PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE19508432A1 12.09.1996
Titel Wand- oder Deckenplatte sowie Verfahren zu ihrer Herstellung
Anmelder INFRA-FOLIENKABEL-GmbH, 32108 Bad Salzuflen, DE
Erfinder Friemuth, Bernd, 32108 Bad Salzuflen, DE
Vertreter Hoffmeister, H., Dipl.-Phys. Dr.rer.nat., Pat.-Anw., 48147 Münster
DE-Anmeldedatum 09.03.1995
DE-Aktenzeichen 19508432
Offenlegungstag 12.09.1996
Veröffentlichungstag im Patentblatt 12.09.1996
IPC-Hauptklasse E04C 2/24
IPC-Nebenklasse E04F 13/08   B32B 21/02   B32B 21/08   B32B 7/12   B32B 31/20   
IPC additional class // B32B 31/04,C09J 5/06  
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Wand- oder Deckenplatte, die aus einem Trägerblatt und aus wenigstens einem auf einer Seite dieses Trägerblattes (6) aufgebrachten Dekorfolienabschnitt aus einem verformbaren Material besteht. Das Trägerblatt besteht aus einem Dämmplattenmaterial aus gebundenen Zellstoffpartikeln.
Zur Herstellung werden folgende Verfahrensschritte angewandt:
- Auslegen eines unreliefierten Trägerblattes (4) auf eine ebene Fläche,
- Auflegen einer auf ihrer Unterseite mit einem Klebstoff, vorzugsweise Heißkleber, versehenen Dekorfolie (6) auf das Trägerblatt,
- Aufdrücken eines erhitzten, ebenen oder reliefierten Preßstempels (16) auf die Oberseite der Dekorfolie mit einem Druck, der ein Einsinken des Preßstempels von wenigstens 0,5 mm in die aus Dekorfolie, Klebstoffschicht und Oberfläche des Trägerblattes gebildeten Schichten ergibt, wobei sowohl die Dekorfolie als auch die Oberfläche des Trägerblattes bleibend verformt und die Klebstoffschicht aktiviert wird,
- Abkühlenlassen und erforderlichenfalls Ablängen und/oder Beschneiden des Deckenplatten-Materials.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine glatte oder reliefierte Wand- oder Deckenplatte, die aus einem Trägerblatt und aus wenigstens einem auf einer Seite dieses Trägerblattes aufgebrachten Dekorfolienabschnitt aus einem - vorzugsweise thermoplastisch - verformbaren Material bestehen. Sie bezieht sich ferner auf ein Verfahren zur Herstellung von glatten oder reliefierten Wand- oder Deckenplatten, die aus einem Trägerblatt und aus wenigstens einem auf einer Seite dieses Trägerblattes aufgebrachten Dekorfolienabschnitt aus einem - vorzugsweise thermoplastisch - verformbaren Material bestehen.

Zur Verkleidung der Wände und Decken in Innenräumen werden zunehmend Wand- oder Deckenverkleidungen angewandt, deren Trägerschicht aus Sperrholz oder furnierten Spanplatten besteht, deren eine Hauptfläche mit einer Dekorfolie aus Kunststoff, Holzfurnier oder Papier mit Dekoraufdruck beschichtet ist. Diese Verkleidungen sind mit glatter Dekorfläche oder mit einem plastischen, reliefierten Oberfläche versehen, deren Verformungen schon in der Dekorfolie selbst, vor der Verbindung von Dekorfolie oder Dekorpapier mit dem Träger eingeprägt sind.

Nachteilig bei diesen bekannten Verkleidungen ist jedoch das hohe Eigengewicht, das es erforderlich macht, daß derartige Verkleidungsplatten mit dem Untergrund oder einer Wand oder Decke über mechanische Verbindungen verbunden werden müssen. Es werden hierfür spezielle Befestigungsteile, wie Krallen oder Schrauben, auf einem Untergerüst aus Holzlatten montiert, so daß die schweren Verkleidungsplatten getragen werden. Dazu ist erforderlich, daß in einem gesonderten Arbeitsgang ein solches Untergerüst auf die Wandfläche aufgebracht wird. Die Spanplatten oder Sperrholzrückseiten der Verkleidungen können nicht direkt auf Putzflächen oder Betontrockenflächen aufgeklebt werden. Wegen des hohen Eigengewichtes und der damit verbundenen Gefahr des Ablösens ergeben sich Verletzungsgefahren für Menschen, wenn eine solche Platte von einer Decke oder einer Wand abfällt. Nachteilig ist weiterhin, daß feste und harte Holzkörper nicht gut geeignet sind, die in Wohnräumen gewünschten Schallabsorptionen zu erreichen. Auch der Wärmeverlust wegen der geringen Isolierwirkung ist als nachteilig zu betrachten.

