PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE19509549A1 19.09.1996
Titel Verfahren zum Einbau und/oder Erneuerung von Randstreifen
Anmelder Schlicksbier, Josef, 93083 Obertraubling, DE
Erfinder Schlicksbier, Josef, 93083 Obertraubling, DE
Vertreter Wasmeier, A., Dipl.-Ing.; Graf, H., Dipl.-Ing., Pat.-Anwälte, 93055 Regensburg
DE-Anmeldedatum 16.03.1995
DE-Aktenzeichen 19509549
Offenlegungstag 19.09.1996
Veröffentlichungstag im Patentblatt 19.09.1996
IPC-Hauptklasse E01C 19/46
IPC-Nebenklasse E01C 23/088   
Zusammenfassung Die Erfindung bezieht sich auf ein neuartiges Verfahren zum Einbau und/oder Erneuern eines Randstreifens unter Verwendung eines Randstreifenfertigers mit einem Behälter zur Aufnahme von Randstreifen-Material sowie mit einer Fördereinrichtung zum Ausbringen dieses Materials aus dem Behälter auf den Randstreifen in solcher Menge, daß nach dem Glattstreifen und Verdichten des Materials der erneuerte Randstreifen ein vorgegebenes Niveau besitzt, wobei der zu erneuernde Randstreifen vor dem Ausbringen des Materials mit Hilfe wenigstens einer Fräse abgefräst wird.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren gemäß Oberbegriff Patentanspruch 1.

Der Einbau oder Erneuerung von Randstreifen, d. h. von Banketten, die nicht aus teer- oder bitumengebundenem Material, d. h. insbesondere aus Sand und/oder Humus bestehen, mit Hilfe von Randstreifenfertigern ist bekannt. Es ist auch bekannt, daß derartige Randstreifen bzw. Bankette von Zeit zu Zeit erneuert werden müssen und zwar insbesondere deswegen, weil sie durch Ausfahren oder durch andere Einwirkungen zumindest teilweise ein Niveau aufweisen, welches deutlich über dem gewünschten oder erforderlichen Niveau liegt.

Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren aufzuzeigen, welches ein besonders rationelles und wirksames Einbauen und/oder Erneuern eines Randstreifens ermöglicht.

Zur Lösung dieser Aufgabe ist ein Verfahren entsprechend dem kennzeichnenden Teil des Patentanspruches 1 ausgebildet.

Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird der zu erneuernde Randstreifen auf ein Niveau abgefräst, welches beispielsweise tiefer liegt als das Niveau, das die Oberseite des erneuerten Randstreifens aufweisen soll. Das beim Abfräsen anfallende Material wird im Behälter des Randstreifenfertigers zwischengelagert und vermischt sich dort mit anderem abgefrästem Material, bevor dieses Material zu einem späteren Zeitpunkt, d. h. an einem von dem Bereich, an dem das Material abgefräst wurde, entfernten Bereich eingebaut wird, und zwar beispielsweise an einer tieferen oder breiteren Stelle des zu erneuernden Bankettes.

Da auch bei längeren fahrbaren Strecken das Erneuern des Bankettes jeweils unter Verwendung des abgefrästen Materials erfolgen kann, ist ein besonders rationelles Arbeiten möglich. Besonders vorteilhaft ist aber, daß durch das Zwischenlagern des abgefrästen Materials und durch das jeweils zwangsweise auftretende Vermischen dieses Materials der Grasbewuchs des erneuenden Bankettes verbessert wird, und zwar durch die Verteilung von Wurzelwerk, Samen usw.

Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.

Die Erfindung wird im Folgenden anhand der Figuren an einem Ausführungsbeispiel näher erläuert. Es zeigen:

Fig. 1 in sehr vereinfachter Darstellung und in Draufsicht einen Randstreifenfertiger gemäß der Erfindung;

Fig. 2 in einfacher Prinzip-Darstellung eine Fräsenanordnung bei dem Randstreifenfertiger der Fig. 1;

Fig. 3 ein zu erneuernder Randstreifen.

Der in der Figur dargestellte Randstreifenfertiger besteht im wesentlichen aus einem fahrbaren Rahmen 1, welcher mit Hilfe von Rädern 2 auf einer Fahrbahn 3 durch einen nicht dargestellten eigenen Antrieb in Richtung des Pfeiles A fortbewegt werden kann.

