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Dokumentenidentifikation DE3930404C2 19.09.1996
Titel Verfahren zum Betrieb einer numerischen Steuerung
Anmelder Siemens AG, 1000 Berlin und 8000 München, DE
Erfinder Lutz, Hans-Jürgen, Dipl.-Ing. (FH), 8522 Herzogenaurach, DE;
Rübig, Günter, Dipl.-Ing. (FH), 8521 Großenseebach, DE
DE-Anmeldedatum 12.09.1989
DE-Aktenzeichen 3930404
Offenlegungstag 21.03.1991
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 19.09.1996
Veröffentlichungstag im Patentblatt 19.09.1996
IPC-Hauptklasse G05B 19/408
IPC-Nebenklasse G05B 19/18   

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Betrieb einer numerischen Steuerung, bei der die Bedienoberfläche in einen Maschinenbereich und einen Datenbereich aufgeteilt ist, wobei der Datenbereich in Datenzweige aufgeteilt ist, denen jeweils Menüs zur Dateneingabe und Datenausgabe zugeordnet sind, wobei der Maschinenbereich in Betriebsarten verzweigt ist, denen Menüs zur Maschinenbedienung zugeordnet sind.

Ein solches, den Maschinenbereich betreffendes Verfahren ist z. B. aus der Druckschrift "SINUMERIK 850", Bedienungsanleitung, Ausgabe 5/87, Siemens AG bekannt. Bei den dabei verwendeten menügeführten, listengesteuerten und in Bereiche aufgeteilten Bedienoberflächen taucht jedoch häufig das Problem auf, daß ein Bediener sich im jeweiligen Bedienbaum des Datenbereichs oder des Maschinenbereichs an eine bestimmte Stelle vorgearbeitet hat und nun in den jeweils anderen Bereich wechseln möchte, um dort eine andere Bedienung auszuführen. Je nach Bediensituation möchte er sich nun für weitere Maßnahmen längere Zeit in diesem neuen Bereich bewegen oder aber nach kurzer Operation in das verlassene Menü zurückkehren. Für den letzteren Fall ist aber dann nötig, von der Wurzel des jeweiligen Bereiches her dieses Menü nochmals anzusteuern. Ferner ist dabei ein stufenweises "Durchhangeln" von Bedienebene zu Bedienebene mit Hilfe einer Rücksprungtaste, einer sogenannten "Recall- Taste" möglich.

Aufgabe der Erfindung ist es, in einfacher Weise einen Rücksprung in ein einmal verlassenes Menü zu ermöglichen.

Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.

Eine erste vorteilhafte Ausbildung der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß als erste Zusatzbedingung eine Zweitbetätigung der Datenbereichstaste möglich ist, eine weitere Ausbildung der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß als zweite Zusatzbedingung eine Zweitbetätigung der Maschinenbereichstaste vorgesehen ist. In beiden Fällen wird durch diese Doppelausnutzung der jeweiligen Tasten die Anzahl von Tasten im Bedienfeld möglichst kleingehalten.

Eine weitere Ausbildung der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß als weitere Zusatzbedingung ein vom Zustand der zugehörigen Maschine abhängiges Signal vorgesehen ist. Die Aktivierung eines gespeicherten Menüs erfolgt damit durch Betätigen der Maschinenbereichstaste plus einem sogenannten PLC-Zusatzsignal. Damit wird das erfindungsgemäße Verfahren äußerst eng an den eigentlichen Arbeitsprozeß der Maschine angebunden.

Es ist aber auch möglich, daß die erste oder zweite Zusatzbedingung durch Auslösen einer jeweils zugeordneten Sondertaste auslösbar ist, wenn dies vom jeweiligen Anwender als zweckdienlich angesehen wird.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im folgenden näher erläutert. Dabei zeigen:

Fig. 1 ein erstes Blockschaubild, das den Wechsel zwischen Maschinenbereich und Datenbereich visualisiert, und

Fig. 2 ein zweites Blockschaubild, das einen möglichen Wechsel innerhalb des Datenbereiches anzeigt.