Schließlich ergibt sich noch das Problem der Entsorgung bei den vorgenannten bekannten Platten. Die Folie ist normalerweise so fest und dauerhaft verklebt, daß sie mit üblichen Mitteln nicht vom Trägerblatt trennbar ist. Andererseits kann auf eine feste und dauerhafte Verklebung nicht verzichtet werden, da eine ungewollte Ablösung der Dekorfläche zu Reklamationen führen kann. Damit ergibt sich ein für die Entsorgung unerwünschtes Zweistoffprodukt.

Weiterhin ist eine reliefierte Wand- oder Deckenplatte der eingangs genannten Art bekannt und im Handel, bei der als Trägermaterial ein Polystyrol-Schaumstoff verwendet wird, auf den als Dekorfläche eine Kunststoffolie mit Dekordruck reliefiert aufgebracht ist. Derartige Wand- und Deckenplatten sind sehr leicht und können daher ohne Gefahr an Wänden oder Decken angebracht, insbesondere geklebt werden. Diese Kunstschaumstoffe stehen jedoch wegen der FCKW- oder Butangase, die bei ihrer Herstellung benutzt werden und auch freigesetzt werden, in der öffentlichen Kritik, was zu einer Kaufzurückhaltung führt.

Diese Deckenplatten sind aber auch wegen ihres weichen Kerns aus Kunstschaum sehr empfindlich gegen Druck. Bei üblicher hoher Beanspruchung, insbesondere bei Anwesenheit von Kindern, ergeben sich daher leicht Beschädigungen der vorgenannten Wand- und Deckenplatten. Auch ist hier die Trennung wegen der festen Verklebung von Kunstschaum und Dekorfolie praktisch kaum noch möglich. Entsprechend teuer und aufwendig ist die Entsorgung.

Es stellt sich daher die Aufgabe, eine Wand- und Deckenplatte der eingangs genannten Art anzugeben, die die vorgenannten Nachteile nicht aufweist und die in einem einfachen Verfahren herstellbar ist. Die Platte sollte überdies leichtgewichtig sein, preiswert zu produzieren sein und sich auch wieder in einfacher Weise entsorgen lassen.

Diese Aufgabe wird durch eine reliefierte Wand- oder Deckenplatte gelöst, die aus einem Trägerblatt und aus wenigstens einem auf einer Seite dieses Trägerblattes aufgebrachten Dekorfolienabschnitt aus einem verformbaren Material besteht und die dadurch gekennzeichnet ist, daß das Trägerblatt aus einem Dämmplattenmaterial aus gebundenem Zellstoffpartikeln besteht, und daß mit dem Trägerblatt über Schmelz- oder Heißkleber die Dekorfolie verbunden ist.

Zur Herstellung werden gemäß Erfindung folgende Verfahrensschritte angewandt:

  • - Auslegen eines unreliefierten Trägerblattes auf einer ebenen Fläche;
  • - Auflegen einer auf ihrer Unterseite mit einem Klebstoff, vorzugsweise Heißkleber, versehenen Dekorfolie auf das Trägerblatt;
  • - Aufdrücken eines erhitzten, ebenen oder reliefierten Preßstempels auf die Oberseite der Dekorfolie mit einem Druck, der ein Einsinken des Preßstempels von wenigstens 0,5 mm in die aus Dekorfolie, Klebstoffschicht und Oberfläche des Trägerblattes gebildeten Schichten ergibt, wobei sowohl die Dekorfolie als auch die Oberfläche des Trägerblattes bleibend verformt und die Klebstoffschicht aktiviert werden;
  • - Abkühlenlassen und erforderlichenfalls Ablängen und/oder Beschneiden des deckenplatten Materials.