An der Frontseite des Rahmens 1 bzw. des Randstreifenfertigers ist ein an der Oberseite offene Schale oder eine entsprechende Schüssel 4 zur Aufnahme des für die Herstellung und/oder Erneuerung des Randstreifens verwendeten Materials 6 vorgesehen. Die Schüssel 4 ist an der Vorderseite des Fertigers so angeordnet, daß in diese Schüssel von einem Kipper eine bestimmte Menge an Material 6 abgekippt bzw. eingebracht werden kann. In der Mitte weist die Schüssel 4 an ihrem Boden eine Öffnung auf, an welcher das in Förderrichtung vordere Ende eines Förderbandes 7 vorgesehen ist, mit welchem das Material 6 aus der Schüssel 4 an das hintere Ende des Randstreifenfertigers bzw. Rahmens gefördert wird, wo ein quer zur Bewegungsrichtung A angeordnetes weiteres Förderband 8 vorgesehen, über welches das Material 6 dann an einer Längsseite des Randstreifenfertigers, d. h. an der in Fahrtrichtung rechten Längsseite auf den Randstreifen 5ausgeworfen wird, um dann mit einer nachgeführten Arbeitsgruppe 9, die ein Planierschild sowie eine Rüttelbohle aufweist, auf das für den erneuerten Randstreifen 5 gewünschte Niveau eingeebnet und verdichtet zu werden.

Insbesondere anstelle des Förderbandes 7 kann auch eine Förderstrecke vorgesehen sein, auf der eine Aufbereitung des Materials, beispielsweise Zerkleinerung usw. erfolgt.

Der Arbeitsgruppe 9 in Fahrtrichtung A vorausgehend ist an der gleichen Längsseite des Rahmens 1 eine Fräsenanordnung 10 vorgesehen, die aus einer unteren, walzenartigen Fräse 11 besteht, die um eine horizontale, senkrecht oder quer zur Fahrtrichtung A verlaufende Achse drehbar gelagert und um diese Achse rotierend antreibbar ist, wobei die axiale Länge der unteren Fräse 11 in etwa gleich der Breite des Randstreifens 5 nach seiner Wiederherstellung ist. Die Fräse 11 wird im Betrieb des Randstreifenfertigers mit Hilfe eines nicht dargestellten Antriebes derart rotierend angetrieben, daß die Drehrichtung am jeweils unteren Umfangsbereich der Fräse 11 in Fortbewegungsrichtung A verläuft.

Bei der dargestellten Ausführungsform weist die Fräse 11 am Umfang einer den Körper dieser Fräse bildenden Trommel eine Vielzahl von Zähnen 12 auf, die so angeordnet sind, daß die Fräse zugleich eine Förderwirkung von außen nach innen bewirkt, und zwar an einen Bereich, wo über der Fräse 11 ein umlaufend angetriebenes, am Umfang mit Schaufeln versehenes Förderrad 13 vorgesehen ist, welches ebenfalls Bestandteil der Fräsenanordnung 10 ist und das von der Fräse 11 nach oben geförderte abgefräste Material auf ein Förderband 14 wirft, welches dieses Material in den Behälter bzw. in die Schüssel 4 transportiert. Das Förderrad 13 ist um eine parallel zur Achse der Fräse 11 und über dieser Achse liegende horizontale Achse angetrieben und befindet sich am unteren, offenen Ende eines das Material 6 leitenden Kanals 15.

Anstelle der Fräsenanordnung 10 kann auch eine andere Fräsenanordnung verwendet sein, wesentlich ist hierbei aber, daß diese Fräsenanordnung nicht nur als Fräse, sondern zugleich auch als Fördereinrichtung wirkt, und zwar dahingehend, daß das an dem zu erneuernden Randstreifen 5 abgefräste Material über eine Fördereinrichtung, beispielsweise über das Förderband 14 in die Schüssel 4 gefördert wird.

