US-A- 1383455 offenbart, und zwar weist diese Konstruktion eine Sammelmündung auf, die über die feste Oberfläche, z.B. den Teppich oder den Boden, so geführt warzen muß, damit der von der festen Oberfläche abprallende Luftstrom nur in einen Sammelkanal gelangen kann, um das durch den Aufprall des über die feste Oberfläche geführten Luftstroms gelockerte Material mitzureißen. Eine ähnliche Konstruktion wird ebenfalls in US-A- 40183483 offenbart.

Die vorliegende Erfindung zielt auf eine Sammelvorrichtung, die durch Nutzbarmachung eines Luftstroms loses Material von einer festen Fläche hochhebt und sammelt, und zwar im Gegensatz zu bekannten Geräten, die dem Stand der Technik entsprechen, bei denen das lose Material entweder durch Saugkraft oder durch Nutzbarmachung eines Luftstroms gesammelt wird, wodurch dieses lose Material nur gelockert und dann mitgerissen wird.

Die der vorliegenden Erfindung entsprechende Sammelvorrichtung beseitigt loses Material von einer festen Oberfläche anhand eines Luftstroms, wobei diese Sammelvorrichtung einen Langkanal aufweist, durch welchen das lose Material von einer stromaufwärts gelegenen, eine Sammelmündung bildende Endzone des Kanals zu einer stromabwärts gelegenen Zone des Kanals befördert wird, wenn die Sammelmündung eine im Verhältnis zur festen Fläche sammelbereite Stellung einnimmt, wobei eine Druckluftquelle und Vorrichtungen zur Weiterleitung der Druckluft an eine oder mehrere, im Bereich der Sammelmündung vorgesehene Luftaustrittsöffnungen vorhanden sind, um das von der festen Fläche hochgenommene lose Material in und durch den Kanal zu befördern, dadurch gekennzeichnet, daß eine Luftaustrittsöffnung direkt in dem Kanal mündet und sich im Bereich eines Endes einer Leitfläche befindet, die generell zumindest teilweise nach außen gewölbt ist und sich von dem Kanal stromabwärts erstreckt, sowie daß oie besagte Luftaustrittsöffnung so angeordnet ist, um einen Luftstrom über die Leitfläche zu richten, wobei der aus der Luftaustrittsöffnung austretende Luftstrom in eine quer zur Längsachse des Kanals verlaufende Richtung und in den Kanal geführt wird, worin sich der Luftstrom generell abwärts bewegt, sobald sich die Sammelmündung oberhalb der festen Fläche befindet, und wobei der aus der Luftaustrittsöffnung austretende Luftstrom eine weitere Strömung atmosphärischer Luft in dem Kanal über die Sammelmündung auslöst, um das Hochheben des losen Materials von der festen Fläche und dessen Stromabwärtsbewegung in dem Kanal zu fördern.

Indem der Luftstrom über eine gekrümmte Strömungsleitfläche gefuhrt wird, wird der Luftstrom durch den Grenzschichteffekt gezwungen, zumindest teilweise den Konturen der gekrümmten Strömungsleitfläche zu folgen. Diese äußerst glatte, gekrümmte Strömungsleitfläche erzielt einen laminaren Luftstrom, und die an der Fläche befindliche Luftgrenzschicht ist sehr dünn. In diesem Fall ergibt sich ein stromlinienförmiger Luftstrom über die gekrümmte Leitfläche, wobei zumindest ein wesentlicher Teil des Luftstroms der besagten gekrümmten Oberfläche folgt und in den besagten Kanal einfließt. Auf diese Weise ergibt sich in dem Kanal ein von der Sammelmündung abweisender, positiver Luftstrom, wodurch Luft und in der Nähe der Sammelmündung liegendes, loses Material in die Sammelmündung hineingezogen werden. Das Hochheben des losen Materials, z.B. Laub, Getränkedosen usw., wird dadurch erleichtert, weil sich derartiges loses Material tatsächlich nahe einer bestimmten Zone der gekrümmten Strömungsleitfläche befinden wird und die Luft ihre Geschwindigkeit also in der Lücke zwischen der besagten Zone und dem besagten Material steigern wird, wodurch der Luftdruck in dieser Lücke veranlaßt wird zu fallen und das lose Material infolge des Druckabfalls hin zu der gekrümmten Strömungsleitfläche gezogen wird, d.h., das lose Material wird vom Boden gehoben. Das lose Material wird von dem Luftstrom durch den Kanal dann zu einem Sammelbehälter an der stromabwärts gelegenen Zone des Kanals geführt, und da der Kanal nur ein Durchlauf ohne Gebläse oder sonstige Hilfsteile ist, die die Strömungsbahn zumindest teilweise behindern oder verwinden könnten, bildet er eine verhältnismäßig zügige Bahn, wodurch das Einsammeln von losem Material in äußerst vielfältigen Formen und Größen ermöglicht wird.