In der Darstellung gemäß Fig. 1 ist in Form eines Blockschaubildes gezeigt, daß die Bedienoberfläche einer numerischen Steuerung (der Übersichtlichkeit halber nicht dargestellt) einen Maschinenbereich MB und einen Datenbereich DB aufweist. Der Maschinenbereich MB, der von seiner Wurzel her zumindest teilweise von einer sogenannten PLC (Anpaßsteuerung) verwaltet werden kann, ist baumartig strukturiert. Die wurzelnahe Ebene dieses Baumes beinhaltet die verschiedenen Betriebszustände MDA, JOG, AUTO und TEACH IN.

MDA: (Manual Data Input) Handeingabe mit nachfolgender Automatik, bei der von Hand eingegebene, dann automatisch abgearbeiteten Sätze allerdings nicht gespeichert werden;

JOG: konventionelle Handeingabe;

AUTO: gespeicherte Sätze werden automatisch abgearbeitet;

TEACH IN: Handeingaben werden gespeichert.

Von jedem dieser Betriebszustände ist eine Anwahl von ganz gezielten Menüs möglich. Beim Ausführungsbeispiel möge dabei angenommen sein, daß momentan ein Menü XX in Betriebsart MDA aktiv sei. Das Menü kann dazu zusätzlich mit einem Kanalkennzeichen XX spezifiziert sein.

Ferner weist die Bedienoberfläche einen Datenbereich DB auf, der in einzelne Datenzweige 1 bis 7 aufgeteilt ist. Jedem dieser Datenzweige 1 bis 7 sind eine Reihe von möglichen Menüs zugeordnet; so kann dem Datenzweig 3 das stark ausgezeichnet dargestellte Menü YY zugeordnet sein.

Steuerungsseitig sind zwei Speicher S1 und S2 vorgesehen, von denen der Speicher S1 dem Maschinenbereich MB und der Speicher S2 dem Datenbereich DB zugeordnet ist. Beide Speicher S1 und S2 können durchaus auch baulich miteinander vereinigt sein.

Das Bedienfeld der Steuerung weist nun zwei Tasten M und D auf, von denen die Taste M dem Maschinenbereich MB und die Taste D dem Datenbereich DB zugeordnet ist. Die Tatsache, daß die Taste D in der Zeichnung zweimal angedeutet ist, soll darauf hinweisen, daß die Taste D entweder einmal oder zweimal betätigt werden kann. Beim Bedienfeld mag ferner durch ein Zusatzsignal Z ein PLC-Zusatzsignal gegeben sein.

Wie oben angegeben, sei zunächst davon ausgegangen, daß das Menü XX momentan aktiv ist. Nun mag seitens des Bedieners der Wunsch bestehen, die Wurzel des Datenbereiches DB anzuwählen. Dies wird dadurch ausgelöst, daß die Taste D einmal betätigt wird. Mit diesem Sprung wird im Speicher S1 festgehalten, daß soeben das Menü XX, des Kanals XX verlassen wurde.

Der Bediener kann sich nun innerhalb des Datenbereiches DB in üblicher Weise beispielsweise zum Menü YY des Datenzweiges 3 bewegen. Dort kann er seine diesbezüglichen Bedienhandlungen vornehmen. Ein Rücksprung in den Maschinenbereich MB erfolgt bedarfsweise so, daß der Bediener die Maschinenbereichstaste M einmal betätigt und dann an die Wurzel des Maschinenbereiches MB gelangt, von wo aus er sich in ein beliebiges, dem Maschinenbereich MB zugeordnetes Menü vorarbeiten kann. Das Menü des Datenbereiches DB, aus dem der Aussprung erfolgt ist, wird im Speicher S2 gespeichert. Dies kann beispielsweise durch die Angabe Menü YY, Datenzweig 3, erfolgen.

Wenn der Bediener beim Arbeiten im Maschinenbereich MB auf das zuletzt aktiv gewesene Menü des Datenbereiches DB wechseln möchte, kann er dies dadurch erreichen, indem er die Datenbereichstaste D zweimal aufeinanderfolgend drückt. Es wird dann im Speicher S2 abgefragt, welches das zuletzt aktiv gewesene Menü des Datenbereiches D gewesen ist und dementsprechend gelangt der Bediener unverzüglich in dieses Menü, beispielsweise das Menü YY des Datenzweiges 3. Bei Aussprung wird das zuletzt aktiv gewesene Menü des Maschinenbereiches MB, es mag in diesem Fall wieder das Menü XX des Kanals XX gewesen sein, im Speicher S1 hinterlegt.