Die erfindungsgemäßen Wand- oder Deckenplatten weisen erfindungsgemäß als Träger eine sogenannte Holzfaserdämmplatte auf. Derartige Holzfaserdämmplatten werden aus Zellstoffpartikeln hergestellt. Sie sind beispielsweise unter den Produktnamen "Isorel Isolant" und "Isorel Phaltex" im Handel und werden von der Firma ISOROY DEUTSCHLAND GmbH, Kehl, vertrieben. Diese Dämmplatten sind im Bezug auf ihren Gehalt an Bioziden, Formaldehyd, Lösemitteln und Riechstoffen baubiologisch unbedenklich einzustufen und können daher ohne weiteres auch in Innenräumen verwandt werden. Sie haben vorzugsweise eine Rohdichte von 0,28 (280 kg/m³) und sind normalerweise unkompressierbar auch bei Drücken höher als 1 kg/cm². Produktionstechnisch bedingt haben derartige Holzfaserdämmplatten eine relativ unebene und wellige Oberfläche, so daß durch einfaches Aufkleben einer Folie weder ein ausreichender Halt noch eine glatte und ebene Sichtfläche erzielbar ist.

Bemerkenswert ist, daß die vorgenannten Holzfaserdämmplatten bei Raumtemperatur, d. h. ohne Beheizung eines Prägestempels, nur eine undeutliche und schwache Prägung ergeben, während bei einer Heizstempeltemperatur zwischen etwa 130 bis 220°C eine gut ausgeprägte und bleibende Verformung der Oberfläche sich ergibt. Es zeigt sich ferner, daß sich eine sehr feine Struktur- und Reliefwiedergabe der Stempeloberfläche sich in der Dekorfolie und in der darunter liegenden, verformten Trägerblattschicht ergibt, wobei beispielsweise die Verklebung mit üblichen Schmelzklebern sich zu einer kompakten Zwischenschicht wandelt. Das mit einer Dekorfolie gemäß Erfindung belegte und ca. 1 s gepreßte Material ergibt bei Verwendung eines glatten und planen Preßstempels eine Wand- oder Deckenplatte, die so glatt ist wie aufwendig geschliffenes Paneelmaterial.

Vorteilhaft ist weiterhin, daß die genannten reliefierten Wand- und Deckenplatten auch in relativ einfacher Weise entsorgt werden können, da durch einfaches Abziehen der Dekorfolie von der Oberfläche des Trägerblattes sich die Folie von der Holzfaseroberfläche sehr leicht trennen läßt, wobei eventuell haftende Fasern bei Verwendung eines wasserlöslichen Klebstoffes leicht abgewaschen werden können. Holzfaserplatte und Dekorfolie sind demnach getrennt und auch als Einstoff-Produkt leicht zu entsorgen.

Bei Verwendung von Papierfolien als Dekormaterial ist zu beobachten, daß sich auch verformbare Papiere, die nicht mit einer thermoplastischen Folie kaschiert sind, für die Anwendung des Verfahrens eignen. Der verwendete Heiß- oder Schmelzkleber erstarrt nach dem Verformungsvorgang und bildet eine versteifende Schicht für das Papier aus. Hierdurch ergibt sich der weitere Vorteil, daß eine Platte, bestehend, aus Holzfasermaterial, Papierdekorfolie und Papiergegenspannfolie sich geschaffen ist, die bei Entsorgung einen in Wasser aufweichbaren Holz-Papierwerkstoff darstellt, der vor einer Entsorgung nicht getrennt zu werden braucht.

Auch ist es möglich, die Holzfaserplatte an Wandflächen mit Silikon- oder Acrylklebern anzubringen, und sie dort wieder abzuziehen, wobei hier die verbleibenden Klebstoffreste wieder leicht entfernt werden können.

Als Dekorfolien eignen sich thermoplastisch verformte Kunststoffolien, beispielsweise aus PVC oder Misch-Polymerisaten. Es lassen sich aber auch kaschierte und nicht-kaschierte Papiere verwenden, wie sie beispielsweise als Dekorpapiere bekannt sind. Durch die sehr gute und feinstrukturierte Anpassung des Untergrundes unterhalb der Dekorfolie und eine entsprechende Maximaltiefe wird das Folienmaterial oder Papier nur soweit verformt, daß es nicht reißt.