Der besagte Kanal wird bei einer bevorzugten Ausführungsart der vorliegenden Erfindung mit nach außen konischen, vorderen und hinteren, jeweils gekrümmten Randzonen versehen, die in einer Luftaustrittsöffnung zu Ende kommen. Jede Luftaustrittsöffnung ist an ein Motorgebläse angeschlossen und so ausgeführt, um einen Luftstrom in einem zur Längsachse des Kanals geneigten Winkel wesentlich entlang einer glatt gekrümmten Oberfläche in den Kanal zu fuhren, wobei Teil der Öffnung in der glatt gekrümmten Oberfläche aufgeht und die besagte glatt gekrümmte Oberfläche einfach dem Kanal einverleibt und als die Innenwandung des Kanals fortgeführt wird. Wie vorstehend erwähnt, folgt zumindest ein größerer Teil des Luftstroms der gekrümmten Fläche, um dann infolge des Grenzschichteffekts in den Kanal zu gelangen, während das lose Material unter der Sammelmündung durch den übrigen Luftstrom aufgescheucht wird, damit es durch den Luftstrom leichter in den Kanal gesaugt werden kann. Während die vorderen und hinteren Randzonen der Sammelmündung mit gekrümmten Oberflächen und diesen zugeordneten Luftaustrittsöffnungen versehen werden können, ist es auf Wunsch ebenfalls möglich, nur den vorderen oder hinteren Rand oder sonst eine Randzone bzw. andere Randzonen zusätzlich oder alternativ so auszuführen.

Die Sammelvorrichtung wird vorzugsweise als handgehaltenes Gerät mit einem elektrisch betriebenen Motorgebläse konstruiert. Andererseits kann die Vorrichtung auch mit Rädern versehen, bzw. das Gebläse durch eine andere Energiequelle, wie z.B. durch einen Verbrennungsmotor betrieben werden. Die Sammelvorrichtung wird vorzugsweise so ausgeführt, damit ihre Sammelmündung bei einer mit den Händen tragbaren Ausführung in gebrauchsfertiger Stellung auf dem Boden ausgerichtet wird, woraufhin der lange Kanal auf den Boden gerichtet wird.

Als Sammelbehälter kann ein Einweg-Plastikbeutel verwendet werden, der an der stromabwärts gelegenen Endzone des Kanals mit einem Filterauslaß so angebracht ist, daß er leicht abgenommen werden kann, wobei der Luftstrom neben dem Behälter entweichen kann; andererseits kann als Sammelbehälter auch ein offen gewebter Beutel verwendet werden, in welchem Fall der Filterauslaß nicht erforderlich ist.

Eine modifizierte Ausführungsart der vorliegenden Erfindung zeichnet sich durch eine regelbare Luftaustrittsöffnung aus, um aus der Sammelvorrichtung einen Luftstrom auf gewünschte Art und zur gewünschten Zeit ausstoßen zu können, und zwar vorzugsweise im Bereich der Sammelmündung. Indem die Sammelvorrichtung und demzufolge die Richtung dieses aus der Sammelvorrichtung austretenden Luftstroms auf diese Art und Weise gelenkt werden, yann das zu sammelnde Material, ehe die Sammelmündung über dieses Material geführt werden, aufgestöbert bzw. zusammengetragen werden.