Auch aus dem Datenbereich DB ist es dann dem Bediener wieder möglich, in das zuletzt aktiv gewesene Menü des Maschinenbereiches MB rückzuspringen, wenn er hierzu die Taste M einmal betätigt und gleichzeitig ein PLC-Zustandssignal Z vorliegt.

Die Sprünge an die Basis des Maschinenbereiches MB und an die Basis des Datenbereiches DB sind in Fig. 1 mit Pfeilen IM und ID bezeichnet, die Sprünge an die Menübereiche des Maschinenbereiches MB und des Datenbereiches DB sind durch Pfeile IIM und IID gekennzeichnet.

In der Darstellung gemäß Fig. 2 ist gezeigt, daß es auch möglich ist, Sprünge innerhalb des Datenbereiches DB vorzunehmen. Wenn sich beispielsweise der Bearbeiter in einem Menü XX des Datenzweiges 1 befindet, und eine Einfachbetätigung der Datenbereichs taste D vornimmt, gelangt er in die Wurzel des Datenbereiches DB. Von dort aus kann er sich beispielsweise in das Menü YY des Datenzweiges 7 vorarbeiten. Ein Rücksprung in das Menü XX des Datenzweiges 1 erfolgt nun dadurch, daß die Datenbereichstaste D zweimal betätigt wird. Damit wird aus dem Speicher S2 die gespeicherte Aussprungadresse abgefragt und es wird wieder das Menü XX des Datenzweiges 1 angewählt. Auch das nunmehr die Aussprungadresse darstellende Menü YY des Datenzweiges 7 kann im Speicher S2 abgelegt werden. Die möglichen Sprünge sind in der Darstellung durch Pfeile ID zur Wurzel des Datenbereiches DB und Pfeile IID in den Menübereich angedeutet.


Anspruch[de]
  1. 1. Verfahren zum Betrieb einer numerischen Steuerung, bei der die Bedienoberfläche in einen Maschinenbereich (MB) und einen Datenbereich (DB) aufgeteilt ist, wobei der Datenbereich (DB) in Datenzweige aufgeteilt ist, denen jeweils Menüs zur Dateneingabe und Datenausgabe zugeordnet sind, wobei der Maschinenbereich in Betriebsarten verzweigt ist, denen Menüs zur Maschinenbedienung zugeordnet sind, wobei dem Datenbereich (DB) und dem Maschinenbereich (MB) jeweils ein Speicher (S1, S2) zugeordnet ist, der jeweils dann, wenn eine Datenbereichstaste (D) oder eine Maschinenbereichstaste (M) betätigt wird, das jeweils vorliegende Menü als Aussprungmenü speichert, wobei mit dem bloßen Betätigen der Datenbereichstaste (D) ein Einsprung zur Wurzel des Datenbereiches (DB) erfolgt, von wo aus über weitere Bedienhandlungen ein neues Menü des Datenbereiches (DB) anwählbar ist, wobei mit dem bloßen Betätigen der Maschinenbereichstaste (M) ein Einsprung zur Wurzel des Maschinenbereiches (MB) erfolgt, von wo aus über weitere Bedienhandlungen ein neues Menü des Maschinenbereiches (MB) anwählbar ist, wobei jedoch mit dem Betätigen der Datenbereichstaste (D) und einer ersten Zusatzbedingung das jeweils letzte Aussprungmenü des Datenbereiches (DB) angewählt wird und wobei mit dem Betätigen der Maschinenbereichstaste (M) und einer zweiten Zusatzbedingung das jeweils letzte Aussprungmenü des Maschinenbereiches (MB) angewählt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei als erste Zusatzbedingung eine Zweitbetätigung der Datenbereichstaste (D) vorgesehen ist.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, wobei als zweite Zusatzbedingung eine Zweitbetätigung der Maschinenbereichstaste (M) vorgesehen ist.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, wobei als zweite Zusatzbedingung ein vom Zustand der zugehörigen Maschine abhängiges Signal (Z) vorgesehen ist.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die erste oder zweite Zusatzbedingung durch Auslösen einer jeweils zugeordneten Sondertaste auslösbar ist.






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