Weiterhin wird vorgeschlagen, daß zur Beibehaltung der Planlage des Trägerblattes die Sichtseite mit einer Dekorfolie und die Rückseite mit einer unverformt bleibenden Spannfolie versehen wird. Als Spannfolie eignet sich beispielsweise auch Papier, beispielsweise ein Kraft- oder Dekorpapier, wie es an sich bekannt ist.

Anstelle einer Spannfolie können auch Tränkungen oder Beschichtungen vorgesehen werden, die aushärten und einen ähnlichen Effekt ergeben.

Der glatte oder reliefierte Preßstempel sollte wenigstens auf eine Temperatur von 120°C erhitzt werden. Vorteilhaft sind Temperaturen, die etwa zwischen 130 und 220°C liegen, wobei Preßzeiten von 0,5 bis 10 s, vorzugsweise von 1 bis 2 s, Dauer angestrebt werden.

Die Rand- und Eckzonen der reliefierten Wand- und Deckenplatte können entweder roh gelassen werden oder mit einem Überstand des Dekorfolienabschnittes abgedeckt werden, wobei diese Faltung, Abdeckung und Formung auch während des Pressvorganges durch ein entsprechendes Werkzeug durchgeführt werden kann.

Schließlich sei noch darauf hingewiesen, daß die der Sicht-Dekorseite gegenüberliegende Hauptfläche, d. h. die Fläche, die mit einer Unterlage später verklebt ist, mit einem Gegenspannpapier so beklebt wird, daß Teilflächen der Klebeflächen frei bleiben. Hierfür wird vorzugsweise ein umlaufender Kantenbereich von etwa 5 bis 20 mm Breite gewählt. Hier kann dann entweder beim Anbringen ein Klebstoff aufgebracht werden, der auch mit einer abziehbaren Deckfolie geschützt sein kann.

In der Zeichnung ist in schematischer Seitenansicht eine Vorrichtung dargestellt, mit der das Verfahren ausgeführt werden kann.

Auf einem Maschinengestell 1 befindet sich eine Arbeitsebene A, auf deren Höhe sich mehrere Aggregate aneinanderreihen. In einem Plattenmagazin 3 befinden sich zahlreiche, etwa quadratische Plattenabschnitte von Trägerblättern 4, die aus einem Dämmplattenmaterial aus gebundenen Zellstoffpartikeln bestehen, wobei jede Platte etwa die Größe 50 · 50 cm bei einer Dicke von 8 mm hat.

Aus dem nach unten offenen Plattenmagazin 3 werden mit Hilfe eines hin- und herbeweglichen Flachschiebers 5 die Trägerblätter 4 einzeln herausgestoßen und von oben und unten je mit einer Folie belegt. Die obere Folie ist eine Dekorfolie 6, im vorliegenden Beispiel eine sogenannte Sinesh-Folie auf der Basis von Edelzellstoffpapier, und zwar entweder als Vorimprägnat oder auch als Kernimprägnat. Die Dekorfolie 6 wird von einer Vorratsrolle 7 abgezogen und von oben auf das Trägerblatt 4 aufgelegt; von unten wird ein verklebbares Kraftpapier 8, das als Vorrat ebenfalls in Folienform gewickelt ist, aufgelegt. Dieses wird von einer Vorratsrolle 9 abgewickelt.

Das von unten und oben belegte Trägerblatt 4 kommt nunmehr in eine Heizstation 10, in der mit einem Stempel 11 ein leichter Druck ausgeübt wird und die anhaftenden Schmelzkleberschichten der beiden Folien 6 und 8 zum Schmelzen gebracht werden und die Folien damit zum Anhaften. In einer Sägestation 12 werden die Folienblätter getrennt und abgelängt, und zwar so, daß ein gewisser Folienüberstand gegeben ist, der anschließend als Randumhüllung dienen kann.

Dies geschieht in der Rand-Andrückstation 14, in der das abgelängte Produkt gedreht wird. Anschließend wird es in die eigentliche Prägestation 15 überführt, wobei hier mit einem reliefierten Prägestempel 16 sowohl die aufliegende Dekorfolie 6 als auch das Trägerblatt 4 bleibend verformt und die Klebstoffschicht nochmals aktiviert werden. Anschließend wird die fertige umsäumte Wand- oder Deckenplatte über zwei Rollen 20, 20&min; herausgezogen und abgelegt.