Die vorliegende Erfindung wird jetzt unter Bezugnahme auf die folgenden Zeichnungen weiter beispielsweise beschrieben, und zwar wie folgt:

Abb. 1 ist eine perspektivische Absicht einer gegenwärtig bevorzugten Ausführungsart der vorliegenden Erfindung;

Abb. 2 ist eine Vorderansicht des unteren Teils der Vorrichtung in Abb. 1 mit einem Teilguerschnitt, die hier eine Sammelmündung bildet; und

Abb. 3 ist eine Seitenansicht des unteren Teils von Abb. 2 im Querschnitt.

Die gegenwärtige vorzugsweise Ausführungsart einer Sammelvorrichtung im Sinne der vorliegenden Erfindung, die in den folgenden Zeichnungen illustriert wird, umfaßt ein Langkanalglied 1, durch welches sich Kanal 3 von generell glattem Profil erstreckt, sowie Sammelkopf 5, der an einer Endzone, d.h. an der stromaufwärts gelegenen Endzone von Kanal 3, eine Sammelmündung 7 bildet, sowie Sammelbehälter 9, der an der anderen Endzone, d.h. an der stromabwärts gelegenen Endzone von Kanal 3, abnehmbar angebracht ist.

Die Sammelvorrichtung umfaßt einen außen an Kanalglied 3 anqebrachten Elektromotor 11 mit Gebläse, das durch Röhren 13 und jeweils mit den vorderen bzw. hinteren Randzonen von Sammelkopf 5 verbunden ist. Motor 11 und/oder Röhren 13 und 15 können natürlich als integraler Teil von Kanalglied 3 ausgeführt und innerhalb Kanalglied 3 verborgen werden, um die Vorrichtung ästhetischer zu gestalten. Motor 11 wird durch ein (nicht abgebildetes) Kabel an das Netz angeschlossen und durch einen Schalter in Griff 17 ein- und ausgeschaltet, wobei die Sammelvorrichtung mit Griff 17 wunschgemäß von Hand hin- und herbewegt werden kann, um Sammelkopf 5 über das einzusammelnde, lose Material zu führen. Abbildungen 1 und 3 kann deutlich entnommen werden, daß die Sammelvorrichtung so ausgeführt ist, damit sich Kanal 3, sobald Sammelkopf 5 mit dem Boden ausgerichtet ist, zum Boden hinneigt, um das Mitreißen das losen Material durch Kanal 3 im Vergleich mit einem vertikalen Kanal so zu erleichtern.

Wie es durch Abbildungen 2 und 3 der begleitenden Zeichnungen am besten dargestellt wird, ist Sammelkopf 5 mit den vorderen und hinteren Randzonen 19 bzw. 21 generell rechtwinklig, wobei jede Randzone eine Luftöffnung 23, 25 in einer Anordnung aufweist, um einen Luftstrom generell entlang einer angrenzenden gekrümmten Oberfläche 27, 29 zu richten, und ein Teil 30 einer jeden Luftöffnung 23, 25 jeweils durch Fortsetzung der angrenzenden gekrümmten Oberfläche 27, 29 gebildet wird, um die Luft auf diese Weise zur Strömung entlang den jeweiligen gekrümmten Oberflächen, bzw. gegen diese Oberflächen zu veranlassen. Infolge des Grenzschichteffekts und der Anordnung einer ebenmäßig gekrümmten Oberfläche 27, 29 wird ein laminarer, stromlinienförmiger Luftstrom erzeugt, so daß ein wesentlicher Teil des Luftstroms aus jeder Luftöffnung 23, 25 dem Profil der jeweiligen, gekrümmten Oberfläche 27, 29 in Kanal 3 hinein folgt und der übrige Luftstrom das unterhalb von Sammelmündung 7 befindliche, lose Material aufscheucht und so dazu beiträgt, daß dieses lose Material von dem em Luftstrom durch Kanal 3 auf-und mitgenommen wird.