Die Erneuerung des Randstreifens 5 erfolgt mit dem Randstreifenfertiger auf folgende Weise:

Der zu erneuernde Randstreifen 5, der entsprechend der Fig. 3 beispielsweise zumindest in einem Teilbereich durch Ausfahren ein Niveau höher als das Niveau der Fahrbahn 3 aufweist und beispielsweise in einem Teilbereich ein Niveau wesentlich tiefer als das Niveau der Fahrbahn besitzt, wird zunächst mit der Fräsenanordnung 10 bzw. mit der dortigen Fräse 11 auf ein Niveau bzw. auf eine Tiefe abgefräst, die unterhalb des Niveaus N liegt, welches der wiederhergestellte Randstreifen 5 aufweisen soll. Das hierbei abgefräste Material wird in die Schüssel 4 eingebracht. Gleichzeitig wird hinter dem Arbeitsbereich der Fräsenanordnung 10 am hinteren Ende des Randstreifenfertigers über das Förderband 8 anderes Material aus der Schüssel 4 in einer solchen Menge ausgebracht, daß nach dem Einebnen bzw. Planieren und nach dem Verfestigen mit der Arbeitsgruppe 9 ein erneuerter Randstreifen mit dem Niveau N erreicht ist.

Die Besonderheit des Verfahrens besteht also darin, daß das mit der Fräsenanordnung 10 abgetragene Material 6 in der Schüssel 4 zwischengelagert und zeitlich später an einer tieferen oder breiteren Stelle des Randstreifens 5 eingebaut wird, so daß die Erneuerung eines Randstreifens 5 auch bei längerer Distanz ohne zusätzliches, von außen zugeführtes Material möglich ist.

Hierdurch wird nicht nur die Arbeitsweise wesentlich vereinfacht, sondern auch die Qualität des hergestellten Randstreifens entscheidend verbessert, und zwar durch einen verbesserten Anwuchs von Gras, das mit dem Material in der Schüssel 4 auch Grassamen oder Wurzeln zwischengelagert und auf die gesamte Länge einer Straße mehr oder weniger gleichmäßig verteilt werden.

Die Erfindung wurde voranstehend an einem Ausführungsbeispiel beschrieben. Es versteht sich, daß Änderungen sowie Abwandlungen möglich sind, ohne daß dadurch der der Erfindung zugrundeliegende Erfindungsgedanke verlassen wird.

Bezugszeichenliste

1 Rahmen

2 Rand

3 Fahrbahn

4 Schüssel

5 Randstreifen

6 Material

7, 8 Förderband

9 Arbeitsgruppe

10 Fräsenanordnung

11 Fräse

12 Zahn

13 Förderrad

14 Förderband

15 Förderkanal


Anspruch[de]
  1. 1. Verfahren zum Einbau und/oder Erneuern eines Randstreifens unter Verwendung eines Randstreifenfertigers mit einem Behälter (4) zur Aufnahme von Randstreifen- Material sowie mit einer Fördereinrichtung (7, 8) zum Ausbringen dieses Materials aus dem Behälter (4) auf den Randstreifen (5) in solcher Menge, daß nach dem Glattstreifen und Verdichten des Materials der erneuerte Randstreifen (5) ein vorgegebenes Niveau (N) besitzt, wobei der zu erneuernde Randstreifen vor dem Ausbringen des Materials mit Hilfe wenigstens einer Fräse (11) abgefräst wird, dadurch gekennzeichnet, daß das mit der Fräse (11) abgefräste Material mittels einer Fördereinrichtung (13, 14) in den Behälter (4) gefördert, dort zwischengelagert und als Randstreifen-Material später zum Einbau des erneuerten Randstreifens verwendet wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurchgekennzeichnet, daß der zu erneuernde Randstreifen (5) mit der Fräse (11) auf ein Niveau unterhalb des Niveaus (N) des erneuerten Randstreifens abgefräst wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der zu erneuernde Randstreifen (5) mit der Fräse (11) auf das Niveau (N) des erneuerten Randstreifens (5) abgefräst wird.
  4. 4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1-3, gekennzeichnet durch eine über Kopf fördernde Fräse (11) zum Abfräsen des zu erneuernden Randstreifens.
  5. 5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1-4, gekennzeichnet durch eine das Material quer zur Längsrichtung des Randstreifens (5) fördernde Fräse (11), vorzugsweise durch eine Fräse, die das abgefräste Material zugleich von dem Rand der Fahrbahn (3) sowie auch von dem außenliegenden Rand des Randstreifens (5) her jeweils zum Inneren des Randstreifens hin fördert.
  6. 6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1-5, dadurch gekennzeichnet, daß das mit der Fräse abgefräste Material vor dem Ausbringen im Behälter mit bereit früher und/oder später abgefrästen Material vermischt wird.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com