Anstelle eines reliefierten Prägestempels kann auch eine glatter, an seiner Unterseite plangeschliffener Preßstempel verwendet werden. Mit einem solchen Stempel kann eine wellige und unebene Oberfläche des Roh-Dämmplattenmaterials in Verbindung mit einer Kunststoff- oder Papierdekorfolie so geglättet werden, daß die Oberfläche des fertigen Produktes der einer aufwendig geschliffenen und oder geglätteten Holz-, Sperrholz- oder Spanplattenpaneele entspricht.

Als Dekorfolien können beispielsweise Papierfolien eines m²-Gewichtes von 120 bis 200 g verwendet werden, die bei der erforderlichen Preßstempelbehandlung nicht reißen. Es handelt sich normalerweise nicht um thermoplastisch verformbare Werkstoffe. Durch die Anwendung eines schmelzenden und wieder erstarrenden Klebstoffes verhält sich jedoch das Papier wie ein Thermoplast und verbleibt nach dem Abkühlen in der plastisch geänderten Form.


Anspruch[de]
  1. 1. Wand- oder Deckenplatte, die aus einem Trägerblatt und aus wenigstens einem auf einer Seite dieses Trägerblattes (6) aufgebrachten Dekorfolienabschnitt aus einem verformbaren Material besteht, dadurch gekennzeichnet, daß das Trägerblatt aus einem Dämmplattenmaterial aus gebundenen Zellstoffpartikeln besteht und daß mit dem Trägerblatt über Schmelz- oder Heißkleber die Dekorfolie verbunden ist.
  2. 2. Wand- oder Deckenplatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Dekorfolienabschnitt aus einem thermoplastischen Kunststoff besteht.
  3. 3. Wand- oder Deckenplatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Dekorfolienabschnitt aus verformbaren Papier besteht.
  4. 4. Wand- oder Deckenplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Rückseite der Deckenplatte unter Freilassung einer Kante mit einer Gegenspannfolie (8) verklebt ist und die freigelassene Fläche wenigstens teilweise mit einer Klebstoffschicht versehen ist.
  5. 5. Verfahren zur Herstellung von Wand- oder Deckenplatten, die aus einem Trägerblatt und aus wenigstens einem auf einer Seite dieses Trägerblattes aufgebrachten Dekorfolienabschnitt aus einem verformbaren Material bestehen, dadurch gekennzeichnet, daß das Trägerblatt aus einem Dämmplattenmaterial aus gebundenen Zellstoffpartikeln besteht, und daß zur Herstellung folgenden Verfahrensschritte angewandt werden:
    1. - Auslegen eines unreliefierten Trägerblattes (4) auf eine ebene Fläche,
    2. - Auflegen einer auf ihrer Unterseite mit einem Klebstoff, vorzugsweise Heißkleber, versehenen Dekorfolie (6) auf das Trägerblatt,
    3. - Aufdrücken eines erhitzten, ebenen oder reliefierten Preßstempels (16) auf die Oberseite der Dekorfolie mit einem Druck, der ein Einsinken des Preßstempels von wenigstens 0,5 mm in die aus Dekorfolie, Klebstoffschicht und Oberfläche des Trägerblattes gebildeten Schichten ergibt, wobei sowohl die Dekorfolie als auch die Oberfläche des Trägerblattes bleibend verformt und die Klebstoffschicht aktiviert wird,
    4. - Abkühlenlassen und erforderlichenfalls Ablängen und/oder Beschneiden des Deckenplatten-Materials.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Sichtseite des Trägerblattes (4) mit einer Dekorfolie und die Rückseite mit einer unverformt bleibenden Spannfolie versehen wird.
  7. 7. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Sichtseite des Trägerblattes mit einer Dekorfolie und die Rückseite mit einer aushärtenden Tränkung oder Beschichtung versehen wird.
  8. 8. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die von dem Preßstempel gedrückten Schichten wenigstens auf eine Temperatur von 120°C erhitzt werden.
  9. 9. Verfahren nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das für das Trägerblatt (4) verwendete Material einen Rohdichte von 0,25 bis 0,30 hat.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com