Das Zuführen des losen Materials zu dem Luftstrom durch Kanal 3 wird spezifisch durch die Tatsache gefördert, daß sich das einnzusammelnde Material einem Teil einer gekrümmten Fläche 27, 29 näher als einem anderen befinden wird, sobald Sammelmündung 7 über das Material geführt wird. Der durch die Lücke zwischen dem Material und besagtem nahen Teil von Fläche 27, 29 fließende Luftstrom wird auf diese Weise erhöht, was dazu führt, daß der Luftdruck in der Lücke fällt, wodurch das Material naher zu der gekrümmten Fläche angezogen, d.h. vom Boden hochgehoben wird, während es von dem Luftstrom in Kanal 3 durch diesen kanal 3 mitgerissen wird.

Luftöffnung 23 an der vorderen Randzone 19 von Sammelmündung 7 erstreckt sich von Plenumkammer 31 als enger Schlitz über die Weite von Sammelkopf 5, wobei diese Plenumkammer an Luftrohr 13 angeschlossen ist. In Plenumkammer 31 befindet sich eine Anzahl schräger Prallplatten 33, um den aus Rohr 13 austretenden Luftstrom gleichmäßig über die einen Schlitz bildende Luftöffnung 23 zu verteilen.

Abbildungen 1 und 3 der begleitenden Zeichnungen kann entnommen werden, daß sich in der Außenwand von Plenumkammer 31 ein Schieber 32 befindet. Dieser Schieber 32 kann auf Wunsch also verschoben werden, um Gebläseaustritt 32a der Sammelvorrichtung zu öffnen und so einen Luftstrom aus Sammelkopf 5 zu blasen, wobei dieser Luftstrom durch entsprechende Führung des Sammelkopfes 5 und damit der Richtung des Luftstroms zum Aufstöbern und/oder Zusammentragen des Materials dient, ehe der Sammelkopf über dieses Material geführt wird. Anstelle von Schieber 32 kann auch eine Scharnierklappe oder eine andere, sonstwie regelbare Öffnung vorgesehen werden.

Luftöffnung 25 an der hinteren Randzone 21 von Sammelmündung 7 erstreckt sich ebenfalls als enger Schlitz über die Weite von Sammelkopf 5. Diese Luftöffnung 25 führt von einer Plenumkammer 35, die an Luftrohr 15 angeschlossen ist.

Obgleich die gegenwärtig bevorzugte Ausführungsart der vorliegenden Erfindung Luftaustrittsöffnungen und dazugehörige gekrümmte Oberflächen an den vorderen und hinteren Randzonen von Sammelmündung 7 aufweist, ist es auf Wunsch möglich, die eine oder andere Austrittsöffnung auszulassen oder abzudecken. Weiterhin können zusätzlich zu den Austrittsöffnungen an den vorderen und/oder hinteren Randzonen bzw. an ihrer Stelle auch Luftaustrittsöffnungen und dazugehörige gekrümmte Flächen an den Seitenrändern der Sammelmündung vorgesehen werden. Es ist ebenfalls möglich, eine kreisrunde oder ovale Sammelmündung mit einer Austrittsöffnung und einer ganz um diese gekrümmten Fläche vorzusehen. Auch der Kanal kann rechtwinklig, kreisrund oder oval ausgeführt werden.

Sammelbehälter 9 ist ein offen gewebter Beutel, der anhand von Haken 37 an der anderen Endzone von Kanal 3 abnehmbar befestigt ist, wobei der Beutel selbst als Entlüftungsfilter funktioniert. Andererseits kann an der anderen Endzone von Kanal 3 ein Einweg-Kunststoffbeutel abnehmbar angebracht werden, in welchem Fall ein zusätzlicher Entlüftungsfilter vorzusehen ist.

Obgleich der beschriebene Motor 11 ein Elektromotor ist und ein Gebläse treibt, das Raumluft durch Filter 39 ansaugt und an Sammelkopf 5 weiterleitet, können stattdessen auch ein Verbrennungsmotor zum Antrieb eines Zentrifugalgebläses oder ein Luftverdichter vorgesehen werden.

In Betrieb wird die Luft über die oder jede gekrümmte Fläche in Nähe von Sammelmündung 7 geblasen, wobei diese Luft infolge des Grenzschichteffekts dazu neigt, sich der (den) gekrümmten Oberfläche(n) anzuschmiegen, so daß sich oberhalb der gekrümmten Fläche wie bei einem Flugzeugflügel ein Druckabfall einstellt, der gewissermaßen die Wirkung hat, das lose Material unter Sammelkopf 5 anzuheben. Das lose Material wird auf diese Weise in Richtung der gekrümmten Oberfläche(n) gesaugt, wo es von dem Luftstrom an der (den) gekrümmten Oberfläche(n) entlang in Kanal 3 mitgerissen wird. Die Hubhöhe richtet sich nach dem Radius und der Beschaffenheit der gekrümmten Oberfläche, sowie nach dem Volumen und der Geschwindigkeit des Luftstroms. Es ist also möglich, durch zweckdienliche Auswahl dieser Parameter die gewünschte Leistung für die jeweils gegebenen Umstände zu erzielen.

Obgleich es sich bie der in den begleitenden Zeichnungen abegebildeten, gegenwärtig bevorzugten Ausführungsart um ein in den Händen gehaltenes und von Hand betriebenes Gerät handelt, besteht die Absicht, größere Maschinen mit Rädern oder Rollen auszustatten, die z.B. in Parks und Städten zum Einsammeln von Abfall, Laub usw. eingesetzt werden.

Die vorliegende Erfindung ist gleich ihrer jeweils geforderten Funktion eine Sammelvorrichtung mit einem Kanal, der ein glattes Profil und keine Nebenausrüstungen, wie z.B. ein Gebläserad, aufweist, wodurch jeder möglichen Behinderung des von dem Luftstrom im Kanal mitgerissenen losen Materials oder einer gewundenen Bahn für dieses Material vorgebeugt wird.


Anspruch[de]

1. Eine Sammelvorrichtung zum Entfernen losen Materials von einer festen Fläche anhand eines Luftstroms, wobei die Sammelvorrichtung folgendes umfaßt: einen Langkanal (3), durch welzhen das lose Material von seiner stromaufwärts gelegenen, Sammelmündung (7) bildenden Kopfzone zu einer stromabwärts gelegenen Zone des Kanals befördert wird, wenn Sammelmündung (7) eine im Verhältnis zur festen Fläche sammelbereite Stellung einnimmt, sowie eine Druckluftquelle und Vorrichtungen zur Weiterleitung der Druckluft an eine oder mehrere, im Bereich von Sammelmündung (7) vorgesehene Luftaustrittsöffnungen (23, 25), um den Luftstrom zur Beförderung des von der festen Fläche hochgenommenen losen Materials in und durch den Kanal zu führen, daourch gekennzeichnet, daß Luftaustrittsöffnung (23, 25) direkt in Kanal (3) mündet und sich in einem Endbereich von Leitfläche (27, 29) befindet, die generell zumindest teilweise nach außen gewölbt ist und sich von Kanal (3) stromabwärts erstreckt, sowie daß besagte Luftaustrittsöffnung (23, 25) so angeordnet ist, um einen Luftstrom über Leitfläche (27, 29) zu richten, wobei der aus Luftaustrittsöffnung (23, 25) austretende Luftstrom in eine quer zur Längsachse von Kanal (3) verlaufende Richtung gezielt und in den Kanal geführt wird, worin sich der Luftstrom generell abwärts bewegt, sobald sich die Sammelmündung oberhalb der festen Fläche befindet, und wobei der aus Luftaustrittsöffnung (23, 25) austretende Luftstrom eine weitere Strömung atmosphärischer Luft in Kanal (3) über Sammelmündung (7) auslöst, um das Hochheben des losen Materials von der festen Fläche und dessen Stromabwärtsbeförderung in dem Kanal zu fördern.

2. Eine Anspruch 1 entsprechende Sammelvorrichtung mit besagten Luftaustrittsöffnungen (23, 25), von denen mindestens eine Öffnung äußerlich des Durchflußquerschnitts von Kanal (3) seilich versetzt ist.

3. Eine Sammelvorrichtung entsprechend Anspruch 1 oder Anspruch 2, deren Kanal (3) im wesentlichen über seine gesamte Länge im Inneren unbehindert bleibt.

4. Eine Sammelvorrichtung entsprechend Anspruch 1, deren Luftaustrittsöffnung bzw. -öffnungen (23, 25) jeweils innerhalb besagter Sammelmündung (7) angeordnet ist bzw. sind.

5. Eine Sammelvorrichtung entsprechend jedem der Ansprüche 1 bis 4, deren Luftaustrittsöffnung bzw. -öffnungen (23, 25) jeweils so angeordnet ist bzw. sind, um besagten Luftstrom in eine zur Längsachse des besagten Langkanals (3) geneigten Richtung zu führen.

6. Eine jedem vorstehenden Anspruch entsprechende Sammelvorrichtung mit Luftaustrittsöffnung bzw. -öffnungen (23) und einem weiteren steuerbaren Luftstromaustritt (32), die jeweils von Plenumkammer (31) führen, damit Luft von Plenumkammer (31) zur Außenseite der Vorrichtung strömen kann.

7. Eine jedem vorstehenden Anspruch entsprechende Sammelvorrichtung mit jeweils als enger Schlitz ausgeführten Luftaustrittsöffnung (23, 25), wobei der Schlitz an einer Seite (30) in derselben Ebene wie die angrenzende, konvexe Fläche (27, 29) liegt.

8. Eine jedem vorstehenden Anspruch entsprechende Sammelvorrichtung mit generell rechteckiger Sammelmündung (7), wobei sich die als enger Schlitz ausgeführte(n) Luftaustrittsöffnung(en) (23, 25) jeweils über die Weite von Sammelmündung (7) ausdehnt (ausdehnen).

9. Eine Anspruch 8 entsprechende Sammelvorrichtung mit jeweils von einer Plenumkammer (31, 35) austretenden Luftaustrittsöffnung(en) (23, 25), wobei in Plenumkammer (31) eine Anzahl schräger Prallplatten (33) angeordnet ist, um den Luftstrom gleichmäßig über die als Schlitz ausgebildete Luftaustrittsöffnung (23) zu verteilen.

10. Eine jedem vorstehenden Anspruch entsprechende Sammelvorrichtung mit zwei Luftaustrittsöffnungen (23, 25) dieser Art, wobei die besagten, an gegenüberliegenden Teilen von Sammelmündung (7) vorgesehenen Luftaustrittsöffnungen (23, 25) zueinanderweisen und so angeordnet sind, daß sie in Gebrauch die Luft über die jeweiligen, gekrümmten Strömungsleitflächen (27, 29) führen.

11. Eine jedem vorstehenden Anspruch entsprechende Sammelvorrichtung in einer mit den Händen tragbaren Ausführung, wobei besagte Sammelmündung (7) mit einem der besagten festen Fläche entsprechenden Fuß- oder Erdboden ausgerichtet und Kanal (3) dann auf die Fuß- oder Erdbodenfläche gerichtet wird.

12. Eine jedem vorstehenden Anspruch entsprechende Sammelvorrichtung mit jeweils als enger Schlitz ausgeführten Luftaustrittsöffnung(en) (23, 25), wobei der Schlitz mit dem angrenzenden Randbereich von Sammelmündung (7) ausgerichtet ist.

13. Eine jedem vorstehenden Anspruch entsprechende Sammelvorrichtung mit integraler Gebläsevorrichtung (11) mit Motorantrieb, die so angeordnet ist, um durch die bzw. jede Luftaustrittsöffnung (23, 25) Luft zu treiben.

14. Eine jedem vorstehenden Anspruch entsprechende Sammelvorrichtung mit abnehmbarem Sammelbehälter (9), der so angeordnet ist, um das in Richtung des stromabwärts liegenden Bereichs des besagten Kanals (3) beförderte lose Material einzusammeln und aufzufangen.







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